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Bassin d´Arcachon

Grenze zu Frankreich

Gute 20km hinter Donostia überquerten wir die Grenze nach Frantzia, wie die Basken sagen. Eigentlich heißt die französische Provinz, in die wir nun einfuhren, Aquitanien. Es ist jedoch immer noch Baskenland, zumindest bis weit hinter Biarritz.
Wir hielten uns zuerst weiter auf der Küstenstraße und umfuhren Biarritz auf der Autobahn. Das ist wesentlich einfacher. Die Region um Biarritz ist jetzt schon überlaufen, dabei soll die Hochsaison im Juli und August sein. Da geht dann offensichtlich gar nichts mehr.

Dünenbarriere

Bei Soustons fuhren wir an die Küste zurück. Jetzt ist es wieder ruhiger. Am Ortsausgang von Vieux-Boucau-les-Bains übernachten wir auf dem Super-U-Parkplatz. Dort konnten wir nebenan gleich große Wäsche waschen und im Supermarkt einkaufen. Natürlich ließen wir einen Abstecher zum gut 1km entfernten Strand nicht aus. Campingplätze und Mobilheimparks teilen sich die Gegend, außerdem gibt es vieles weitere, was das Touristenherz begehrt.
An der ganzen Küste ab hier bis zum Bassin d´Arcachon ist der Weg zum Strand nur durch die Überquerung einer großen, hohen Düne zu erreichen.
Auf der Meeresseite zieht sich, soweit das Auge reicht, ein Sandstrand hin, hinter der Düne liegen weite Kiefernwälder. In denen leben Perleidechsen, von denen wir bisher zwei gesehen haben. Sie leben im gesamten iberischen Bereich und haben hier an der aquitanischen Küste nur eine kleine Enklave. Die Eidechsen erreichen normalerweise eine Länge von 60-65cm, sind also wirklich groß.

Gasse eines Austerndorfes

Die Küstenstraße in Richtung Norden ist recht wenig befahren, aber die vielen Dörfer, die verkehrsberuhigenden Hindernisse wie Kreisverkehre und die unglaublich nervigen Erhebungen an fast allen Fußgängerüberwegen, lassen die Fahrzeuge nur langsam vorankommen. Die Gegend und die Orte sind aber so reizvoll, dass man trotzdem gerne hier unterwegs ist.
An der Ostseite des Bassin d´Arcachon liegt der Ort Andernos-les-Bains. Dort suchten wir den Womo-Stellplatz direkt am Austernhafen auf. Für 48 Stunden bezahlt man 24,-€, maximale Aufenthaltsdauer. Das Bassin d`Arcachon ist Austerngebiet und es gibt mehrere kleine Austernfischerdörfer rund um das Gewässer. In kleinen Fischerhütten in mehr oder weniger langen Reihen werden Austern direkt verkauft, oder man genießt sie in einem Restaurant. Das halbe Dutzend Austern mittlerer Größe kostet zwischen 5,50 und 8,-€. Wer Geduld hat und sucht bekommt sie auch mal für die Hälfte des Geldes, und man bekommt sie freundlicherweise geöffnet. Im Gegensatz zu den Austernständen der Normandie und Bretagne macht sich hier kaum ein Austernverkäufer die Mühe, die Schalen der Tiere für die Kunden zu öffnen.
Der Geschmack der hiesigen Austern ist ziemlich anders als der der nördlichen Austern. Wie es aussieht liegt es wohl am Salzgehalt des Wassers, im dem sie wachsen. Während die Austern im Norden sehr fein nach Meer schmecken, sind sie hier unten unter Umständen ziemlich salzig. Geringe Unterschiede sind aber auch hier zu schmecken, je nach dem, aus welcher Ecke des Beckens sie kommen. Es werden aber auch Austern von einer vorgelagerten Insel angeboten. Da muss jeder seinen eigenen Geschmack herausfinden.

Blick auf die Pyla-Düne

Wir machten einen Ausflug bis hin zum Cap Ferret. Der Ort liegt am Ende einer langen Landzunge, die das Bassin d`Arcacon vom Atlantik abschließt. Bei Ebbe ist fast das gesamte Becken wasserlos, so flach ist es. Auf der anderen Seite ist die Düne Pyla zu finden. Sie ist die höchste Düne Europas. Die Angaben der Höhe liegen zwischen 110 und 117m. Sie ist merkwürdigerweise ganz ohne Bewuchs, obwohl sie inmitten des langen Dünenwalls der Küste liegt, und sie wandert im Jahr 5 Meter landeinwärts.

Meeresfrüchteplatte

Wir besuchten mehrere Austernfischerdörfer, die heute von vielen Neubauten umgeben sind. Alle sind sie vom Aussehen her etwas verschieden. Manche der alten Hütten sind prima zurechtgemacht, manche schön begrünt, andere sind eben, wie sie sind. Manche dienen heute auch als Ferienwohnung. Alle Austernfischer haben das gleiche Angebot. Es gibt nur wenige, die auch einmal andere Meeresfrüchte oder gemischte Platten mit Austern und Meeresfrüchten anbieten. Dazu gibt es meist Brot und Wein. Wir gönnten uns im L´Esquirey in Andernos-les-Bains eine Meeresfrüchteplatte für 16,-€. Für das, was hier alles auf der Platte war, frisch und schmackhaft, hätten wir in Deutschland wahrscheinlich bald das Doppelte bezahlt. Das ist einfach nur ein Genuss.

 

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Gibraltar

Gibraltar im Abendrot

Gibraltar im Abendrot

Von Marbella aus fährt man immer auf der A7 Richtung Süden. Dabei ist der Felsen von Gibraltar, gleich neben dem südlichsten Kap Spaniens gelegen, fast immer zu sehen. Kurz vor Algeciras biegt man auf die CA34 ab, die direkt bis zur Abfahrt nach Gibraltar führt. Nur ein paar Meter vorher kommt man zu einem großen Parkplatz im Puerto Alcaidesa. Dort standen wir für eine Nacht (12,-€), um zu ver- und entsorgen sowie Wäsche zu waschen. Gleich nebenan liegt der Flughafen von Gibraltar, dahinter ragt der Felsen bis auf 425m hoch auf. Nur ein paar Mal am Tag starten Flugzeuge von Gibraltar aus.
Am nächsten Tag wechselten wir auf den anderen Stellplatz in La Línea, am Stadion Linense, für 4,-€ pro Nacht. Der Platz liegt, nur von einer Straße getrennt, direkt am Strand. Bevor wir herkamen, sahen wir von Cabopino aus nach Gibraltar, jetzt sehen wir von Gibraltar nach Cabopino. Das ist toll.

Fort Santa Barbara

Fort Santa Barbara

Gleich in der Nähe des Stellplatzes am Stadion stehen die Überreste des Forts Santa Barbara. Es wurde Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet. Von hier aus gab es einmal eine Mauer bis zum Fort San Felipe auf der westlichen Seite der Halbinsel. Im Napoleonischen Krieg zerstörten die Engländer das Fort samt Mauer, um die Anlagen nicht den Franzosen in die Hände zu geben. Der Felsen von Gibraltar war schon immer hart umkämpft. Zuerst waren wohl die Phönizier hier, um 700 n.Chr. kamen die Mauren, die ihren Eroberungszug durch Iberien hier starteten und 700 Jahre blieben. Seit 1704 ist der Felsen britisches Hoheitsgebiet. Seitdem erhoben jedoch auch die Franzosen und Spanier Anspruch darauf. Außer den Resten des Forts Santa Barbara stehen aber auch noch Bunker im Bereich des alten Walls, von dem La Línea seinen Namen hat. Die Stadt La Línea ist eigentlich nur Parkplatz für die Grenzgänger. Täglich sollen um die 7000 Menschen über die Grenze pendeln, größtenteils wegen der Arbeit.

Gibraltarglas

Gibraltarglas

Um die Halbinsel Gibraltar zu erreichen muss man die Rollbahn des Flughafens überqueren. Die Straße wird für Starts und Landungen kurzzeitig geschlossen. Um die Stadt zu erreichen, kann man entweder zu Fuß knapp 10 Minuten laufen oder für 2,-€ pro Person mit dem Bus fahren. Man wird dann am Platz der Kasematten abgesetzt. Hier beginnt die Hauptstraße von Gibraltar mit Geschäften, Restaurants, aber auch Regierungsgebäuden. Am Platz selbst befindet sich die Glasbläserei. In der wird das Gibraltar-Glas hergestellt. Es zeichnet sich durch eine zarte linienförmige Profilierung aus, was sehr schön anzusehen ist. Ein kleines Museum erzählt über die Geschichte und Herstellung des Glases. Man kann außerdem den Männern bei der Herstellung der gläsernen Kunstwerke zusehen. Über eine Spende freut man sich.

Stadttor am Trafalgar Friedhof

Stadttor am Trafalgar Friedhof

Am Ende der Hauptstraße kommt man irgendwann an den Charles V. Wall, wo auch der Trafalgar Friedhof zu finden ist. Auf diesem Friedhof liegen zwei englische Offiziere, die später ihren Verwundungen aus der Trafalgar-Schlacht erlegen sind. Hinter der Mauer beginnt die Straße rund um den Felsen, bis zum Punto de Europa an der südlichsten Spitze Gibraltars hin. Gleich oberhalb der Straße gelangt man zur Talstation der Seilbahn, die die Passagiere auf den Felsen bringt, wenn die Seilbahn nicht gerade gewartet wird oder aus sonstigen Gründen stillsteht.

Im Alameda Garden

Im Alameda Garden

Direkt hinter dem Parkplatz der Seilbahn liegt der Eingang in den Botanischen Garten Alameda. Er liegt etwas am Hang und ist eine Oase der Entspannung nach der Hektik der Hauptstraße. Verschiedene Pflanzen hauptsächlich aus Marokko und Südspanien, aber auch Südafrika, bieten etwas Exotik für´s Auge. Dazwischen sind kleine Teiche angelegt, die Koikarpfen und Schmuckschildkröten beherbergen. Büsten verschiedener berühmter Personen setzten Akzente. Immer wieder schwenkt der Blick die steilen Felsen hinauf, wo auch die neueste Attraktion Gibraltars zu bestaunen ist: eine Hängebrücke über eine 50m hohe Schlucht. Die Brücke selbst, Windsor Bridge genannt, ist 71m lang.

Innenhof der Bastion

Innenhof der Bastion

Jetzt lenkten wir unsere Schritte Richtung Wasser. Wenn man die Mauern der alten Bastion aus dem 16. Jahrhundert, die einen Großteil der Stadt Gibraltar umschließt, verlässt, gelangt man zum Queensquay. Das ist nichts weiter als eine Wohnanlage mit eigener Marina. Links daneben ist der Bereich der Marinebasis eingezäunt. Dahinter befindet sich eine Werft.
Interessanter ist jedoch ein Spaziergang auf den Mauern der Bastion, die in großen Teilen rekonstruiert ist. Die Räumlichkeiten werden heute verschiedenen genutzt.

Ocean Village Gibraltar

Ocean Village Gibraltar

Gleich hinter dem Flugplatz schließt sich Ocean Village an. Neben den Appartementhäusern, die die Kais säumen, fällt das schwimmende Hotel- und Casino auf. Es ist in einer riesigen 5-Sterne-Yacht untergebracht. Auf anderen künstlichen Kais tummeln sich mehrere Restaurants. Ocean Village versprüht ein wenig Schicki-Micki-Charme.
Wer das echte Gibraltar sehen möchte, sollte durch die Gassen oberhalb der Hauptstraße bummeln, abseits des Touristenrummels.

am Südende von Gibraltar

am Südende von Gibraltar

An einem anderen Tag besichtigten wir Gibraltar außerhalb der Stadtgrenzen. Eine Straße führt rund um die Halbinsel herum, immer an der Küste entlang und durch einige Tunnel hindurch. Gleich hinter der Werft steht eine Bastion mit der 100-Tonnen-Kanone. Leider war dort selbst mit dem Smart kein Parkplatz zu bekommen.
Dahinter fährt man an drei Stränden vorbei und schon ist man am Point Europa angekommen. Eine große weiße Moschee dominiert hier das Bild, die gleich unterhalb der Steilwand steht. Von dieser Steilwand bis zum Leuchtturm hin ist Gibraltar flach. Eine schöne Promenade, erst 2012 erneuert, bringt die Besucher an den Rand der Küste, zum Leuchtturm und zur Harding´s Battery. Auf der anderen Seite des Wassers erheben sich die Felsen von Tanger und das Rif Gebirge in Marokko. Dort ist auch Ceuta zu finden, eine kleine spanische Enklave, die ebenso wie Tanger mit Fähren angefahren wird.
In den Räumen der Harding´s Battery ist eine kleine Ausstellung untergebracht, die von der Entstehung des Mittelmeeres bis hin zum 2. Weltkrieg erzählt. Audioautomaten sprechen sogar deutsch. Vor über 5 Millionen Jahren hing der afrikanische Kontinent noch an Europa, bis mehrere große Erdbeben und die Tektonik die Straße von Gibraltar schufen. Ein gigantischer Wasserfall, der größte, den die Erde je gesehen hat, ergoss sich in das nun entstandene Mittelmeer. Die markante Meerenge war ein wichtiger Punkt für die Seefahrer aller Zeiten. Die Griechen glaubten, dass Herkules für die Entstehung der Meeresenge verantwortlich war, indem er die hoch aufragenden Felsen zu beiden Seiten auseinander schob. Man soll hier Delfine beobachten können, aber die lassen sich zur Zeit nicht sehen. Im Frühjahr und Herbst ziehen Wale durch, sogar die kälteliebenden Orcas.
Die Ringstraße Gibraltars führt nun an der Ostküste der Halbinsel zurück zur Stadt. Hier sind die Felswände noch steiler und eindrucksvoller.

Gibraltar von oben

Gibraltar von oben

Das Highlight Gibraltars ist jedoch der Felsen an sich. Überall wird man von Taxifahrern angesprochen, ob man nicht eine bequeme Fahrt zu den Sehenswürdigkeiten des Felsens machen möchte. Die Preise schwanken hier für eine eineinhalb Stunden-Fahrt zwischen 22,-€ gleich an der Grenze bis zu 18,-€ in der Stadt. Wer möglichst viel sehen will, sollte das Geld ausgeben. Eine andere Möglichkeit ist, mit dem Auto bis zum Jew´s Gate im Süden Gibraltars zu fahren. Dort stehen auch die Pillars of Hercules, ein Denkmal an die zuvor erwähnte Geschichte. Nun hat man wieder die Wahl. Entweder mit dem Auto für 18,-€ über die Felsen zu fahren, oder das Ganze zu Fuß für 1,-€ zurückzulegen. Allerdings sollte man dann gut zu Fuß sein und jede Menge Zeit haben, denn bis zu den Tunneln aus dem 18. Jahrhundert bzw. dem 2. Weltkrieg am Nordende ist es ein Fußweg von allein einer Stunde.
Wir wählten den Fußweg und wollten eigentlich nur die Berberaffen sehen. Im Moment leben 45 dieser Makaken auf dem Felsen. An den Einmündungen der Wege stehen überall Hinweisschilder, die die Orientierung in dem Wegelabyrinth erleichtern. Wir gingen erst einmal immer geradeaus. Dabei zweigen Wege zum Ape´s Den und der vorher erwähnten Hängebrücke ab. Aussichten auf die Bucht von Algeciras kann man von überall aus genießen. Irgendwann kommt man auf der Queen´s Road zum Charles V. Wall. Eigentlich müsste er Karl V. Wall heißen, denn der deutsche Kaiser gab die Mauer in Auftrag.

Topfstation der Seilbahn und Berberaffen

Topfstation der Seilbahn und Berberaffen

Nun muss man eine Entscheidung treffen: entweder geradeaus weiter zu den Tunneln oder 200 Meter Höhenunterschied mithilfe einer sehr steilen Treppe und unzähligen hohen Stufen nach oben zu überwinden. Oben angekommen steht man an der Abbruchkante im Osten des Felsens und hat nun freie Sicht auf das Mittelmeer. Hier ist auch eine Station der Taxi´s, wo die Touristen in Kontakt mit den Berberaffen kommen. Da das Füttern inzwischen streng verboten ist und die Affen die Touristen nicht mehr ärgern oder ihnen Futter klauen können, hängen sie nun ziemlich gelangweilt in der Gegend herum. Nur die Tourguides stecken den Affen ein paar Leckereien zu, um sie bei Laune zu halten. Den Affen steht dort oben sogar ein Wasserbassin zur Verfügung, über das sie mit Wasser versorgt werden.
Uns reichte dieser Ausflug auf den Felsen von Gibraltar, der zudem Naturschutzgebiet ist. Die Seilbahn ist eine andere Möglichkeit, innerhalb zwei Minuten bis ganz nach oben zu gelangen. Die Fahrt kostet 12,50€ pro Erwachsener.

Wer Gibraltar also erleben will, braucht mindestens zwei Tage dafür. Es ist in jeder Hinsicht ein Erlebnis. Dazu kommt, dass wir auf den Britischen Inseln keinen Whisky kaufen konnten, weil die dort viel zu teuer sind. In Gibraltar kosten die mittleren Preisklassen 10-15,- Pfund weniger die Flasche, ein krasser Preisunterschied, auch dank der nicht erhobenen Mehrwertsteuer.

Mumbai Sightseeing

Mumbai ist für indische Verhältnisse sehr sauber, aber es gibt auch hier, wie in Delhi Slums und Bettler. Die Fußwege können von den Fußgängern genutzt werden, aber man kann auch in Mumbai keine drei Schritte geradeaus laufen. Der Straßenverkehr nimmt sich im Vergleich zu Delhi nichts, allerdings haben wir noch keine Ochsenkarren oder Tiere auf den Straßen gesehen.
Unsere Ziele in Mumbai waren das Gateway of India und der Victoria Terminus, der Hauptbahnhof. In Mumbai bekommt man jederzeit und überall ein Taxi. Man sollte jedoch die Preise kennen, sonst wird man schnell über den Tisch gezogen. Für uns ist das nach fünf Wochen Indien kein Problem mehr. Wer allerdings in Mumbai landet und keine Ahnung von Indien hat, der zahlt sehr schnell und sehr viel drauf.

Gate of India

Gate of India

Wir ließen uns also zuerst zum Gateway of India fahren, zirka vier Kilometer von unserem Hotel entfernt. Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass wir uns ausgerechnet den falschen Tag ausgesucht haben. Das Tor war großräumig abgesperrt worden und das Militär aufmarschiert, mit bewaffneten Soldaten überall, Flak und Militärfahrzeugen. Scharfschützen sahen wir auf den Häusern rundum und Hubschrauber überwachten den Raum aus der Luft. Vor dem Tor hatte man eine Tribüne aufgebaut. Offensichtlich sollte eine große Veranstaltung stattfinden. Da wir die Zeitung, die heute morgen vor unserer Zimmertür lag, unbeachtet ließen, wussten wir nun nicht, was der Anlass für diesen Aufmarsch war. So konnten wir das Gateway of India nur unzureichend besichtigen.

Taj Mahal Palace

Taj Mahal Palace

Gleich nebenan steht das mondäne Taj Mahal Palace.
Vor dem Gateway of India stehen überall Leute, die zu einer Bootsfahrt auf die Elefanteninsel oder zu Stadtrundfahrten einladen.
Wir drehten eine Runde um den Block, wie es in Amerika so schön heißt, und kamen dabei am Haus der Heilsarmee vorbei und eine Straße weiter an teuren Shops, vor denen Billigwaren am laufenden Meter angeboten werden.

Victoria Terminal

Victoria Terminal

Da hier nichts weiter zu sehen war, suchten wir uns das nächste Taxi, dass uns zum Viktoria Terminus brachte. Der Chhatrapati Shivaji Terminus, wie der Bahnhof auf indisch heißt, fiel ja vor einigen Jahren terroristischen Anschlägen zu Opfer. Davon ist nichts mehr zu sehen. Das altehrwürdige Gebäude ist sehr imposant, aber außer dem Bahnhofsbereich, der irgendwann um einen Neubau erweitert wurde, kann man nichts weiter besichtigen. Überall hängen Überwachungskameras und wird Streife gelaufen.

Gebäude der Indischen Post

Gebäude der Indischen Post

Gleich nebenan steht ein Gebäude, dass wie ein ehemaliger Maharaja-Palast aussieht. Es wurde jedoch von den Engländern gebaut und ist im Besitz der Indischen Post.

Am Gateway of India hörten wir von einer großen Wäscherei, in der über zweitausend Leute beschäftigt sein sollen. Ich weiß nicht, wie viele Taxifahrer wir auf unserer Erkundungstour in der Nähe gefragt haben. Niemand konnte uns sagen, wo diese Wäscherei ist. Da es erst Mittag war, entschlossen wir uns, zum Gateway of India zurück zu fahren und doch noch solch eine Stadtrundfahrt mitzumachen. Der gleiche Mann, der uns vorhin schon angesprochen hatte, sprach uns wieder an. Er hatte eine Liste mit den Sehenswürdigkeiten dabei. Die Tour sollte um die drei Stunden dauern. Nachdem wir sogar noch ein bisschen den Preis drücken konnten, was in Indien eigentlich nicht üblich ist, führte er uns zu einem Taxi. Der Fahrer sprach englisch und er brachte uns nun zu Mumbais Sehenswürdigkeiten.

Wäscherei-Viertel

Wäscherei-Viertel

Den Anfang machte die große Wäscherei Dhobi Ghat fast ganz im Süden der Stadtteils Colaba. Der Taxifahrer hielt vor einem Viertel, in dem auf den Dächern Wäsche getrocknet wird. Unten sind lauter kleine Shops untergebracht, und darüber Behausungen, anders kann man dazu kaum sagen, zu denen meistens Hühnerstiegen führen. Ein Eingang in das Viertel war nicht zu sehen, aber unser Taxifahrer führte uns durch irgendein Schlupfloch in eine andere Welt. Durch eine Reihe kleiner, offener Räume führte er uns ins Herz der Wäscherei, die an die uralte Färberei im marokkanischen Fez erinnert. Jede Menge kleiner Wasserbassins mit Seifenlauge bilden den Mittelpunkt der Wäschersiedlung, in der auf kleinstem Raum gelebt und gearbeitet wird. Wenn die Wäsche hier ankommt, wird sie zuerst gekennzeichnet. Dann wird sie verteilt, gewaschen, gespült, getrocknet und gebügelt. Vom Bringen der Wäsche bis zur Auslieferung vergeht ein Tag. In der vier Monate langen Monsunzeit dauert der Prozess zwei Tage, da das Trocknen der Wäsche durch Maschinen erfolgen muss, die nicht in ausreichender Menge vorhanden sind. Restaurants, Hotels, das Militär, alle lassen hier ihre Bettwäsche, Handtücher oder Uniformen bis hin zu Teppichen waschen. Wie die Leute bei dem Durcheinander noch wissen, was wo ist, ist uns ein Rätsel. Es gibt sogar ein paar wenige Privilegierte, die eigene Maschinen und ihr eigenes Reich haben. Sogar zwei Schulen sind in diesem Viertel untergebracht, eine die ersten drei Klassen und eine die nächsten drei Klassen umfassende Schule. Das muss man einfach gesehen haben.

Fischerdorf

Fischerdorf

Als nächstes Ziel hielten wir im benachbarten Fischerdorf. Hier konnten wir überhaupt nicht erkennen, wo die Leute wohnen. Chaos überall, dazwischen Boote und kleine Fische auf Trockengestellen. Bunte kleine Boote liegen in der kleinen Bucht. Überall stinkt es nach Fisch. Wie können Menschen nur so leben?

Shri Adishwarji Jain Tempel

Shri Adishwarji Jain Tempel

Nach diesem Besuch besichtigten wir den einhundert Jahre alten Shri Adishwarji Jain Tempel. Er ist klein, aber sehr fein. Alles ist aus Marmor und bunt bemalt. Das Ganze sieht schon fast kitschig aus. Die Türen, Truhen und viele andere Dinge sind mit Silber beschlagen und mit Edelsteinen verziert. Das Stifterehepaar wird mit Büsten geehrt, die vor dem Heiligtum stehen. Der Zutritt ist uns ein weiteres Mal untersagt, aber wir durften fotografieren. Das waren auch die letzten Bilder, die wir auf der Tour machen konnten, denn die Batterie machte in dem Moment schlapp.

Marine Drive

Marine Drive

Über den Marine Drive, der seiner runden Form um die Bucht wegen und seiner nächtlichen Beleuchtung auch die „Halskette der Königin“ genannt wird, erreichten wir den Malabar Hill, von wo aus wir einen schönen Blick über die Bucht hatten.
Als wir am Abend vorher am Wasser saßen, stieg uns ein unangenehmer Geruch vom Wasser aus in die Nase. Wir gingen jedoch davon aus, dass dies von den Ablagerungen zwischen den Steinen herrührt. Unser Taxifahrer sagte, dass die gesamte Bucht bis zu sechzig Kilometer weit ins Meer hinaus, absolut von Abwässern aller Art verseucht ist. Niemand geht dort baden, obwohl es auch einen Strand gibt. Heftige Hautreizungen wären die Folge. Die Situation ist also viel ernster als wir annahmen.

Die hängenden Gärten, der schöne Kamala-Nehru-Park auf dem Hügel heißt so, weil sich darunter ein dreißig Millionen Gallonen-Wasserreservoir befindet. Das Wasser wird mit Motorpumpen aus zweihundert Kilometern Entfernung hierher gepumpt und versorgt ganz Mumbai mit Trinkwasser.

Nur ein paar Schritte weiter befindet sich der Tower of Silence. Es ist die Begräbnisstätte der Religionsgemeinschaft der Parsen, von denen zirka siebzigtausend in Mumbai leben. Bis vor ungefähr zehn Jahren wurden die Toten dorthin gebracht und von Mitarbeitern des Geländes auf den Gittern der drei Türme abgelegt. Drei Tage lang sprach man Gebete, dann überließ man die Leichen den Geiern. Die übriggebliebenen Knochen bleichten in der Sonne und fielen irgendwann durch die Gitter in die Türme. Ab und zu regnete es dann auch einmal kleinere Leichenteile auf die Stadt. Da die Geier in Indien durch Menschenhand fast ausgestorben sind, werden die Toten seitdem verbrannt. Es gibt jedoch Pläne einer Wiederbelebung des alten Rituals, wozu eine teure Geierzucht ins Leben gerufen wurde. Der Malabar Hill ist inzwischen ein Nobelviertel. Da wird es wohl zu Problemen kommen.

Zuletzt statteten wir dem Haus Gandhis einen Besuch ab, das heute ein Museum zum Leben und Tod des Großen Freiheitskämpfers ist.

Auf unserer Tour durch den Stadtteil Colaba kamen wir durch das Konsulatsviertel, am Gästehaus für Minister und dem College vorbei, fuhren wir durch das Gold- und Diamantenviertel, das Autoviertel und an „Klein England“ vorbei. Von der Straße aus sieht die Silhouette wie die Silhouette in London aus, mit dem Parlamentsgebäude, Big Ben, Westminster Abbey und dem Tower. Davor breitet sich der Oval Maidan Cricketplatz aus.

Das war eine schöne Stadtrundfahrt, ohne die wir Mumbai nie soweit kennengelernt hätten.

Bondla Wildlife Sanctuary

eine Art großes Eichhörnchen

eine Art großes Eichhörnchen

Ein Ausflug ins Landesinnere von Goa, in die Provinz Ponda, führte uns in den Bondla Zoo. Der liegt etwa eine Autostunde von Colva entfernt. Nach der obigen Bezeichnung hatte ich auf einen Park gehofft, in dem die Tiere mehr oder weniger frei zu sehen sind, aber es ist ein Zoo. In Käfigen oder Gehegen sind verschiedene exotische Tiere zu sehen, wie Stachelschweine, Krokodile oder ein Tiger. In den Baumwipfeln fanden wir eine Art großes Eichhörnchen, ein Malabar-Riesenhörnchen. Diese Art haben wir noch nie gesehen.

große Spinne

große Spinne

Zwischen den Bäumen sind große Spinnennetze zu finden. In manchen dieser Netze auch große Spinnen, die aussehen, wie die Golden Silk Spider, die wir in den USA kennengelernt haben. Diese Spinnen hier sind genauso groß, haben den gleichen Körperbau, sind aber schwarz mit gelben Rückenstreifen. Ob sie goldene Seide spinnen, konnten wir so nicht erkennen.
Zum Zoo gehört auch ein großer Garten. Schnell zu übersehen ist das Gehege mit dem viel zu kleinen Wasserbassin für die Flusspferde.
Wer Spaß am Elefantenreiten hat, bekommt die Gelegenheit ein Stück weiter vom Park entfernt.

Sahakari Spice Farm

Sahakari Spice Farm

Da wir gerade auf dem Weg waren, besichtigten wir gleich noch die Sahakari Spice Farm. Zur Begrüßung gehört ein heißer Lemongrastee und Knabberzeug. Wenn genug Gäste zusammengekommen sind, übernimmt ein Guide die Führung durch die gut fünfzig Hektar große Plantage. Wie schon in Kerala stehen auch in dieser Plantage alle möglichen Pflanzen durcheinander, so wie die Natur sie eben wachsen ließ. Alles ist Bio. Hier wachsen neben den schon bekannten Gewürzen auch Cashewnüsse, Rambutan und Ananas. Aus den Cashewnüssen, gerade ist keine Saison, wird der berühmte Goanische Fenny hergestellt. Die Cashewäpfel, die Teile, an denen die Nuß hängt, werden geerntet, geschält, mit den Füßen kleingestampft und dreimal gebrannt. Daraus entsteht ein sehr aromatischer likörähnlicher Schnaps.
Zum Abschluss der Führung durch den Gewürzgarten werden die Gäste mit einem Glas Cashew-Fenny und einem Lunch verwöhnt. Für jeden Gast gibt es auch noch eine Tüte mit verschiedenen Gewürzen.

Ein weniger populärer Fenny ist der Kokos-Fenny. Auf der Spice Farm verkauft man jedoch auch einen Masala-Fenny. Wir hielten uns natürlich an das Nationalgetränk Cashew-Fenny. Den hatten wir am Palolem-Beach schon probiert, aber der war soweit verdünnt, dass man so gut wie nichts mehr von dem Schnaps schmeckte. Wir wussten es bis dato jedoch nicht besser und beschwerten uns nicht. Jetzt wissen wir, wie er schmecken muss.
Alkohol ist in Goa an jeder Ecke und in jedem Restaurant zu haben. Es gibt in diesem Bereich keine Beschränkung.

Backsteine aus roter Erde

Backsteine aus roter Erde

Uns fällt auf, dass es den Leuten im Vergleich zum restlichen Indien, welches wir bis jetzt besucht haben, sehr viel besser geht. Man sieht viele schöne Häuser, sogar Villen. Es ist größtenteils sehr viel sauberer, und Goas Farbe ist rot. Nein, nicht das sozialistische Rot wie in Kerala, sondern die Erde ist rot. Aus dieser grobkörnigen Erde werden große Backsteine geformt, die zum Bauen von Häusern, Mauern, Treppen usw. verwendet werden. Der rote Staub legt sich auf alles, was in der Nähe ist. Manchmal wird aus der Erde auch Farbe gemacht. Überall wird die rote Erde abgebaut.
Und noch eins: die Frauen gehen in Goa oft mit Hosen und Shirt oder nur einem einfachen Kleid, ohne Hosen darunter. Sie sind hier anscheinend emanzipierter als anderswo in Indien. Man sieht auch einmal, wenn auch nicht oft, gemischte Grüppchen, während man sonst entweder Männer- oder Frauengruppen sieht.

Frankreich

Normandie

Kloster Bénédictine in Fécamp

Kloster Bénédictine in Fécamp

Das Palais Bénédictine in Fécamp, eigentlich ein Kloster, ist ein wahrer Prachtbau, wie wir es nicht erwartet hatten. Wir waren überwältigt. Der Eingangsbereich mit der kleinen Destillieranlage ist allein schon sehenswert und stimmt den Besucher auf das Wesentliche ein. Große, wunderschöne Bleiglaswände mit Szenen aus dem Klosterleben beherrschen die Flure.
Vor der Besichtigung des Destillierkellers wird der Besucher durch verschiedene Räume des Palais geführt, die alle ein eigenes Thema und nichts miteinander zu tun haben. Sie repräsentieren verschiedene Jahrhunderte bis zurück ins 14. Jahrhundert. Da gibt es den Gothiksaal, den Domsaal, den Renaissancesaal, das Manuskriptkabinett usw. Einmalig ist die filigrane Kreuzgewölbe-Holzdecke im Gothiksaal, die uns sehr beeindruckte. Genauso sehenswert ist die Waffen- und Schlüsselsammlung, Bücher gibt es, Sakrales, Gemälde und vieles mehr. Architektonisch wie optisch ist dieses Ensemble ein Highlight. Die Türen, die Wände, alles ist individuell gestaltet.
Im Allerheiligsten, der Destillerie, erfahren die Besucher in einem Video wie der berühmte Likör hergestellt wird, von der Maische über die Destillation bis zum Abfüllen. Das dauert mehrere Monate, Gutes will eben Weile haben. Im Keller stehen die Fässer, in denen die guten Tropfen reifen, die man am Ende des Rundganges sogar probieren darf.

Etretat

Etretat

Etretat liegt wie alle Küstenorte der Normandie zwischen Steilküstenabschnitten, ist aber größer als die meisten anderen Orte. Vor allem war die Natur hier künstlerisch veranlagt. Es gibt drei Felsentore und eine Felsnadel. Vom Strand aus ist kaum etwas zu erkennen. Man hat zwei Möglichkeiten, die Felsformationen zu sehen. Entweder geht man unten am Wasser entlang, was nur bei Ebbe möglich ist, oder man nimmt den mühevollen Aufstieg auf die Steilküste, von wo man allerdings einen beeindruckenden Blick nach allen Seiten hat.

Honfleur

Honfleur

Die alten Häuser rund um den Hafen der Künstlerstadt Honfleur an der Blumenküste lassen uns in eine frühere Zeit eintauchen, nur dass es da wohl noch keine Souvenirläden gegeben hat. In Honfleur steht die größte Holzkirche Europas mit separatem Glockenturm. Das ist dem Umstand zu verdanken, dass Honfleur im einhundertjährigen Krieg im 14. und 15. Jahrhundert stark zerstört wurde. Alle Hände der Bauleute und Handwerker wurden für den Wiederaufbau von Wohn- und Geschäftshäusern gebraucht. So nahmen sich die Schiffszimmermänner der Kirche an und schufen ein unvergleichliches Bauwerk. Genauso sehenswert sind die weiteren Gassen dahinter. Sehr viele Häuser sind originalgetreu wieder aufgebaut, andere aufwendig restauriert. Es gibt aber auch Häuser, die noch sehr original aussehen. Aus diesem Gemisch ergeben sich sehr imposante Straßenansichten, die heute wie damals Geschäfte, Restaurants, Bars aber auch Künstlerateliers beherbergen, in denen sich zum Beispiel Maler, Schriftsteller oder Musiker niedergelassen haben.

Gezeitenkraftwerk bei St. Malo

Gezeitenkraftwerk bei St. Malo

Das Gezeitenkraftwerk kurz vor St. Malo über die Rance wurde nach fünfjähriger Bauzeit 1966 seiner Bestimmung übergeben und ist das größte Gezeitenkraftwerk Europas. Dazu ist es noch heute weltweit das einzige Kraftwerk, das aus der Kraft der Gezeiten industriell Energie erzeugt und das absolut umweltfreundlich.

St. Malo

St. Malo

St. Malo ist eine alte Korsarenstadt, in der noch heute so mancher echte Nachfahre der alten Korsaren lebt. Die Stadt hat eine wechselvolle und lange Geschichte: Missionare, Gläubige, Normannen, für kurze Zeit unabhängige Republik mit dem Segen Frankreichs, dann die Lizenz des französischen Königs, fremde Schiffe zu kapern, um sich gegen die großen Seefahrernationen zu behaupten. Im zweiten Weltkrieg wurde St. Malo zum größten Teil zerstört. Dank vieler fleißiger Hände erstrahlt die Stadt hinter den gewaltigen Mauern wieder im alten Glanz des 18. Jahrhunderts.

Die Flut kommt

Die Flut kommt

Ein aufregendes Erlebnis war das Beobachten der Flut am südlichen Ende der Mont St.-Michel-Bucht. Je nach Steigung des Bodens arbeitet sich das Wasser unterschiedlich schnell vor. Der Mont St.-Michel in der Ferne stand zuerst unter Wasser, Cancale lief auch ziemlich schnell voll, doch bis das Wasser an unserem Strand ankam, vergingen ganze zwei Stunden. Während wir bisher das Steigen des Wassers als lautlosen, heimlichen Vorgang kennen gelernt hatten, hatte die Flut hier einen wahrlich theatralischen Auftritt.

Mt. Saint Michel

Mt. Saint Michel

Das Ausflugsziel an der französischen Nordküste ist der Mont St.-Michel. Auf der Kirche hoch oben auf dem Berg steht der vergoldete Erzengel Michael, der dem Bischof von Avranches im Jahre 708 im Traum erschien und ihm gesagt haben soll, er solle für ihn auf diesem Berg ein Heiligtum bauen. Noch bevor das Jahrtausend vollendet wurde, stand eine Kirche an dieser Stelle und von da an wuchs die Anlage und wurde zu einer bedeutenden Pilgerstätte. Vor einhundertfünfzig Jahren kamen die ersten Wohnhäuser hinzu. Heute ist der ganze Berg bebaut und ein Touristenmagnet für die ganze Welt.

in der Normannischen Schweiz

in der Normannischen Schweiz

Eine sehr schöne Landschaft ist die Normannische Schweiz im Landesinneren. Orte wie Mortain, Pont d´Oulliy, der Fluss Orne und die einzigartige Landschaft sind allemal einen Abstecher wert. In Falaise besuchten wir das Chateau, wo Wilhelm der Eroberer geboren worden sein soll. Von hier ging er später nach Bayeux, von wo aus er seinen Eroberungszug durch Europa bis nach England begann.

Jumiéges

Jumiéges

In Jumiéges steht eine Klosterruine, die größte ihrer Art. Sie ist selbst als Ruine noch gewaltig. Eigentlich sind es zwei Kirchen, eine vorromanische, von der kaum noch etwas übrig ist, und eine jüngere Kirche, die 1067 geweiht wurde. Dabei war kein Geringerer als Wilhelm der Eroberer anwesend. Die Abtei Jumiéges wurde allerdings schon 654 gegründet. Die beiden Türme der Hauptkirche sind heute noch sechsundvierzig Meter hoch, wobei ihnen die Spitzdächer aus Holz fehlen, die sie früher krönten. Das Schiff der Kirche ist fünfundzwanzig Meter hoch. Wenn man am Fuße dieser Mauern steht, kommt man sich nicht nur klein vor, man ist klein, sehr klein.

Fort Douaumont

Fort Douaumont

In Verdun, einem Schlachtfeld des 1. Weltkrieges, besuchten wir die Ruhmeshalle mit dem Friedhof für 130.000 französische Soldaten und das Fort Douaumont, das größte und am höchsten gelegene Fort der ganzen Umgebung. Der Bau des Forts wurde nach dem deutsch-französischen Krieg 1885 angefangen und 1913 fertig gestellt. Zusammen mit siebenunddreißig anderen Forts und Bauwerken im Umkreis von vierzig Kilometern um Verdun herum, bildete es eine Verteidigungslinie, um die neue deutsch-französische Grenze zu schützen. Das Elsass und Lothringen gingen bei diesem Krieg an Deutschland verloren. Im ersten Weltkrieg kam das Fort Douaumont zum ersten Mal zum Einsatz.

Bretagne

Menhir

Menhir

Die Bretagne – das Land der Kelten und Menhire, der Jakobsmuschel und des Salzes, die Heimat von Asterix und Obelix und der Hinkelsteine. Die Bretagne hat also einiges zu bieten. Vor allem fiel uns auf, dass die Bretonen sehr viel Wert auf gepflegte und bunte Gärten und Grünanlagen legen. Es gibt sogar Wettbewerbe um den am schönsten angelegten Ort und bis zu fünf Blumen auf dem Ortsschild zeigen dem Besucher, wie viel Arrangement die Bewohner in dieser Hinsicht zeigen.
Und noch eines fiel uns auf. Die Bretagne ist zweisprachig – französisch und bretonisch, das sich wohl aus der alten Keltensprache entwickelt hat. Die Einheimischen unterhalten sich untereinander zum Teil noch bretonisch, die Orts- und Hinweisschilder weisen beide Sprachen auf. Das fanden wir sehr interessant.

exotische Pflanzen überall

exotische Pflanzen überall

Wir waren überrascht, was hier alles wächst – 3,50 m hohe Yuccapalmen als Büsche oder als 5 m hohe Stämme, Feigenbäume, voll mit Früchten, Mimosen, Eukalyptusbäume – wo sind wir? Unglaublich, dank des Golfstromes ist so etwas möglich. Diese und noch viel mehr südliche Pflanzenarten wachsen im Norden der Bretagne noch üppiger als in der Normandie. 

Die vielen Orte und Städte mit ihren mittelalterlichen Zentren, den engen und verwinkelten Gassen, in denen unzählige, noch sehr gut erhaltene Fachwerkhäuser stehen sind ein weiterer Grund, die Bretagne zu besuchen. In erster Linie sind da zu nennen Paimpol, Tréguier, Guérande und Vannes.
In Quimper steht zudem der älteste gotische Dom der Bretagne.

Küste bei Erquy

Küste bei Erquy

An der westlichen Smaragdküste besuchten wir den Ort Erquy. Das ist die Hauptstadt der Jakobsmuschel. Hier sollte man unbedingt frisch zu bereitete Jakobsmuscheln essen.
Außerdem geht das Gerücht um, dass auf dem Cap oberhalb des Ortes das Dorf der Gallier Asterix und Obelix gestanden haben soll. Die drei kleinen Inseln vor einer der Landzungen sollen der schlagende Beweis sein.

Rosa-Granit-Küste

Rosa-Granit-Küste

Die Rosa-Granit-Küste wartet mit grandiosen Felsformationen auf. Wind und Wasser haben die eigenartigsten Formen aus dem rosa Granit, nach dem diese Küste benannt ist, gewaschen. Aber nicht nur das. Da liegen riesige glatt geschliffene Monolithe übereinander, als hätte ein Riese mit ihnen wie mit Bausteinen gespielt. Manches sieht doch eher künstlich als natürlich aus, doch es ist alles das Werk der Natur. 

Die schönste Bucht hat Ploumanac´h. Sie ist über und über mit großen und kleineren Monolithen übersät ist. Man ist direkt überwältigt, wenn man sich in dieser Bucht befindet, die zugleich eine Badebucht mit feinem Sand ist. Die Felsbrocken sind an Land wie im Wasser verteilt, auf einer vorgelagerten Insel steht ein Haus. Solch ein Anblick bietet sich einem selten.

Höhlen-Aquarium

Höhlen-Aquarium

In Trégastel-Plage gibt es das auf unseren Reisen bisher ungewöhnlichste Aquarium. Es ist direkt in die Hohlräume gebaut, die die Felsformation bietet, in die es gebaut ist. Das Aquarium beherbergt Fische und Meerestiere, die in den hiesigen Gewässern beheimat sind: Pollack, Dorsch, Seespinnen, Katzenhaie, Rochen, Plattfische, Garnelen, Hummer usw. Vor allem ist die Anlage einmalig, das ist ´mal was ganz anderes. 

Morlaix

Morlaix

Direkt in der Stadtmitte von Morlaix spannt sich ein großer Eisenbahn-Viadukt mit vielen Bögen und zwei Etagen, von einer Seite zur anderen. Morlaix liegt in einem Tal.
Oben auf der Brücke fährt die Eisenbahn, auf der Etage darunter kann man spazieren gehen und die Stadt bewundern. Der Viadukt dominiert Morlaix, doch die schmucken alten Häuser der Stadt lassen sich anscheinend davon nicht unterkriegen. Es ist ein seltsam harmonisches Ensemble.

Halbinsel von Crozon

Halbinsel von Crozon

Auf der Halbinsel von Crozon gibt es einige landschaftlich attraktive Cap´s mit einer eigenartigen Vegetation, die aus Erika, flachem Stachelgestrüpp und auch Krüppelkiefern besteht. Sie sind alle wahre Wunderwerke, die durch die Kraft des Meeres und des Windes entstanden sind.

Auf dem Cap de la Chévre stehen ein Marine-Posten und ein Ehrenmal für die gefallenen Marine-Soldaten von 1913.

Teil des Atlantikwalls

Teil des Atlantikwalls

Ein anderes Cap ist Pointe de Pin Hir. Neben der beeindruckenden Landschaft lockt ein Museum zum Thema Atlantikwall und Atlantikschlacht, direkt auf und in einem riesigen Bunkergelände. Das ganze Gelände ist mit Räumen und Gängen unterhöhlt. Bunker, Geschützstellungen, Munitionslager und Gänge kann man sich aus der Nähe ansehen. In einem der Bunker ist ein Museum untergebracht, dass sich weniger mit dem D-Day beschäftigt, als mit der Atlantikschlacht selbst.

Calvaire in Tronöen

Calvaire in Tronöen

In Tronöen findet man den ältesten Calvaire der Bretagne. Er stammt aus dem 15. Jahrhundert. Damals wurde noch klein und bescheiden gebaut. Das Ensemble beeindruckt dennoch.

In der Bretagne gibt es einige dieser „Calvaires“, die ein Teil sakraler bretonischer Baukunst sind. Es sind eingefriedete Pfarrbezirke, die aus der Kirche, einem Friedhof, dem Beinhaus, einem Triumphbogen und dem Calvaire bestehen. Dieser Calvaire ist ein großer Steinblock, der mit christlichen Motiven verziert ist.

Hosenboje

Hosenboje

Penmarc´h ist nicht gerade attraktiv und besteht eigentlich aus drei Häfen um eine Landzunge. Der Ort hat dennoch etwas zu bieten: ein Museum der ortsansässigen Seenotrettung. Darin steht ein aufwändig restauriertes Rettungsboot. Außerdem berichten Fotos und Zeitungsberichte von der schweren, meistens lebensgefährlichen Arbeit des Schiffsrettungsdienstes, den es schon eine sehr lange Zeit gibt.

Altstadt von Concarneau

Altstadt von Concarneau

Die Altstadt von Concarneau im Südwesten der Bretagne, die noch vollständig von den alten Stadtmauern und von allen Seiten vom Wasser umgeben ist, ist ebenfalls einen Besuch wert. Sie ist nur über eine Brücke zu erreichen. Man betritt die Altstadt durch zwei hintereinander liegende Stadttore. Der Betrieb dahinter erinnert allerdings sofort an einen Besuch auf dem Mt. St. Michel. Auch hier gibt es nur eine Gasse mit Neppläden, wo sich alles konzentriert. Der Markplatz mit den alten Fachwerkhäusern ist allerdings recht hübsch.

Dolmengrab

Dolmengrab

Locmariaquer ist zwar ein kleiner Ort, kann mit einer Menge Megalithen und Dolmen aufwarten. Drei dieser Stätten befinden sich auf einem Gelände, das allerdings ein Museum ist, drei weitere besuchten wir so. Zwei davon sind Megalithgräber, Dolmen genannt, mit ca. fünfundzwanzig Metern Länge, eines ist ein Hügelgrab, Tumulus genannt.

Steinalleen in Carnac

Steinalleen in Carnac

In Carnac findet man das größte Megalithenfeld der Erde, mit dreitausend Menhiren und Dolmen. Die Megalithen sind bis zu acht Metern hoch und fünf- bis sechstausend Jahre alt. Sie bilden sogenannte Alignements, Steinalleen. Das Gebiet ist so groß, das es nicht überschaubar ist.

Im Prähistorischen Museum in Carnac kann man sich über die rätselhaften Steine nähere Informationen holen, wobei niemand den Sinn dieser Anlagen erklären kann.

Saline in Guérande

Saline in Guérande

Die Halbinsel Guérande ist bekannt für seine Salinen. Die Salzgärten der Guérande sind riesig und überall findet man jemanden, der gerade bei der Arbeit ist.

Das Salz des Meeres entsteht durch Verdunstung des Meerwassers in kleinen, flachen Becken. Es setzt sich am Grund der Becken ab und wird dann mit einer Art Rechen „geerntet“. Es ist sehr grob und sehr gesund, weil es durch die Art des Erntens viele Mineralien enthält.

Village Troglodyte

Village Troglodyte

Entlang der Loire, die die südliche Grenze der Bretagne bildet, südlich von Saumur, gibt es eine Vielzahl von Höhlenwohnungen. Über sechshundert solche Wohnungen und Anlagen soll es in diesem Gebiet geben, das sich über zehn bis zwölf Kilometer Breite erstreckt und ein Kalksteinplateau ist. Doch die Anlage von Rochemenier ist die vollständigste. Der Name der Anlage ist „Village Troglodyte“ und ist eigentlich ein Höhlendorf, das aus zwei Bauernhöfen besteht und einem modernisierten Haus. Man kann die Wohn- und Lagerräume mit der kompletten Ausstattung besichtigen. In dem Hühnerhof leben noch heute alte Geflügelrassen. Es gibt einen Brunnen und sogar eine unterirdische Kapelle.  

Montsoreau

Montsoreau

In Montsoreau besuchten wir eine Champignonzucht, besser gesagt „die“ Champignonzucht Frankreichs, in der man alles Wissenswerte über diese Anlage erfährt, die gleichfalls in den Höhlen an der Loire untergebracht ist. Diese Pilzzuchtanlage ist sozusagen die Auslagerung der ursprünglichen Pilzzucht von Paris in die Bretagne.
Die Champignonart heißt „Champignon de Paris“. Es gibt sie in weiß und in braun, dazu werden andere Pilzsorten wie der Ritterling, Shii-Take-Pilze und Austernseidlinge angebaut.

Cote d´Azur 

Via Aurelia

Via Aurelia

Die „Via Aurelia“ brachte uns ein gutes Stück am Mittelmeer entlang. Stellenweise ist sie eine wunderschöne Küstenstraße, mit herrlichen Panoramablicken.

Glasbodenboot

Glasbodenboot

In Le Lavandou erlebten wir eine Fahrt mit einem Glasbodenboot. Es hieß „Seascope“ und sah aus, wie einem Science-Fiction-Film entlehnt, ganz futuristisch. Anders als in einem normalen Glasbodenboot saß man hier bequem aufrecht und die Fenster reichten bis einiges über Augenhöhe. Man saß also unter dem Wasserspiegel und hatte uneingeschränkte Sicht auf das Unterwasserleben.

Promenade in Saint Tropez

Promenade in Saint Tropez

Die berühmte Promenade von Saint Tropez wird auf der einen Seite von unzähligen Künstlern, zumeist Malern, und auf der anderen Seite von Restaurants und Boutiquen gesäumt. Sie umrahmt den Yachthafen mit den Booten der Reichen und Schönen, wie man so sagt.

Am Ende des Platzes führt eine kleine Gasse zur Rückseite der Altstadt, die direkt am Wasser liegt. Die uralten Häuser waren sehr gepflegt, zumindest von außen. Hier, nur wenige Meter vom Hafen entfernt, herrschte eine himmlische Ruhe und man konnte gedankenversunken und fast allein am Wasser sitzen. Nur wenige Leute verirren sich hierher.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Zitadelle über der Stadt und für mich vor allem interessant: die alte „Gendarmerie Nationale“, bekannt aus den Louis de Funés-Filmen.

Ramatuelle

Ramatuelle

Das kleine Bergdorf Ramatuelle besticht durch enge und verwinkelte Gassen, die alle ein starkes Gefälle haben, eben durch die Lage des Dorfes auf einer Bergkuppe. Sie sind malerisch gestaltet mit vielen bunten Blumen und Rankgewächsen. Außer auf der durchführenden Hauptstraße kann man im gesamten Ort nur zu Fuß gehen.

Grande Canyon du Verdon

Grande Canyon du Verdon

Der Grande Canyon du Verdon ist die größte Schlucht Europas. Von den Aussichtspunkten aus bieten sich dem Besucher atemberaubende Ansichten der riesigen Felsenschlucht, die einige hundert Meter bis zu einem Kilometer tief ist. Am Grund, sehr weit unten, fließt das merkwürdig hellblaue Wasser des Verdon. Es ist grandios.

Durch die Filme von Monte Christo und dem „Mann mit der Eisernen Maske“ sowie Reisereportagen im Fernsehen hat man eine ganz falsche Vorstellung von der Lage und der Größe der ehemaligen Gefängnisinsel Château d´If

Château d´If

Château d´If

vor Marseille. Nach dem Verlassen des Bootes, das die Besucher vom Festland herüber bringt, steigt man eine große Treppe hinauf, um dann durch eine Pforte auf den Gefängnisplatz zu treten. Zu besichtigen sind der Kerkerblock mit den Zellen und das Verwaltungsgebäude. Vom Dach des Zellenblocks hat man eine herrliche Sicht über Château d´If, die nebenanliegenden Inseln und nach Marseille.

 


Ziele in Frankreich auf dem Weg nach Spanien

Zentralmassiv, Garabit-Viadukt, Millau-Viadukt, Peyriac-de-Mer

Perpignan, St-Cyprien-Plage, Elne

Côte Vermeille, Berge der Côte Vermeille

Bassin d´Arcachon

Bordeaux

Fahrt an der Loire

 

Gastbeitrag von sprachdirekt.de

Strand von Nizza Nizza – die lange und breite Promenade am Wasser entlang, der Strand, die engen Gassen der Altstadt, die alte französische Geschichte, Fisch- und Blumenmärkte, typische, leckere Moules et frites, traditionelle Bäckereien – diese Stadt bietet einen Mix aus allem. Man kann sie als Tor zur Côte d’Azur bezeichnen, weil man von Nizza aus viele Tagesausflüge in alle wunderschönen französischen Orte in der Region machen kann. Nizza ist deshalb auch unter Sprachschülern eine sehr beliebte Destination – man kann Französisch lernen und die Côte d’Azur erkunden. Die Partnerschule von Sprachdirekt zählt dort zu den qualitativ besten Sprachschulen.


Gastbeitrag von
muchosol.de
Faszination Provence
Muchosol 2Neben der landwirtschaftlichen Vielfalt, die in unseren heimischen Gegenden zu finden ist, bietet unser französischer Grenznachbar natürliche Landstriche, die wahrhaft ein Augenschmaus sind für seine Bewohner, aber auch für seine Besucher. Vergessen sind für ein paar Augenblicke das Treiben der Metropolen, der Gestank der Auspuffrohre der Autos und die Hetzerei von einem Termin zum anderen. Wenn Sie Ruhe und Erholung mit kulturellem Abenteuer in Frankreich in Verbindung setzen, dann denken Sie sofort an die Bretagne, nicht wahr? Nun ja die Bretagne ist so wie die anderen französischen Regionen sehr reizvoll, aber was wir Ihnen in diesem kurzen Bericht ans Herz legen wollen, ist ein Besuch in die Provence.
Gelegen im Südosten des französischen Territoriums, administratorisch bekannt unter dem Begriff PACA (“Provence-Alpes-Côte d’Azur”) ist die Region unterteilt in die Départments Vaucluse, Haute-Alpes, Var, Bouches-du-Rhône, Alpes-Maritimes und Alpes-de-Haute-Provence. Festgehalten auf einer Landkarte lässt sich die Provence aufteilen in das westliche Rhônetal und die südliche Küste des Mittelmeeres. Dennoch ist nur wenigen bewusst, wie facettenreich die Landschaft, die Gastronomie oder auch die kulturellen Möglichkeiten sind.
Selbst für die Franzosen bedeuten die weiten Wiesen, die violett strahlenden Lavendelfelder, die gepunkteten kleinen Dörfer inmitten der Berge und an der Küste, die mediterranen Landschaftstriche, charakteristisch für die Provence an der französischen Rivera, ein Wunder der Natur.
Département Alpes-Maritimes
Muchosol 1So war seitjeher die Provence ein Zufluchtsort und die Muse vieler Maler und Schriftsteller. Abgeschieden von den Orten der Côte d’Azur begeistert die abwechslungsreiche Natur: wuchtige Gebirgszüge, saftige, grüne Täler, wilde Schluchten, Felder mit Weinreben, Bäume voll mit Oliven, Kräutern und Lavendel und nicht zu vergessen die atemberaubenden Strände mit sonnengeküsten Orten entlang der Mittelmeerküste.
Unabhängig der Lage und geografischen Begebenheit bietet jede natürliche Beschaffenheit den Anreiz sich das gesamte Jahr hinweg sportlich zu betätigen. So finden Sie in den Seealpen bei Nizza optimale Bedingungen vor, um die abwechslungsreiche Landschaft zwischen Meer und Gebirgszüge wandernd zu erkunden und ein Geruchsbad bestehend aus Ginster, Lavendel, Thymian und Rosmarin zu nehmen. Auf den Wegen entlang der Wanderwege werden Ihnen sicherlich zahlreiche französische Nationalparks unterkommen, wie zum Beispiel der Parc National du Mercantour, der jüngste unter den sechs französischen natürlich geschützten Gebieten. Er weitet sich vom Osten mit dem Vallèe des Merveilles und seinen zehntausenden von Felsgravuren bis in die Region des Alpes-de-Haute-Provence aus. Bestimmt werden Ihnen auch auf Ihren Wanderwegen vereinzelt verlassene Häuser begegnen, die nun Ruinen sind und Sie in eine melancholische Stimmung versetzten. Zeugen einstiger Zeit, ist es schwierig die so genannten “village perché” (thronende Bergdörfer) wieder zu restaurieren.
Wenn Sie nun meinen, dass die blaue Küste der Côte d`Azur die Schatztruhe der Alpes-Maritimes ist, ändern Sie bitte nochmal Ihre Meinung. Denn der Glanz dieser Gegend befindet sich genau inmitten den Seealpen: die blauen Berge.
Départment Var
Muchosol 3Aber die Provence besteht nicht nur aus der faszinierenden Gegend rund um Alpes-Maritimes. Lassen Sie uns weiter marschieren Richtung Süden entlang des Mittelmeeres in das Dèpartement names Var. Kennzeichnend für seinen immens grossen Wald ist sie die zweitgrößte aufgeforstete Region Frankreichs. Breite Sonneneinstrahlungen und ein angenehmes Klima begünstigen das Jahr über Flora und Fauna und nicht zu vergessen das grosse Küstengebiet. 432 Kilometer lange Küsten mit feinem Sandstrand, felsigen Kaps und wilden kleinen Buchten, laden zur Entspannung und zum Sonnenbaden ein. Aber auch das Hinterland darf nicht unerwähnt bleiben. Zum Schlendern einladende reizende Dörfer erfüllen neben anderen bemerkenswerten Naturschönheiten, wie die Verdon-Schluchten, die Wünsche der Naturliebhaber, aber auch die Sportler und Amateure von Dolcefarniente profitieren von den Naturschönheiten.
Département Bouches-du-Rhône
Muchosol 4Direkter Grenznachbar der Region Var ist das Département Bouches-du-Rhône westlich der Provence-Alpes-Côte d’Azur am Mittelmeer gelegen. In ihr finden Sie eine Vielfalt an tradionellen und kunsthistorischen Juwelen inmitten einer facettenreichen Naturlandschaft. Darin liegt das Charistikum dieses Départements. Karges und naturbelassenes Flachland, dass ein Canán für Vögel darstellt. Neben dieser Naturbeschaffenheit, finden Sie auch dort kilometerlange Sandstrände, steilwandige, scharfkantige Felsen und die Bergkette der Alpilles mit eines der grössten Olivenanbaugebieten vor. Betäubt von dieser natürlichen Vielfalt können Sie in den Städten Arles und Aix-en-Provence ein unglaublichen kulturellen und architektonischen Schatz vorfinden. Lassen Sie sich entführen in diese Vielfalt, die Sie nicht mehr los lassen wird.
Zusammenfassung
Muchosol 5Magische, kontrastreiche, facettenreiche Naturlandschaften und Kunstschätze erzeugen ein Schauspiel, das die Provence nicht umsonst zu einer der beliebtesten Reiseziele Frankreichs machen. So ist es auch nicht abwegig, dass Sie auch kulinarisch auf Ihre Kosten kommen werden, oder? Wie in anderen Gegenden auch, kennzeichnet jeder Ort ein besonderes Gericht. Im Falle der Provence können Sie zwischen Köstlichkeiten wie Mandelkonfekt, Trüffel, kandierte Früchte, edles Olivenöl, weißem Nougat, Olivenpastete (Tapenade) oder Konfitüre wählen. Oder Sie kosten einen der vielen Qualitätsweine, wie den Côteaux d’Aix-en-Provence.
Sie sehen, die Provence lohnt sich ihr mindestens einen Besuch abzustatten. Auf was warten Sie noch? Achja und wenn Sie schon mal da sind, vergessen Sie nicht sich zum Beispiel ein Duftsäckchen gefüllt mit getrocknetem Lavendel mitzunehmen. Das optimale Souvenir für die Lieben daheim.

 

Weitere Urlaubstipps für Frankreich

Das Mittelmeer einen wundervollen Urlaub garantiert

Frankreich war auch schon Euer Reiseziel und Ihr möchtet gern Tipps, Empfehlungen oder Anregungen weitergeben, dann könnt Ihr dies gerne unten mit der Kommentarfunktion tun. Wir sind gespannt.

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Philippinen

Unterkunft in Balingasag

Unterkunft in Balingasag

Im Millenium-Jahr 2000 wollten wir etwas ganz besonderes machen. Wir wollten uns einen Urlaub in der Südsee gönnen. Naja, ganz bis in die Südsee hat es nicht gereicht, doch die Philippinen sind mindestens genauso gut. Wir waren jedenfalls begeistert, vor allem, weil wir an unserem Urlaubsort mit unseren beiden Gastgebern und vier weiteren Tauchern im Umkreis von vierzig Kilometern die einzigen Ausländer waren. Urlauberhotels gibt es dort keine, Privatunterkünfte wohl auch nicht. Wir tauchten voll und ganz in eine unverfälschte, fremde Welt ein.
Unser Urlaubsort hieß Balingasag im Norden Mindanaos, der großen Insel im Süden der Philippinen. Unser Urlaubsdomizil war eine Bambushütte, zugegeben recht komfortabel.

Tuk-Tuk-Station

Tuk-Tuk-Station

Die Philippinos sind sehr nette Menschen, freundlich und zurückhaltend, aber meistens sehr arm. Trotzdem sind sie mit ihrem Leben zufrieden und wir konnten sehen, mit wie wenig ein Mensch auskommen kann.
Ich muss sagen, dass wir eigentlich auch nicht viel Wert auf materielle Dinge legen, doch seit dieser Reise leben wir noch bewusster gegenüber unserer Umwelt. Es gibt mehr als immer nur Arbeit sowie Geld und Gut anhäufen. Wir leben intensiver für uns, wir legen Wert auf die Natur, unsere Gesundheit und die kleinen Dinge des Lebens.

unser Zimmer

unser Zimmer

Wir haben sehr viel Geld für diese Reise ausgegeben und haben dafür in einer Bambushütte gewohnt, zum Teil auch in einer Bretterhütte, in der wir auf einer Matratze auf dem Fußboden geschlafen haben. Aber das war es, was das Leben hier ausmacht, nicht Luxus und tolle Buffets im Hotel.

großer Gecko

großer Gecko

Herrlich fanden wir auch die Haustiere, die sich bei solch einer offenen Bauweise unweigerlich einstellen – Geckos. Neben den gewöhnlichen kleinen Geckos, die wir auf unseren Reisen immer wieder getroffen haben, gibt es hier eine Art, die wird um die dreißig Zentimeter lang. Sie zeigten uns, warum die Geckos Gecko heißen. Der Ruf der großen Art klingt wie „Ge-ko“.
Wir waren hin- und her gerissen, so niedlich waren sie mit ihren großen schwarzen Augen und der tollen Zeichnung. Natürlich sind sie sehr nützliche und willkommene Haustiere, denn sie halten alle Arten von Insekten fern.

einfachstes Leben

einfachstes Leben

Auf unserem Spaziergang durch Mambayan, einem „Ortsteil“ von Balingasag, fielen wir überall auf. Da es hier keinen Tourismus gibt und die meisten Tauchgäste sich nicht zu einem Spaziergang durch das Land aufraffen können, waren wir Exoten. Vor allem dadurch, das ich blaue Augen und eine ziemlich weiße Haut habe und Klaus einen Vollbart trägt. Wir kamen jedenfalls aus dem Grüßen und Lächeln nicht mehr heraus. Die Reaktionen reichten vom verschämten Wegsehen bis zum aufbrausenden Hallo. Meistens wurden wir jedoch auf das freundlichste begrüßt. Oft wurden wir gefragt, wo wir herkommen und wo wir hingingen. Jedenfalls konnte ich mein Lächeln am Ende des Rundganges kaum noch aus dem Gesicht bekommen.

einfachste Landwirtschaft

einfachste Landwirtschaft

Zwischen den Hütten stehen Bananen, Kokospalmen und Papayabäume. Zwischen diesen wiederum finden sich Zebus, die wichtigsten Haustiere, Schweine, auch ein paar heruntergekommene Pferde und Wasserbüffel. Auf den Grundstücken tummeln sich Ziegen, Hühner und vor allem Hunde. Hin und wieder entdeckten wir phantastisch blühende Orchideen.

Jeepney´s

Jeepney´s

Die beliebtesten Fortbewegungsmittel auf den Philippinen sind die Jeepneys, eine Art Minibus mit Geländewagenschnauze. Sie sind zumeist sehr bunt und auffallend und werden mit allen Mitteln am Laufen gehalten. Große Summen für Ersatzteile können die Besitzer nicht aufbringen, deshalb wird gebaut und gebastelt, was das Zeug hergibt, denn diese Fahrzeuge sind äußerst beansprucht. Es finden sich viele Werkstätten an den Straßen, wo auch die kaputtesten Jeepneys wieder zum Laufen gebracht werden.
Diese Jeepneys fahren in groben Routen und halten, wo immer Leute ein- oder aussteigen wollen. Es wird niemand stehen gelassen, jeder wird mitgenommen, auch wenn der sich draußen an die Regenrinne hängen muss. Teilweise setzen sich die Leute auf den Schoß eines anderen Fahrgastes oder sie legen ihr Gepäck einfach auf den Schoß des Anderen. Da kennen die Philippino´s nichts. Taucht dann Polizei auf, wird aufgeräumt und Platz gemacht, ist sie vorbei, hängen sich die Leute wieder an das Auto.
Alles wird darin transportiert, Leute, Einkaufswaren und lebende Tiere. Eine Art Schaffner ist mit an Bord, der das Fahrgeld kassiert und er kommt zu jedem, auch wenn es noch so voll ist. Es ist unglaublich.

Papaya´s

Papaya´s

Wovon wir nicht genug bekommen konnten war Obst. Ananas, Papayas, Melonen, Mangos, Rambutan, alles was das Herz begehrt. So leckeres Obst hatten wir bis dahin noch nicht gegessen, lecker, süß und saftig. Die Früchte werden hier voll ausgereift geerntet und schmecken daher unübertroffen.
Doch die exotischste und umstrittenste Frucht ist die Durian, oder auch Stinkfrucht. Der Name ist Programm. Die Frucht wiegt an die zwei Kilogramm, wovon aber nur ein kleiner Teil das Fruchtfleisch ausmacht. Die Durian stinkt fürchterlich und beim Geschmack bilden sich zwei Gruppen – die Leute, die sie essen und sie lieben, und die Leute, die sie probieren und sie nie wieder anrühren. Ich muss sagen, dass ich sie nicht unbedingt haben muss.
Außerdem gibt es dort die größte Frucht der Erde, die Jackfrucht. Sie ist riesig. Im Inneren teilt sich das Fruchtfleisch in eine Art mehrere Spitzpaprika und es schmeckt auch paprikaartig.

Fischer

Fischer

Die Natur der Philippinen ist abwechslungsreich. Wir haben auf dem Festland gewohnt, wo Reis, Bananen und andere landwirtschaftliche Produkte hergestellt werden. Jede Familie hat ihre Hühner oder Kühe, viele gehen fischen, meist mit mäßigem Erfolg. Man bestreitet den Lebensunterhalt aus dem, was das Land und das Meer hergeben. Es ist schwierig genug.
Andere verdingen sich im Tourismus, ein kleiner Teil handelt oder arbeitet in der Wirtschaft. 

schwarze Strände

schwarze Strände

Wir lernten eine Vulkaninsel kennen, die Philippinen sind vulkanischen Ursprungs, daher sind die meisten Strände hier schwarz. Es gibt aber auch den krassen Gegensatz dazu, palmenbestandene Koralleninseln. Sie sind winzig, mit schneeweißem Korallensand. Die Insel, die wir besuchten, umrundeten wir ganz gemütlich in einer viertel Stunde.

Das unglaublichste an den Philippinen ist das Meer, noch unberührt. Die Vielzahl der Fische und Korallen sowie die Artenvielfalt sind einfach umwerfend. Da wird selbst das Rote Meer neidisch. Durch die seltenen Tauchgäste kann man Tierarten beobachten, die anderswo schwer zu finden sind. Doch auch hier haben wir keinen Großfisch wie Manta oder Walhai gesehen, obwohl diese Gewässer für diese Tierarten bekannt sind. Wir kamen uns jedenfalls vor, wie im Aquarium. Es war einmalig.
Zwar sind hier und da Verwüstungen durch die Dynamitfischerei auszumachen, doch es gibt seit einiger Zeit Ranger, die sehr streng darauf achten, das so etwas nicht mehr vorkommt. Langsam heilen die Wunden.

tropischer Sonnenuntergang

tropischer Sonnenuntergang

Die Sonnenuntergänge sind einfach phantastisch. Die Licht- und Farbenspiele breiten sich über den ganzen Himmel aus und sind unübertroffen.

Kowloon Hongkong

Kowloon Hongkong

Die eigene An- und Abreise waren allerdings abenteuerlich. Wir hatten einen Flug nach Cebu gebucht, mit Zwischenlandung in Hongkong. Eine Stadtrundfahrt mit sechsstündigem Aufenthalt in Hongkong war inklusive. In Kowloon hatten wir Zeit für einen Stadtbummel, konnten einen Blick hinüber nach Hongkong-Island mit seinen Hochhäusern werfen. Für eine Überfahrt fehlte uns leider die Zeit. Wir waren trotzdem froh über diese Eindrücke.

Fort in Cebu

Fort in Cebu

Auf und in Cebu, einer anderen Insel der Philippinen angekommen, konnten wir keine Fähre nach Cagayan d´Oro auf Mindanao bekommen. Die war in der Buchung nicht enthalten. Darum mussten wir uns vor Ort selbst kümmern. Was wir auch versuchten, wir lernten in dem Zusammenhang gleich das philippinische Schlagwort „monana“ kennen. Morgen, morgen, es brachte uns manchmal zur Verzweiflung.
Da wir nun erst für den nächsten Tag ein Fährticket kaufen konnten, bot sich uns die Gelegenheit, gleich noch Cebu-Stadt kennen zu lernen. Maghellan fand hier bei seiner Weltumsegelung den Tod. Er war wohl selbst nicht ganz unschuldig daran.
In Cebu bauten die Spanier das erste Fort, welches man besuchen kann. 

Die Rückreise gestaltete sich nicht weniger abenteuerlich. Wir hatten unsere Lehre aus der Anreise gezogen und kauften schon eine Woche vor der Abreise die Fährtickets. Doch das half uns auch nichts. Wir hatten zwar die Tickets, aber es gab keine Fähre dafür. Anders als auf der Anreise hatten wir jetzt nur das Problem, das unser Flugzeug nach Hause nicht warten würde. Es wurde eine Sache von Minuten. 

Das ist eben eine andere Welt, da laufen die Dinge etwas anders und meistens moñana.

Ausflüge

Mantique

Mantique

Als wir uns der Koralleninsel Mantique näherten, die für einige Zeit unser Ausgangspunkt für Tauchgänge diente, kam ich mir vor wie im Paradies. Ein kleiner, flacher Flecken im Meer, mit einem weißen Sandgürtel und einer grünen Decke. So kennt man die Südseeinseln aus den Katalogen. Mantique ist eine richtige Robinson-Insel.
Ich hatte mir eigentlich die ganze Gegend hier so vorgestellt, doch solche Inseln sind selten auf den Philippinen. Wie schon erwähnt, sind die meisten Inseln der Philippinen vulkanischen Ursprungs, dass heißt, die meisten Strände sind schwarz. Der Boden an sich ist dunkel und fruchtbar.

Koralleninsel

Koralleninsel

Für die Zeit, in der sich Taucher auf Mantique aufhalten, räumen die Einheimischen ein oder zwei Hütten frei, je nach dem, wie viele Gäste kommen. Einhundertfünfzig Bewohner soll die Insel haben. Ich weiß jedenfalls nicht, wo sie auf der kleinen Insel untergekommen sind.

Kochecke

Kochecke

In der größeren Hütte gab es zwei Schlafkabinen für jeweils zwei Gäste. Dazu eine Art Aufenthaltsraum, der durch eine mehr oder weniger blickdichte Holzleistenwand von der Öffentlichkeit abgetrennt ist. Dort steht ein Esstisch und dort befindet sich die Kochecke.

Strom und Süßwasser gibt es auf der kleinen Insel nicht. Man behilft sich mit selbst gebauten Öllampen a la Molotowcocktail gegen die Dunkelheit. Ansonsten lebt man von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Man braucht keine Uhr.

Das Wasser wird mit Booten von der benachbarten Insel Camiguin hergebracht.
Unsere Toilette war eine Herzchenhütte mitten im Dorf. Jeder konnte sehen, wer wann auf Toilette ging. Immerhin verfügte sie über eine Toilettenschüssel. Das Spülwasser musste allerdings mittels Eimer aus dem Meer geholt werden. Das Abwasser verschwand irgendwo durch eine Rohrleitung im Meer.
Die Morgen- und Abendtoilette wurde zum Teil im Meer verrichtet. Trotz dieser Beobachtungen konnten wir keinerlei Beeinträchtigungen wahrnehmen. Das Meer hat eine sehr große Selbstreinigungskraft.
Waschen und Zähneputzen konnten wir mit dem wenigen Süßwasser, das hergeschafft wurde. Entsprechend sparsam mussten wir sein. 

das Paradies

das Paradies

Bei einem Inselrundgang lernten wir Mantique etwas genauer kennen. Mantique ist übrigens der spanische Name der Insel. Die Philippinos nennen sie Magsaysay.
Es war sehr warm und die Sonne brannte unbarmherzig. Die Insel befindet sich nicht weit vom Äquator. Eine solche Sonneneinstrahlung kannten wir nicht. Wir wurden zwar eindringlich davor gewarnt, wir passten auch auf, trotzdem fing ich mir sofort einen Sonnenbrand ein, der mich zwei Tage außer Gefecht setzte.
Aber zurück zu unserem Rundgang. Wir liefen barfuß, wie es sich auf einer „Südseeinsel“ gehört. Doch das war ziemlich unangenehm, denn der herrlich weiße Sand entpuppte sich als Korallenbruch. Größere und kleinere Korallenstückchen setzten unseren Füßen zu, die so etwas nicht gewohnt waren. 

Pandan

Pandan

Hinter dem „Strand“ breitet sich ein regelrechter Urwald aus, der undurchdringlich ist. Vor allem stachelige Pandanbäume, eine Art Schraubenbaum, den man zu Hause als Zimmerpflanze kennt, bilden ein üppiges Dickicht.
Irgendwo dazwischen stehen die Hütten der Einheimischen.
Die Pandan bilden große, ananasähnliche Früchte aus. Naja, die sehen nur so aus. Eigentlich sind es viele Knubbel, die eine Frucht bilden. In jedem dieser Knubbel ist ein winziger Kern, den man essen kann, wenigstens bei den Pflanzen in Strandnähe. Wir haben diese Kerne probiert, sie schmecken nach Nuss, aber der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. 

Seeigel sammeln

Seeigel sammeln

Unmengen von Seeingeln belagerten Tag wie Nacht die Küste vor Mantique. Ich hatte vor Kurzem im Fernsehen gesehen, dass man Seeigel essen kann. Ich wurde neugierig und fragte leise an, ob ich einen Seeigel probieren könnte. An einem der Abende gingen wir zu zweit Seeigel sammeln, ein paar Minuten später war das ganze Dorf dabei. Säckeweise wurden die Seeigel gesammelt, mir wurde Angst und Bange. Soviel können wir doch gar nicht essen, ich wollte doch nur probieren, ob das überhaupt schmeckt. Die Leute ließen sich nicht aufhalten. Das hatten sie wohl schon länger nicht mehr gemacht.   

Als die Säcke voll waren, wurden sie mit den Seeigeln darin geschüttelt. Dadurch brachen die Stacheln ab und die Seeigel konnten gefahrlos aufgebrochen und ausgenommen werden. Was essbar ist, passt auf wenige Teelöffel und ist eigentlich Seeigelkaviar, der sich an der Schale anschmiegt. Man kann ihn nur ganz frisch genießen. Er schmeckt leicht nach Fisch und Meerwasser.

Überfahrt nach Camiguin

Überfahrt nach Camiguin

Camiguin ist eine größere Vulkaninsel, mit zirka vierzig Kilometern Durchmesser, zwischen unseren Urlaubsort und Mantique. Wir erkundeten sie im Rahmen eines Tagesausfluges. Ein Boot brachte uns von Mantique nach Camiguin.

Katibawesan-Wasserfall

Katibawesan-Wasserfall


Mit einem Mietfahrzeug fuhren wir um die Insel.

Unser erstes Ziel war der Katibawesan-Wasserfall. Er liegt mitten im Urwald, zirka vier Kilometer von der Küste entfernt. Der Wasserfall ist ungefähr siebzig Meter hoch. Sein Wasser füllt ein Bassin am Fuße des Wasserfalles. Das Wasser hat Trinkwasserqualität.

 

Forschungsstation auf den Hibok-Hibok

Forschungsstation auf den Hibok-Hibok

Einer der sieben Vulkane, die Camiguin „gebaut“ haben ist der Hibok-Hibok. Er ist heute noch aktiv. Eine seismologische Station, die man besuchen kann, überwacht den Vulkan, der seit rund fünfzig Jahren ruhig ist. Trotzdem zählt er zu den gefährlichsten Vulkanen der Erde.
Im Dezember 1951 gab es den letzten großen und verheerenden Ausbruch. Eine pyroklastische Wolke tötete damals innerhalb von Sekunden fünfhundert Menschen und zerstörte die Stadt Mambajao zu Füßen des Hibok-Hibok.
Heute befindet sich ein Kratersee auf dem Hibok Hibok, der sehr säurehaltiges Wasser beinhaltet. Wer gut zu Fuß ist und Zeit hat, kann zum Gipfel des Vulkans steigen. Es sollten aber mindestens zwei Tage veranschlagt werden.

Heiße Quelle

Heiße Quelle

Ein weiteres interessantes Ziel sind die heißen Quellen Ardent-Hot-Springs. Es ist eine wirklich große Anlage vergleichbar mit einem Kurviertel. Man kann sich dort sogar in einen Bungalow einmieten. Drumherum gibt es einen schönen Garten.
Das Zentrum der Anlage ist der Pool. Das heißt, es sind eigentlich zwei Pools, aus Natursteinen gemauert.
Das ziemlich heiße Wasser, man kann kaum darunter fassen, fließt aus einer Quelle direkt in einen der Pools. Dort hält man es nicht lange aus, trotzdem ein Bach durch diesen Pool geführt wird, der das Wasser auf eine erträgliche Temperatur abkühlt.
Wenn das Wasser dann den nächsten Pool erreicht, ist es schon etwas abgekühlt und es ist angenehm warm. Da macht der Aufenthalt schon mehr Spaß. 

Kalte Quelle

Kalte Quelle

Nach den heißen Quellen besuchten wir kalte Quellen, die Sto.-Niño-Cold-Springs. Wie so vieles auf Camiguin sind auch diese Quellen nur über einen holprigen Waldweg zu erreichen. Die Sto.-Nino-Cold-Springs sind eine wunderschöne Anlage, die ein Sommerparadies für Reiche sein könnte.
Zentrum der Anlage ist der Pool aus Natursteinen und Mörtel. In seinem Inneren treten mehrere kalte Quellen aus der Erde. Das überschüssige Wasser läuft über eine Art Rutsche mit Hindernissen wieder ab.
Über den Pool an einem Hang stehen mehrere schöne Bungalows, die man mieten kann. Ein großer Grillplatz mit mehreren Grillhütten lädt zu gemütlichen Runden ein und Kioske mit verschiedenen Angeboten sorgen für das leibliche Wohl. 

Vulkan auf Camiguin

Vulkan auf Camiguin

Camiguin´s Landschaft ist sehr viel grüner als anderswo. Das kommt daher, dass es auf der Insel sehr viel regnet.

Tauchen in der Inselwelt der Philippinen

Auf unseren Fahrten zu den Tauchplätzen, aber auch an der Vulkaninsel Camiguin vorbei zur Koralleninsel Mantique, konnten wir manchmal Delphine beobachten. Einmal sprang ein kleiner Manta in einiger Entfernung aus dem Wasser.
In Massen hingegen kann man fliegende Fische sehen. Sie legen recht große Entfernungen über der Wasseroberfläche zurück, bevor sie wieder in ihr Element zurückkehren.

Tauchboot

Tauchboot

Unser Tauchboot war ein landestypisches Auslegerboot, das für die Bedürfnisse der Taucher umgebaut worden ist. Es bietet sechs Tauchern und ihrer Ausrüstung bequem Platz.
Zwei Philippinos kümmerten sich um Boot und Taucher. Wir brauchten uns um nichts zu kümmern, sie schleppten die Tauchflaschen, sie bauten die Ausrüstung zusammen und wieder auseinander, spülten die Sachen und legten uns die Ausrüstung sogar an. Wir konnten uns voll auf unsere Entspannung und die Taucherei konzentrieren. Es war der erste und der einzige Urlaub, in dem wir superfaul waren. 

Das Wasser ist glasklar und türkis und voll von Leben. Wir konnten die kleinen Fische noch in zehn Metern Tiefe spielen sehen. Hier muss das Tauchen Spaß machen.

White Island

White Island

White Island hieß ein Tauchplatz von Balingsag in Richtung Cagayan d´Oro. Es ist eigentlich eine über Wasser ragende Sandbank, auf der ein Ranger seine Beobachtungshütte hat. Es gibt sonst gar nichts auf dieser Insel, nur Sand.
Um White Island herum fällt das Riff stellenweise sehr flach ab, an manchen Stellen dazwischen geht es jedoch ziemlich steil abwärts.

Korallenlandschaft

Korallenlandschaft

An einer der steil abfallenden Stelle tauchten wir am Ankerseil ab. Wir erreichten einen Canon, schön breit und nicht zu tief. An den Hängen wachsen schwarze Korallen, deren Polypen wie Schnee aussehen. Unmengen von Fischen, kleiner und mittlerer Größe, tummelten sich zwischen dem Bewuchs.
In dreißig Metern Tiefe erreichten wir den Sandgrund, in dem Röhrenaale zu Hause sind. Diese kleinen Aale sind sehr scheu und verschwinden in ihren Löchern, sobald man ihnen zu nahe kommt. Man braucht dann eine Menge Geduld und vor allem genug Luftvorrat, um sie wieder zu sehen.

kleiner Strahlenfeuerfisch

kleiner Strahlenfeuerfisch

Die zierlichen und sehr schönen Feuerfische, hier Strahlenfeuerfische, konnten wir häufig beobachten. Sie versteckten sich jedoch hinter Korallen und Schwämmen.
Die Schwämme haben hier zum Teil enorme Ausmaße. Sie bieten ein gutes Versteck für so manchen kleinen Meeresbewohner. Die Tonnenschwämme sehen aus wie überdimensionale Vasen, sind aber nicht sehr stabil.

Schwämme und Korallen

Schwämme und Korallen

Ein Stück weiter steht ein großer Felsen in der Landschaft, der bis fast unter die Oberfläche reicht. An seinem Fuße entdeckten wir einen großen Juwelenzackenbarsch. Fische in dieser Größe sind selten geworden, da die Fischer alle wegfangen oder harpunieren, wo sie ihrer auch habhaft werden.
Sonst entdeckten wir einen Riesenkugelfisch und einen  Schwarm Kalmare. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ansonsten gibt es Nacktschnecken, schwarz-weiße Seegurken und blaue Korallen. 

Tischkoralle

Tischkoralle

An einer anderen Stelle stehen kleinere Korallenblöcke auf dem weiten Sandgrund. Diese sind Inseln des Lebens. Wir glaubten nicht, was sich uns dort an Vielfalt von Leben bot. In und um diese Korallenblöcke herum findet ein überschwengliches Leben statt. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinsehen sollten. Neben bekannten Aquarienfischen tummelten sich dort braune Schnapper, kleine Trompetenfische, Büschelbarsche und die lustigen, rot-gelb quergestreiften Seenadeln. Über allem thronten gelbe und hellgraue Gorgonien. 

Da es unser erster großer Tauchurlaub war, war das alles sehr aufregend und exotisch. Tauchen auf den Philippinen ist unglaublich.

Am Hausriff Constancia vor Balingasag hatten wir ein einmaliges Erlebnis. Wir tauchten in etwa zehn Metern Tiefe auf dem Riffdach. Die Sonne strahlte alles wunderbar an. Die Farben der Korallen und Fische waren herrlich. Da fiel mir ein leuchtendblauer Seestern auf, den ich mir genauer ansehen wollte. Wie ich dann heran kam, sah ich etwas, was nicht so recht in die kantige Landschaft passte. Ich sah noch genauer hin und konnte eine Flosse ausmachen, die sich an eine Koralle schmiegte. Nur ganz langsam erschloss sich mir ein Anglerfisch. Der war so gut getarnt, dass sich seine Konturen wirklich nur sehr langsam von der Umgebung lösten.
Ich holte Klaus heran und zeigte ihm die Stelle. Er schüttelte immer nur den Kopf, konnte nichts sehen. Ich zog ihn heran, er stieß schon fast mit der Nase an den Fisch, ehe er ihn entdeckte.
Zu unserem unendlichen Glück entdeckten wir in dessen Nähe einen zweiten Anglerfisch, es war also ein Pärchen. Es ist nur den wenigsten vergönnt, einen Anglerfisch zu sehen, wir hatten gleich zwei auf einmal.

Ein weiteres aufregendes Geschöpf, typisch für die Philippinen ist die Geistermuräne. Da ich sie nur von Bildern her kannte, hatte ich keine Vorstellung, wie groß sie ist. Konnte man sie mühelos sehen oder muss man sie auch entdecken? Da sie auf Bildern immer im Sandboden sitzt, suchte ich die größeren Sandflächen ab, doch dann fand ich eine in einem Riff, das ganz kleine Sandflächen hatte. Dort hatte sie ein gutes Versteck gefunden. Diese Geistermuräne war leuchtend blau mit einem gelben Gesicht, winzig und hauchzart. Sie wiegte sich in ihrem Sandloch hin und her. Später fanden wir dann immer wieder Geistermuränen. Es sind wunderbare Geschöpfe, die mich in ihren Bann zogen. 

Ein anderes schönes Erlebnis hatten wir bei Camiguin. Wir wollten schon auftauchen, als wir eine schöne große Sepia sahen. Wir konnten uns sogar soweit nähern, dass wir ihr herrliches Farben- und Musterspiel erleben konnten. Diese Sepia war wirklich groß und mindestens genauso neugierig auf uns wie wir auf sie. Doch sie hielt immer einen Mindestabstand ein. Kamen wir ihr zu nahe, zog sie sich genauso weit zurück und umgekehrt.
Wir freuten uns über diese Begegnung sehr. Es ist äußerst selten, sie so zutraulich zu erleben. Irgendwann ging uns dann die Luft aus und wir mussten uns von ihr trennen.

Korallengarten

Korallengarten

Das Boreas-Riff, das eine viertel Stunde Bootsfahrt von Mantique aus im Freiwasser liegt, hat eine phantastische Unterwasserwelt zu bieten. Wir hatten bisher schon viel gesehen und erlebt, doch hier kam uns alles noch größer und noch schöner vor. Wir konnten Makrelenschwärme, große Süßlippen, extra große Trompetenfische und eine Unmenge anderer Fische sehen. Sogar einer Schildkröte begegneten wir, worüber wir uns sehr freuten. 

Ein weiterer Tauchplatz in der Nähe von Mantique ist der Korallengarten, der seinen Namen echt zurecht trägt. Das Riffdach liegt in etwa sechs Metern Tiefe und es sieht aus wie im Märchen. Lauter kleine Korallen, dazwischen nicht zu große Sandflächen und bunte Fische und Schnecken ohne Ende.
Am Fuße des Riffes in den endlosen Sandflächen trafen wir unverhofft auf einen Schlangenaal. Diese Begegnung wie auch die mit dem Anglerfisch war bis heute die einzige Begegnung mit einem Schlangenaal. Er streckte aber nur seinen Kopf aus dem Sand, der Rest war im Boden vergraben. Seine Augen drehten sich hin und her. Er ließ sich von uns gar nicht stören. Womit hatten wir nur soviel Glück verdient?

Seegraswiese

Seegraswiese

Weitere Fische und Meerestiere, denen wir in den Tauchgründen der Philippinen begegneten waren Flötenfische, Yellow-Barrakudas, Kissenseesterne, Dornenkronen, Porzellankrebse, Federsterne ohne Ende in verschiedenen Farben, Igelfische, Korallenwelse, Scherenmesserfische, Drückerfische, einen Schiffshalter, Fledermausfische, einen Mirakelbarsch, Christbäumchen und und und. Die Philippinen sind ein wirklich lohnendes Tauchreiseziel. 


Die Philippinen waren auch schon Euer Reiseziel und Ihr möchtet gern Tipps, Empfehlungen oder Anregungen weitergeben, dann könnt Ihr dies gerne unten mit der Kommentarfunktion tun. Wir sind gespannt.

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Death Valley – Kalifornien

einzige Sanddüne weit und breitNachdem wir uns nun 5 Tage fast in Sichtweite des Tal des Todes, so der deutsche Name, aufgehalten haben, nahmen wir es jetzt in Angriff. Da das Tal rundum von Bergketten umgeben ist, die zu überwinden sind, entschieden wir uns für den besten Weg für unser Wohnmobil. Das heißt, dass wir zuerst durch Beatty kamen, von wo aus es nur noch ein Katzensprung ins Death Valley ist. Auf dem Weg nach Beatty passierten wir noch eine große Sanddüne, die wie von Geisterhand dort aufgeschüttet wirkt. Wir haben auf unserer ganzen Tour durch die USA noch keine Sandwüste gesehen, von der diese Sanddüne stammen könnte, deren Spitzen zum Teil über 150 Meter hoch sind.

Beatty - Sourdough SaloonIn Beatty besuchten wir den „Sauerteig-Saloon“, der uns von einem Flohmarktverkäufer in Beatty empfohlen wurde. Dort gäbe es im Sommer mehr deutsche Gäste als amerikanische. Außerdem speisen und trinken dort meistens die Autotester aus Deutschland und anderswo, die sich im Death Valley austoben.

Geisterstadt RhyoliteVon Beatty auf dem Weg ins Tal des Todes liegt Rhyolite, eine wirkliche Geisterstadt. 1905 wurde dort Gold gefunden und 1907 hatte Rhyolite schon an die 10.000 Einwohner und dazu alles, was eine aufstrebende Stadt braucht, von einer Schule bis zum Opernhaus. Drei Eisenbahnen fuhren durch Rhyolite. Die einzige Goldmine, bei der es geblieben war, schloss 1911, nachdem sie gerade mal 2 Millionen Dollar eingebracht hatte. Die Bewohner verließen Rhyolite wieder, geblieben sind nur noch Reste der Stadt. Aus dem ehemaligen Bahnhof wurde später ein „Geister Casino“, das die Zeit aber ebenfalls nicht überdauert hat. In den Berghängen rundherum sieht man überall Löcher, die Eingänge zu den Stollen irgendwelcher Glücksritter.

Death Valley - Hell´s GateJetzt endlich fuhren wir in das Tal des Todes ein. Was erwartet uns dort? Jetzt kam doch so etwas wie Respekt auf. Das Tal des Todes und das Umland gehörte den Shoshonen, die noch heute hier leben, aber keine offiziellen Reservate haben. Als dies noch ihr Land war, fanden sich überall verschiedene Lager, in denen sie lebten. Sie hatten Lager für die Sommer und die Winter, Kurzzeitlager oder Dauerlager, zwischen denen sie immer hin- und herpendelten. Diese Karte ist im Besucherzentrum in Furnace Creek zu sehen. Nachdem wir nun den Daylight Pass mit 1316 Metern passiert hatten, begann bei Hell´s Gate eine 13 Meilen lange Abfahrt in die unter dem Meeresspiegel liegende Talsohle. Unser erster Gedanke: Dieses Tal wurde vom Teufel gemacht, hier kann nichts leben. Der ziemlich starke Wind an diesem Tag wirbelte den Staub bis zum Himmel auf. Das sah aus, als würde der Teufel sein Wohnzimmer ausfegen. Trotzdem eröffnete sich uns ein grandioser Blick auf das am Grund weiß schimmernde Tal des Todes und wir wurden durch unseren Aufenthalt dort eines Besseren belehrt.
Das Death Valley ist der trockenste, heißeste und am tiefsten gelegene Nationalpark der USA, einer der  trockensten und heißesten Plätze der Welt  und dazu noch überraschend abwechslungsreich. Die Temperaturen liegen meist um die 7°C höher als im höheren Umland. Wir fuhren bei 25 Grad los und hatten im Tal 33 Grad. Die Rekordtemperatur, die jemals im Sommer gemessen wurde, liegt bei 56,7°C.

Death Valley - ehemaliges Borax WerkIrgendwann stießen wir auf die Überreste eines Borax-Werkes. Wir hatten auf unserer Fahrt durch den Südwesten der USA schon mehrfach solche weißen, nach Salz schmeckenden Ablagerungen gesehen, doch es war kein richtiges Salz, sieht eher aus wie Gips. Jetzt wussten wir, was es ist. Es ist ein salzhaltiges Mineral mit Teilen aus Vulkanasche, aus dem Borax gewonnen wird. Ich werde jetzt nicht versuchen zu beschreiben, was Borax ist, das ist viel zu kompliziert. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Mineral im Death Valley abgebaut und vielseitig verwendet. Inzwischen sagt man, dass es giftig sei. Um das abgebaute Borax zu transportierten, wurden Wagen gebaut, die zusammen mit großen Wasserbehältern von 20 Maultieren um die 265 Kilometer weit zu den Bahnstrecken durch die Wüste gezogen wurden.

Death Valley - Furnace CreekFurnace Creek, wo wir übernachteten, liegt in einer Oase. Richtig gelesen, eine Oase im Death Valley, und es folgten weitere, wenn auch kleine Oasen. Das war eine echte Überraschung. Spätestens nach unserer Visite im Besucherzentrum war uns klar, dass das Tal des Todes eigentlich den Namen nicht verdient und es einiges zu bieten hat, was einen längeren Aufenthalt lohnt, wenn man nicht gerade mit einem Wohnmobil unterwegs ist. Die meisten Wege sind nur Pisten und meist auch für größere Fahrzeuge gesperrt.

Death Valley - Badwater BassinDas aufregendste Ziel aller Besucher ist das Badwater Bassin, der tiefste Punkt nicht nur der USA, wie immer geschrieben wird, sondern der gesamten westlichen Hemisphere. Das Badwater Bassin liegt auf -86 m, das heißt 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Badwater heißt „schlechtes Wasser“, denn die Maultiere konnten es nicht trinken. Es ist nicht giftig, nur unheimlich salzig. Immer wieder bieten sich den Besuchern herrliche Aus- und Ansichten. Die Bergwände sind herrlich bunt, was von verschiedenen Mineralien herrührt. Ab und zu ist ein Vulkan dazwischen oder sind zumindest vulkanische Hinterlassenschaften zu sehen.

Death Valley - Golden CanyonDer Golden Canyon, ein Seitental, war auch für uns noch erreichbar und nur ein paar Kilometer lang. Weißes bis gelbes Gestein, Schlammgestein genannt, beherrscht das Bild, von dem anscheinend auch der Name stammt. Weiter hinten, am Ende des Tales ragen senkrechte rote Felsen auf. Hier und da gibt es Zeugnisse für den Rand eines Sees in den Felsen. Nach jeder Biegung des Canyons bietet sich ein neuer, herrlicher Anblick und es ist noch wärmer, denn hier weht kaum ein Lüftchen.

death Valley - Zabriskie PointVom Zabriskie Point, der mitten in den sogenannten Badlands liegt, hat man noch einmal einen schönen Blick über einen Teil des Death Valley und die bunten Felsformationen, durch die sich überall ausgetrocknete Wasserläufe schlängeln. In den meisten Gesichtern der Parkgäste sieht man unendliches Staunen, vor allem bei denen, die über diese Straße ins Death Valley fahren.

Death Valley - KojoteNoch mehr unglaubliche Felsformationen, lange Wanderwege, ein Golfplatz, ein Schloss, Quellen und ein Wasserfall, der das ganze Jahr über Wasser führt, sind weitere Sehenswürdigkeiten. In unseren kühnsten Vorstellungen haben wir nicht an solch eine Vielfalt in diesem wundervollen Tal gedacht. Das Tal des Todes bot uns mit die beeindruckendsten Erlebnisse dieser Reise. Sogar einen Kojoten durften wir sehen, zweimal. Anscheinend hält er sich öfters an der Straße zum Badwater Bassin auf, denn er stellt sich direkt auf die Straße und hält die Autos an, in der den Kojoten eigenen demütigen Art. Direkt ängstlich war er ja nicht. Das beiderseitige Interesse ist dann groß.

Tonto National Forest – Arizona

Abfahrt zum Roosevelt LakeVon Globe aus führt die Straße zum Roosevelt Lake durch eine immer noch hügelige Landschaft mit Saguaro Kakteen, die eine Bestandsdichte aufweisen, wie wir sie bisher noch nicht gesehen haben. Die Kakteen haben auch mehr Arme als bisher gewohnt, was vielleicht darauf hinweist, dass der Bestand um einiges älter ist. Das letzte Stück der Straße hat auf 8 Kilometer 7% Gefälle. Da sollten die Bremsen schon in Ordnung sein oder die Motorbremse funktionieren.

Roosevelt DammDer See entstand 1911 durch den Bau einer Staumauer, die komplett aus Bruchsteinen konstruiert wurde. Sie war damit die größte Staumauer der Welt, die auf diese Weise gebaut wurde. 1981 wurde der Damm jedoch nach einer großen Flut erhöht und verstärkt. Oft soll das Wasser des Roosevelt Lakes an die 33°C haben, liest man in einem Prospekt. Es gibt viele Parks, in denen man Campen, Picknicken oder auch Boote zu Wasser lassen kann. Es ist ein großes Wildschutzreservat geworden.

Northern Cardinal - MännchenInzwischen sind wir begeisterte Vogelbeobachter. Mit unserem neuen Vogelhäuschen können wir die Vögel gut anlocken. Viele der Vögel sind herrlich bunt. Bei einem Kaffee in einem der Parks ließen sich sogar wieder die Northern Cardinals sehen, sogar ein Pärchen. Wir waren begeistert. Ein Gila Specht, „um Geld spielenden“ Wachteln, die leuchtend gelbbrüstigen Vögel mit dem schwarzen V darauf, ich weiß den Namen noch nicht, Tauben und die Spatzen mit 5 weißen Streifen auf dem Kopf haben uns viel Freude gemacht. Leider konnten wir um diese Jahreszeit nicht in dem Park übernachten, da es keine Stromanschlüsse für unsere Heizung gibt. Die Blicke auf den Roosevelt See und die Berge mit den Saguaro Kakteen sind herrlich. Die anscheinend vor langer Zeit angelegten, sehr langen Bootsrampen reichen inzwischen nicht einmal mehr bis ins Wasser, soviel Wasser fehlt in dem See, der zur Zeit 43% Füllstand hat. Die am Ufer wachsenden Bäume und Sträucher zeigen, dass dies schon länger so ist.

Im Tonto National Monument besichtigten wir eine Felsenwohnstätte. Die Bewohner waren die Salado Indianer, von denen wir schon in Globe gehört hatten. Wie sich die Menschen damals selbst nannten, weiß niemand. Das Wort Salado kommt aus dem Spanischen und ist vom Salt River, der zum Tonto Bassin fließt, abgeleitet. Die untere Felsenwohnstätte (Lower Dwelling) beherbergte 16 ebenerdige und 3 im 2. Stockwerk liegende Räume sowie einem Anbau. Seit der Entdeckung 1902 ist viel davon zerstört worden, wie ein Foto aus dieser Zeit zeigt. Trotzdem kann man sich eine Vorstellung vom Leben in dieser Felsengrotte machen. Die Aussicht auf das Tonto Bassin, wo die Salado Indianer ihre Felder angelegt hatten, ist jedenfalls unschlagbar. Im Rahmen einer Führung, die allerdings nur Sonntags und Montags durchgeführt wird, kann man zudem noch die weiter oben im Tal befindliche Felsenwohnstätte besuchen. Ausgrabungen haben gezeigt, dass es noch viele Siedlungen der Salado Indianer im Tonto Bassin gab. Es ist aber auch eine wunderschöne Landschaft, in der zudem der Frühling einkehrt. Seit Monaten sprießt das erste frische Gras, die tot scheinenden Ocotillos bekommen erste kleine grüne Blättchen und auch sonst sieht hier, weiter nördlich wieder alles etwas grüner aus. Es hat ja inzwischen einigen Regen gegeben. So ein kurzer Winter ist gut auszuhalten.
Lower Dwelling FelsenwohnstätteAussicht auf das Tonto Bassin

 

 

 

Eigentlich wollten wir über den Apache Trail nach Apache Junction fahren. Der Trail, den die Indianer, Cowboys und Minenarbeiter zwischen Globe und Mesa (Stadtteil von Phoenix) benutzten, führt durch das „erhabenste“ und schönste Panorama, dass die Natur je geschaffen hat. So hat sich Theodor Roosevelt ausgedrückt. Jeder Besucher Arizonas muss ihn einfach fahren. Für uns wäre es die kürzeste Verbindung gewesen, die uns allerdings zur Kapitulation zwang. Die „Straße“ ist ein unbefestigter Weg, der aber fast nur einem Waschbrett gleicht. Nach 4 Meilen durch eine wirklich unbeschreibliche Landschaft erreichten wir einen Campingplatz direkt am Apache Lake. Auf unsere Frage, wie weit dieser Zustand der Straße noch anhält, wurde uns geraten, den Weg zurückzufahren, den wir gekommen waren, das wäre das kleinere Übel. Würden wir den Apache Trail weiterfahren, wären das weitere 20 Meilen Waschbrettpiste. Das war absolut zu viel für unseren Bus, der sich am Ende des Trails wahrscheinlich in seine Einzelteile zerlegt hätte. So übernachteten wir am See, machten abends unser erstes Lagerfeuer seit langer Zeit und genossen die Ruhe und Abgeschiedenheit des Sees mitten im Nirgendwo.
Apache LakeAuf dem Apache Trail

 

 
Saguaro LakeAm nächsten Tag fuhren wir die 4 Meilen Waschbrettpiste zum Roosevelt Lake zurück. Das hieß aber auch, 50 Meilen Umweg über Punkin Center zu fahren, immer durch das wunderschöne Tonto Bassin. Der Highway zurück nach Apache Junction liegt dafür mitten in den atemberaubenden Bergen des Tonto National Forest. Auf 4500 Fuß Höhe hatten wir dann auch die Schneegrenze überschritten. Mehrere meilenlange, steile Abfahrten brachten uns dann wieder in gemäßigtere Zonen, wo wir dem Saguaro Lake noch einen Besuch abstatteten, der ebenfalls sehr schön gelegen ist.
Die letzte Station vor Apache Junction war ein Picknickplatz an dem Flusslauf, der aus dem Saguaro Lake kommt. Der Fluss führt erstaunlich viel Wasser und wir konnten neben einem Reiher und kleineren Vögeln sogar einen Eisvogel beobachten. Plötzlich, aus dem Nichts, tauchten am anderen Flussufer 3 Indianer auf, die mit ihren normalen Straßenschuhen und Klamotten einfach so durch den eiskalten Fluss wateten, so wie sie es schon immer getan haben. Anschließend die Schuhe trocknen? Fehlanzeige.

Tucson – Arizona

Da ist es wieder, das nächtliche Konzert der Kojoten. Ich weiß nicht, aber ich glaube, dass es sonst keine Tierart auf der Erde gibt, die soviel Krach macht. Affen können zum Beispiel viel Lärm machen, aber dann nur, wenn Aufregung in der Gruppe herrscht, kurzzeitig. Die Kojoten melden sich ja die ganze Nacht, mal mehr, mal weniger stark, manchmal ohrenbetäubend. Die Tonlage hört sich an, als ob man einem Hund auf den Schwanz tritt. Bellen, Kichern, Lachen, Jaulen und Heulen, die Palette ist sehr vielfältig. Hier in Tucson kommt noch dazu, dass die zahlreichen Hunde mit ihrem Bellen dagegenhalten, auch wenn dem ein oder anderen Hund wohl in Anbetracht der geballten Macht und der Nähe der Kojoten anscheinend nicht so recht wohl in seiner Haut ist.

Old TusconOld Tucson – wo der Geist des alten und wilden Westens noch lebendig ist. Old Tucson ist eine Mischung aus Filmset und Freizeitpark. Seit 1939 wurden hier über 300 Wildwest Filme gedreht. John Wayne, Clint Eastwood, Elizabeth Taylor, Kurt Russell und weitere berühmte Schaupieler liefen über diese Straßen und spielten in den Klassikern wie „Rio Bravo“ und „McLintock“ sowie in moderneren Filmen wie „Die drei  Amigos“ oder „Tombstone“ mit. Die Fernsehserie „High Chapperal“ wurde ebenfalls dort gedreht. Verschiedene, ständig laufende Shows zeigen das Leben im wilden Westen mit Stuntshows, Waffenduellen, den fliegenden Händlern, Sheriffs und natürlich das Saloonleben. Überall kann man dabei sein oder selbst mitmachen.

Anklam Road in TucsonDie Stadt Tucson selbst liegt in einem Talkessel von Bergen umschlossen. Beim Durchfahren haben wir einige alte Häuser entdeckt, aber eine wirkliche Altstadt scheint es nicht zu geben. Viele Häuser, zumeist kleine Geschäfte, Galerien oder Werkstätten glänzen mit grellen Farben. Zumeist zeigt Tucson jedoch ein recht modernes Bild. Was uns am Meisten erstaunt hat ist, dass es eine Anklam Road gibt. Klaus stammt aus Anklam, dem DDR-Nadelöhr zur Insel Usedom in der Ferienzeit.

Sabino CanyonIm letzten Moment habe ich noch eine Werbung für den Sabino Canyon im Nordosten von Tucson gefunden, die uns neugierig gemacht hat. Den wollten wir uns unbedingt ansehen und wir wurden nicht enttäuscht. Der Canyon kann auf zahlreichen Trails bewandert oder mit der Parkbahn befahren werden. Wir entschieden uns dafür, die gut 4 Meilen lange Strecke mit der Parkbahn in den Canyon zu fahren und zurück zu laufen. Auf der Fahrt nach oben hatten wir gesehen, dass es einige sehr schöne Stellen im Canyon gibt, die es wert sind, erwandert zu werden.

am Grund des Sabino CanyonsEigentlich ist der ganze Canyon besonders. Am Grund des Canyons befindet sich das Flussbett, in dem um diese Jahreszeit nur noch Pfützen existieren. In der Monsunzeit Juli und August wälzen sich hier reißende Wassermassen ins Tal. Eine der Blitzfluten hat 80% aller im Wege stehenden Bäume vernichtet, ist uns erzählt worden. Rechts und links steigen steile Felswände mit schroffen Felsabschlüssen auf. Der höchste Berg des Parks, der Thimble Peak, ist über 1700 m hoch und ist von vielen Stellen aus zu sehen. Das interessanteste an dem Canyon ist seine Vegetation. Am Grund wachsen Weiden und Platanen, dann behaupten sich wieder die Wüstenpflanzen einschließlich der beeindruckenden Saguaro Kakteen.

Canyon BaumfroschAn Tieren haben wir einen Canyon Zaunkönig, sieht aus wie unsere Wasseramsel, eine Art größere Schwalbe, einen Canyon Baumfrosch und eine wunderschön mit grün-roten Streifen gezeichnete, lange schlanke Schlange gesehen. In der im Besucherzentrum aushängenden Liste hat sich gestern ein Besucher eingetragen, der früh um 9.30 Uhr einen Puma gesehen hat. Schade, da waren wir wohl ein bisschen zu spät dran, aber über unsere Entdeckungen waren wir auch glücklich.

Mahllöcher von den HohocamAm Halt 7 der Bahn kommt in der Regenzeit ein großer Wasserfall aus den Bergen. An seinem Fuße liegen riesengroße, rundgeschliffene und mit schönen Maserungen versehene Granitsteine. Das war vor hunderten von Jahren ein Lagerplatz der Hohocam Indianer. Runde Vertiefungen in den Steinen zeugen von ihrer Anwesenheit. Die Vertiefungen entstanden, als sie verschiedene Dinge mit Hilfe eines zweiten Steines zermahlten. Da hatten sie sich einen schönen Platz ausgesucht, der ihnen alles bot, was sie brauchten. Anscheinend gibt es hier eine Quelle, denn es kommt ständig ein kleines Rinnsal frischen Quellwassers aus dem Felsen und das Bassin ist auch um diese Jahreszeit noch mit frischem Wasser gefüllt.

Einen weiteren Besuch statteten wir dem Pima Air & Space Museum ab. Eigentlich wollten wir den größten Flugzeugfriedhof  der Welt besichtigen, aber der ist nur mit einem Extrabeitrag per Busrundfahrt zu besichtigen. Auf über 10 km² stehen alle ausrangierten Militärflugzeuge und Flugkörper der USA, aber auch ein paar Linienflugzeuge. Das trockene Wüstenklima kann ihnen wenig anhaben. Sie werden konserviert, für die Ersatzteilgewinnung ausgeschlachtet oder vernichtet. In dem riesengroßen Museum landen dann einige interessante Stücke, das inzwischen eine beeindruckende Sammlung hat. Im Außenbereich stehen vom kleinen Flieger, über die Präsidentenmaschine für Kennedy und Johnson bis hin zu den gewaltigen Transportmaschinen Flugzeuge und Hubschrauber aller Art. In den 4 Hangers ist die Geschichte in Bildern, Abzeichen und Filmen bewahrt und es können weitere „Fluggeräte“ bestaunt werden. Es braucht einige Stunden, bis man alles gesehen hat. Will man alles lesen, wird 1 Tag nicht reichen.
eines der kleinsten Flugzeuge der WeltPräsidentenmaschine von 1961 - 1965

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