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Casablanca – Rabat – Meknes – Fes

Die Ursprünge der Stadt Casablanca gehen zwar auf das 8. Jahrhundert zurück, aber Altes hat Casablanca nicht zu bieten. Ein schweres Erdbeben, das sogenannte „Erdbeben von Lissabon“, zerstörte 1755 die Stadt, die bis dahin schon eine wechselvolle Geschichte hatte. Der Name Casablanca stammt von den Spaniern, die sich hier im 19. Jahrhundert niederließen. Es heißt übersetzt „Weißes Haus“ und der Name ist auch heute noch Programm. Über drei Millionen Einwohner zählt die Stadt.

Hassan-II.-Moschee

Wir besichtigten hier nur die Hassan-II.-Moschee, die sich direkt am Ufer der Casablanca Bucht erhebt. Sie wurde erst 1993 fertiggestellt und ist die fünftgrößte Moschee der Welt. Das Minarett ist gewaltige 210m hoch und damit das höchste der Welt. Ein Teil des Gebetsraum-Daches lässt sich bei Bedarf öffnen, indem die beiden Dachhälften nach den Seiten verschoben werden können. Die reich verzierten gewaltigen Tore des Hauptbaus sowie der Bogengang vor dem Haupteingang lassen uns Menschen ziemlich klein aussehen.
Zu dem großzügigen Komplex gehören auch ein Museum und eine Bibliothek.

Strandpromenade Casablanca

Nach der Besichtigung legten wir eine Teepause an der Promenade ein. Während die meisten Reisegäste zu einem Tee einkehrten, spazierten wir ein Stück die Promenade entlang. An den Strand gelangt man nur durch eines der vielen Lokale, kein freier Durchgang. In der Mitte liegt eine Art öffentliche Badeanstalt mit mehreren Pools. Es ist nicht unsere Vorstellung einer Strandpromenade. Am rechten Rand der Bucht ist der Leuchtturm durch die gischterfüllte Luft auszumachen.
Übernachtet haben wir im Le Zenith Hotel & Spa Casablanca. Da der Tag lang und anstrengend war, verließen wir das Hotel nicht, um uns ein wenig in der Umgebung umzusehen. Wie es aussah, gibt es da auch nicht wirklich viel zu erleben.

Königspalast Rabat

Am nächsten Morgen ging es schon weiter, nach Rabat. Rabat ist die heutige Königsstadt und Hauptstadt Marokkos. Zuerst fuhren wir zum Königspalast, der Teil eines riesigen umzäunten Parkgeländes ist, zu dem auch diverse Ministerien gehören. Um Pfützen hüpfend und über einen Wasserfilm laufend erreichten wir vom etwas entfernten Parkplatz den Königspalast. Man darf nicht allzu nah heran. So schossen wir nur ein paar Bilder von Gebäude und von den Wachen. Drei verschiedene Einheiten schieben zusammen Wache vor den Toren: die Polizei, die Armee und die Palastwache. Am äußeren Zaun entlang steht alle um die 75m ein Posten. Das ist nicht nur hier so, sondern um jeden Königspalast in Marokko, und davon gibt es viele, ob der König oder seine Familie sich nun in einem der Paläste aufhält oder nicht. Geld hat der derzeitige König Mohammed VI. ja genug, um das alles zu unterhalten. Mohammed VI. gibt jedoch sein Geld nicht nur für sich aus, sondern investiert intensiv in sein Land und seine Menschen. Es existiert kaum ein Bereich, den er nicht fördert, angefangen von der Bildung über Sozialwohnungen bis hin zur Wasserwirtschaft. Früh erkannte er das Dilemma mit dem knapper werdenden Wasser. Inzwischen halten 132 Talsperren quer durch´s Land das Regen- und Schmelzwasser aus den Bergen zurück, und es werden immer noch mehr. Der König ist bei seinem Volk so beliebt, dass er als einziger Herrscher den arabischen Frühling ziemlich unbeschadet überstand. Das hatte uns damals schon stutzig gemacht, jetzt wissen wir, warum das so ist. Ich bin schon wieder abgeschweift.

Mausoleum Mohammend V.

Sehenswert ist auch das Mausoleum von Mohammed V., dem Großvater des heutigen Königs. Unter der Herrschaft Mohammed V. erreichte Marokko die Unabhängigkeit von Frankreich und Spanien. Er starb 1961 in Rabat und fand in dem von seinem Sohn Hassan II. in Auftrag gegebenen Mausoleum seine letzte Ruhe. Inzwischen sind auch Hassan II. und sein Bruder neben ihrem Vater bestattet. Das Mausoleum ist ein Prachtbau aus weißem Marmor, mit vier Toren auf vier Seiten, reich verziert. Vor jedem Tor steht eine Wache in traditioneller weißer Kleidung. Das Innere ist noch viel prächtiger gestaltet, mit Stuck an den Wänden, Zedernholzdecke mit kleinen Fenstern, durch die ein wenig Tageslicht fällt, messingbeschlagenen großen Türen, und noch mehr Marmor. Auf einer umlaufenden Galerie kann man das Innere des Mausoleums auf sich wirken lassen.

Hassanturm

Direkt vor der großen Freitreppe sollte Ende des 12. Jahrhunderts eine Große Moschee entstehen. Als der damalige Herrscher und Auftraggeber starb, wurden die Bauarbeiten eingestellt. Die Moschee wurde nie fertig. Der Hassanturm ist nur halb so hoch, wie er einst werden sollte. Mit der Zeit verfiel die Moschee. Nur ein paar Ruinen und rekonstruierte Säulenstümpfe zeugen noch von dem Vorhaben.

Kasbah des Oudaia

Unbedingt besuchen sollte man die Kasbah des Oudaia in Rabat. Hoch oben, direkt auf der Spitze zwischen Hafen und Flussmündung stehen die mächtigen Mauern einer verborgenen Altstadt. Die Kasbah wurde im 12. Jahrhundert als Wehrfestung angefangen, später um Wohnhäuser, Palast und andalusischen Garten erweitert. Heute ist sie ein Ensemble, in dem man sich der realen Welt entrückt fühlt. Eindrucksvoll sind die weißen Häuser mit ihren blauen Akzenten. Vor allem im Winter hat man gute Chancen, in Ruhe durch die engen Gassen zu schlendern. Manche Wege sind steil und mit Stufen durchsetzt. Liebevoll gestaltete Ecken laden zum Verweilen und Staunen ein.

Blick nach Salé

Am Flussufer kann man in Ruhe einen Kaffee oder Tee genießen und sich frisches Gebäck schmecken lassen. Von der Terrasse aus schweift der Blick an der Kasbahmauer entlang zum Hafen. Am gegenüberliegenden Flussufer liegt Salé, die zusammen mit Rabat eine Zwillingsstadt bildet. Die Kasbah des Oudaia hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Nun setzten wir die Rundfahrt nach Meknes fort. Die Aussprache Meknes geht auf die Franzosen zurück. Die Araber nennen die Stadt Maknas. Wie wir erfuhren, werden fast alle „e“ im arabischen als „a“ gesprochen, wie zum Beispiel al (el), Fas (Fes), Arfoud (Erfoud) usw. Ich bleibe jedoch beim „e“, da die Ortsnamen auf den Karten alle französisch geschrieben stehen. Man möge mir verzeihen, ich möchte keine Verwirrung stiften.

Bab el-Khemis

Während wir mit dem Regen in Marrakesch und Casablanca noch etwas Glück hatten, kam er während unserer Rabat-Meknes-Fes-Tour den ganzen Tag in Strippen herunter. Dazu war es unangenehm kalt und windig. Regen bedeutet in Marokko eine ziemliche Sauerei, da viele Straßen und Wege kaum richtig befestigt sind. In den Löchern sammelt sich das Wasser, so dass wir von oben und von unten nass wurden. Dazu kam, dass es weder im Reisebus noch in den Hotels, die wir besuchten, wirklich warm wurde. Die Straßenverkäufer stellten im Handumdrehen von Sonnenbrillen auf Regenschirme um, die meisten schön kariert. Das nur am Rande.
Das erste Ziel in Meknes war ein kurzer Fotostopp beim Bab el-Khemis. Das große Tor wurde im 17. Jahrhundert erbaut und führte in das Judenviertel.

Bassin Souani

Als nächstes hielten wir am Bassin Souani, einem riesigen Wasserbecken. Es sollte Teil der neuen Palaststadt sein, denn im 17. Jahrhundert verlegte der damalige Herrscher den Königssitz von Fes nach Meknes. Die Palaststadt wurde jedoch nie vollendet. Übrig blieben das Wasserbecken und die Ruinen von Vorratsbauten sowie der ehemaligen königlichen Pferdeställe.

Bab al Mansour

Im Zuge der Entstehung der neuen Palaststadt Meknes entstand das Bab al Mansour. Es ist das beeindruckendste Tor der Stadt und das schönste Tor Marokkos. Es sollte den Übergang zwischen der alten Medina und der neuen Palaststadt durch die Stadtmauer ermöglichen.

Fleischer im Souk

Gegenüber des Tores liegt der Place Lahdim, in dessen linker Flanke sich die Zugänge zum Souk befinden. Der Souk ist nicht groß, dafür sehr überraschend. Neben dem wirklich tollen Angebot konnten wir einen Fleischer beobachten, der sich gerade an Rinderköpfen zu schaffen machte. Ich möchte hier aber nicht weiter ins Detail gehen, um nicht zart besaiteten Lesern den Appetit zu verderben. Schafs- und Ziegenköpfe werden gleich im Ganzen angeboten. Hätte ich mir das Treiben des Fleischers noch länger angesehen, hätte wahrscheinlich auch mein Magen rebelliert.

Das letzte Ziel des Tages war Fes, wo wir im Hotel „Golden Tulip“ abgesetzt wurden. Da es noch immer regnete und wir vollkommen durchgeweicht und frierend dort ankamen, beließen wir es für diesen Abend beim Abendessen, ohne noch einmal vor die Türe zu gehen. Wir werden sicher morgen Abend noch einmal die Möglichkeit dafür haben, denn wir bleiben zwei Nächte in Fes.

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Marrakesch

Hotel Club Les Idrissidres

Zuerst fuhren wir, aus Agadir kommend, zum Hotel Club Les Idrissidres, in dem wir die erste Nacht verbrachten. Es liegt etwa eine Wegstunde von der Medina entfernt. Nach einem hervorragenden Abend- und Frühstücksbüffet begann die Rundfahrt mit ersten Besichtigungen in Marrakesch. Die Stadt ist eine der fünf Königsstädte. Im Laufe ihrer Geschichte hatte die Stadt mehrere Male die Funktion einer Königsstadt.

Marrakesch wird auch als Stadt aus 1001 Nacht bezeichnet, da in der riesigen Medina das Leben immer noch in altem Rhythmus abläuft. Außerdem sind noch viele Sehenswürdigkeiten aus alten Zeiten erhalten, die ihrer Entdeckung durch die Besucher harren. Den Namen „rote Stadt“ hat Marrakesch erhalten, weil die vorherrschende Farbe der Fassaden in der Farbe der sie umgebenden Erde erstrahlt. Das ist im gleißenden Licht der Sonne wesentlich angenehmer für die Augen als das sonst so beliebte Weiß.

Der „Menara-Garten“ aus dem 12. Jahrhundert ist eine 100ha große Anlage, die eigentlich eine Olivenbaumplantage ist. Zentraler Punkt des heutigen Stadtparks, südöstlich der Medina gelegen, ist ein großes Wasserbecken. Es wird über alte Wasserleitungen durch die Regen- und Schmelzwasser aus dem nahen Atlasgebirge befüllt und für die Bewässerung der Olivenbäume genutzt. Im Becken tummeln sich Karpfen, die auf kleine Leckerbissen von den Gartenbesuchern warten.

Parc Lalla Hasna und Koutoubia Moschee

Durch den Parc Lalla Hasna erreicht man die Koutoubia Moschee, die durch die gesamte Mittelallee des Parks zu sehen ist. Die Moschee stammt aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts und ist die größte Moschee Marrakeschs, sowie eine der ältesten Moscheen in Marokko. Wie alle Moscheen in Marokko ist auch sie nicht von innen zu besichtigen. Der Zutritt ist nur gläubigen Muslimen erlaubt. Neben dem schön gestalteten Minarett steht nur eine Hälfte des vielschiffigen Gebetsraumes. Die zweite Hälfte wird nur von den Außenmauern und zahlreichen Pfeilerstümpfen angedeutet. Läuft man in der Achse Parc Lalla Hasna – Koutoubia Moschee weiter gelangt man zum berühmten Gauklerplatz Jemaa el Fna, dessen Besuch am Ende der Rundfahrt auf dem Programm stand.

Bab Agnaou

Am Bab Agnaou legten wir einen weiteren kleinen Stopp ein. Dieses große und einst repräsentative Tor im maurischen Stil stand an der Grenze zwischen der Altstadt und dem ehemaligen Regierungsviertel von Marrakesch. Leider hat es etwas von seiner Schönheit eingebüßt, denn es nagt der Zahn der Zeit an ihm und die Störche haben es in Beschlag genommen.

Saadier-Gräber

Gleich in der Nähe des Bab Agnaou sind die Saadier-Gräber zu finden. Die Saadier oder Saaditen lösten die Mauren in ihrer Herrschaft über Marokko ab. Sie regierten im 16. und 17. Jahrhundert. Ihre bedeutendste Nekropole sind die Saadier-Gräber in Marrakesch. Die Anlage erinnert ein wenig an die Alhambra in Granada, die wir erst vor einem Jahr besichtigten, allerdings ist sie längst nicht so groß. Deshalb kam uns alles ein wenig bekannt vor. Vier Sultane und 62 Familienangehörige fanden auf dem Gelände ihre Ruhestätte. Je höher ihre gesellschaftliche Position war, um so prächtiger fielen ihre Gräber aus. Auffallend sind die vielen bunten, quadratischen Keramiksteine, mit denen alle Gräber belegt sind. Die Mausoleen weisen die typisch maurischen Stuckarbeiten an den Wänden und die wunderschön gestalteten Decken aus Zedernholz auf. Ein kleiner Garten sorgt für ein wenig Grün und bunte Blüten.
Nach zweihundert Jahren Herrschaft folgte eine neue Dynastie. Gleich der erste Sultan umschloss die Nekropole mit einer hohen Mauer, um die Saaditen aus dem Gedächtnis der Menschen zu verbannen. Erst 1917 fand man bei archäologischen Forschungen den engen Gang zu den Saadier-Gräbern wieder.

Nach der Besichtigung des Bahia-Palastes, den wir schon bei unserer ersten Reise nach Marrakesch gesehen haben, setzten wir die Rundfahrt zur zweiten Königsstadt, nach Casablanca fort.

Große Marokko-Rundreise

Vor fast genau sieben Jahren führte uns der Zufall nach Agadir und wir hatten eine schöne Zeit dort. Viele Wohnmobilisten verbringen inzwischen den Winter in Marokko und bei uns reifte der Entschluss, irgendwann noch einmal in dieses Land zu reisen. Mit dem Womo kamen wir noch nicht dorthin, deshalb buchten wir jetzt eine 14tägige Flugreise über sonnenklar.tv. Wir verreisten schon mehrmals über diesen Anbieter. Sie haben sehr gute Angebote und bisher waren wir immer sehr zufrieden. Da wir den Norden Marokkos noch nicht kannten, entschieden wir uns für die „5-Königsstädte-Rundreise“ plus eine Woche Strandurlaub.

Als wir in Marokko ankamen und es zur Verteilung der Rundfahrtgäste auf die Busse kam, erfuhren wir, dass wir für die „Große Marokko-Rundreise“ umgebucht worden waren. Noch konnten wir es nicht ganz glauben, aber es stimmte. Die Rundfahrt startete in Marrakesch. Wir hatten großes Glück mit dieser Rundreise. Wir bekamen nicht nur die Königsstädte Marokkos zu sehen, sondern lernten auch einige Gebiete südlich des Hohen Atlas kennen. Wir waren nicht böse darüber. Zudem waren wir eine kleine Gruppe von 21 Personen. Normalerweise ist der Bus voll. Dann sind es über vierzig Gäste. Vor allem in den Medinas zahlte sich die kleine Gruppe aus. Wir wollen uns gar nicht vorstellen, wie das ganze mit vierzig Mann abgelaufen wäre. Mit dem Reiseleiter und der Organisation hatten wir ebenfalls großes Glück. Sehr angenehm war es, dass wir zu nichts gedrängt wurden. Wir blieben frei in unseren Entscheidungen, was die Verkaufsveranstaltungen anging. Niemand nahm es übel, wenn wir nichts kauften. Da haben wir schon durchaus andere Erfahrungen gemacht. Es war also eine sehr schöne Rundreise, von den ersten drei Tagen Regen und Kälte abgesehen. Niemand der Einheimischen konnte sich daran erinnern, Schnee in der Sandwüste Marokkos gesehen zu haben. Einer der Reiseleiter zeigte uns ein Foto von einer seiner Touren: Schnee auf dem roten Sand der Wüste, halb Sand und halb Schnee. Wahnsinn.

Da der ganze Bericht viel zu lang für einen Beitrag ist, habe ich ihn in die einzelnen Etappen aufgegliedert:

Marrakesch

Casablanca – Rabat – Meknes – Fes

Fes

Fes – Ifrane – Midelt – Erfoud

Erfoud – Tineghir – Quarzazate

Quarzazate – Marrakesch

Marokko

Der Sommer in diesem Jahr 2010 dauerte ganze drei Wochen und fiel in den Juli. In diesen drei Wochen war es zugegeben noch richtig heiß. Gerade richtig für uns beide. Ausgerechnet in diesen drei Wochen fuhren wir gute eineinhalb Wochen in die Bretagne, wo wir eher mit Regen und Kühle zu kämpfen hatten, als das es Sommer war. So dauerte unser persönlicher Sommer nur eine gute Woche. Eine gute Woche Sommer im ganzen Jahr, dass war absolut zu wenig. Deshalb beschlossen wir, zu Weihnachten noch eine Woche in die Sonne zu verreisen. Wir buchten Last Minute und es wurde Marokko, viel Auswahl war ja nicht mehr. Bisher hat es uns noch nie nach Marokko gezogen, doch wenn es schon einmal so sein soll, lassen wir uns überraschen und wir haben es nicht bereut. Die Abreise im winterlichen Chaos war jedoch ziemlich abenteuerlich.

Hotel in Agadir

Hotel in Agadir

Dafür war die Landung im sonnigen Marokko für uns umso schöner, endlich eine Woche Frühling mitten im Winter genießen. Was uns zuerst auffiel war das fröhliche Vogelgezwitscher überall. Das herrliche und satte Grün ließ uns aufatmen.

Landschaft um Agadir

Landschaft um Agadir

Marokko ist im Norden fruchtbarer als im Süden. Im Norden gibt es viel Obst- und Gemüseanbau, die Gegend von Agadir ist bekannt für ihr Arganöl und je weiter man in den Süden kommt, umso mehr breitet sich die Wüste aus. Hier lebt dann auch der größte Teil der Nomaden, diejenigen Berber, die dem Wasser und dem Futter für die Tiere hinterher ziehen. Im Norden sind die Berber auf Grund der größeren Wassermengen weitgehend sesshaft geworden und betreiben eine einträgliche Landwirtschaft.

Marokko wird geprägt durch die 3 Teile des Atlasgebirges, die die westlichsten Ausläufer des riesigen Atlasgebirges sind, das sich von Marokko bis nach Tunesien erstreckt. Genauer gesagt sind es nur zwei Teile: der Hohe Atlas südlich von Marrakesch und der Antiatlas östlich von Agadir. Der kleine Gebirgszug ganz im Norden nennt sich Rif. Es gibt also allerhand zu entdecken in Marokko.

Weihnachtsdinner

Weihnachtsdinner

Das Gala-Dinner zu Heilig Abend war eine große Überraschung. Weihnachten in einem arabischen Land? Das Hotel hat sich alle Mühe gegeben, den Urlaubern fern der Heimat ein unvergessliches Weihnachtsfest zu bereiten. Alles war aufs Schönste geschmückt, die Tische liebevoll gedeckt, die Kellner waren mehr als aufmerksam und erst das Essen…, das Essen war wundervoll. Selten haben wir so toll gegessen. Es war ein Erlebnis für unsere Geschmacksnerven. Alles war wunderbar aufeinander abgestimmt und jeder Gang überraschte mit Neuem. Wir waren einfach nur begeistert. Als uns dann der Kellner auch noch einen marokkanischen Rotwein empfahl und wir diesen probierten, wussten wir nicht mehr was wir sagen sollten. Einfach nur phantastisch. Das war jedenfalls ein völlig unvermutetes Weihnachtsgeschenk. Niemand hätte das übertreffen können.  

Tagine ist das traditionelle Gericht in Marokko, das in den gleichnamigen Topf mit dem hohen kegelförmigen Deckel über Holzkohlenfeuer gegart wird. Hierin kann man Couscous, Fleisch, Gemüse, Fisch, eben alles lecker und saftig garen. Die marokkanischen Gewürze wie Ras-el-Hanout oder Kurkuma geben dem Gericht ein einmaliges Aroma.

Agadir

im Vogelpark Agadir

im Vogelpark Agadir

Agadir ist die Urlaubsstadt im Süden von Marokko. Den Vogelpark entdeckten wir zuerst. Der interessierte uns und wir spazierten durch den Park. Außer jeder Menge Vögel, von Singvögeln bis zu Kranichen, können die Besucher auch Bergziegen, Wallabys und andere Exoten bestaunen. Es ist eine sehr große Anlage, die zwar schön angelegt ist, doch machte uns der Zustand der meisten Tiere nachdenklich. Es scheint nicht genug Geld für die Pflege da zu sein. Dem Besucheransturm durch die Einheimischen tut das keinen Abbruch. Es ist praktisch ihr Erholungsgebiet. 

Im Berbermuseum der Stadt besichtigten wir denjenigen Teil, in dem man den Schmuck nur einer Berberfamilie bewundern kann. Der Schmuck einer Berberfamilie ist so umfangreich, dass er mehrere Räume benötigt. Der ganze Schmuck besteht aus schwerem Silber und ist sehr raumgreifend. Riesige Kopfbänder, an denen der Ohrschmuck befestigt ist, der nicht minder groß ist. Kein Ohr der Welt hält diese Gewichte aus. Deshalb ist der Ohrschmuck an Kopfbändern befestigt. Noch größer sind die Ketten, dazu Arm- und Fußreife. Alles mit üppigen Bernsteinen, Korallen oder Edelsteinen besetzt. Das kostet mehr als ein Vermögen. Doch uns wurde gesagt, dass die jungen Leute sich heute kaum noch diesen Schmuck anlegen, weil er einfach viel zu schwer ist. Vorwiegend trug man diesen Schmuck zu Hochzeiten oder sonstigen Feierlichkeiten.

Moschee

Moschee

Das nächste Ziel war die größte Moschee von Agadir, die Hassan II-Moschee, die zu den größten Moscheen der Welt zählt. Leider ist sie nur von außen zu besichtigen.

Kasbah von Agadir

Kasbah von Agadir

Jetzt fuhren wir zur Kasbah. Die ganze Altstadt von Agadir lag bis 1960 in und um die Kasbah auf dem Hügel. Es war ein mondäner Badeort, der in der Nacht vom 29. Februar zum 1. März durch ein verheerendes Erdbeben total dem Erdboden gleich gemacht wurde. Kein Stein blieb mehr auf dem anderen, fünfzehntausend Menschen verloren ihr Leben. Vereinzelt kann man um die Kasbah noch Ruinen und die zerstörte Zisterne erkennen. Das einzig „überlebende“ Gebäude, ein Marabou, steht oberhalb des Hafens.

Von der Kasbah hat man einen 360°-Blick über Agadir, die angrenzenden Berge und das Meer.

Marina von Agadir

Marina von Agadir

Nach diesem Besuch fuhren wir zur Marina, dem teuersten Stadtviertel. Die Marina von Agadir hat einen relativ kleinen Hafen und es liegen kaum Boote drin. Manche Geschäfte und die meisten Wohnungen stehen leer, bei 1500,- € Miete nicht verwunderlich. Trotzdem herrscht in der Marina eine gemütliche Atmosphäre.

Fischereihafen

Fischereihafen

Dann ging es weiter zum Fischereihafen und zur Werft, wo wir uns ein wenig umsehen durften. Schon immer ist der Hafen von Agadir ein Umschlagplatz für den Welthandel und wo ein Hafen ist, muss es auch Schiffbau und Reparaturmöglichkeiten geben.

fliegender Händler

fliegender Händler

Die letzte Station der Stadtrundfahrt war der Besuch des größten Souks von Agadir. Der Souk el Had soll an die zwanzig Eingänge in der Mauer haben, die ihn umgibt. Es ist unwahrscheinlich, dass man durch den selben Eingang heraus geht, durch den man herein gekommen ist. Das Wegegewirr innerhalb des Souks ist sehr verwirrend, vor allem, wenn man sich auf die unzähligen Shops mit ihren bunten oder duftenden Angeboten konzentriert. Obst, Gemüse, Klamotten, Haushaltswaren, Möbel, Gewürze, nichts was es nicht gibt. Sogar kleine Chamäleons wurden verkauft. Wir fragten, was man mit den armen Tieren macht und bekamen zur Antwort, das dies Haustiere für den Garten wären. Ebenso gab es sehr kleine Schildkrötchen zu kaufen. 

Avenue Hassan II

Avenue Hassan II

Die Prachtstraße von Agadir, die Avenue Hassan II, ließ etwas zu wünschen übrig. Naja, ein paar Boutiquen und teure Geschäfte gibt es schon, doch die Fußwege sind relativ schlecht und mindestens ein viertel der Läden und Wohnungen stehen leer. Wer kann sich das leisten? Irgendwann bogen wir dann links ab und spazierten durch die Nebenstraßen wieder zurück. Auf diesen Straßen spielt sich eher das Leben der Einheimischen ab, hier gibt es die kleinen Lädchen und Werkstätten und die kleinen Cafés. 

Marrakesch

Morgen in Marokko

Morgen in Marokko

Rechts und links der Straßen z.B. nach Marrakesch wachsen die Argan-Bäume, die es nur in Marokko und zwar im Umkreis von zirka sechzig Kilometern um Agadir herum gibt, sonst nirgendwo auf der Welt. Sie werden auch Ziegenbäume genannt, weil sich die Ziegen gern das leckere Fruchtfleisch der Nüsse holen, indem sie auf die Bäume klettern.

Die Kerne der Nüsse sind zu hart. Sie werden von den Frauen gesammelt, geröstet und gepresst. Das Öl, welches dann aus der Mühle fließt, ist reich an Vitamin D und E und an Omega 3 und 6 Fettsäuren. Aus sieben Kilogramm Nüssen gewinnt man einen Liter Öl. Das kann, je nach Weiterverarbeitung, in der Küche oder für medizinische Zwecke verwendet werden.

Berberdorf

Berberdorf

Vereinzelt liegen Berberdörfer in der Landschaft. Die Berber nennen sich in Marokko selbst „Imazighen“, was soviel heißt wie „Freie“. Wie gesagt, sie haben sich zum größten Teil ihre ursprüngliche Lebensweise bewahrt, egal wer da kam und das Land erobern wollte. Die anteilmäßig meisten Berber leben in Marokko, wo sie sechzig Prozent der Bevölkerung ausmachen. Sonst verteilen sie sich in ganz Nordafrika, Südspanien und den Kanaren.

marokkanische Wüste

marokkanische Wüste

Die Autobahn führt durch die roten und über und über mit Arganbäumen bestandenen Berge des Hohen Atlas, in dem man den höchsten Berg Nordafrikas, den 4167 m hohen Djebel Toubkal, findet. Der ist bis weit in den Sommer hinein noch schneebedeckt. Eine dreiviertel Stunde vor Marrakesch sind die Berge weg und das Land es eben und sehr trocken. Es gibt nur noch winzige Büsche, es sieht wüstenartig aus.

Kurz vor Marrakesch gibt es kleine Mandelbaumplantagen und es wird wieder grüner, Palmen wachsen, Merkmale einer Oase lassen sich erkennen.

Marrakesch

Marrakesch

Marrakesch ist die viert größte Stadt von Marokko mit heute 1,2 Millionen Einwohnern nach Casablanca, Rabat und Fés und war schon drei Mal im Laufe seiner Geschichte unter verschiedenen Sultanen Hauptstadt. Zuletzt war das im 16. Jahrhundert der Fall. Gegründet wurde Marrakesch im 11. Jahrhundert als Karavanentreffpunkt und Handelszentrum. Marrakesch ist neben Meknés, Fés und Rabat, der heutigen Hauptstadt von Marokko, eine der vier Königsstädte.

Palast „Bahia“

Palast „Bahia“

Der Palast „Bahia“ wurde erst im 19. Jahrhundert für die erste Frau des Sultans Bahia gebaut. Neben der ersten Frau durften die Sultane und alle die, die es sich leisten konnten, drei weitere Ehefrauen haben. Das war der Harem. Neben dem Harem hatten die Herrscher weitere Frauen, die Konkubinen. Der Palast hat unzählige Räume, die sich um mehrere kleine Innenhöfe gruppieren, in deren Mitte ein Brunnen steht und die reich bepflanzt sind. Die Räume sind prächtig mit Ornamenten verziert und haben noch prächtigere Decken aus geschnitztem Zedernholz. Die Fußböden sind mit Mosaiken ausgelegt, die Fenster- und Türrahmen sind ebenfalls prächtig geschmückt, alles sehr orientalisch, versteht sich.

Jemaa el Fna

Jemaa el Fna

Der Mittelpunkt von Marrakesch ist der Platz der Geköpften, marokkanisch: Jemaa el Fna. In früheren Zeiten diente dieser Platz als Hinrichtungsplatz. Sehr beliebt dabei war wohl das Köpfen. Die abgetrennten Köpfe steckte man auf Spieße und stellte sie zur Abschreckung auf dem Platz aus.

Heute hat der Platz einen besseren Namen, wenn auch inoffiziell: der Gauklerplatz. Den ganzen Tag trifft man auf Gaukler, Artisten, Spieler, Schlangenbeschwörer, Fetischverkäufer und andere Selbstdarsteller, die sich mit den Auftritten ihren Lebensunterhalt verdienen. Natürlich werden auch die Touristen geschröpft, doch die meisten Einnahmen stammen von den einheimischen Zuschauern, die sich über die Jahrhunderte hinweg immer noch locken lassen.

Abends auf dem Jemaa el Fna

Abends auf dem Jemaa el Fna

Wenn die Dämmerung hereinbricht ändert sich das Bild auf dem Jemaa el Fna. In ungeahnter Schnelligkeit werden die Garküchen auf dem Platz aufgebaut und schon gibt es die ersten Leckereien. Wenn es dunkel ist, steht der halbe Platz voller Garküchen mit allerlei leckeren Gerichten, und das auch schon seit ewigen Zeiten. Hier sollte man unbedingt einmal probieren.

Koutoubia-Moschee

Koutoubia-Moschee

Südwestlich des Jemaa el Fna steht die große Koutoubia-Moschee, die leider ebenfalls nur von außen zu besichtigen ist.

Assaka-Geländewagentour

Atlantikküste

Atlantikküste

Wir fuhren den ganzen Tag durch die verschiedenen Landschaften südlich von Agadir. Zuerst erreichten wir die Atlantikküste von Marokko. Diese ist hier weiter südlich sehr rauh und steil. Es wächst nicht viel auf dem harten Sandboden. In atemberaubendem Tempo preschten wir mit dem Geländewagen durch die Küstenlandschaft, bis wir an einer schönen Stelle Halt machten. Es gab keine Straße, nur leichte Fahrspuren, die hin und wieder nach links oder rechts Abzweigungen hatten. Wahrscheinlich liegen an deren Enden versteckt ein paar Häuser.

Vogelschutzgebiet an der Souss-Mündung

Vogelschutzgebiet an der Souss-Mündung

Dann ging unsere Fahrt durch eine karge und steinige Landschaft weiter nach Massa Souss zum Vogelschutzgebiet an der Souss-Mündung, einem Fluss, der durch Marokko fließt. Es ist eine sehr schöne und grüne Landschaft mit fruchtbaren Feldern und kleinen Siedlungen. Die Menschen hier bauen Mais und Bananen sowie Gemüse an. Sie haben auch ein wenig Vieh. Sie sind zum größten Teil Selbstversorger und unabhängig. In dem Vogelschutzgebiet hier soll es mehr als dreißig verschiedene exotische Vögel wie Flamingos geben, die man mit etwas Glück und so sie denn hier sind, beobachten kann.

kleines Museum

kleines Museum

Auf unserem Weg weiter zum Anti-Atlas legten wir eine Kaffeepause ein. Ein einsamer Hof steht an der Straße und bewirtet die Vorbeikommenden Reisenden. Hier tranken wir einen Tee.

Der Innenhof ist sehr schön, ein kleines Museum gibt es auch.

Hotel im Nirgendwo

Hotel im Nirgendwo

Nach dieser Pause fuhren wir weiter durch das Hinterland von Marokko Richtung Anti-Atlas bis wir zu einem mitten im Nirgendwo stehenden Hotel kamen, oberhalb eines Flusses. Unterhalb des Hotels, an dem Fluss, steht ein kleines Dorf mitten in Bananenstauden. Der Boden ist voller Geröll, auf dem nur Kakteen und Dornengestrüpp wachsen.

Das Hotel ist von außen sehr schön, wir konnten sogar in den Innenhof sehen. Begrenzt wird es rund herum von einer hohen Mauer aus Lehm. Das ganze Hotel ist aus Lehm gebaut.

Mini-Sahara

Mini-Sahara

Ein Stück weiter erreichten wir die Mini-Sahara. Dünen auf nicht einmal einem Quadratkilometer. Rundherum die beschriebene Landschaft, mitten drin die Dünen. Das ist schon merkwürdig. Wie sind die ausgerechnet hier her gekommen?

Wir erklommen die nur ein paar Meter hohen Dünen und fühlten uns fast wie in der Sahara. Der Sand ist genauso fein, hier und da steht ein Busch, überall finden sich Spuren von Käfern, Skorpionen und irgendwelchen vierfüßigen Tieren. Kleine, zarte Pflänzchen behaupten sich neben einem Busch, der ein paar Meter von sich auf dem Boden ein verzweigtes Netz von Stengeln ausbildet, an denen kugelförmige Früchte wachsen. Der Name dieser Pflanze ist jedoch unaussprechlich.

Talsperre

Talsperre

Als Nächstes fuhren wir zu einer der zur Zeit einhundertfünfzig in Marokko existierenden Talsperren in der Nähe. Dafür fuhren wir auf ein Plateau und jetzt lag die Landschaft, durch die wir den ganzen Tag gefahren waren, unter uns. Von hier aus sahen wir auch das Hotel, an dem wir gehalten haben, und das Tal, wieder. So ändern sich die Perspektiven. Die Talsperre liegt relativ hoch im Anti-Atlas.

Restaurant im Anti-Atlas

Restaurant im Anti-Atlas

Die Mittagszeit war längst vorbei und wir hatten alle Hunger. Endlich fuhren wir in ein Dorf in den Bergen, in dem es etwas abseits ein Restaurant gibt. Als Alleinfahrer kann man solche herrlichen Ecken nicht finden. Ein kleiner Garten schließt sich an und von hier oben hat man einen tollen Blick. Durch einen kleinen und einen etwas größeren Hof gelangten wir zu den Gasträumen. Wir wurden mit Wasser, Salat, Brot und einer Couscous-Tagine bewirtet. Zum Abschluss gab es eine große Obstschale mit kleinen Bananen und Orangen. Wie immer, hat alles superlecker geschmeckt und wir fühlten uns sehr wohl. Es war echt gemütlich.

Oase von Assaka

Oase von Assaka

Frisch gestärkt und mit neuen Kräften fuhren wir die Oase von Assaka an. Irgendwie hatte ich mir unter einer Oase etwas anderes vorgestellt. Unser Fahrer setzte uns in der Nähe eines Ortes in einem kleinen Tal ab, dass von einem kleinen Fluss durchzogen wird. Es ist grüner als anderswo, das ist richtig, aber eine Oase sieht für mich anders aus. Trotzdem ist es ein hübscher Flecken Erde und wir sahen uns ein wenig um.

Tiznit

Tiznit

Unser letztes Ziel für diesen Tagesausflug in das Hinterland, auf den Spuren der Nomaden, der Halbwüste und des Anti-Atlas, fuhren wir nach Tiznit, „der“ Stadt der Silberschmiede in Marokko. Überall in Marokko wird Silber verarbeitet, doch Tiznit ist die Silberhauptstadt. Tiznit ist von einer Stadtmauer umgeben und noch nicht sehr alt. Sie wurde erst 1882 als Karawanentreffpunkt gegründet.

Wir fuhren kreuz und quer durch die engen Gassen, bis wir Halt machten. Da wir keine Zeit hatten, uns die Stadt selbst anzusehen, besuchten wir nur eine der zahlreichen Silberschmieden. Diese liegt im Erdgeschoss eines Wohnhauses. Gleich hinter dem Eingang saßen drei Männer, die filigrane Silberdrähte zu wirklichen Kunstwerken verbanden. Ketten, Armbänder, Gürtel und vieles mehr entstehen unter ihren Händen. Es wird mit Edelsteinstaub gearbeitet oder ganzen Edelsteinen. In den anschließenden Ausstellungs- und Verkaufsräumen konnten wir die ganze Vielfalt des hier hergestellten Schmuckes bewundern.

Es gibt noch so viel zu sehen in Marokko, vor allem die anderen drei Königstädte, die wir nicht gesehen haben. Von Marrakesch haben wir auch nicht wirklich viel gesehen und um Agadir herum gibt es weitere Ziele wie die blau-weiße Stadt Essaouira an der Küste, das Städtchen Tafraout im Anti-Atlas, mit seinen rosafarbenen, von gigantischen Granitblöcken umgebenen Häusern, oder Taroudant, eine der ältesten Städte in Marokko. 

 

Auf einer zweiten Reise nach Marokko lernten wir auf der „Großen Marokko-Rundreise“ weitere Städte und Landschaften kennen. Auch mit dem Mietauto waren wir unterwegs. In den folgenden Berichten könnt Ihr unseren Spuren folgen:

Große Marokko-Rundfahrt

Essaouira

Immouzer


Marokko war auch schon Euer Reiseziel und Ihr möchtet gern Tipps, Empfehlungen oder Anregungen weitergeben, dann könnt Ihr dies gerne unten mit der Kommentarfunktion tun. Wir sind gespannt.

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