A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Suchergebnisse für: “Chicago

Route 66 Chicago-Lincoln – Illinois

Die legendäre Route 66, betitelt auch als „Mutterstraße“ der Straßen in den USA, „Traumstraße“, die 8 Bundesstaaten miteinander verbindet, oder auch als „Nostalgiestraße“, die das alte, aufstrebende Amerika wieder aufleben lässt. Wie auch immer, unser schon sehr lang gehegter Traum, einmal die Route 66 entlang zu fahren, ist nun in Erfüllung gegangen. An deren Anfang in Chicago haben wir ja schon gestanden. 1926 begann der Bau, an dem die 8 Bundesländer gleichzeitig beteiligt waren. In Abständen von mehreren Jahrzehnten wurde die Strecke mehrfach umgestaltet oder bekam eine neue Streckenführung. Dadurch kommt es oft vor, dass es mehrere „Route 66“ nebeneinander gibt. Dazu kommt die „Historic Route 66“, die Originalstraße, die noch an vielen Stellen neben der neuen Streckenführung liegt. Nur manchmal kann die Originalstraße, so sie noch erhalten ist, befahren werden.

In Joliet führt das Besucherzentrum für die Route 66, mit angeschlossenem Historischem Museum, die angehenden Entdecker dieser Straße in alles Wissenswerte ein, allerdings nur bis St. Louis, wo sie Illinois verlässt. Von Joliet aus starteten wir dann auch unsere Reise auf der Straße aller Straßen. Die Chicago Street und die Ottawa Street in Joliet sind Teile der Route 66, wo man alte, aufgemöbelte Tanksäulen und die braun-weißen Schilder mit der Aufschrift „ Historic Route 66“ findet.

In Dwight besuchten wir die „Amber-Becker Texaco Gas Station“, im Jahre 1932 gebaut. Diese Tankstelle gilt als die am längsten operierende Tankstelle entlang der Route 66.  66 Jahre, von 1933 – 1999. Nach allgemeinen Restaurationsarbeiten wurde sie 2007 als Besucherzentrum wiedereröffnet.

Pontiac glänzt mit seiner Downtown und seiner interessanten Hall of Fame und Museum. Vor dem Museum liegt ein Stück des Klinkerplasters, mit dem die Historic Route 66 streckenweise ausgestattet war, bevor es mit einer Betondecke überzogen wurde. Ein als Besucherzentrum umgestalteter alter Schulbus, total crazy, lässt die Besucher staunen. Rund um das Museum stehen noch die kleinen alten Häuser. Aber auch die großen Bauten, wie das Gerichtsgebäude aus dem Jahre 1875, beeindrucken.

In Towanda haben Studenten und Lehrer der dortigen High School auf einem 1,6 Meilen langen Originalstück der Route 66 eine „Geographische Reise“ durch die acht Route 66-Staaten aufgebaut. Jeder Bundesstaat hat eine eigene Tafel mit entsprechenden Informationen.

Atlanta ist ein kleiner Ort mit vielen Sehenswürdigkeiten, wie den Atlanta´s Bunyon Giant, den J.H. Howes Grain Elevator (Getreidespeicher mit Aufzug) & Museum und wieder historische Bauten wie den Glockenturm und die Bücherei von 1908. In der  Gunnar Mast Trading Post, einem kleinen Laden mit sehr interessanten alten Dingen zur Route 66, trafen wir Gene Martin, einen absoluten Liebhaber von Marianne Rosenberg. Er gab uns eine Ansichtskarte mit einer Botschaft für Marianne mit, die wir ihr übergeben sollten. Seine Vorfahren waren vor langer Zeit aus Deutschland über die Schweiz in die USA ausgewandert. 

Lincoln ist der einzige Ort, in dem Abraham Lincoln gelebt und gearbeitet hat, bevor er Präsident wurde. Am 27. August 1853 taufte Lincoln, der wohl in den USA einen sehr guten Ruf hat, beim Verkauf des ersten Stückes Land in der Nähe der heutigen Amtrak-Station, die Stadt mit dem Saft einer Wassermelone. Sehenswert ist der Logan-County Courthouse Square mit dem beeindruckenden Gerichtsgebäude in der Mitte. In mancher Straße stehen noch viele alte Gebäude.

Das Postville Courthouse, die Stadt Lincoln hieß vorher Postville, ist eine Reproduktion des ersten Logan-County Courthouse, das von 1840-1847 benutzt wurde. Abraham Lincoln diente dort als Anwalt.

 

Das Mühlen-Restaurant eröffnete 1929 unter dem Namen „Blue Mill“ und servierte gegrillte Sandwiches. 1945 wurde die Mühle verkauft, bekam eine Bar und eine Tanzhalle und wurde zudem Scheunen-Rot angemalt. Berühmt wurde sie dann durch die gebratenen Schnitzel. 1996 wurde sie geschlossen und seit 2007 restauriert.

Der weltgrößte Planwagen mit seinem Fahrer Abraham Lincoln ist im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen und von Reader´s Digest zur Nr. 1 der zahlreichen Roadside Attractions entlang der Route 66 gewählt. Der Planwagen wurde 2001 gebaut. Nach zweimaligem Umsetzen bekam er im Dezember 2009 seinen heutigen Standort. Er ist 12,2 m lang und 7,6 m hoch, wirklich gigantisch.

Alle wirklichen Fans der Route 66 lesen diesen Absatz bitte nicht. Südlich von Lincoln findet man die „Lincoln Ghost Bridge“, die einmal den Salt Creek überspannte. Schon der Weg dorthin, zwischen den Holy Cross und Old Union Friedhöfen hindurch, ist deprimierend. Während die Cobblestone Avenue noch das originale Klinkerpflaster zeigt, ist die alte Route 66 am Ende der Straße mit Beton überzogen und führt mitten in einen Urwald. Kein Mensch kümmert sich mehr um die alte Straße, der Wald nimmt sie langsam in Beschlag. Irgendwann erreicht man die Überreste der alten Brücke. Die Fahrbahn ist komplett verschwunden, wahrscheinlich abmontiert. Stattdessen wachsen Bäume zwischen den Pfeilern. Dem Salt Creek ist das wohl egal. Wir kamen uns wirklich wie in einem Urwald vor. Am Boden liegende Brotfrüchte und Johannisbrote zeigen an, dass wir uns jetzt doch schon einige Kilometer weit Richtung Süden bewegt haben.

Chicago – Illinois

An einem der Abende haben wir das Ziegenherz zubereitet, welches wir am St. Lorenz Strom gekauft hatten. An Hand eines Internetrezeptes haben wir daraus eine Suppe gekocht, in der neben dem Herz auch gelbe Bohnen, roter Paprika und Okraschoten waren. Das hat echt gut geschmeckt. Irgendwo müssen wir noch eine Ziegenfarm finden.
Während wir die letzten 3 Tage eingeregnet und mit kaltem Wind und einer Nacht mit Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt beglückt wurden, haben wir nun mit den sehr schönen „Leisure Lake Membership Resort“ Campingplatz südwestlich von Chicago eine anscheinend andere Welt erreicht. Hier zeigt sich der Himmel tagsüber fast ungestört blau und es sind über 20°C. Gestern haben wir uns noch den Allerwertesten abgefroren, heute reichen wieder kurze Klamotten. Der Herbst ist auch noch nicht so weit fortgeschritten.

Danke Chicago! Du hast uns gegeben, was wir bisher nicht erleben durften. Wir durften durch Deine Hochhausschluchten gehen und von einer Aussichtsplattform, die zudem noch einen Glasboden hat, über die Stadt schauen. Ich war schon lange von Chicago begeistert, wenn ich die Stadt im Fernsehen gesehen habe. Was Chicago ausmacht, sind die Kanäle und Brücken zwischen den Hochhäusern, die wirklich hoch sind, unvorstellbar hoch. Im Stadtzentrum gibt für eine Großstadt sehr wenige Autos, dafür fahren S-Bahnen und Taxen. Diese Tatsache hat uns den Stadtbummel sehr angenehm gemacht.

 

 

 

 

Das Aufregendste war das Skydeck im 103. Stock des Willis Towers, von wo aus man einen 360°-Blick auf Chicago und seine Umgebung hat. An der Nordseite des Towers sind 4 gläserne Erker, inklusive gläsernem Fußboden angebracht. Dort drinnen steht man 412 m über der Straße. Das ist so hoch, dass man kaum die Menschen erkennt, die Züge so klein wie Ameisenkolonnen sind. Selbst die Hochhäuser, die von unten riesig erscheinen, sind gegen den Willis Tower klein. Unglaublich. Nicht jeder hat den Mut, sich auf diese gläsernen Konstruktionen einzulassen. Der Aufzug, der die Besucher nach oben bringt, braucht kaum eine Minute. Die Fahrt ist kaum zu merken, nur dass man durch den Höhenunterschied mehrmals einen Druckausgleich durchführen muss. Man sollte den Aufzug von außen sehen können. Ich glaube, dann würden viele Leute nicht mitfahren.

 

 

 

 

 Chicago liegt direkt am Lake Michigan. Vor dem Stadtzentrum sind mehrere Parks angelegt. Im Millennium Park steht eine sogenannte „Wolke“ aus poliertem Edelstahl. Wie hat man die wohl hingekriegt? Die Rundungen sind perfekt und die Spiegelungen so zahlreich, dass man sich eine ganze Weile mit dem Kunstwerk beschäftigen kann.

Die Buckingham Fountain direkt am Monroe Harbour ist eine der größten Brunnen der Welt. Direkt nördlich davon beginnt die Route 66.

Westtour

Um einen ersten Eindruck von der Insel zu bekommen, buchten wir drei Ausflüge mit dem Bus: die Westtour, die Osttour und die Tour ins Nonnental. Wenn wir dann noch einmal einen Ort besuchen wollen, der uns gut gefallen hat, können wir mit einem der Linienbusse fahren.

Die Westtour führt zuerst nach Camara de Lobos. . Der kleine Fischerhafen liegt idyllisch zwischen Lavafelsen eingebettet. Die Häuschen gruppieren sich um die Küstenlinie herum, wie immer auf Madeira sich an die Berghänge schmiegend. Sehenswert ist die kleine Kapelle der Seeleute Nossa Senhora da Conceicao, direkt am Hafen. Gleich links daneben steht das Restaurant Pestana Churchill Bay. Vor dem Eingang hat man dem ehemaligen englischen Premierminister Winston Churchill ein Denkmal gesetzt. In Bronze gegossen sitzt er mit dem Pinsel in der Hand am Hafen von Camara de Lobos und malt, was er sieht. Das war im Januar 1950. Es ist kaum bekannt, dass Churchill auch eine künstlerische Ader hatte.

Dann weiter nach Capo Girao, der höchsten Steilküste Europas. Auf einer Höhe von 580m lädt eine gläserne Plattform die Besucher ein, an der Steilküste entlang in die Tiefe zu schauen. 589 Meter sind einiges höher als die gläsernen Erker im Skydeck im 103. Stock (412m) des Willis Towers in Chicago. Da dies jedoch ein Muss für die Bustouren auf Madeira ist, sollte man Cabo Girao als Individualreisender am Besten früh oder abends ansteuern. Dann kann man dieses Erlebnis in Ruhe geniesen.

In Ribeira Brava hielt der Bus als nächstes. Von dort aus geht es ins Landesinnere zum zentralsten Punkt der Insel Madeira, Encumeada. Es ist nur ein Aussichtspunkt mit Souvenirbude und einem kleinen Café, aber man kann in Richtung Süden bis zum Meer und in Richtung Norden bis zum Meer sehen. Madeira misst in der Nord-Südausdehnung nur ca. 22km. In der West-Ost-Richtung sind es immerhin ca. 57km. Der Gesamtumfang Madeiras beträgt ca. 150km. 150 Kilometer? Die Zahl kennen wir doch. Genauso lang ist die Ringstraße um den Fuß des Ätna, dem Vulkan auf Sizilien.

Nun geht die Tour wieder zum Meer. An den Nordhängen breiten sich die letzten Lorbeerwälder aus, die vor den Kolonisierung Madeiras noch die gesamte Insel bedeckten. Vom Meeresspiegel bis in 1000 Meter Höhe wachsen heute Eukalyptusbäume. Die hatte man gepflanzt, weil der Wald immer kleiner wurde und man Holz für die Zuckerrohrverarbeitung brauchte. Eukalyptus wächst sehr schnell, ca. 5m pro Jahr. Das war ideal.

An der Nordküste angekommen, besuchten wir Sao Vicente, wo die Bauern vor langer Zeit einen Tunnel in den Felsen gegraben haben, fuhren durch Seixal, um 2 Stunden Mittagspause in Porto Moniz zu machen. Seit einigen Jahren führt eine neue, gut ausgebaute Straße mit vielen Tunneln nach Porto Moniz. Die alte Straße an der Küste entlang ist gesperrt. Durch die häufigen Steinschläge, die Straße wurde in die Lavafelsen gehauen, war sie zu gefährlich geworden. Porto Moniz ist berühmt für seine natürlichen Lavabecken, die zum Schwimmen freigegeben sind. Das Wasser hat ca. 20 Grad Temperatur, wenn nicht ein Sturm für Wasseraustausch gesorgt hat. Ein kleines Aquarium zeigt die Unterwasserwelt vor Madeiras Küsten.

Nun führte die Westtour wieder über die Berge, das 1500m hohe Massiv Paul da Serra, zurück zur Südküste Madeiras. Eigentlich war noch ein Stopp auf den Bergen mit „wundervoller Aussicht“ geplant, aber die Wolken machten einen Strich durch die Rechnung. Es war nichts zu sehen. Hier oben grasen Kühe, die sich frei bewegen können. Sie halten sich auch oft auf der Straße auf, so dass man hier vorsichtig fahren muss. Die frühere Milchproduktion wurde eingestellt. Heute sind die Rinder nur noch Fleischlieferanten.

Calheta im Südwesten Madeiras war das letzte Ziel der Fahrt. Hier findet man den einzigen künstlichen gelben Sandstrand der Insel. Der gelbe Sand kam von der bewohnten Nachbarinsel Porto Santo. Ein alter Schornstein und ein paar Teile einer Dampfmaschine erinnern daran, dass hier einst eine Zuckerfabrik ihren Dienst tat. Sonst gibt es in Calheta nicht viel zu sehen, außer ein paar Hotels.

Reiseblogger und ihre Bilder – die Trends

Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Reiseblogs und landete dabei bei Corinna und ihrem Blog aussteigenbitte.  Ihr lustiger Beitrag „Reisebloggerbilder und ihre Trends“ animierte mich dazu, mir unser Bildarchiv vorzunehmen und meinen Senf dazuzugeben, trotzdem ihr  Beitrag schon eine Weile her ist. Ich habe zwar nicht die Angewohnheit, alle fünf Minuten meine Zahlen zu checken, obwohl es auch mir nicht egal ist, ob sich jemand für meinen Post oder Beitrag interessiert, es gibt jedoch so viele andere Dinge im Leben, die genausoviel Aufmerksamkeit verdienen. Aber, wie schreibt Corinna so treffend: „Wir alle schreiben den Blog, weil wir gelesen werden möchten. Dann macht es einfach mehr Spaß!“

Eigentlich finden wir es nicht wirklich interessant, Bilder von uns zu veröffentlichen, aber für diesen Artikel mache ich mal eine Ausnahme. Es besteht natürlich auch bei uns die Gefahr, wie ein Vollpfosten dazustehen. 🙂 Dieses Risiko gehe ich gerne ein. Ich versuche dabei, bei der Präsentation der Bilder auf Corinnas Kategorien zurückzugreifen, ergänze diese aber auch durch neue.

„Ich steh hier nur so rum“

Dieses Wandgemälde fanden wir in Bushmills, Irland

„Hier ist es so schön, ich könnte Luftsprünge machen und tue es auch“

Die Landschaft von White Sands, New Mexico, ist so überwältigend, dass man einfach Luftsrünge machen muss

Leider war der Selbstauslöser nicht so schnell, wie ich mit meinem Sprung, aber der Ansatz ist wohl erkennbar. Es ist wirklich grandios dort. Corinnas Bild ist da um einiges besser gelungen. 

„Ich schaue verträumt in die Ferne und wurde zufällig dabei fotografiert“

Im Hinterland von Cabopino, Spanien

Wir stehen dort an einem Golfplatz, der so groß ist, dass man ihn nur mit dem Fernglas erfassen kann. Auf dem Teich schwammen verschiedene Entenarten, denen ebenfalls meine Aufmerksamkeit galt.

 

„Selfie“

Zum Thema „Selfie“ kann ich leider im Moment nichts beisteuern. Das ist keine Lüge. Bisher haben wir immer nette Menschen gefunden, die uns vor einem tollen Motiv fotografiert haben. Wir finden es schon merkwürdig, dass die Leute ständig in der Gegend rumstehen und sich selbst fotografieren. Die vielen Selfie-Sticks sehen jedenfalls komisch aus. Vielleicht schaffe ich es irgendwann auch, ein Selfie zu produzieren, für diesen Beitrag.

 

„I’m to sexy for my shirt“

Colva, Indien

Zugegeben, das Bild passt nicht wirklich, denn mit einem Shirt am Strand zu sitzen wäre doof.

 

„Guck mal was ich leckeres zu Essen hier habe“

Meeresfrüchteplatte in Arcachon, Frankreich

Das war das leckerste Essen, welches wir je fotografiert haben. Es war jedoch gekauft. Ich habe aber auch das Bild eines selbstgekochten Essens. Es sind selbstgesammelte und zubereitete Napfschnecken, die wir an der Westküste Schottlands gefunden haben. Ich bin nicht wirklich ein Schneckenfan, aber die waren lecker. 

schottische Napfschnecken mit Stampfkartoffeln

„Guck mal wo ich stehe“

Bilder von Füßen haben wir auch, komischerweise alle von Klaus. Eines der Bilder zeigt, wie groß die Schulpe von Kalmaren werden können. Klaus hat große Füße.

Faro, Portugal

„Guck mal ich bin im Flugzeug“

Ägypten

Der Zufall wollte es, dass wir statt der gebuchten 2. Klasse dann doch 1. Klasse flogen. Leider dauerte dieser Flug von Luxor nach Kairo nur eine Stunde. Trotzdem, es war ein sehr angenehmer Flug.

 

„Guck mal ich mach Blasen“

Magsaysay-Island, Philippinen

Es sieht auf dem Bild nicht so aus, da es um mich ging, aber wir durften Tauchgründe erleben, die zu den schönsten der Welt zählen. Bis in Tiefen von über 40 Metern fühlt man sich rund um Magsasay-Island und Camiguin an der Nordküste Mindanaos wie im Aquarium.

 

„Spaziergang am Strand“

Wangerooge

Auf Wangerooge sehen die Strandspaziergänge oftmals etwas anders aus.

 

„Guck mal wie ich mich verrenken kann“

Kochi, Indien

Okay, der Versuch, am nächtlichen Strand sexy zu erscheinen, ging etwas daneben. So schönes Yoga wie Corinna kriege ich wohl auch kaum hin.

 

So, dass waren Corinnas Vorschläge. Ich habe aber noch ein paar weitere Bilder gefunden, für die ich neue Kategorien eröffnen muss:

„Guck mal wie ich der Gravitation ein Schnippchen schlage“

Confusion Hill, Kalifornien

Viel Spass und ganz neue Erfahrungen in Sachen Gravitation findet man bei „Confusion Hill“ in den Redwoodwäldern Nordkaliforniens. Stehe ich nun schief oder das Haus?

 

„Wie klein sind wir eigentlich“

Wir wissen, dass wir nur ein Staubkorn im Universum sind. Der ein oder andere Größenvergleich macht es immer wieder deutlich.

Die Redwoodbäume (Riesen-Mammutbäume) in Kalifornien sind wirklich gigantisch

 

Gulliver lässt grüßen. Gefunden auf Nova Scotia

„Guck mal ich kann schweben“

Skydeck, Chicago

400 Meter über dem Erdboden steht man in einem der gläsernen Erker des Skydecks, im 103. Stock des Willis Towers.

 

„Guck mal wen ich getroffen habe“

Kingston, Ontario

Eine Halloween-Bekanntschaft. Wirkt ziemlich echt, oder? Oder ist es gar ein Tramper, den keiner mitgenommen hat?

 

„Guck mal wie behütet ich bin“

Lafourche, Louisiana

Steht mir doch gut, finde ich. Überraschenderweise ist der Lotus auch in den Sümpfen Lousianas zu Hause.

 

„Guck mal wie ich spiele“

Wenhaston, England

Wusste gar nicht, dass das so viel Spass macht. Man muss trotzdem höllisch aufpassen.

 

„Guck mal ich bin im Spiegel“

Jaipur, Indien

 

„Guck mal wie ich träume“

Sonnenuntergang bei Tallinn

 

Da ist jetzt doch einiges an Bildern zusammengekommen. Es hat Spass gemacht, sie herauszusuchen und zusammenzustellen. Das war eine ganz neue Herausforderung. Vielen Dank Corinna für dieses Thema.

 

 

USA als Reiseland

Beitrag für das Bloggerprojekt „Stadt, Land, Fluss“ von Ferngeweht

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Die USA sind ein unglaubliches Reiseland, riesengroß und so abwechslungsreich, dass man wirklich sehr viel Zeit braucht, um wenigstens ein wenig davon kennenzulernen.

Manatee

Manatee

Am bekanntesten ist wohl der Sonnenstaat Florida. Bis auf ein paar wenige Tage im Jahr, an denen die Temperatur auch einmal unter Null fallen kann, ist es die meiste Zeit herrlich warm. Die unendlichen Sandstrände am Atlantik und am Golf von Mexico, sowie mondäne Badeorte, sind jedoch nicht alles, was Florida zu bieten hat. Die Everglades, die Key´s, der Weltraumbahnhof Cape Canaveral, unzählige glasklare Quellen, die Urwälder im Inneren des Landes und vor allem die Manatees machen den Sonnenstaat aus.

Die USA besitzen zwei Küsten. Die Ostküste ist ein einziger Sandstrand, der bis kurz vor Maine vom warmen Wasser des Golfstromes umspült wird. Dann übernimmt der kalte Labradorstrom die Regierung und das Baden macht keinen Spaß mehr. Dafür fühlen sich hier die Hummer wohl, die in der gut zweimonatigen Saison im Sommer überall für fast ein Taschengeld angeboten werden, lebend oder gekocht.

Highway No. 1

Highway No. 1

Die Westküste am kalten Nordpazifik ist meist rau und felsig. Dort fühlen sich Seelöwen, Robben und Seeelefanten wohl, Taschenkrebse sind hier die Delikatesse. Im Frühjahr und im Herbst ziehen Wale an der Küste entlang. Der Highway No. 1 führt immer an dieser Küste entlang und ermöglicht spektakuläre Aussichten.

Blue Ridge Mountains

Blue Ridge Mountains

Was haben die USA noch zu bieten? Gebirge, wie die hügeligen Appalachen im Osten, mit den berühmten Great Smoky Mountains und den Blue Ridge Mountains. Höher und kantiger sind die Rocky Mountains im Westen, die sich wie eine Barriere in Nord-Süd-Richtung durch das Land ziehen.

Riesenmammutbäume

Riesenmammutbäume

Im Kalifornischen Küstengebirge liegen die bekanntesten Nationalparks, in denen man die riesigen Mammutbäume findet. Es gibt sie in zwei Arten. Am Westhang der Sierra Nevada stehen die Gebirgs-Sequoias, die Riesenmammutbäume, die einen Stammdurchmesser von mehr als 6 Metern und eine Höhe von 95 Metern erreichen. Die Stämme des Küstenmammutbaumes, in den Küstenwäldern Nordwestkaliforniens beheimatet, sind nicht ganz so gewaltig, dafür erreichen diese Bäume eine Höhe von über 120 Metern. Es ist ein unglaubliches Gefühl, durch diese eiszeitlichen Redwoodwälder zu spazieren. Gegen diese Giganten sind unsere alten Eichen nur Streichhölzer.

Saguaros

Saguaros

Genauso faszinierend wie die Berge und Wälder sind die Wüsten der USA. Neben der Mojave-Wüste ist vor allem die südlich angrenzende Sonora-Wüste erlebenswert. Sie nimmt auf US-amerikanischem Boden Südostkalifornien sowie den Großteil Südarizonas ein. Die Sonora-Wüste ist eine relativ grüne Wüste und einer der artenreichsten Wüsten der Welt. Selbst ein wochenlanger Aufenthalt wird nicht langweilig, denn es ist eine lebhafte Wüste, in der sich immer wieder Überraschendes entdecken lässt. In einem kleinen Teil Südwestarizonas stehen die gewaltigen Saguarokakteen, die bis zu 20 Meter hoch werden können. Die Tierwelt ist für eine Wüste üppig: Gila-Spechte, Haubenwachteln, Raben, Taranteln, verschiedene Reptilen sind nur eine kleine Auswahl. In der Dämmerung hört man oft Kojoten, die ein unglaubliches Laute-Repertoire haben.

Great Plains

Great Plains

Die große Mitte des Landes, sich östlich der Rocky Mountains ausdehnend, nehmen die Great Plains, die großen Ebenen ein, zumeist staubtrocken, fast baumlos und platt wie ein Pfannkuchen. Dieses Gebiet wird als Weiden für die unzähligen Rinder genutzt, wenn auch unverständlich bleibt, von was sie sich ernähren. Hin und wieder durchschneiden vom Wasser geschaffene Täler die Einöde. Sie sind nicht sehr tief und bieten einen geschützten Lebensraum mit mehr Grün, mit Flüssen und Seen.

Sümpfe

Sümpfe

Eine Landschaft für sich ist an der Küste der Südstaaten, von Texas bis nach Louisiana zu finden. Sümpfe, Treibhausklima mit um die 40 °C bei um die 85 % Luftfeuchtigkeit, Mücken und Alligatoren machen das Leben dort nicht gerade leicht. Trotzdem sollte man diese Landschaft auf keinen Fall auslassen, ist man in den USA unterwegs. Während die Propellerbootfahrten in den Everglades ein Massenevent sind, hat man in den Südstaaten die Wildnis fast für sich allein.

Route 66

Route 66

Was gibt es noch? Wer an die USA denkt, denkt auch an die Route 66, die Mutterstraße, ein Mythos. Es war die erste Straße, die den Osten des Landes mit dem Westen verband. Sie beginnt in Chicago und reicht bis Los Angeles. Auf der Route 66 zogen in der Wirtschaftskrise viele Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus dem armen Osten oder aus der Staubschüssel Oklahoma in den verheißungsvollen Westen. Die originale Route 66 (historic Route 66) führte durch alle Dörfer und Städte, die auf ihrem Weg lagen. Bald baute man jedoch Umgehungsstraßen, die heutige Route 66, wobei der größte Teil der Straße durch eine gesichtslose Interstate ersetzt wurde.

Grand Canyon

Grand Canyon

Die Naturwunder: die bekanntesten sind die Niagara Fälle, der Grand Canyon und das Tal des Todes. Wenn man mit ihnen in Berührung kommt, fühlt man, wie winzig klein der Mensch ist. Es sind einfach nur grandiose Plätze, die man selbst gesehen haben muss. Es gibt keine Worte, um das zu beschreiben, was da vor einem liegt. Mindestens genauso sehenswert ist der Meteorkrater bei Winslow (Arizona). Er liegt mitten in einer einsamen Ebene, hat einen Durchmesser von 1,2 km und ist 180 m tief.

Chicago

Chicago

Die Städte der USA sind so verschieden, wie das Land selbst. New York, Washington, Miami lassen wir einmal außen vor. Los Angeles ist ein Moloch, Entschuldigung, aber außer Straßen, Autos, Häuser und Hollywood gibt es dort kaum etwas Sehenswertes. Städte, die uns begeistert haben, sind Chicago, Albuquerque und San Francisco. Da läuft das Leben sehr entspannt ab, sie haben Flair und man hat Muse, diese sehr unterschiedlichen Städte zu erkunden.

Die Menschen der USA haben uns genauso begeistert. Sie sind offen, freundlich, sehr hilfsbereit und haben immer ein Lächeln auf den Lippen. Wenn man durch dieses wunderbare, großzügige Land reist, fühlt man sich einfach nur aufgehoben und man ist fast traurig, es irgendwann wieder verlassen zu müssen. Leider können wir vom Nordwesten der USA noch nichts berichten, weil wir unsere Rundreise wegen der Einreisebestimmungen nach eineinhalb Jahren abbrechen mussten. Vielleicht dürfen wir irgendwann einmal diese Reise fortsetzen.

 

Tourkarte USA/Kanada

 

Tourkarte Nordamerika

Tourkarte Nordamerika

 

Unsere Rundreise durch die USA und Kanada begann in Tampa (Florida), hinüber zur Ostküste, weiter Richtung Norden. Bei Charleston bogen wir zu den Great Smoky Mountains ab. Nachdem wir dort ein schwerwiegendes Problem an unserem Auflieger feststellen mussten, blieb uns nichts weiter übrig, als nach Tampa zurückzufahren (gestrichelte Linie). Nach Reparatur des Schadens starteten wir erneut. Ab Charleston folgten wir immer weiter der Ostküste in Richtung Norden bis nach Nova Scotia (Kanada). Bevor uns der Herbst einholte, wendeten wir uns Richtung Westen und fuhren den St. Lorenz-Strom hinab. Über die Niagara-Fälle erreichten wir Chicago. Ab hier lag unser Schwerpunkt auf der Route 66, die uns bis zum Grand Canyon begleitete.

Den Winter verbrachten wir in Arizona. Die Kälte zwang uns, eine Zeit lang in Phoenix zu bleiben, bis wir für zwei Monate nach Deutschland zurückkehrten. Im März nahmen wir unsere Tour wieder auf und gelangten über den Hooverdamm und Las Vegas ins Tal des Todes. Von dort arbeiteten wir uns über die Sierra Nevada in den Norden Kaliforniens bis nach Oregon vor. Hier stoppte uns der Winter ein weiteres Mal und zwang uns zur Umkehr. Der einmalig schönen Westküste nach Süden folgend erreichten wir San Francisco und Los Angeles.

Über den Süden der USA nach Osten gerichtet durchquerten wir Arizona, Texas und die Südstaaten, bis wir den Kreis in Florida schlossen.

Ein Wort zum Wetter in den USA

Sonnenuntergang am Klamath RiverDer Klimawandel hat massive Auswirkungen auf das gesamte Land. Wetterbestimmend ist immer der sogenannte Jetstream, der quer, meist in einem nach Süden gerichteten Bogen, über dem Land liegt. Die Wetter- und Temperaturunterschiede sind manchmal gewaltig. Unser erstes Jahr in den USA, 2012, war das trockenste und heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Auswirkungen haben wir ja mitbekommen.
 Vor allem das Gebiet um die großen Seen hat sehr unter dem Klimawandel zu leiden. Seit November bis jetzt in den April hinein gab es fast doppelt so viel Schnee wie gewohnt, und diese Leute sind Schnee gewohnt. Jetzt regnet es seit geraumer Zeit in genauso ungewohntem Maße, dass große Fluten weite Landstriche unter Wasser gesetzt haben, einschließlich der Großstadt Chicago. Das Regengebiet nimmt den gesamten mittleren Westen ein und hat auch den Mississippi über die Ufer treten lassen. Unglaublich, diese Ausmaße.
Die Ostküste hatte im Sommer unter dem Sturm Sandy zu leiden, der große Verwüstungen gebracht hat. Dann kamen Regen und Schnee verbunden mit neuen Stürmen, die neue Verwüstungen brachten, fast ohne Unterlass.
 Noch immer halten, jetzt Ende April, diese Wetterkapriolen an, was mehr als ungewöhnlich ist.
Die Tornado Alley, das Gebiet, in dem immer wieder Tornados auftraten, nahm bis vor ein paar wenigen Jahren gerade einmal die Great Plains, die großen Ebenen östlich der Rocky Mountains ein. Jetzt hat sich dieses Gebiet südwestlich bis nach Florida ausgeweitet und ist mehr als 2,5mal so groß. Dafür hat sich die Zahl der Tornados etwas verringert, was aber nicht wirklich ein Trost für die Einwohner dort ist.
 Was erwartet uns in diesem Jahr?

Fairbank – Arizona

Geisterstadt FairbankBevor wir Tombstone besuchten, führte uns ein kleiner Abstecher zur Geisterstadt Fairbank. Dort trafen wir ein deutsches Paar, dass 13 Monate mit dem eigenen geländegängigen Wohnmobil unterwegs ist, das sie von Deutschland aus in die USA verschifft haben. Sie gaben uns wertvolle Tipps für unsere Zukunft, aber zurück zu Fairbank. Dies ist wirklich eine Geisterstadt, da wohnt niemand mehr. Es stehen zwar nur noch wenige Gebäude, aber Tafeln vermitteln einen Eindruck vom Leben Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Fairbank wurde 1881 von einem Getreidehändler aus Chicago am San Pedro River gegründet, als die Eisenbahn von Benson aus gebaut wurde. Es war einige Zeit die wichtigste Station für das schnell wachsende Tombstone. Es gab ein elegantes Hotel, eine Post, mehrere Geschäfte und eine Schule, die Einwohner waren rassenmäßig bunt gemischt. Zwei schwere Fluten 1890 und 1894 zerstörten große Teile der Stadt, ein Erdbeben 1887 richtete weitere Zerstörungen an, zu der auch der Schienenstrang gehörte. Sogar ein versuchter Überfall auf die Wells Fargo Postkutsche gehört in die Geschichte von Fairbank. Dann verfiel die Stadt langsam, die noch bis in die 1950er bewohnt war. In den 1970ern existierte nur noch ein Laden mit einer Tankstelle und Mitte der 1970er verließ der letzte Einwohner Fairbank.

Fairbanks FriedhofAuf einem Rundweg erreicht man den eine halbe Meile entfernt gelegenen Friedhof und die Ruinen der alten Mühle. Der Friedhof ist auf einem Hügel angelegt und wurde schon lange nicht mehr genutzt. Verfallene Gräber und die alten, von der Zeit mitgenommenen Holzkreuze geben ein trauriges Bild ab. Nur auf einem Grab hat vor nicht allzu langer Zeit jemand eine Stoffpuppe und eine vergoldete „Münze“ mit einem Schutzengel niedergelegt.  Nur 3 Gräber haben einen Namen. Archäologische Funde belegen, dass dieser Hügel schon seit Jahrhunderten von Menschen benutzt wird. In dem ganzen Gebiet am San Pedro River sind Funde aus 11000 Jahren Menschheitsgeschichte ausgegraben worden. 

Da wir uns schon eine ganze Weile in Grenznähe zu Mexiko befinden, mussten wir schon mehrfach im Lande befindliche Grenzkontrollen passieren. Außerdem sind uns einige festgebundene Zeppeline aufgefallen, die der Grenzüberwachung dienen.

Route 66 Amarillo-Glenrio – Texas

Westlich von Amarillo liegt die Cadillac-Ranch. 10 Cadillacs sind mit den Fronten voran zum Teil in einem Feld eingegraben und sollen die goldenen Jahre dieser Fahrzeuge sowie die Freiheit auf der Route 66 symbolisieren. Wir haben uns auf diesen Besuch gefreut und waren bitter enttäuscht. Von den Cadillacs sind nur noch Ruinen übrig, und die werden jeden Tag neu von Besuchern, die mit Farb-Sprühdosen in der Hand bewaffnet sind, „verschönert“. Mit dem eigenen Graffiti werden dann Fotos gemacht. Die Farbe ist teilweise zentimeterdick. Empfehlen können wir diese Route 66 Attraktion nicht mehr.

In Vega sind noch einige Dinge aus der Route 66 Zeit zu finden, wie die Magnolia Station, das Vega Motel und das Court House. Am Ende des Ortes und der originalen Route 66, versteckt gelegen, findet man das Dot´s Mini Museum. Es war leider bei unserer Ankunft geschlossen. Aber auch vor dem Museum sind viele nette Dinge zu besichtigen.
 Den Ort Landergin gibt es praktisch nicht mehr. Dort stehen nur noch die Überreste eines Restaurants und ein Getreidespeicher, kein Haus mehr, nichts.

Dafür ist Adrian einen Besuch wert, vor allem wegen des MidPoint Cafés, das sich direkt in der Mitte der Route 66 befindet. Von hier aus sind es 1139 Meilen nach Los Angeles und 1139 Meilen nach Chicago. Das Café wirbt mit den besten Hamburgern und den besten Kuchen der gesamten Route 66. Wir haben hier einmal ein echtes amerikanisches Sandwich bestellt, allerdings war es ein bisschen klein für den Preis, den wir bezahlt haben.

Die letzte Station auf der texanischen Route 66 ist die Geisterstadt Glenrio. Die meisten Gebäude sind verlassen und verfallen. Davor stehen die alten Autos und rosten vor sich hin, schade. Aber überall hängen Schilder daran, dass diese Dinge Eigentum von jemandem sind.
 Auf dem ganzen Weg durch Texas, und auch schon durch Oklahoma, hat es wohl im letzten und auch in diesem Jahr mehrere Flächenbrände gegeben. Kein Wunder, bei der Trockenheit und den sowieso schon trockenen Büschen.

Amarillo – Texas

Kurz vor Amarillo bogen wir noch nach Groom ab, um das zweithöchste Kreuz der westlichen Hemisphere zu besichtigen. Ein Mr. Steve Thomas wollte Gott für seine Segnungen ein Zeichen setzen. Mit Hilfe mehrerer Sponsoren setzte er ein über 60 Meter hohes Kreuz aus Stahl, der mit weißen Aluminiumplatten verkleidet ist, in die Landschaft. Es wurde am Ostersonntag 1995 fertiggestellt und soll Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Meilen die Stunde standhalten. Rund um den Fuß des Kreuzes sind in Skulpturen, die zwölf Abschnitte des Weges Jesus zur Kreuzigung und die Kreuzigung selbst dargestellt, sowie das Abendmahl.
 Östlich von Groom steht ein Wahrzeichen der Route 66, der Schiefe Wasserturm.

Amarillo. Amarillo war bisher für uns immer eine Art Legende. Im wahren Leben ist die Stadt unscheinbar. Nur eineinhalb Hochhäuser zieren das Zentrum, fast alle Straßen laufen im rechten Winkel und die Ränder der Stadt verlaufen sich in der weiten Ebene. Wir haben uns nur ein paar Dinge für die Besichtigung heraus gepickt. Das Route 66 Viertel in der 3. Straße ist nicht mehr wirklich attraktiv. Manche alten Gebäude, wie das Barneby´s Beanry stehen zwar noch, aber das Flair der Route 66, wie wir es bisher erlebten, ging hier verloren. In den meisten Shops sind Antiquitätenläden drin. Wie die alle überleben können, ist uns wirklich ein Rätsel.

Was uns weit mehr interessiert hat, ist das Jack Sisemore RV Museum, in dem alte Wohnmobile und Wohnanhänger zu sehen sind, die dieser Jack Sisemore zusammengesammelt und zum Teil von Grund auf restauriert hat. Da sind schon einige Raritäten dabei. Die Tankstelle, die er einmal betrieben hat und mehrere Motorräder sind ebenfalls ausgestellt. Das Highlight der Sammlung war für uns der rot-weiße 1948er Flxible (ist richtig geschrieben), der, etwas modifiziert, in dem Film mit Robin Williams „RV“ zum Einsatz kam. Diesen Film hatten wir uns vor Kurzem im Video angesehen, der ist wirklich gut. Diese 1948er Flxible Busse werden als wahre amerikanische Schätze bezeichnet.

Das „Muss“ in Amarillo ist jedoch die Big Texan Steak Ranch, die für ihre Steaks weltberühmt ist. Hier gibt es ein 72-Unzen-Steak (knapp 2 kg) für umsonst, allerdings nur dann, wenn man es samt Beilagen innerhalb 1 Stunde verdrückt. Ein paar Tausend Leute sollen das schon geschafft haben, noch viel mehr sind daran gescheitert. Wir haben uns mit dem kleinsten Steak samt Beilagen begnügt, das nur 8 Unzen (um die 250 g) wog, und waren mehr als satt und geschmeckt hat es hervorragend. Es werden aber auch Steaks bis zu 20 Unzen (um die 620 g) für den normalen Gast angeboten, die allesamt vor den Augen der Gäste in einer großen offenen Flamme gebraten werden. Eine eigene Brauerei gehört zum Restaurant, in der verschiedene und ausgefallen Biere gebraut werden. Das Ambiente innen ist westernmäßig ansprechend, außen dominieren kräftige Farben und Werbung. Zu dem Komplex gehören kunterbunte Mini-Motels und eine Pferdepension. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.

Das typische, anhaltende und laute Hupen der Amtrak Railroad begleitet uns nun schon seit Chicago. Die Bahn unterhält eine Handvoll Überlandstrecken quer durch die USA. Eine davon läuft parallel zur Route 66 von Chicago nach Los Angeles. Dieses Hupen, das jedesmal zu hören ist, wenn die Bahn durch eine Stadt kommt oder an Bahnübergängen, ist manchmal ganz schön nervig. Was machen bloß die Leute, die direkt an einem solchen Punkt wohnen? Ich werde diesen Ton jedenfalls noch eine ganze Weile im Kopf haben, wenn wir schon lange nicht mehr da sind.

Beitragsnavigation

%d Bloggern gefällt das: