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Reisen rund um die Welt

Suchergebnisse für: “Cliffs of Moher

Cliffs of Moher

Kinvarra

Kinvarra

Von Clifden bis zu den Cliffs of Moher fanden wir weder einen Stellplatz noch einen an der Strecke liegenden Campingplatz. Es wurde eine sehr lange und auf den teilweise sehr engen Straßen anstrengende Tour, die erst abends in Kinvarra endete. Der kleine Ort liegt südlich von Galway. Das Dunguaire Castle kann kostenfrei besucht werden. In seiner Nähe finden sich weitere Ruinen, zum Teil mit Grün überwuchert. Im kleinen Hafen liegen zwei Hooker, traditionelle Segelschiffe. Der Parkplatz des Castles diente uns als Stellplatz für die Nacht.

im Burren

im Burren

Schon bald hinter Kinvarra beginnt der Burren. Es ist ein steinreiches Gebiet, überall liegen Steine herum, Baumaterial für die allgegenwärtigen Mauern, die das Land durchziehen. Die Hügel sind kaum bewachsen, so dass sie wie große Steinhaufen aussehen.

Parkplatz Visitor Center

Parkplatz Visitor Center

In der Ferienzeit ist es schwer angeraten, früh auf den jeweiligen Parkplätzen der Besucherzentren zu sein. Sie werden rappelvoll, was bis zum Abend anhält. Noch vor 8 Uhr standen wir auf dem Parkplatz bei den Cliffs of Moher. Da muss man noch keinen Obolus bezahlen. Ab zirka 8 Uhr muss man dann 6,- Euro/Person bezahlen. In dem Preis sind alle Attraktionen der Cliffs enthalten, außer der O´Brien´s Tower (2,- Euro).

O´Brien´s Tower

O´Brien´s Tower

Bisher war der Giant´s Causeway das Highlight Irlands. Dieser wurde nun von den Cliffs of Moher getoppt. 8 Kilometer lang erstrecken sich die Klippen, die bis zu 214m steil aus dem Meer ragen. Das Besucherzentrum liegt unterirdisch in einem Hügel versteckt. Von dort aus führt ein sehr gut ausgebauter Weg nach Norden, zum O´Brien´s Tower. Er wurde 1835 als Aussichtsturm für die damals schon zahlreichen Besucher gebaut und kann auch heute noch erobert werden. Dahinter führt ein schmaler Wanderweg immer an den Klippen entlang weiter. Bei dem Wind, der hier ständig herrscht, es es schon manchmal knifflig, diesen Weg zu gehen.

Hag´s Head

Hag´s Head

Nach Süden führt ein ebenso schmaler Wanderweg zum Hag´s Head mit den Überresten eines Signalturms aus dem Napoleonischen Krieg. Das alte Fort Mothair, nach dem die Klippen benannt sind, wurde dafür abgerissen. Bei Windböen der Stärke 8 oder so ist es allerdings auch hier nicht ganz einfach, die 7 Kilometer für eine Strecke, meistens ganz nah am Abgrund, zu begehen.

Cliffs of Moher

Cliffs of Moher

Bis dahin wussten wir nicht, dass der Weg so weit ist, denn vom Besucherzentrum scheint das Hag´s Head keineswegs so weit entfernt. Erst am Nachmittag fahren Shuttlebusse zum Besucherzentrum zurück, für uns zu spät.
Jeder Kilometer ist lohnenswert, bei Sonnenschein noch viel mehr. Spektakuläre Aussichten warten an jeder Ecke.

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Trauminseln und Inselträume

Wieder einmal zu spät fand ich zufällig die Blogparade „Trauminseln und Inselträume“ von meiner Namensvetterin Angela, die den Blog „Unterwegs mit Kind“ mit Leben erfüllt. Solch ein schönes Thema wollte ich auch gerne aufnehmen. Danke Dir dafür.

Die Auswahl der Inseln, die wir bisher bereisten, wählten wir nach verschiedenen Gesichtspunkten aus. Auf manchen Reisen lernt man andere Inseln eher beiläufig kennen. Bisher können wir schon auf so manche Inselreise zurückblicken, aber es bleiben noch viele andere Perlen, die wir gerne besuchen würden. Ganz oben stehen die Seychellen, die Malediven, die thailändischen Inseln der Andamanensee und eigentlich noch vor diesen Island.

Deutschland

Neben den großen Inseln Rügen und Usedom, denen wir schon öfters einen Besuch abstatteten, beeindruckte uns die ostfriesische Insel Wangerooge sehr. Sie ist nicht groß, hat aber trotzdem manches zu bieten: Wattenmeer im Süden, Nordsee im Norden, Dünenlandschaften, viele verschiedene Vogelarten und den Ort Wangerooge. Daneben liegt die Geschichte des 2. Weltkrieges an vielen Orten offen. Das runde Restaurant „Der Pudding“ steht direkt auf einem Bunker. Autofrei ist die Insel außerdem, was sehr wohltuend ist.

Der Besuch Helgolands vor 27 Jahren war eher eine Herausforderung als ein Erlebnis. Als wir in Bremerhaven auf das Schiff stiegen wehte schon eine steife Brise. Diese steigerte sich während der Überfahrt auf Windstärke 12. Eigentlich hätte das Schiff nicht mehr hinausfahren dürfen, aber keiner hatte damit gerechnet, dass der Sturm so schnell vorwärts kam. So erwischte er uns mit voller Wucht. Dazu peitschte der Regen fast waagerecht. Auf der Reede vor Helgoland angekommen, mussten wir trotz der Wellen, die halb so hoch wie das Schiff waren, ausgebootet werden, vom Baby bis zum Gebrechlichen. Die Einrichtung des Schiffes war schon durchgewürfelt worden, die Kombüse gab es praktisch nicht mehr.
Auf der Insel hatten wir kaum ein Auge für die Naturschönheiten, denn wir mussten uns am Zaun des Rundweges entlanghangeln, um nicht weggeweht zu werden. Die allermeisten Fahrgäste verschanzten sich nur in den Restaurants. Bis auf die Haut pitschnass und durchgeweht ging es nach gut einer Stunde wieder per Schaluppe zum Schiff. Um ins Schiff zu gelangen, wurde jeder Einzelne rechts und links von zwei Mann der Besatzung unter die Arme gegriffen, der Moment abgewartet, in dem das Boot auf gleicher Höhe mit der Luke des Schiffes war, dann warf man praktisch die Menschen ins Schiff, wo weitere zwei Mann die Leute auffingen. Genauso lief das schon beim Ausbooten ab. Es war der helle Wahnsinn. Auch so etwas muss man mal mitgemacht haben, denn wir heißt es so schön: Wer eine Reise tut,…

Kroatien

Mehrere Male verbrachten wir Zeit auf der Insel Dugi Otok vor Zadar. Die dalmatinische Insel ist bergig, liegt traumhaft im blauen, klaren Wasser der Kornaten. Vor allem waren wir zum Tauchen auf der Insel, denn die Sichtweiten sind großartig. Wandern kann man auf Dugi Otok, der „langen Insel“ auch. Vielerorts bieten sich wunderschöne Aussichten über die Küsten und die benachbarten Inseln.

Griechenland

Im Rahmen unserer Rundfahrt durch Griechenland führte die Tour auch über die Ionischen Inseln, von Korfu bis nach Zakynthos. Jede der Inseln ist einzigartig. Uns hat vor allem das abwechslungsreiche Kefalonia gefallen, und hier ganz besonders Myrtos Beach. Das hellblaue Wasser in der Bucht zwischen den Felsen scheint sehr unwirklich. Bei unserem Besuch herrschte starker Wellengang, trotzdem wagten wir uns in die unnatürlich blau-weiße Brandung, welche vom Strand aus noch unglaublicher ist.

Irland

Irland wird nicht wirklich als Insel wahrgenommen, wenn man auf ihr fährt. Sie ist sehr groß und hält jede Menge natürliche Überraschungen bereit. Da wären der Giants Causeway, die Cliffs of Moher oder die Landschaften des Ring of Kerry. Am einsamsten und beeindruckendsten ist jedoch die Gegend Connemara. Der Nationalpark Connemara mit seinen sieben Bergkuppen ist das grüne Herzstück.

Lanzarote

Das ganze Gegenteil zu Irland ist die Vulkaninsel Lanzarote. Es gibt nur wenig Vegetation, von Norden nach Süden abnehmend. Einer Mondlandschaft gleich ist der Nationalpark Timanfaya, in der der Vulkanismus noch erlebbar ist. Überall auf der Insel findet man Lavaströme und Lavatunnel. Zumeist sind die schönsten Orte von Cesar Manrique als attraktive touristische Ziele gestaltet worden. Er hatte ein unglaubliches Händchen, um eine einzigartige Symbiose von Natur und Kunst zu erreichen.

Tobago

Auf der Suche nach einem bezahlbaren und authentisch karibischen Tauchziel kamen wir nach Tobago. Die Insel ist sehr überschaubar und besteht eigentlich aus zwei Teilen, die sich eine Insel teilen. Der Norden ist felsig und mit Regenwald bedeckt, der Süden dagegen sanft, sandig und trocken. Dementsprechend verhält es sich mit den Küsten: im Westen die feine Karibik, im Osten der raue Atlantik. Der schönste Strand der Insel und dazu kaum besucht ist Buccoo Bay.

Key West

Die Inselkette in Floridas Süden ist etwas ganz besonderes. Viel Sonne, warmes Wasser und immer warmes Wetter. Der Lebensrhythmus ist hier sehr entspannt. Nie wieder weg will man von Key West, der südlichsten Insel der Florida Keys, wenn man einmal dort war. Die Insel ist klein, gemütlich und irgendwie der Welt entrückt. Hübsche bunte Häuser, gepflegte Straßen, eine üppige Vegetation und ein herrlicher Strand lassen die übrige Welt vergessen.

Philippinen

Vor der nördlichen Küste von Mindanao gelegen ragt die Vulkaninsel Camiguin aus dem Wasser. Sie ist fast rund, die Küsten sind flach und haben schwarze Strände. Im Inselinneren sorgen mehrere Vulkane für eine bergige Landschaft, die dazu mit heißen und kalten Quellen durchsetzt ist. Einer der Vulkane, der Hibok-Hibok, ist immer noch aktiv.

Gleich in der Nähe von Camiguin, mit einer kurzen Bootsfahrt zu erreichen, liegt die Koralleninsel Mantique (sprich: Mantiki) im glasklaren Wasser. Auf ihr verbrachten wir zweimal mehrere Tage, um zu tauchen. Rund um Mantique kommt man sich unter Wasser wie im Aquarium vor. Es war bisher unser allerbester Tauchspot.
Die Insel selbst ist in einer viertel Stunde umrundet. Außen herum ein gleißend weißer Strand aus Korallenbruch, innen undurchdringlicher grüner Urwald. Auf einer Lichtung leben ein paar Einheimische, ohne Strom, ohne fließend Wasser, ohne Laden, ohne alles. Das Toilettenhäuschen steht mitten im Dorf, zwar mit moderner Kloschüssel, aber das Wasser muss mit dem Eimer aus dem Meer geholt werden. Die Selbstreinigung des Meeres funktioniert hier noch. Genau so lebten wir in der Zeit, die wir auf Mantique verbrachten auch. Geschlafen haben wir in einer luftdurchlässigen Holzhütte auf Matratzen auf dem Boden. Waschen und Zähneputzen erfolgt mit Meerwasser, gekocht wird auf mobilen Gaskochern. Es ist unglaublich, mit wie wenig der Mensch auskommt und glücklich dabei sein kann. Es war unser bisher allerbester Inselbesuch und ich glaube nicht, dass man das noch toppen kann. Mantique ist unsere Trauminsel.

Sagres

Steilküste bei Sagres

Eine andere, karge Landschaft bietet sich dem Besucher zwischen dem Ponta de Sagres und dem Cabo de São Vicente. Das Klima ist hier so rau, dass die Gegend baum- und strauchlos ist. Es bestehen nur kleine und geduckte Pflanzen auf dem steinigen Boden. Die Steilküste in diesem Gebiet ist grandios und erinnert uns an die Cliffs of Moher, nur dass die Felsen hier nicht so hoch sind. Zwischen dem Meeresspiegel und der oberen Felskante liegen zwischen 60 und 100 Meter. Die verschiedenen Formationen und Farben des Löß- und Kalksteins, eingebettet zwischen dem Blau des Himmels und des Meeres, lassen immer wieder staunen. Kleine ruhige Strände laden zum Baden ein, zumindest im Sommer. Manche davon sind nur mit einem Boot zu erreichen. Das Wasser des Atlantiks ist ziemlich kalt.

nautischer Kompass (?) im Fort Sagres

Am Ponta de Sagres steht eine Festung, die der Portugiese Heinrich der Seefahrer, bauen ließ. Er erneuerte und erweiterte das bestehende Fort aus dem Jahre 1573, nachdem es 1587 von dem englischen Freibeuter Francis Drake angegriffen worden war. Heinrich der Seefahrer, vom Stande eines Prinzen, fuhr selbst nie zur See, aber er hatte sich die Entdeckung eines Seeweges nach Indien und zu den Gewürzinseln auf dem Ostweg auf die Fahne geschrieben. Er wollte damit Portugal zu einer Handelsmacht aufsteigen lassen. Ganz schaffte er dies nicht, aber mit Hilfe seines Vermögens initiierte und bezahlte er viele Entdeckungsfahrten, die zu den Azoren und an der Westküste Afrikas entlang führten. Erst knapp 40 Jahre nach dem Tod Heinrichs schaffte es Vasco da Gama bis nach Indien und erfüllte somit das Vermächtnis von Heinrich.
Auf dem Gelände des Forts von Sagres ist eine Art nautischer Kompass zu sehen. Er misst 50 Meter im Durchmesser. Es ist jedoch nicht geklärt, was diese kreisrunde, in Segmente geteilte Einrichtung wirklich sein soll und wer sie geschaffen hat. Das sich im Fort eine von Heinrich dem Seefahrer gegründete Seefahrerschule befunden haben soll, ist Legende. Trotzdem starteten von Sagres aus die meisten portugiesischen Seefahrten.
Gegen ein geringes Eintrittsgeld kann man sich das rekonstruierte Fort mit einer kleinen Kirche ansehen. Ein schweres Erdbeben 1755 zerstörte die meisten ursprünglichen Gebäude.

Löcher im Felsplateau

In dem Eintrittsgeld ist nicht nur das Fort enthalten, sondern das ganze Kap, über das ein Rundweg an den Klippen entlang führt. Das Kap gehört zum Naturpark Alentejo und Costa Vicentina. Informationstafeln klären über die Felsen, Pflanzen und Vögel auf, die hier entdeckt werden können. Löcher im Kap, welche von der Oberfläche bis zur Wasserlinie reichen, in denen man das Tosen des Meeres hört, erinnerten uns an die kleine Stadt Mendocino an der Küste Kaliforniens.
Unbedingt besuchen sollte man die „Kammer des Klanges“, an der die meisten Besucher vorbeilaufen. Hohe kreisrunde Wände, die labyrinthähnlich ins Innere führen, bringen den Besucher zu einem kleinen, sehr tiefen Loch im Felsen. Die Wellen drücken die Luft über eine Grotte am Boden durch einen sehr schmalen Schacht an die Oberfläche. Das Geräusch, welches dabei entsteht, ist direkt beängstigend, zumal man in dem kleinen runden Raum fast eingeschlossen ist. Unglaubliche Kräfte sind da am Werk, dabei hatten wir nur etwa Windstärke 4.

Cabo de São Vicente

Eher unspektakulär ist dagegen das Cabo de São Vicente, der südwestlichste Punkt Kontinentaleuropas. Eine Stichstraße führt zum Leuchtturm, wo Europa zu Ende ist. Der Eintritt ist frei. Der Leuchtturm ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, aber es gibt ein kleines Museum, einen Souvenirladen und einen kleinen Shop mit regionalen Produkten.
Vom Leuchtturm aus nach Norden kann man noch einmal auf ein wunderschönes Stück Küste blicken. Die Natur hat sich auch hier alle Mühe gegeben, ein kunstvolles Objekt zu gestalten.
Irgendwo hatten wir erfahren, dass es vor dem Leuchtturm die „Letzte Bratwurst vor Amerika“ geben soll. Leider kamen wir nicht in diesen Genuss, denn es wurde nirgendwo Bratwurst verkauft.

Fischerhafen Sagres

Die Stadt Sagres ist sehr locker angelegt, wie viele portugiesische Städte, die wir bis jetzt besuchten. In dem gemütlichen Fischerhafen fahren und kommen nicht nur Fischerboote, sondern er ist auch Ausgangspunkt für Ausflugsfahrten auf das Meer, um die Küste zu sehen oder Delfine und andere Meeresbewohner zu beobachten. Zwei Tauchbasen bieten ihre Dienste an. Ein Trockentauchanzug ist allerdings Voraussetzung.

Der Wohnmobilstellplatz befindet sich direkt am Fort Sagres.

Fazit Britische Inseln

Stellplatz am Meer

Stellplatz am Meer

Von Anfang Juni bis Mitte September erfüllten wir unseren großen Wunsch, einmal die Britischen Inseln im Rahmen einer Rundfahrt kennenzulernen. Mit dem knapp zehn Meter langen Motorhome ist das nicht ganz einfach, aber wenn man die Plätze vorher kontaktieren kann, um herauszufinden, ob sie und vor allem die Zufahrten dorthin groß genug sind, geht das schon. Oft genug erlebten wir jedoch, dass wir uns mit einem 10m-Wohnmobil angemeldet haben, und dann die Eigentümer die Hände über dem Kopf zusammenschlugen, weil sie sich das Wohnmobil doch nicht so groß vorgestellt haben. Daher wurde es dann doch oft genug sehr eng und es blieben nur Millimeter zwischen Wand und Wohnmobil.
Wir wurden Mitglied im „The Caravan Club“. Für knapp 50,- Pfund Jahresbeitrag bekommt man ein Guidebook, mit dem man über 200 Caravan Club-Plätze und 2500 Plätze bei Privatleuten in Großbritannien und Nordirland findet. Viele der Privatplätze kosten zwischen 5,- und 15,- Pfund, das macht sich in der Reisekasse schon vorteilhaft bemerkbar. Vor allem in England ist es kaum möglich, einen Parkplatz zu finden, der sich für eine Übernachtung eignet oder dafür freigegeben ist. In Schottland und Irland ist das schon eher möglich. Südengland eignet sich zudem im Sommerhalbjahr kaum für Individualtouristen, denn es einfach überall nur voll. Der Caravan Club bietet noch mehr Vorteile: z.B. ausgewählte Plätze bieten hohe Rabatte an (monatliches Update), es gibt Preisvorteile bei verschiedenen Freizeitparks oder Sehenswürdigkeiten und man besucht die RSPB-Naturparks kostenlos.
Weitere Stellplätze, meist kostenlos, sind über den niederländischen Anbieter „campercontact“ zu finden. Dort werden Plätze in ganz Europa aufgelistet und sind auch ausführlich beschrieben. Eine bequeme Suche ist über die bereitgestellte Karte möglich, die Route dorthin kann man sich auch gleich anzeigen lassen oder man gibt die Adresse bei Google Maps ein. Very easy.

typisch englische Straße

typisch englische Straße

Zum Fahren besorgt man sich am besten einen Autoatlas in A3-Format. Dort sind alle Straßen verzeichnet. Verschiedene Farben geben Aufschluss darüber, welche Straßen wie breit sind. Darauf verlassen sollte man sich jedoch nicht immer, denn in bestimmten Regionen wie Berglandschaften oder alte, gewachsene Dorflandschaften geht es meist ziemlich eng zu. Singleways sollten komplett mit dem Wohnmobil gemieden werden, da passen meistens kaum zwei PKW aneinander vorbei, an den Ausweichstellen.
Vor allem in England fährt man wie mit Scheuklappen, denn fast überall sind die Straßen bis zur Fahrbahn mit hohen Hecken bewachsen und man sieht nichts von der Landschaft. Das ist nicht nur schade, sondern auch oft ein Problem, wenn die einheimischen LKWs im Gegenverkehr angeschmettert kommen. Da geht oftmals ein Spiegel flöten.

Links fahren ist auf den britischen Inseln angesagt, dass weiß jeder. Das jedoch auch gegen die Fahrbahn geparkt werden darf, dass war uns neu und hat uns manchen Schreck versetzt. Es schient, als würde ein Auto auf unserer Fahrspur entgegen kommen. Irgendwann wurde auch das zur Gewohnheit und wir nutzten die Gelegenheit selbst das ein oder andere Mal. Das ist manchmal bequemer.
Die Straßenbeschilderung lässt nicht selten echt zu wünschen übrig. In den allermeisten Fällen, wenn vorhanden, sind die Schilder fast komplett zugewachsen und man erkennt erst beim Vorbeifahren, was draufsteht.

Stonehenge

Stonehenge

Wer länger auf den britischen Inseln unterwegs ist, für den sei der English Heritage Club oder der National Trust Club empfohlen. Wir meldeten uns gleich in der ersten Sehenswürdigkeit beim English Heritage Club an und hatten diesen Eintritt frei. Dazu kommen vierhundert weitere Sehenswürdigkeiten in England, für die dann kein Eintritt verlangt wird. Der Jahresbeitrag kostet um die 70,- Pfund. Den Einsatz hat man nach ein paar Besuchen wieder heraus. Die Eintrittspreise sind bekanntlich sehr gepfeffert. Stonehenge ist inkludiert, dessen Eintritt allein schon gut 36,- Pfund für zwei Erwachsene kostet.

Die Preise sind zumeist der Gestalt, dass die Waren das gleiche in Pfund kosten, was sie in Deutschland in Euro kosten. Das heißt, diese Waren sind ein viertel teurer als in Deutschland. Was unvergleichlich teurer ist, sind Wurst, Käse und vor allem Alkohol. Wer Lammfleisch mag, der sollte auf den britischen Inseln zuschlagen. Das dortige Lammfleisch ist preiswert und sehr lecker, wobei es geschmackliche und farbliche Unterschiede zu Irland gibt. Das irische Lammfleisch fanden wir noch einen Ticken feiner.

Einkaufen kann man sehr günstig bei Aldi und Lidl. Während in den meisten Ländern die beiden Ketten teurer sind, weil sie „Importware“ anbieten, ist es auf den britischen Inseln umgekehrt. Hier findet man auch deutsche Produkte. Aldi und Lidl sind fast überall vertreten. Günstig einkaufen geht auch bei Sainsbury und Iceland. Als die teuerste Kette hat sich für uns co-op herausgestellt.

Wichtiges Thema ist das Internet. In den USA arbeiteten wir schon mit einem eigenen WIFI (WLAN)-Hotspot. Da dies sehr bequem ist, forschten wir in Deutschland nach solch einem Gerät. Die unabhängigste Lösung ist das Gerät von Glocalme. Dieses arbeitet mit einem internen Empfangsteil. Dadurch ist man überall auf der Welt unabhängig von irgendwelchen SIM-Karten. Das kostet allerdings zumeist auch mehr als lokale SIM-Karten. Wenn man also eine lokale Daten-SIM-Karte bekommen kann, sollte man sich eine besorgen. Leider existiert auf den britischen Inseln kaum ein öffentliches Netz, so dass man oft genug ohne Internet dasteht. Abhilfe schaffen dann Touristinfos, Campingplätze, oder auch Sainsbury bietet kostenloses WLAN an. Das Glocalme-Gerät ist jedoch nur über amazon.com oder einem chinesischen Anbieter zu bekommen. Das andere Problem ist, dass das Gerät ein elektronisches ist und somit nicht aus den USA nach Deutschland versendet wird. Man sollte also jemanden haben, der vielleicht einmal aus den USA nach Deutschland kommt. Im Gepäck eines Reisenden ist es kein Problem.

Cliffs of Moher

Cliffs of Moher

Alles in allem sind wir froh, dieses Land bereist zu haben. Das Wetter ist zwar nicht wirklich ein Reisewetter, es regnet ziemlich oft. Dabei hatten wir noch Glück, denn wenn wir etwas sehr Sehenswertes besucht haben, schien auch die Sonne und es war halbwegs warm. Die Temperaturen lagen fast immer zwischen 17- 20 Grad, es war also nicht wirklich kalt, auch nachts nicht.
Gefallen haben uns die kleinen Häuschen mit ihren Erkern, kleinen Haustüren und großen Schornsteinen, es gibt viele schöne Vorgärten. Man findet so gut wie keine Hochhäuser, auch in den Großstädten nicht. Alles ist klein und gemütlich. Man ist jedoch kaum irgendwo allein auf der Straße oder zu Fuß unterwegs. Die britischen Inseln sind dicht besiedelt. Das macht sich vor allem an den touristischen Orten bemerkbar. Wenn man kann, sollte man seine Besichtigungen auf den Vormittag verlegen, anschließend wird es meistens richtig voll.

Affenbaum

Affenbaum

Überraschend sind die vielen Yuccapalmen, die wirklich bis in den hohen Norden vorkommen. Die urzeitlichen Affenbäume (Araukarien) sind zu stattlichen Exemplaren herangewachsen und kommen ebenfalls bis in den Norden vor. Sie sind so alt, dass sie sogar Zapfen tragen. Zusammen mit dem Pampasgras verleihen diese Pflanzen ein mediterranes Feeling und lassen das oft nicht so schöne Wetter in bisschen freundlicher aussehen.

Poole

Poole

Landschaftlich ist es auf den britischen Inseln überall schön. Für uns waren vor allem die Westküsten am interessantesten, vor allem wegen der Robben und Otter. Das Wasser ist dort am besten. Die allerschönsten Ziele waren Loch Ness (Schottland) im Sonnenschein, Giants Causeway (Nordirland) und die Cliffs of Moher (Irland).
Wir sind nicht so die Stadtbesucher, aber die alten englischen Städte wie Cambridge, Chester oder auch das schottische Edinburgh, sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Dabei sollte man das P+R-System nutzen. Gemütlich geht es schon mal in den kleinen Küstenorten zu, die alle ein eigenes Gesicht besitzen.

Das ist es, was uns zu dieser Rundreise einfiel. Solltet Ihr etwas zu ergänzen oder Vorschläge für weitere Themen haben, schreibt bitte gerne einen Kommentar im Anschluss an diesen Artikel. Wir sind gespannt.

 

 

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