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Ankunft in Giardini-Naxos

Oi-yoi-yoi, Sizilien ist noch einmal eine andere Hausnummer als der Rest Italiens: es geht noch viel enger auf den Straßen zu, und der Fahrstil ist noch einen Zacken schärfer.

Wir setzten vor drei Tagen mit der Fähre von Villa San Giovanni nach Messina über. Es gibt zwei Fährgesellschaften: Bluferries und Caronte&Tourist. Eine dritte Fähre, Telepass, gibt es auch, aber da wissen wir nicht, ob man ein besonderes Ticket dafür braucht. Telepass ist eine Art Maut, die wir von den Autobahnen her kennen.
Bei Bluferries hätten wir für das Wohnmobil und den Anhänger 114,-€ für die Überfahrt zahlen sollen. Bei Caronte&Tourist bezahlten wir 94,-€. Im Vorfeld hatte ich schon einmal im Internet nachgesehen. Da bekam ich einen Preis von 67,-€. Es lohnt sich anscheinend, doch im Voraus online zu buchen. Diese Preise sind oneway.

Messina voraus

Die Überfahrt dauert etwa 20 Minuten. Die Straße von Messina ist bis heute eine der gefährlichsten Wasserstraßen der Welt. Viele Schiffe sind seit der Antike schon den unberechenbaren Strömungen zum Opfer gefallen. Odysseus befuhr auch diese Meerenge. Das war an der Stelle mit dem großen Strudel. In Scilla wurden er und seine Mannschaft dann Opfer des mehrköpfigen Ungeheuers Scylla. Nur für diejenigen, die sich für die Odyssee interessieren.

Rückblick nach Italien

In Messina angekommen fuhren wir Richtung Süden weiter. Wir hatten unterwegs einen Tipp bekommen, dass wir uns in Giardini-Naxos knapp südlich von Taormina aufhalten sollten. Eigentlich wollten wir bei Scilla auf dem Festland noch einmal übernachten und uns die Stadt ansehen, aber das hat aus Platzgründen nicht geklappt. Die Fahrstrecke wurde für diesen Tag dann zu lang und so übernachteten wir auf einem Parkplatz direkt am Strand in Nizza di Sicilia. Dort unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang. Auf unseren Reisen haben wir bisher einige Möglichkeiten gesehen, wie die Fischer ihre Boote an Land bekommen. Hier in Nizza ziehen kleine Raupen die Boote aus dem Wasser. So eine Raupe kostet sicher eine Menge Geld, trotzdem hat fast jedes Boot seine eigene Raupe, Wahnsinn. Warum kann man sich nicht eine Raupe für mehrere Boote teilen?

Jedes Boot hat seine eigene Raupe, die es an Land zieht.

Am südlichen Ende von Nizza di Sicilia erkennt man, warum der Ort nach der gleichnamigen Stadt an der Cote d´Azur benannt wurde. Es führt eine relativ breite Straße am Strand entlang, die durch eine Palmenreihe von diesem getrennt ist. Das sieht fast so aus wie im französischen Nizza.

Nizza di Sicilia

Bis dahin fuhren wir die Küstenstraße 114 entlang, was für große Fahrzeuge, wie unser Wohnmobil, zur Katastrophe werden kann. Die Ortsdurchfahrten sind viel zu eng, da passen gerade zwei PKWs aneinander vorbei. Das hieß, dass der Gegenverkehr für uns Platz machen musste. Die allermeisten Autofahrer denken aber gar nicht daran. Sie fahren, solange sie noch irgendeine Chance sehen, sich durch zu quetschen. Wenn dann nichts mehr ging, zeigten sie uns den Vogel oder guckten ungläubig. Es gibt aber auch wenige Autofahrer, die bereitwillig an die Seite fuhren, wenn es eine Möglichkeit gab. Um dem aus dem Wege zu gehen, damit hatten wir wirklich nicht gerechnet, fuhren wir bei Roccalumera auf die Autobahn, um bei Giardini-Naxos wieder abzufahren. Die sizilianische Autobahn ist mautpflichtig.

Der Stellplatz Eden-Parking war für uns jedoch nicht anfahrbar, da im Moment ein Gerüst die ohnehin schon enge Einfahrt unpassierbar für uns machte. Was nun? Wir luden das Auto ab und fuhren in der Gegend herum, um einen anderen günstigen Platz zu finden. Wir waren sogar bis San Marco, wo sich ebenfalls zwei Stellplätze befinden, schön ruhig, aber weit weg von der Stadt. Nachdem wir uns nach den Preisen erkundigt hatten, die angemessen waren, fuhren wir nach Naxos zurück, wo wir den Aurora-Parking fanden. Dort bleiben wir nun für die nächsten wahrscheinlich zwei Wochen, vielleicht länger. Ab 6 Tagen kostet der Platz mit Strom, Wasser und Entsorgung 10,-€ am Tag, Dusche kostet 50 Cent. Der Platzwart ist sehr nett, täglicher Brötchenservice. Zum Strand sind es mehrere hundert Meter.

der Ätna von seiner schönsten Seite

Das schönste am Aurora-Parking ist der direkte Blick zum benachbarten Ätna, dessen Bild sich ständig ändert, wenn er sich nicht hinter Wolken versteckt. Manchmal erheben sich Rauchwolken aus dem obersten Krater. Es ist echt beeindruckend. Hoffentlich verhält sich der Vulkan während unserer Anwesenheit friedlich. In jüngster Vergangenheit hat es mehrere Ausbrüche gegeben.

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Peipussee

Nordufer des Peipussees

Der Peipussee ist das viertgrößte Binnengewässer Europas und siebenmal größer als der Bodensee. Fährt man an seiner Nordküste entlang, kommt man sich wie an die Ostsee versetzt vor. Beide Landschaften sind austauschbar: Sanddünen, Kiefernwald, Strandzugänge, Ferienwohnungen und -häuser sowie Zeltplätze. Der einzige Unterschied ist, dass der Peipussee wärmer als die Ostsee ist, na ja, vom Salzgehalt abgesehen.  Jetzt, Mitte Juli, hat das Wasser des Sees 24 Grad. Da habe selbst ich mich überwinden können, in die Fluten zu steigen. Ein gegenüberliegendes Ufer ist nicht zu sehen.

Mündung des Rannapungerja

Wir haben ein schönes Plätzchen direkt an der Mündung der Rannapungerja im gleichnamigen Ort gefunden. Nicht auf dem Campingplatz, der 25,-€ haben will, sondern direkt am Ufer des Flusses für 5,-€. Es ist wirklich ein sehr schönes Fleckchen. Leider ist es zumindest an den Wochenende eine Hochburg für Motorboot- und Jetskifreunde. Von Mittag bis abends wird die Luft vom Dröhnen der Motoren erfüllt. In dieser Zeit hat die Natur keine Chance. Da bleibt bloß noch, sich aufzumachen und die Gegend zu erkunden.

Strand Kauksi

Es führt immer direkt am Nordufer des Peipussees entlang eine Straße Richtung russische Grenze. Will man am Strand von Kauksi baden gehen, kostet das 15,-€ Parkgebühr für den Tag. Dafür ist der Strand breit, aufgeräumt und eine Imbissbude sorgt für das leibliche Wohl. Für den Rest des Weges kann man überall am Straßenrand parken. Ein paar Meter Fußweg führen dann durch den Kiefernwald zum nicht ganz so breiten Strand.
Der Peipussee ist mit durchschnittlich 8m sehr flach. Da muss man schon ganz schön weit rein laufen, wenn man schwimmen will. Baden macht aber in jedem Fall Laune.

in Vasknarva ist Schluss

Am Ende der Norduferstraße liegt der kleine Grenzort Vasknarva. Vor dem Krieg zählte der Ort 840 Einwohner, danach waren es nur wenige, heute vierzig. Hauptsächlich Rentner und Sommerurlauber beleben Vasknarva, das doch sehr abgeschieden liegt. Von der Vasknarvafestung ist nur noch eine kleine Ecke übrig. Von hier aus sieht man über die Narva, die wir schon in der Stadt Narva kennenlernten, nach Russland hinüber. Es gibt allerdings keine Verbindung mit der anderen Seite, keine Brücke, keine Fähre. Es ist einfach nur idyllisch und sehr russisch. Überhaupt wird es immer russischer, je näher man der Grenze kommt. Die Autos haben alle estnische Nummern, aber es wird zu 95% russisch gesprochen. Die Häuschen, das Drumherum, alles erinnert uns an vor über dreißig Jahren, als wir vier Jahre lang in der Sowjetunion an der Erdgastrasse arbeiteten.

Kallaste liivakivipaljand

Den zweiten Halt am Peipussee legten wir kurz vor Kallaste ein. Direkt zwischen der Straße 43 und dem Kiesstrand liegt der Campingplatz „Nemo“. Ein wunderschöner Platz, frei und ruhig. Nur 6km weiter liegt Kallaste. Im Gegensatz zu den Dörfern, die wir bisher am Peipussee kennenlernten, ist Kallaste direkt groß. Die Stadt besitzt sogar so etwas wie ein Kaufhaus, wo man alle Waren des täglichen Bedarfs bekommt. Das sah in den letzten Tagen anders aus. Da mussten wir uns in den winzigen Lädchen unsere Einkäufe zusammensuchen.
Während der Nordstrand des Peipussees sandig ist, gibt es am Westufer nur wenige Stellen, die zum Baden geeignet sind. Eigentlich hat hier das Schilf die Oberhand. Kallaste ist da wieder bevorteilt. An dem ausreichend großen Sandstrand kann man gut baden gehen, auch einen Aussichtsturm gibt es.
Am südlichen Ufer der Stadt gibt es sogar eine kleine Steilküste, Kallaste liivakivipaljand, nicht groß und nicht hoch, aber rot, mit Höhlen darin. Steigt man auf den Felsen, hat man eine schöne Sicht auf die Küste des Sees. Sieht irgendwie wie an der Cote d´Azur aus, mit kleinen Buchten, die durch Steinreihen voneinander getrennt sind, mit viel Grün.

ausgedient

Liebhaber von Süßwasserfischen kommen am Peipussee auf ihre Kosten. Sehr lecker sind die frischen maränenähnlichen Fische. Geräuchert sind diese Fische mit 15,-€ pro Kilo kaum zu bezahlen.
Den Peipussee teilen sich übrigens die Esten mit den Russen. Die Grenze verläuft mitten durch den See, daher gibt es bestimmte Regeln für den Bootsverkehr. Private estnische Boote dürfen sich bis zu einem Kilometer vom Ufer entfernt aufhalten. Estnischen Berufsfischern steht die ganze Seite bis 200m vor der Grenze zur Verfügung. Wird diese Grenze überschritten, kann es schnell vorkommen, dass die russische Marine die Sünder aufgreift und in Russland inhaftiert. Dann dürfen sich die Botschaften beider Länder mit dem Fall beschäftigen. So haben wir es jedenfalls von mehreren Einheimischen erzählt bekommen. Wie es auf der russischen Seite aussieht, wissen wir jedoch nicht.

Cornwall

Frage vorab: Wie viele Melonen passen in eine 250g-Schale? Wer es weiß, kann gerne die Kommentarfunktion nutzen. Für die anderen gibt es die Auflösung demnächst. Bleibt schön neugierig.

typisch englische Single Road

typisch englische Single Road

Für solch ein großes Wohnmobil wie unseres ist es unmöglich den Westen Cornwalls zu erreichen. Die Straßen werden immer enger, die Plätze immer kleiner. Ist dann doch ein genügend großer Platz gefunden, ist er voll belegt, selbst nach den Ferien und in der Woche, keine Chance. Da wir jedoch ohnehin die Menschen sind, die eher die ruhigeren Orte zu schätzen wissen, ist es ganz gut, die Fahrt nicht fortsetzen zu können, denn südlich von Truro findet sich das wahre Cornwall.
Auf dem Weg von
Bath
nach Cornwall übernachteten wir bei Crosslands kurz vor Okehampton (10,- Pfund/Nach).

Altar der Kathedrale Truro

Altar der Kathedrale Truro

Kurz hinter Truro, in Carnon Downs, fanden wir dann noch einen Campingplatz, für 26,40 Pfund die Nacht, aber mit allem Drum und Dran, ein sehr schöner Platz, sehr geräumig.
Truro selbst ist eine Stadt aus Alt und Neu. Die Kathedrale ist recht neu, erst im 19. Jahrhundert entstanden, auch wenn man es nicht sieht. Der vierschiffige Bau ist außen und innen, wie fast alle Kathedralen Englands sehenswert. Neben den Altären wird an vielen Stellen verschiedenen Menschen, wie Äbten, Soldaten und Honoratioren gedacht.

Viadukt Truro

Viadukt Truro

Hinter der Kathedrale fließt der Falriver. Verschiedene kleine Gärten, hier auch wieder mit stattlichen Eukalyptusbäumen, laden zum Entspannen ein. Am Nordwestrand von Truro zieht sich der ziemlich hohe Viadukt durch die Stadt, eine Bogenbrücke für die Eisenbahn.

am Victoria Gardens

am Victoria Gardens

Die Altstadt von Truro ist nicht groß und gut zu Fuß zu entdecken. Mittwochs ist Markttag. Hier erstanden wir endlich einen frisch dampfgegarten Taschenkrebs, schön groß, für nur 5,50 Pfund.

Portloe

Portloe

Der Nebel an diesem Tag hing tief. Während er inzwischen aus Truro verschwunden war, hing er immer noch über der Küste. Echte Geheimtipps sind hier Portloe und die Landschaft von dort aus bis nach Carne Beach weiter westlich.
Portloe ist ein winziges Nest, eingeschlossen in eine winzige Felsenbucht. Der kleine Hafen ist wegen Überfüllung durch die Einheimischen geschlossen, die Hotels und Kneipen haben zu wenig Gäste, so scheint es jedenfalls. Es ist echt idyllisch, bei schönem Wetter. Der Nebel hatte Portloe jedoch immer noch im Griff.

Nare Head

Nare Head

Ein Abstecher nach Nare Head ist etwas für Wanderer. Die ganze Küste entlang führt auch ein Wanderweg mit herrlichen Aussichten. Bei Nare Head befindet sich ein Parkplatz, gegen 2,50 Pfund für die Erhaltung der Küste. Zwei Schilder weisen zu den erreichbaren Zielen, dann jedoch, nichts mehr. Der Weg nach links, folgt man ihm, führt ins Nirgendwo. Das Meer hört und sieht man, wenn man querfeldein läuft, sich immer links haltend. Der Nebel ließ jedoch keine Aussichten zu. Als wir schon fahren wollten, löste sich der Nebel plötzlich auf und machte den Blick auf eine wunderschöne felsige Küste frei. Auf den grünen Weiden standen Schafe, das blaue Meer schien herauf und der Küstenwanderweg ist auszumachen. Dieser ist übrigens gut besucht.
Wir fanden es hier so schön, dass wir auf einer Bank vor dem Parkplatz den am Vormittag gekauften Taschenkrebs schnabulierten. Der schmeckte in dieser Natur und Einsamkeit, in Gesellschaft der Schafe, noch einmal so gut.

am Carne Beach

am Carne Beach

Über enge und engste Straßen, wie bis dort hin auch, erreicht man Carne Beach, einen langen, herrlich sauberen Sandstrand. Das Wasser ist klar und es gibt keine Algen. Das Wasser hatte sich weit zurückgezogen. Hinter dem Strand, an den Abbruchkanten, sind sehr schön die Gesteinsschichten zu erkennen. Die unterste Schicht ist gefalteter Schiefer in sehr schönen Mustern, darüber liegen die Sandsteinschichten in verschiedenen Dicken und Schattierungen. Darüber liegt der Boden mit dem Bewuchs.
Eine Meile, so zeigt die Tafel am Parkplatz, ist Carne Beacon entfernt. Dem Symbol nach soll es ein prähistorischer Ort sein. Der Weg dorthin ist abenteuerlich. Nachdem man drei Weiden durchquert, über Zäune gestiegen und Berge überwunden hat, steht man vor einem Hügel in der Landschaft, mit einer Steinplatte darauf. Sonst nichts, auch keine Erklärung, was das sein soll.
Ein letzter Abstecher für diesen Tag führte nach Portscatho, einem hübschen kleinen Ort, ebenfalls sehr ruhig, mit Hafen und Strand.

Fähranleger Trelissick

Fähranleger Trelissick

Auf dem Rückweg über die B3289 kommt man zur King Harry Ferry, die einzige Autofähre weit und breit. Sonst gibt es nur Personenfähren, um über die zahlreichen Wasserarme dieses Gebietes zu kommen. Die Fähre zieht sich beidseitig an Ketten entlang. Am südlichen Ufer gibt es nichts, am nördlichen Ufer nur drei Häuser und zwei Hütten. Für die siebenminütige Überfahrt bezahlt man stolze 6,50 Pfund.

Wie gesagt, war Truro unser westlichster Punkt in Cornwall. Nun ging die Fahrt zurück Richtung Osten, über St. Austell und Liskeard. In St. Austell befindet sich das Eden Projekt. Unter zwei riesigen, wabenförmigen Kuppeln sind ein tropischer Regenwald und eine mediterrane Natur nachgebaut, mit allen, was dazu gehört. Der Eintritt für 25,- Pfund pro Person ist jedoch gesalzen.
Auch in der Nähe von St. Austell findet man die Lost Gardens of Heligan, ein etwas anderer Garten. Der Eintritt hier: 13,90 Pfund.pro Erwachsener.

Downderry

Downderry

Bei Treruleford, an der A38, fanden wir einen Parkplatz für die Nacht. Da wir dort schon gegen Mittag ankamen, luden wir den Smart ab und drehten hier noch eine Runde. Die B3247, an der Küste entlang, ist ein weiterer Geheimtipp. Irgendwo sind wir jedoch falsch abgebogen und fuhren so wieder durch ein Gewirr von engen und engsten Straßen, bis wir dann doch in Downderry eintrafen, mit einem überwältigenden Blick von oben auf die Küste und den Strand. Der ist hier leider bei Ebbe sehr felsig, aber der Ort Downderry ist allerliebst. Man fühlt sich an die Cote d´Azur versetzt. Die weißen Häuser stehen alle am Hang, terrassenförmig, überall Yuccapalmen und andere exotische Gewächse, steile, enge Gassen, einschließlich der Hauptstraße, und das Meer vor der Tür. Downderry ist für uns wohl der schönste Ort auf dieser ganzen Rundfahrt.

Portwrinkle

Portwrinkle

Die Straße führt nun bergauf und bergab an der Küste entlang, bis sich bei Portwrinkle wieder ein atemberaubender Blick auftut. Der Ort ist nicht ganz so schön wie Downderry, aber auch sehr hübsch angelegt. Eine halbrunde Mauer schützt den Hafen, der so klein ist, dass die kleinen Boote hier senkrecht an der Auffahrt gelagert werden. Auffallend in Portwrinkle ist ein schlossartiges Gebäude in Naturstein.

Weg zum Strand

Weg zum Strand

Bei Sharrow Grotto kann man noch einmal das Auto abstellen, für 60 pence Gebühr. Der Weg ans Wasser ist hier aber etwas schwieriger, weil der Strand ziemlich weit unterhalb liegt. In der Nähe steht das riesige Tregantle Fort, welches jetzt vom Militär genutzt wird.

St. Germans

St. Germans

Auf der Rückfahrt zum Parkplatz, wo das Motorhome parkte, fuhren wir noch nach St. Germans. Von oben sieht es sehr interessant aus, mit dem hohen Viadukt im Hintergrund. Deshalb fuhren wir hinunter, wurden jedoch kurz vorm Wasser aufgehalten. Kein Parkplatz, keine Wendemöglichkeit, nichts. Wir fragten eine Frau, die gerade am Gartentor stand, ob wir einmal für ein paar Minuten das Auto abstellen könnten und gingen zu Fuß zum Wasser unterhalb des Viadukts. Es ist alles Privatgelände, ein Segelclub ist dort ansässig. Man bleibt unter sich.
Es ist eine grandiose Landschaft, mit ganz wenig Tourismus, Cornwall pur und wunderschön.

Frankreich

Normandie

Kloster Bénédictine in Fécamp

Kloster Bénédictine in Fécamp

Das Palais Bénédictine in Fécamp, eigentlich ein Kloster, ist ein wahrer Prachtbau, wie wir es nicht erwartet hatten. Wir waren überwältigt. Der Eingangsbereich mit der kleinen Destillieranlage ist allein schon sehenswert und stimmt den Besucher auf das Wesentliche ein. Große, wunderschöne Bleiglaswände mit Szenen aus dem Klosterleben beherrschen die Flure.
Vor der Besichtigung des Destillierkellers wird der Besucher durch verschiedene Räume des Palais geführt, die alle ein eigenes Thema und nichts miteinander zu tun haben. Sie repräsentieren verschiedene Jahrhunderte bis zurück ins 14. Jahrhundert. Da gibt es den Gothiksaal, den Domsaal, den Renaissancesaal, das Manuskriptkabinett usw. Einmalig ist die filigrane Kreuzgewölbe-Holzdecke im Gothiksaal, die uns sehr beeindruckte. Genauso sehenswert ist die Waffen- und Schlüsselsammlung, Bücher gibt es, Sakrales, Gemälde und vieles mehr. Architektonisch wie optisch ist dieses Ensemble ein Highlight. Die Türen, die Wände, alles ist individuell gestaltet.
Im Allerheiligsten, der Destillerie, erfahren die Besucher in einem Video wie der berühmte Likör hergestellt wird, von der Maische über die Destillation bis zum Abfüllen. Das dauert mehrere Monate, Gutes will eben Weile haben. Im Keller stehen die Fässer, in denen die guten Tropfen reifen, die man am Ende des Rundganges sogar probieren darf.

Etretat

Etretat

Etretat liegt wie alle Küstenorte der Normandie zwischen Steilküstenabschnitten, ist aber größer als die meisten anderen Orte. Vor allem war die Natur hier künstlerisch veranlagt. Es gibt drei Felsentore und eine Felsnadel. Vom Strand aus ist kaum etwas zu erkennen. Man hat zwei Möglichkeiten, die Felsformationen zu sehen. Entweder geht man unten am Wasser entlang, was nur bei Ebbe möglich ist, oder man nimmt den mühevollen Aufstieg auf die Steilküste, von wo man allerdings einen beeindruckenden Blick nach allen Seiten hat.

Honfleur

Honfleur

Die alten Häuser rund um den Hafen der Künstlerstadt Honfleur an der Blumenküste lassen uns in eine frühere Zeit eintauchen, nur dass es da wohl noch keine Souvenirläden gegeben hat. In Honfleur steht die größte Holzkirche Europas mit separatem Glockenturm. Das ist dem Umstand zu verdanken, dass Honfleur im einhundertjährigen Krieg im 14. und 15. Jahrhundert stark zerstört wurde. Alle Hände der Bauleute und Handwerker wurden für den Wiederaufbau von Wohn- und Geschäftshäusern gebraucht. So nahmen sich die Schiffszimmermänner der Kirche an und schufen ein unvergleichliches Bauwerk. Genauso sehenswert sind die weiteren Gassen dahinter. Sehr viele Häuser sind originalgetreu wieder aufgebaut, andere aufwendig restauriert. Es gibt aber auch Häuser, die noch sehr original aussehen. Aus diesem Gemisch ergeben sich sehr imposante Straßenansichten, die heute wie damals Geschäfte, Restaurants, Bars aber auch Künstlerateliers beherbergen, in denen sich zum Beispiel Maler, Schriftsteller oder Musiker niedergelassen haben.

Gezeitenkraftwerk bei St. Malo

Gezeitenkraftwerk bei St. Malo

Das Gezeitenkraftwerk kurz vor St. Malo über die Rance wurde nach fünfjähriger Bauzeit 1966 seiner Bestimmung übergeben und ist das größte Gezeitenkraftwerk Europas. Dazu ist es noch heute weltweit das einzige Kraftwerk, das aus der Kraft der Gezeiten industriell Energie erzeugt und das absolut umweltfreundlich.

St. Malo

St. Malo

St. Malo ist eine alte Korsarenstadt, in der noch heute so mancher echte Nachfahre der alten Korsaren lebt. Die Stadt hat eine wechselvolle und lange Geschichte: Missionare, Gläubige, Normannen, für kurze Zeit unabhängige Republik mit dem Segen Frankreichs, dann die Lizenz des französischen Königs, fremde Schiffe zu kapern, um sich gegen die großen Seefahrernationen zu behaupten. Im zweiten Weltkrieg wurde St. Malo zum größten Teil zerstört. Dank vieler fleißiger Hände erstrahlt die Stadt hinter den gewaltigen Mauern wieder im alten Glanz des 18. Jahrhunderts.

Die Flut kommt

Die Flut kommt

Ein aufregendes Erlebnis war das Beobachten der Flut am südlichen Ende der Mont St.-Michel-Bucht. Je nach Steigung des Bodens arbeitet sich das Wasser unterschiedlich schnell vor. Der Mont St.-Michel in der Ferne stand zuerst unter Wasser, Cancale lief auch ziemlich schnell voll, doch bis das Wasser an unserem Strand ankam, vergingen ganze zwei Stunden. Während wir bisher das Steigen des Wassers als lautlosen, heimlichen Vorgang kennen gelernt hatten, hatte die Flut hier einen wahrlich theatralischen Auftritt.

Mt. Saint Michel

Mt. Saint Michel

Das Ausflugsziel an der französischen Nordküste ist der Mont St.-Michel. Auf der Kirche hoch oben auf dem Berg steht der vergoldete Erzengel Michael, der dem Bischof von Avranches im Jahre 708 im Traum erschien und ihm gesagt haben soll, er solle für ihn auf diesem Berg ein Heiligtum bauen. Noch bevor das Jahrtausend vollendet wurde, stand eine Kirche an dieser Stelle und von da an wuchs die Anlage und wurde zu einer bedeutenden Pilgerstätte. Vor einhundertfünfzig Jahren kamen die ersten Wohnhäuser hinzu. Heute ist der ganze Berg bebaut und ein Touristenmagnet für die ganze Welt.

in der Normannischen Schweiz

in der Normannischen Schweiz

Eine sehr schöne Landschaft ist die Normannische Schweiz im Landesinneren. Orte wie Mortain, Pont d´Oulliy, der Fluss Orne und die einzigartige Landschaft sind allemal einen Abstecher wert. In Falaise besuchten wir das Chateau, wo Wilhelm der Eroberer geboren worden sein soll. Von hier ging er später nach Bayeux, von wo aus er seinen Eroberungszug durch Europa bis nach England begann.

Jumiéges

Jumiéges

In Jumiéges steht eine Klosterruine, die größte ihrer Art. Sie ist selbst als Ruine noch gewaltig. Eigentlich sind es zwei Kirchen, eine vorromanische, von der kaum noch etwas übrig ist, und eine jüngere Kirche, die 1067 geweiht wurde. Dabei war kein Geringerer als Wilhelm der Eroberer anwesend. Die Abtei Jumiéges wurde allerdings schon 654 gegründet. Die beiden Türme der Hauptkirche sind heute noch sechsundvierzig Meter hoch, wobei ihnen die Spitzdächer aus Holz fehlen, die sie früher krönten. Das Schiff der Kirche ist fünfundzwanzig Meter hoch. Wenn man am Fuße dieser Mauern steht, kommt man sich nicht nur klein vor, man ist klein, sehr klein.

Fort Douaumont

Fort Douaumont

In Verdun, einem Schlachtfeld des 1. Weltkrieges, besuchten wir die Ruhmeshalle mit dem Friedhof für 130.000 französische Soldaten und das Fort Douaumont, das größte und am höchsten gelegene Fort der ganzen Umgebung. Der Bau des Forts wurde nach dem deutsch-französischen Krieg 1885 angefangen und 1913 fertig gestellt. Zusammen mit siebenunddreißig anderen Forts und Bauwerken im Umkreis von vierzig Kilometern um Verdun herum, bildete es eine Verteidigungslinie, um die neue deutsch-französische Grenze zu schützen. Das Elsass und Lothringen gingen bei diesem Krieg an Deutschland verloren. Im ersten Weltkrieg kam das Fort Douaumont zum ersten Mal zum Einsatz.

Bretagne

Menhir

Menhir

Die Bretagne – das Land der Kelten und Menhire, der Jakobsmuschel und des Salzes, die Heimat von Asterix und Obelix und der Hinkelsteine. Die Bretagne hat also einiges zu bieten. Vor allem fiel uns auf, dass die Bretonen sehr viel Wert auf gepflegte und bunte Gärten und Grünanlagen legen. Es gibt sogar Wettbewerbe um den am schönsten angelegten Ort und bis zu fünf Blumen auf dem Ortsschild zeigen dem Besucher, wie viel Arrangement die Bewohner in dieser Hinsicht zeigen.
Und noch eines fiel uns auf. Die Bretagne ist zweisprachig – französisch und bretonisch, das sich wohl aus der alten Keltensprache entwickelt hat. Die Einheimischen unterhalten sich untereinander zum Teil noch bretonisch, die Orts- und Hinweisschilder weisen beide Sprachen auf. Das fanden wir sehr interessant.

exotische Pflanzen überall

exotische Pflanzen überall

Wir waren überrascht, was hier alles wächst – 3,50 m hohe Yuccapalmen als Büsche oder als 5 m hohe Stämme, Feigenbäume, voll mit Früchten, Mimosen, Eukalyptusbäume – wo sind wir? Unglaublich, dank des Golfstromes ist so etwas möglich. Diese und noch viel mehr südliche Pflanzenarten wachsen im Norden der Bretagne noch üppiger als in der Normandie. 

Die vielen Orte und Städte mit ihren mittelalterlichen Zentren, den engen und verwinkelten Gassen, in denen unzählige, noch sehr gut erhaltene Fachwerkhäuser stehen sind ein weiterer Grund, die Bretagne zu besuchen. In erster Linie sind da zu nennen Paimpol, Tréguier, Guérande und Vannes.
In Quimper steht zudem der älteste gotische Dom der Bretagne.

Küste bei Erquy

Küste bei Erquy

An der westlichen Smaragdküste besuchten wir den Ort Erquy. Das ist die Hauptstadt der Jakobsmuschel. Hier sollte man unbedingt frisch zu bereitete Jakobsmuscheln essen.
Außerdem geht das Gerücht um, dass auf dem Cap oberhalb des Ortes das Dorf der Gallier Asterix und Obelix gestanden haben soll. Die drei kleinen Inseln vor einer der Landzungen sollen der schlagende Beweis sein.

Rosa-Granit-Küste

Rosa-Granit-Küste

Die Rosa-Granit-Küste wartet mit grandiosen Felsformationen auf. Wind und Wasser haben die eigenartigsten Formen aus dem rosa Granit, nach dem diese Küste benannt ist, gewaschen. Aber nicht nur das. Da liegen riesige glatt geschliffene Monolithe übereinander, als hätte ein Riese mit ihnen wie mit Bausteinen gespielt. Manches sieht doch eher künstlich als natürlich aus, doch es ist alles das Werk der Natur. 

Die schönste Bucht hat Ploumanac´h. Sie ist über und über mit großen und kleineren Monolithen übersät ist. Man ist direkt überwältigt, wenn man sich in dieser Bucht befindet, die zugleich eine Badebucht mit feinem Sand ist. Die Felsbrocken sind an Land wie im Wasser verteilt, auf einer vorgelagerten Insel steht ein Haus. Solch ein Anblick bietet sich einem selten.

Höhlen-Aquarium

Höhlen-Aquarium

In Trégastel-Plage gibt es das auf unseren Reisen bisher ungewöhnlichste Aquarium. Es ist direkt in die Hohlräume gebaut, die die Felsformation bietet, in die es gebaut ist. Das Aquarium beherbergt Fische und Meerestiere, die in den hiesigen Gewässern beheimat sind: Pollack, Dorsch, Seespinnen, Katzenhaie, Rochen, Plattfische, Garnelen, Hummer usw. Vor allem ist die Anlage einmalig, das ist ´mal was ganz anderes. 

Morlaix

Morlaix

Direkt in der Stadtmitte von Morlaix spannt sich ein großer Eisenbahn-Viadukt mit vielen Bögen und zwei Etagen, von einer Seite zur anderen. Morlaix liegt in einem Tal.
Oben auf der Brücke fährt die Eisenbahn, auf der Etage darunter kann man spazieren gehen und die Stadt bewundern. Der Viadukt dominiert Morlaix, doch die schmucken alten Häuser der Stadt lassen sich anscheinend davon nicht unterkriegen. Es ist ein seltsam harmonisches Ensemble.

Halbinsel von Crozon

Halbinsel von Crozon

Auf der Halbinsel von Crozon gibt es einige landschaftlich attraktive Cap´s mit einer eigenartigen Vegetation, die aus Erika, flachem Stachelgestrüpp und auch Krüppelkiefern besteht. Sie sind alle wahre Wunderwerke, die durch die Kraft des Meeres und des Windes entstanden sind.

Auf dem Cap de la Chévre stehen ein Marine-Posten und ein Ehrenmal für die gefallenen Marine-Soldaten von 1913.

Teil des Atlantikwalls

Teil des Atlantikwalls

Ein anderes Cap ist Pointe de Pin Hir. Neben der beeindruckenden Landschaft lockt ein Museum zum Thema Atlantikwall und Atlantikschlacht, direkt auf und in einem riesigen Bunkergelände. Das ganze Gelände ist mit Räumen und Gängen unterhöhlt. Bunker, Geschützstellungen, Munitionslager und Gänge kann man sich aus der Nähe ansehen. In einem der Bunker ist ein Museum untergebracht, dass sich weniger mit dem D-Day beschäftigt, als mit der Atlantikschlacht selbst.

Calvaire in Tronöen

Calvaire in Tronöen

In Tronöen findet man den ältesten Calvaire der Bretagne. Er stammt aus dem 15. Jahrhundert. Damals wurde noch klein und bescheiden gebaut. Das Ensemble beeindruckt dennoch.

In der Bretagne gibt es einige dieser „Calvaires“, die ein Teil sakraler bretonischer Baukunst sind. Es sind eingefriedete Pfarrbezirke, die aus der Kirche, einem Friedhof, dem Beinhaus, einem Triumphbogen und dem Calvaire bestehen. Dieser Calvaire ist ein großer Steinblock, der mit christlichen Motiven verziert ist.

Hosenboje

Hosenboje

Penmarc´h ist nicht gerade attraktiv und besteht eigentlich aus drei Häfen um eine Landzunge. Der Ort hat dennoch etwas zu bieten: ein Museum der ortsansässigen Seenotrettung. Darin steht ein aufwändig restauriertes Rettungsboot. Außerdem berichten Fotos und Zeitungsberichte von der schweren, meistens lebensgefährlichen Arbeit des Schiffsrettungsdienstes, den es schon eine sehr lange Zeit gibt.

Altstadt von Concarneau

Altstadt von Concarneau

Die Altstadt von Concarneau im Südwesten der Bretagne, die noch vollständig von den alten Stadtmauern und von allen Seiten vom Wasser umgeben ist, ist ebenfalls einen Besuch wert. Sie ist nur über eine Brücke zu erreichen. Man betritt die Altstadt durch zwei hintereinander liegende Stadttore. Der Betrieb dahinter erinnert allerdings sofort an einen Besuch auf dem Mt. St. Michel. Auch hier gibt es nur eine Gasse mit Neppläden, wo sich alles konzentriert. Der Markplatz mit den alten Fachwerkhäusern ist allerdings recht hübsch.

Dolmengrab

Dolmengrab

Locmariaquer ist zwar ein kleiner Ort, kann mit einer Menge Megalithen und Dolmen aufwarten. Drei dieser Stätten befinden sich auf einem Gelände, das allerdings ein Museum ist, drei weitere besuchten wir so. Zwei davon sind Megalithgräber, Dolmen genannt, mit ca. fünfundzwanzig Metern Länge, eines ist ein Hügelgrab, Tumulus genannt.

Steinalleen in Carnac

Steinalleen in Carnac

In Carnac findet man das größte Megalithenfeld der Erde, mit dreitausend Menhiren und Dolmen. Die Megalithen sind bis zu acht Metern hoch und fünf- bis sechstausend Jahre alt. Sie bilden sogenannte Alignements, Steinalleen. Das Gebiet ist so groß, das es nicht überschaubar ist.

Im Prähistorischen Museum in Carnac kann man sich über die rätselhaften Steine nähere Informationen holen, wobei niemand den Sinn dieser Anlagen erklären kann.

Saline in Guérande

Saline in Guérande

Die Halbinsel Guérande ist bekannt für seine Salinen. Die Salzgärten der Guérande sind riesig und überall findet man jemanden, der gerade bei der Arbeit ist.

Das Salz des Meeres entsteht durch Verdunstung des Meerwassers in kleinen, flachen Becken. Es setzt sich am Grund der Becken ab und wird dann mit einer Art Rechen „geerntet“. Es ist sehr grob und sehr gesund, weil es durch die Art des Erntens viele Mineralien enthält.

Village Troglodyte

Village Troglodyte

Entlang der Loire, die die südliche Grenze der Bretagne bildet, südlich von Saumur, gibt es eine Vielzahl von Höhlenwohnungen. Über sechshundert solche Wohnungen und Anlagen soll es in diesem Gebiet geben, das sich über zehn bis zwölf Kilometer Breite erstreckt und ein Kalksteinplateau ist. Doch die Anlage von Rochemenier ist die vollständigste. Der Name der Anlage ist „Village Troglodyte“ und ist eigentlich ein Höhlendorf, das aus zwei Bauernhöfen besteht und einem modernisierten Haus. Man kann die Wohn- und Lagerräume mit der kompletten Ausstattung besichtigen. In dem Hühnerhof leben noch heute alte Geflügelrassen. Es gibt einen Brunnen und sogar eine unterirdische Kapelle.  

Montsoreau

Montsoreau

In Montsoreau besuchten wir eine Champignonzucht, besser gesagt „die“ Champignonzucht Frankreichs, in der man alles Wissenswerte über diese Anlage erfährt, die gleichfalls in den Höhlen an der Loire untergebracht ist. Diese Pilzzuchtanlage ist sozusagen die Auslagerung der ursprünglichen Pilzzucht von Paris in die Bretagne.
Die Champignonart heißt „Champignon de Paris“. Es gibt sie in weiß und in braun, dazu werden andere Pilzsorten wie der Ritterling, Shii-Take-Pilze und Austernseidlinge angebaut.

Cote d´Azur 

Via Aurelia

Via Aurelia

Die „Via Aurelia“ brachte uns ein gutes Stück am Mittelmeer entlang. Stellenweise ist sie eine wunderschöne Küstenstraße, mit herrlichen Panoramablicken.

Glasbodenboot

Glasbodenboot

In Le Lavandou erlebten wir eine Fahrt mit einem Glasbodenboot. Es hieß „Seascope“ und sah aus, wie einem Science-Fiction-Film entlehnt, ganz futuristisch. Anders als in einem normalen Glasbodenboot saß man hier bequem aufrecht und die Fenster reichten bis einiges über Augenhöhe. Man saß also unter dem Wasserspiegel und hatte uneingeschränkte Sicht auf das Unterwasserleben.

Promenade in Saint Tropez

Promenade in Saint Tropez

Die berühmte Promenade von Saint Tropez wird auf der einen Seite von unzähligen Künstlern, zumeist Malern, und auf der anderen Seite von Restaurants und Boutiquen gesäumt. Sie umrahmt den Yachthafen mit den Booten der Reichen und Schönen, wie man so sagt.

Am Ende des Platzes führt eine kleine Gasse zur Rückseite der Altstadt, die direkt am Wasser liegt. Die uralten Häuser waren sehr gepflegt, zumindest von außen. Hier, nur wenige Meter vom Hafen entfernt, herrschte eine himmlische Ruhe und man konnte gedankenversunken und fast allein am Wasser sitzen. Nur wenige Leute verirren sich hierher.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Zitadelle über der Stadt und für mich vor allem interessant: die alte „Gendarmerie Nationale“, bekannt aus den Louis de Funés-Filmen.

Ramatuelle

Ramatuelle

Das kleine Bergdorf Ramatuelle besticht durch enge und verwinkelte Gassen, die alle ein starkes Gefälle haben, eben durch die Lage des Dorfes auf einer Bergkuppe. Sie sind malerisch gestaltet mit vielen bunten Blumen und Rankgewächsen. Außer auf der durchführenden Hauptstraße kann man im gesamten Ort nur zu Fuß gehen.

Grande Canyon du Verdon

Grande Canyon du Verdon

Der Grande Canyon du Verdon ist die größte Schlucht Europas. Von den Aussichtspunkten aus bieten sich dem Besucher atemberaubende Ansichten der riesigen Felsenschlucht, die einige hundert Meter bis zu einem Kilometer tief ist. Am Grund, sehr weit unten, fließt das merkwürdig hellblaue Wasser des Verdon. Es ist grandios.

Durch die Filme von Monte Christo und dem „Mann mit der Eisernen Maske“ sowie Reisereportagen im Fernsehen hat man eine ganz falsche Vorstellung von der Lage und der Größe der ehemaligen Gefängnisinsel Château d´If

Château d´If

Château d´If

vor Marseille. Nach dem Verlassen des Bootes, das die Besucher vom Festland herüber bringt, steigt man eine große Treppe hinauf, um dann durch eine Pforte auf den Gefängnisplatz zu treten. Zu besichtigen sind der Kerkerblock mit den Zellen und das Verwaltungsgebäude. Vom Dach des Zellenblocks hat man eine herrliche Sicht über Château d´If, die nebenanliegenden Inseln und nach Marseille.

 


Ziele in Frankreich auf dem Weg nach Spanien

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Bordeaux

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Mississippi bei St.Louis – Illinois

Wir sind mal kurz von der Route 66 abgebogen und befinden uns nun für ein paar Tage im Pere Marquette State Park am Mississippi, der sich an dieser Stelle mit dem Illinois River verbindet. Um dorthin zu gelangen, fuhren wir von Wood River westlich den Great Rivers National Scenic Byway. Der führt direkt zwischen dem großen Mississippi und hohen Kalksteinwänden entlang. Da kommt man sich fast vor wie an der Cote Azur. Im Winter kommen die Weißkopf-Seeadler aus dem kalten Norden hierher, haben wir erfahren. Da gibt es richtige Events, um die Vögel zu beobachten. An ein paar Terminen im Jahr werden Flussfahrten auf einem stilechten Mississippi-Dampfer angeboten. Der letzte Termin ist der 9.Oktober, leider zu spät für uns. 

Alton ist eine historische Stadt mit jeder Menge Antikläden auf dem Broadway, einem knallbunten Casino, für das 2 Mississippi-Dampfer umgebaut wurden und dem Platz, an dem Lincoln seine letzte Debatte mit seinem Konkurrenten zur Präsidentenwahl führte. 5000 Menschen folgten damals dem überzeugenden Kandidaten Lincoln. Die Clark Bridge, eine über 1 km lange Hängebrücke über den Mississippi  verbindet Alton mit St. Louis. Sie ist mit ihrer Konstruktion einzigartig in den USA.

Im Piasa Park finden sich ein paar Kalksteinhöhlen. Die Entdecker Joliet und Marquette, die den Mississippi hochfuhren, um einen Wasserweg zum Pazifik zu suchen, fanden ein an einer der Kalksteinwände gemaltes „Monster“. Die Illini Indianer hatte diesen großen „Männerverschlingenden“ Vogel (Pi-a-saw) gemalt, der Hörner auf dem Kopf, einen furchtbaren Blick und rote Augen hatte. Im Ganzen sah er aus wie ein Tiger, der einen sehr langen Schwanz hat, der in einem Fischschwanz endete. Die Illini nutzten die damals noch natürlich entstandenen Höhlen als Lager oder Zeremonialräume. Als die Siedler kamen, nutze man den Kalkstein als Baumaterial.

Grafton war im frühen 19. Jahrhundert einer größten Süßwasser-Fischereihäfen am Mississipi. Da gab es viele Mühlen, Werften, Docks und Bootsverkehr. Heute ist es ein verschlafener Ort mit einem Weinladen und Brauerei sowie einem Leuchtturm. Die Fähre, auf die hingewiesen wird, gibt es nicht mehr.

Unser Ausflug zum Delta des Illinois River war ein Ausflug in die Wildnis, wie man sie sich um St. Louis herum vorstellt: große Zypressen, winzige Mimosen und Mücken. Reiher, Falken, sogar weiße Pelikane und Schwalben, die auf der Flussoberfläche nach Insekten schnappen, das ist Natur pur. Das andauernde Zirpen der Grillen ist in gewohntem Maße wieder da. Hat es hier auch einmal Alligatoren gegeben?

Der Melvin Price Dam mit 2 Schleusen reguliert mit 2 weiteren Anlagen flussaufwärts um St. Louis herum den Mississippi, der in manchem Frühjahr trotz großzügiger Auen und Polder immer noch große Überschwemmungen mit sich bringt. Außerdem werden die Stromschnellen schiffbar gemacht. Im National Great Rivers Museum wird gezeigt, mit welchen weiteren Maßnahmen der große Fluss so gestaltet wird, wie der Mensch das braucht. Eigentlich ist der Mississippi in diesem Bereich viel zu flach und hat zudem viele Untiefen und Sandbänke. Der Aufwand muss sich wohl lohnen, denn die Schifffahrt ist wesentlich effektiver und umweltschonender als LKW oder Bahn. Um diese Zeit im Jahr halten sich die Weißen Pelikane hier auf, die wir manchmal in einer großen Schar fliegen sehen konnten. Die großen Vögel so zu sehen, war schon ein Erlebnis. Bisher kannten wir von unseren Reisen nur die kleineren Braunpelikane.

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