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Death Valley – Kalifornien

einzige Sanddüne weit und breitNachdem wir uns nun 5 Tage fast in Sichtweite des Tal des Todes, so der deutsche Name, aufgehalten haben, nahmen wir es jetzt in Angriff. Da das Tal rundum von Bergketten umgeben ist, die zu überwinden sind, entschieden wir uns für den besten Weg für unser Wohnmobil. Das heißt, dass wir zuerst durch Beatty kamen, von wo aus es nur noch ein Katzensprung ins Death Valley ist. Auf dem Weg nach Beatty passierten wir noch eine große Sanddüne, die wie von Geisterhand dort aufgeschüttet wirkt. Wir haben auf unserer ganzen Tour durch die USA noch keine Sandwüste gesehen, von der diese Sanddüne stammen könnte, deren Spitzen zum Teil über 150 Meter hoch sind.

Beatty - Sourdough SaloonIn Beatty besuchten wir den „Sauerteig-Saloon“, der uns von einem Flohmarktverkäufer in Beatty empfohlen wurde. Dort gäbe es im Sommer mehr deutsche Gäste als amerikanische. Außerdem speisen und trinken dort meistens die Autotester aus Deutschland und anderswo, die sich im Death Valley austoben.

Geisterstadt RhyoliteVon Beatty auf dem Weg ins Tal des Todes liegt Rhyolite, eine wirkliche Geisterstadt. 1905 wurde dort Gold gefunden und 1907 hatte Rhyolite schon an die 10.000 Einwohner und dazu alles, was eine aufstrebende Stadt braucht, von einer Schule bis zum Opernhaus. Drei Eisenbahnen fuhren durch Rhyolite. Die einzige Goldmine, bei der es geblieben war, schloss 1911, nachdem sie gerade mal 2 Millionen Dollar eingebracht hatte. Die Bewohner verließen Rhyolite wieder, geblieben sind nur noch Reste der Stadt. Aus dem ehemaligen Bahnhof wurde später ein „Geister Casino“, das die Zeit aber ebenfalls nicht überdauert hat. In den Berghängen rundherum sieht man überall Löcher, die Eingänge zu den Stollen irgendwelcher Glücksritter.

Death Valley - Hell´s GateJetzt endlich fuhren wir in das Tal des Todes ein. Was erwartet uns dort? Jetzt kam doch so etwas wie Respekt auf. Das Tal des Todes und das Umland gehörte den Shoshonen, die noch heute hier leben, aber keine offiziellen Reservate haben. Als dies noch ihr Land war, fanden sich überall verschiedene Lager, in denen sie lebten. Sie hatten Lager für die Sommer und die Winter, Kurzzeitlager oder Dauerlager, zwischen denen sie immer hin- und herpendelten. Diese Karte ist im Besucherzentrum in Furnace Creek zu sehen. Nachdem wir nun den Daylight Pass mit 1316 Metern passiert hatten, begann bei Hell´s Gate eine 13 Meilen lange Abfahrt in die unter dem Meeresspiegel liegende Talsohle. Unser erster Gedanke: Dieses Tal wurde vom Teufel gemacht, hier kann nichts leben. Der ziemlich starke Wind an diesem Tag wirbelte den Staub bis zum Himmel auf. Das sah aus, als würde der Teufel sein Wohnzimmer ausfegen. Trotzdem eröffnete sich uns ein grandioser Blick auf das am Grund weiß schimmernde Tal des Todes und wir wurden durch unseren Aufenthalt dort eines Besseren belehrt.
Das Death Valley ist der trockenste, heißeste und am tiefsten gelegene Nationalpark der USA, einer der  trockensten und heißesten Plätze der Welt  und dazu noch überraschend abwechslungsreich. Die Temperaturen liegen meist um die 7°C höher als im höheren Umland. Wir fuhren bei 25 Grad los und hatten im Tal 33 Grad. Die Rekordtemperatur, die jemals im Sommer gemessen wurde, liegt bei 56,7°C.

Death Valley - ehemaliges Borax WerkIrgendwann stießen wir auf die Überreste eines Borax-Werkes. Wir hatten auf unserer Fahrt durch den Südwesten der USA schon mehrfach solche weißen, nach Salz schmeckenden Ablagerungen gesehen, doch es war kein richtiges Salz, sieht eher aus wie Gips. Jetzt wussten wir, was es ist. Es ist ein salzhaltiges Mineral mit Teilen aus Vulkanasche, aus dem Borax gewonnen wird. Ich werde jetzt nicht versuchen zu beschreiben, was Borax ist, das ist viel zu kompliziert. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Mineral im Death Valley abgebaut und vielseitig verwendet. Inzwischen sagt man, dass es giftig sei. Um das abgebaute Borax zu transportierten, wurden Wagen gebaut, die zusammen mit großen Wasserbehältern von 20 Maultieren um die 265 Kilometer weit zu den Bahnstrecken durch die Wüste gezogen wurden.

Death Valley - Furnace CreekFurnace Creek, wo wir übernachteten, liegt in einer Oase. Richtig gelesen, eine Oase im Death Valley, und es folgten weitere, wenn auch kleine Oasen. Das war eine echte Überraschung. Spätestens nach unserer Visite im Besucherzentrum war uns klar, dass das Tal des Todes eigentlich den Namen nicht verdient und es einiges zu bieten hat, was einen längeren Aufenthalt lohnt, wenn man nicht gerade mit einem Wohnmobil unterwegs ist. Die meisten Wege sind nur Pisten und meist auch für größere Fahrzeuge gesperrt.

Death Valley - Badwater BassinDas aufregendste Ziel aller Besucher ist das Badwater Bassin, der tiefste Punkt nicht nur der USA, wie immer geschrieben wird, sondern der gesamten westlichen Hemisphere. Das Badwater Bassin liegt auf -86 m, das heißt 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Badwater heißt „schlechtes Wasser“, denn die Maultiere konnten es nicht trinken. Es ist nicht giftig, nur unheimlich salzig. Immer wieder bieten sich den Besuchern herrliche Aus- und Ansichten. Die Bergwände sind herrlich bunt, was von verschiedenen Mineralien herrührt. Ab und zu ist ein Vulkan dazwischen oder sind zumindest vulkanische Hinterlassenschaften zu sehen.

Death Valley - Golden CanyonDer Golden Canyon, ein Seitental, war auch für uns noch erreichbar und nur ein paar Kilometer lang. Weißes bis gelbes Gestein, Schlammgestein genannt, beherrscht das Bild, von dem anscheinend auch der Name stammt. Weiter hinten, am Ende des Tales ragen senkrechte rote Felsen auf. Hier und da gibt es Zeugnisse für den Rand eines Sees in den Felsen. Nach jeder Biegung des Canyons bietet sich ein neuer, herrlicher Anblick und es ist noch wärmer, denn hier weht kaum ein Lüftchen.

death Valley - Zabriskie PointVom Zabriskie Point, der mitten in den sogenannten Badlands liegt, hat man noch einmal einen schönen Blick über einen Teil des Death Valley und die bunten Felsformationen, durch die sich überall ausgetrocknete Wasserläufe schlängeln. In den meisten Gesichtern der Parkgäste sieht man unendliches Staunen, vor allem bei denen, die über diese Straße ins Death Valley fahren.

Death Valley - KojoteNoch mehr unglaubliche Felsformationen, lange Wanderwege, ein Golfplatz, ein Schloss, Quellen und ein Wasserfall, der das ganze Jahr über Wasser führt, sind weitere Sehenswürdigkeiten. In unseren kühnsten Vorstellungen haben wir nicht an solch eine Vielfalt in diesem wundervollen Tal gedacht. Das Tal des Todes bot uns mit die beeindruckendsten Erlebnisse dieser Reise. Sogar einen Kojoten durften wir sehen, zweimal. Anscheinend hält er sich öfters an der Straße zum Badwater Bassin auf, denn er stellt sich direkt auf die Straße und hält die Autos an, in der den Kojoten eigenen demütigen Art. Direkt ängstlich war er ja nicht. Das beiderseitige Interesse ist dann groß.

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Yuma – Arizona

Imperial Sanddünen

Imperial Sanddünen

Im Artikel Death Valley-Kalifornien berichtete ich über eine einzelne Sanddüne, die wie von Geisterhand aufgeschüttet wirkte. Jetzt haben wir vielleicht die Erklärung, wie sie dorthin gekommen sein könnte. Südöstlich der Salton Sea liegen die Imperial Sanddünen, eine relativ schmale Sandwelt, die sich über 40 Meilen in der Länge erstreckt. Von hier könnte der Sand gekommen sein. Man nimmt an, dass sich die Imperial Sanddünen zu der Zeit gebildet haben, als der Lake Cahuilla (habe im Artikel Salton Sea-Kalifornien davon berichtet) fast ausgetrocknet war. So konnten die Wüstenwinde den Sand forttragen und an anderer Stelle neue Dünen formen.

Diese Imperial Sanddünen durchquerten wir auf dem Weg nach Yuma. In Yuma sollte man das Yuma Quartermaster Depot und das Yuma Territorial Prison, also das Gefängnis, besuchen. Beides liegt direkt am Colorado River, der kurz vor seiner Mündung in den Golf von Kalifornien immer noch kein Strom geworden ist.

Yuma Quartermaster Depot

Yuma Quartermaster Depot

Das Quartermaster Depot wurde in den 1860ern von der amerikanischen Armee aufgebaut, um das Material zu beschaffen, zu lagern und zu verteilen, welches von den Militärposten benötigt wurde. Es wurde per Dampfschiff von San Francisco bis hierher gebracht. Der Posten bestand damals unter anderem aus einem kleinen Hafen, Lagerhallen, Ställen für die Zugtiere, einem Wasserspeicher, dem Wohnhaus des Kommandanten mit angeschlossenen Räumen für die Bediensteten und dem Office. Heute kann man zudem noch einen der alten Eisenbahnwaggons, Planwagen, einen alten LKW und einen wunderschönen rot-gold glänzenden Ford T bewundern.

Yuma Territorial Prison

Yuma Territorial Prison

Das fast nebenan liegende Gefängnis leistete seinen Dienst 33 Jahre lang von 1876 bis 1909. 3069 Gefangene, Weiße, Mexikaner, Indianer, Menschen jeden Schlages, die aus verschiedenen Gründen von Diebstahl bis hin zu Mord einsaßen, lernten die Bedingungen dort kennen. 111 von Ihnen verließen das Gefängnis nicht lebend und sind auf dem Gefängnisfriedhof ganz in der Nähe begraben. Die Zellen sind eng, waren dicht belegt und wer nicht spurte, machte mit der Dunkelzelle Bekanntschaft. Manch ein Gefangener konnte wohl davon nicht genug bekommen. Gesichter, Namen, Geschichten, alles findet man im Museum, das nicht in einem Originalbau untergebracht ist, sondern auf dem Platz des abgebrannten Hospitals und der Messhalle aufgebaut wurde.

Zellentrakt

Zellentrakt

Das Gefängnis an sich war fortschrittlich, hatte sanitäre Einrichtungen, 1x wöchentlich Baden war Pflicht, wenn nötig auch öfters. Medizinische Versorgung gab es und sogar eine Bücherei. Im Volksmund nannte man das Gefängnis „Countryclub“. Der Beiname „Höllentor“ kommt von den klimatischen Bedingungen, unter denen die Gefangenen leben mussten. In den 33 Jahren gelang es nur zwei Gefangenen zu fliehen, die anderen wurden wieder eingefangen oder bei der Flucht erschossen. 1909 schloss man das Gefängnis und verlegte die restlichen Gefangenen nach Florence in der Nähe von Phoenix. Dann stand es leer oder wurde während der Zeit der großen Depression anderen Nutzungen unterzogen. Da es jedoch immer noch Besucher anzog, wurde das Gefängnis zum Museum.

Brücke ins Nirgendwo

Brücke ins Nirgendwo

Knapp nördlich von Yuma entdeckten wir durch Zufall die McPhauls Bridge, auch die Brücke ins Nirgendwo genannt. Diese wurde 1929 über den Gila River gespannt, hat eine sehr wechselvolle Geschichte und war das Vorbild für den Bau der Golden Gate Bridge in San Francisco. Inzwischen ist die Brücke für den Verkehr gesperrt und auch heran kommt man nicht wirklich.

 

Bewässerungskanal

Bewässerungskanal

Noch immer trotzt der Mensch der Wüste Land für seine Äcker ab. Getreide, Melonen, Futterpflanzen für die Tiere und andere Früchte werden über ein dichtes Kanalnetz bewässert, durch das Unmengen von Wasser fließt. Die Klarheit des Wassers spricht für Grundwasser. Manche Felder sind direkt überflutet. Was einmal in den Kanälen landet, ist zum großen Teil für immer verloren.

Im asiatischen Supermarkt in Los Angeles hatten wir uns recht günstig auch eine Ziegenschulter mit Bein gekauft. Nach einem Rezept aus dem Internet zubereitet, ist das ein sehr leckeres und fein schmeckendes Fleisch. Man muss eben wissen, wie man es macht.

Mojave Wüste – Kalifornien

Fatamorgana in der MojaveJetzt sind wir in der Mojave Wüste unterwegs, zu der auch das Death Valley gehört. Die Mojave Wüste ist anscheinend noch trockener als die Wüsten, die wir auf unserer Fahrt durch die USA schon passiert haben. Eine zweite Sanddüne lag an unserem Weg, wie auch immer die dort hingekommen ist. Zumindest ist jetzt ein Großteil der Landschaft von einer dünnen Sandschicht bedeckt. Vielleicht trägt ja der Wind den Sand von der Küste hierher. Als wir am trockenen Silbersee bei Baker vorbeikamen, täuschte eine Fatamorgana Wasser vor und Truthahngeier drehten ihre Runden. Eigentlich hatte ich einmal gelesen, dass diese Vögel nur im Nordosten des Landes und Kanada vorkommen.

Geisterstadt Calico - ÜbersichtZur Geisterstadt Calico, die eigentlich keine Geisterstadt ist, denn Calico wurde für die Touristen neu aufgebaut und belebt, machten wir nur einen Abstecher. Da hier 7,-$ Eintritt pro Person verlangt wurden, kehrten wir um. Das ist nicht, was wir sehen wollen.

Mojave - beeindruckende YuccasWestlich von Boron steht eine moderne Borax Fabrik. Viele Kilometer fuhren wir nun am Stück, denn unser nächstes Ziel ist der Sequoia Nationalpark. Abwechslung gibt es eigentlich keine, es ist ein einsames und trockenes Land. Die Wüstenbüsche sind kleiner als sonst, manchmal erheben sich Yuccabäume aus der Landschaft.

Bei Mojave rasteten wir. Die kleinen Hummingbirds, die nordamerikanischen Kolibris, die uns bis zum Herbst auf unserer Tour begleitet hatten, sind wieder zurück. Immer wieder fliegt einer der possierlichen, bunt schillernden Juwelen an unserem Motorhome vorbei. Den Winter verbringen die Tiere in wärmeren Regionen. Die Pekannüsse, die wir im Süden Arizonas „geerntet“ hatten, sind bald gegessen. Jetzt haben wir vielleicht auch eine Erklärung, warum es diese Nüsse kaum auf dem deutschen Markt gibt: Es ist eine elende Puhlerei, um an den Inhalt zu kommen.
im 99cent-Shop gefundenWie spricht man das aus???

Las Vegas – Nevada

Einfahrt nach Las VegasLas Vegas hat viele Namen wie „Die Spielerstadt“, „Die Stadt ohne Schlaf“, „Die verrückteste Stadt der Welt“ oder „Die sündige Stadt“. Es ist aber definitiv die am schnellsten wachsende Stadt der USA. Las Vegas wurde nach einer langen Vorgeschichte im Mai 1905 gegründet, nachdem die Eisenbahngesellschaft, an die dieses Land verkauft wurde, das Gebiet an Investoren und Spekulanten weiterverkaufte. Nach der Aufhebung des Alkohol- und Glücksspielverbotes 1931 und dem Aufstellen von Spielhöllen durch Mafiosi 1950 begann sich Las Vegas in eine Spielerstadt zu verwandeln. Ein zweites großes Standbein von Las Vegas sind die zahlreichen Hochzeitskapellen für Heiratswillige aus der ganzen Welt.

im Casino des Bellagioder Strip von Las VegasEigentlich ist es eine Stadt, wie jede andere auch. Was Las Vegas ausmacht und weswegen jedes Jahr Millionen von Besuchern in diese Stadt strömen, ist der „Strip“. Auf ungefähr drei Kilometern drängen sich die berühmten Hotels und Casinos wie das Luxor Hotel, das Bellagio, Ceasars Palace und das Mirage. Jede Menge weitere Hotels und Casinos lassen kaum Platz zum Atmen. Autolawinen wälzen sich über den Las Vegas Boulevard und die Menschenmassen machen keinen Spaß. Man hat keine Zeit, den Anblick des Strips zu genießen oder sich eines der Casinos auszusuchen, in dem man vielleicht den ein oder anderen Dollar verspielen könnte. Jedenfalls ging es uns so, der Strip ist einfach nur der Wahnsinn und wir wieder mit unserem großen Wohnmobil mittendrin. In allen Zeitungen und Berichten wird geschrieben, dass die Hotels große Parkplätze anbieten. Wir haben keine Ahnung, wie die Leute Parkplätze finden, denn es gibt keine Hinweisschilder. Uns blieb nur, uns in der Autolawine durchschieben zu lassen, denn ein Rechts oder Links gibt es kaum. Um den Strip wirklich erleben zu können, muss man ein Hotelzimmer mittendrin haben, damit man sich zu Fuß fortbewegen kann und genügend Zeit für alles hat.

Freemont Street in Las VegasGemächlicher geht es dagegen in der Altstadt um die Freemont Street zu, die jedoch nur einen kleinen Eindruck von der Glitzerwelt Las Vegas gibt.

Im Neonmuseum am nördlichen Ende des Strips werden die alten Reklameschilder aus vergangenen Tagen aufbewahrt. Heute leuchten Filmreklamen an den Fassaden, die meist mehrere Stockwerke einnehmen.
Uns haben die zwei Ricks aus den TV-Serien des Senders DMAX interessiert. Rick Harrisons Gold & Silver Pawn Shop sieht in den Aufzeichnungen immer nur leicht besucht aus. Kein Wunder, wie wir jetzt feststellten, denn die Neugierigen aus aller Welt stehen vor dem Pfandhaus in einer rund vierzig Meter langen Schlange und warten auf Einlass. Bei Rick Dale von Rick´s Restorations sieht es da schon etwas anders aus. Hier werden Gratisführungen durch das Reich des Mannes mit den goldenen Händen durchgeführt, denn es gibt nichts, was der Mann nicht wieder wie Neu aussehen lassen kann. Ein kurzer Blick auf Rick wurde uns vergönnt, der schon wieder mitten in einer Aufzeichnung steckte.

Rick Harrisons Pwan ShopRick´s Restorations

 

 

 

Pahrump - Wine Ridge RV ResortNach zwei Übernachtungen in Las Vegas fuhren wir nach Pahrump weiter, wo wir einen hervorragenden RV Park fanden. Das Wine Ridge RV Resort ist völlig neu gestaltet worden, restliche Umbauarbeiten sind noch im Gange. Der Platz an sich ist weitläufig mit großen Stellplätzen, Bäumen und Sträuchern und bietet einen herrlichen Blick auf den fast 12000 Fuß hohen Charleston Peak. Die dazugehörigen Anlagen wie Fitnessraum, Pool und Sanitärräume sind vom Feinsten und das Beste daran ist, es kostet nur eine Kleinigkeit. Eigentlich wollten wir hier nur zwei Tage verbringen, bevor wir ins Death Valley weiterfahren, jetzt werden es wohl vier Tage. Ein kleines Weingut liegt gleich nebenan und bietet neben Weinverkostungen eine sehr „Eigene“ Weinstube und ein Restaurant an. Wir können das Wine Ridge RV Resort jedenfalls nur wärmstens empfehlen.

Gastbeitrag von Las Vegas Must Do Liste

Autolawinen wälzen sich über den „Las Vegas“ Boulevard und die Menschenmassen machen keinen Spaß. Man hat keine Zeit, den Anblick des Strips zu genießen oder sich eines der Casinos auszusuchen, in dem man vielleicht den ein oder anderen Dollar verspielen könnte.

 

 

USA als Reiseland

Beitrag für das Bloggerprojekt „Stadt, Land, Fluss“ von Ferngeweht

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Die USA sind ein unglaubliches Reiseland, riesengroß und so abwechslungsreich, dass man wirklich sehr viel Zeit braucht, um wenigstens ein wenig davon kennenzulernen.

Manatee

Manatee

Am bekanntesten ist wohl der Sonnenstaat Florida. Bis auf ein paar wenige Tage im Jahr, an denen die Temperatur auch einmal unter Null fallen kann, ist es die meiste Zeit herrlich warm. Die unendlichen Sandstrände am Atlantik und am Golf von Mexico, sowie mondäne Badeorte, sind jedoch nicht alles, was Florida zu bieten hat. Die Everglades, die Key´s, der Weltraumbahnhof Cape Canaveral, unzählige glasklare Quellen, die Urwälder im Inneren des Landes und vor allem die Manatees machen den Sonnenstaat aus.

Die USA besitzen zwei Küsten. Die Ostküste ist ein einziger Sandstrand, der bis kurz vor Maine vom warmen Wasser des Golfstromes umspült wird. Dann übernimmt der kalte Labradorstrom die Regierung und das Baden macht keinen Spaß mehr. Dafür fühlen sich hier die Hummer wohl, die in der gut zweimonatigen Saison im Sommer überall für fast ein Taschengeld angeboten werden, lebend oder gekocht.

Highway No. 1

Highway No. 1

Die Westküste am kalten Nordpazifik ist meist rau und felsig. Dort fühlen sich Seelöwen, Robben und Seeelefanten wohl, Taschenkrebse sind hier die Delikatesse. Im Frühjahr und im Herbst ziehen Wale an der Küste entlang. Der Highway No. 1 führt immer an dieser Küste entlang und ermöglicht spektakuläre Aussichten.

Blue Ridge Mountains

Blue Ridge Mountains

Was haben die USA noch zu bieten? Gebirge, wie die hügeligen Appalachen im Osten, mit den berühmten Great Smoky Mountains und den Blue Ridge Mountains. Höher und kantiger sind die Rocky Mountains im Westen, die sich wie eine Barriere in Nord-Süd-Richtung durch das Land ziehen.

Riesenmammutbäume

Riesenmammutbäume

Im Kalifornischen Küstengebirge liegen die bekanntesten Nationalparks, in denen man die riesigen Mammutbäume findet. Es gibt sie in zwei Arten. Am Westhang der Sierra Nevada stehen die Gebirgs-Sequoias, die Riesenmammutbäume, die einen Stammdurchmesser von mehr als 6 Metern und eine Höhe von 95 Metern erreichen. Die Stämme des Küstenmammutbaumes, in den Küstenwäldern Nordwestkaliforniens beheimatet, sind nicht ganz so gewaltig, dafür erreichen diese Bäume eine Höhe von über 120 Metern. Es ist ein unglaubliches Gefühl, durch diese eiszeitlichen Redwoodwälder zu spazieren. Gegen diese Giganten sind unsere alten Eichen nur Streichhölzer.

Saguaros

Saguaros

Genauso faszinierend wie die Berge und Wälder sind die Wüsten der USA. Neben der Mojave-Wüste ist vor allem die südlich angrenzende Sonora-Wüste erlebenswert. Sie nimmt auf US-amerikanischem Boden Südostkalifornien sowie den Großteil Südarizonas ein. Die Sonora-Wüste ist eine relativ grüne Wüste und einer der artenreichsten Wüsten der Welt. Selbst ein wochenlanger Aufenthalt wird nicht langweilig, denn es ist eine lebhafte Wüste, in der sich immer wieder Überraschendes entdecken lässt. In einem kleinen Teil Südwestarizonas stehen die gewaltigen Saguarokakteen, die bis zu 20 Meter hoch werden können. Die Tierwelt ist für eine Wüste üppig: Gila-Spechte, Haubenwachteln, Raben, Taranteln, verschiedene Reptilen sind nur eine kleine Auswahl. In der Dämmerung hört man oft Kojoten, die ein unglaubliches Laute-Repertoire haben.

Great Plains

Great Plains

Die große Mitte des Landes, sich östlich der Rocky Mountains ausdehnend, nehmen die Great Plains, die großen Ebenen ein, zumeist staubtrocken, fast baumlos und platt wie ein Pfannkuchen. Dieses Gebiet wird als Weiden für die unzähligen Rinder genutzt, wenn auch unverständlich bleibt, von was sie sich ernähren. Hin und wieder durchschneiden vom Wasser geschaffene Täler die Einöde. Sie sind nicht sehr tief und bieten einen geschützten Lebensraum mit mehr Grün, mit Flüssen und Seen.

Sümpfe

Sümpfe

Eine Landschaft für sich ist an der Küste der Südstaaten, von Texas bis nach Louisiana zu finden. Sümpfe, Treibhausklima mit um die 40 °C bei um die 85 % Luftfeuchtigkeit, Mücken und Alligatoren machen das Leben dort nicht gerade leicht. Trotzdem sollte man diese Landschaft auf keinen Fall auslassen, ist man in den USA unterwegs. Während die Propellerbootfahrten in den Everglades ein Massenevent sind, hat man in den Südstaaten die Wildnis fast für sich allein.

Route 66

Route 66

Was gibt es noch? Wer an die USA denkt, denkt auch an die Route 66, die Mutterstraße, ein Mythos. Es war die erste Straße, die den Osten des Landes mit dem Westen verband. Sie beginnt in Chicago und reicht bis Los Angeles. Auf der Route 66 zogen in der Wirtschaftskrise viele Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus dem armen Osten oder aus der Staubschüssel Oklahoma in den verheißungsvollen Westen. Die originale Route 66 (historic Route 66) führte durch alle Dörfer und Städte, die auf ihrem Weg lagen. Bald baute man jedoch Umgehungsstraßen, die heutige Route 66, wobei der größte Teil der Straße durch eine gesichtslose Interstate ersetzt wurde.

Grand Canyon

Grand Canyon

Die Naturwunder: die bekanntesten sind die Niagara Fälle, der Grand Canyon und das Tal des Todes. Wenn man mit ihnen in Berührung kommt, fühlt man, wie winzig klein der Mensch ist. Es sind einfach nur grandiose Plätze, die man selbst gesehen haben muss. Es gibt keine Worte, um das zu beschreiben, was da vor einem liegt. Mindestens genauso sehenswert ist der Meteorkrater bei Winslow (Arizona). Er liegt mitten in einer einsamen Ebene, hat einen Durchmesser von 1,2 km und ist 180 m tief.

Chicago

Chicago

Die Städte der USA sind so verschieden, wie das Land selbst. New York, Washington, Miami lassen wir einmal außen vor. Los Angeles ist ein Moloch, Entschuldigung, aber außer Straßen, Autos, Häuser und Hollywood gibt es dort kaum etwas Sehenswertes. Städte, die uns begeistert haben, sind Chicago, Albuquerque und San Francisco. Da läuft das Leben sehr entspannt ab, sie haben Flair und man hat Muse, diese sehr unterschiedlichen Städte zu erkunden.

Die Menschen der USA haben uns genauso begeistert. Sie sind offen, freundlich, sehr hilfsbereit und haben immer ein Lächeln auf den Lippen. Wenn man durch dieses wunderbare, großzügige Land reist, fühlt man sich einfach nur aufgehoben und man ist fast traurig, es irgendwann wieder verlassen zu müssen. Leider können wir vom Nordwesten der USA noch nichts berichten, weil wir unsere Rundreise wegen der Einreisebestimmungen nach eineinhalb Jahren abbrechen mussten. Vielleicht dürfen wir irgendwann einmal diese Reise fortsetzen.

 

Tourkarte USA/Kanada

 

Tourkarte Nordamerika

Tourkarte Nordamerika

 

Unsere Rundreise durch die USA und Kanada begann in Tampa (Florida), hinüber zur Ostküste, weiter Richtung Norden. Bei Charleston bogen wir zu den Great Smoky Mountains ab. Nachdem wir dort ein schwerwiegendes Problem an unserem Auflieger feststellen mussten, blieb uns nichts weiter übrig, als nach Tampa zurückzufahren (gestrichelte Linie). Nach Reparatur des Schadens starteten wir erneut. Ab Charleston folgten wir immer weiter der Ostküste in Richtung Norden bis nach Nova Scotia (Kanada). Bevor uns der Herbst einholte, wendeten wir uns Richtung Westen und fuhren den St. Lorenz-Strom hinab. Über die Niagara-Fälle erreichten wir Chicago. Ab hier lag unser Schwerpunkt auf der Route 66, die uns bis zum Grand Canyon begleitete.

Den Winter verbrachten wir in Arizona. Die Kälte zwang uns, eine Zeit lang in Phoenix zu bleiben, bis wir für zwei Monate nach Deutschland zurückkehrten. Im März nahmen wir unsere Tour wieder auf und gelangten über den Hooverdamm und Las Vegas ins Tal des Todes. Von dort arbeiteten wir uns über die Sierra Nevada in den Norden Kaliforniens bis nach Oregon vor. Hier stoppte uns der Winter ein weiteres Mal und zwang uns zur Umkehr. Der einmalig schönen Westküste nach Süden folgend erreichten wir San Francisco und Los Angeles.

Über den Süden der USA nach Osten gerichtet durchquerten wir Arizona, Texas und die Südstaaten, bis wir den Kreis in Florida schlossen.

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