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Vögel Deutschland

Nicht nur rund um die Welt gibt es interessante Vögel zu beobachten, auch Deutschland hat viele schöne Vogelarten zu bieten. Manche von ihnen sieht man das ganze Jahr über, andere wiederum sind auf der Durchreise. Set ich Vogelfan geworden bin, liege ich auch in Deutschland auf der Lauer.

Greifvögel

Singvögel

Wasservögel

Tauben und Krähen

 

 

 

 

 

 

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Deutschlands längste Hängeseilbrücke

Deutschlands längste Hängeseilbrücke

Deutschlands längste Hängeseilbrücke

Eine geschätzte halbe Million Menschen aus ganz Deutschland, ein Verkehrschaos in Mörsdorf (Hunsrück) schlimmer als zur Rush-Hour in Berlin, eine wahre Völkerwanderung mit dem einen Ziel – die längste Hängeseilbrücke in Deutschland – 360m lang, 100m hoch über dem Mörsdorfer Bachtal.
Am 3. Oktober, also vor einer Woche wurde diese Brücke nach rund einem halben Jahr Bauzeit eröffnet. Da wir an diesem Wochenende nicht zuhause waren und wegen der Jahreszeit nicht mehr viel Zeit bleibt, um längere Wanderungen zu unternehmen, nutzten wir nun den vergangenen Sonntag und schönstes Herbstwetter, um uns die Brücke anzusehen. Um die Mittagszeit trafen wir in Mörsdorf ein und fanden nach langem Suchen endlich hinter dem Dorf, in der Nähe des Sportplatzes einen Parkplatz. Die angeblich reichlich vorhandenen Parkplätze waren wegen Überfüllung gesperrt und die Autos parkten schon einen Kilometer vor Mörsdorf an Feldwegen oder am Straßenrand. In Mörsdorf selbst, wo sich das Besucherzentrum befindet, wurde ein komplettes Parkverbot ausgewiesen. Als wir endlich, nachdem wir das erste Mal Nerven gelassen hatten, das Besucherzentrum erreichten, stellte sich heraus, dass es eigentlich eine Kneipe ist. Für die Besucher der Brücke liegt ein Faltprospekt aus, aus dem man jedoch kaum schlau wird.

am Brückenkopf

am Brückenkopf

Jetzt schlossen wir uns den Massen an Leuten an, die einer Prozession gleich, alle Richtung Hängeseilbrücke strömten. Nach einem 1,2 km langen Fußweg standen wir vor dem Bauwerk.

Brückenüberquerung

Brückenüberquerung

Die Brücke hat eine Tragkraft von 600 Leuten jeden Alters. Es sah aus, als wäre dieses Limit längst überschritten. Auf Grund meiner beruflichen Erfahrung weiß ich, dass in alle Bauwerke großzügige statische Sicherheiten eingerechnet sind. Dem vertrauend überquerten wir im stop-and-go-Gänsemarsch Deutschland längste Hängeseilbrücke, die am Boden nur so breit ist, dass zwei Leute aneinander vorbei kommen. Durch die große Belastung bewegte sich die Brücke sehr stark und die Halteseile hatten alle Hände voll zu tun.

Mörsdorfer Bachtal

Mörsdorfer Bachtal

Viele Leute beließen es beim Anblick der Brücke. Uns kam kurz vorm anderen Ende eine Frau entgegen, die meinte, dass sie die Überquerung nicht schafft. Plötzlich befand sie sich hinter mir, voller Panik und mit Schweiß auf der Stirn. Man sollte also schon ein bisschen ´was aushalten, wenn man die Brücke „bezwingen“ will.
Bei der Überquerung blieb allerdings nur wenig Zeit, die Brücke, das Tal und die herbstliche Färbung des Waldes im Sonnenlicht zu genießen.

Blick von unten

Blick von unten

Auf der Sosberger Seite angekommen, folgten wir dem Wanderweg unter der Brücke hindurch und durch das Tal zurück nach Mörsdorf. Ich hatte gehofft, dass wir wenigstens dort fast alleine wären, aber auch der zirka drei Kilometer lange Wanderweg war mehr als gut besucht. Ruhe und Wald genießen, Fehlanzeige. Stellenweise ging es auch hier nur im Gänsemarsch vorwärts. Der Geräuschpegel war enorm.

Wir haben schon viel erlebt, aber dieses Erlebnis kann man kaum noch toppen. Es war einfach nur eine einzige Katastrophe. Die Organisation der ganzen Sache ließ doch sehr zu wünschen übrig, auch wenn wir glauben, dass niemand mit solch einem Ansturm auf die Hängeseilbrücke gerechnet hat. Auf jeden Fall werden wir irgendwann noch einmal einen Anlauf nehmen, vielleicht haben wir dann mehr Glück und können uns auf dem Wanderweg „Geierlay“ erholen.

 
weitere Beiträge über Deutschland

 

Deutschland

Vielleicht entsteht ja auf unserer Homepage der Eindruck, dass wir für unsere schöne Heimat Deutschland nichts übrig haben, was das Reisen angeht. Weit gefehlt. Immer wieder führten uns unsere Unternehmungen kreuz und quer durch unser Land, vom Schwarzwald und den Thüringer Wald bis zu Nord- und Ostsee. Leider versäumten wir es bisher, darüber zu berichten. Jetzt hat uns jedoch die schöne Insel Wangerooge derart beeindruckt, dass wir doch einen Beitrag zu Deutschland veröffentlichen möchten.

Wangerooge

Wangerooge - Leuchtturm

Wangerooge – Leuchtturm

Der Sandhügel, wie die Einheimischen ihre Insel im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer nennen, bietet den Besuchern eine überraschende Vielfalt an Erholungsmöglichkeiten. Wangerooge ist die rechte in der ostfriesischen Inselkette. Der Ort, Seebad Wangerooge mit dem kleinen Flugplatz, liegt fast in der Mitte der Insel und zählt 1200 Einwohner. Auf jeden Einwohner kommen noch einmal gut 8 Urlauber, was sich auf 10.000 Besucher summiert. Vor einigen Jahren sollen es 18.000 Urlauber gewesen sein, aber inzwischen setzt man hier auf Qualität, nicht mehr auf Quantität. Die Insel dankt es.

Dünenlandschaft auf Wangerooge

Dünenlandschaft auf Wangerooge

Nach Westen und nach Osten breiten sich Dünenlandschaften aus, die man sich auf bis zu 12 Kilometer langen Rundwanderungen erschließen kann, zu Fuß oder per Drahtesel, ganz wie man möchte. Eine andere Art der Fortbewegung ist kaum möglich, denn Wangerooge ist autofrei. Nur der Krankenwagen und die Feuerwehr dürfen Autos haben. Koffertransporter, das Auslieferungsfahrzeug eines Lebensmittelladens oder das Inselflieger-Shuttle sind Elektrofahrzeuge. Privatleuten bleiben nur Anhänger für ihre Fahrräder oder Handkarren, um etwas zu transportieren.
In den mit niedrigen Büschen bestandenen Dünen halten sich viele Fasane auf. Geschützte Kornweihen oder Falken finden hier ebenfalls ein Zuhause, neben Tauben, Krähen und selbstverständlich den Küstenvögeln.

Grab und Mahnmal Bunker

Grab und Mahnmal Bunker

Wenn man auf den ausgetretenen Pfaden durch die Dünen spaziert, fallen überall kleine Krater auf, die zum Teil mit Wasser gefüllt sind. Dies sind die Hinterlassenschaften von 6000 Bomben, die kurz vor Ende des 2. Weltkrieges auf die Insel niedergingen. Der Grund für diesen verheerenden Angriff waren dutzende Bunker und Kanonen, die zum atlantischen Wall gehörten und die Küste des Festlandes vor den Feinden schützen sollten. Einer der Bunker, direkt am Westrand des Strandes gelegen, ist ein Grab und Mahnmal. Auf einem zweiten Bunker steht das Café Pudding, ein zentraler Punkt des touristischen Stadtlebens.

Auf der Westspitze Wangerooges befinden sich eine Jugendherberge, ein kleines Restaurant, die Nationalparkstation Wangerooge West und exklusive Ferienwohnungen. Ansonsten hat die Natur auch dort noch das Zepter in der Hand. Große Feuchtwiesen bieten Gänsen, Kiebitzen und anderen wasserliebenden Vögeln Nahrung und Lebensraum. Unsere mit der Kamera eingefangenen Vögel findet Ihr auf dieser Seite.

Schlick-Watt

Schlick-Watt

Im Süden und im Norden von Wangerooge breiten sich zwei verschiedene Watts aus. Im Norden liegt das Sand-Watt. Dieses ist nicht gerade reich an Leben. Es finden sich nur wenige Muschelschalen am Strand. Im Süden der Insel lädt das Schlick-Watt zu Entdeckungen ein, die allerdings nur im Rahmen einer eng begrenzten, geführten Wattwanderung möglich sind. Die allermeisten Bereiche sind geschützt. Dort sind die unzähligen Vögel und Kleintiere ungestört. Muscheln, Schnecken und Wattwürmer tummeln sich dicht an dicht verborgen im bei Ebbe trockenliegenden Schlick.

Bei klarem Wetter blinkt nachts das Leuchtfeuer der Insel Helgoland herüber, die gut 40 Kilometer geradeaus, weiter in der Nordsee liegt.

neuer Sand für den Strand

neuer Sand für den Strand

Riesengroßer Aufwand wird heute für die Erhaltung der Insel, so wie sie ist, betrieben. Normalerweise wandert die Insel, bedingt durch die starken Winde, von West nach Ost. Jedes Jahr wird deshalb der Sand im Osten der Insel mit großen Baggern wieder abgetragen und zum Westende zurückgebracht. Außerdem schüttet man den durch das Wasser abgetragenen Sand wieder an den Stränden auf. Angeblich soll sich diese Sisyphusarbeit lohnen, aber es bleibt den Menschen auf Wangerooge nun auch nichts mehr übrig, sonst müsste man irgendwann den ganzen Ort verschieben.

Fähre Harlesiel-Wangerooge

Fähre Harlesiel-Wangerooge

Eine Fähre, von Harlesiel aus, bringt die Menschen auf die Insel Wangerooge. Man sollte jedoch sehen, dass man nicht zu viel Gepäck mit sich führt, denn es muss für jeden Koffer auf der Fähre und für den Transport auf der Insel bezahlt werden, neben den Gebühren für die Leute selbst.
Vor allem lockt das Reizklima der Nordsee viele Kurpatienten an. Das mineralhaltige Wasser und die Aerosole helfen bei Haut- oder Atemwegskrankheiten. Auch als gesunder Mensch sollte man sich diesen natürlichen Stoffen aussetzen, denn sie tun einfach gut.
Bei entsprechendem Wetter werden verschiedene Wassersportmöglichkeiten angeboten, wie Wellensurfen, Kitesurfen, Kanutouren oder Segeln. Egal, ob Erholung oder Aktivitäten, jeder findet seine Möglichkeiten, schöne Tage auf Wangerooge zu verbringen.

Hier sind weitere Ausflugsziele in unserem schönen Land. Einfach dazu auf die Titel klicken:

Burg Frankenstein

Emmendingen

Ölkäfer

Wismar

Herbsttour 2017

Emden

Flusslandschaft Peenetal

Jülich

Dresden

Finsterbergen

Goch

Kanutour auf der Lahn

Fahrradtour am Rhein – Bacharach/Bingen/Lorch

Hunolsteiner Klammtour

Römische Villa Borg

Deutschlands längste Hängeseilbrücke

Anklam und Usedom

Drewelow

Ukranenland

 

Welche Ziele in Deutschland möchtet Ihr gerne empfehlen? Bitte nutzt dafür die Kommentarfunktion. Wir sind gespannt.

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Sommergetränk

Der Sommer ist im Norden Deutschlands endlich zurückgekehrt. Das gibt noch einmal Gelegenheit, ein tolles selbstgemachtes Erfrischungsgetränk zu genießen. Dafür nehme ich eine Glaskanne (für die Optik), gebe eine Biozitrone, gewaschen und in dünne Scheiben geschnitten, hinein, dazu ein paar Zweige Zitronenbasilikum und Rohrzucker oder Ahornsirup für die Süße. Die Zitronenscheiben und den Zitronenbasilikum etwas stampfen, damit die Aromen besser hervortreten, gut durchrühren und kühl stellen.

 

Wohnmobilstellplatz bei A+K Weltenbummler

Das Schicksal hat es nun so gewollt, dass wir nach Jahren des Reisens wiedermal einen festen Wohnsitz haben. Es hat uns in Anklam zu einem Häuschen mit einer großen Wiese verholfen. Darauf hat unser Womo nun ebenfalls eine Bleibe gefunden. Während des Hausumbaus wohnen wir weiter im Womo auf der Wiese. Es wäre aber schade, wenn es sich alleine fühlen würde. Deshalb möchten wir Euch Womo-Fahrer ganz herzlich einladen, die Wiese als Stellplatz zu nutzen. Für 6,-€/Nacht bieten wir Euch einen ruhigen und grünen Stellplatz an, mit Wasser, Abwasserentsorgung, WLAN, aber ohne Strom. Chemietoilettenentsorgung ist nicht möglich, aber wir haben einen Vorschlag, wie Ihr auch ohne Chemie auskommt: Soda. Wir praktizieren das jetzt schon ein Jahr lang. Es ist billig und umweltfreundlich. Einfach alle drei Tage einen Teelöffel voll Soda mit in den Tank geben. Das war´s. Dann könnt Ihr auch Euren Toilettentank bei uns entsorgen.

Vor allem im Frühjahr steht man morgens mit dem Gezwitscher verschiedener Vögel auf. Den Schwalben kann man bei Ihren Flugmanövern zuschauen. Gänse und Kraniche, die sich auf ihren Flug in den warmen Süden vorbereiten, beeindrucken dann im Herbst.

Nestlinge der Schwalben

Bis ins Zentrum von Anklam, dem Tor zu Usedom im Nordosten Deutschlands, ist man zu Fuß in einer halben Stunde. Zum Einkaufen sind es fünf Minuten Fußweg. Freizeitmöglichkeiten in der Natur wie Radfahren, Kanufahren auf der Peene und viel Kultur werden reichlich geboten. Anklam ist zudem die Heimat von Otto Lilienthal, dem deutschen Flugpionier, auf dessen Spuren man im gleichnamigen Museum wandeln kann.

(Bild: Günter Schröder)

Otto Lilienthal-Ausstellung in der Nikolaikirche (Bild: Günter Schröder)

Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid, seht Euch den Platz bei uns einfach mal an. Bitte die Einfahrt am LIDL benutzen, den Kleinbahnweg. Sonst müsst Ihr durch die Siedlung und es könnte eng werden.
Einige nette Gäste durften wir schon bei uns begrüßen. Die meisten von Ihnen kommen gerne wieder.

Es gibt leider eine Einschränkung: da die Wiese am Rande einer Siedlung liegt, ist die Durchfahrt für Fahrzeuge über 3,5t verboten. Wir wären Euch auch dankbar, wenn Ihr keine Hunde hättet.

Also, wir freuen uns schon auf Euch. Damit Ihr auch zu uns findet, hier noch die Koordinaten:

N 53° 50´ 48″  O 13° 42´ 50″ 

 

Emmendingen

Im Südwesten Deutschlands ist das Wetter im Moment noch wärmer als im Hunsrück, wo wir anschließend hin wollen. Auf der Suche nach einem besseren Stellplatz stießen wir auf Emmendingen. Ein guter Stellplatz ist bei den Sportanlagen und dem Freibad zu finden, kostenlos. Ver- und Entsorgung sind gegen Gebühr möglich. Der Platz ist ruhig und als Ausgangspunkt für viele Ausflüge geeignet.

Was uns auf der Tour besonders gefehlt hat war ein richtiges Bad. In Emmendingen ist das Mach´ Blau-Bad genau das richtige. Wenn man zwischen 13 und 15 Uhr kommt kostet die Tageskarte 15,-€, danach 17,50€, für die Saunalandschaft inkl. Schwimmbadbenutzung. Um diese Zeit geht es noch ruhig zu. Es gibt mehrere Saunen, auf einen Innen- und einen Außenbereich verteilt. Wenn man Glück hat steht ein kleiner Becher mit Saunasalz bereit, oder auch etwas Obst. Trinkwasser ist jeder Zeit verfügbar. So steht einem Rundum-Saunavergnügen nichts mehr im Wege. Das Schwimmbad ist über einen Durchgang zu erreichen, wo im Frühjahr vor allem das 32°-Außenbecken, mit Wasserdüsen-Liegen und Massagedüsen am Beckenrand ausgestattet, lockt. Wir genossen die Stunden im Mach´ Blau-Bad in vollen Zügen, zumal es draußen schön warm und sonnig war.

Ein anderer Ausflug führte uns zum Eichbergturm. Es ist der höchste Aussichtsturm Deutschlands. Die Aussichtsplattform ist 43,20m hoch, die Turmspitze liegt noch einmal 10 Meter höher. Um die 360°-Rundumsicht von oben genießen zu können müssen 240 Stufen bezwungen werden. Der Blick reicht dann vom Schwarzwald über den Kaiserstuhl bis zur Rheinebene.

höchster Aussichtsturm Deutschlands

Rund um den Turm kann man schön im Wald wandern gehen. Auf der Infotafel am Fuße des Turms ist von einer „Gebrannten Eiche“ die Rede. Das wäre doch ein Wanderziel für die kurze Distanz, 0,5 Kilometer. Wir liefen los und suchten natürlich die Eiche, von der wir ausgingen, dass sie vielleicht durch Blitzschlag abgebrannt wäre. An der Weggabelung abgekommen, kein Hinweis mehr auf die Eiche, auch keine Eiche selbst. Hmm, was nun. Dann entdeckten wir ein Schild und einen Stein darunter. Die Eiche gibt es nicht mehr, dafür steht jetzt der dreiseitige Grenzstein an dieser Stelle. Die Aufschrift auf dem Schild erklärt die Situation.

„Gebrannte Eiche“

Emmendingen selbst ist auch recht nett. Alles ist sehr gepflegt, hell und freundlich, ganz das Gegenteil von dem, was wir in Italien Tag für Tag sahen. Sehr schön ist der Stadtpark, in dem man sich ausruhen kann.

Stadtpark Emmendingen

Am Ufer des Flüsschens Elz lässt es sich ebenfalls gut spazieren gehen. Das sind nur einige Beispiele. Die Palette der Sehenswürdigkeiten rund um Emmendingen ist noch viel größer. Vor allem der Weinanbau ist ein großes Geschäft.

Rückfahrt über die Schweiz

Also, in Norditalien selbst Ende März einen Stellplatz oder Campingplatz zu finden, der geöffnet und auch noch groß genug ist, ist sehr schwierig. Immer wieder versuchten wir, irgendwo einen Platz zu finden, wo wir noch ein paar Nächte bleiben konnten, bevor wir zurück nach Deutschland fahren. Das funktionierte nicht und so fuhren wir über Genua, Mailand und Como (290km) in die Schweiz. Entlang der Riviera di Levante, also von Cinque Terre bis Genua war es eigentlich eine Tunnelfahrt. Von der Landschaft bekommt man dort nur wenig zu sehen.

Vor dem Grenzübertritt mussten wir uns schlau machen, was für die Maut in der Schweiz nötig ist. Für unser Womo über 3,5t brauchten wir eine Schwerverkehrsabgabe, für den kleinen Anhänger eine Vignette. Beides zusammen bekamen wir am Grenzübergang und kostete ca. 60,-€.

auf dem Weg zum Gotthard-Tunnel

Auf der ersten Raststätte hinter der Schweizer Grenze übernachteten wir, kostenlos. Wie sich auf der Durchfahrt durch die Schweiz herausstellte, werden normalerweise auf den Parkplätzen der Raststätten 15,-€ für die Zeit von 19-5 Uhr fällig. Da hatten wir nochmal Glück.

Die Preise in den Läden und Tankstellen der Schweiz sind unsagbar teuer. Als wir die Preise sahen, war uns klar, dass wir uns nicht lange in der Schweiz aufhalten werden. Eine Nacht wollten wir aber doch noch irgendwo übernachten, wo es schön wäre. Genauso wenig wie schon in Italien fanden wir auch in der Schweiz nahe der Autobahn keinen Platz. Nur vorm Gotthard-Tunnel legten wir eine Pause am Parkplatz der Seilbahn ein, wo wir eigentlich eine Übernachtung geplant hatten. Das Panorama ist wunderschön, mit den schneebedeckten schroffen Gipfeln der Alpen. Ich konnte nicht umhin, wenigstens einmal durch den Schnee zu stapfen. Die Seilbahn mit zwei gegenläufigen großen Kabinen bringt die Leute hoch in die weiße Winterwelt. Es stand am Schalter kein Preis für die Seilbahnfahrt, den ich hier nennen könnte.

letzter Parkplatz vorm Gotthard-Tunnel, an der Seilbahn

Eine Käserei mit Restaurant wartet auf Gäste. Bis zum Gotthard-Tunnel scheint die Schweiz noch zu Italien zu gehören, denn die Schilder sind auf italienisch und es wird italienisch gesprochen. Die Preise in der Käserei sind doppelt so hoch, wie wir sie von Italien her gewohnt sind.

Die Kälte der Alpen, der Schnee reichte bis an die Tunneleinfahrt heran und der Raureif der Nacht lag noch auf den Bäumen, ließ uns dann doch weiterfahren.

Die Durchfahrt durch den Gotthard-Tunnel ist in der Vignette/Schwerverkehrsabgabe enthalten, kostet also nicht extra. Als wir nachsahen, wie wir am besten über die Alpen kommen, blieb nur der Gotthard-Tunnel. Auf der Strecke über Turin in die Schweiz liegen der Fréjus-Tunnel und der Mont Blanc-Tunnel. Beide dürfen nicht von Fahrzeugen mit Emissionsklasse 0 befahren werden. So blieb uns nur die Strecke mit dem Gotthard-Tunnel. Die Steigungen sind moderat, da war die Überquerung des Brenner wesentlich kniffliger. Der Gotthard-Pass ist bis Mitte Mai geschlossen.

derzeitige Einfahrt in den Gotthard-Tunnel von Süden

Der Gotthard-Tunnel ist mit 16,9km der viertlängste Tunnel der Welt. Die LKWs werden nur einzeln, per Ampel gesteuert, in den Tunnel gelassen. Sie müssen einen Sicherheitsabstand von 150m zueinander einhalten. Da Überholverbot im Tunnel herrscht, müssen sich die PKWs einordnen und im Tempo der LKWs mitfahren. Erst in einigen Jahren wird es möglich sein, beide Tunnelröhren und dann jeweils beide Fahrspuren zu nutzen. Nach vielen schrecklichen Unfällen im Tunnel wurde viel für die Sicherheit unternommen. Mit den großen Abständen und dem relativ geringen Verkehr zur Zeit, fühlten wir uns schon ziemlich sicher. Nach 16 Minuten kamen wir endlich wieder ans Tageslicht.

Am Vierwaldstätter See wartet ein 9,25km langer Tunnel. Es folgen dann noch viele Tunnel. Die meisten zwischen 1-3km lang, aber auch längere Tunnel. Irgendwann hat man dann einfach keine Lust mehr auf die Dinger. Schade um die schöne Bergwelt, die ständig aus dem Blickfeld verschwindet. Lange wird man von den schneebedeckten Gipfeln begleitet. Leider ist das Tal, welches sich vom Gotthard bis zum Vierwaldstätter See anschließt, von Stromtrassen verschandelt.

am Vierwaldstätter See

Irgendwann passiert man den Sempacher See, wo wir eine Pause auf dem Parkplatz einlegten, und schon bald ist man in Basel. Am Grenzübergang nach Deutschland nahmen wir die Busspur, weil wir ja kein PKW sind, und standen vor einer roten Ampel. Die Ampel wurde nicht grün und es kam auch niemand, der sich um uns kümmerte. So ging ich ins Büro und fragte, ob wir weiterfahren könnten. Als dann der deutsche Zollbeamte zu sprechen war, fragte er nur, ob wir aus der Schweiz etwas zu verzollen hätten. Ich sagte ihm, dass wir aus Italien kommen. Dann könnten wir durchfahren, Gute Fahrt. So weit wollten wir am Stück (330km) gar nicht fahren, aber was soll man machen.

Ausflug von Müllheim nach Neuenburg – Narrenbrunnen

Erst in Müllheim-Hügelheim, am Kräuterhof, fanden wir ein Plätzchen zum Stehen und Übernachten. In dem großen freundlichen Laden wird alles was mit und aus Kräutern gemacht ist verkauft. Die Preise sind in Ordnung. Beim Fleischer, nicht weit weg, konnten wir etwas gegen unseren Heißhunger für Fleischsalat, Leberwurst und Sülze tun. In Italien gibt es nur an die 50 Sorten Salami und Schinken, aber sonst nix. Das wird für Abwechslungs-Fetischisten wie uns zur Tortur. Jetzt werden wir uns erst einmal wieder mit richtigen deutschen Gerichten verwöhnen. Immer nur Pasta wird auf die Dauer auch langweilig. Auf der anderen Seite muss ich dazu sagen, dass wir auf Sizilien sehr viele gute Gerichte probiert haben, weil dort alles sehr günstig ist.

Alles Gute

Wir wünschen Euch, unseren treuen Lesern, ein tolles und friedliches Weihnachtsfest sowie einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 2019.

Das vergangene Jahr 2018 brachte uns einen schönen Sommer im Baltikum. Seit Oktober sind wir in Italien bzw. Sizilien unterwegs, wo wir wohl bis zum Februar bleiben werden, um dann langsam die Heimreise nach Deutschland anzutreten. Weihnachten auf Sizilien bedeutet warmes Wetter, viel Sonnenschein und Orangen/Zitronen bis zum Abwinken. Schnee? Was ist das? Wenn wir Schnee wollen, fahren wir einfach den Ätna hinauf. Wenn nicht, lassen wir es bleiben. So stellen wir uns einen Winter vor.

Wir hoffen, dass Ihr ein schönes Jahr 2019 habt, mit vielen schönen Erlebnissen, gleich welcher Art diese für Euch auch sein sollen. Alles liebe und gute für Euch.

Weihnachtsbaum aus Kaktusblättern und Orangen

 

 

Policoro

Quer durch das apulische Hügelland fuhren wir weiter nach Süden, immer unserem Ziel Sizilien entgegen. Inzwischen stellte sich heraus, dass es ganz schön viele Kilometer bis in den Süden Italiens sind. Dazu ist der Sprit sehr teuer (Diesel 1,50-1,58€, Super 1,77-1,85). Deshalb entschieden wir nun, doch nicht, wie geplant, die gesamte Ostküste Italiens entlang zu fahren, sondern hier und da abzukürzen. Das erste Opfer war der Stiefelabsatz, den wir kappten, indem wir die Straße von Fasano nach Taranto nahmen.
Taranto liegt ausgebreitet an der Küste, wenn man aus den Bergen Apuliens kommt. Die Stadt sieht nicht einladend aus, schon gar nicht mit den vielen Industrie- und Hafenanlagen. Deshalb setzten wir die Fahrt an der Küste des Taranto-Golfes fort. Auf der Suche nach einem kostenlosen Stellplatz landeten wir am Strand von Policoro.

Die Küstenstadt Policoro gründet sich auf der antiken Stadt Herakleia, die im 5. Jahrhundert v.Chr. eine griechische Kolonie war. Später übernahmen die Römer die Macht, bevor die Stadt irgendwann zerstört und verlassen wurde. Einige Ruinen befinden sich ein paar Kilometer landeinwärts am Fluss Agri.
Der Sand des Strandes von Policoro ist grau statt gelb, die Strandbäder und Bar´s sind meist nicht mehr sehr einladend, die schicke Promenade war vor ungefähr zwanzig Jahren einmal schick. Da sind wir von der Adriaküste anderes gewohnt.

Promenade am Strand von Policoro

Der Wald hinter dem Stra

nd ist Naturpark, mal licht, mal Urwald, in dem offensichtlich Wildschweine leben, vor Schlangen wird gewarnt. Pilze schießen gerade in Massen aus dem Boden, da das Wetter nass und warm ist. Da werden wir doch gleich einmal eine Pilzmahlzeit aus einer Art Goldröhrlingen zubereiten. Frisches Grün zeigt sich überall, ein Herbst wie in Deutschland ist hier unbekannt. Zeichen, dass wir jetzt wirklich den sonnigen und warmen Süden erreicht haben, sind die vielen Apfelsinen- und Mandarinenbäume.

Seit über einer Woche wüten Unwetter in Nord- und Westitalien. Nun hat es auch Sizilien getroffen. Da werden wir wohl noch ein paar Tage warten, bis sich die Lage beruhigt hat und wir mit der Fähre übersetzen. Wir selbst sind auf der Ostseite Italiens kaum betroffen, hatten nur zwei Stürme, einigen Regen und leichte Gewitter.

Warschau

Skyline Warschaus

Wir kamen aus Norden über die Danziger Brücke über die Wisła (Weichsel). Bei der Überquerung eröffnet sich ein toller Blick auf die Skyline Warschaus. Die war für uns so überraschend, dass wir sofort neugierig auf die polnische Hauptstadt wurden. Warschau leistet sich zwei Altstädte, die alte und die neue. Die alte Altstadt breitet sich auf einem Hügel aus. Die Stadtmauer ist teilweise noch erhalten, wenn auch rekonstruiert. Im Hintergrund erheben sich die Glasbauten des Geschäftsviertels.

Schlossgarten

Wir hatten den Smart auf dem Parkplatz in der Wenedówstraße abgestellt. Von dort aus spazierten wir auf dem gemütlichen Boulevard am Weichselufer in Richtung Schloss, zu dem dann ein paar Treppen hochführen. Wenn man sich nach links wendet, kommt man zur großen Terrasse des Schlosses mit dem schönen Garten, der sich quer davor legt. Das Schloss wurde ab 1971 dreizehn Jahre lang rekonstruiert und ist heute der ganze Stolz Warschaus. Der zum Schloss gehörende Vorplatz wird im Moment neu gestaltet.

Zamkowy Platz

Nun ist man bereit, die Altstadt zu entdecken, angefangen am Zamkowy Platz. Hier beginnt der Königsweg, der in die neue Altstadt führt. Die Vorderseite des Schlosses, die St. Anna-Kirche, eine Stele und alte Wohnhäuser säumen den großzügig angelegten Platz.
Am Königsweg sind einige Paläste, auch der Präsidentenpalast, die Universität, mehrere Kirchen und die Akademie der Wissenschaften, vor der ein Denkmal für Nikolaus Kopernikus steht. Auf dem Boden rund um das Denkmal sind die Planeten, als bronzene Reliefplatten dargestellt, und deren Umlaufbahnen abgebildet.

Auf diesem Stück des Königswegs lädt das „Zapiecek“ zu den besten Dumplings (die baltischen Teigtaschen) ein, die in Warschau zu finden sind. Sie werden noch immer nach Großmutters Rezept und jeden Tag frisch per Hand hergestellt. Man kann sie mit verschiedenen herzhaften oder fruchtigen Füllungen, gebraten oder gekocht, bestellen. Wir waren begeistert.

Sirenenbrunnen

Zurück auf dem Zamkowy Platz lenkten wir unsere Schritte in die alte Altstadt, zum Platz mit dem Sirenenbrunnen. Wunderschöne Fassaden zieren den in sich geschlossenen Platz. Irgendwie erinnert uns die Szenerie ein wenig an Danzig, nur der architektonische Stil ist anders.

Königsweg im Hochsommer

Woran man in Warschau nicht vorbei kommt, ist der Komponist Chopin. Vor allem am Königsweg stehen mehrere steinerne Bänke, mit Notenmotiven darauf. Sie können jedoch noch mehr. Sie spielen Musik von Chopin. Beim Nachforschen, was Fryderyk Chopin mit Warschau zu tun hat, ergab sich, dass er 1810 westlich von Warschau geboren wurde. Der französische Vater und die polnische Mutter zogen ein gutes halbes Jahr später mit Fryderyk nach Warschau, wo er seine ersten zwanzig Jahre verlebte und das Klavier spielen lernte. Sie lebten die meiste Zeit am Königsweg, gegenüber der Universität. Ende 1830 verlässt Chopin Warschau und reist über Wien und Deutschland nach Paris, wo er sein restliches Leben bis zum Oktober 1849 verbrachte, mehrere längere Reisen inklusive.
Die kleinen Gässchen, die durch die alte Altstadt führen, sind viel zu eng für die Touristenmassen, die jetzt im Sommer in Warschau unterwegs sind. Da ist selbst der breite Königsweg fast zu eng. So viele Menschen haben wir wohl noch kaum je bei einer Stadtbesichtigung gesehen. Unzählige Reisegruppen kommen dazu.

Auf der Fretastraße und durch das Stadttor verließen wir die Altstadt wieder. Oberhalb des Multimedia Fountain-Parks und am Fort Legionów kamen wir wieder zum Parkplatz.
Warschau ist eine unglaublich interessante und schöne Stadt. Sie bietet zudem viel Freiraum, um sie zu genießen.

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