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Drewelow

Hauptstraße von Drewelow

Hauptstraße von Drewelow

Drewelow. Wo bitte liegt Drewelow? Da findet kein Tourist hin. Das Dorf liegt mitten im Nirgendwo südwestlich von Anklam. Dort hört man nur Vögel, Hühner und Hunde. Herrlich für den, der das liebt. Klaus jüngster Bruder hat dort mit seiner Familie ein Häuschen mit einem wunderschönen, großen und freien Grundstück. Unser Motorhome steht dort und harrt den Restarbeiten, die noch an ihm zu erledigen sind. Für die umfangreichste Arbeit saß ich fast einen Tag auf dem Dach und habe Luken und Hauben geputzt. Ich glaube, die haben in ihrem Leben noch nie eine Wäsche erfahren. Zudem überlegten wir, was wir mit dem Dach selbst machen können, denn es braucht unbedingt und dringend eine neue Schutzschicht. In Deutschland ist keine Pflege für Gummidächer zu bekommen. In Amerika kann man sie zwar bestellen, aber bekommt sie nicht nach Deutschland geliefert, weil die Lösungen als Gefahrgut gelten. Die Firma TSL kommt zwar an diese Pflegemittel heran, hat sie aber leider nicht mehr auf Lager und der nächste Container aus den USA kommt erst im Oktober. Bevor wir in das regenreiche Großbritannien fahren, muss irgendetwas auf die Gummihaut des Daches aufgebracht werden. Nach langer Recherche bestellten wir nun einen Tiefenpfleger von ArmorAll, den wir leider erst nächste Woche bekommen. Also müssen wir uns in Dresden, unserer nächsten Station darum kümmern. Es ist keine Dauerlösung, muss aber bis Oktober halten. Nun muss nur noch die defekte Abstützung repariert werden und das Motorhome zum TÜV.

riesige Felder

riesige Felder

Trotz der vielen Arbeiten und Besuche fanden wir auch Zeit für eine Wanderung um Drewelow herum. So oft wir schon hier waren, wir kamen noch nie dazu, uns in der Umgebung umzusehen.

Wasserburg Spantekow

Wasserburg Spantekow

Der Weg führte uns zuerst nach Spantekow, wo eine Wasserburg zu besichtigen ist. Die Bilder, die wir auf Tafeln sahen, versprachen ein schönes Erlebnis. Als wir dort ankamen, war der Eingang zum Burghof verschlossen. Eine Besichtigung ist wohl nach telefonischer Anmeldung bei den Eigentümern möglich. Die Burg ist so zugewachsen, dass man kaum noch die Gebäude erkennt. Der Wassergraben ist zum Teil trocken und die Brücke darüber, die einmal existierte, gibt es auch nicht mehr.

Wasserburg Müggenburg

Wasserburg Müggenburg

Enttäuscht setzten wir unseren Weg über Neuenburg nach Müggenburg fort. Dort erwarteten wir nach Auskünften ein Café sowie eine Turmbesteigung. Die Straße zwischen Neuenburg und Müggenburg besteht noch aus großen Granitpflastersteinen. Solche Straßen durchzogen Anfang des 19. Jahrhundert weite Teiles dieses Landstriches.
In Müggenburg begrüßten uns schottische Highlandrinder. Es war heiß und wir freuten uns nach zehn Kilometern Wanderung auf ein Eis. Das Tor zur Burg war verschlossen, kein Anzeichen für ein Café. Da kam der Besitzer heraus. Er war offensichtlich mit Renovierungsarbeiten beschäftigt. Er sagte uns, dass die Burg seit zwei Jahren für Besucher geschlossen ist, kein Eis, keine Turmbesteigung. Da kann man nichts machen. Nach Drewelow zurück waren noch zweieinhalb Kilometer zurückzulegen.

 

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Ölkäfer

Schwarzblauer Ölkäfer

Wir sind mal wieder in Drewelow. Ich berichtete einmal von diesem winzigen, ruhigen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern. Von hier wollen wir zu unserer Sommer-Rundreise starten.

Der Boden in und um Drewelow ist sandig, hier und da gibt es noch fast unberührte Wiesen. Vor ein paar Tagen fiel uns eine Käferart auf, die wir noch nie vorher gesehen hatten. Eine Recherche ergab, dass es sich bei diesen seltsamen, großen Käfern um den Schwarzblauen Ölkäfer handelt. Sie sind sehr groß, werden 3,5cm lang, und sehr behäbig. Eine Tastprobe ergab, dass ihr Körper sehr weich ist. Das liegt daran, dass ihre Flügel nur noch Stummel sind und bald hinter dem Kopf aufhören. Der Körper weist ein schönes „Relief“ auf, was den Käfer optisch sehr interessant macht.

Die Recherche ergab weiterhin, dass auf unserer Aufnahme ein Weibchen zu sehen ist. Die Männchen haben stark abgewinkelte Fühler. Außerdem produzieren die Schwarzblauen Ölkäfer bei Gefahr eine ölige Flüssigkeit, die giftig ist, auch für Menschen.

„schlüpfender“ Ölkäfer

An einem der Abende, zur Zeit freuen wir uns über sehr warme Frühlingstage, fand ich eine Stelle im Garten, an der sich zwei kleine Löcher befanden. Das Erdreich war am Rand der Löcher aufgehäuft, sehr merkwürdig. Ein genaueres Hinsehen offenbarte, dass da gerade zwei neue Ölkäfer das Licht der Welt erblickten. Der Entwicklungsweg der Schwarzblauen Ölkäfer ist wohl der gleiche, wie bei den Maikäfern. Es war sehr aufregend, dies zu beobachten.

Noch eine Info: Die Schwarzblauen Ölkäfer stehen bei uns auf der Liste der gefährdeten Arten. Wenn Ihr also einen dieser Käfer seht, beobachten ist erlaubt, töten nicht, aber Vorsicht, wenn Kleinkinder in der Nähe sind.

 

 

Deutschland

Vielleicht entsteht ja auf unserer Homepage der Eindruck, dass wir für unsere schöne Heimat Deutschland nichts übrig haben, was das Reisen angeht. Weit gefehlt. Immer wieder führten uns unsere Unternehmungen kreuz und quer durch unser Land, vom Schwarzwald und den Thüringer Wald bis zu Nord- und Ostsee. Leider versäumten wir es bisher, darüber zu berichten. Jetzt hat uns jedoch die schöne Insel Wangerooge derart beeindruckt, dass wir doch einen Beitrag zu Deutschland veröffentlichen möchten.

Wangerooge

Wangerooge - Leuchtturm

Wangerooge – Leuchtturm

Der Sandhügel, wie die Einheimischen ihre Insel im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer nennen, bietet den Besuchern eine überraschende Vielfalt an Erholungsmöglichkeiten. Wangerooge ist die rechte in der ostfriesischen Inselkette. Der Ort, Seebad Wangerooge mit dem kleinen Flugplatz, liegt fast in der Mitte der Insel und zählt 1200 Einwohner. Auf jeden Einwohner kommen noch einmal gut 8 Urlauber, was sich auf 10.000 Besucher summiert. Vor einigen Jahren sollen es 18.000 Urlauber gewesen sein, aber inzwischen setzt man hier auf Qualität, nicht mehr auf Quantität. Die Insel dankt es.

Dünenlandschaft auf Wangerooge

Dünenlandschaft auf Wangerooge

Nach Westen und nach Osten breiten sich Dünenlandschaften aus, die man sich auf bis zu 12 Kilometer langen Rundwanderungen erschließen kann, zu Fuß oder per Drahtesel, ganz wie man möchte. Eine andere Art der Fortbewegung ist kaum möglich, denn Wangerooge ist autofrei. Nur der Krankenwagen und die Feuerwehr dürfen Autos haben. Koffertransporter, das Auslieferungsfahrzeug eines Lebensmittelladens oder das Inselflieger-Shuttle sind Elektrofahrzeuge. Privatleuten bleiben nur Anhänger für ihre Fahrräder oder Handkarren, um etwas zu transportieren.
In den mit niedrigen Büschen bestandenen Dünen halten sich viele Fasane auf. Geschützte Kornweihen oder Falken finden hier ebenfalls ein Zuhause, neben Tauben, Krähen und selbstverständlich den Küstenvögeln.

Grab und Mahnmal Bunker

Grab und Mahnmal Bunker

Wenn man auf den ausgetretenen Pfaden durch die Dünen spaziert, fallen überall kleine Krater auf, die zum Teil mit Wasser gefüllt sind. Dies sind die Hinterlassenschaften von 6000 Bomben, die kurz vor Ende des 2. Weltkrieges auf die Insel niedergingen. Der Grund für diesen verheerenden Angriff waren dutzende Bunker und Kanonen, die zum atlantischen Wall gehörten und die Küste des Festlandes vor den Feinden schützen sollten. Einer der Bunker, direkt am Westrand des Strandes gelegen, ist ein Grab und Mahnmal. Auf einem zweiten Bunker steht das Café Pudding, ein zentraler Punkt des touristischen Stadtlebens.

Auf der Westspitze Wangerooges befinden sich eine Jugendherberge, ein kleines Restaurant, die Nationalparkstation Wangerooge West und exklusive Ferienwohnungen. Ansonsten hat die Natur auch dort noch das Zepter in der Hand. Große Feuchtwiesen bieten Gänsen, Kiebitzen und anderen wasserliebenden Vögeln Nahrung und Lebensraum. Unsere mit der Kamera eingefangenen Vögel findet Ihr auf dieser Seite.

Schlick-Watt

Schlick-Watt

Im Süden und im Norden von Wangerooge breiten sich zwei verschiedene Watts aus. Im Norden liegt das Sand-Watt. Dieses ist nicht gerade reich an Leben. Es finden sich nur wenige Muschelschalen am Strand. Im Süden der Insel lädt das Schlick-Watt zu Entdeckungen ein, die allerdings nur im Rahmen einer eng begrenzten, geführten Wattwanderung möglich sind. Die allermeisten Bereiche sind geschützt. Dort sind die unzähligen Vögel und Kleintiere ungestört. Muscheln, Schnecken und Wattwürmer tummeln sich dicht an dicht verborgen im bei Ebbe trockenliegenden Schlick.

Bei klarem Wetter blinkt nachts das Leuchtfeuer der Insel Helgoland herüber, die gut 40 Kilometer geradeaus, weiter in der Nordsee liegt.

neuer Sand für den Strand

neuer Sand für den Strand

Riesengroßer Aufwand wird heute für die Erhaltung der Insel, so wie sie ist, betrieben. Normalerweise wandert die Insel, bedingt durch die starken Winde, von West nach Ost. Jedes Jahr wird deshalb der Sand im Osten der Insel mit großen Baggern wieder abgetragen und zum Westende zurückgebracht. Außerdem schüttet man den durch das Wasser abgetragenen Sand wieder an den Stränden auf. Angeblich soll sich diese Sisyphusarbeit lohnen, aber es bleibt den Menschen auf Wangerooge nun auch nichts mehr übrig, sonst müsste man irgendwann den ganzen Ort verschieben.

Fähre Harlesiel-Wangerooge

Fähre Harlesiel-Wangerooge

Eine Fähre, von Harlesiel aus, bringt die Menschen auf die Insel Wangerooge. Man sollte jedoch sehen, dass man nicht zu viel Gepäck mit sich führt, denn es muss für jeden Koffer auf der Fähre und für den Transport auf der Insel bezahlt werden, neben den Gebühren für die Leute selbst.
Vor allem lockt das Reizklima der Nordsee viele Kurpatienten an. Das mineralhaltige Wasser und die Aerosole helfen bei Haut- oder Atemwegskrankheiten. Auch als gesunder Mensch sollte man sich diesen natürlichen Stoffen aussetzen, denn sie tun einfach gut.
Bei entsprechendem Wetter werden verschiedene Wassersportmöglichkeiten angeboten, wie Wellensurfen, Kitesurfen, Kanutouren oder Segeln. Egal, ob Erholung oder Aktivitäten, jeder findet seine Möglichkeiten, schöne Tage auf Wangerooge zu verbringen.

Hier sind weitere Ausflugsziele in unserem schönen Land. Einfach dazu auf die Titel klicken:

Ölkäfer

Wismar

Herbsttour 2017

Emden

Flusslandschaft Peenetal

Jülich

Dresden

Finsterbergen

Goch

Kanutour auf der Lahn

Fahrradtour am Rhein – Bacharach/Bingen/Lorch

Hunolsteiner Klammtour

Römische Villa Borg

Deutschlands längste Hängeseilbrücke

Anklam und Usedom

Drewelow

Ukranenland

 

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