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Ebrodelta

römisches Tor in Tarragona

römisches Tor in Tarragona

Von einem Besuch Tarragonas sahen wir ab, obwohl es sicher viel Interessantes dort zu sehen gibt. Durch Tarragona führte die römische Via Augusta. Ein Triumphbogen zeugt noch heute vom ehemaligen Status der Stadt. Viele römische Ruinen sind über die Stadt und ihre Umgebung verteilt.
Immer weiter, teilweise auf der Via Augusta, teilweise der mautfreien A7 folgend, war unser nächstes Ziel das Delta des Ebro. Wenn man bei l´Ampolla, aus den Bergen kommend, wieder die Küste erreicht, breitet sich das weitläufige Delta in der Ferne aus. Einen Wohnmobilstellplatz für große Wohnmobile findet man an der Casa de Fusta im Süden des Deltas. Es gibt aber noch drei weitere Stellplätze über das Gebiet verteilt. Die Casa de Fusta ist ein Informationszentrum über das Delta. Angeschlossen ist auch ein Restaurant sowie eine Einrichtung, über die allerlei Aktivitäten wie Reiten, Bootfahren usw. angeboten werden.

Rosaflamingo

Rosaflamingo

Das Delta ist vor allem ein Paradies für Vogelliebhaber, selbst in dieser Jahreszeit. Silber-, Seiden-, Kuh- und Graureiher findet man hier in unglaublicher Dichte. Dazu kommen Kiebitze, Stieglitze, Teich- und Blesshühner. Ganz große Freude machten uns jedoch die Rosaflamingos, die sich in größeren Gruppen in den Wasserlöchern des Deltas aufhalten. Es gibt jedoch noch viel mehr Vogelarten, wenn man sich nur Zeit nimmt und vor allem zu Fuß geht.

geflutetes Reisfeld

geflutetes Reisfeld

Das Ebrodelta ist zudem ein Reisanbaugebiet. Die Reisfelder nehmen mehr als die Hälfte der Fläche ein. Der Zyklus der Pflanzen ist der gleiche wie bei jedem anderen Getreide auch: im Frühjahr werden die Felder vorbereitet, geflutet und es wird gesät. Im Sommer wachsen die Pflanzen in den ausgetrockneten Feldern und bilden ihre Rispen aus und im Herbst wird geerntet. Dann hat man die Felder erneut geflutet. Im Winter ruht alles.
Die Flutung der Felder erfolgt über ausgeklügelte Kanäle, deren Ursprünge aus der Maurenzeit stammen. Jeweils ein großer Kanal fließt parallel zum Ebro Richtung Meer. Alle anderen Wasserwege und Seen sind natürlichen Ursprungs. Was nicht als Reisfeld umgestaltet ist, ist Marschland. Auf der südlichen Halbinsel wird noch immer eine Saline betrieben.

el Poblenou del Delta

el Poblenou del Delta

Mehrere Dörfer sind im Delta verstreut, wovon el Poblenou del Delta das wohl hübscheste ist. Folgt man dem Weg bis an den Strand, kommt man zu einer KiteSurf-Schule. Dünen, Strand und Wasser liegen rundherum.
Übrigens führen fast ausschließlich schmale Straßen durch das Delta, die rechts und links von Reisfeldern, Wasserwegen oder Marschland gesäumt sind. Da kann es schon einmal eng werden, wenn Gegenverkehr kommt.

Mündung des Ebro

Mündung des Ebro

Am nördlichen Ufer des Ebroauslaufes steht ein Aussichtsturm nahe des Ortes Riumar, der im Sommer sicher auch ganz nett ist. Leider sind die meisten Straßen in dem Ort eine Katastrophe. Vom Aussichtsturm hat man einen 360°-Blick über den Lauf des Ebro und sein Delta. Fischfang wird im Rahmen strenger Regeln groß geschrieben. Mit kleinen Booten fangen die Fischer Aal, Barsch, Karpfen und ein paar weitere Arten, die zumeist in den hiesigen Restaurants angeboten werden.
Leider spielte das Wetter so gar nicht mit, so dass wir nur mit dem Auto fahren konnten. Normalerweise ist die Gegend auch ein El Dorado für Fahrradfahrer.

Nutria-Jungtier

Nutria-Jungtier

Bei einem kurzen Spaziergang begegnete ich einem kleinen Tier. Es war wahrscheinlich ein Nutria-Jungtier, da es angeblich keine Bisamratten in Südeuropa gibt. Da ich keine Beschreibung der Unterschiede beider Arten gefunden habe, kann ich auch nicht sagen, was es wirklich war. Jedenfalls habe ich es eine ganze Weile beim Fressen frischer Grünpflanzen beobachtet.
Ein Ausflug nach Amposta lohnt kaum. Im Sommer starten dort Bootstouren ins Delta.

Sant Carles de la Rápita

Sant Carles de la Rápita

Da es in Valencia immer noch regnete, blieb uns ein weiterer Tag mehr im Ebrodelta. Es wurde ein herrlicher Tag mit Sonne im Delta, während die Berge immer wieder im Grau lagen. Wir nutzten den Tag für eine Fahrradtour nach Sant Carles de la Rápita. Die kleine Altstadt liegt zwischen Strand und Bergen. Die Stadt besitzt zudem eine schöne und raumgreifende Promenade und einen Hafen. Vom Hafen aus starten Bootsfahrten durch das Delta oder zu den Muschelbänken vor der Küste. Die Muschelzuchten sieht man von der Straße zwischen Sant Carles und El Poblenou aus. Da stehen mehrere Anlagen im Wasser. Die Muscheln und auch Austern werden an Seilen im Wasser hängend aufgezogen. Während man überall frische Muscheln bekommt, sind Austern jetzt leider nicht im Angebot. Bei schönem Wetter ist eine Fahrradtour durch das Delta eine tolle Sache. Man findet immer wieder neue Vogelarten. Überall an den Reisfeldern verteilt stehen kleine Anwesen der Reisbauern, mal mehr, mal weniger schön zurechtgemacht. Wir stellten fest, dass sich auch in diesen Reisfeldern Flusskrebse wohlfühlen, was uns gleich an Louisiana (USA) erinnerte, wo Flusskrebse auf brachliegenden Reisfeldern gezüchtet werden. Reiher und Möwen freuen sich über die Krebse.

 

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Po-Delta

Kaum hatten wir den Stellplatz im Delta des italienischen Flusses Po erreicht, empfing uns das Wetter mit einem ausgewachsenen Sturm und Regen, welches stundenlang und bis tief in die Nacht anhielt. Deshalb mussten wir unseren gerade begonnenen Rundgang durch den Fischereihafen von Goro-Gorino, dem wir einen Besuch des gleichnamigen Ortes anschließen wollten, schnell wieder beenden.
Wir stehen direkt zwischen dem Po-Goro und der Lagune am südlichen Deltarand. Durch den Sturm stieg der Wasserpegel schnell und drückte noch mehr Wasser durch die enge Schleuse zwischen beiden Gewässern, an der wir stehen. Es wurde etwas beängstigend. Müssen wir den schönen Stellplatz gleich wieder verlassen und tiefer ins Landesinnere, nach Goro, umziehen? Ein Auge hielten wir immer auf das Wasser gerichtet. Am nächsten Morgen schien wieder die Sonne.

Unwetter über dem Po-Delta

Das Po-Delta ist die Heimat von Nutrias. Eine Gruppe von ihnen lebt kurz vor Goro-Gorino an einen Wasserloch. Mal schwimmen sie, mal fressen sie das satte Grün am Wasserrand. Sie sind sehr scheu und lassen sich nur aus der Entfernung fotografieren. Die nahe an ihnen vorbeifahrenden Autos stören sie dagegen nicht. Nutrias haben wir jedoch überall gesehen, wo Wasser in der Nähe ist. Leider werden viele von ihnen hier im Park des Po-Delta überfahren.

Nutrias

Das Po-Delta wird stark landwirtschaftlich genutzt. Von Möhren, Rüben und Salat bis hin zu Haselnüssen wird auf dem fruchtbaren Boden manches geerntet. Jetzt im Herbst sind aber die meisten Felder umgepflügt. Deshalb sind kaum noch Vögel im Delta unterwegs, außer den üblichen vier Reiherarten (Grau-, Silber-, Seiden-, Kuh-), Möwen, Elstern und ein paar Singvögeln. Im Ebro-Delta ist da schon mehr los um diese Jahreszeit.
Goro und Gorino sind zwei ruhige Orte. Hier hat man Zeit, hier regiert die Natur. Nur in den zwei großen Häfen sieht man so etwas wie Geschäftigkeit. Allerdings fragt man sich, angesichts der unzähligen Fischerboote: Was fangen die? Soviel Fisch kann es im Po und der Lagune gar nicht geben. Viele Boote haben Ausrüstung zum Muschelfang dabei. Vor allem Miesmuscheln und Venusmuscheln werden in den Lagunen gezüchtet. Im Sommer werden Bootstouren zu den Muschelbänken angeboten.

Von unserem Stellplatz im Fischereihafen von Gorino sehen wir einen Leuchtturm. Leider ist dieser nur mit einem Boot zu erreichen. Wir fuhren über eine Behelfsbrücke kurz vor Gorino über den Po-Goro. Diese Behelfsbrücke kostet für PKWs 2,50€ Zoll pro Überfahrt und basiert auf mehreren Betonschiffen, die nebeneinander im Po-Goro liegen. Mit lautem Gerappel, die meisten Bohlen sind lose, erreichten wir das andere Ufer und folgten der Straße auf dem Damm, bis zu deren Ende. Den Rest bis zur Po-Mündung in die Adria muss man zu Fuß gehen, allerdings mit Hindernissen und nassen Füßen am Po-Ufer entlang. Auf den letzten 50m stapelt sich das Treibholz meterhoch, so dass das Ufer der Adria unerreichbar bleibt. Einen schönen Blick auf den Leuchtturm hat man trotzdem.

Mündung des Po-Goro

Comacchio ist die heimliche Hauptstadt des Po-Deltas und war im Mittelalter ein erfolgreicher Handelshafen. Die großen Erwerbszweige sind hier das Salz und der Aal. Die Salzproduktion begann schon in der Antike, als die Etrusker die Stadt Spina gründeten, deren Reste in der Nähe von Comacchio ausgegraben wurden. Schon Spina war ein wichtiger Handelshafen. Die Etrusker, an denen man nicht vorbeikommt, wenn es um Italien geht, legten die Salinen an, die über die Jahrhunderte bis 1985 genutzt wurden. Dann wurde die Produktion eingestellt und die Natur bekam ihr Recht zurück. Nur wenige kleine Salzbauern gibt es noch. Flamingos sollen hier brüten, aber im Moment sind sie nicht da.
Die Lagunen von Comacchio sind ebenso Lebensraum der Aale, wenn sie aus der Sargassosee, östlich von Florida im Atlantik, kommen. In der Zeit von Oktober bis Dezember ziehen die Aale wieder dorthin zurück. Seit Jahrhunderten werden die Aale dann mit Hilfe von Schrankensystemen aus Holz und Weidenruten in den Kanälen gefangen. Es gab viele dieser Schrankensysteme im Delta. Die dazugehörigen Bauwerke, Wohn- und Arbeitsraum der Fischer, sind heute meist nur noch Ruinen. Aale gibt es kaum noch, deshalb ging auch dieser Erwerbszweig auf ein Minimum zurück. In der Manifattura dei Marinati, der Fischfabrik, auch Haus des Aales genannt, kann man sich auf die Spuren der Aalverarbeitung begeben. Von Oktober bis Dezember, wenn die Aale gefangen werden, ist das Museum wieder als Fabrik tätig. Dann werden die Aale angeliefert, der Kopf entfernt, und der Rest wird auf lange Spieße gefädelt. Diese werden vor große Feuer gehängt, es gibt zwölf Kamine, bis sie gut gebraten sind. Dann schichtet man sie in Fässer, die zum Abschluss mit Marinade aufgefüllt werden. Für 3,-€ Eintritt ist man dann hautnah dabei. Wir jedoch waren wohl etwas zu früh, denn die Kamine blieben kalt und die Spieße leer. Mehrere Filme erklären dann die Funktionsweise der Fischfabrik. Es wurde sogar ein Film mit Sophia Loren gedreht, der sich mit dem Aalfang und der Fischfabrik beschäftigt. Anfang Oktober findet jedes Jahr das „Aalfestival“ statt. Deshalb kamen wir mit der Erwartung nach Comacchio, dass wir überall an Ständen oder so Aal probieren könnten. Stattdessen wird der Aal für teures Geld als Konserve in Spezialitätenläden oder als teure Gerichte in den Restaurants und Trattorias angeboten.

Fischfabrik oder „Haus des Aals“ in Comacchio

Die Lagunenstadt Comacchio ist trotzdem sehr sehenswert und eine echte Konkurrenz zu Venedig. Hier ist es zu dieser Jahreszeit sehr ruhig. In aller Ruhe und Gemütlichkeit lässt es sich an den vielen schönen Kanälen und bunten Häusern entlang spazieren. Ziegelbrücken ermöglichen den Seitenwechsel. An fast jeder Ecke erhebt sich eine Kirche. Im Stadtzentrum stehen ein Uhrturm und der Weizenspeicher.

Kanäle überall

Das imposanteste Bauwerk ist die Trepponti-Brücke, die 1630 als monumentales Seetor gebaut wurde. Über mehrere Treppen kann die Trepponti-Brücke passiert werden. Gleich nebenan befindet sich der alte Fischmarkt mit der Fischhalle. Comacchio ist unserer Meinung nach ein Muss, wenn man das Po-Delta besucht.

Trepponti-Brücke

Noch eines muss ich erwähnen. Vollkommen überrascht waren wir, als wir die großen Fischernetze bei Comacchio sahen. Es ist das gleiche Prinzip, wie die chinesischen Netze in Kerala (Indien). Nur das diese dort mit einem Hebel und sechs bis acht Mann bedient werden, und hier in Comacchio mit Hilfe eines Motors funktionieren. Die großen viereckigen Netze sind stationär und werden in das Wasser abgesenkt. Nach kurzer Zeit zieht man sie hoch und der Fang, meist nur kleine Fische, die frittiert werden, werden mit einem Kescher herausgefischt. Dabei müssen die Fischer schnell sein, denn Heerscharen von kleinen Krebsen, die mit dem Netz nach oben kommen, stürzen sich ebenfalls auf die Fische. Natürlich wollen auch die Möwen ihren Anteil.

Fischernetze in Comacchio

Der zweite Stellplatz im Po-Delta, den wir nutzten, war der naturbelassene Platz „Area Sosta Camper“, direkt bei den Lagunen von Comacchio, knapp südlich der Stadt. Die breiten Strände von Porto Garibaldi, Estensi und Spina sind auch gleich in der Nähe. Dort ist inzwischen auch alles in einen Dornröschenschlaf gefallen. Nur ein paar in dicke Jacken gehüllt Spaziergänger bevölkern jetzt den Strand. Die meisten Kneipen haben bis zum Frühjahr geschlossen.

Vögel Spaniens/Portugals

Auch in Spanien und Portugal sind viele Vogelarten zu finden. Sie sind entweder einheimisch, halten sich als Wintergäste auf oder ziehen auf ihren jahreszeitlichen Wanderungen hindurch. Besonders viele Vogelarten schätzen auf Grund der natürlichen Gegebenheiten das Ebrodelta oder die Trafalgar-Küste in Spaniens Süden. Auf unserer 6-monatigen Reise durch diese beiden Länder sind uns wieder zahlreiche Vogelarten vor die Linse geraten. Leider sind nicht alle Bilder, wie man sie sich wünscht, da die Entfernungen teilweise zu groß waren. Ich möchte Euch die Bilder aber nicht vorenthalten und bitte für die schlechte Qualität um Entschuldigung.

Ich würde mich auch freuen, wenn mir jemand von Euch bei der Bestimmung der mir unbekannten Arten helfen kann, sei es in dieser Rubrik oder in den anderen Vogelwelten.

Es gibt natürlich noch viele Vogelarten mehr in Spanien und Portugal, aber entweder sah ich sie nur einmalig, oder sie blieben ständig verdeckt, oder sie waren einfach zu aufgeregt, um sie fotografieren zu können. Trotzdem bin ich wiedereinmal stolz auf meine Ausbeute und es hat wie immer Spaß gemacht.

Allgemein

Greifvögel

Enten und Taucher

Küsten- und Wasservögel

Schreitvögel

 

 

 

 

 

 

Valencia

Metro nach Valencia

Metro nach Valencia

Dank wetter.com verbrachten wir einen wirklich schönen Tag in Valencia, bei 22 Grad und Sonne. Vom Ebrodelta bis nach Valencia fährt man immer auf der N340 und ab Sagunto auf der hier mautfreien A7, die Costa Azahar oder Orangenblütenküste entlang. Nach langem Freistehen fuhren wir wieder einen Campingplatz an, und zwar den ValenciaCamperPark bei Bétera. Er kostet über den Winter auch ohne ACSI-Card nur 17,-€ inkl. allem.
Um Valencia zu erreichen, benutzt man am besten die Metro. Auf dem Campingplatz bekommt man eine Wertkarte für 10 Fahrten. Eine Fahrt kostet 1,50€ pro Person. Dazu kommt ein Stadtplan von Valencia, auf dem auch das Liniennetz der Metro verzeichnet ist. Die Metrostation der Linie 1 befindet sich 300m vom Platz entfernt. Es ist sehr leicht, sich zurecht zu finden. Der sehr nette Platzwart erklärt alles sehr geduldig und sehr genau.

Valencia Altstadt

Valencia Altstadt

In Valencia steigt man an der Station Ángel Guimerá aus. Von dort aus ist es nicht mehr weit bis in die beeindruckende Altstadt. Eine Vielfalt an Stilrichtungen, Schmuckgiebeln und Türmchen ergeben eine unglaubliche Harmonie. Weiß herrscht vor und lässt die Stadt sehr freundlich erscheinen.
Der alte Nordbahnhof, die geschlossene Stierkampfarena, das Rathaus, welches von innen besichtigt werden kann, und viele andere beeindruckende Bauten sorgen dafür, dass man mit allen Sinnen unterwegs ist.

Mercado Central

Mercado Central

Der Bauch von Valencia ist der Mercado Central. In der alten Markthalle wird alles an Nahrungsmitteln angeboten, was die Felder hergeben. Der Fischmarkt ist in einer separaten Hallenseite untergebracht. Der Vorteil dieser Markthalle ist, dass viel Platz zwischen den Ständen bleibt, so dass kaum Drängelei entsteht. Hier macht das Gucken Spaß.

Torres de Serranos

Torres de Serranos

Über die schönen Plätze Plaza de la Reina und die Plaza de la Virgen mit ihren Kirchen kommt man zum Stadttor Torres de Serranos. Es ist eines von zwei erhaltenen Stadttoren. Die Besichtigung und Besteigung des Tores ist kostenpflichtig, genauso wie die meisten Kirchen und die Kathedrale.
Das Bett des Flusses Turia ist heute die grüne Lunge von Valencia. Der Fluss wurde 1957 südlich um die Stadt herumgeleitet, nachdem er Valencia mehrmals überflutet hatte. Sportplätze, Gärten und Parks dienen den lärmgeplagten Städtern zur Erholung.

Hafenmeisterei

Hafenmeisterei

Zu Valencia gehören auch Strände und eine Marina. Um diese zu erreichen, ist es ratsam, wieder in die Metro, Linie 4, zu steigen und sich dorthin bringen zu lassen. Aussteigen sollte man an der Station Las Arenas. Hier ist die laute Stadt weit weg. Eine großzügige palmenbestandene Promenade liegt vor dem breiten Strand. Kleine Restaurants und Bars buhlen um die wenigen Gäste, die jetzt vorbeikommen.
Die Marina Real Juan Carlos ist dagegen nichts für Otto Normalurlauber. Entweder möchte man unter sich bleiben oder die Preise sind gesalzen. Die weißen Gebäude strahlen mit dem blauen Himmel um die Wette.
Wenn man immer weiter um die Hafenbecken herum läuft, gelangt man irgendwann zu alten Werfthallen und zum hübschen Gebäude des Hafenmeisters mit dem Uhrturm.

IMAX-Kino und Opera Valencia

IMAX-Kino und Opera Valencia

Eine Reihe modernster und innovativer Bauwerke stehen am Ende des ehemaligen Flussbettes des Turia, die z.B. als Kino, Aquarium oder Musikhalle genutzt werden. Große Wasserbecken geben dem ganzen Ensemble eine Extraportion Pepp. Dazwischen ragt eine Hängebrücke in den Himmel. Beim Überqueren der Brücke zu Fuß spürt man, wie die Seile arbeiten, die die Brücke halten.
Am großen Kreisverkehr vor der Hängebrücke, der gerade neu gestaltet wird, steht das Shoppingcenter Aqua. Auf der Ebene P2 sollte man im kleinen Außenbereich des Tommy´s, einem amerikanischen Café im 50er-Jahre Stil, eine Kleinigkeit zu sich nehmen. Erstens scheint hier die Sonne auf den Tisch und zweitens lässt sich der Verkehr im Kreisverkehr vor den supermodernen Bauten gut beobachten.

Nun hatten wir genug Kilometer in den Beinen, so dass wir an der Station Maritím Serrería wieder in die Metro Linie 5 einstiegen. An der Station Àngel Guimerá muss man umsteigen, um wieder in Bétera zu landen.

Riba-Roja de Turia

Riba-Roja de Turia

Ein kleiner Ausflug führte uns am nächsten Tag in den Ort Riba-Roja am Fluss Turia. In den Gassen der Innenstadt kommt man sich wie in einem Bergdorf vor. Die Kirche mit zwei Türmen und der blau strahlenden Kuppel überragt den Ort.
Im grünen Tal sorgen Wanderwege entlang des Turia sowie ein Spiel- und Picknickplatz für Erholung. Überall wächst 5m hohes Schilf, in dem sich viele Vögel wohlfühlen.

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