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Ferienwohnung „Amerikanisches Wohnmobil“

Nun schreiben wir das Jahr 2020 und es ist der Beginn eines neuen Jahrzehnts. Ein doppelter Anlass, allen unseren Lieben, der Familie, Freunden und Bekannten sowie unseren Anhängern und treuen Lesern ein wundervolles, gesundes und glückliches Neues Jahr zu wünschen. Mögen Eure Wünsche in Erfüllung gehen und was immer Ihr vorhabt soll Euch Spass und Freude bereiten. Vielleicht sehen wir uns in diesem Jahr irgendwann und irgendwo.

Apropos. Wie ich schon berichtet habe, fährt unser Wohnmobil nirgends wo mehr hin. Deshalb haben wir uns überlegt, es als spannende Ferienwohnung anzubieten. Wo hat man schon einmal die Gelegenheit, seine Ferien, oder nur ein paar Nächte, in einem geräumigen amerikanischen Wohnmobil zu verbringen. Wir würden uns freuen, Euch kennenzulernen und Eure Geschichten zu erfahren.

Das Wohnmobil bietet reichlich Platz, viel Licht, Wasser, Strom und Gas für die Geräte. Es gibt zwei gemütliche Fernsehsessel, eine Couch, eine Essecke, Küche, Bad und Schlafzimmer. Es steht auf einem kleinen, grünen Wohnmobilstellplatz, auf dem Campingverhalten erlaubt ist. Wer Ruhe und familiäre Atmosphäre mag ist bei uns genau richtig. Ausflugsmöglichkeiten verschiedener Art sind genügend vorhanden. Wir stehen unseren Gästen mit entsprechenden Ratschlägen gerne zur Verfügung.

Der Preis für eine Übernachtung im Wohnmobil mit zwei Personen beträgt 49,-€, inkl. Strom, Wasser und Gas. Bettwäsche stellen wir zur Verfügung. Einkaufsmöglichkeiten liegen 5-10 Minuten zu Fuß entfernt. In der 2 Kilometer entfernt liegenden Innenstadt Anklams sind weitere Geschäfte, Märkte und Restaurants zu finden.
Der Mietzeitraum liegt aus wettertechnischen Gründen zwischen dem 01. April und dem 30. September eines jeden Jahres.

Die Ferienwohnung befindet sich am Rande einer Siedlung, auf einem ruhigen und sehr grünen Grundstück. Hier tummeln sich viele Vögel, deren Gesang oder Rufen man lauschen kann. Wer Glück hat kann in den ruhigen Abendstunden auch Hase und Igel beobachten. Der Kuckuck ist oft zu hören und in der Ferne hört man die Gänse und Kraniche rufen, die sich in den Peenewiesen aufhalten. Es ist fast ein kleines Paradies.

Ein besonderes Phänomen ist das kupfern bis goldene Leuchten der großen Pappeln zum Sonnenuntergang, welches sich oft beobachten lässt.

Wenn Ihr noch Fragen habt, beantworten wir diese gerne. Bitte benutzt dafür die Kommentarfunktion. Reservierungen nehmen wir per email akweltenbummler@gmx.de oder per Telefon 0162/5101572 entgegen.

Wir freuen uns auf Euch. Bis bald.

 

Toller Sommer

Die erste Saison für unsere Ferienwohnung „amerikanisches Wohnmobil“ startete zwar wegen Corona etwas verspätet, entwickelte sich jedoch zu einer wundervollen Zeit. Wenn wir vorläufig nicht mehr in die Welt kommen, kommt die Welt eben zu uns.

Wir durften viele liebe Gäste begrüßen und hatten in den meisten Fällen viel Spaß zusammen. Wir freuen uns, dass wir so viel Zuspruch gefunden haben. Anfangs gab es zwar noch ein paar wenige Kinderkrankheiten, aber die konnten beseitig werden. Die meisten Gäste fühlten sich in dem geräumigen und gut ausgestatteten Wohnmobil wohl. Viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung bieten die nahe gelegene Stadt und die grüne Umgebung. Nach all den Unternehmungen bietet die kleine Terrasse vor dem Wohnmobil eine kleine Auszeit in Ruhe mit Blick ins Grüne.

Aber auch unser Wohnmobilstellplatz wurde gut besucht. Selbst ebenfalls Camper, als A+K Weltenbummler unterwegs, ist ein sofortiges tolles Verständnis mit unseren Gästen selbstverständlich und wunderbar. Es war eine große Freude von all den verschiedenen Geschichten unserer Gäste zu hören, teilweise in gemütlichen Runden am Lagerfeuer oder bei Grillabenden.

In diesem Sinne hoffen wir sehr, dass die nächste Saison mindestens genauso erfolgreich wird und wir weitere neue und interessante Gäste begrüßen dürfen. Sehr freuen würden wir uns auch, wenn wir einige der diesjährigen Gäste wieder begrüßen dürften. Es wird jedenfalls eine sehr lange Zeit ohne Euch.

Frohe Ostern

Seit fast einem Jahr bauen wir nun unser neu erworbenes Häuschen um und es geht vorwärts. Im März kamen auch das Wohnmobil, welches wir als Ferienwohnung herrichteten, und der erste Teil unseres Gartens dazu. Jede Menge Arbeit, die uns kaum noch Zeit lässt, etwas in unserem Blog zu posten. Diese Tage nutze ich jedoch, um allen unseren Lieben, Freunden und Bekannten ein Frohes Osterfest zu wünschen. Das Wetter ist traumhaft, es grünt und blüht allerorten und das Ausgehverbot trifft uns wenig, da wir seit einem Jahr eh kaum etwas anderes als unser Grundstück sahen. Uns geht ist fantastisch und das gleiche hoffen wir von Euch, wo auch immer Ihr steckt. Viele von Euch wären jetzt gerne im warmen Süden, aber seht, der Frühling in Deutschland ist in diesem Jahr eine Granate, zumindest bis jetzt. Wir wünschen Euch allen alles Gute und eine schöne Zeit.

Der erste Teil unseres Garten hat Gestalt angenommen.

 

Wohnmobilstellplatz bei A+K Weltenbummler

Das Schicksal hat es nun so gewollt, dass wir nach Jahren des Reisens wiedermal einen festen Wohnsitz haben. Es hat uns in Anklam zu einem Häuschen mit einer großen Wiese verholfen. Darauf hat unser Womo nun ebenfalls eine Bleibe gefunden. Während des Hausumbaus wohnten wir weiter im Womo auf der Wiese, inzwischen ist es eine Ferienwohnung. Es wäre aber schade, wenn es sich alleine fühlen würde. Deshalb möchten wir Euch Womo-Fahrer ganz herzlich einladen, die Wiese als Stellplatz zu nutzen. Für 8,-€/Nacht bieten wir Euch einen ruhigen und grünen Stellplatz an, mit Wasser, Abwasserentsorgung, Strom und WLAN. Chemietoilettenentsorgung ist nicht möglich, aber wir haben einen Vorschlag, wie Ihr auch ohne Chemie auskommt: Soda. Wir praktizieren das jetzt schon ein Jahr lang. Es ist billig und umweltfreundlich. Einfach alle drei Tage einen Teelöffel voll Soda mit in den Tank geben. Das war´s. Dann könnt Ihr auch Euren Toilettentank bei uns entsorgen.

Vor allem im Frühjahr steht man morgens mit dem Gezwitscher verschiedener Vögel auf. Den Schwalben kann man bei Ihren Flugmanövern zuschauen. Gänse und Kraniche, die sich auf ihren Flug in den warmen Süden vorbereiten, beeindrucken dann im Herbst. Oft hört man den Kuckuck rufen.

Nestlinge der Schwalben

Bis ins Zentrum von Anklam, dem Tor zu Usedom im Nordosten Deutschlands, ist man zu Fuß in einer halben Stunde. Zum Einkaufen sind es fünf Minuten Fußweg. Freizeitmöglichkeiten in der Natur wie Radfahren, Kanufahren auf der Peene und viel Kultur werden reichlich geboten. Anklam ist zudem die Heimat von Otto Lilienthal, dem deutschen Flugpionier, auf dessen Spuren man im gleichnamigen Museum wandeln kann.

(Bild: Günter Schröder)

Otto Lilienthal-Ausstellung in der Nikolaikirche (Bild: Günter Schröder)

Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid, seht Euch den Platz bei uns einfach mal an. Bitte die Einfahrt am LIDL benutzen, den Kleinbahnweg. Sonst müsst Ihr durch die Siedlung und es könnte eng werden.
Einige nette Gäste durften wir schon bei uns begrüßen. Sie kamen sogar aus Wales und der englischen Grafschaft Yorkshire. Die meisten von Ihnen kommen gerne wieder.

Es gibt leider eine Einschränkung: da die Wiese am Rande einer Siedlung liegt, ist die Durchfahrt für Fahrzeuge über 3,5t verboten. Wir wären Euch auch dankbar, wenn Ihr keine Hunde hättet.

Also, wir freuen uns schon auf Euch. Damit Ihr auch zu uns findet, hier noch die Koordinaten:

N 53° 50´ 48″  O 13° 42´ 50″ 

 

Agrigento Umgebung

Siculiana: Dies ist ein nettes Städtchen westlich von Agrigento. Wie viele der alten Städte breitet sich auch Siculiana auf einem Hügelrücken aus, mit dem Santuario del Santissimo Crocifisso als Blickfang. In dessen Nachbarschaft nimmt das beeindruckende Castello Chiaramonte aus dem 14. Jahrhundert einen großen Raum des Felsplateaus ein. Es ist wohl immer noch im Privatbesitz der gleichnamigen Familie. Es beherbergt ein kleines Museum und stellt Räumlichkeiten für Hochzeiten usw. zur Verfügung.

Eingang zum Castello Chiaramonte

Es macht Spaß, durch die kleinen Gassen zu spazieren, die manchmal so steil sind, dass da nur Treppen weiterhelfen. Hier und da lassen die Gassen Blicke auf das umliegende Land zu. Das kleine Heimatmuseum oben auf der Bergspitze war bei unserem Besuch geschlossen.

Eingang des Heimatmuseums von Siculiana

Schöne An- und Aussichten bieten auch der Platz zwischen dem Uhrturm und der Katholischen Kirche sowie der große Platz vor dem Rathaus mit einer Aussichtsplattform in Richtung Meer.

Santuario del Santissimo Crocifisso vom Rathausplatz aus gesehen

Ebenfalls einen kleinen Abstecher wert ist die Siculiana Marina. In der Antike gab es dort einen Naturhafen, der heute nicht mehr genutzt wird und verlandet ist. Der kleine Ort ist eher ein Ferienort, aber sehr hübsch gelegen und von Felsen überragt. Im Norden schließt sich eine Kalksandstein-Steilküste an.

Siculiana Marina

Auf der Rückfahrt über den Lido Rosello wollten wir nicht die Überlandstraße fahren, sondern eine kleine Küstenstraße. Damit hatten wir uns wieder auf ein Abenteuer eingelassen. Google Maps hatte damit kein Problem, aber die Straße war eher eine Ansammlung von Löchern, manchmal gänzlich unbefestigt oder gar als Sackgasse endend, kurz gesagt: eine Katastrophe. Diese Straße ist jedoch Zufahrtsstraße zu vielen, zum Teil neuen Grundstücken. Wir möchten nicht jeden Tag dort entlang fahren müssen, nicht einmal mit einem Geländewagen.

Felsformation irgendwo zwischen Siculiana Marina und Rosello

Der Besuch von Punta Secca lohnt eher nicht. Die kleine Siedlung ist komplett neu, mit einem im Winter geschlossenen Großbad, wie sie überall in Italien üblich sind. Trotzdem gibt es zwei Pluspunkte für Punta Secca: die von Bohrmuscheln durchlöcherten Kalksteinbänke am Strand und der Blick auf die Steilküste mit dem Torre di Monterosso.

Bohrmuschellöcher im Kalkstein der Küste

Der fast winzige Ort Lido Rosello, auch fast nur aus Ferienwohnungen bestehend, ist sehr schön in einer Bucht gelegen, von hohen weißen und grauen Kalksteinsteilwänden umgeben. Rosello ist zwar klein, besitzt jedoch ein eigenes Amphitheater, das Teatro Costabianca. Ob es schon zu griechischen Zeiten an dieser Stelle solch ein Theater gab oder ob dieses hier nach dem alten Vorbild neu gebaut wurde, wissen wir nicht. Jedenfalls bietet es 1500 Zuschauern Platz, denen in den Sommermonaten Musicals und Theateraufführungen geboten werden.
Auf dem westlichen Felsen steht der Leuchtturm. Der Zugang ist geschlossen, trotzdem ist es als Fußgänger inoffiziell möglich, den Weg nach oben zu benutzen. Der Berg an sich ist ein Naturreservat. Vom Aussichtspunkt unterhalb des Leuchtturms kann man wunderbar auf die Bucht von Rosello blicken, auch auf das Teatro Costabianca. Im Hintergrund ist die Scala dei Turchi zu sehen.

Baia di Rosello

Wir hatten einen Tipp bekommen, die Vulcanelli di Macalube bei Aragona, nördlich von Agrigento zu besuchen. Das sind kleine Schlammvulkane, die mich sehr interessierten. Leider verunglückten 2014 zwei Kinder in einem der Schlammlöcher tödlich. Seitdem ist der Zugang geschlossen und ein Zaun verhindert das Betreten. Es ist also nichts zu sehen, denn das Zentrum der Schlammvulkane liegt tiefer als die umgebende Landschaft.

Vulcanelli di Macalube sind leider dauerhaft geschlossen

Aragona: Die Stadt selbst ist auf unserer Karte als besuchenswert gekennzeichnet. Leider können wir das nicht bestätigen. Nur die Altstadtgassen sind etwas steiler und zahlreicher als anderswo.

Straße in Aragona

Inzwischen wechselten wir auf den Stellplatz Punta Piccola Park, acht Kilometer die Küste Richtung Westen weiter. Damit befinden wir uns zwischen Porto Empodocle und der Scala dei Turchi. Es sind nur zwei Kilometer Fußweg am Strand entlang, bis zu der wunderschönen Kalksteinformation, die zu den schönsten Zielen Siziliens zählt.

toller Stellplatz direkt am Meer

Um diesmal einen besseren Winkel zum fotografieren des Felsens zu bekommen, balancierte ich auf einer Kalksteinzunge, die ins Meer hinein reicht. Genau dort habe ich meinen eigenen Stein gefunden. Wenn das nichts ist.

ein Stein mit meinem Namen am Fuße der Scala dei Turchi

 

Peipussee

Nordufer des Peipussees

Der Peipussee ist das viertgrößte Binnengewässer Europas und siebenmal größer als der Bodensee. Fährt man an seiner Nordküste entlang, kommt man sich wie an die Ostsee versetzt vor. Beide Landschaften sind austauschbar: Sanddünen, Kiefernwald, Strandzugänge, Ferienwohnungen und -häuser sowie Zeltplätze. Der einzige Unterschied ist, dass der Peipussee wärmer als die Ostsee ist, na ja, vom Salzgehalt abgesehen.  Jetzt, Mitte Juli, hat das Wasser des Sees 24 Grad. Da habe selbst ich mich überwinden können, in die Fluten zu steigen. Ein gegenüberliegendes Ufer ist nicht zu sehen.

Mündung des Rannapungerja

Wir haben ein schönes Plätzchen direkt an der Mündung der Rannapungerja im gleichnamigen Ort gefunden. Nicht auf dem Campingplatz, der 25,-€ haben will, sondern direkt am Ufer des Flusses für 5,-€. Es ist wirklich ein sehr schönes Fleckchen. Leider ist es zumindest an den Wochenende eine Hochburg für Motorboot- und Jetskifreunde. Von Mittag bis abends wird die Luft vom Dröhnen der Motoren erfüllt. In dieser Zeit hat die Natur keine Chance. Da bleibt bloß noch, sich aufzumachen und die Gegend zu erkunden.

Strand Kauksi

Es führt immer direkt am Nordufer des Peipussees entlang eine Straße Richtung russische Grenze. Will man am Strand von Kauksi baden gehen, kostet das 15,-€ Parkgebühr für den Tag. Dafür ist der Strand breit, aufgeräumt und eine Imbissbude sorgt für das leibliche Wohl. Für den Rest des Weges kann man überall am Straßenrand parken. Ein paar Meter Fußweg führen dann durch den Kiefernwald zum nicht ganz so breiten Strand.
Der Peipussee ist mit durchschnittlich 8m sehr flach. Da muss man schon ganz schön weit rein laufen, wenn man schwimmen will. Baden macht aber in jedem Fall Laune.

in Vasknarva ist Schluss

Am Ende der Norduferstraße liegt der kleine Grenzort Vasknarva. Vor dem Krieg zählte der Ort 840 Einwohner, danach waren es nur wenige, heute vierzig. Hauptsächlich Rentner und Sommerurlauber beleben Vasknarva, das doch sehr abgeschieden liegt. Von der Vasknarvafestung ist nur noch eine kleine Ecke übrig. Von hier aus sieht man über die Narva, die wir schon in der Stadt Narva kennenlernten, nach Russland hinüber. Es gibt allerdings keine Verbindung mit der anderen Seite, keine Brücke, keine Fähre. Es ist einfach nur idyllisch und sehr russisch. Überhaupt wird es immer russischer, je näher man der Grenze kommt. Die Autos haben alle estnische Nummern, aber es wird zu 95% russisch gesprochen. Die Häuschen, das Drumherum, alles erinnert uns an vor über dreißig Jahren, als wir vier Jahre lang in der Sowjetunion an der Erdgastrasse arbeiteten.

Kallaste liivakivipaljand

Den zweiten Halt am Peipussee legten wir kurz vor Kallaste ein. Direkt zwischen der Straße 43 und dem Kiesstrand liegt der Campingplatz „Nemo“. Ein wunderschöner Platz, frei und ruhig. Nur 6km weiter liegt Kallaste. Im Gegensatz zu den Dörfern, die wir bisher am Peipussee kennenlernten, ist Kallaste direkt groß. Die Stadt besitzt sogar so etwas wie ein Kaufhaus, wo man alle Waren des täglichen Bedarfs bekommt. Das sah in den letzten Tagen anders aus. Da mussten wir uns in den winzigen Lädchen unsere Einkäufe zusammensuchen.
Während der Nordstrand des Peipussees sandig ist, gibt es am Westufer nur wenige Stellen, die zum Baden geeignet sind. Eigentlich hat hier das Schilf die Oberhand. Kallaste ist da wieder bevorteilt. An dem ausreichend großen Sandstrand kann man gut baden gehen, auch einen Aussichtsturm gibt es.
Am südlichen Ufer der Stadt gibt es sogar eine kleine Steilküste, Kallaste liivakivipaljand, nicht groß und nicht hoch, aber rot, mit Höhlen darin. Steigt man auf den Felsen, hat man eine schöne Sicht auf die Küste des Sees. Sieht irgendwie wie an der Cote d´Azur aus, mit kleinen Buchten, die durch Steinreihen voneinander getrennt sind, mit viel Grün.

ausgedient

Liebhaber von Süßwasserfischen kommen am Peipussee auf ihre Kosten. Sehr lecker sind die frischen maränenähnlichen Fische. Geräuchert sind diese Fische mit 15,-€ pro Kilo kaum zu bezahlen.
Den Peipussee teilen sich übrigens die Esten mit den Russen. Die Grenze verläuft mitten durch den See, daher gibt es bestimmte Regeln für den Bootsverkehr. Private estnische Boote dürfen sich bis zu einem Kilometer vom Ufer entfernt aufhalten. Estnischen Berufsfischern steht die ganze Seite bis 200m vor der Grenze zur Verfügung. Wird diese Grenze überschritten, kann es schnell vorkommen, dass die russische Marine die Sünder aufgreift und in Russland inhaftiert. Dann dürfen sich die Botschaften beider Länder mit dem Fall beschäftigen. So haben wir es jedenfalls von mehreren Einheimischen erzählt bekommen. Wie es auf der russischen Seite aussieht, wissen wir jedoch nicht.

Lahemaa Nationalpark

Land der Buchten und Steine

Der größte Nationalpark Estlands ist zugleich der nördlichste Punkt unserer Baltikumreise. Wir brauchten viel zu lange, um hierher zu kommen. Es waren einfach viel zu viele schöne Reiseziele, die auf unserem Weg lagen. Deshalb werden wir nicht über Finnland, Schweden und die Lofoten nach Deutschland zurückfahren, sondern die Baltischen Staaten über das Landesinnere in Richtung Polen verlassen. Es wäre doch zu schade, die vielleicht genauso vielen Reiseziele im Landesinneren auszulassen.
Lahemaa heißt: Land der Buchten. Der Nationalpark umfasst vier Halbinseln, dazu das Land bis zur Fernstraße 1 und der großzügige Teil des Finnischen Meerbusens, der die Halbinseln umspült. Es ist eine Gegend, in der Naturliebhaber voll auf ihre Kosten kommen. Sogar die allermeisten Straßen sind ausgebaut. Bären und Elche zu beobachten, dafür kommen die meisten Touristen in dieses Gebiet, ist aber leider eher unwahrscheinlich.

Wasserfall Nõmmeveski

Von unserem Stellplatz in dem kleinen Hafen Vergi aus, auf der rechten Halbinsel, erkundeten wir einige Orte des Lahemaa Nationalparks. Es ist nicht nur das Land der Buchten, sondern auch das Land der Steine. Unzählige Findlinge aus der letzten Eiszeit liegen in der Gegend herum. Die Kalksteinkante, der wir im Norden Saaremaas begegnet sind und die ihren Anfang auf Gotland nimmt, setzt sich an der Nordküste Estlands fort. Besonders schön sieht man es am Wasserfall Nõmmeveski südlich der Eru Bucht. Das Wasser fällt zwar nur über eine knapp zwei Meter hohe Kante, aber die Lage und die Landschaft drumherum sind toll. Die senkrechten Kalksteinwände sind bis zu zwanzig Meter hoch. Es ist das erste Mal, dass wir abseits der Küste solche Höhenunterschiede gesehen haben. Der Fluss Valgejõgi hat sich da ein schönes Bett gegraben.
Geht man den Weg am Fluss unterhalb des Wasserfalls weiter, stößt man auf die Ruinen eines kleinen Wasserkraftwerkes, welches aus der sowjetischen Zeit stammen könnte. Das Wasser, welches eine Turbine antrieb, wurde über einen auf Stelzen stehenden Betonkanal dorthin gebracht.

Virubog

Ein Hochmoor kann man bei Kolga erleben. Durch das Virubog führt ein 5,5km langer Wanderweg, wovon 2,5km Bretterweg sind. Der Rand des Virumoores setzt sich deutlich vom normalen Wald ab. Auf Schlag stehen nur noch gespenstisch aussehende, kleine Kiefern in der Landschaft, die nach etwa hundert Metern noch kleiner werden. Bald wachsen sie nur noch vereinzelt und es kommen kleine und größere Wasserlöcher ins Spiel. Schon immer waren sie ein wichtiges Wasserreservoir für die hier lebenden Menschen. Der schöne Sonnentau fühlt sich auch hier wohl. Von einem Aussichtsturm kann man über einen großen Teil des Moores sehen.

Landgut Sagadi

Wer eher etwas für Kultur übrig hat, für den sind vielleicht die Landgüter in Sagadi und Palmse etwas. Das Landgut Sagadi steht für die Besucher offen. Nur für das Herrenhaus, zusammen mit dem Waldmuseum, fällt ein Eintrittsgeld von 4,-€ an. Zum Anwesen gehört ein kleiner Park mit Teich, ein Garten und ein Hotel mit Restaurant. Im Restaurant stehen neben Schwein, Rind und Lamm auch Elch und Bär auf dem Speiseplan. Es ist eine sehr schöne Anlage.
Für das gesamte Landgut Palmse werden 9,-€ Eintritt verlangt. Neben dem Gebäudekomplex gehört auch ein riesiger Park mit Wanderwegen, Teichen und Brücken zum Landgut.

Palmse Kõrts

Für das leibliche Wohl haben wir einen ganz tollen Tipp: die Taverne Palmse Kõrts. Das Gebäude steht wohl schon seit hunderten von Jahren dort. Wie es aussieht, war es früher eine Poststation mit Taverne. Heute hat die Taverne alle Räume in Beschlag und sieht immer noch so aus wie früher. Das Essen ist echt estnisch und lecker. Das ganze Ambiente ist unverändert rustikal.

Fischerdorf Altja

Sehenswert ist auch das kleine Fischerdorf Altja. Ganz unten an der Spitze stehen uralte Fischerhütten, die Küste ist mit großen und kleinen Findlingen übersät. Von hier aus kann man zum kleinen Hafen Vergi mit dem kleinen Leuchtturm hinübersehen.

Strand von Vösu

Im Lahemaa Nationalpark scheinen sich die Besucherzahlen in Grenzen zu halten. Wenigstens bekommt man diesen Eindruck, wenn man unterwegs ist. Das sieht in Võsu ganz anders aus. Da kommt man sich an die Ostseeküste versetzt vor. Ein langer, wenn auch nicht gerade breiter Sandstrand lockt jede Menge Badelustige an. Wahrscheinlich besitzt jedes Wohnhaus Võsus mindestens eine Ferienwohnung. Der Campingplatz Lepispea ist mit 19,-€ recht preiswert, sehr groß und direkt am Strand gelegen.

Noch ein Hinweis: Wer sich länger in der Natur des Lahemaa Nationalparks aufhalten möchte, sollte sich mit Lebensmitteln eindecken. Es gibt nur zwei Orte, in denen man das Nötigste bekommt. Das sind Võsu und Loksa.

Grillfleisch vom Elch

Auch wenn man keine Elche zu Gesicht bekommt, Dauerthema sind sie trotzdem. Zumal es mehr Elche als Menschen in Estland geben soll. Estland zählt 1,3 Millionen Einwohner. Es gibt aber Elchfleisch im Supermarkt zu kaufen. Wenn „Põdra“ auf der Packung steht, ist Elch drin. Endlich hatten wir Gelegenheit, Elchwurst und -fleisch zu probieren. Es ist vollkommen anders, als man sich das vorstellt. Das Fleisch ist recht hell und liegt geschmacklich zwischen Schwein und Rind. Vielleicht stammt das Fleisch in der Packung des Supermarktes vom Elchkalb, die älteren Tiere haben vielleicht etwas kräftigeres Fleisch. Wir wissen es nicht, können uns das aber vorstellen. Geschmeckt hat es jedenfalls superlecker.

Mragowo (Sensburg)

Rastplatz

Eine Hitzewelle hat uns nun im Griff. Für uns ist das super, auch wenn fast alles etwas langsamer geht. Lange Spaziergänge sind kaum drin, ohne Wasser geht gar nichts. Es ist sehr drückend. Hitze macht uns eigentlich nichts aus, aber die drückende Schwüle ist nicht wirklich angenehm. Wir beschweren uns nicht, es ist besser als schlechtes oder kaltes Wetter, aber die Bauern sehen ihre Ernten schon wieder in Gefahr. Man kann gar nicht soviel wässern, wie nötig wäre.
Wälder, Seen, Felder, dazwischen kleine Dörfchen oder lockere Siedlungen, in Masuren hat die Natur noch ihren Platz. Trotz der Trockenheit sprießt es überall, denn die Luft der Nächte ist recht feucht. Vögel singen den ganzen Tag, abends beginnt das Froschkonzert, sonst es ist ruhig in Masuren. Die Landschaft ist ein Idyll für Ruhesuchende und Naturliebhaber.

Mragowo

Die kleine Stadt Mragowo lohnt einen Abstecher. Schön gestaltet ist der Bereich zwischen dem Museum Ermland-Masuren und dem großen Steg am Seeufer. In der Altstadt lässt es sich gut bummeln. Die vielen kleinen Geschäfte lassen keine Langeweile aufkommen. Ein Weiher, ein weiterer kleiner See und mehrere Parks laden zum Entspannen ein.

Stellplatz in Ruska-Wies

Wir übernachteten ca. 8km nördlich von Mragowo, auf dem Agrocamping „Salent Pensjonat“ in Ruska-Wies. Die ganze Anlage sieht sehr neu aus, alles vom feinsten und sehr ruhig. Im großen Fischteich darf geangelt werden. Fängt man etwas, es schwimmen vor allem Karpfen, Schleie und Karauschen im Teich, bezahlt man einen kleinen Preis pro Kilo. Klaus hatte den Fang seines Lebens: einen 4Kilo-Karpfen. Außerdem kann der Platz unter anderem Ausgangspunkt für Ausflüge nach Rastenburg, Heiligelinde und Reszel sein. Ferienwohnungen werden auch angeboten.

Święta Lipka (Heiligelinde)

Orgel in Heiligelinde

Nur wenige Kilometer von Ruska Wies entfernt liegt die kleine Stadt Heiligelinde. Der Name ist Programm. Der schon seit legendären Zeiten existierende Wallfahrtsort besteht eigentlich nur aus der Basilika aus dem Jahre 1730 und Touristeneinrichtungen. Es gibt nur wenige Wohnhäuser. Unterwegs trafen wir auf Leute, die uns eindringlich empfahlen, Heiligelinde nicht auszulassen und uns unbedingt das Orgelkonzert anzuhören. Na, da kann man doch nicht anders, und es war ein einzigartiges Erlebnis. Die Basilika an sich, umschlossen von einem Kreuzgang, ist schon einen Besuch wert. Von außen ein stolzes Bauwerk, überrascht es im Inneren mit einer Schönheit, die ihresgleichen sucht. Kunststück, bei den Einnahmen, der Eintritt ist jedoch frei. Blau, jede Menge Gold und Weiß sind die vorherrschenden Farben, dazu prächtige Deckenmalereien, und erst der riesige Altar. Gegenüber des Altars schwebt praktisch die Orgel über den Köpfen der überwältigten Besucher. Das ist aber immer noch nicht alles. Da war ja noch das Orgelkonzert. Die Orgel ist mit verschiedenen goldenen Elementen geschmückt, Sterne, Figuren, ein Glockenspiel, die sich teilweise zum Musikstück bewegen oder drehen. Zum Finale des Orgelkonzertes bewegt sich dann alles, was sich überhaupt bewegen kann. Es ist einfach nur ein grandioses Schauspiel. Im Anschluss an die „Vorstellung“ sammelt der Priester die Spenden ein, die man nur zu gerne gibt.

Kreuzgang

Ein Spaziergang durch den Kreuzgang sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Im vorderen Teil wurden bereits die Deckenmalereien rekonstruiert, ebenso die Malereien in den vier Ecken. Weitere Teile des Kreuzganges wurden begonnen.


Reszel (Rössel)

Rössel

Die kleine Stadt beeindruckt mit ihrer Ordensburg aus dem 13. Jahrhundert, die auf einem Hügel steht. Nach einer wechselvollen Geschichte sind heute ein Museum und ein Hotel in den alten Mauern untergebracht. Die Kirche in der Nachbarschaft der Burg, die hübschen Gassen unterhalb der Burg und die Backsteinbrücke ein Stück abseits des Zentrums sind einen Besuch wert.

Kętrzyn (Rastenburg)

St. Georg Rastenburg

Die Ordensburg, die früher einmal Zentrum Rastenburgs war, ist eher unscheinbar. Den Rang hat ihr inzwischen der wuchtige Bau der Basilika St. Georg abgelaufen, die eigentlich eine Wehrkirche war und aus dem 14. Jahrhundert stammt. Im Inneren der Kirche beeindruckt das netzartige Deckengewölbe. Solch ein fein gegliedertes Gewölbe will erst einmal gebaut werden. Leider ist alles weiß übertüncht und nichts mehr von der vermutlich einstigen Pracht zu sehen.
Wer nach Rastenburg kommt, hat allerdings meist ein anderes Ziel: die „Wolfsschanze“

Wilczy Szaniec (Wolfsschanze)

Bunker Typ A

Das Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ ist die größte von mehreren über Europa verteilten Führerhauptquartieren. Die Einrichtung diente 1940-1944 Hitler und seinen Generälen der Planung eines Angriffs auf Russland, vor allem St. Petersburg und Moskau. Der Komplex tief im masurischen Wald bestand aus sieben riesigen Bunkern des Typs A, deren Decken und Wände bis zu 3,5m dick waren. Später kamen weitere Betonschichten dazu. Hitlers Bunker hatte am Ende eine Deckenstärke von 8m. Dies waren die Unterkünfte und Wirkungsstätten für Hitler, Bormann und Göring, die Funkzentrale, eine Gästeunterkunft sowie Luftschutzbunker. Dazu kamen dutzende leichtere Bunker, gemauerte Gebäude und Baracken. Insgesamt sollen es um die 200 Gebäude gewesen sein. Die Anlage „Wolfsschanze“ wurde durch Stacheldraht und Minenfelder geschützt, war in drei Sicherheitszonen aufgeteilt und von 2000 Mann bewohnt. Am 20. Juli 1944 scheiterte hier das Attentat auf Hitler, welches unter Führung von Oberst Graf von Stauffenberg stattfand. Leider verschob jemand kurz vor der Explosion die sorgfältig platzierte Kofferbombe, so dass sich deren Sprengkraft nicht voll entfalten konnte. Hitler überlebte das Attentat.

Gedenktafel an der Lagerbaracke

Heute ist die Anlage ein Museum. Nach dem Krieg wurden die Bunker und Gebäude gesprengt, allerdings widerstanden die meisten Bunker des Typs A die Aktion und barsten lediglich. Manche unbedeutenden Gebäude, wie das Kasino oder das Gebäude des Reichssicherheitsdienstes überlebten die Verwüstung. Zumeist aber sind die Trümmer über das gesamte Gelände der Sicherheitszone I verteilt. Die Lagerbaracke, in der das Attentat verübt wurde, ist eines der Gebäude, die vollkommen zerstört sind. Eine Gedenktafel erinnert an das Geschehen.

Man kann sich einer Führung anschließen, um die „Wolfsschanze“ zu besuchen, oder man nimmt sich einen Lageplan in die Hand und geht in eigenem Tempo. Für den Eintritt und Parkgebühren PKW bezahlten wir 35,-Zl. Ein Womo-Stellplatz mit Bäumen und unebenen Gelände ist vorhanden.

Olsztyn (Allenstein)

Irgendwann gibt es ein besseres Bild

Woran erkennt man, das man in Masuren ist? …? Mückenalarm!!!! Riesenmücken. Der Körper ist über 1cm lang. So schön die Natur ist, so wenig kann man sie genießen. Das ist sehr schade, aber irgendwie muss man damit leben. Da habe ich gleich ausgiebig Gelegenheit, mein neues DIY-Mückenspray zu testen. Es funktioniert einwandfrei, allerdings sollte man vielleicht den Anteil an Lavendelöl erhöhen, damit die Wirkung länger anhält.

Seit unglaublichen fünf Wochen hatten wir jetzt, bis auf zwei halbe Nebeltage und ein Gewitter, das schönste Wetter. Ich weiß nicht mehr, wann wir das zum letzten Mal hatten. Mindestens drei Jahre ist das mindestens her. Nach eineinhalb Regentagen mit Gewittern setzt sich jedoch das schöne Wetter wieder durch, mit an die 30 Grad.

Stellplatz bei Allenstein

Die Grenze zwischen dem Ermland und Westmasuren überquert man kurz hinter Lukta in Richtung Olsztyn. Dort fanden wir einen schönen Stellplatz in Pelnik, auf Privatgrund, sehr ruhig, direkt am Isag-See und mit viel Natur drumherum. Der nette Besitzer des Grundstücks, er vermietet auch Ferienwohnungen, spricht deutsch, gibt Tipps für Ausflüge und Unternehmungen und ist in allen Dingen sehr hilfsbereit. Gemeinschaft wird bei ihm groß geschrieben, wenn man das möchte.
Tagsüber kann man angeln oder Kajak fahren, abends sitzt man zum Sonnenuntergang am Ufer des Sees. Jetzt, Ende Mai, sind die Abende schon sehr lang, bevor sich langsam die Nacht über den See senkt. Die Vögel gehen schlafen, die Eintagsfliegen legen ihre Eier im Wasser ab und werden dabei von den hungrigen Fischen verfolgt, irgendwo ruft noch der Kuckuck. Idylle pur.

Brauerei Warmia Allenstein

Ein Ausflug nach Allenstein, der Hauptstadt Ermland-Masurens, ist obligatorisch. Die Altstadt ist sehr überschaubar. Wir besuchten zuerst die Brauerei Warmia in der Nähe der Deutschordensburg. Der Bau ist von außen sehr modern gestaltet, innen aber im Stil eines Brauereikellers gehalten, sehr gemütlich. Unter dem Gebäude fließt ein Bach, den man durch im Fußboden eingelassene Glasscheiben sehen kann. Die Beleuchtung erfolgt durch zu Lampenschirmen umgestalteten Bierflaschen. Die Brauerei bietet neun verschiedene Biersorten an. Wenn man sich nicht entscheiden kann, bestellt man das Probenset. Zu Essen gibt es natürlich auch etwas.

Deutschordensburg Allenstein

Somit gut gerüstet, kann man zum Stadtrundgang starten. Die Deutschordensburg, oder wie sie heute heißt, Burg des ermländischen Domkapitels, stammt aus dem 14. Jahrhundert. Das heißt, die ursprüngliche Burg stammt aus dem 14. Jahrhundert. Brände und Zerstörungen sorgten im Laufe der Jahrhunderte dafür, dass die heutige Burg ein kompletter Nachbau ist, bis auf vielleicht die Grundmauern. Die Burg beherbergt das Museum für Ermland und Masuren (montags geschlossen).

Nikolaus Kopernikus

In Allenstein trafen wir wieder auf die Spuren von Nikolaus Kopernikus, dem wir schon in Frombork begegnet waren. Der Astronom lebte und arbeitete von 1516-1521 in Allenstein und war in dieser Zeit auch Domherr in der Stadt.

Sonnenuhr

Gleich an die Burg grenzt die Altstadt von Allenstein, mit dem Hohen Tor, dem einzigen Überbleibsel der mittelalterlichen Wehranlagen der Stadt. Viele Häuserfassaden zieren Reliefs mit Darstellungen des früheren Lebens. Den Mittelpunkt der Altstadt bilden die Bibliothek und das alte Rathaus.

Fischbrunnen

Wenn man die Fußgängerzone entlang nach unten spaziert, kommt man zum kleinen Fluss Łyna. Am Ufer entlang gelangt man zurück zur Burg und zum Park mit dem Fisch-Brunnen. Damit hat sich der Kreis fast wieder geschlossen.
Allenstein verfügt neben weiteren Einrichtungen auch über ein Planetarium, eine Sternwarte und ein Naturkundemuseum.

Promenade Osterode

Einen weiteren Ausflug ist die Stadt Ostróda (Osterode) wert. Hier locken vor allem die Mole mit der Promenade und der Drewenz-See. Ausflugsfahrten mit dem Schiff, eine Wasserski-Anlage sowie weitere Sport- und Freizeitvergnügen werden hier angeboten.

Kreuzritterburg Osterode

In unmittelbarer Nähe steht die Kreuzritterburg, ein vierflügeliger Backsteinbau. Gegenüber den bisher gesehenen Burgen ist diese in Osterode eher unscheinbar. Dafür beherbergte sie viele große Persönlichkeiten der Geschichte Europas. So lenkte z.B. Napoleon Bonaparte von Februar bis April 1807 in der Osteroder Burganlage die Geschicke Europas. Heute ist die Burg Kulturzentrum und Museum.

Faszination Provence

Gastbeitrag von muchosol.de

Faszination Provence
Muchosol 2Neben der landwirtschaftlichen Vielfalt, die in unseren heimischen Gegenden zu finden ist, bietet unser französischer Grenznachbar natürliche Landstriche, die wahrhaft ein Augenschmaus sind für seine Bewohner, aber auch für seine Besucher. Vergessen sind für ein paar Augenblicke das Treiben der Metropolen, der Gestank der Auspuffrohre der Autos und die Hetzerei von einem Termin zum anderen. Wenn Sie Ruhe und Erholung mit kulturellem Abenteuer in Frankreich in Verbindung setzen, dann denken Sie sofort an die Bretagne, nicht wahr? Nun ja die Bretagne ist so wie die anderen französischen Regionen sehr reizvoll, aber was wir Ihnen in diesem kurzen Bericht ans Herz legen wollen, ist ein Besuch in die Provence.
Gelegen im Südosten des französischen Territoriums, administratorisch bekannt unter dem Begriff PACA (“Provence-Alpes-Côte d’Azur”) ist die Region unterteilt in die Départments Vaucluse, Haute-Alpes, Var, Bouches-du-Rhône, Alpes-Maritimes und Alpes-de-Haute-Provence. Festgehalten auf einer Landkarte lässt sich die Provence aufteilen in das westliche Rhônetal und die südliche Küste des Mittelmeeres. Dennoch ist nur wenigen bewusst, wie facettenreich die Landschaft, die Gastronomie oder auch die kulturellen Möglichkeiten sind.
Selbst für die Franzosen bedeuten die weiten Wiesen, die violett strahlenden Lavendelfelder, die gepunkteten kleinen Dörfer inmitten der Berge und an der Küste, die mediterranen Landschaftstriche, charakteristisch für die Provence an der französischen Rivera, ein Wunder der Natur.
Département Alpes-Maritimes
Muchosol 1So war seitjeher die Provence ein Zufluchtsort und die Muse vieler Maler und Schriftsteller. Abgeschieden von den Orten der Côte d’Azur begeistert die abwechslungsreiche Natur: wuchtige Gebirgszüge, saftige, grüne Täler, wilde Schluchten, Felder mit Weinreben, Bäume voll mit Oliven, Kräutern und Lavendel und nicht zu vergessen die atemberaubenden Strände mit sonnengeküsten Orten entlang der Mittelmeerküste.
Unabhängig der Lage und geografischen Begebenheit bietet jede natürliche Beschaffenheit den Anreiz sich das gesamte Jahr hinweg sportlich zu betätigen. So finden Sie in den Seealpen bei Nizza optimale Bedingungen vor, um die abwechslungsreiche Landschaft zwischen Meer und Gebirgszüge wandernd zu erkunden und ein Geruchsbad bestehend aus Ginster, Lavendel, Thymian und Rosmarin zu nehmen. Auf den Wegen entlang der Wanderwege werden Ihnen sicherlich zahlreiche französische Nationalparks unterkommen, wie zum Beispiel der Parc National du Mercantour, der jüngste unter den sechs französischen natürlich geschützten Gebieten. Er weitet sich vom Osten mit dem Vallèe des Merveilles und seinen zehntausenden von Felsgravuren bis in die Region des Alpes-de-Haute-Provence aus. Bestimmt werden Ihnen auch auf Ihren Wanderwegen vereinzelt verlassene Häuser begegnen, die nun Ruinen sind und Sie in eine melancholische Stimmung versetzten. Zeugen einstiger Zeit, ist es schwierig die so genannten “village perché” (thronende Bergdörfer) wieder zu restaurieren.
Wenn Sie nun meinen, dass die blaue Küste der Côte d`Azur die Schatztruhe der Alpes-Maritimes ist, ändern Sie bitte nochmal Ihre Meinung. Denn der Glanz dieser Gegend befindet sich genau inmitten den Seealpen: die blauen Berge.
Départment Var
Muchosol 3Aber die Provence besteht nicht nur aus der faszinierenden Gegend rund um Alpes-Maritimes. Lassen Sie uns weiter marschieren Richtung Süden entlang des Mittelmeeres in das Dèpartement names Var. Kennzeichnend für seinen immens grossen Wald ist sie die zweitgrößte aufgeforstete Region Frankreichs. Breite Sonneneinstrahlungen und ein angenehmes Klima begünstigen das Jahr über Flora und Fauna und nicht zu vergessen das grosse Küstengebiet. 432 Kilometer lange Küsten mit feinem Sandstrand, felsigen Kaps und wilden kleinen Buchten, laden zur Entspannung und zum Sonnenbaden ein. Aber auch das Hinterland darf nicht unerwähnt bleiben. Zum Schlendern einladende reizende Dörfer erfüllen neben anderen bemerkenswerten Naturschönheiten, wie die Verdon-Schluchten, die Wünsche der Naturliebhaber, aber auch die Sportler und Amateure von Dolcefarniente profitieren von den Naturschönheiten.
Département Bouches-du-Rhône
Muchosol 4Direkter Grenznachbar der Region Var ist das Département Bouches-du-Rhône westlich der Provence-Alpes-Côte d’Azur am Mittelmeer gelegen. In ihr finden Sie eine Vielfalt an tradionellen und kunsthistorischen Juwelen inmitten einer facettenreichen Naturlandschaft. Darin liegt das Charistikum dieses Départements. Karges und naturbelassenes Flachland, dass ein Canán für Vögel darstellt. Neben dieser Naturbeschaffenheit, finden Sie auch dort kilometerlange Sandstrände, steilwandige, scharfkantige Felsen und die Bergkette der Alpilles mit eines der grössten Olivenanbaugebieten vor. Betäubt von dieser natürlichen Vielfalt können Sie in den Städten Arles und Aix-en-Provence ein unglaublichen kulturellen und architektonischen Schatz vorfinden. Lassen Sie sich entführen in diese Vielfalt, die Sie nicht mehr los lassen wird.
Zusammenfassung
Muchosol 5Magische, kontrastreiche, facettenreiche Naturlandschaften und Kunstschätze erzeugen ein Schauspiel, das die Provence nicht umsonst zu einer der beliebtesten Reiseziele Frankreichs machen. So ist es auch nicht abwegig, dass Sie auch kulinarisch auf Ihre Kosten kommen werden, oder? Wie in anderen Gegenden auch, kennzeichnet jeder Ort ein besonderes Gericht. Im Falle der Provence können Sie zwischen Köstlichkeiten wie Mandelkonfekt, Trüffel, kandierte Früchte, edles Olivenöl, weißem Nougat, Olivenpastete (Tapenade) oder Konfitüre wählen. Oder Sie kosten einen der vielen Qualitätsweine, wie den Côteaux d’Aix-en-Provence.
Sie sehen, die Provence lohnt sich ihr mindestens einen Besuch abzustatten. Auf was warten Sie noch? Achja und wenn Sie schon mal da sind, vergessen Sie nicht sich zum Beispiel ein Duftsäckchen gefüllt mit getrocknetem Lavendel mitzunehmen. Das optimale Souvenir für die Lieben daheim.

 

 

 

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