A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Suchergebnisse für: “Kennedy Space Center

Kennedy Space Center – Florida

BildDas die Amerikaner sich aufs inszenieren verstehen, wissen wir ja, aber dieses life zu erleben, ist etwas ganz anderes. Der Besuch im Kennedy Space Visitor Center war ein tolles Erlebnis. Alles ist echt, kein Disney-Park. Man ist via Film und sogar im Kontrollzentrum, dieses ist allerdings nachgestellt, hautnah bei einem Raketenstart dabei. Dabei werden naturgetreu die Geräusche und Vibrationen, die man im Kontrollzentrum spürt, simuliert. Eine Busfahrt durch das KSC-Gelände ist dabei, die den Besucher vorbei an den Startrampen, dem Gebäude, in dem die Raketen zusammengebaut und beladen werden, und dem Kontrollzentrum, zur Apollo 7-Mission und der Saturn V Rakete bringt. Dort erlebt man die Mondlandung der Apollo 7-Mission mit. Das aufregendste Erlebnis war der 3D-Film im IMAX-Theater. Hier ist der Besucher, ich und Du, direkt auf der Internationalen Raumstation ISS dabei. Die Astronauten tragen Kameras an ihren Helmen und filmen alles. So, wie die Astronauten ihr Umfeld erleben, haben wir den Aufenthalt in der ISS, im Space-Shuttle und im Trainnigszentrum erlebt, unglaublich. Man bekommt eine echte Vorstellung davon, wie es ist, mit der Schwerelosigkeit umzugehen, verschiedene Teile an der ISS zu montieren, alltägliche Dinge zu erledigen und wie man dort schläft, nämlich aufrecht in einem Schlafsack. Jeder Astronaut hat ein eigenes „Zimmer“, so ungefähr 70x70cm. Einer der Astronauten hat so sechs Lauchzwiebeln mitgenommen, in Papier und Plastik gesteckt. Die sind nicht zum Essen vorgesehen, sondern um etwas Grün in die Tristesse zu bringen. Viele Dinge haben wir gesehen, die für uns selbstverständlich sind, dort oben aber vollkommen anders ablaufen. Sogar außerhalb der ISS, im leeren Raum waren wir, einmalig. Unbedingt empfehlenswert.

Zu diesen Erlebnissen gibt es sehr interessante Ausstellungen zu allen Themen der Raumfahrt, auch zum Hubble-Teleskop. Der Eintritt ist zwar gepfeffert, aber wir konnten mit einem 2,50$-Coupon und Klaus als 55+ sparen.

Nach diesem aufregenden Tag kehrten wir in das berühmte „Dixie Crossroads“ Seafood Restaurant in Titusville ein. Begrüßt wurden wir mit einer Schale Maisbällchen mit Puderzucker. Auf einen Gutschein hin bekamen wir eine Vorspeise aus Krabbenbällchen mit 2 Saucen, dazu bestellte ich mir ein halbes Alligatorrippchen, Klaus begnügte sich mit Fisch.

Galveston – Texas

Surfside Beach

Surfside Beach

Der nächste Abstecher zur Golfküste führte uns nach Surfside Beach mit einem kilometerlangen Sandstrand, kaum sauberer als in Matagorda. Für ein entsprechendes Entgeld kann man mit dem Auto an seinen Strandplatz fahren. Wir waren gerade an einem Sonntag dort und die Autos reihten sich soweit das Auge reicht am Strand. Richtig baden ging auch hier niemand, alles spielt sich direkt am Strand ab.

Stelzenhäuser an  der Golfküste

Stelzenhäuser an
der Golfküste

An der ganzen Küste, die noch dazu von Hurricans gebeutelt wird, die immer mit entsprechendem Hochwasser einhergehen, stehen die Häuser alle auf „Stelzen“. An Hand angefangener Häuser konnten wir erkennen, dass die Stützen so hoch sind, wie das Haus werden soll. Ein Erdgeschoss gibt es praktisch nicht, das Haus fängt mit dem 1. Obergeschoss an. Das Erdgeschoss wird als Carport genutzt. Mancher Bauherr hat trotzdem eine Garage eingebaut, die bei einem Hurrican mit höchster Wahrscheinlichkeit unter Wasser steht. Jedenfalls sehen diese Stelzenhäuser schon komisch aus, wie sie in der Landschaft stehen. 

Galveston

Galveston

Galveston Island hat dann kaum noch etwas Romantisches. Unschöne Stromleitungen rechts und links der Straße verschandeln das Bild. Das Golfufer ist gepflastert mit Häusern und Hotels, die in der gleichen vorher beschriebenen Bauweise errichtet sind. Da gibt es wohl keine Flächenbegrenzungen.  Je näher man der Stadt Galveston kommt, umso höher die Hotel- und Verkehrsdichte. Nee, das ist nichts für uns.
Ein Versuch, einen schönen Übernachtungsplatz an der Galveston Bay zu finden schlug ebenfalls fehl. Häuser, Marinas, zu kleine Plätze, kein Platz für uns.In Seabrook fanden wir wenigstens noch einen Parkplatz bei den Fischmärkten. Wir freuten uns schon auf einen schönen frischen Fisch. Sechs große Fischmärkte, alle von Asiaten geführt, haben zwar jede Menge Fisch, aber frisch ist anders. Vom Flusswels über kleine Haie bis hin zu Zackenbarschen und Barakudas, nichts hatte auch nur den Anschein von Frische. Trotzdem kauften die Leute wie verrückt. Die Läden selbst ließen einen deutschen Lebensmittelkontrolleur alle Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Hier konnten wir beim besten Willen nichts kaufen, so sehr wir auch Appetit hatten. Bei dem Anblick fragten wir uns, was denn wohl die gegenüberliegenden Restaurants für Fisch anbieten. Ein Caterer kaufte jedenfalls seinen Bedarf von eben diesem Angebot.

Johnson Space Center Houston

Johnson Space Center Houston

Die Luftfeuchtigkeit von 65-77% macht uns zu schaffen. Das macht keinen Spaß, wenn Einem immer nur das Wasser vom Laib läuft. Wir müssen hier irgendwie schnellstmöglich raus, so gern wir uns noch eingehender an der Küste umsehen wollen. Das war der Grund, warum wir eigentlich diese Tour im Winter machen wollten. Leider hatten die Einreisebeamten kein Pardon mit uns.
Um Houston machten wir einen Bogen, nur am NASA/Johnson Space Center kamen wir vorbei, dem Ort, als damals bei der Apollo 11-Mission zum Mond der legendäre Notruf „Houston, wir haben ein Problem“ eintraf. Das Space Center ist wohl im gleichen Stil wie das Kennedy Space Center in Florida aufgezogen, halb Business, halb Freizeitpark.

Endlich geht unsere Reise los

Hurrraaaa!!!!! Hurra, Endlich. Wir haben es schon nicht mehr geglaubt, aber nach geschlagenen drei Wochen Aufenthalt in Tampa, vornehmlich bei Lazydays, haben wir es heute endlich geschafft, die erste Etappe unserer Reise in Angriff zu nehmen. Wir sind endlich dort, wo wir schon vor einer Woche sein wollten, beim Kennedy Space Center, genauer in Mims. Fast jeden Tag fanden wir neue Mängel an unserem Wohnanhänger, die beseitigt werden wollten. Zuletzt hatten wir einen nassen Fussboden, nachdem es drei Tage lang heftige Platzregen und Gewittergüsse gegeben hat. Gott sei Dank, möchte man sagen, sonst hätten wir diesen Schaden nicht beheben lassen können. Seitdem regnet es jeden Tag in Strippen, meistens am Nachmittag, so dass wir uns langsam darauf einstellen müssen, unsere wichtigen Unternehmungen, sprich Entdeckungen, auf die Vormittage zu verschieben. Trotzdem ist es warm. Wenn dann doch einmal die Sonne scheint, sind die Wärme von um die 30° und die 100% Luftfeuchtigkeit kaum auszuhalten.

Wir stehen hier auf dem RV-Park „Seasons in the Sun„, der mit kleinen Wasserlöchern gespickt ist. Direkt vor unserem Stellplatz haben wir einen kleinen Alligator und eine Schnappschildkröte entdeckt. Beides keine Kameraden zum Spielen. Es ist wirklich nirgendwo anzuraten, in eines der zahlreichen Wasserlöcher in Florida zu steigen, denn es kann überall ein Alligator lauern. Die wir bis jetzt gesehen haben, waren nur so um einen Meter lang, aber wo die Kleinen sind, ist meist auch ein Großer.

Vorgestern Morgen haben wir eine Spinne in unserem „Schlafzimmer“ gehabt. Wenn ich nicht die Spinnen-Horrorfilme zu Hause im Fernsehen gesehen hätte, wüsste ich nicht, dass das eine der giftigen Art war, aggressiv und giftig. Leider weiß ich den Namen dieser Art nicht, aber die kommen wohl öfters auch ins Haus. Diesmal hatten wir Glück und konnten sie entsorgen. Das sind die kleinen Erlebnisse nebenbei, muss man aber nicht jeden Tag haben.

Morgen besuchen wir das Kennedy Space Center. Mal sehen, was uns dort erwartet.

PS:  In Thonotosassa (Tampa) haben wir den Letucce Lake Park, eine Art Stadtpark, besucht. Es ist ein Wildlife-Refugium, dass heisst, alle Tiere können sich frei bewegen und gehen, wohin sie wollen, im Park oder außerhalb des Parks. Wir sahen auf unserem Rundgang kleine Alligatoren, Schildkröten, Ibisse, Reiher, einen Truthahn, Kormorane und sogar ein Gürteltier. Auf einem unserer weiteren Spaziergänge durch ein Wasserschutzgebiet haben wir ebenfalls ein Gürteltier gesehen. Es sind ungewöhnliche Tiere, hübsch anzusehen. 

Geier sind fast überall gegenwärtig. Sie sind hier die Gesundheitspolizei. Kein Tier, dass irgendwo tot in der Landschaft liegt, bleibt dort lange. Im Nu haben die Geier den Kadaver bis zum letzten Stück vertilgt, auch am Straßenrand.

USA als Reiseland

Beitrag für das Bloggerprojekt „Stadt, Land, Fluss“ von Ferngeweht

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Die USA sind ein unglaubliches Reiseland, riesengroß und so abwechslungsreich, dass man wirklich sehr viel Zeit braucht, um wenigstens ein wenig davon kennenzulernen.

Manatee

Manatee

Am bekanntesten ist wohl der Sonnenstaat Florida. Bis auf ein paar wenige Tage im Jahr, an denen die Temperatur auch einmal unter Null fallen kann, ist es die meiste Zeit herrlich warm. Die unendlichen Sandstrände am Atlantik und am Golf von Mexico, sowie mondäne Badeorte, sind jedoch nicht alles, was Florida zu bieten hat. Die Everglades, die Key´s, der Weltraumbahnhof Cape Canaveral, unzählige glasklare Quellen, die Urwälder im Inneren des Landes und vor allem die Manatees machen den Sonnenstaat aus.

Die USA besitzen zwei Küsten. Die Ostküste ist ein einziger Sandstrand, der bis kurz vor Maine vom warmen Wasser des Golfstromes umspült wird. Dann übernimmt der kalte Labradorstrom die Regierung und das Baden macht keinen Spaß mehr. Dafür fühlen sich hier die Hummer wohl, die in der gut zweimonatigen Saison im Sommer überall für fast ein Taschengeld angeboten werden, lebend oder gekocht.

Highway No. 1

Highway No. 1

Die Westküste am kalten Nordpazifik ist meist rau und felsig. Dort fühlen sich Seelöwen, Robben und Seeelefanten wohl, Taschenkrebse sind hier die Delikatesse. Im Frühjahr und im Herbst ziehen Wale an der Küste entlang. Der Highway No. 1 führt immer an dieser Küste entlang und ermöglicht spektakuläre Aussichten.

Blue Ridge Mountains

Blue Ridge Mountains

Was haben die USA noch zu bieten? Gebirge, wie die hügeligen Appalachen im Osten, mit den berühmten Great Smoky Mountains und den Blue Ridge Mountains. Höher und kantiger sind die Rocky Mountains im Westen, die sich wie eine Barriere in Nord-Süd-Richtung durch das Land ziehen.

Riesenmammutbäume

Riesenmammutbäume

Im Kalifornischen Küstengebirge liegen die bekanntesten Nationalparks, in denen man die riesigen Mammutbäume findet. Es gibt sie in zwei Arten. Am Westhang der Sierra Nevada stehen die Gebirgs-Sequoias, die Riesenmammutbäume, die einen Stammdurchmesser von mehr als 6 Metern und eine Höhe von 95 Metern erreichen. Die Stämme des Küstenmammutbaumes, in den Küstenwäldern Nordwestkaliforniens beheimatet, sind nicht ganz so gewaltig, dafür erreichen diese Bäume eine Höhe von über 120 Metern. Es ist ein unglaubliches Gefühl, durch diese eiszeitlichen Redwoodwälder zu spazieren. Gegen diese Giganten sind unsere alten Eichen nur Streichhölzer.

Saguaros

Saguaros

Genauso faszinierend wie die Berge und Wälder sind die Wüsten der USA. Neben der Mojave-Wüste ist vor allem die südlich angrenzende Sonora-Wüste erlebenswert. Sie nimmt auf US-amerikanischem Boden Südostkalifornien sowie den Großteil Südarizonas ein. Die Sonora-Wüste ist eine relativ grüne Wüste und einer der artenreichsten Wüsten der Welt. Selbst ein wochenlanger Aufenthalt wird nicht langweilig, denn es ist eine lebhafte Wüste, in der sich immer wieder Überraschendes entdecken lässt. In einem kleinen Teil Südwestarizonas stehen die gewaltigen Saguarokakteen, die bis zu 20 Meter hoch werden können. Die Tierwelt ist für eine Wüste üppig: Gila-Spechte, Haubenwachteln, Raben, Taranteln, verschiedene Reptilen sind nur eine kleine Auswahl. In der Dämmerung hört man oft Kojoten, die ein unglaubliches Laute-Repertoire haben.

Great Plains

Great Plains

Die große Mitte des Landes, sich östlich der Rocky Mountains ausdehnend, nehmen die Great Plains, die großen Ebenen ein, zumeist staubtrocken, fast baumlos und platt wie ein Pfannkuchen. Dieses Gebiet wird als Weiden für die unzähligen Rinder genutzt, wenn auch unverständlich bleibt, von was sie sich ernähren. Hin und wieder durchschneiden vom Wasser geschaffene Täler die Einöde. Sie sind nicht sehr tief und bieten einen geschützten Lebensraum mit mehr Grün, mit Flüssen und Seen.

Sümpfe

Sümpfe

Eine Landschaft für sich ist an der Küste der Südstaaten, von Texas bis nach Louisiana zu finden. Sümpfe, Treibhausklima mit um die 40 °C bei um die 85 % Luftfeuchtigkeit, Mücken und Alligatoren machen das Leben dort nicht gerade leicht. Trotzdem sollte man diese Landschaft auf keinen Fall auslassen, ist man in den USA unterwegs. Während die Propellerbootfahrten in den Everglades ein Massenevent sind, hat man in den Südstaaten die Wildnis fast für sich allein.

Route 66

Route 66

Was gibt es noch? Wer an die USA denkt, denkt auch an die Route 66, die Mutterstraße, ein Mythos. Es war die erste Straße, die den Osten des Landes mit dem Westen verband. Sie beginnt in Chicago und reicht bis Los Angeles. Auf der Route 66 zogen in der Wirtschaftskrise viele Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus dem armen Osten oder aus der Staubschüssel Oklahoma in den verheißungsvollen Westen. Die originale Route 66 (historic Route 66) führte durch alle Dörfer und Städte, die auf ihrem Weg lagen. Bald baute man jedoch Umgehungsstraßen, die heutige Route 66, wobei der größte Teil der Straße durch eine gesichtslose Interstate ersetzt wurde.

Grand Canyon

Grand Canyon

Die Naturwunder: die bekanntesten sind die Niagara Fälle, der Grand Canyon und das Tal des Todes. Wenn man mit ihnen in Berührung kommt, fühlt man, wie winzig klein der Mensch ist. Es sind einfach nur grandiose Plätze, die man selbst gesehen haben muss. Es gibt keine Worte, um das zu beschreiben, was da vor einem liegt. Mindestens genauso sehenswert ist der Meteorkrater bei Winslow (Arizona). Er liegt mitten in einer einsamen Ebene, hat einen Durchmesser von 1,2 km und ist 180 m tief.

Chicago

Chicago

Die Städte der USA sind so verschieden, wie das Land selbst. New York, Washington, Miami lassen wir einmal außen vor. Los Angeles ist ein Moloch, Entschuldigung, aber außer Straßen, Autos, Häuser und Hollywood gibt es dort kaum etwas Sehenswertes. Städte, die uns begeistert haben, sind Chicago, Albuquerque und San Francisco. Da läuft das Leben sehr entspannt ab, sie haben Flair und man hat Muse, diese sehr unterschiedlichen Städte zu erkunden.

Die Menschen der USA haben uns genauso begeistert. Sie sind offen, freundlich, sehr hilfsbereit und haben immer ein Lächeln auf den Lippen. Wenn man durch dieses wunderbare, großzügige Land reist, fühlt man sich einfach nur aufgehoben und man ist fast traurig, es irgendwann wieder verlassen zu müssen. Leider können wir vom Nordwesten der USA noch nichts berichten, weil wir unsere Rundreise wegen der Einreisebestimmungen nach eineinhalb Jahren abbrechen mussten. Vielleicht dürfen wir irgendwann einmal diese Reise fortsetzen.

 

Beitragsnavigation

%d Bloggern gefällt das: