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Las Vegas – Nevada

Einfahrt nach Las VegasLas Vegas hat viele Namen wie „Die Spielerstadt“, „Die Stadt ohne Schlaf“, „Die verrückteste Stadt der Welt“ oder „Die sündige Stadt“. Es ist aber definitiv die am schnellsten wachsende Stadt der USA. Las Vegas wurde nach einer langen Vorgeschichte im Mai 1905 gegründet, nachdem die Eisenbahngesellschaft, an die dieses Land verkauft wurde, das Gebiet an Investoren und Spekulanten weiterverkaufte. Nach der Aufhebung des Alkohol- und Glücksspielverbotes 1931 und dem Aufstellen von Spielhöllen durch Mafiosi 1950 begann sich Las Vegas in eine Spielerstadt zu verwandeln. Ein zweites großes Standbein von Las Vegas sind die zahlreichen Hochzeitskapellen für Heiratswillige aus der ganzen Welt.

im Casino des Bellagioder Strip von Las VegasEigentlich ist es eine Stadt, wie jede andere auch. Was Las Vegas ausmacht und weswegen jedes Jahr Millionen von Besuchern in diese Stadt strömen, ist der „Strip“. Auf ungefähr drei Kilometern drängen sich die berühmten Hotels und Casinos wie das Luxor Hotel, das Bellagio, Ceasars Palace und das Mirage. Jede Menge weitere Hotels und Casinos lassen kaum Platz zum Atmen. Autolawinen wälzen sich über den Las Vegas Boulevard und die Menschenmassen machen keinen Spaß. Man hat keine Zeit, den Anblick des Strips zu genießen oder sich eines der Casinos auszusuchen, in dem man vielleicht den ein oder anderen Dollar verspielen könnte. Jedenfalls ging es uns so, der Strip ist einfach nur der Wahnsinn und wir wieder mit unserem großen Wohnmobil mittendrin. In allen Zeitungen und Berichten wird geschrieben, dass die Hotels große Parkplätze anbieten. Wir haben keine Ahnung, wie die Leute Parkplätze finden, denn es gibt keine Hinweisschilder. Uns blieb nur, uns in der Autolawine durchschieben zu lassen, denn ein Rechts oder Links gibt es kaum. Um den Strip wirklich erleben zu können, muss man ein Hotelzimmer mittendrin haben, damit man sich zu Fuß fortbewegen kann und genügend Zeit für alles hat.

Freemont Street in Las VegasGemächlicher geht es dagegen in der Altstadt um die Freemont Street zu, die jedoch nur einen kleinen Eindruck von der Glitzerwelt Las Vegas gibt.

Im Neonmuseum am nördlichen Ende des Strips werden die alten Reklameschilder aus vergangenen Tagen aufbewahrt. Heute leuchten Filmreklamen an den Fassaden, die meist mehrere Stockwerke einnehmen.
Uns haben die zwei Ricks aus den TV-Serien des Senders DMAX interessiert. Rick Harrisons Gold & Silver Pawn Shop sieht in den Aufzeichnungen immer nur leicht besucht aus. Kein Wunder, wie wir jetzt feststellten, denn die Neugierigen aus aller Welt stehen vor dem Pfandhaus in einer rund vierzig Meter langen Schlange und warten auf Einlass. Bei Rick Dale von Rick´s Restorations sieht es da schon etwas anders aus. Hier werden Gratisführungen durch das Reich des Mannes mit den goldenen Händen durchgeführt, denn es gibt nichts, was der Mann nicht wieder wie Neu aussehen lassen kann. Ein kurzer Blick auf Rick wurde uns vergönnt, der schon wieder mitten in einer Aufzeichnung steckte.

Rick Harrisons Pwan ShopRick´s Restorations

 

 

 

Pahrump - Wine Ridge RV ResortNach zwei Übernachtungen in Las Vegas fuhren wir nach Pahrump weiter, wo wir einen hervorragenden RV Park fanden. Das Wine Ridge RV Resort ist völlig neu gestaltet worden, restliche Umbauarbeiten sind noch im Gange. Der Platz an sich ist weitläufig mit großen Stellplätzen, Bäumen und Sträuchern und bietet einen herrlichen Blick auf den fast 12000 Fuß hohen Charleston Peak. Die dazugehörigen Anlagen wie Fitnessraum, Pool und Sanitärräume sind vom Feinsten und das Beste daran ist, es kostet nur eine Kleinigkeit. Eigentlich wollten wir hier nur zwei Tage verbringen, bevor wir ins Death Valley weiterfahren, jetzt werden es wohl vier Tage. Ein kleines Weingut liegt gleich nebenan und bietet neben Weinverkostungen eine sehr „Eigene“ Weinstube und ein Restaurant an. Wir können das Wine Ridge RV Resort jedenfalls nur wärmstens empfehlen.

Gastbeitrag von Las Vegas Must Do Liste

Autolawinen wälzen sich über den „Las Vegas“ Boulevard und die Menschenmassen machen keinen Spaß. Man hat keine Zeit, den Anblick des Strips zu genießen oder sich eines der Casinos auszusuchen, in dem man vielleicht den ein oder anderen Dollar verspielen könnte.

 

 

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Tourkarte USA/Kanada

 

Tourkarte Nordamerika

Tourkarte Nordamerika

 

Unsere Rundreise durch die USA und Kanada begann in Tampa (Florida), hinüber zur Ostküste, weiter Richtung Norden. Bei Charleston bogen wir zu den Great Smoky Mountains ab. Nachdem wir dort ein schwerwiegendes Problem an unserem Auflieger feststellen mussten, blieb uns nichts weiter übrig, als nach Tampa zurückzufahren (gestrichelte Linie). Nach Reparatur des Schadens starteten wir erneut. Ab Charleston folgten wir immer weiter der Ostküste in Richtung Norden bis nach Nova Scotia (Kanada). Bevor uns der Herbst einholte, wendeten wir uns Richtung Westen und fuhren den St. Lorenz-Strom hinab. Über die Niagara-Fälle erreichten wir Chicago. Ab hier lag unser Schwerpunkt auf der Route 66, die uns bis zum Grand Canyon begleitete.

Den Winter verbrachten wir in Arizona. Die Kälte zwang uns, eine Zeit lang in Phoenix zu bleiben, bis wir für zwei Monate nach Deutschland zurückkehrten. Im März nahmen wir unsere Tour wieder auf und gelangten über den Hooverdamm und Las Vegas ins Tal des Todes. Von dort arbeiteten wir uns über die Sierra Nevada in den Norden Kaliforniens bis nach Oregon vor. Hier stoppte uns der Winter ein weiteres Mal und zwang uns zur Umkehr. Der einmalig schönen Westküste nach Süden folgend erreichten wir San Francisco und Los Angeles.

Über den Süden der USA nach Osten gerichtet durchquerten wir Arizona, Texas und die Südstaaten, bis wir den Kreis in Florida schlossen.

Hoover Dam – Arizona/Nevada

Hoover DamLake MeadAuf dem Weg nach Las Vegas besuchten wir den Hoover Dam oder die Hoover Staumauer, wie es im Deutschen richtig heißt, die den Colorado River zum Lake Mead, dem größten Stausee der USA, anstaut. Zudem bildet der Colorado River an dieser Stelle die Grenze zwischen Arizona und Nevada, so dass die Staumauer zu beiden Bundesstaaten gehört. Um die Parkplätze und die Staumauer zu erreichen, muss man zuerst eine Sicherheitskontrolle passieren. Schon am Vormittag ist dort die Hölle los, so dass wir mit unserem Wohnmobil kaum noch einen Parkplatz fanden, mal davon abgesehen, dass es nicht wirklich Parkplätze für Wohnmobile gibt. Die Staumauer an sich ist nicht sehr groß, gilt aber als Meisterleistung der Ingenieurskunst damaliger Zeit. Sie wurde von 1931 bis 1935 mit großem Aufwand zwischen die Felswände des Colorado Canyon gebaut. Eine große Bogenbrücke spannt sich über den Canyon, ein unterirdisches Besucherzentrum und ein riesiges Parkhaus mit Restaurant und Souvenirgeschäften gehören mit zum Komplex der Stauanlage. Von der Bogenbrücke in der Font der Staumauer aus hat man sicher einen sehr schönen Überblick über das Gelände, aber der Weg war uns bei um die 30°C dann doch zu anstrengend. Im angestauten See fehlen mindestens zwanzig Meter Wassersäule. Per Ausflugsboot gelangt man ein paar hundert Meter an die Hoover Staumauer heran.

Wieder auf Tour

Aus der Traum von der ganz großen Rundreise, denn wir haben nur für ein halbes Jahr eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Mit unserem B2-Visum ist kein längerer Aufenthalt möglich, versicherte man uns. Unsere nächste Einreise dürfte dann auch erst nach mindestens einem halben Jahr stattfinden. Da wir für diese Zeit auch Versicherung bezahlen müssten, fällt diese Option aus und unsere Rundreise durch die USA/Kanada endet Mitte September. Kein Seattle, kein Vancouver, kein Yellowstone Park und kein Monument Valley. Wir werden also über Las Vegas durch die Nationalparks in Westkalifornien bis zur nördlichen Grenze von Kalifornien fahren, dann an der Westküste Richtung Süden und im Süden der USA nach Florida zurück, Änderungen vorbehalten.
 Jetzt sind wir aber erst einmal in Phoenix gelandet und haben unser Motorhome wieder. Hier ist es herrlich warm, über 20°C bei blauem Himmel, und vieles ist grün geworden. Es duftet an vielen Stellen wohltuend nach allerlei Blüten und die Vögel zwitschern überall. Vor allem die Apfelsinenbäume, die noch immer pralle Früchte tragen und blühen, duften intensiv. Der Duft erinnert stark an Jasmin, herrlich. Die im Winter tot scheinenden Ocotillos sind jetzt ebenfalls grün und haben sogar schon Knospenrispen angesetzt.
Orangen - Früchte und Blüten an einem BaumGrüner Ocotillo

Niagara Fälle – Ontario

Einfach nur grandios! Bloß gut, dass wir die Niagara-Fälle von Kanada aus angefahren haben. Von dieser Seite hat man einen unvergleichlich schöneren Blick auf das Naturschauspiel. Die Einfahrt in die Stadt Niagara Falls ließ uns gleich an Las Vegas denken – Hochhäuser, bunte Lichter, Musik aus jeder Ecke und Menschen überall. Schilder geleiteten uns auf einen Parkplatz am anderen Ende des Ortes, kurz vor dem Hufeisen-Fall gelegen. Die hochaufsteigende Gischt ist weithin zu sehen, deren Feuchtigkeit weithin zu spüren und die Geräuschkulisse weithin zu hören. Jeder Schritt weiter an die Fälle heran und an den Fällen entlang ist aufregend. Es gibt zwar weit über 500 Wasserfälle auf der Welt, die höher sind als die Niagara-Fälle, aber nirgends fließt soviel Wasser dort durch. Unterhalb der Fälle fahren drei Boote der „Maid of the Mist“ bis dicht an die tosenden Wassermassen heran. Wir haben uns für die „Journey Behind the Falls“ entschieden und haben für uns damit die bessere Wahl getroffen. Ein Fahrstuhl bringt die Besucher nach unten, an den Fuß des Wasservorhanges der Hufeisen-Fälle. Zwei Tunnel bieten Gelegenheit, direkt mit den Wassermassen in Kontakt zu kommen. In einem der beiden Tunnel erlebt man das Grollen und Tosen des herabstürzenden Wassers. Durch 2 Öffnungen gelangt man direkt hinter den Wasservorhang. Gelbe Capes schützen die Besucher vor der Nässe. Der andere Tunnel führt neben den Wasservorhang auf eine Terrasse, von der aus man direkt den Rand des Wasservorhanges sehen kann. Nass wird man hier in jedem Fall. Dieses Erlebnis ist besser als nur die Bootsfahrt ganz unten. Die hohen Felswände beeindrucken ebenfalls. Es ist ein unvergessliches Erlebnis. Langsam spazierten wir an den Fällen entlang Richtung Norden, vorbei an den amerikanischen Fällen, die gerade verlaufen und die „Regenbogen-Fälle“ genannt werden. Am Nachmittag, so um 15 Uhr herum steht die Sonne so, dass ständig ein Regenbogen vor dem Wasserfall steht. In der „Adventure City“ geht es zu wie in Las Vegas, grell und bunt. Hier wird den Touristen das Geld aus der Tasche gezogen. Das „Skywheel“ (ein Riesenrad) und der Skylon Tower bieten Gelegenheit, sich die Szenerie von oben anzusehen. Die Möglichkeiten, die Niagara-Fälle und die Stadt Niagara Falls zu erleben, sind endlos. Wir haben uns dann auf die Rückfahrt auf dem Niagara Parkway gemacht, auf dem man den „Whirlpool“ erreicht. Das ist ein Wasserbecken, dass sich gebildet hat, in dem das Wasser „optisch“ eine Runde dreht, bevor es in den Ontariosee abfließt. Diesen Whirlpool kann man von unten mit dem Jet Boat oder von oben mit dem Aero-Car auf abenteuerliche Weise erleben. Nach einem Nadelöhr öffnet sich das Tal wieder und der Ontariosee kommt in Sicht. Eigentlich wollten wir uns noch den historischen Ort Niagara-on-the-Lake ansehen, aber Menschen und Autos ohne Ende ließen uns dieses Vorhaben schnell vergessen.
Die Niagara-Gegend ist Weinanbaugebiet. Von hier kommen 80% des kanadischen Weins. Auffallend sind neben dem Wein die vielen Pfirsich-Bäume. Leider ist die Pfirsichzeit schon zu Ende. Das war ein wirklich aufregender Tag.

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