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Mendocino County – Kalifornien

Küste am Highway Nr. 1

Küste am Highway Nr. 1

In endlosen Kurven, bergauf, bergab, jedoch keine mehrere tausend Fuß mehr, erreichten wir die Pazifische Küste erneut. Wir sind auf den Highway Nr. 1 abgebogen und werden ihm nun an der Küste entlang folgen. An jeder Ecke eröffnen sich dem Reisenden neue Ansichten, so dass man an fast jedem Aussichtspunkt halten muss, um die grandiosen Kulissen zu bestaunen.

merkwürdiger Krebs

merkwürdiger Krebs

Bucht am Pazifik

Bucht am Pazifik

Entgegen unseren Erwartungen, was die Übernachtungsmöglichkeiten betrifft, fanden wir doch eine kleinere Bucht, in der wir über Nacht stehen bleiben konnten. Ich glaube, dass war das erste Mal in den USA überhaupt, dass wir keinen Campingplatz oder Parkplatz angefahren haben, sondern so stehen konnten, wie sich ein Camper das wünscht. Unsere Nachbarn waren ein paar „Freigeister“ mit einem schön bunt bemalten VW Bully T3 und ein kanadisches Pärchen aus British Columbia mit einem Pickup-Camper, das auf einer 3-wöchigen Urlaubsreise entlang der Küste ist. Im Sand des Strandes fanden wir auch wieder diese merkwürdigen, urzeitlich anmutenden Krebse, auf die wir schon an der Ostküste in Myrtle Beach gestoßen waren.

Grauwal

Grauwal

Glas Beach in Fort Bragg

Glas Beach in Fort Bragg

In Fort Bragg gibt es einen Strand, der mehr rundgeschliffene, bunte Glassteine aufweist als Sand. Der Glasstrand wurde von 1949 an viele Jahre lang als Müllplatz benutzt, worunter sich auch sehr viel Glas befand. Später wurde der Strand gesäubert. Diese Aktion war 1967 abgeschlossen, aber nicht alles Glas konnte entfernt werden, so dass die Zeit und die Wellen die Glasüberreste weiter zerkleinert und rundgeschliffen haben. Heute ist dieser Strand eine Attraktion, auch deshalb, weil kein Glassteinchen bei Strafe vom Strand entfernt werden darf. Auf einem vorgelagerten Felsen lagen Hafenrobben mit ein paar Jungen.

Skunk Train in Fort Bragg

Skunk Train in Fort Bragg

Fort Bragg wurde als militärischer Außenposten für das Mendocino Indianer Reservat in den 1850ern gegründet und ist heute die größte Stadt an der Mendocino Küste. Von Fort Bragg gab es eine Bahnverbindung nach Willits am Highway 101. Der Skunk Train fährt heute seine Gäste in verschiedenen Touren durch die Redwoodwälder und zu anderen Sehenswürdigkeiten an der Strecke.

Noyo Harbour

Noyo Harbour

Noyo Harbour ist ein noch aktives Hafengelände mit kleinen Werften und Fischereien. Von hier aus starten in der Saison, Dezember bis April, Walbeobachtungstouren. Hochseefischerei kann gebucht werden oder man kann Abalones suchen, wenn man sich die entsprechende Lizenz besorgt hat. Die auch als Seeohren bekannten Muscheln müssen schon eine stattliche Größe aufweisen, um „geerntet“ werden zu dürfen. Aus den bunt schillernden Schalen wird der begehrte Schmuck hergestellt und das Fleisch soll delikat sein. Auf meine Frage, warum ich noch nie Abalone auf irgendeiner Speisekarte gesehen habe, sagte uns jemand, dass es gesetzlich verboten ist, die Muscheln zu verkaufen. Man kann sie an jeden anderen Menschen weitergeben, darf sie aber nicht verkaufen. Deshalb dürfen diese Muscheln nicht in Restaurants angeboten werden. Es gibt jetzt zwar in Südkalifornien eine Abalone Zucht, die dann auch verkaufen darf, dass ist jedoch noch viel zu wenig. Abalone Muscheln findet man besonders an dem Küstenabschnitt um Fort Bragg und jede Menge Leute fahren mit Schnorchelausrüstung aufs Meer, um sich die Muscheln zu holen. Tauchausrüstung ist verboten, damit die Bestände geschont werden.

lecker Abendessen

lecker Abendessen

Zum Angebot in Noyo Harbour gehören frisch gefangene, große Felsenkrabben. Jetzt mussten wir einfach eine von denen probieren. Nachdem wir gefragt haben, wie und was man von diesen Krabben essen kann, bezahlten wir 15,-$ und nahmen eine Krabbe zum Abendbrot mit, gekocht selbstverständlich. Der Krabbenpanzer hatte einen Durchmesser von 19 cm und das Fleisch schmeckt wie Hummer, genauso zart und aromatisch, wenn nur diese Puhlerei nicht wäre.

Mendocino

Mendocino

Rhododendren und Azaleen in den schönsten Farben, bunte und exotische Gartenblumen und -pflanzen, kleine Eukalyptuswäldchen, sattes Grün und das Blau des Meeres, hier muss das Paradies sein. Mendocino ist dann der Garten Eden, weil es wohl das idyllischste kleine Städtchen auf der Welt ist. Kaum haben wir etwas Schöneres gesehen. Zwei Grauwale hielten sich in der Bucht auf, immer wieder treffen wir auf Seelöwen und Hafenrobben.

St. Orres

St. Orres

Zwischen Anchor Bay und Gualala liegt ziemlich einsam ein ganz schmuckes Hotel. Das St. Orres sieht aus wie eine Außenresidenz des russischen Zaren, alles aus Redwoodholz und mit Zwiebeltürmchen. Die ganze Gegend um Fort Ross herum war im frühen 19. Jahrhundert russisches Siedlungsgebiet. Vor allem russische Seeotterjäger hatten hier ihr Revier. Zu dieser Zeit kam ein anscheinend wohlhabender Russe namens George St. Ores und ließ sich dieses Anwesen bauen. 1929 wurde es zum Hotel mit einem Dinerraum, einem Laden und einer angeschlossenen Tankstelle umfunktionert. 1971 fanden sich drei alte Freunde zusammen, die dann all ihre Kraft und ihr Geld in das Anwesen steckten und 1977 das Nobelhotel St. Orres Inn eröffneten.

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Reiseblogger und ihre Bilder – die Trends

Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Reiseblogs und landete dabei bei Corinna und ihrem Blog aussteigenbitte.  Ihr lustiger Beitrag „Reisebloggerbilder und ihre Trends“ animierte mich dazu, mir unser Bildarchiv vorzunehmen und meinen Senf dazuzugeben, trotzdem ihr  Beitrag schon eine Weile her ist. Ich habe zwar nicht die Angewohnheit, alle fünf Minuten meine Zahlen zu checken, obwohl es auch mir nicht egal ist, ob sich jemand für meinen Post oder Beitrag interessiert, es gibt jedoch so viele andere Dinge im Leben, die genausoviel Aufmerksamkeit verdienen. Aber, wie schreibt Corinna so treffend: „Wir alle schreiben den Blog, weil wir gelesen werden möchten. Dann macht es einfach mehr Spaß!“

Eigentlich finden wir es nicht wirklich interessant, Bilder von uns zu veröffentlichen, aber für diesen Artikel mache ich mal eine Ausnahme. Es besteht natürlich auch bei uns die Gefahr, wie ein Vollpfosten dazustehen. 🙂 Dieses Risiko gehe ich gerne ein. Ich versuche dabei, bei der Präsentation der Bilder auf Corinnas Kategorien zurückzugreifen, ergänze diese aber auch durch neue.

„Ich steh hier nur so rum“

Dieses Wandgemälde fanden wir in Bushmills, Irland

„Hier ist es so schön, ich könnte Luftsprünge machen und tue es auch“

Die Landschaft von White Sands, New Mexico, ist so überwältigend, dass man einfach Luftsrünge machen muss

Leider war der Selbstauslöser nicht so schnell, wie ich mit meinem Sprung, aber der Ansatz ist wohl erkennbar. Es ist wirklich grandios dort. Corinnas Bild ist da um einiges besser gelungen. 

„Ich schaue verträumt in die Ferne und wurde zufällig dabei fotografiert“

Im Hinterland von Cabopino, Spanien

Wir stehen dort an einem Golfplatz, der so groß ist, dass man ihn nur mit dem Fernglas erfassen kann. Auf dem Teich schwammen verschiedene Entenarten, denen ebenfalls meine Aufmerksamkeit galt.

 

„Selfie“

Zum Thema „Selfie“ kann ich leider im Moment nichts beisteuern. Das ist keine Lüge. Bisher haben wir immer nette Menschen gefunden, die uns vor einem tollen Motiv fotografiert haben. Wir finden es schon merkwürdig, dass die Leute ständig in der Gegend rumstehen und sich selbst fotografieren. Die vielen Selfie-Sticks sehen jedenfalls komisch aus. Vielleicht schaffe ich es irgendwann auch, ein Selfie zu produzieren, für diesen Beitrag.

 

„I’m to sexy for my shirt“

Colva, Indien

Zugegeben, das Bild passt nicht wirklich, denn mit einem Shirt am Strand zu sitzen wäre doof.

 

„Guck mal was ich leckeres zu Essen hier habe“

Meeresfrüchteplatte in Arcachon, Frankreich

Das war das leckerste Essen, welches wir je fotografiert haben. Es war jedoch gekauft. Ich habe aber auch das Bild eines selbstgekochten Essens. Es sind selbstgesammelte und zubereitete Napfschnecken, die wir an der Westküste Schottlands gefunden haben. Ich bin nicht wirklich ein Schneckenfan, aber die waren lecker. 

schottische Napfschnecken mit Stampfkartoffeln

„Guck mal wo ich stehe“

Bilder von Füßen haben wir auch, komischerweise alle von Klaus. Eines der Bilder zeigt, wie groß die Schulpe von Kalmaren werden können. Klaus hat große Füße.

Faro, Portugal

„Guck mal ich bin im Flugzeug“

Ägypten

Der Zufall wollte es, dass wir statt der gebuchten 2. Klasse dann doch 1. Klasse flogen. Leider dauerte dieser Flug von Luxor nach Kairo nur eine Stunde. Trotzdem, es war ein sehr angenehmer Flug.

 

„Guck mal ich mach Blasen“

Magsaysay-Island, Philippinen

Es sieht auf dem Bild nicht so aus, da es um mich ging, aber wir durften Tauchgründe erleben, die zu den schönsten der Welt zählen. Bis in Tiefen von über 40 Metern fühlt man sich rund um Magsasay-Island und Camiguin an der Nordküste Mindanaos wie im Aquarium.

 

„Spaziergang am Strand“

Wangerooge

Auf Wangerooge sehen die Strandspaziergänge oftmals etwas anders aus.

 

„Guck mal wie ich mich verrenken kann“

Kochi, Indien

Okay, der Versuch, am nächtlichen Strand sexy zu erscheinen, ging etwas daneben. So schönes Yoga wie Corinna kriege ich wohl auch kaum hin.

 

So, dass waren Corinnas Vorschläge. Ich habe aber noch ein paar weitere Bilder gefunden, für die ich neue Kategorien eröffnen muss:

„Guck mal wie ich der Gravitation ein Schnippchen schlage“

Confusion Hill, Kalifornien

Viel Spass und ganz neue Erfahrungen in Sachen Gravitation findet man bei „Confusion Hill“ in den Redwoodwäldern Nordkaliforniens. Stehe ich nun schief oder das Haus?

 

„Wie klein sind wir eigentlich“

Wir wissen, dass wir nur ein Staubkorn im Universum sind. Der ein oder andere Größenvergleich macht es immer wieder deutlich.

Die Redwoodbäume (Riesen-Mammutbäume) in Kalifornien sind wirklich gigantisch

 

Gulliver lässt grüßen. Gefunden auf Nova Scotia

„Guck mal ich kann schweben“

Skydeck, Chicago

400 Meter über dem Erdboden steht man in einem der gläsernen Erker des Skydecks, im 103. Stock des Willis Towers.

 

„Guck mal wen ich getroffen habe“

Kingston, Ontario

Eine Halloween-Bekanntschaft. Wirkt ziemlich echt, oder? Oder ist es gar ein Tramper, den keiner mitgenommen hat?

 

„Guck mal wie behütet ich bin“

Lafourche, Louisiana

Steht mir doch gut, finde ich. Überraschenderweise ist der Lotus auch in den Sümpfen Lousianas zu Hause.

 

„Guck mal wie ich spiele“

Wenhaston, England

Wusste gar nicht, dass das so viel Spass macht. Man muss trotzdem höllisch aufpassen.

 

„Guck mal ich bin im Spiegel“

Jaipur, Indien

 

„Guck mal wie ich träume“

Sonnenuntergang bei Tallinn

 

Da ist jetzt doch einiges an Bildern zusammengekommen. Es hat Spass gemacht, sie herauszusuchen und zusammenzustellen. Das war eine ganz neue Herausforderung. Vielen Dank Corinna für dieses Thema.

 

 

Sagres

Steilküste bei Sagres

Eine andere, karge Landschaft bietet sich dem Besucher zwischen dem Ponta de Sagres und dem Cabo de São Vicente. Das Klima ist hier so rau, dass die Gegend baum- und strauchlos ist. Es bestehen nur kleine und geduckte Pflanzen auf dem steinigen Boden. Die Steilküste in diesem Gebiet ist grandios und erinnert uns an die Cliffs of Moher, nur dass die Felsen hier nicht so hoch sind. Zwischen dem Meeresspiegel und der oberen Felskante liegen zwischen 60 und 100 Meter. Die verschiedenen Formationen und Farben des Löß- und Kalksteins, eingebettet zwischen dem Blau des Himmels und des Meeres, lassen immer wieder staunen. Kleine ruhige Strände laden zum Baden ein, zumindest im Sommer. Manche davon sind nur mit einem Boot zu erreichen. Das Wasser des Atlantiks ist ziemlich kalt.

nautischer Kompass (?) im Fort Sagres

Am Ponta de Sagres steht eine Festung, die der Portugiese Heinrich der Seefahrer, bauen ließ. Er erneuerte und erweiterte das bestehende Fort aus dem Jahre 1573, nachdem es 1587 von dem englischen Freibeuter Francis Drake angegriffen worden war. Heinrich der Seefahrer, vom Stande eines Prinzen, fuhr selbst nie zur See, aber er hatte sich die Entdeckung eines Seeweges nach Indien und zu den Gewürzinseln auf dem Ostweg auf die Fahne geschrieben. Er wollte damit Portugal zu einer Handelsmacht aufsteigen lassen. Ganz schaffte er dies nicht, aber mit Hilfe seines Vermögens initiierte und bezahlte er viele Entdeckungsfahrten, die zu den Azoren und an der Westküste Afrikas entlang führten. Erst knapp 40 Jahre nach dem Tod Heinrichs schaffte es Vasco da Gama bis nach Indien und erfüllte somit das Vermächtnis von Heinrich.
Auf dem Gelände des Forts von Sagres ist eine Art nautischer Kompass zu sehen. Er misst 50 Meter im Durchmesser. Es ist jedoch nicht geklärt, was diese kreisrunde, in Segmente geteilte Einrichtung wirklich sein soll und wer sie geschaffen hat. Das sich im Fort eine von Heinrich dem Seefahrer gegründete Seefahrerschule befunden haben soll, ist Legende. Trotzdem starteten von Sagres aus die meisten portugiesischen Seefahrten.
Gegen ein geringes Eintrittsgeld kann man sich das rekonstruierte Fort mit einer kleinen Kirche ansehen. Ein schweres Erdbeben 1755 zerstörte die meisten ursprünglichen Gebäude.

Löcher im Felsplateau

In dem Eintrittsgeld ist nicht nur das Fort enthalten, sondern das ganze Kap, über das ein Rundweg an den Klippen entlang führt. Das Kap gehört zum Naturpark Alentejo und Costa Vicentina. Informationstafeln klären über die Felsen, Pflanzen und Vögel auf, die hier entdeckt werden können. Löcher im Kap, welche von der Oberfläche bis zur Wasserlinie reichen, in denen man das Tosen des Meeres hört, erinnerten uns an die kleine Stadt Mendocino an der Küste Kaliforniens.
Unbedingt besuchen sollte man die „Kammer des Klanges“, an der die meisten Besucher vorbeilaufen. Hohe kreisrunde Wände, die labyrinthähnlich ins Innere führen, bringen den Besucher zu einem kleinen, sehr tiefen Loch im Felsen. Die Wellen drücken die Luft über eine Grotte am Boden durch einen sehr schmalen Schacht an die Oberfläche. Das Geräusch, welches dabei entsteht, ist direkt beängstigend, zumal man in dem kleinen runden Raum fast eingeschlossen ist. Unglaubliche Kräfte sind da am Werk, dabei hatten wir nur etwa Windstärke 4.

Cabo de São Vicente

Eher unspektakulär ist dagegen das Cabo de São Vicente, der südwestlichste Punkt Kontinentaleuropas. Eine Stichstraße führt zum Leuchtturm, wo Europa zu Ende ist. Der Eintritt ist frei. Der Leuchtturm ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, aber es gibt ein kleines Museum, einen Souvenirladen und einen kleinen Shop mit regionalen Produkten.
Vom Leuchtturm aus nach Norden kann man noch einmal auf ein wunderschönes Stück Küste blicken. Die Natur hat sich auch hier alle Mühe gegeben, ein kunstvolles Objekt zu gestalten.
Irgendwo hatten wir erfahren, dass es vor dem Leuchtturm die „Letzte Bratwurst vor Amerika“ geben soll. Leider kamen wir nicht in diesen Genuss, denn es wurde nirgendwo Bratwurst verkauft.

Fischerhafen Sagres

Die Stadt Sagres ist sehr locker angelegt, wie viele portugiesische Städte, die wir bis jetzt besuchten. In dem gemütlichen Fischerhafen fahren und kommen nicht nur Fischerboote, sondern er ist auch Ausgangspunkt für Ausflugsfahrten auf das Meer, um die Küste zu sehen oder Delfine und andere Meeresbewohner zu beobachten. Zwei Tauchbasen bieten ihre Dienste an. Ein Trockentauchanzug ist allerdings Voraussetzung.

Der Wohnmobilstellplatz befindet sich direkt am Fort Sagres.

Los Angeles – Kalifornien

Los Angeles

Los Angeles

Das einzige Wohnmobil, das in Los Angeles unterwegs war, war unseres. Gesehen von Los Angeles haben wir 4-6 spurige Straßen, in beide Fahrtrichtungen, und PKW-Kolonnen. Was haben wir noch gesehen – nichts, weder den Santa Monica Pier, der das Ende der Route 66 darstellt, noch den Walk of Fame, noch den berühmten Schriftzug „Hollywood“, noch den berühmten und seit langem in Rente gestellten Luxusliner Queen Mary oder was die Stadt der Engel, wie Los Angeles übersetzt heißt, sonst noch so zu bieten hat.
 Inzwischen habe ich auch die Antwort, warum LA so viele Autos hat. Die Stadt wurde als „Autostadt“  entworfen. Öffentlichen Nahverkehr gibt es so gut wie gar nicht, so dass alle Leute mit dem eigenen Auto zu ihren Zielen gelangen müssen. Da hilft es auch nicht, dass extra Spuren für Fahrzeuge eingerichtet wurden, in denen 2 oder mehr Insassen sitzen müssen. Solche Spuren gibt es übrigens in jeder amerikanischen Großstadt. Es gibt sogar „nebenberufliche Beifahrer“, die „angeheuert“ werden, damit diese Voraussetzung erfüllt ist und die Schnellspuren genutzt werden können.

Koberindfleisch

Koberindfleisch

Eine Übernachtungsmöglichkeit fanden wir im Außenstadtteil Rosemead. Das es ein chinesischer Stadtteil ist, damit meine ich nicht Chinatown, erfuhren wir erst, als wir da waren. Ein asiatischer Supermarkt lockte uns. Das Angebot ist sehr gut und sehr exotisch. Dinge, die wir sonst nirgendwo bekommen, außer in den chinesischen Vierteln. Dazu gehört das teuerste Rindfleisch, das man für Geld kaufen kann: das japanische Koberind. Die Rinder aus der japanischen Stadt Kobe bekommen eine ganz spezielle Zuwendung. Neben dem liebevollen Umgang mit den nicht sehr bewegungsfreudigen Rindviechern werden diese auch noch jeden Tag mit Bier massiert. Wozu das Bier gut ist, lassen wir dahin gestellt. Die Massagen bewirken jedenfalls, dass sich das Fett gleichmäßig im Fleisch verteilt. Das Fleisch hat dann eine gleichmäßige Maserung aus Fett und Fleisch. So schmeckt das Fleisch dann auch, sehr ausgewogen. Unsere 0,34-Pfund-Packung kostete dann auch 8,84 Dollar.

Die zweite Spezialität, leider nur gefroren, sind Abalone. Wie sich das mit den Muscheln verhält, hatte ich ja schon im Artikel „Mendocino County“ beschrieben. Inzwischen wissen wir, dass sich eine Abalonezucht in Cayucos bei Morro Bay befindet, aber die Chinesen müssen eigene Zuchten besitzen, bei dem Abalone-Angebot, welches sie haben. Probiert haben wir die Muscheln noch nicht, werde später berichten. Ganz billig sind die Abalone auch bei den Chinesen nicht, aber probieren müssen wir einfach. Solch ein Angebot bekommen wir wahrscheinlich kein zweites Mal.

Mit der Erfahrung auf dem Küstenabschnitt zwischen Santa Barbara und Los Angeles hat sich die weitere Fahrt an der Pazifikküste entlang für uns erledigt. Statt nach San Diego weiterzufahren, bogen wir nun ins Landesinnere ab. Alles andere hat keinen Zweck mit solch einem großen Auto.

Sonoma County – Kalifornien

Weiter auf dem Highway Nr. 1 in Richtung Süden, der seit der Countygrenze Mendocino-Sonoma eigentlich nur noch anstrengend ist. Die Landschaft ist immer noch wunderschön, aber die Straße besteht fast nur noch aus engen Kurven. Das Wetter spielt in diesen Tagen auch nicht mehr mit. Die Häuser haben keine Farbe mehr, sind nur noch grau oder braun. In den Gärten gibt es keine Blumen mehr. Was wohnen hier für Menschen, die keinen Sinn für Schönheit haben. Diese krasse Wandlung ist sehr auffallend.
Eigentlich wollten wir bei Stewarts Point zum Highway 101 abbiegen, aber es gibt dort keine Straße, jedenfalls haben wir keine gefunden.

Am Fort Ross, das eine russisch-amerikanische Gründung ist und seit 1812 dreißig Jahre lang seinen Dienst tat, fuhren wir vorbei, weil wir die Einfahrt verpassten und es die nächsten 2 Meilen Kurvenstraße keine Möglichkeit zum Umdrehen gab. Vom Fort Ross ist nur noch ein Originalbau übrig, die russisch-orthodoxe Kapelle wurde beim großen Erdbeben 1906 zerstört, der Rest verfiel. Heute zeigt sich das Fort den Besuchern rekonstruiert. Gebaut wurde das Fort aus Redwoodbäumen. Immer wieder fuhren wir durch Redwoodbestände, jedoch gibt es keine alten Bäume mehr. Die meisten Wälder wurden komplett abgeholzt, bis der Staat Kalifornien und die USA im 20. Jahrhundert die letzten Bestände übernahmen. Große Teile wurden wieder aufgeforstet, so dass wir heute wieder unsere Freude an den großen Bäumen haben. Immer, wenn wir durch einen Redwoodwald fahren, kommen wir uns wie in einer anderen Welt vor. Diese Bäume sind einfach anders und aufsehenerregend.

In Jenner konnten wir dann endlich dem anstrengenden Highway Nr. 1 den Rücken kehren und am Russian River entlangfahren. Im Russian River Tal befinden sich zwei der bekanntesten Weingüter Amerikas: Korbel, die sich auf Sekt nach Champagnerart spezialisiert haben, und Martinelli. Auf weiten Flächen stehen Rebstöcke.
Das kleine Städtchen Guerneville hat noch sein altes Gesicht. Hinter den typischen Fassaden finden sich verschiedene Geschäfte, die alte Brücke kann nur noch zu Fuß oder per Fahrrad überquert werden.

Bunya Bunya - eine Araukarie

Bunya Bunya – eine Araukarie

Santa Rosa

Santa Rosa

In Santa Rosa sind der Railroad Square und die Altstadt sehenswert. Restaurants, Kneipen und verschiedene Geschäfte reihen sich aneinander. Vor dem alten Bahnhof aus den 1880ern, der 1904 restauriert wurde und heute die Touristinformation beherbergt, steht ein eigenartiger großer Baum. Der Stamm sieht aus wie der einer Palme, die Blätter sind hart wie die einer Palme, aber es ist keine Palme. Auf unser erstauntes Fragen bekamen wir einen Zettel ausgehändigt, anscheinend haben schon mehr Leute nachgefragt. Es ist eine Araucaria Bidwillii, oder wie die Amerikaner sagen, eine Bunya Bunya und kommt aus Queensland, Australien. Die Zapfen dieser Araukarie sind so groß und schwer, dass sie vor dem Herunterfallen abgenommen werden, denn sie können Menschen verletzen und verursachen Schäden an Autos.
Ansonsten ist Santa Rosa die Stadt der Redwoodbäume, die überall zur Stadtbegrünung angepflanzt wurden. Das sieht schon interessant aus.

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