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Meteor Crater – Arizona

Beim Studieren der Karte für unsere weitere Tour stieß ich auf den Meteorkrater. Das ist doch was für mich. Er liegt nur etwa 6 Meilen neben der Interstate. Schon aus einiger Entfernung sieht man einen aufgeschütteten Wall inmitten der flachen Wüstenlandschaft. Natürlich hat man, wie an allen interessanten Stellen, auch den Krater kommerzialisiert. Der Eintritt ist zu deftig, für das was geboten wird, mussten wir feststellen. Dafür ist der Krater sehr beeindruckend. Er gilt als das Paradebeispiel für einen Meteorkrater. Dieser hier entstand vor etwa 49.500 Jahren nach dem Einschlag eines gigantischen Meteors, der mit fast 70.000 Kilometern pro Stunde die Erde traf. Ein Hauptmeteor wurde nie gefunden, dafür findet man in der Umgebung jede Menge kleiner Stücke. Anhand dieser Stücke wurde ermittelt, dass der Meteor ein seltener, schwerer nickel-eisenhaltiger Meteor war. Die Teile sind um einiges schwerer und magnetischer als normale Meteoriten. Der Krater ist 175m tief und hat einen Durchmesser von mehr als 1250m. Der Rand misst um die 5 Kilometer. Da braucht man schon eine Weile, um herumzulaufen. Wenn man da am Rande steht, sieht das alles gar nicht so groß aus. Eindrucksvoll ist der Krater allemal.
 Die ersten Entdecker 1871 glaubten an einen erloschenen Vulkan, bis die ersten eisenhaltigen Meteorite in der Umgebung gefunden wurden. 1902 kam der Bergbauingenieur Barringer aus Philadelphia auf Grund der Umstände zu dem Schluss, dass dies ein riesiger Meteor verursacht haben muss. Seine 25 Jahre langen Bemühungen, den Hauptteil des Meteors zu finden, blieben jedoch erfolglos. Die Bohrungen sind heute noch zu sehen.
 Der Meteorkrater diente in der Vergangenheit der Ausbildung aller Apollo-Astronauten (Mondmission) und dient heute der modernen Forschung im Bereich Krater, Meteore und Weltraummissionsausrüstung.  Inzwischen sind weitere 200 Meteorkrater auf der Erde entdeckt worden. Die vielen Punkte auf der Karte des Museums machen schon Angst und Bange.

 

 
 

 
Sehr schön thronen die San Fransisco Mountains mit dem höchsten Berg Arizonas, den Humphrey´s Peak, am Rand der großen Ebene, im Moment mit schneebedeckten Gipfeln. Ein schöner Kontrast.

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Kuressaare (Arensburg)

Um von Orissaare nach Kuressaare zu fahren, kann man die Hauptstraße 10 nehmen, oder die abwechslungsreichere und interessantere alte Straße, die in einem Bogen südlich der Straße 10 verläuft. Kurz nach der Auffahrt von der alten Straße auf die neue Straße zweigt rechts die Straße nach Kaali ab. Dort findet man einen Meteoritenkrater. Vor gut 3000 Jahren ist an dieser Stelle ein Meteorit eingeschlagen und riss dieses Loch mit einem Durchmesser von 105m. Neben dem Meteor Crater in Arizona, mit einem Kilometer Umfang, den wir schon besuchten, ist dieser hier in Kaali gerade einmal eine kreisrunde Kieskuhle.

Strand von Kuressaare

Die Hauptstadt der Insel Saaremaa ist sehr einladend. Man hat viel Platz zum Atmen, alles läuft gemütlich und die Altstadt ist ganz hübsch. Kuressaare hat eine interessante Gebietsteilung. Die Stadt liegt an der Kuressaare-Bucht, die mit einem sehr schönen und großen Sandstrand abschließt. Daneben findet man den Yachthafen.

Bischofsburg

Zwischen Strand und der Altstadtachse erhebt sich die deutsche Bischofsburg aus dem 13.-14. Jahrhundert. Sie ist die besterhaltene mittelalterliche Burg im ganzen Baltikum, das heißt, auch sie fiel Zerstörungen anheim, aber sie wurde hervorragend wiederhergestellt. Die Schweden seinerzeit ergänzten die Burg durch eine Wehrmauer mit Kanonenstellungen, Kasematten und Pulvertürmen. Das ganze steht auf einer Insel, von einem Wassergraben umgeben. Auf diesem werden Gondelboote verliehen.

Waagenhaus

In der gleichen Linie von Strand und Burg verläuft die Lossi Straße, die Hauptstraße durch die Altstadt, bis hin zum Rathaus. Fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten liegen an dieser Straße. Den Anfang macht das Haus des Feldwächters. Hier begann ehemals die Stadt Kuressaare. Die Aufgabe des Feldwächters war es, darauf zu achten, dass die städtischen Tiere nicht auf die umliegenden Güter liefen.
An der orthodoxen Kirche vorbei erreicht man den Marktplatz mit dem Rathaus, dem Waagenhaus, der ehemaligen Feuerwehrstation und der Laurentiuskirche. Im Waagenhaus aus dem Jahre 1663, heute ein Pub, befanden sich Referenzwaagen, nach denen alle anderen Waagen eingerichtet wurden. Das war sehr wichtig für die Berechnung der Steuern auf die Waren des Marktes, und den Handel im allgemeinen. Es ist das einzig erhaltene Gebäude diesen Typs, mit Stufengiebel, in Estland.
Etwas abseits gelegen steht eine Holländerwindmühle aus dem Jahre 1899, die bis zum zweiten Weltkrieg in Betrieb war. Das kleine Restaurant bietet leckere kleine Speisen, die aber relativ teuer sind.

Großer Töll und Piret

In der Nähe des Yachthafen steht seit 2002 eine Skulptur. Die beiden Figuren stellen den Riesen Großer Töll und seine Frau Piret dar. Sie tragen ein Boot voller Fische. Die beiden wohnten vor langer Zeit auf Saaremaa und beschützten deren Einwohner vor allerlei Ungemach. Sie waren immer gut und gerecht, so dass sich die Inselbewohner die Erinnerung an den Großen Töll und Piret allezeit wachhalten. Schöne Geschichte.

In Pöide bei Orisaare suchten wir die Brauerei gleichen Namens. Dort fanden wir sie nicht, aber hier in Kuressaare. Leider war diese bei unserem Besuch geschlossen.

Fes – Ifrane – Midelt – Erfoud

Schnee in Marokko

Nach dem Besuch der Königsstädte Marokkos hatten wir die Kultur hinter uns gelassen. Nun wird die Aufmerksamkeit auf der Natur Marokkos liegen und es geht in den wärmeren Süden. Wir verließen Fes und fuhren nach Ifrane. Der Ort liegt im Mittleren Atlas. Auf dem Weg dorthin kamen wir durch Steineichen- und Zedernwälder. Die Straße schlängelt sich immer höher die Berge hinauf und je höher wir kamen, umso weißer wurde es. Seit drei Tagen schneite es in Marokkos Gebirgen. Ifrane liegt 1650m hoch und ist das Wintersportgebiet des Landes. Bei unserem Besuch lag aber nicht nur ca. 15cm hoher Schnee, sondern es regnete auch noch dazu. Wir bekamen also wieder einmal Wasser von oben und von unten.

Ifrane

Ifrane, auch Universitätsstadt oder Sommerfrische für die Einheimischen, lockt jedoch nicht nur mit seiner Landschaft, sondern auch mit seiner Architektur. Man glaubt seinen Augen nicht zu trauen oder irgendwie nach Europa gebeamt worden zu sein. Die Häuser sind im europäischen Baustil mit Satteldächern erbaut. Das kommt daher, dass die Franzosen Anfang des 20. Jahrhunderts Ifrane als Garnisonsstadt ausbauten und der Stadt damit den Stempel aufdrückten. Bis heute wird der Baustil in Ifrane und Umgebung beibehalten.
In Ifrane erinnert ein Löwen-Denkmal an den Abschuss des letzten freilebenden Berberlöwen im marokkanischen Atlasgebirge im Jahre 1920.

Hotel Kasbah Asmaa

Nach einer Teepause ging die Fahrt über Azrou und Rimahdite nach Midelt weiter, wo eine Mittagspause eingelegt wurde. Direkt an der Hauptstraße befindet sich das „Hotel Kasbah Asmaa“. Bisher hatten wir immer marokkanisch gegessen. Hier probierten wir die Atlasforelle, die in Alufolie gegart und mit verschiedenen Beilagen serviert wird. Es war ein gutes Essen.
Die Stadt Midelt liegt inmitten einer Steinwüste, in der Unmengen Mineralien, versteinerte Meerestiere und sogar Meteoriten gefunden und verkauft werden.

südlich des Hohen Atlas

Um das Tagesziel Erfoud zu erreichen, musste sich der Bus über ein weiteres Gebirge, den Hohen Atlas quälen. Obwohl der Hohe Atlas höhere Berge besitzt als der Mittlere Atlas, lag in dem Teil des Gebirges keine Schnee. Zu unserer Freude riss jetzt, nach drei Tagen, auch die Wolkendecke auf und der Himmel wurde blau. Die Sonne strahlte endlich vom Himmel. Bisher hatten wir uns gefragt, wofür wir nach Marokko gekommen waren. Des Wetters wegen hätten wir genauso gut zu Hause bleiben können.

Qued Ziz

Dreimal Berg hoch, dreimal Berg runter, dann hatten wir den Hohen Atlas überquert und es schloss sich eine weite und flache Steinwüste an, in der einzelne Berber-Siedlungen verstreut liegen. Der schönste Teil dieses Streckenabschnitts führt immer am Qued Ziz entlang. Der Fluss Ziz schlängelt sich in einem romantischen Tal durch die Landschaft. Bunte Felsformationen, Dattelpalmen und Dörfer wechseln sich ab. Hin und wieder sieht man pastellfarben angemalte Gebäude und Mauern. Wie sich herausstellte sind dies Schulen. Die zarten Farben erfreuen die Augen und bilden einen schönen Kontrast zu den einheitlichen Erdfarben, in denen alles andere erscheint.
An verschiedenen Stellen des Qued Ziz hielten wir, um die Schönheit des Canyons zu bewundern.

Beispiel für die Berbersprache

Immer öfter tritt die Schrift der Berber in Erscheinung. Das Erscheinungsbild der „Berberschift“ Tifinagh ähnelt dem der griechischen Schrift. Allerdings taugt die Schrift nicht für lange Texte, sondern wird eigentlich nur für Namen und kurze Mitteilungen genutzt. Die Hauptschrift der Berber ist das Arabisch, daneben wird das Französisch verwendet. Die meisten Schilder an öffentlichen Einrichtungen sind also dreisprachig.

Kurz vor Erfoud liegt eine Wanderdüne mitten in der Steinwüste. Nach Angabe unseres Reiseführers existiert sie erst seit 8 Jahren und wächst seitdem.

Hotel Club Palms

Erfoud ist eine große Oase und als „Dattelstadt“ bekannt. Eine Besichtigung der Stadt stand nicht auf dem Plan. Wir übernachteten im weit vor der Stadt befindlichen Hotel Club Palms.

Es bestand hier die Möglichkeit eines Ausfluges zu den Sanddünen und dem Berberdorf von Merzouga, inkl. Kamelritt in den Sonnenuntergang. Normalerweise soll der Trip in den Sonnenuntergang gehen, aber zu dieser Jahreszeit kommt der Sonnenuntergang zu früh. Deshalb startet dieser Ausflug früh morgens um 4 Uhr, aber niemand wollte innerhalb dieser anstrengenden Rundreise so früh aufstehen. Wir mussten ohnehin schon jeden Tag zwischen 6 und 7 Uhr aus den Betten. Einen Kamelritt in den Sonnenuntergang durften wir vor Jahren schon einmal in Tunesien erleben, einen Ausflug in die roten Sanddünen Südmarokkos machten wir bei unserem ersten Besuch des Landes. Es war also kein großer Verlust für uns, diesen Ausflug nicht gemacht zu haben.

Lustiges

Ich möchte mit diesem Beitrag ein Schmunzeln auf Eure Gesichter zaubern. Beim Durchstöbern unseres Bildarchivs im Hinblick auf verschiedene Themen für Beiträge auf unserem Blog, oder auch für Blogs anderer Reisender, fand ich einige witzige Fotos. Vielleicht habt Ihr auch Spaß daran.

Ein immer wieder beliebtes Thema sind Tiere:

autofahrender Mops

Diesen autofahrenden Mops trafen wir am Meteor Crater in Arizona.

 

Colva Indien

Was wohl heute im Angebot ist? (Colva, Indien)

 

Kroatien

Das spannende Katzenkino steht auf Dugi Otok – Kroatien.

 

Schilder geben auch manchmal Anlass zum Schmunzeln:

k-P1080140

Dieses Schild steht am Meteor Crater, Arizona.

 

Northhumberland Shore New Brunswick

Büro für Geldwäsche? Northhumberland Shore New Brunswick

 

Canterbury

Das tolle Angebot gibt es in Canterbury, England.

 

Tumbstone Arizona

Dieser Herr wurde „aus Versehen“ gehängt und liegt nun auf dem Boothill in Tombstone, Arizona.

 

Gefunden am Wismarer Marktplatz

Gefunden in Danzig am Zeughaus


Noch mehr Schönes:

k-Normandie 266

Was ist dort bloß zu sehen? (Rance-Kraftwerk in der Normandie)

 

Lower Keys Florida

Dieser Becherhalter macht richtig Spaß. Gefunden auf den Lower Keys, Florida.

 

Steiermark

Aliens gibt es doch. Sie sind im Grübelsee, Steiermark, zu Hause.

 

Gila Bend Arizona

Damit auch jeder Kunde zufrieden ist, wird der Tag einfach eine Stunde länger gemacht. (Gila Bend, Arizona)

 

Gartenradio. Not macht erfinderisch.

 

Euch allen alles Gute.

 

 

 

 

USA als Reiseland

Beitrag für das Bloggerprojekt „Stadt, Land, Fluss“ von Ferngeweht

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Die USA sind ein unglaubliches Reiseland, riesengroß und so abwechslungsreich, dass man wirklich sehr viel Zeit braucht, um wenigstens ein wenig davon kennenzulernen.

Manatee

Manatee

Am bekanntesten ist wohl der Sonnenstaat Florida. Bis auf ein paar wenige Tage im Jahr, an denen die Temperatur auch einmal unter Null fallen kann, ist es die meiste Zeit herrlich warm. Die unendlichen Sandstrände am Atlantik und am Golf von Mexico, sowie mondäne Badeorte, sind jedoch nicht alles, was Florida zu bieten hat. Die Everglades, die Key´s, der Weltraumbahnhof Cape Canaveral, unzählige glasklare Quellen, die Urwälder im Inneren des Landes und vor allem die Manatees machen den Sonnenstaat aus.

Die USA besitzen zwei Küsten. Die Ostküste ist ein einziger Sandstrand, der bis kurz vor Maine vom warmen Wasser des Golfstromes umspült wird. Dann übernimmt der kalte Labradorstrom die Regierung und das Baden macht keinen Spaß mehr. Dafür fühlen sich hier die Hummer wohl, die in der gut zweimonatigen Saison im Sommer überall für fast ein Taschengeld angeboten werden, lebend oder gekocht.

Highway No. 1

Highway No. 1

Die Westküste am kalten Nordpazifik ist meist rau und felsig. Dort fühlen sich Seelöwen, Robben und Seeelefanten wohl, Taschenkrebse sind hier die Delikatesse. Im Frühjahr und im Herbst ziehen Wale an der Küste entlang. Der Highway No. 1 führt immer an dieser Küste entlang und ermöglicht spektakuläre Aussichten.

Blue Ridge Mountains

Blue Ridge Mountains

Was haben die USA noch zu bieten? Gebirge, wie die hügeligen Appalachen im Osten, mit den berühmten Great Smoky Mountains und den Blue Ridge Mountains. Höher und kantiger sind die Rocky Mountains im Westen, die sich wie eine Barriere in Nord-Süd-Richtung durch das Land ziehen.

Riesenmammutbäume

Riesenmammutbäume

Im Kalifornischen Küstengebirge liegen die bekanntesten Nationalparks, in denen man die riesigen Mammutbäume findet. Es gibt sie in zwei Arten. Am Westhang der Sierra Nevada stehen die Gebirgs-Sequoias, die Riesenmammutbäume, die einen Stammdurchmesser von mehr als 6 Metern und eine Höhe von 95 Metern erreichen. Die Stämme des Küstenmammutbaumes, in den Küstenwäldern Nordwestkaliforniens beheimatet, sind nicht ganz so gewaltig, dafür erreichen diese Bäume eine Höhe von über 120 Metern. Es ist ein unglaubliches Gefühl, durch diese eiszeitlichen Redwoodwälder zu spazieren. Gegen diese Giganten sind unsere alten Eichen nur Streichhölzer.

Saguaros

Saguaros

Genauso faszinierend wie die Berge und Wälder sind die Wüsten der USA. Neben der Mojave-Wüste ist vor allem die südlich angrenzende Sonora-Wüste erlebenswert. Sie nimmt auf US-amerikanischem Boden Südostkalifornien sowie den Großteil Südarizonas ein. Die Sonora-Wüste ist eine relativ grüne Wüste und einer der artenreichsten Wüsten der Welt. Selbst ein wochenlanger Aufenthalt wird nicht langweilig, denn es ist eine lebhafte Wüste, in der sich immer wieder Überraschendes entdecken lässt. In einem kleinen Teil Südwestarizonas stehen die gewaltigen Saguarokakteen, die bis zu 20 Meter hoch werden können. Die Tierwelt ist für eine Wüste üppig: Gila-Spechte, Haubenwachteln, Raben, Taranteln, verschiedene Reptilen sind nur eine kleine Auswahl. In der Dämmerung hört man oft Kojoten, die ein unglaubliches Laute-Repertoire haben.

Great Plains

Great Plains

Die große Mitte des Landes, sich östlich der Rocky Mountains ausdehnend, nehmen die Great Plains, die großen Ebenen ein, zumeist staubtrocken, fast baumlos und platt wie ein Pfannkuchen. Dieses Gebiet wird als Weiden für die unzähligen Rinder genutzt, wenn auch unverständlich bleibt, von was sie sich ernähren. Hin und wieder durchschneiden vom Wasser geschaffene Täler die Einöde. Sie sind nicht sehr tief und bieten einen geschützten Lebensraum mit mehr Grün, mit Flüssen und Seen.

Sümpfe

Sümpfe

Eine Landschaft für sich ist an der Küste der Südstaaten, von Texas bis nach Louisiana zu finden. Sümpfe, Treibhausklima mit um die 40 °C bei um die 85 % Luftfeuchtigkeit, Mücken und Alligatoren machen das Leben dort nicht gerade leicht. Trotzdem sollte man diese Landschaft auf keinen Fall auslassen, ist man in den USA unterwegs. Während die Propellerbootfahrten in den Everglades ein Massenevent sind, hat man in den Südstaaten die Wildnis fast für sich allein.

Route 66

Route 66

Was gibt es noch? Wer an die USA denkt, denkt auch an die Route 66, die Mutterstraße, ein Mythos. Es war die erste Straße, die den Osten des Landes mit dem Westen verband. Sie beginnt in Chicago und reicht bis Los Angeles. Auf der Route 66 zogen in der Wirtschaftskrise viele Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus dem armen Osten oder aus der Staubschüssel Oklahoma in den verheißungsvollen Westen. Die originale Route 66 (historic Route 66) führte durch alle Dörfer und Städte, die auf ihrem Weg lagen. Bald baute man jedoch Umgehungsstraßen, die heutige Route 66, wobei der größte Teil der Straße durch eine gesichtslose Interstate ersetzt wurde.

Grand Canyon

Grand Canyon

Die Naturwunder: die bekanntesten sind die Niagara Fälle, der Grand Canyon und das Tal des Todes. Wenn man mit ihnen in Berührung kommt, fühlt man, wie winzig klein der Mensch ist. Es sind einfach nur grandiose Plätze, die man selbst gesehen haben muss. Es gibt keine Worte, um das zu beschreiben, was da vor einem liegt. Mindestens genauso sehenswert ist der Meteorkrater bei Winslow (Arizona). Er liegt mitten in einer einsamen Ebene, hat einen Durchmesser von 1,2 km und ist 180 m tief.

Chicago

Chicago

Die Städte der USA sind so verschieden, wie das Land selbst. New York, Washington, Miami lassen wir einmal außen vor. Los Angeles ist ein Moloch, Entschuldigung, aber außer Straßen, Autos, Häuser und Hollywood gibt es dort kaum etwas Sehenswertes. Städte, die uns begeistert haben, sind Chicago, Albuquerque und San Francisco. Da läuft das Leben sehr entspannt ab, sie haben Flair und man hat Muse, diese sehr unterschiedlichen Städte zu erkunden.

Die Menschen der USA haben uns genauso begeistert. Sie sind offen, freundlich, sehr hilfsbereit und haben immer ein Lächeln auf den Lippen. Wenn man durch dieses wunderbare, großzügige Land reist, fühlt man sich einfach nur aufgehoben und man ist fast traurig, es irgendwann wieder verlassen zu müssen. Leider können wir vom Nordwesten der USA noch nichts berichten, weil wir unsere Rundreise wegen der Einreisebestimmungen nach eineinhalb Jahren abbrechen mussten. Vielleicht dürfen wir irgendwann einmal diese Reise fortsetzen.

 

Griechenland

Wie aus einer geplanten Wüstentour eine Griechenland-Rundfahrt wurde

unser Zuhause für Griechenland

unser Zuhause für Griechenland

Seit Jahren hatten wir unseren Nachbarn, die schon einige Wüstentouren gemacht hatten, versprochen, dass wir einmal mitkommen würden. Diesmal sollte es soweit sein. Es waren viele Vorbereitungen notwendig wie ein passendes Auto kaufen, woran dieses Vorhaben bis jetzt gescheitert war, Navigationsunterlagen besorgen, Visa, Tickets, Ausrüstung und Verpflegung besorgen usw. usw.
Ein Jahr vor der geplanten Abreise, der Urlaub von fast sechs Wochen war eingereicht und genehmigt, kauften wir uns einen schönen großen Toyota-Geländewagen, denn Platz war wichtig, bauten ihn für unsere Zwecke aus, dazu ein Dachzelt, erledigten alle anderen Vorbereitungen und packten probeweise alles in das Auto. Alles war zur Abfahrt fertig, vierzehn Tage später sollte es losgehen. Wir freuten uns schon riesig, dass es endlich mit unserer Wüstentour klappt.

Bis…, ja bis der 11. September 2001 zwei Tage später dieses großartige Vorhaben zunichte machte. Der Anschlag auf die Twin-Towers in New York brachte das Aus. Die Welt stand Kopf und die Araber schossen erst und fragten dann. Unsere Tour sollte uns nach Libyen und Algerien führen. Das Risiko war uns entschieden zu hoch. Wir waren unbeschreiblich enttäuscht. Nach all diesen Vorbereitungen und Ausgaben das Unfassbare.

Nachdem wir uns gefangen hatten, es sollte ja zwei Wochen später losgehen, fragten wir uns, was wir am Besten aus dieser Katastrophe machen konnten. Wir hatten fast sechs Wochen Urlaub, ein Auto voller Verpflegung, was also sollten wir damit tun? Auf den Ausgaben für die Visa und die Stornogebühren für die Fährtickets blieben wir sitzen, da war nichts zu machen.

Nach einigen Überlegungen und Abwägungen entschieden wir uns für eine Rundfahrt durch Griechenland. Zeit genug hatten wir ja, als das nächste Problem auftauchte. Die Hintour über Italien und die Fährüberfahrt nach Korfu waren leicht zu meistern. Da wir jedoch nicht den gleichen Weg zurück nehmen wollten, blieb nur der Weg über Albanien oder Bulgarien. Beides kein Gelände für alleinreisende Urlauber. Wie wir auch überlegten und die Karten studierten, es gab keine andere Lösung. Da uns von Albanien unbedingt abgeraten wurde, bissen wir in den sauren Apfel und planten unsere Rücktour durch Bulgarien und Jugoslawien. Wir würden aber sehen, dass wir unseren Aufenthalt dort möglichst kurz gestalten.

Für die Tourplanung durch Griechenland blieb natürlich nur noch wenig Zeit, doch die grobe Richtung hatten wir festgelegt. Wir wollten zuerst die Ionischen Inseln besuchen, später zum Peloponnes übersetzen, über den Kanal von Korinth zum Festland fahren und uns zuletzt Chalkidiki ansehen. Am Ende haben wir 7846 Kilometer zurückgelegt. Davon entfallen fast fünftausend Kilometer auf die An- und Abreise.

Igoumenitsa

Igoumenitsa

Endlich konnte es losgehen. Zwei volle Tage, mit einer Übernachtung am Gardasee, brauchten wir bis in den Süden Italiens, nach Brindisi, wo die Fähre nach Korfu via Igoumenitsa auf dem griechischen Festland abfuhr. Unsere Entdeckungsfahrt durch Griechenland konnte beginnen.

Kurz vor Beginn der Zeitrechnung eroberten dann die Byzantiner, nach ihnen die Römer und die Türken das griechische Gebiet. Auch zu diesen Ereignissen gibt es Relikte, die man heut´ zu Tage durch mühevolle Kleinarbeit aus dem Boden holt.

griechische Berglandschaft

griechische Berglandschaft

Griechenland ist ein sehr schönes und sehr abwechslungsreiches Land. Fast auf Schritt und Tritt stößt man auf die wechselvolle Geschichte des Landes. Da gab es die prähistorischen Menschen, später die Mykener, die Korinther, die Kreter usw. Alle hatten ihre eigene Kultur, ihre eigenen Muster auf den Gebrauchsgegenständen.
Vor dreitausend Jahren wanderten die Griechen auf dem hellenistischen Archipel ein und besiegelten das Schicksal der alten Kulturen. Heute sind im besten Falle noch Ruinen und Scherben ihres Wirkens vorhanden. Man versucht die alten Kulturen wieder zu beleben, indem man den Ausgrabungsstätten durch Rekonstruktion mit Hilfe moderner Computertechnik ihr altes Gesicht zurückgibt, so gut es geht. 

Talsperre in den Bergen

Talsperre in den Bergen

Griechenland ist ein Land der Sonne, der freundlichen Menschen und der guten Küche. Vor allem aber ein Urlaubsland, von dem man eine Unmenge von Eindrücken mit nach Hause nehmen kann.

Griechenland hat im Herbst nicht viel Grün zu bieten. Vor allem bestimmen Olivenbäume das Landschaftsbild. Ganze Regionen leben von den Oliven. Dazu gibt es Orangen- und Zitronenbäume, Granatäpfel, Feigen, viele Quitten, aber auch ganz normale Äpfel.
An bodengebundene Landwirtschaft ist fast nicht zu denken. Die meisten Gebiete bestehen nur aus Steinen, je weiter südlich man kommt, umso mehr werden es.
Nur in den nördlich gelegenen Ebenen werden Mais, Baumwolle, Kartoffeln, Paprika, Tomaten, Zucchini, Auberginen und ein wenig Getreide angebaut.

Griechenlands größter Schatz sind die Küsten, das traumhaft klare, halbwegs warme Wasser, das je nach Sonneneinstrahlung von silbrig glänzend bis tief blau schimmert. Kleine ruhige Buchten, felsige Küsten und lange Sandstrände wechseln sich ab.

Mystik

Mystik

Wir waren nun schon etwas spät im Jahr unterwegs. Mitte Oktober geht die Saison zu Ende, am 1. November geht gar nichts mehr. Da sind die Campingplätze geschlossen, die Hotels, die Tavernen und Restaurants, die meisten Geschäfte. Wir hatten Schwierigkeiten, gegen Ende unserer Fahrt eine Unterkunft für die Nacht zu finden, und frischen Fisch in einer Taverne gab es auch nicht mehr. Wir waren wohl die einzigen Touristen weit und breit.

Trotzdem sind wir froh, diese Reise gemacht zu haben, ohne jeden Stress. Wir haben alles gesehen, was es zu sehen gibt und wir sind von Griechenland begeistert.

Die Ionischen Inseln westlich von Griechenland

auf Korfu

auf Korfu

Wir umfuhren die Insel Korfu gegen den Uhrzeigersinn, beginnend in Korfu-Stadt an der Ostküste, wo wir mit der Fähre landeten. Im Nordosten kamen wir am höchsten Berg Korfus, den Pantokrator, vorbei. Man kann auf diesen Berg wandern und soll von dort oben einen atemberaubenden Rundblick haben.

Paläokastritsa

Paläokastritsa

An der Westküste liegt Paläokastritsa, der schönste Ort der Insel Korfu, mit drei Buchten, die durch große Felsnasen voneinander getrennt sind. In der mittleren Bucht gibt es ein Restaurant mit einer Terrasse zum Meer, die zum Essen einlädt und wo der frische Fisch köstlich schmeckt.

Die ganze Küste von Korfu entlang gibt es Grotten und Badestrände, die jedoch nur mit den Booten zu erreichen sind, die von Anlegern in diesen Buchten aus dorthin starten. 

Korfu´s Landschaft

Korfu´s Landschaft

Eine Straße durchquert Korfu ziemlich in der Mitte von West nach Ost. Auf dieser Straße erreichten wir Korfu-Stadt. Im Inselinneren gibt es Olivenbäume, so weit das Auge reicht. Einsame, kleine Dörfer abseits des Tourismus und schmale, kurvige Straßen kennzeichnen diesen Weg.

Korfu-Stadt

Korfu-Stadt

Korfu-Stadt hat irgendwie zwei Zentren – links das venezianische Stadtzentrum, rechts ein kleineres, ruhigeres Zentrum, an das sich der Flughafen anschließt. Unten am Wasser thronen zwei Festungen.
Das venezianische Stadtzentrum präsentiert sich überhaupt nicht griechisch, sondern durch und durch venezianisch. Große Häuser mit vielen hohen, schmalen Fenstern und verzierten Balkönchen. Der Zahn der Zeit nagt an den Fassaden. Ein großer Park sorgt für viel Grün. Die Geschäfte sind auf reiche Touristen eingestellt, zumeist Goldläden.

Mäuseinsel

Mäuseinsel

In der Nähe des Flughafens von Korfu befindet sich die berühmte Mäuseinsel. Es ist eine sehr kleine Insel mit einer winzigen Kirche darauf. Man kann sie zu Fuß über einen schmalen Damm erreichen. In der Kirche befindet sich heute ein Souvenirladen. Das kleine Höfchen ist liebevoll mit Geranien dekoriert.
Die eigentliche Mäuseinsel liegt jedoch ein Stückchen weiter in der Bucht. Man kann sie mit einem Boot erreichen und erwandern, wenn man das möchte. 

Normalerweise gilt ein weiterer Pflichtbesuch auf Korfu dem Achilleon. Das soll ein hübsches Anwesen sein, das früher einmal der Kaiserin Sissi als Sommerresidenz gedient hatte, sehr schön im Grünen gelegen. Leider war unser Tag zu kurz.

Parga

Parga

Da wir keine Fähre von Korfu nach Paxos bekommen konnten, wo wir eigentlich hin wollten, fuhren wir zunächst auf das Festland von Griechenland, über Sivota nach Parga. Parga ist ein wirklich schönes Örtchen. In der Bucht vor der Altstadt liegen riesige Felsbrocken im Wasser. Das sieht toll aus. An den Strand lehnt sich der kleine Hafen an. Um ihn herum reihen sich kleine Cafés, Restaurants und Souvenirläden. Alles ist auf Tourismus getrimmt. Abends, wenn die Sonne untergegangen und es dunkel geworden ist, ist alles schön beleuchtet.
Wenn man seine Schritte in das Innere der Stadt lenkt, kommt man durch kleine, sehr schöne und zum Teil steile Gässchen.

Fort von Parga

Fort von Parga

Vor allem das alte Fort zog uns in seinen Bann, das auf dem Kap vor Parga thront. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick über die beiden Buchten von Parga.
In der Bucht hinter dem Fort liegt ein langer Sandstrand mit Hotels. Das ist Valtos-Beach.

Nekromandion

Nekromandion

Nicht weit im Süden von Parga liegt das einzige bekannte Totenorakel von Griechenland, das Nekromandion am Fluss Styx (heute: Acheron). Beides ist aus der griechischen Mythologie bekannt. Odysseus setzt mit Hilfe von Sharon, dem unheimlichen Fährmann, über den Fluss Styx in die Unterwelt, das Reich von Hades, über. Dort will er das Totenorakel befragen und muss dabei allerhand Gefahren bestehen.
Mit dem Besuch dieser Stätte haben wir das erste Mal reale Bekanntschaft mit der griechischen Mythologie gemacht. Allerdings, das richtige Feeling dafür kam hier weniger auf, obwohl es in den Ruinen irgendwie verbrannt roch.

Unter der Erde gibt es ein ziemlich großes Tonnengewölbe, das Hauptheiligtum, in dem das Orakel gesprochen haben soll. In den restlichen Räumen über der Erde stehen Amphoren und Bänke. Leider verunstalteten die Römer diese Anlage mit einer Kirche, die sie auf das Hauptheiligtum setzten.

Der Fluss Styx wurde unserer Vorstellung überhaupt nicht gerecht. Er ist heute kaum zu sehen, ist nur ein Bach. Doch das ganze Gebiet ist heute Schwemmland. Zu vorchristlicher Zeit stand hier wahrscheinlich alles unter Wasser und das Nekromandion befand sich auf einer Insel. Dann stimmt die Geschichte wieder.

auf Lefkada

auf Lefkada

Auf der Insel Lefkada fuhren wir die der Adria zugewandten Westküste entlang in Richtung Süden.
Kurz hinter Lefkada-Stadt trafen wir auf Windmühlen, die wir uns genauer ansehen wollten. Abseits der Straße stehen vier Windmühlen direkt am Strand, der sich weiter hinten zu einer Landzunge Richtung Lefkada-Stadt formt. Auf der anderen Seite formt sich die Küste zu einer großen Bucht. Diese Bucht ist ein Surferparadies. 

auf Kefalonia

auf Kefalonia

Die Straße an der Westküste führt bergauf und bergab, bis wir nach Kalamitsi kamen, einem kleinen Bergdorf etwas weg von der Küste. Die Straße war so eng und verwunden und die Häuser standen so dicht beieinander, dass ein Ausweichen von eventuellem Gegenverkehr nicht möglich war. Zum Glück kam uns gerade niemand entgegen.
Ein paar Leute saßen vor ihren Häusern und lebten in den Tag hinein. Von der Pracht der Küstenorte war hier allerdings nichts zu spüren. 

Die Berg- und Talfahrt durch die Einsamkeit der Insel ging hinter Kalamitsi bis nach Vassiliki, dem Fährhafen, weiter. Von dort wollten wir nach Kefalonia übersetzen.

Fiskardo

Fiskardo

Kurz vor der Ankunft in Fiskardo, ganz im Norden von Kefalonia, passierte die Fähre die Insel Ithaka. Ithaka war die Heimat von Odysseus, ein weiterer geschichtsträchtiger Ort.
Ithaka ist heute ein Geheimtipp für Urlauber, da sie nicht überlaufen ist. Außerdem hat diese Insel etwas ganz besonderes zu bieten – Robben. Sie haben hier einen Lagerplatz.
Fiskardo ist ein sehr schöner kleiner Hafen. Direkt am Hafen liegt ein schönes Restaurant, in dem wir unseren Mittagshunger stillten.

Myrtos Beach

Myrtos Beach

Myrtos Beach auf Kefalonia soll angeblich den weißesten Sand haben, den man finden kann. Deshalb sind wir unbedingt zu dieser Bucht gefahren. Wir haben schon weißeren Sand gesehen, aber trotzdem ist Myrtos Beach sehen- und erlebenswert. 
Das Wasser hat eine unglaublich türkisfarbene Färbung und bei unserem Besuch waren die Wellen auch nicht ohne. Es ging mächtig zur Sache, obwohl der Wind nur leicht wehte. Wir kamen uns vor wie in einer Waschmaschine, es machte riesigen Spaß. Die Kalksteinfelsen ragen hoch auf und man hat das Gefühl, es gäbe nur uns und die Bucht.

Melisani-See

Melisani-See

Der Melisani-See auf der anderen Seite der Insel Kefalonia bei Sami ist durch den Einbruch einer Karsthöhle entstanden. Sein Wasserspiegel liegt einiges unter dem normalen Gelände.
Das Wasser für den See kommt durch Felsspalten bei Argostoli aus dem Meer. Dieses Salzwasser vermischt sich mit dem Grundwasser der Insel und kommt mit einem niedrigen Salzgehalt hier am See an. Es durchquert dann die Höhle und tritt ein paar Meter weiter im See von Karavomilos, fünfhundert Meter vom Strand entfernt, wieder ans Tageslicht.
Wer möchte kann sich mit einem Ruderboot über das Wasser fahren lassen. Ein Teil des Sees liegt noch unter einer Decke im Halbdunkel.

Einen Besuch ist auch die Drogarati-Höhle wert. Sie liegt ganz in der Nähe des Melisani-Sees. Es ist eine kleine Höhle mit nur einem Raum, der manchmal für Konzerte genutzt wird, weil sie eine hervorragende Akustik hat.
Der Eingang zu dieser Höhle wurde vor dreihundert Jahren nach einem starken Erdbeben entdeckt.

Felsspalten von Argostoli

Felsspalten von Argostoli

Am sehenswertesten auf Kefalonia sind jedoch die Felsspalten von Argostoli. Argostoli ist eine ziemlich große Hafenstadt mit einer Fährverbindung zum Festland und nach Kyllini auf den Peloponnes.
Auf der Spitze des Kaps von Argostoli liegt Katavothres. Da befinden sich die Löcher und Felsspalten, durch die das Meerwasser in das Inselinnere zum Melisani-See gelangt. Ein tolles Naturschauspiel.

Im Norden der Insel Zakynthos liegen die blauen Grotten. Doch leider fuhren an dem Tag, den wir dort waren, keine Boote zu den Grotten. 

An der Westküste liegt das Schmugglerwrack in einer Bucht mit türkisblauem Wasser und weißem Sand. Die Felsen um die Bucht sind schneeweiß und sorgen für die unnatürlich hellblaue Farbe. Das Wrack ist schon halb vom Sand bedeckt, denn es ist dort gestrandet.
Man kann das Wrack nur von einem Aussichtspunkt hoch oben von den Felsen aus oder per Boot besichtigen. Doch keiner darf zu dem Wrack selbst. So wird es geschützt und kann noch viele Leute erfreuen.

Keri-Beach

Keri-Beach

Laganas-Beach  ist der größte und bekannteste Strand im Süden der Insel Zakynthos. Das Wasser ist von den vielen Badenden gar nicht mehr so blau.

Wer es etwas gemütlicher möchte, wendet sich etwas weiter nach Westen zum Keri-Beach. Vor dieser Bucht liegt eine kleine Insel, die Insel der Schildkröten, ein Naturschutzgebiet. Sie wird nur begrenzt zum Baden und Tauchen angefahren, denn hier legen die echten Karrettschildkröten ihre Eier im Sand der Strände ab.

Tauchboot in Limni Keriou

Tauchboot in Limni Keriou

Dort nutzten wir die Gelegenheit, die Unterwasserwelt von Griechenland kennen zu lernen. Es gibt zwei Tauchbasen im Ort Limni Keriou.
Wir waren mit dem diving center turtle beach auf Entdeckungstour. Höhlen und Grotten machen einen Großteil der Tauchplätze aus. Meist geht es entlang der steil abfallenden und verwundenen Küstenfelsen. Felsblöcke liegen auf den Sandgrund verstreut. Vielen kleinen Zackenbarschen kann man begegnen, ansonsten sind es die kleinen Tiere wie Nacktschnecken, Einsiedlerkrebse und verschiedene kleine Fischarten, die auch in der Adria vorkommen. Schildkröten haben wir keine gesehen, dafür war es schon zu spät im Jahr.

Zakynthos-Stadt

Zakynthos-Stadt

Von Zakynthos-Stadt gelangten wir per Fähre nach Kyllini auf der Halbinsel Peloponnes, die wir als nächstes erkunden wollten.
Zakynthos-Stadt hat wie Korfu-Stadt ein venezianisches Gesicht, ist nur wesentlich besser erhalten. Die Hafenpromenade und die engen Gassen der Altstadt laden zum Bummeln ein, wenn da nicht der viele Verkehr wäre.

Peloponnes

Tiere haben Vorfahrt

Tiere haben Vorfahrt

Die Halbinsel Peloponnes ist wohl der schönste Teil von Griechenland. Sie ist landschaftlich abwechslungsreich und durch die vielen touristischen Highlights unbedingt sehenswert. Man muss nur unglaublich viel Zeit mitbringen, denn die Straßen sind beileibe nicht so gerade, wie sie sich auf den Karten zeigen. Es gibt praktisch kein gerades Stück, nur Kurven.

Olympia war die erste große antike Stätte, die wir uns ansahen. Das heutige Olympia ist eine Stadt, die sich ganz dem Tourismus verschrieben hat, denn hier muss jeder durch, der zur Ausgrabungsstätte will. Die Gegend ist recht romantisch, die Menschen damals wussten schon, wo es schön ist.

Basilika in Olympia

Basilika in Olympia

Das Ausgrabungsfeld ist nicht gerade attraktiv, es sind kaum Rekonstruktionsversuche unternommen worden. Nur von der Basilika und am Stadion stehen noch einige Mauern. Die letzten Tempelreste sind vor fünfhundert Jahren bei einem verheerenden Erdbeben zerstört worden, das ganz Griechenland erfasst hatte. Anhand von Übersichtstafeln kann man jedoch einen guten Eindruck gewinnen, wie die Anlage einmal ausgesehen haben könnte.

Hera-Tempel

Hera-Tempel

Rund um den Hera-Tempel, der den Mittelpunkt bildete, gruppierten sich die anderen Gebäude, die den Aufenthalt der Sportler möglich machten. Hier in Olympia konnten sie wohnen und trainieren und sich auf die großen Spiele vorbereiten.

Am Hera-Tempel werden heute noch die olympischen Feuer entzündet, die vor den Spielen auf die Reise um die Welt gehen. 

Kastria

Kastria

Im Nordwesten des Peloponnes liegt der Ort Kastria. Hier besuchten wir die mythische „Seenhöhle“ Kalavryta, auch bekannt unter dem Namen „Grotte der fünfzehn Seen„. Diese Höhle ist gewaltig, besteht aus mehreren hintereinander liegenden Räumen, an deren Grund das Wasser steht. Es ist ein unterirdischer Fluss, der teilweise kleine Seen bildet. Wenn der Wasserstand hoch genug ist, soll man sogar mit Booten fahren können.
Die Decken sind sehr hoch und rußgeschwärzt. Viele große Fledermäuse tummelten sich dort und wir konnten zum ersten Mal das Piepsen hören, welches sie zur Orientierung ausstoßen.
Die Höhle strahlt eine herbe Schönheit aus.

Schwefelquelle

Schwefelquelle

In der Nähe von Kyllini, in Limni Keri, befinden sich die Reste einer vielleicht römischen Kuranlage. Sie ist nirgendwo ausgewiesen und liegt in einem Eukalyptuswald an einer verlassenen Straße zur modernen Kuranlage, die inzwischen geschlossen wurde.
Die Luft steht geradezu vor dem Gestank faulender Eier. Im Boden liegen kleine Wasserlöcher verstreut, die eine weißliche, schäumende Suppe aus Schwefelwasser beinhalten. Das müssen natürliche Schwefelquellen sein, die der Auslöser für einen Kurbetrieb hier waren. 
Am Rande der Löcher steht ein römischer Tempel. Dem gegenüber liegt ein Badebecken. Mit Hilfe von Rohren wurde das Quellwasser in dieses Becken geleitet. Das muss hier alles sehr lange genutzt worden sein, denn die Anlage ist gut erhalten.

Palast des Nestor

Palast des Nestor

Wir waren auf dem Weg nach Pylos. Bei Chora, einer einsam auf einem Hügel gelegenen Stadt, an der anscheinend die Zeit vorbei geht, liegt der Nestorpalast. Der Palast des Nestor stammt aus mykenischer Zeit, 13. Jahrhundert vor Christus, und liegt herrlich auf einem Hügel mit toller Rundumsicht in totaler Ruhe. Nestor war der „weise König“, Kampfgenosse des Odysseus in Troja und Herrscher des „sandigen Pylos“, dem bedeutendsten Zentrum der mykenischen Welt.
Anhand eines Prospektes kann man den Palast in Gedanken wieder aufbauen.

Kuppelgrab bei Pylos

Kuppelgrab bei Pylos

In der Gegend liegen Kuppelgräber, wovon ein paar ausgegraben wurden. Also, um die in der Landschaft zu finden, muss man schon ein geschultes Auge haben. Die Erde der Jahrtausende hat sie vollkommen unter sich begraben.

Strand bei Pylos

Strand bei Pylos

Pylos im Südwesten des Peloponnes ist eine schöne kleine Hafenstadt, die mitten in einem Naturschutzgebiet liegt. Hier kann man Reiher, Kormorane, wenn man Glück hat sogar Chamäleons beobachten. Auch Flamingos und Karrettschildkröten soll es geben.
Der Strand, der an einer Lagune liegt, verhalf uns zu einen Südseefeeling – ein schneeweißer, einsamer Strand mit Palmen, wir trauten unseren Augen kaum. 

Auf dem Kap von Pylos stehen die Reste eines Forts, von dem man jedoch nur den Exerzierplatz besichtigen kann. Doch die Aussicht auf das Meer und die vorgelagerte Insel ist toll.

Kardamyli auf Mani

Kardamyli auf Mani

Im Süden des Peloponnes liegt die Halbinsel Mani, die man unbedingt gesehen haben muss. Sie besitzt eine einmalige Landschaft und Architektur, schöne Buchten und rauhe Küsten.

Wir besuchten Kardamyli an der Westküste. Über eine schmale Straße gelangt man in die ganz alte Altstadt, die schon seit langer Zeit verlassen ist und gerade, wenigstens teilweise, wieder aufgebaut wird. Die meisten Häuser sind verfallen, nur die Kirche ist noch komplett.
Die neuere Altstadt von Kardamyli liegt oberhalb der heutigen Stadt auf einem Hügel.

auf Mani

auf Mani

Je weiter man in den Süden Manis kommt, umso auffälliger werden die im Festungsstil gebauten Häuser. Sie haben alle ein eckiges Haupthaus mit kleinen Fenstern und einen Turm, um die Gegend zu beobachten und Schutz zu finden. Wie es aussieht, geht diese Bauweise auf die Türkenherrschaft zurück.
Außerdem liegen die Dörfer alle auf einem Hügel, hoch über der Landschaft. 

Der Boden wird immer steiniger. Es gibt keine Bäume mehr, es wird immer trockener. Mani ist eben sehr eigenwillig. Man kommt sich vor wie am Ende der Welt.

Monemvassia

Monemvassia

Im Südosten des Peloponnes liegt der Ort Monemvassia mit einer vorgelagerten Insel, auf der sich das alte Monemvassia mit seinen engen Gassen an den steilen Wänden festhält.
Durch ein Tor betritt man eine andere Welt. Uns eröffnete sich ein Blick in eine längst vergangene Zeit, nur das heute in den alten Natursteinhäusern zwei Hotels, eine Menge Kunst- und Souvenirläden sowie Kneipen zu finden sind.

in Monemvassia

in Monemvassia

Wer sich den Weg auf die Spitze des Berges antun möchte, auf über jahrtausende spiegelglatt geschliffenen Basaltsteinen, der wird mit herrlichen Aus- und Ansichten sowie mit den Grundmauern des noch älteren Monemvassias, den Resten einer uralten Kultur, belohnt.

das Löwentor von Mykene

das Löwentor von Mykene

Nördlich vom heutigen Mykene liegt auf einem Hügel das Ausgrabungsgebiet des antiken Mykene. Heinrich Schliemann hat es ausgegraben.
Man betritt das Innere dieser Stätte durch das berühmte Löwentor mit dem Wappen der Mykener – zwei Löwen. Zuerst passiert man ein Grabrund mit sechs ausgehobenen rechteckigen Gräbern. In einem dieser Gräber ist die berühmte goldene Maske von Mykene gefunden worden. Höchstwahrscheinlich ist es nicht die von Agamemnon, wie oft behauptet wird. 

Rundgrab in Mykene

Rundgrab in Mykene

Über weitere, mal hier und mal da erhaltene Stufen eroberten wir den Berg und hatten eine phantastische Rundsicht auf die Ebene von Argos und die Hügellandschaft rundherum. Am Horizont sieht man die Bucht von Nauplia.
Am hinteren Ende der Anlage befindet sich eine Zisterne.
Es ist jedenfalls eine gigantische Anlage, wenn man bedenkt, dass jeder Stein, und die sind teilweise mächtig, hier herauf geschleppt werden musste. Man schreibt den Bau dieser Anlage sogar den Zyklopen zu, daher der Name Zyklopenmauerwerk, auch bei uns ein Begriff. 

Etwas unterhalb des Hügels liegt das Schatzhaus des Atreus sowie weitere Gräber, drei Kuppelgräber und ein königliches Grab herkömmlicher Art.
Es stellte sich heraus, dass das Schatzhaus ebenfalls ein Kuppelgrab ist, aber einiges größer als die bisher gesehenen.

Altstadt von Nauplia

Altstadt von Nauplia

Den schönsten Hafen des Peloponnes soll Nauplia haben, was wir durchaus bestätigen können. Das Altstadtviertel von Nauplia ist wirklich sehr schön mit seinen engen, hübsch gestalteten Gassen und Kneipen. Die zahlreichen Balkone sind mit Unmengen von Blumen geschmückt und die Kneipen laden zum Verweilen ein. 

Am Hafen überstrahlt das Blau des Wassers alles. In der Bucht liegt ein kleines Inselchen mit einer Festung darauf, namens Burtzi.
Cafés und Restaurants sind wie auf einer Perlenschnur aufgereiht und über dem Ganzen thront auch hier eine große Festung. Die Promenade bekommt durch die großen Palmen ein tropisches Ambiente.

Amphittheater von Epidaurus

Amphittheater von Epidaurus

Unser nächstes Ziel war das Amphittheater von Epidaurus, in einer herrlichen Landschaft gelegen, mitten im Grünen. Das Theater ist weltbekannt durch seine einzigartige Akustik und den beispiellosen Erhaltungszustand. Es ist das besterhaltene aller antiken Theater und bietet zwölftausend Zuschauern Platz. Jedes Jahr im Sommer gibt es Aufführungen eines antiken Dramas. 

Gleich in der Nachbarschaft liegt ein Heiligtum, das dem Gott der Heilkunst und Sohn des Apollon, Askeplios, geweiht war. Die Geschichte sagt, dass Zeus Askeplios mit einem Blitz tötete, weil dieser in seiner Vermessenheit den Tod nicht achtete und Tote wieder zum Leben erweckte.
Der größte Teil der Anlage ist ausgegraben und es wird sogar versucht, sie teilweise wieder aufzubauen. Die gefundenen Statuen, Gerätschaften, Fresken und Giebel der Tempel sind im angeschlossenen Museum ausgestellt.

Wassertempel von Korinth

Wassertempel von Korinth

Wenn jemand nach Korinth gefragt wird, kommen die meisten auf den Kanal zu sprechen. Doch man kann auch das antike Korinth bewundern, das bei dem heutigen Altkorinth ausgegraben wurde. Man kann über einen Marktplatz schlendern, um den herum Lager- und Verkaufshallen stehen und über eine mit Marmorplatten gepflasterte Straße laufen. Der Marktplatz, die sogenannte Agora, war in antiken Zeiten Treffpunkt für das politische und gesellschaftliche Leben. 

Weiterhin gibt es einen Wassertempel, eine Basilika und ein Badehaus. Das beeindruckendste jedoch ist der Apollon-Tempel, von dem noch fünf gewaltige Säulen stehen. Etwas abseits der Anlage befindet sich das Amphittheater.
Über allem wacht die Akrokorinth, die Burgfestung von Korinth auf einem Berg.

Kanal von Korinth

Kanal von Korinth

Will man den Peloponnes verlassen, um wieder das Festland von Griechenland zu erreichen, muss man über den Kanal von Korinth, den Isthmus. Kein Schild weißt auf dieses Bauwerk hin. Nur anhand unserer Karte wussten wir, dass dies der Kanal sein muss, den wir gerade kreuzten.
Von der Brücke aus bewunderten wir die Tiefe und Enge des Kanals, der von Passagierschiffen befahren wird. Dabei bleibt kaum eine Hand breit Platz zwischen den Bordwänden und den Kanalwänden. Die fallen senkrecht ab, sind glatt wie Beton und man kann ganz deutlich die verschiedenen Gesteinsschichten sehen, die sich im Laufe der Erdgeschichte gebildet haben. 

Obwohl ein Durchbruch zwischen dem Festland von Griechenland und der Halbinsel Peloponnes schon seit Jahrtausenden angedacht war, wurde er erst 1893 Wirklichkeit. Bis dahin wurden die Schiffe über eine gepflasterte Bahn von einem Golf in den anderen gezogen. Das muss sehr kräftezehrend gewesen sein, kann ich mir vorstellen.

Von Isthmia aus kann man den Kanal von Korinth aus einer anderen Perspektive bewundern, nämlich von unten.

Das Festland von Griechenland

Poseidontempel von Sunion

Poseidontempel von Sunion

Immer entlang des Saronischen Golfs über Piräus erreichten wir die Halbinsel Attika südlich von Athen. In Sunion, an der südlichen Spitze von Attika, stehen die Reste des Poseidontempels auf einer Klippe. Das Meer liegt sechzig Meter weiter unten.
Die Größe des Tempels ist beeindruckend und die unübertroffene Rundsicht über das Meer und die Küste geben dem Tempel etwas mystisches. Wir kamen uns wieder einmal vor wie am Ende der Welt, auf drei Seiten Wasser und nur an einer Seite das zerklüftete Land. Es gibt keine vorgelagerten Inseln, nur noch das weite Meer. 

Sunion selbst ist ein auf Tourismus eingestellter Ort. Es gibt fast nur Hotels und Appartmenthäuser. Nur ein antiker Marktplatz, der zu einem kleinen Teil ausgegraben ist, erregte unsere Aufmerksamkeit. Es war einmal der größte Umschlagplatz von Waren für Athen.

Plaka von Athen

Plaka von Athen

Die Hauptstadt von Griechenland, Athen, war uns natürlich auch einen Besuch wert, schon wegen der Akropolis.
Am Fuße der Akropolis liegt die Altstadt von Athen, die Plaka. Viele kleine Straßen und Gassen laden zum Schlendern durch die unzähligen Geschäfte ein. Neben einer Unmenge von Schwämmen aller Art findet man hier Nippes und echtes griechisches Kunsthandwerk.

Akropolis

Akropolis

Von der Plaka aus kommt man auf die Akropolis. Natürlich muss man etwas bergauf steigen. Oben angekommen führt eine Treppe durch zwei Propyläen, die einmal das Tor zur Akropolis bildeten, dann steht man vor dem Parthenon. Der gewaltige Tempel war der Göttin Athene geweiht, die der Stadt ihren Namen gab. Wir hatten schon viele Bilder des Parthenon gesehen, doch er ist viel gewaltiger, als man sich vorstellen kann. Er war das vollkommenste Bauwerk der Antike. Im Moment war er allerdings vollkommen eingerüstet, weil er komplett rekonstruiert wird.  

Am Südhang der Akropolis befindet sich ein Amphittheater, das Odeon des Herodes Atticus, das einst fünftausend Zuschauer fasste. Unter anderem wurden hier Konzerte, Opern und antike Dramen aufgeführt.
Es gibt noch ein zweites Theater, das Dioysos-Theater.

Gleich gegenüber des majestätischen Parthenon liegt das anmutige wirkende Erechteion, ein Tempel und Heiligtum. Das Dach der Korenhalle wird von sechs Marmorjungfrauen getragen.

Blick über Athen

Blick über Athen

Von der Akropolis aus hat man einen phantastischen Blick über Athen. Während auf der einen Seite der Akropolis wie schon gesagt die Plaka liegt, befindet sich auf der anderen Seite eine weitere Ausgrabungsstätte. Es sind eigentlich zwei – die Griechische Agora und die Römische Agora, Versammlungsplätze und Märkte. Auf der Griechischen Agora befindet sich der Hephaistos-Tempel. Er hat achtunddreißig Säulen und ist der besterhaltene aller griechischen Tempel.
Außerdem gibt es einen Gerichtstempel, der Aeropag, eine Sternwarte und den Hauptbegräbnisplatz des antiken Athen.  

Sehenswert sind ebenso der berühmte Flohmarkt von Athen, das Parlamentsgebäude mit seinen extravagant gekleideten Wachen, der Hadriansbogen und die Einkaufsstraße von Athen, die Ermou.

Marathon

Marathon

Auf unserem Weg zurück nach Norden, quasi nach Hause, kamen wir nach Marathon. Dort liegt das historische Schlachtfeld, auf dem die Griechen 490 v.Ch. die Perser besiegt haben. Ein Erdhügel und ein Denkmal erinnern daran.
Ein Läufer brachte die Siegesnachricht nach Athen und brach dann dort tot zusammen. Bei den neuen Olympischen Spielen 1896 wurde dann erstmals der 42,195 Kilometer lange Marathonlauf, ausgetragen, auf historischer Strecke. 

In der Nähe des Schlachtfeldes liegt die Marathon-Talsperre. Deren Staudamm ist ganz mit Marmor verkleidet und das Wasser versorgt auch heute noch Athen. Der See ist in den Bergen schön gelegen.

Delfi

Delfi

Die mystischste und wohl auch die schönste antike Stätte von Griechenland ist jedoch Delfi. Schon immer wollte ich einmal hier her.
Die Ausgrabungsstätte von Delfi liegt an einem mit Zypressen bewachsenen Hang in den Bergen des Wintersportgebietes bei Arachova. In antiken Zeiten wurde der Ort der „Nabel der Welt“ genannt.

Delfi war das Heiligtum des Apollon und der Athene und das Orakel war weltbekannt.
Der Tempel des Apollon dominiert die Anlage. Daneben herrschen die Schatzhäuser vor, in denen die Schätze der einzelnen griechischen Staaten aufbewahrt wurden.

Über allem liegt das Theater. Vor dort oben hat man eine Aussicht wie aus einem Bilderbuch. 

Athene-Tempel

Athene-Tempel

Die allermeisten Besucher verpassen wahrscheinlich das ganz oben versteckt liegende Stadion, das sich an eine fünfzig Meter hohe Steilwand schmiegt.

Zwischen dem oberen und dem unteren Teil der Anlage liegt die Fontäne. Das war einmal ein zu antiker Zeit wahrscheinlich sehr schönes Wasserspiel. Heute kann man die Schönheit der Anlage nur noch erahnen. 

Im unteren Teil der Anlage von Delfi befinden sich die Reste eines Gymnasiums, das sogar einen Pool hatte, und der runde Athenetempel, der früher von einer Kuppel gekrönt wurde. Das ist sehr ungewöhnlich.

Meteora-Klöster

Meteora-Klöster

Ziemlich außergewöhnlich sind die Meteora-Klöster bei Kalambaka in der thessalischen Ebene, ziemlich im Norden von Griechenland. Eine Straße führt durch die Felsnadeln, auf deren Spitzen die Klöster gebaut wurden. Manche sind nur per Seilbahn zu erreichen, manche über eine Treppe oder einen Weg. Sechs der Klöster sind noch bewohnt und für Touristen geöffnet, wovon zwei Nonnenklöster sind.
Hier muss ich anmerken, dass Frauen diese Klöster nur mit einem Rock betreten dürfen. Sollten Besucherinnen Hosen anhaben, gibt es Röcke auszuleihen, die dann im Eintrittspreis enthalten sind.
Insgesamt sollen es achtzehn Klöster sein, viele davon inzwischen einsturzgefährdet oder ganz verfallen.
Übrigens ist hier sogar ein James Bond-Film gedreht worden.

Das Kloster Varlaám, ein Möchskloster, das wir über Treppen erreicht und besichtigt haben, hatte eine Kirche, deren Inneres über und über mit Ikonen bemalt war. Es gab wirklich keine freie Stelle mehr. Von der Decke hingen Kronleuchter, hier und da mit einem Straußenei verschönert. Riesige Messingkandelaber tragen Altarkerzen.

Weinkeller des Kloster Varlaám

Weinkeller des Kloster Varlaám

Weiter hat dieses Kloster einen Weinkeller, in dem ein riesiges Weinfaß liegt. Es heißt ja, dass die Mönche auf der ganzen Welt dem Wein frönten und frönen, den sie zumeist selbst herstellen.
In einem Museum gibt es uralte, zum Teil aus byzantinischer Zeit stammende Exponate wie Zepter, Kelche und Bibeln. Sogar russische, mit viel Gold durchwirkte Bischofsgewänder sind ausgestellt.
Außerdem kann man den alten Zugang zum Kloster, den Aufzug, besichtigen. Früher wurden die Leute und Waren per Handbetrieb in Netzen nach oben gezogen. Heute geht das elektrisch, da wo noch keine Wege gebaut wurden.  

Wie und warum kamen diese Klöster auf die Bergkuppen hier? Die Felsen an sich sind schon sehr interessant. Durch unsere Rundreise haben wir nun viel von Griechenland gesehen, doch solch eine Art von Felsen haben wir nirgendwo gefunden.
Das ganze Massiv mit den tief eingeschnittenen Tälern zwischen den Felsen besteht aus versteinerten Flussablagerungen. Das ganze andere Griechenland ist durch Kalksteinfelsen gekennzeichnet, aber auch Tiefengesteine. Die Natur hat dann in Jahrmillionen diese beeindruckende Landschaft hier geformt.

Eremitenwohnungen

Eremitenwohnungen

Viele der Felsen sind wie ein Schweizer Käse durchlöchert. Das waren Eremitenwohnungen. Das muss eine Heidenarbeit gewesen sein, diese Wohnungen aus dem Felsen zu hauen.
Vor gut eintausend Jahren kam der erste Eremit in diese Gegend und begründete damit eine ganze, neue Klostergemeinschaft.

Gebiet des Olymp

Gebiet des Olymp

Wie viele andere Menschen, die sich ein wenig mit der griechischen Mythologie beschäftigen, möchte ich wissen, was sich auf dem Götterberg Olymp befindet. Im Ort Litochori, kurz vor Thessaloniki am Meer gelegen, biegt eine Straße in das Olympos-Massiv ab, das zu einem Nationalpark gehört.
Die Straße nach oben bietet an vielen Stellen einen herrlichen Blick auf den kilometerlangen Sandstrand dieser Küste. Später geht die Asphaltstraße in eine Schotterpiste über, die an der Rangerstation Prionia mitten im Wald endet. Ringsherum türmen sich hohe Berge, zum Teil mit schneebedeckten Gipfeln, doch den Olymp konnten wir von hier aus nicht sehen.
Zu unserer Enttäuschung kommt man von hier aus nur durch ein fünfstündiges Bergekraxeln und einer weiteren Stunde leichten Fußmarsches nach oben. Das ist von Otto-Normaltourist etwas zu viel verlangt. Da ist man ja mindestens zwei Tage unterwegs. Vor dem letzten Stück vor dem Gipfel gibt es eine Hütte, in der man übernachten kann.
Wir waren sehr enttäuscht und wissen nun immer noch nicht, was sich auf dem Gipfel des Olymp befindet. Der Sitz der griechischen Götterwelt bleibt für uns weiter geheimnisvoll.

Agios Dionysios

Agios Dionysios

Auf dem Weg zwischen Litochori und Prionia liegt die Klosterruine Agios Dionysios. Irgend jemand hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Kloster wieder aufzubauen. Die Kirche ist schon rekonstruiert, an anderen Stellen wird gebaut. Ein Teil der Wohnung ist ebenfalls schon ausgebaut. Man muss schon sehr gottgläubig sein, um sich dieser unlösbaren Aufgabe zu stellen.

Halbinsel Chalkidiki

Halbinsel Chalkidiki

Die Halbinsel Chalkidiki war der letzte Teil unserer Griechenland-Rundreise. Im Süden strecken sich drei Finger ins Meer. Der westliche Finger heißt Kassandra und ist zum größten Teil touristisch vermarktet – Hotels, Appartments und Geschäfte so weit das Auge reicht. Lange Strände bieten alles für einen schönen Urlaub am Meer.
Landschaftlich hat Kassandra allerdings nicht viel zu bieten, ist recht kahl.

auf Sithonia

auf Sithonia

Der mittlere Finger Chalkidikis heißt Sithonia. Dieser Finger ist von ursprünglicher Natur, felsig und gut bewachsen und weist nur wenig Tourismus auf. 

Auf dem östlichen Finger liegt die Mönchsrepublik Athos, auf dessen südlichem Ende sich der über zweitausend Meter hohe Berg Athos erhebt.
Athos ist nur mit einem Boot zu erreichen, wobei Frauen überhaupt keinen Zutritt haben und Männer nur bedingt. 


Griechenland war auch schon Euer Reiseziel und Ihr möchtet gern Tipps, Empfehlungen oder Anregungen weitergeben, dann könnt Ihr dies gerne unten mit der Kommentarfunktion tun. Wir sind gespannt.

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Goodbye Arizona

bei Dragoon

bei Dragoon

Du, Arizona, bist uns fast schon ans Herz gewachsen. Wir haben viel Zeit bei Dir verbracht, bei Deinen Naturschönheiten wie dem Grand Canyon, dem Meteorkrater und dem Patagonia Lake. Tombstone, Tuscon und die Route 66 führten uns in die Vergangenheit, die Berglandschaften und die Wüste verzauberten uns. Allerdings ist die Tierwelt im Winter wesentlich zahlreicher vertreten als jetzt im späten Frühjahr oder gar im Sommer, wenn es unerträglich heiß wird.

Ibisse bei Willcox

Ibisse bei Willcox

In Willcox wollten wir noch eine Nacht am Twin Lake verbingen, aber die Mücken überfielen gleich unseren Bus, als wir dort ankamen. Ein paar dunkel lila-grün schillernde Ibisse suchten sich ihr Futter im ufernahen Wasser, dort wo sich im Dezember noch Mengen von Enten, Gänsen und Kranichen tummelten. Jetzt sind sie alle weg, die Landschaft ist noch ausgetrockneter.

Ganz im Südwesten fanden wir auf der Karte noch einen Meteorkrater, den Paramore Crater. Recherchen ergaben, dass jedoch keine Straße dorthin führt, so dass wir uns den Weg gespart haben.
Auf der Interstate 10 erreichten wir so New Mexico.

Arizonas Wüste

Arizonas Wüste

Immer wieder muss ich beim Betrachten der Landschaft an die ersten Einwanderer denken. Was muss das für eine Anstrengung gewesen sein, mit den beladenen Wagen durch diese Landschaft zu fahren, ohne Wege, fast nie ein glattes Stück, überall sind Huckel und Löcher. Fast überall ist der Boden mit Lava oder Steinen übersät und mit stacheliger Vegetation überzogen. Von den giftigen Schlangen, Spinnen und Skorpionen, mit denen man in dieser Nähe zur Natur unweigerlich Kontakt hat, rede ich erst gar nicht. Das alles für ein besseres Leben, das es dann doch in den seltensten Fällen gab. Arizona machen auch seine Symbole wie die Sonne, der Gecko und der Kokopelli aus, die man überall und in allen Varianten findet, und die Kachinas der Indianer. Für uns ist Arizona jedenfalls einer der schönsten Bundesstaaten der USA.

 

Sonora Wüste – Arizona

Auf unserer Autokarte ist das Sonoran Desert National Monument westlich von Gila Bend eingetragen. Das war der Grund für uns, von Phoenix aus nach Gila Bend zu fahren, um wenigstens eine minimale Vorstellung von der Sonora Wüste zu bekommen. Es führt nur eine Straße hindurch, an deren Rand hier und dort Infotafeln aufgestellt sind, aber das ganze zugängliche Gebiet ist zur Zeit (saisonabhängig) gesperrt. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Da wir noch fast 6 Wochen Zeit haben und nicht mehr so viele Kilometer zu fahren sind, entschieden wir uns, zum Organ Pipe Cactus National Monument zu fahren und uns dort umzusehen. Eigentlich stand dieser Park nicht auf meiner Liste, was ein sehr großer Fehler gewesen wäre.

Auf dem Weg dorthin liegt noch die kleine Stadt Ajo. Im Südwesten von Ajo befindet sich ein riesiger Kupfertagebau, in dem anscheinend immer noch abgebaut wird. Vom Besucherzentrum aus kann man einen Blick tief in die Grube werfen. Das Kupfer abgebaut wird, zeigen die grünen Stellen im Gestein. Dies ist die erste Kupfergrube Arizonas gewesen. Im Museum sind einige Stücke aus der frühen Zeit des Kupferabbaus ausgestellt, unter anderem ein uralter Holzwagen, mit dem Wasser von oder nach Gila Bend transportiert wurde. Das sind 42 Meilen einfache Wegstrecke. Da waren die Leute aber einige Zeit unterwegs. Ansonsten ist Ajo ein sehr schönes, sehr mexikanisch anmutendes Städtchen mit weiß getünchten Häusern und der hübschen Kirche.

Durch Wüste, eine zerrissene Vulkankraterlandschaft und durch Furten, die manchmal unverhofft Wasser führen, die Straße ist dann nicht passierbar, erreichten wir das Organ Pipe Cactus National Monument an der mexikanischen Grenze. Ich sage jetzt einfach mal Pfeifenkaktus-Park dazu. Für unseren Bus gibt es nur eine Straße und den Twin Peaks Campingplatz im Park. Weitere Straßen und der zweite Campingplatz sind den PKWs vorbehalten. Drei Tage standen wir auf dem Campingplatz, der leider keine Strom- und Wasseranschlüsse hat und wir uns deshalb nicht viel länger dort aufhalten konnten. In dem Park erfuhren wir auch, dass dieser Teil ein weiterer Teil der Sonora Wüste ist. Das ist noch nicht alles, denn die Sonora Wüste erstreckt sich über fast den gesamten Süden Arizonas, einen Teil Kaliforniens und den größten Teil Mexicos. Das hat uns echt überrascht.

Die Sonora Wüste ist die grünste und vielfältigste Wüste der Welt. Im Pfeifenkaktus-Park leben 28 verschiedene Kakteenarten, den Rest machen verschiedene Buscharten und die Ocotillos aus. Die Ocotillos sind merkwürdige Gewächse. Sie haben viele schlangenartige, unverzweigte Triebe, die voll von Dornen sind. Deshalb sehen sie aus wie Kakteen. Da die Ocotillos jedoch nur grün sind, wenn sie einige Tage zuvor Wasser bekommen haben und dann bald wieder „in den Schlaf“ gehen, sind es gewöhnliche Büsche. Jedenfalls „verschlafen“ die Ocotillos die meiste Zeit ihres Lebens und sehen eher tot aus. Sie sind mindestens so beeindruckend wie die Saguaro- und Pfeifenkakteen.

Ach so, habe ich ja noch vergessen: Die Pfeifenkakteen heißen richtig Orgelpfeifen-Kaktus, weil die ersten Siedler gemeint haben, dass die abgestorbenen Kakteen wie Orgelpfeifen aussehen. Diese Pfeifenkakteen gibt es noch seltener als die Saguaro Kakteen. Außerhalb des Parks kann man keine solchen Kakteen mehr entdecken und selbst im Park stehen sie nur an manchen Stellen.

Die Saguaro Kakteen sind die Giganten unter den Kakteen. Sie werden höher als manche Bäume und sind sehr stattlich. Die Seitentriebe werden erst ausgebildet, wenn die Kakteen mindestens 75 Jahre alt sind, habe ich irgendwo gelesen. Diese Seitentriebe verleihen den einzelnen Kakteen ein individuelles Aussehen und man kann sie in verschiedene Kategorien einteilen: die Lustigen, die Einladenden, die Musterexemplare, die Außergewöhnlichen und die verkrachten Existenzen. Das ist wirklich interessant.

Auf dem kurzen Desert View Trail am Twin Peaks Campground wird der Besucher über die Nutzung der Pflanzen durch die Ureinwohner, hier sind es die Tohono O´Odham, informiert. Diese Pflanzen sind ihre Apotheke für so ziemlich alle Zipperlein, die sie haben können. Die geschnittenen Triebe der Ocotillos werden als lebender Zaun genutzt und die Wasserleitungen der toten Saguaro Kakteen geben gutes Baumaterial für Hütten ab. Aus den Wurzeln eines Busches machen sie wohlschmeckenden Tee, andere Büsche werden zum Herstellen von Körben benutzt und aus dem Holz des Eisenbaumes machen sie Werkzeuge, Pfeilspitzen oder Figuren. Eine andere Pflanze liefert den Klebstoff und die Beeren der Misteln werden von den Medizinmännern genauso genutzt wie in Europa.

Aber nicht nur die Pflanzen gehören zur Wüste, sondern auch die Tiere. Bei unseren Wanderungen haben wir nur Eidechsen gesehen, einmal hörte ich das Grunzen eines der hier lebenden Wildschweine. Regen Betrieb hatten wir dagegen auf dem Campingplatz. Da gaben sich die Gila Spechte, Kaktus-Zaunkönige und Bogenschnabel Trasher ein Stelldichein. Wir fanden die „um Geld spielenden Wachteln“, so die Übersetzung, am schönsten. Sie waren aber sehr scheu und verschwanden schnell, wenn man ihnen zu nahe kam.
Überall im Westen der USA sind die stattlichen Raben zu finden, aber noch nie hatten wir ein turtelndes Pärchen gesehen, und das auch noch auf den stacheligen Abzweigungen eines Saguaro. Aufmerksam auf sie sind wir geworden, weil wir gemeint haben, Kraniche zu hören. Anscheinend klingen die Balzlaute der Raben genauso. Leider konnten wir auch dieses Mal keine Klapperschlange finden.

 

 
Am Ende des 3,5km langen Victoria MineTrails, der nur ein Trampelpfad durch die Wüste ist und mehrere Wasserläufe kreuzt, liegt die Victoria Mine. Mitten im Nirgendwo, in den Hang der Sonoyta Mountains, hat jemand ein Loch gebuddelt. Uns warfen sich zwei Fragen auf: Warum gerade an dieser Stelle? und: Was hat derjenige gesucht und ist er fündig geworden? Jedenfalls lagen auffällig viele grüne Steine in der Gegend herum, kupferhaltiges Gestein? Jede Menge Quarz ist aus dem Berg geschafft worden. Der Abraum liegt noch vor der Mine. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick über die Landschaft mit ihren riesigen Kakteen.

 

 

Am letzten Abend beobachteten wir einen Meteoriten, oder auch verglühenden Weltraumschrott, das weiß man ja heutzutage nicht so genau. Der Feuerschweif war sehr lang und wir konnten seine Bahn fast vom Zenit bis zum Horizont verfolgen, ein sehr seltenes Ereignis. Im Moment haben wir sogar Vollmond und es ist nachts so hell, dass man soweit wie am Tage gucken kann. Fast ist es sogar möglich Zeitung zu lesen, Wahnsinn.

Einen Fahrradausflug zur 5 Meilen entfernten mexikanischen Grenze haben wir ebenfalls gemacht. Das Meer ist nur 100 Kilometer entfernt, aber da so dringend von einem Besuch Mexikos abgeraten wird, haben wir davon abgesehen, Rocky Point zu besuchen.

 

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