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Pitlochry

Ortseingang

Ortseingang

Pitlochry ist ein reiner Touristenort in den Grampian Mountains, am River Tummel gelegen. Zudem ist er Ausgangspunkt für viele Unternehmungen ins Umland, Bergwandern, Seen besuchen, Angeln usw.

Fischtreppe

Fischtreppe

Im Ort ist neben der geschäftigen Hauptstraße der Staudamm mit der Fischtreppe zu besuchen. Im Staudamm ist ein Turbinenkraftwerk zur Stromerzeugung untergebracht. Durch ein Fenster kann man in einen der technischen Räume sehen. Eine Tafel zeigt die Funktion des Kraftwerks.
Um den Lachsen und Forellen beim Wandern flussaufwärts dabei zu helfen, den Damm zu überwinden, wurde eine Fischtreppe angelegt. An einem Abschnitt der Treppe ist ein Fenster eingelassen, durch dass sich, so denn welche da sind, die Fische beobachten lassen. Im Jahr werden um die 5400 Lachse und Forellen gezählt, die die Treppe passieren. Es besteht also eigentlich nur in der Wandersaison die Chance, einen der Fische zu sehen.

Blair Athol Destillerie

Blair Athol Destillerie

Pitlochry lockt auch mit zwei Wkisky-Destillerien. Die Edradour Destillerie. Sie ist Schottlands kleines Juwel und die letzte Destillerie, die alles noch in Handarbeit macht, limitiert und einzigartig. Leider kamen wir zu spät dort an und sie schloss gerade.
Deshalb besuchten wir die Blair Athol Destillerie. Der Eintritt kostet gerade einmal 7,- Pfund pro Person, inklusive einer kleinen Probe des Endproduktes. Wir waren gleich um 10 Uhr zur Öffnung da und wollten uns einer Reisegruppe anschließen. Dann begrüßte uns eine nette junge Frau, wahrscheinlich französische Studentin, und begann eine Privatführung für uns. Das fanden wir sehr in Ordnung, hatten wir so die Möglichkeit, Fragen zu stellen und etwas intensiver zu schauen.

Die Blair Athol Destillerie produzierte schon immer besonders guten Whisky, allerdings keinen mit einem torfigen Geschmack. Jedes Jahr werden 3 Millionen Liter Alkohol hergestellt. 99,7% davon gehen zu anderen Produktionsstätten, um der Herstellung von Blended Whiskys zu dienen. Die restlichen 0,3% werden zu guten Single Malts umgewandelt. Nach mindestens zwei Destillaten kommt der Alkohol in die Fässer, der für die Blended Whiskys in Eichenfässen, die aus den USA kommen. Denn die Amerikaner verwenden die Fässer für ihre Bourbon nur einmal. Hier werden sie weiterverwendet, und zwar viele Male.
Der Alkohol für die Single Malts reift in Fässern aus Kirschholz. Diese Fässer werden nur zweimal verwendet, da sie dann ausgelaugt sind und kein Aroma mehr während der Lagerung an die Whiskys abgeben können. Die Lagerung dauert mindestens 3 Jahre. Je länger der Whisky reift, umso dunkler und aromatischer wird er. Dabei verliert er aber auch an Volumen, was ihn zusätzlich so teuer macht.
In den Lagerräumen warten Fässer aus 1968 auf ihre Weiterverarbeitung. Dieser alte Whisky ist dunkelbraun und sehr weich im Geschmack, weil sich über die vielen Jahre auch der Alkohol in den Fässern abbaut. Diese edlen Tropfen ergeben zusammen mit anderen edlen Tropfen sehr teure Blended Whiskys.

im Verkaufsraum

im Verkaufsraum

Diese Führung war sehr interessant. Zum Schluss durften wir noch einen Single Malt probieren, aber nicht, ohne vorher über die Trinkkultur gesprochen zu haben. Ein Single Malt Whisky sollte immer handwarm getrunken werden. Dadurch bekommt er mehr Aroma. Sollte jemandem der Geschmack zu extrem sein, oder der Alkoholwert zu hoch, darf er maximal zwei Tropfen Wasser dazugeben. Das reicht, um der Whisky etwas runder zu machen. Ein Single Malt auf Eis ist in Schottland ein Sakrileg, wie sich unsere Führerin ausdrückte. Dafür sind die guten Tropfen viel zu schade.
Zum Schluss bekamen wir noch einen Passport, mit dem wir in 11 weiteren Destillierien, die dem Firmenverbund Diageo Scotland Ltd. angehören, kostenlos Führungen bekommen können. Zudem sparen wir jedes Mal 5,- Pfund für eine 0,7l Single Malt Whisky Flasche, wie schon bei dieser Besichtigung. Der Passport behält lebenslange Gültigkeit.

Übernachtet haben wir im Faskally Caravan Park, für 26,- Pfund die Nacht. In den Grampian Mountains existieren nur sehr wenige Plätze des Caravan Club und wir fuhren wieder auf gut Glück nach Pitlochry. Nur mit Glück fanden wir den Faskally Caravan Park, zumal auch Wochenende war.

Oban

Falls of Lora

Falls of Lora

Weiter am Ufer des Loch Linnhe nach Südwesten entlang, fanden wir einen weiteren Parkplatz, der zum Übernachten einlud. Der Platz liegt bei Appin. Von dort aus sind es noch 14 Meilen bis Oban.
Kurz vor Oban führt eine Brücke bei Connel über das Loch Etrive. Unter der Brücke findet man die Falls of Lora, aber nur, wenn die Ebbe am stärksten ist und das Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus dem Loch fließt. Dann erkennt man die Stromschnellen, über die das Wasser in starken Strudeln abfließt, bis weit hinter der Brücke. Dieses eindrucksvolle Ereignis erinnerte uns stark an den größten Malstrom der Erde bei Bod
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in Norwegen. Außerhalb dieser Zeit ist von den Stromschnellen nichts zu erkennen und jeder wird sich fragen, wo man die Falls of Lora finden kann. Wir hatten Glück, gerade zur richtigen Zeit dort zu sein.

Oban

Oban

Die Stadt ist von Touristen fast überfüllt, der Verkehr fließt durch die engen Straßen nur zögernd. Oban schmiegt sich um eine halbkreisförmige Bucht, die Häuser ziehen sich einen Berghang hinauf. Alte und neue Gebäude harmonieren miteinander. Hoch über der Stadt zeigt sich der McCaig´s Tower. Es ist eine Nachbildung des Kolosseums in Rom. Nur ein Fußweg führt dort hinauf.
Vom Hafen aus starten Autofähren zu verschiedenen vorgelagerten Inseln, wie die Insel Mull. Kleinere Ausflugsboote bieten auch hier Fahrten zu Naturreservaten an.

Oban Destillierie

Oban Destillierie

Unser Hauptziel in Oban war jedoch die Destillerie, die zu den zwölf Destillerien des Diageo-Firmenverbundes gehört, genauso wie Blair Athol, die wir in Pitlochy besuchten. Deshalb war der Eintritt für uns kostenlos, da wir ja im Besitz des Whisky-Passes sind. Normalerweise kostet der Eintritt 8,- Pfund pro Person. Diesmal gehörten wir zu einer Gruppe, die eine Führung durch die Anlagen bekam. Die Ansagen des Guides waren die gleichen, die wir schon in Pitlochy gehört hatten. In Oban wird jedoch ein Whisky mit leicht torfigem Geschmack produziert, denn die Trocknung des Malzes geschieht unter Torfzugabe. Außerdem werden hier 1,3 Millionen Flaschen OBAN 14 Jahre abgefüllt, während es in Blair Athol nur 9000 Flaschen ihres Whiskys sind. Trotzdem zählt Oban, seit 1794 bestehend, zu den kleineren Traditionsdestillerien.
Zum Schluss durften wir einen 12 Jahre alten OBAN mit 69% Alkoholanteil probieren, allerdings nur in einer homäopatischen Dosis. Dazu bekam jeder Gast ein Original Oban Whiskyglas als Geschenk. Zum Schluss testeten wir einen OBAN 14 Jahre, das Hauptprodukt dieser Destillerie.

Am Fähranleger steht ein Imbissstand mit frischem Fisch und Meeresfrüchten. Alles ist superfrisch und fantastisch zubereitet, dazu recht preiswert, sehr zu empfehlen.

Stalker Castle

Stalker Castle

Die Aussichten am Wasser entlang sind wieder herrlich. Das beste Fotomotiv liefert aber das Stalker Castle vor Appin, auf einer kleinen Insel gelegen.

 

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