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Ukranenland

Ansicht von der Uecker

Ansicht von der Uecker

Am Ortsrand von Torgelow (Mecklenburg-Vorpommern), direkt an der Uecker, liegt das Freilichtmuseum „Ukranenland“. In meinem Artikel „Endlich auf Tour“ berichtete ich schon einmal von den Ukranen. Von den Wikingern wurde dieses Volk Wenden genannt. Die Ukranen bewohnten ein großes Gebiet des heutigen Nordwestdeutschland.

Schmiede

Schmiede

Im Freilichtmuseum, zu dessen Bau 1991 der Grundstein gelegt wurde, erstanden Holzhäuser in Block-, Bohlen oder Flechtbauweise, allein auf Grundlage archäologischer Funde. Das Ukranenland wird durch haupt- und nebenberufliche Einwohner in Ukranengewändern belebt, die abwechselnd zeitweise in den Häusern leben. Die Besucher können in die Einraum-Häuser hineinsehen. Schlafen, Wohnen, Lagern, alles fand in diesem einen Raum statt. Eine Gemeinschaftsküche, Getreide- und Ölmühle, ein Backofen, eine Schmiede sowie ein Brunnen ergänzen das Dorf.
Viele Schulklassen haben das Ukranenland als Ausflugsziel auf dem Stundenplan. Dann haben die Kinder die Möglichkeit, Löffel zu schnitzen, Messer herzustellen, zu töpfern oder anderen handwerklichen Tätigkeiten nachzugehen.

Segelboot

Segelboot

Am Ufer der Uecker liegt ein Segelbootnachbau der Ukranen. Nach Anmeldung werden Ausflugsfahrten mit verschiedenen Booten angeboten.
Das Freilichtmuseum lädt zu einem längeren Aufenthalt ein, wer möchte, kann auch die Grillhütte nutzen. Wir können einen Besuch in dem absolut ruhig gelegenen, weil der Zivilisation entrückten, Dorf nur empfehlen.

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Wolin (Wollin)

Endlich auf Tour. Erste Station: Wolin (deutsch: Wollin). Die Anfänge der slawischen Stadt liegen im 8. Jahrhundert. Nur zwei Jahrhunderte später war Wollin schon die größte und bedeutendste Handelsstadt Nordeuropas. Der Hafen war der größte, den je jemand gesehen hatte, 300m lang. Viele Stämme, bis hin zu den Griechen, hatten Wohnrecht erhalten. Bis ins 11. Jahrhundert hinein behielt Wollin seine Bedeutung. Erst mit der Ankunft der Wikinger, ihren Überfällen und Plünderungen, begann der Untergang der Stadt.

Haithabu Wolin

Im 2. Weltkrieg wurde Wollin zum großen Teil zerstört, so dass es kaum mehr Zeichen aus früheren Zeiten gibt. Die Kirche, einige Wohngebäude und der Getreidespeicher am Fluss überlebten die Kriege. Die Stadt erinnerte sich jedoch an ihre lange Geschichte und legte nach dem Krieg ihren Schwerpunkt auf die Archäologie. Überall in Wollin wurde gegraben und Relikte aus der Slawen- und Wikingerzeit freigelegt. Die bedeutendste Grabung erfolgte auf der Insel vor der heutigen Stadt Wollin, im Fluss Dziwna. Dort befand sich eine Slawensiedlung, die von den Wikingern später übernommen wurde. Das Haithabu Wollin ist heute ein lebendiges Freilandmuseum. Freizeit-Slawen leben in dieser Siedlung wie die frühen Bewohner und stellen Produkte für das tägliche Leben her, die sie auch verkaufen. Ähnliche Anlagen findet man im gesamten südlichen Ostseeraum. Wir besichtigten bisher eine in Südschweden und das „Ukranenland“ in Torgelow.

Rathaus von Wolin

Am Marktplatz Wolins glänzt das Rathaus aus roten Backsteinen und eine schöne Promenade am Flussufer lädt zum Entspannen ein. Dort ist auch eine Drehbrücke zu finden, die zwei- bis dreimal pro Tag für die Freizeitboote geöffnet wird.
Neben dem Rathaus steht das Heimatmuseum, in dem die reiche Geschichte der Stadt erzählt wird. Überall in der Stadt stehen Informationstafeln zu den einzelnen Stationen, die man im Stadtgebiet entdecken kann.

Grabhügelanlage

Am südlichen Ende der Stadt, leider ist eine Beschilderung praktisch nicht vorhanden, so dass ich ziemlich gesucht habe, erheben sich ein paar Hügel. Sie sind mit Wald bewachsen. Auf dem ersten Hügel, von der Stadt aus, erhebt sich das Denkmal mit einem dreiköpfigen Gott. Auf einem der Hügel dahinter stand früher der Galgen. Auf der Rückseite des Galgenhügels fand man ein Areal mit 93 Grabhügeln aus dem 9.-11. Jahrhundert. Es ist somit die älteste Nekropole in Pommern. 34 Gräber mit reichen Grabbeigaben haben die Zeiten und Plünderungen überlebt.

Strand des Stellplatzes

Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, dem sei der Stellplatz der Familie Lafrentz kurz vor Gogolice empfohlen. Der Platz liegt direkt am Wasser, nur ein paar hundert Meter vom Haithabu Wollin und gut einen Kilometer von der Stadt Wolin entfernt. Hier kann man die Abende genießen, Sonnenuntergänge beobachten und den Lauten der Natur lauschen. Der nette Gastgeber gibt gerne Tipps für Ausflüge.

Pommenrscher Jakobsweg

Der Weg von Gogolice zum Zentrum Wolins gehört zum pommerschen Stück des Jakobsweges nach Santiago de Campostella. 3550 Kilometer hat der Pilger dann noch vor sich. Für uns war es schon das zweite Stück, das wir gelaufen sind. Die erste Bekanntschaft mit dem Jakobsweg machten wir in Nordspanien, in Ponferrada.

Ein Tipp zum Essen gehen in Wollin: das KA la FIOR ist da die erste Adresse, günstige und sehr gute Gerichte. In den Pizzerien kann man zwar billig essen, aber die haben eher Kneipencharakter.

Aussichtspunkt Lubin

Eine schöne Rundfahrt kann man über die Insel Wollin unternehmen. Wir begannen unsere Tour in Lubin. Von dem dortigen Aussichtspunkt Grodzisko w Lubinie, Eintritt 4.-Zl, hat man einen schönen Blick über das Swinedelta. Wer sich Zeit nimmt, holt sich am Kiosk etwas und genießt den Ausblick aus einem der bereitstehenden Liegestühle, oder von der schönen Terrasse des Kiosks aus.
Das großzügige Gelände ist der Entstehungsort Lubins (Lebbin). Anfang des 12. Jahrhunderts erwähnte man den Ort als eine Burg. Ein Missionar baute zu dieser Zeit die St.-Nikolaus-Kirche. Sie ist die älteste Kirche Pommerns. Erst 2008 begann man mit den Ausgrabungen und entdeckte dabei einen Wohnturm und Reste des Burgwalls, 2009 die Kirche und 2011 einen Friedhof.

Abschussrampe der V3

Von Lubin aus nur wenige Kilometer Richtung Norden, trifft man auf das Bunker-Minimuseum, das einzige V3-Museum auf polnischem Boden. 1943 wurde das Testgelände für die Geheimwaffe V3 fertiggestellt. Im selben Jahr fand der erste Test der „Superkanone“ statt. Sie erlangt jedoch kaum eine Bedeutung im 2. Weltkrieg, anders als die Vergeltungswaffen V1 und V2, die in Peenemünde auf Usedom getestet wurden. Um die V3 abzuschießen, war eine lange Rampe notwendig. Die Betonsockel für das Druckrohr sind heute noch im Wald in Museumsnähe zu besichtigen. Das Besondere an der Konstruktion war, dass die Rakete mehrere Schübe bekam, um eine Reichweite von 160km zu erreichen. Eintritt ins Minimuseum: 5,-Zl, die Ruinen oben im Wald sind gratis zu besichtigen.

Wisent

Von Miedzyzdroje (Misdroy) aus ist der Weg zum Wisent-Gehege ausgeschildert. Wer Interesse hat, findet in der Stadt auch das Museum zum Wolin-Nationalpark, ein Naturkundemuseum. Der Eintritt ins Wisent-Gehege kostet 7,-Zl, allerdings ist der Park mehr etwas für Kinder. Die Anzahl der Tiere lässt eher zu wünschen übrig. Neben den Wisenten gibt es ein Wildschwein-Gehege, gerade einmal mit zwei Tieren, eine Voliere mit einem einsamen Seeadler, und im Reh-Gehege konnten wir nur ein Tier entdecken. Vielleicht sind es Tiere, die Hilfe brauchen.
Schwerpunkt des Parks sind natürlich die Wisente, um deren Zucht und Erhalt man sich kümmert. Der ganze Park soll 28 Hektar groß sein, wovon die Wisente allein 20 Hektar beanspruchen können. Sie leben weitestgehend ungestört. Um die Tiere zu den Beobachtungsstellen zu bekommen, hat man dort die Tränke angelegt. Es leben ständig 5-12 Wisente im Park. Die Tiere sind einiges kleiner als ihre amerikanischen Verwandten, die Bisons. Ehrlich gesagt, war es meine erste Begegnung mit Wisenten. Die gewaltigen Bisons habe ich dagegen schon einige Male sehen dürfen.
Weltweit existieren heute um die 5000 Wisente, die alle von den letzten 12 Tieren abstammen, die man nach dem Krieg von Privatleuten übernahm. 5000 hört sich viel an, aber die Wisente sind immer noch in ihrer Art bedroht, denn sie fallen immer wieder verschiedenen Krankheiten, wie Maul- und Klauenseuche oder Tuberkulose, zum Opfer.

Fischerboote in Misdroy

Das Seebad Miedzyzdroje (Misdroy) ist ein Touristenmagnet. Einige Villen, deren Stil leicht an die deutsche Bäderarchitektur erinnert, zeugen von einer glanzvollen Geschichte. Ein langer Sandstrand trennt die Stadt von der Ostsee, in die die Seebrücke hineinragt. Die Promenade vor und die Seebrücke an sich sind sehr kommerziell ausgerichtet. Die Fußgängerzone in der Stadt ist dagegen eher ruhig.
Vom Ende der Seebrücke aus fahren Schiffe zu mehreren Usedomer Häfen.
Sehr leckeren Räucherfisch, frisch aus dem Ofen und in reicher Auswahl, bekommt man am Strandabschnitt F am westlichen Ende von Miedzyzdroje. Möchte man Fisch essen, gebraten oder geräuchert, dann laden unzählige kleine Kneipen direkt am Strandabschnitt A am östlichen Ende der Stadt dazu ein. Auf Empfehlung unseres Gastgebers kehrten wir im Strzecha ein. Das Essen dort ist zwar einfach, aber sehr lecker und vielfältig.
Nach dem Essen kann man sich die Füße am Strand entlang unterhalb der Steilküste vertreten.

Die Rundfahrt über die Insel Wolin, zurück nach Wolin, nahmen wir weiter auf der Küstenstraße 102, die immer nur durch den jetzt gerade frisch-grünen Buchenwald führt. Irgendwo biegt ein Waldweg zur Steilküste ab, wo zu Fuß ein weiterer Aussichtspunkt zu finden ist. Kurz vor Miedzywodzie bogen wir nach Süden ab. Durch eine schöne Landschaft und kleine Orte, immer an der Dziwna entlang, erreichten wir Wolin.

Pfarrbezirk Kamien Pomorskis

Ein anderes Ausflugsziel ist Kamien Pomorski, nordöstlich von Wolin. Nachdem, was wir über die Stadt gelesen haben und nach der Größe der Stadt auf der Karte zu urteilen, hatten wir uns ein Bild zurechtgelegt. Ganz das Gegenteil erwartete uns. Das Zentrum ist sehr klein und es gibt nicht viel Sehenswertes. Neben dem sehr hübsch anzusehenden Rathaus ist die Hauptsehenswürdigkeit der gotische Dom des heiligen Johannes. Zum Pfarrbezirk, Kamien Pomorski wurde im 12. Jahrhundert Bischofssitz, gehören weitere Bauten rund um den Dom. wie der Bischofspalast. Reste der Stadtmauer sind noch erhalten.
Schön ist es auch an der Marina, an die ein kleiner Park anschließt.

Teichfrosch

Was hat die Natur um Wolin zu bieten? Neben den üblichen Tieren und Vögeln wie Kormoranen, Krähen, Spatzen usw. erfreute uns die Natur mit Kuckucken, Rehen, einem Eichelhäher, einer Handvoll Pirole, die uns morgens weckten, und einer Ringelnatter, die in Strandnähe im Wasser schwamm. Am meisten freute uns das Weißschwanz-Seeadler-Pärchen. Sie nisten wohl im an den Stellplatz grenzenden Wald und fliegen mehrmals am Tag über unsere Köpfe hinweg, um im Woliner Haff auf Beutezug zu gehen. Was uns allerdings zu denken gibt, sind die riesigen Mückenschwärme, wie wir bisher noch keine gesehen haben, und die summen, als säße man im Bienenstock. Bis jetzt sind nur die unbedenklichen Männchen unterwegs. Wenn jedoch im Mai/Juni die Weibchen schlüpfen, dann wird das wohl nicht wirklich lustig werden.

Endlich auf Tour

k-DSC04731Yippeeeh, nach vielen Schwierigkeiten sind wir endlich auf Tour! Erstes Ziel ist das Vulkangebiet Vogelsberg zwischen Gießen und Fulda, in dem es sich hervorragend urlauben lässt. Saubere Luft, sehr viel Natur, sehr viele Möglichkeiten, die Umgebung zu entdecken und wunderschöne Fachwerkhäuser zeichnen dieses Gebiet aus. Nach den letzten stressigen Wochen zu Hause war ein Besuch der Vulkantherme in Herbstein eine willkommene Wohltat. In der Sauna oder einem Bad im mehr als 30 Grad warmen Mineralwasser kann man die Seele baumeln lassen.
Anschließend bietet sich ein Besuch des tausend Jahre alten Herbstein an. Die sehr übersichtliche Altstadt ist noch heute von einer Stadtmauer mit mehreren Türmen umgeben. Viele der alten Fachwerkhäuser sind herausgeputzt, manche verfallen. Unter der nicht mehr erhaltenen Burg befindet sich ein großes unterirdisches Gängelabyrinth, welches die Besucher im Rahmen von Führungen erleben können. Die heutige Apotheke am Marktplatz ist das wahrscheinlich älteste Gebäude der Stadt. Vorher diente es als Amtshaus. Im Keller soll die Jahreszahl 1576 eingehauen sein.
Ein großzügiger Wohnmobilstellplatz direkt an der Therme lädt zum übernachten ein.

im Trassenmuseum

im Trassenmuseum

Zweite Station war das alle zwei Jahre zu Pfingsten stattfindende Trassentreffen in Deutzen bei Leipzig. Um die fünfundzwanzigtausend Leute waren in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts am „Jugendobjekt Erdgastrasse“ in der Sowjetunion beschäftigt. Davor gab es noch die „Drushbatrasse“. Erdgasleitungen wurden vom Nordmeer bis nach Mitteleuropa gebaut, in Verbindung mit Verdichterstationen und Wohnungsbau für die zukünftigen Betreiber der Leitungen sowie deren Angehörige. Klaus und ich waren von 1984 bis 1987 zuerst in Jefremow, südlich von Moskau, später im Permer Gebiet (Ural) in Gornosawodsk und Gremjatschinsk beim KKAB mit dem Verdichterbau beschäftigt. Es war eine seht interessante Zeit, die wir nicht missen möchten. Alle diejenigen, die Lust und Laune verspüren, treffen sich seit vielen Jahren bei den verschiedenen Trassentreffen. Das größte Treffen findet seit mehr als zehn Jahren in Deutzen statt. Es ist schön, die Kollegen aus den damaligen Tagen wiederzutreffen und über alte und neue Zeiten zu reden. Leider spielte in diesem Jahr das Wetter nicht mit, aber einer der alten Kollegen hatte ein großes Partyzelt und eine Heizkanone mitgebracht, so dass wir es gut aushalten konnten. Es hat jedenfalls wieder sehr viel Spaß gemacht.

Die nächsten vierzehn Tage werden wir in Klaus´ Heimat Anklam verbringen. Zum Teil müssen noch Kleinigkeiten am Motorhome erledigt werden. Verschiedene Dinge sind noch nicht so, wie sie sein sollen.

Oberuckersee

Oberuckersee

Auf dem Weg von Deutzen nach Anklam übernachteten wir auf dem Campingplatz in Warnitz am Oberuckersee. Mit dem großen Motorhome sind wir nicht so schnell unterwegs und aus mancher Strecke, die sonst an einem Tag gefahren wird, wird schnell eine Zweitagesetappe. In der Mitte des See´s befindet sich eine Insel, die wohl schon in der Steinzeit besiedelt war. Ungefähr im 6. Jh. kamen die Ukranen aus dem Karpatengebiet und nannten die Gegend ihr Eigen. Grabungen in den 1960er Jahren förderten eine Holzbrücke zutage, die das Ufer des See´s mit der Insel verband. Bei Torgelow gibt es das Ukranenland. Wir haben schon einiges davon gehört und wollen es auf dem Weg nach Dresden besuchen.

 

Deutschland

Vielleicht entsteht ja auf unserer Homepage der Eindruck, dass wir für unsere schöne Heimat Deutschland nichts übrig haben, was das Reisen angeht. Weit gefehlt. Immer wieder führten uns unsere Unternehmungen kreuz und quer durch unser Land, vom Schwarzwald und den Thüringer Wald bis zu Nord- und Ostsee. Leider versäumten wir es bisher, darüber zu berichten. Jetzt hat uns jedoch die schöne Insel Wangerooge derart beeindruckt, dass wir doch einen Beitrag zu Deutschland veröffentlichen möchten.

Wangerooge

Wangerooge - Leuchtturm

Wangerooge – Leuchtturm

Der Sandhügel, wie die Einheimischen ihre Insel im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer nennen, bietet den Besuchern eine überraschende Vielfalt an Erholungsmöglichkeiten. Wangerooge ist die rechte in der ostfriesischen Inselkette. Der Ort, Seebad Wangerooge mit dem kleinen Flugplatz, liegt fast in der Mitte der Insel und zählt 1200 Einwohner. Auf jeden Einwohner kommen noch einmal gut 8 Urlauber, was sich auf 10.000 Besucher summiert. Vor einigen Jahren sollen es 18.000 Urlauber gewesen sein, aber inzwischen setzt man hier auf Qualität, nicht mehr auf Quantität. Die Insel dankt es.

Dünenlandschaft auf Wangerooge

Dünenlandschaft auf Wangerooge

Nach Westen und nach Osten breiten sich Dünenlandschaften aus, die man sich auf bis zu 12 Kilometer langen Rundwanderungen erschließen kann, zu Fuß oder per Drahtesel, ganz wie man möchte. Eine andere Art der Fortbewegung ist kaum möglich, denn Wangerooge ist autofrei. Nur der Krankenwagen und die Feuerwehr dürfen Autos haben. Koffertransporter, das Auslieferungsfahrzeug eines Lebensmittelladens oder das Inselflieger-Shuttle sind Elektrofahrzeuge. Privatleuten bleiben nur Anhänger für ihre Fahrräder oder Handkarren, um etwas zu transportieren.
In den mit niedrigen Büschen bestandenen Dünen halten sich viele Fasane auf. Geschützte Kornweihen oder Falken finden hier ebenfalls ein Zuhause, neben Tauben, Krähen und selbstverständlich den Küstenvögeln.

Grab und Mahnmal Bunker

Grab und Mahnmal Bunker

Wenn man auf den ausgetretenen Pfaden durch die Dünen spaziert, fallen überall kleine Krater auf, die zum Teil mit Wasser gefüllt sind. Dies sind die Hinterlassenschaften von 6000 Bomben, die kurz vor Ende des 2. Weltkrieges auf die Insel niedergingen. Der Grund für diesen verheerenden Angriff waren dutzende Bunker und Kanonen, die zum atlantischen Wall gehörten und die Küste des Festlandes vor den Feinden schützen sollten. Einer der Bunker, direkt am Westrand des Strandes gelegen, ist ein Grab und Mahnmal. Auf einem zweiten Bunker steht das Café Pudding, ein zentraler Punkt des touristischen Stadtlebens.

Auf der Westspitze Wangerooges befinden sich eine Jugendherberge, ein kleines Restaurant, die Nationalparkstation Wangerooge West und exklusive Ferienwohnungen. Ansonsten hat die Natur auch dort noch das Zepter in der Hand. Große Feuchtwiesen bieten Gänsen, Kiebitzen und anderen wasserliebenden Vögeln Nahrung und Lebensraum. Unsere mit der Kamera eingefangenen Vögel findet Ihr auf dieser Seite.

Schlick-Watt

Schlick-Watt

Im Süden und im Norden von Wangerooge breiten sich zwei verschiedene Watts aus. Im Norden liegt das Sand-Watt. Dieses ist nicht gerade reich an Leben. Es finden sich nur wenige Muschelschalen am Strand. Im Süden der Insel lädt das Schlick-Watt zu Entdeckungen ein, die allerdings nur im Rahmen einer eng begrenzten, geführten Wattwanderung möglich sind. Die allermeisten Bereiche sind geschützt. Dort sind die unzähligen Vögel und Kleintiere ungestört. Muscheln, Schnecken und Wattwürmer tummeln sich dicht an dicht verborgen im bei Ebbe trockenliegenden Schlick.

Bei klarem Wetter blinkt nachts das Leuchtfeuer der Insel Helgoland herüber, die gut 40 Kilometer geradeaus, weiter in der Nordsee liegt.

neuer Sand für den Strand

neuer Sand für den Strand

Riesengroßer Aufwand wird heute für die Erhaltung der Insel, so wie sie ist, betrieben. Normalerweise wandert die Insel, bedingt durch die starken Winde, von West nach Ost. Jedes Jahr wird deshalb der Sand im Osten der Insel mit großen Baggern wieder abgetragen und zum Westende zurückgebracht. Außerdem schüttet man den durch das Wasser abgetragenen Sand wieder an den Stränden auf. Angeblich soll sich diese Sisyphusarbeit lohnen, aber es bleibt den Menschen auf Wangerooge nun auch nichts mehr übrig, sonst müsste man irgendwann den ganzen Ort verschieben.

Fähre Harlesiel-Wangerooge

Fähre Harlesiel-Wangerooge

Eine Fähre, von Harlesiel aus, bringt die Menschen auf die Insel Wangerooge. Man sollte jedoch sehen, dass man nicht zu viel Gepäck mit sich führt, denn es muss für jeden Koffer auf der Fähre und für den Transport auf der Insel bezahlt werden, neben den Gebühren für die Leute selbst.
Vor allem lockt das Reizklima der Nordsee viele Kurpatienten an. Das mineralhaltige Wasser und die Aerosole helfen bei Haut- oder Atemwegskrankheiten. Auch als gesunder Mensch sollte man sich diesen natürlichen Stoffen aussetzen, denn sie tun einfach gut.
Bei entsprechendem Wetter werden verschiedene Wassersportmöglichkeiten angeboten, wie Wellensurfen, Kitesurfen, Kanutouren oder Segeln. Egal, ob Erholung oder Aktivitäten, jeder findet seine Möglichkeiten, schöne Tage auf Wangerooge zu verbringen.

Hier sind weitere Ausflugsziele in unserem schönen Land. Einfach dazu auf die Titel klicken:

Ölkäfer

Wismar

Herbsttour 2017

Emden

Flusslandschaft Peenetal

Jülich

Dresden

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Goch

Kanutour auf der Lahn

Fahrradtour am Rhein – Bacharach/Bingen/Lorch

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Anklam und Usedom

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Ukranenland

 

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