A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Curia

Eigentlich wollten wir noch einmal nach Coimbra fahren, da es uns bei der ersten Portugalreise sehr gut dort gefallen hat. Leider wurde der schöne Stellplatz, den wir damals genutzt haben, für Wohnmobile gesperrt. Alle anderen Parkplätze sind für große Wohnmobile nicht anfahrbar oder zu klein. Also suchten wir ein neues Ziel auf dem Weg nach Norden.

So kamen wir nach Curia, nahe der Stadt Anadia. Auf der Fahrt stellten wir fest, dass dieses Gebiet nur leicht vom Sturm „Kristin“ getroffen wurde. Es gibt nur leichte Schäden, dafür ist die Landschaft immer noch ein Schwamm, Wasser wohin man sieht.

Außerdem haben wir den warmen Mittelmeerbereich verlassen. Die Landschaft ist nicht mehr so grün, es gibt viele laubabwerfende Gehölze, wie zu Hause. Dafür wachsen hier immer noch Zitrusbäume und wärmeliebende Grünpflanzen, auch Plamen gibt es noch. Während zum Beispiel im Süden Portugals die Strelitzien schon verblüht sind, beginnen sie hier erst ihre Blüten zu öffnen. Hier und da blühen Osterglocken, Narzissen und Funkien, sogar Fresien, alles Pflanzen, die in Deutschland erst im März den Frühling einläuten.

Curia ist ein Kurort mit Thermalquellen, die schon die Römer kannten. Es ist eines der ältesten und bekanntesten Kurbäder Portugals. Normalerweise soll das Kurhotel im Winter geöffnet haben. Bei unserem Besuch jetzt war es geschlossen, wahrscheinlich wegen des Wetters. Der Großteil des dreizehn Hektar großen Gartens steht unter Wasser. Er beherbergt zwar einen See, der einer der größten künstlichen See´n Europas ist, jetzt aber noch viel größer ist. Sogar ein Teil des Kurgebäudes steht unter Wasser.

Abgesehen davon sehen die Bäume in Curia aus, als wäre dies eine regenreiche Ecke. Der Kurgarten vermittelt das Bild eines Regenwaldes, überall wachsen Flechten und Moose auf den Bäumen. Sehr ungewöhnlich, nachdem was wir in Portugal sonst gesehen haben.

Auf dem hohen Schornstein des Kurhotels nistet ein Paar Störche.

Eine andere Sehenswürdigkeit ist das Palast-Hotel. Es stammt wohl aus den 1920er/30er-Jahren und wurde vor einer Weile rekonstruiert. Der Empfangsraum versetzt mit seinem Ambiente in diese Zeit, der Fahrstuhl ist noch original.

Der Garten ist gepflegt, um das alte Pool-Gebäude hat sich indes noch niemand gekümmert.

Zum nicht weit entfernt gelegenen Bahnhof führt eine alte Platanenallee, die eine gepflasterte Straße säumt.

Im 1940 erbauten Bahnhofsgebäude Combolos in Curia, welches 2009 renoviert wurde, ist inzwischen eine Touristeninformation mit angeschlossenem Weinverkauf untergebracht, die zum Projekt „Bairrada-Route“ gehört. Sehenswert sind die kleinen Warteräume der 2. und 3. Klasse, mit den alten Wandfliesen.

Das Projekt „Bairrada-Route“ aus dem Jahre 2007 wurde mit dem Ziel gegründet, eine vielfältige Region zu schaffen, bekannt zu machen und zu fördern. Zum Verband gehören acht Gemeinden von Aveiro bis Coimbra, Weinproduzenten, Hotels, Restaurants und verschiedene andere touristische Einrichtungen.

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