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Archiv für die Kategorie “Selbstgemacht”

Essen aus der Natur

– neues Rezept: Holundersuppe

Bei Lebensmitteln weiß man ganz gerne, wo es herkommt und was drin ist. Am besten geht das, wenn man sein Essen und Trinken selbst herstellt. Schon lange nehmen wir dafür auch was die Natur uns bietet. Es ist einfach zu schade, die guten Gaben nicht zu beachten. Gerade jetzt im Frühling, wenn es überall blüht und grünt, bekommt man wieder Appetit auf Frisches. Der Sommer und der Herbst verwöhnen uns dann mit Früchten aller Art. Wir haben schon einiges ausprobiert, wie ein Gemüsebett aus Brennnesseln, oder Miesmuscheln direkt mit Meerwasser gekocht. Ich möchte Euch gerne ein paar Anregungen und Rezepte weitergeben, aber beachtet bitte beim Sammeln und Pflücken, dass das Erntegut in einer sauberen Umgebung wächst.

Holundersuppe  -neu-

Einen halben 10l-Eimer voll Holunderdolden, Wasser, Rotwein oder Apfelsaft, Prise Salz, Zucker nach Geschmack, Zimt, Zitronensaft, Speisestärke (reicht für 4 Portionen)

Holunderdolden gründlich waschen, Beeren von den Stielen befreien und in einen großen Topf geben. Mit etwa dreiviertel soviel Wasser wie Beeren aufgießen, dazu etwas Rotwein, Salz und Zucker, aufkochen lassen. Zwei Minuten kochen, dabei Vorsicht vor Überkochen, dann die Beeren mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Etwas Zitronensaft und Zimt zugeben und mit Speisestärke binden. Fertig. Wir mögen es immer, wenn alle Inhaltsstoffe auf den Teller kommen und haben die Beeren in der Suppe gelassen. Dann sollte man jedoch sehen, dass möglichst wenige Stielansätze in den Topf gelangen. Wer die Beeren aus der Suppe filtert, braucht dabei nicht so gründlich sein.

Wer viel Holunder zur Verfügung hat, kann die Suppe auch heiß in saubere Gläser füllen und für den Winter zurückstellen. Wenn man die Beeren entfernt und die Suppe in Flaschen abfüllt, hat man einen gesunden Holundersaft für die kalte Jahreszeit.

Brotaufstrich mit Beifuß

Beifuß ist für seine Fähigkeit bekannt, fettige Speisen bekömmlicher für den Magen zu machen. Ich habe jetzt eine andere Möglichkeit gefunden, Beifuß zu verwenden, und zwar als leckeren Brotaufstrich.

2 mittelgroße Äpfel, dazu von der Menge her doppelt soviel Zwiebel, 5 Rispen Beifuß (frisch oder getrocknet), 200g Butter

Äpfel waschen, vom Kerngehäuse befreien und raspeln. Beifußrispen vom Stängel streifen. Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Beifuß dazu geben, eine halbe Stunde schmoren, bis eine leichte Bräune entstanden ist. Dann die geriebenen Äpfel dazugeben und noch einmal eine halbe Stunde auf der Flamme lassen. Öfter umrühren, damit nichts anbrennt. In saubere, mit kochendem Wasser ausgespülte Gläser geben und diese verschließen. Ergibt ungefähr 250-300ml zum Probieren.

Seekohl, Meerkohl

Seekohl, Meerkohl

Für dieses Rezept können alle Teile der jungen Pflanze verwendet werden. Ist sie schon älter, einfach probieren, was noch nicht so viele Bitterstoffe enthält. Die Blätter schmecken roh ähnlich wie Kohlrabi und man kann Salat daraus machen, z.B. mit Vinaigrette oder Sauce Hollandaise.

Wir haben die weichen Stiele, Blätter und die Blütendolden verwendet, in mundgerechte Stücke geschnitten und für ca. 10min in kochendes Salzwasser gegeben. Danach gießt man den Kohl ab (Wasser auffangen). Olivenöl erhitzen, geschnittene Zwiebel anschwitzen, den geschnittenen Seekohl dazugeben. Mit Knobi, Pfeffer und Muskat würzen, ein Stück Butter dazugeben, drei Minuten durchschwenken. Wir haben dazu Spaghetti gekocht, diese mit in den Kohl gegeben und mit ein wenig Kohlwasser aufgegossen. Fertig und richtig lecker.

Holunderblüten, frittiert

einige Holunderblütendolden (voll in Blüte stehend), 150g Mehl, 2 Eier, 20ml Öl, 250ml Milch, 1 Eßl Zucker, Prise Salz

Holunderblütendolden von Insekten befreien und grob reinigen (nicht waschen), mit dem Schneebesen Mehl, Eigelben, Öl, Milch, Zucker und Salz zu einem glatten, nicht zu dicken Teig verrühren, 20 min quellen lassen, dann das steifgeschlagene Eiweiß unterheben. Die Blütendolden durch den Teig ziehen und im heißen Ölbad ausbacken, bis der Teig goldgelb ist.

Löwenzahnblütenhonig

400 g Löwenzahnblüten, möglichst ohne Stile, 2 Zitronen, 2 kg Zucker, wenig Gelatine oder Agar-Agar

Löwenzahnblüten von evtl. Insekten befreien und zusammen mit entkernten Zitronenscheiben einschl. Schale in 1 Liter Wasser kochen. 24 h stehen lassen. Dann durch ein Sieb drücken und mit dem Zucker 1 Std. lang kochen. Dabei öfter umrühren, zum Schluss Agar-Agar zugeben. In Gläser füllen und Gläser verschließen.

Kaktusfeigengelee

Reife Kaktusfeigen, die roten geben eine sehr schöne Farbe, Gelierzucker

Kaktusfeigen von Stacheln befreien, aufschneiden und aushöhlen. Das Fruchtfleisch in einen Topf geben und kochen, abkühlen und durch ein Sieb streichen. Den Saft mit Gelierzucker, Verhältnis laut Packungsanweisung, aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Heiß in die Gläser füllen und verschließen.
Die Prozedur ist zwar eine große Sauerei, durch die kleinen Stacheln und die starke Farbe, aber das Ergebnis wiegt alles auf.

Tannenspitzenlikör

3-4 handvoll hellgrüne frische Tannenspitzen, 0,7l Gin 40%, 120-130g brauner oder weißer Kandiszucker

Tannenspitzen in ein Gefäß mit weitem Hals einfüllen, Kandiszucker dazu (dunkler Kandis macht dunklen Likör), mit Gin auffüllen, Gefäß verschließen. Jeden Tag durchschütteln. 6-8 Wochen, besser ein halbes Jahr, ziehen lassen. Wenn der Likör fertig ist, filtern und in Flaschen abfüllen. Gut gekühlt servieren. Das Aroma passt gut zur Winterzeit.

Brennnesseln

Brennnesseln sind sehr beliebt in der alternativen Küche. Man kann die jungen Triebe oder auch im Sommer die Triebe mitsamt den Blütenständen verwenden. Die Pflanzen sollten jedoch nicht zu alt sein. Vorsicht, mit Handschuhen arbeiten!

Blätter und Blüten von den Stängeln streifen, Stängel wegwerfen. In einer Pfanne kleingeschnittene Zwiebel in Butter glasig dünsten, dann die Brennnesseln dazugeben. Ca. 10 min mit geschlossenem Deckel gar dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Ergebnis kann man als Gemüsebett unter einer heißen Fleischwurst essen.

Miesmuscheln

Im Norden Skandinaviens gibt es sauberes Meerwasser und jede Menge Miesmuscheln an den Küsten. Die Muscheln sind schnell gesammelt, gesäubert (nur die geschlossenen Muscheln verwenden) und direkt im Meerwasser gekocht. Da braucht es nicht mehr. Wer möchte kann gerne Zwiebeln und Petersilie dazugeben. Fertig ist das schnelle und kostenlose Gericht.

Wir werden diese Reihe unbedingt fortsetzen.

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Selbstgemacht

Erst war da nur ein Plätschern, welches sich zu einem Rinnsal steigerte. Nun ist es ein Fluss, bald wird es ein Strom sein: die Bewegung gegen Chemie und gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe in unserer Kosmetik und Drogerieartikel. Die Warnungen werden immer lauter und zahlreicher. Grund genug, auch uns über diese Situation Gedanken zu machen. Wir haben zwar noch nie für jedes Putzvorhaben ein anderes Mittel gekauft, sondern uns auf weniges Notwendige beschränkt.

Vor Kurzem fand ich eine Internetseite, die sich mit Selbstgemachtem aller Art beschäftigt. Auf www.smarticular.net findet man zahlreiche Rezepte und Anregungen, um seine Kosmetik- und Drogerieartikel einfach selbst herzustellen. Einige Produkte, auf Basis alter Hausmittel, habe ich seit zirka fünf Monaten getestet und bin vollkommen zufrieden. Bei der Anwendung der gekauften Produkte hatte ich schon seit Jahren ein ungutes Gefühl, z.B. beim Geschirrspülmittel, welches nicht mit dem Geschirrtuch entfernt wird, oder das Benutzen der Putzmittel ohne Handschuhe usw. Dieses Gefühl ist mit den selbst hergestellten Mitteln verschwunden.

Ich möchte hier die bisher von uns selbstgemachten und selbst getesteten Produkte vorstellen. In vielen Rezepten ist Kernseife enthalten. Die meisten Kernseifen enthalten jedoch Palmöl. Wer darauf verzichten möchte, kann die Kernseife auch durch Olivenölseife austauschen. Die anderen Hausmittel wie Soda oder Natron werden, wie auch deren Anwendung, auf der og. Internetseite beschrieben.

Also hier nun unsere Rezepte:

Waschmittel
100g Kernseife
16 El Waschsoda
1,5 – 2 l Wasser
Die Kernseife in Flocken zerkleinern, mit heißem Wasser auffüllen, aufkochen und solange mit einem Schneebesen rühren, bis sich die Seife aufgelöst hat. Abkühlen lassen, erneut aufkochen. Dann das Soda hinzugeben und nochmals gut rühren. Vorsicht: es kann stark schäumen!! In einen Behälter abfüllen. Wenn die Masse erkaltet ist, besitzt sie eine feste Konsistenz. Davon genügt ein guter Teelöffel voll für einen Waschgang. Bei starker Verschmutzung entweder mehr von dem Waschmittel oder einen zusätzlichen Löffel Waschsoda zugeben.

Es ist auch möglich, vor allem bei weißer Wäsche, diese über Nacht in einer Waschsodalösung einzuweichen.

Bevorzugt Ihr eher flüssiges Waschmittel, dann nehmt Ihr einfach mehr Wasser. Die Dosis muss dann allerdings entsprechend erhöht werden.

Spülmittel

15g Kernseife
300 ml Wasser
4 Tl Natron
etwas Zitronensaft
Mit Kernseife und Wasser wie oben verfahren. Nach dem zweiten Aufkochen das Natron zufügen. Wenn das Spülmittel etwas abgekühlt ist, in eine gebrauchte Spülmittelflasche umfüllen und etwas Zitronensaft zufügen.

Dieses Rezept ist für normales Wasser gedacht. Solltet Ihr mit härterem Wasser zu kämpfen haben, dann muss entsprechend mehr Natron verwendet werden.

Vor jedem Gebrauch kurz und kräftig schütteln. Das Fett entfernt den Schmutz, der Zitronensaft sorgt für Glanz. Das Spülmittel schäumt nicht! Bei hartnäckigem Schmutz das Geschirrteil einfach in das Spülwasser eintauchen und eine Minute beiseite stellen. Der Schmutz sollte sich dann leicht lösen.

Bei angebackenen Resten in Töpfen oder Auflaufformen einfach etwas Spülmittel mit Wasser einfüllen und aufkochen.

Flüssige Seife

50g Kernseife
300 ml Wasser
2 El Natron
Mit Kernseife und Wasser wie oben verfahren. Nach dem zweiten Aufkochen das Natron zufügen. Wenn die Seife etwas abgekühlt ist, in eine gebrauchte Flüssigseife-Flasche umfüllen. Gut schütteln.

Deo-Creme

2 El Kokosöl
3 El Natron
3 El Speisestärke
Natron und Speisestärke miteinander vermischen. Kokosöl erwärmen, damit es flüssig wird. Nach und nach etwas Öl in die Natron-Stärke-Mischung geben, bis eine cremige Masse entstanden ist. Fertig ist das neue Deo. Am besten in einen leeren Glastiegel, z.B. einer Gesichtscreme, abfüllen.

Während gekaufte Deo´s oft versagen, wirkt diese selbstgemachte Deo-Creme bei uns 100%ig. Dabei genügt eine Menge, die auf die Fingernagelspitze passt.

Kokosöl ist ein Naturprodukt und besitzt keine lange Haltbarkeit. Bitte daher mit äußerster Sauberkeit vorgehen und lieber des öfteren eine neue Dosis herstellen.

Parfüm

Rezeptvorschläge findet Ihr bei smarticular. Da muss jeder seinen Duft herausfinden. Wir haben uns von der letzten Reise nach Marokko ätherische Öle mitgebracht. Man kann für die Herstellung des eigenen Parfüms Alkohol (Weingeist 96%) verwenden. Wer Alkohol auf der Haut nicht verträgt, mischt das Öl statt mit Alkohol nur mit Wasser, allerdings lässt die Haltbarkeit dann zu wünschen übrig. Ich benutze die Ölkomposition mit einem Miniroller jetzt pur.

Unser derzeitiges Rezept:

3 Tr Orangenöl
10 Tr Jasminöl
10 Tr Rosenwasser
Bei der Zugabe des Wassers gilt die Regel 1 Teil Öl = 4 Teile Wasser, ist aber nicht zwingend. Das Parfüm in einen Glaszerstäuber abfüllen.

Mückenspray (für 300ml)
In den Masuren getestet und für wirksam befunden.

220 ml abgekochtes Wasser
80 ml klare Spirituose (z.B. Wodka mit mind. 40%)
9 Tr Teebaumöl
27 Tr Lavendelöl
Alles vermischen und in eine Sprayflasche füllen.

Auch hier kann man verschiedene Öle, wie Citronella, Lemongras oder Eukalytus, verwenden. Alle diese Düfte können Mücken vertreiben.

Wer eine längerfristige Lösung sucht, weil er vielleicht mehrere Wochen in Gebieten unterwegs ist, die die Mücken genauso lieben, dann habe ich folgenden Tipp. Funktioniert garantiert:
Apfelessig mit Honig mischen, ca. 2:1. Davon jeden Tag einen Schluck mit einem Glas Wasser verdünnt trinken. Mit dieser Kur sollte man aber schon drei Wochen vor dem „Mückentrip“ beginnen. Eure Ausdünstungen sind für den Menschen nicht wahrnehmbar, aber die Mücken halten Abstand. Ein sehr beruhigendes Gefühl. Man sollte die Kur solange machen, bis der Mückenalarm vorrüber ist.

Zahnpasta

Zahnpasta ist auch ein heikles Thema. Viele Rezepte sind mit Birkenzucker, eine sehr teure Zutat. Der Birkenzucker soll die Bakterien im Mund neutralisieren. Die gleiche Wirkung hat auch die Kernseife. Mein Rezept für selbstgemachte Zahnpasta sieht deshalb so aus:

2 Tl Kokosöl
1 Tl Kernseife (in heißem Wasser aufgelöst)
1 Tl Natron (sehr fein gemahlen)
1 El Salbei (sehr fein gemahlen, tut der Mundhöhle gut)
1-2 Tr Teebaumöl (desinfiziert und neutralisiert)
Diese Zahnpasta schäumt nicht. Nach einem halben Jahr Gebrauch stand ein Zahnarztbesuch an. Das Ergebnis des Checks war so gut wie nie vorher. Der Aufwand lohnt sich also.

Allzweckreiniger

1 Tl Natron
1 Tl geriebene Kernseife
1 Spritzer Zitronensaft
1 Tasse warmes Wasser
ein paar Tropfen Teebaumöl
Kernseife und Wasser in einen Topf geben und erwärmen, bis sich die Seife aufgelöst hat. Alle weiteren Zutaten zugeben, umrühren und abkühlen. Fertigen Reiniger in Sprühflasche abfüllen.

Während unserer Testphase stellten wir fest, dass es manchmal gegenüber den gekauften Mitteln ein klein wenig mehr Mühe macht, ans Ziel zu kommen. Wir finden jedoch, dass es ein sehr kleiner Preis für unsere Gesundheit ist. Der Geldbeutel freut sich jedenfalls auch.

Nach diesen von uns erfolgreich angewandten Rezepten, werden wir nach und nach neue Produkte ausprobieren. Über deren Erfolg werden wir später berichten.

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