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Reisen rund um die Welt

Archiv für die Kategorie “USA/Kanada”

Liepaja

Traumwetter

Schon haben wir Litauen wieder verlassen und sind in Lettland. Seit knapp zwei Monaten ist das Wetter uns gewogen. Mit nur ganz kurzen Unterbrechungen wie Schauer, Gewitter oder Nebel erfreut uns die Sonne. Zum letzten Mal durften wir uns auf unserer USA-Rundreise 2012/2013 darüber freuen. Dazu sind die Tage jetzt richtig lang. Noch um 23.30 Uhr ist es halbwegs hell, dank der einen Stunde Zeitverschiebung. Nach zwei Jahren, in denen uns das schlechte Wetter, Kälte und Regen verfolgten, können wir uns nun kein bisschen mehr beschweren. Es geht uns richtig gut.

Blindschleiche

Eigentlich wollten wir uns ein paar Tage am Papesee kurz hinter der litauisch-lettischen Grenze aufhalten. In einem Fernsehbericht hatten wir erfahren, dass sich an diesem See abends Wildpferde und Auerochsen zum Trinken einfinden. Dieses Schauspiel wollten wir uns nicht entgehen lassen. Leider führt eine zwölf Kilometer lange, unbefestigte Waschbrettpiste der übelsten Sorte zu den Campingplätzen am Papesee. Wir haben es versucht, aber beim besten Willen, da bleibt ja keine Schraube an ihrem Platz.
Also fuhren wir nach Liepaja. Drei Kilometer vor der Stadtgrenze fanden wir den Campingplatz „Verbelnieki“. Für 19,-€ inkl. ADAC-Rabatt blieben wir aber nur eine Nacht. Der Platz liegt an der Ostseeküste, zu Fuß ca. 150m entfernt. Da wir früh genug ankamen, blieb vor der Stadtbesichtigung in Liepaja noch etwas Zeit zum Sonnen am Strand.

Markthalle von Liepaja

Liepaja ist eine große Stadt, die sich durch ein unglaubliches Durcheinander von Architekturstilen auszeichnet. Über das gesamte Stadtzentrum verteilen sich die alten Holzhäuser: vom einstöckigen, kleinen Wohnhaus, über zweistöckige, sehr schmucklose Wohnhäuser, bis hin zu dreistöckigen Villen mit Erkern und Türmchen. Dazwischen tummeln sich Steinhäuser im Jugendstil und Barock, Gebäude in Backsteingotik, sowie öffentliche Gebäude und Wohnblöcke aus sozialistischen Zeiten. Viele dieser Wohnblöcke sehen aus, als wurden sie durch die DDR errichtet. Dem nicht genug, ergänzen modernste Glaspaläste, wie der Konzertsaal, das zusammengewürfelte Stadtbild. Noch nie sahen wir ähnliches. An vielen der Bauten nagt der Zahn der Zeit, sie sind renovierungsbedürftig oder schon verfallen. Andere strahlen in neuem Glanz. Sehenswert sind die Markthalle und die Kathedrale.
Liepaja besitzt jedoch auch einen sehr großen Park mit Spielplätzen, Sportstätten, und auch ruhigen Ecken, der praktisch der Lebensmittelpunkt der Einwohner ist. Der Liepaja Jurmala Park grenzt zudem an den Strand.
Durch die Stadt führt ein Handelskanal, der die Ostsee mit dem Liepajasee verbindet, und über den drei Brücken führen.

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Aufbruch zu neuen Ufern

Nach einem Jahr Zwangspause in Deutschland wollen wir nun endlich wieder hinaus in die weite Welt. Unser Womo hat sein dunkles Winterquartier verlassen und freut sich wie wir, dass es bald losgeht. Die Ziele für diesen Sommer sollen sein: Bernsteinküste, Masuren, Baltische Staaten, dann quer durch Finnland und Schweden zu den Lofoten. Wie der Heimweg aussehen wird, irgendwann im Oktober, wissen wir noch nicht. Mal sehen. Wenigstens sieht so unser Plan aus, wenn alles gut geht. Die letzten Vorbereitungen sind jetzt im Gange und spätestens Anfang Mai werden wir auf Tour sein. Wir freuen uns riesig und werden, wie immer, von unserer Reise berichten.

PS: Endlich Frühling satt, Sonne und viel Wärme, superschön.

USA als Reiseland

Beitrag für das Bloggerprojekt „Stadt, Land, Fluss“ von Ferngeweht

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Die USA sind ein unglaubliches Reiseland, riesengroß und so abwechslungsreich, dass man wirklich sehr viel Zeit braucht, um wenigstens ein wenig davon kennenzulernen.

Manatee

Manatee

Am bekanntesten ist wohl der Sonnenstaat Florida. Bis auf ein paar wenige Tage im Jahr, an denen die Temperatur auch einmal unter Null fallen kann, ist es die meiste Zeit herrlich warm. Die unendlichen Sandstrände am Atlantik und am Golf von Mexico, sowie mondäne Badeorte, sind jedoch nicht alles, was Florida zu bieten hat. Die Everglades, die Key´s, der Weltraumbahnhof Cape Canaveral, unzählige glasklare Quellen, die Urwälder im Inneren des Landes und vor allem die Manatees machen den Sonnenstaat aus.

Die USA besitzen zwei Küsten. Die Ostküste ist ein einziger Sandstrand, der bis kurz vor Maine vom warmen Wasser des Golfstromes umspült wird. Dann übernimmt der kalte Labradorstrom die Regierung und das Baden macht keinen Spaß mehr. Dafür fühlen sich hier die Hummer wohl, die in der gut zweimonatigen Saison im Sommer überall für fast ein Taschengeld angeboten werden, lebend oder gekocht.

Highway No. 1

Highway No. 1

Die Westküste am kalten Nordpazifik ist meist rau und felsig. Dort fühlen sich Seelöwen, Robben und Seeelefanten wohl, Taschenkrebse sind hier die Delikatesse. Im Frühjahr und im Herbst ziehen Wale an der Küste entlang. Der Highway No. 1 führt immer an dieser Küste entlang und ermöglicht spektakuläre Aussichten.

Blue Ridge Mountains

Blue Ridge Mountains

Was haben die USA noch zu bieten? Gebirge, wie die hügeligen Appalachen im Osten, mit den berühmten Great Smoky Mountains und den Blue Ridge Mountains. Höher und kantiger sind die Rocky Mountains im Westen, die sich wie eine Barriere in Nord-Süd-Richtung durch das Land ziehen.

Riesenmammutbäume

Riesenmammutbäume

Im Kalifornischen Küstengebirge liegen die bekanntesten Nationalparks, in denen man die riesigen Mammutbäume findet. Es gibt sie in zwei Arten. Am Westhang der Sierra Nevada stehen die Gebirgs-Sequoias, die Riesenmammutbäume, die einen Stammdurchmesser von mehr als 6 Metern und eine Höhe von 95 Metern erreichen. Die Stämme des Küstenmammutbaumes, in den Küstenwäldern Nordwestkaliforniens beheimatet, sind nicht ganz so gewaltig, dafür erreichen diese Bäume eine Höhe von über 120 Metern. Es ist ein unglaubliches Gefühl, durch diese eiszeitlichen Redwoodwälder zu spazieren. Gegen diese Giganten sind unsere alten Eichen nur Streichhölzer.

Saguaros

Saguaros

Genauso faszinierend wie die Berge und Wälder sind die Wüsten der USA. Neben der Mojave-Wüste ist vor allem die südlich angrenzende Sonora-Wüste erlebenswert. Sie nimmt auf US-amerikanischem Boden Südostkalifornien sowie den Großteil Südarizonas ein. Die Sonora-Wüste ist eine relativ grüne Wüste und einer der artenreichsten Wüsten der Welt. Selbst ein wochenlanger Aufenthalt wird nicht langweilig, denn es ist eine lebhafte Wüste, in der sich immer wieder Überraschendes entdecken lässt. In einem kleinen Teil Südwestarizonas stehen die gewaltigen Saguarokakteen, die bis zu 20 Meter hoch werden können. Die Tierwelt ist für eine Wüste üppig: Gila-Spechte, Haubenwachteln, Raben, Taranteln, verschiedene Reptilen sind nur eine kleine Auswahl. In der Dämmerung hört man oft Kojoten, die ein unglaubliches Laute-Repertoire haben.

Great Plains

Great Plains

Die große Mitte des Landes, sich östlich der Rocky Mountains ausdehnend, nehmen die Great Plains, die großen Ebenen ein, zumeist staubtrocken, fast baumlos und platt wie ein Pfannkuchen. Dieses Gebiet wird als Weiden für die unzähligen Rinder genutzt, wenn auch unverständlich bleibt, von was sie sich ernähren. Hin und wieder durchschneiden vom Wasser geschaffene Täler die Einöde. Sie sind nicht sehr tief und bieten einen geschützten Lebensraum mit mehr Grün, mit Flüssen und Seen.

Sümpfe

Sümpfe

Eine Landschaft für sich ist an der Küste der Südstaaten, von Texas bis nach Louisiana zu finden. Sümpfe, Treibhausklima mit um die 40 °C bei um die 85 % Luftfeuchtigkeit, Mücken und Alligatoren machen das Leben dort nicht gerade leicht. Trotzdem sollte man diese Landschaft auf keinen Fall auslassen, ist man in den USA unterwegs. Während die Propellerbootfahrten in den Everglades ein Massenevent sind, hat man in den Südstaaten die Wildnis fast für sich allein.

Route 66

Route 66

Was gibt es noch? Wer an die USA denkt, denkt auch an die Route 66, die Mutterstraße, ein Mythos. Es war die erste Straße, die den Osten des Landes mit dem Westen verband. Sie beginnt in Chicago und reicht bis Los Angeles. Auf der Route 66 zogen in der Wirtschaftskrise viele Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus dem armen Osten oder aus der Staubschüssel Oklahoma in den verheißungsvollen Westen. Die originale Route 66 (historic Route 66) führte durch alle Dörfer und Städte, die auf ihrem Weg lagen. Bald baute man jedoch Umgehungsstraßen, die heutige Route 66, wobei der größte Teil der Straße durch eine gesichtslose Interstate ersetzt wurde.

Grand Canyon

Grand Canyon

Die Naturwunder: die bekanntesten sind die Niagara Fälle, der Grand Canyon und das Tal des Todes. Wenn man mit ihnen in Berührung kommt, fühlt man, wie winzig klein der Mensch ist. Es sind einfach nur grandiose Plätze, die man selbst gesehen haben muss. Es gibt keine Worte, um das zu beschreiben, was da vor einem liegt. Mindestens genauso sehenswert ist der Meteorkrater bei Winslow (Arizona). Er liegt mitten in einer einsamen Ebene, hat einen Durchmesser von 1,2 km und ist 180 m tief.

Chicago

Chicago

Die Städte der USA sind so verschieden, wie das Land selbst. New York, Washington, Miami lassen wir einmal außen vor. Los Angeles ist ein Moloch, Entschuldigung, aber außer Straßen, Autos, Häuser und Hollywood gibt es dort kaum etwas Sehenswertes. Städte, die uns begeistert haben, sind Chicago, Albuquerque und San Francisco. Da läuft das Leben sehr entspannt ab, sie haben Flair und man hat Muse, diese sehr unterschiedlichen Städte zu erkunden.

Die Menschen der USA haben uns genauso begeistert. Sie sind offen, freundlich, sehr hilfsbereit und haben immer ein Lächeln auf den Lippen. Wenn man durch dieses wunderbare, großzügige Land reist, fühlt man sich einfach nur aufgehoben und man ist fast traurig, es irgendwann wieder verlassen zu müssen. Leider können wir vom Nordwesten der USA noch nichts berichten, weil wir unsere Rundreise wegen der Einreisebestimmungen nach eineinhalb Jahren abbrechen mussten. Vielleicht dürfen wir irgendwann einmal diese Reise fortsetzen.

 

Truck + 5th-Wheel

Bei der Planung unserer USA-Rundreise kauften wir ein Gespann, bestehend aus einem Truck Ford F350 und einem Sattelauflieger River Canyon von Travel Supreme. Dieser Sattelauflieger entsprach einer 20 m²-Wohnung auf Rädern, mit Wohnzimmer, Küche, Bad, Schlafzimmer, Computerecke und Wachmaschine. Das 5th-Wheel stellten wir auf den Campingplätzen ab und fuhren mit dem Truck die verschiedenen Ziele an.

Die Sache an sich ist nicht schlecht, aber man verfährt auf diese Weise unendlich viele Kilometer. Da wir nicht nur Free- und Highways fuhren, sondern auch viele Landstraßen mit allem, was dazu gehört, löste sich das 5th-Wheel irgendwann auf. Das heißt, der Kleiderschrank im vorderen Teil wurde immer größer, manche Verbindungen lösten sich usw. Es war an der Zeit für einen unfreiwilligen Wechsel des Wohnmobils.

Das Wohngefühl in dieser „Wohnung“ ist jedenfalls unschlagbar. Der Umfang der Arbeiten, bis die „Wohnung“ stand, brauchte immer seine Zeit: auf-und absatteln sowie Abstützungen hoch- und runterkurbeln.

 

Aufruf an alle USA-Reisenden

Hallo an alle USA-Reisenden,

ich habe heute den Blog von Melanie und Thomas gefunden. Sie haben auf mehreren Reisen schon ein großes Stück der USA kennengelernt. Sie haben gerade eine Aktion ins Leben gerufen „50 Bundestaaten – 50 Tipps von Reisenden“.

Das Ziel dabei ist, dass 50 Reisende jeweils einen der US-Bundestaaten vorstellen. Bis Ende September sucht Thomas noch Interessenten, die bei dieser Aktion mitmachen möchten. Es sind noch einige Bundesstaaten zu vergeben. Bitte meldet Euch.

Weitere Details findet Ihr bei www.reisen-fotografie.de

 

Küsten- und Wasservögel der USA

Nachdem wir uns an den Vögeln im Landesinneren nicht sattsehen konnten, lenkten wir, an der Pazifikküste bzw. am Golf von Mexico angekommen, unsere Aufmerksamkeit auf die küstentypischen, gefiederten Bewohner. In dieser Kategorie lässt die Vielfalt ebenfalls nicht zu wünschen übrig. Immer und immer wieder entdeckten wir für uns neue Arten. Der Einfachheit halber haben wir auch Enten und Gänse mit in diese Kategorie aufgenommen, die selbstverständlich ebenso im Landesinneren zu finden sind. Lasst Euch in eine interessante Welt entführen.

Gulls & Terns (Möwen & Seeschwalben)

Loons & Grebes (Tauchvögel)

Pelicans & Cormorants (Pelikane & Kormorane)

Shorebirds (Küstenvögel)

Wadingbirds (Schreitvögel)

Geese (Gänse)

Ducks (Enten)

 

 

 

 


Vogelwelt USA/Kanada

Seit dem Besuch des Patagonia Lake State Parks in Arizona sind wir begeisterte Vogelbeoachter geworden. Dort bekamen wir eine Liste mit jeder Menge Vogelnamen mit Informationen, ob sie hier heimisch oder nur auf Durchzug sind, in die Hand gedrückt. Dazu besuchten wir einen Vortrag des dort ansässigen Vogelkundlers und gingen auf eine Bootsfahrt, um Vögel in der Natur zu beoachten. Das alles hat uns so beeindruckt, dass wir zukünftig mehr auf die Vögel Nordamerikas achteten. Das fällt auch überhaupt nicht schwer, denn die nordamerikanische Vogelwelt ist so vielfältig, bunt und auffällig, dass man eigentlich gar nicht anders kann. Vor allem der Südwesten und der Süden der USA  sind mit Vögeln aller Art reich gesegnet. Ich möchte hier unsere Schnappschüsse zu diesem Thema präsentieren. Natürlich haben wir noch viel mehr Vogelarten entdeckt, aber manche von ihnen sind so aufgeregt oder scheu, dass man sie einfach nicht auf ein Foto bannen kann. Trotzdem haben wir eine beachtliche Anzahl unserer gefiederten Freunde zusammen bekommen.

Leider können wir manche Vogelarten trotz Recherche im Internet nicht bestimmen. Sollte jemand in dieser Beziehung helfen können, wären wir dankbar. Bitte meldet Euch einfach per Kommentar oder mail.

Blackbirds & Meadowlarks – Schwarzvögel & Meadowlarks

Doves – Tauben

Finches – Finken

Flycatcher – Trauerschnäpper

Crows & Jays – Krähen & Häher

Mockingbirds & Trashers – Spottdrosseln & Trashers

Sparrows – Sperlinge

Wrens – Zaunkönige

Woodpeckers – Spechte

Rails & Coots – Rallen & Blässhühner

Cardinals – Kardinäle                                 Orioles – Pirole

Larks & Swallows – Lerchen & Schwalben                       Hummingbird – Kolibri

                Quails – Wachteln                              Shrikes & Vireos – Würger

Raptors – Greifvögel

         Parakeets – Sittiche                                           Thrushes – Drosseln

Tanagers

Sonstige

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

Tourkarte USA/Kanada

 

Tourkarte Nordamerika

Tourkarte Nordamerika

 

Unsere Rundreise durch die USA und Kanada begann in Tampa (Florida), hinüber zur Ostküste, weiter Richtung Norden. Bei Charleston bogen wir zu den Great Smoky Mountains ab. Nachdem wir dort ein schwerwiegendes Problem an unserem Auflieger feststellen mussten, blieb uns nichts weiter übrig, als nach Tampa zurückzufahren (gestrichelte Linie). Nach Reparatur des Schadens starteten wir erneut. Ab Charleston folgten wir immer weiter der Ostküste in Richtung Norden bis nach Nova Scotia (Kanada). Bevor uns der Herbst einholte, wendeten wir uns Richtung Westen und fuhren den St. Lorenz-Strom hinab. Über die Niagara-Fälle erreichten wir Chicago. Ab hier lag unser Schwerpunkt auf der Route 66, die uns bis zum Grand Canyon begleitete.

Den Winter verbrachten wir in Arizona. Die Kälte zwang uns, eine Zeit lang in Phoenix zu bleiben, bis wir für zwei Monate nach Deutschland zurückkehrten. Im März nahmen wir unsere Tour wieder auf und gelangten über den Hooverdamm und Las Vegas ins Tal des Todes. Von dort arbeiteten wir uns über die Sierra Nevada in den Norden Kaliforniens bis nach Oregon vor. Hier stoppte uns der Winter ein weiteres Mal und zwang uns zur Umkehr. Der einmalig schönen Westküste nach Süden folgend erreichten wir San Francisco und Los Angeles.

Über den Süden der USA nach Osten gerichtet durchquerten wir Arizona, Texas und die Südstaaten, bis wir den Kreis in Florida schlossen.

Fazit 2. Teil unserer Rundreise

Nach mehr als eineinviertel Jahren Rundreise durch die USA und den Osten Kanadas ist unsere Rundreise durch Nordamerika nun zu Ende. Wunderbare Erlebnisse, eine herrliche Natur und natürlich auch nicht so gute Zeiten machten diese Reise aus. Man hat uns schon manchmal gefragt, wo es uns am Besten gefallen hat. Spontan fällt mir da Arizona ein. Das ist unserer Meinung nach der Bundesstaat, der naturmäßig am Meisten zu bieten hat. Da sind Berge, Canyons, Flüsse und Seen und natürlich die Wüste. Dazu läuft dem Reisenden fast überall Geschichte über den Weg wie in Tombstone, die Route 66 oder der Hooverdamm. Die Einwohner Arizonas lieben ihr Land und sind stolz auf das, was sie haben. Dort fühlten wir uns überall willkommen, aber auch die anderen Bundesstaaten, die wir besuchten, machten Eindruck auf uns. Die Vereinigten Staaten sind ein sehr interessantes und geschichtsträchtiges Land, wenn es auch nicht auf Jahrtausende zurückblicken kann. Was uns ein wenig gestört hat ist, dass alles, wirklich alles reglementiert ist. Man kann nicht einen Schritt machen, ohne beobachtet zu werden, nichts tun, ohne das Einverständnis Irgendjemandes. Da ist man in Kanada schon freier, kann an schönen Stellen frei übernachten und es kommt nicht ständig ein Sheriff oder die Parkaufsicht daher gefahren. Alles in allem sind wir froh, diese Rundreise gemacht zu haben, wenn es auch nicht so gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt haben. So ist das eben im Leben, es geht nicht immer nach dem eigenen Willen.

Ich möchte die Gelegenheit jetzt nutzen, um zwei Dinge zu ergänzen. Erstens fielen uns damals am südlichen Ende der Salton Sea, Kalifornien, große Kraftwerke auf, von denen wir glaubten, dass es Chemiebuden wären. In einer Fernsehdokumentation erfuhren wir jetzt, dass dies Geothermische Kraftwerke sind. 24 heiße Quellen hat man dort angebohrt. Auf diese Idee wären wir nie gekommen.
Zweitens berichtete ich mehrere Male von den zahlreichen Flechten, die von den Bäumen in den Südstaaten hängen. Richtigerweise handelt es sich um Spanisches Moos, dass sehr oft mit den Live Oaks, einer Eichenart, in Symbiose lebt, aber auch auf anderen Pflanzen zu finden ist. Es sieht jedenfalls sehr interessant aus.

Bevor wir Jacksonville und die USA per Flugzeug verließen, besuchten wir ein letztes Mal die Küste, um am Strand von Little Talbot Island im Norden Jacksonvilles im Meer zu baden. Das ewig warme Wetter (nicht die feuchte Hitze, der wir zum Großteil der letzten Monate ausgesetzt waren) und das warme Meerwasser werden uns unbedingt in Deutschland fehlen. Die entspannte Fahrweise und die Ruhe sowie die Ausgeglichenheit der Amerikaner wünschen wir uns auch in Deutschland.

In den letzten Tagen wohnten wir im Jacksonville Airport Hotel. Gegen diesen Internationalen Flughafen ist der kleine Flughafen Frankfurt-Hahn ein Bienenstock.
Bald hat uns das Alltagsleben wieder, bis wir irgendwann im nächsten Jahr auf eine neue Tour gehen.

Ende unserer USA/Kanada-Reise

In Jacksonville endet unsere Rundreise durch die endlos weite USA und Kanada. Leider ist die Reise nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben das Beste aus dem gemacht, was uns möglich war. Mit dem Motorhome hatten wir keine Probleme und der zweite Teil unserer Reise verlief ohne Probleme. Da es jedoch, wie sich zu spät herausstellte, für Deutschland zu breit ist, mussten wir es jetzt wieder abgeben. Da wir inzwischen praktisch einen neuen Hausstand haben, den wir nicht wieder, wie unseren Haushalt vor der Abreise, verschenken wollten, kauften wir uns jetzt einen SUV, um unsere Sachen per Verschiffung alle mit nach Deutschland nehmen zu können. Mal sehen, was der Zoll dazu sagt. Das ist noch die große Unbekannte.

Steinwälzer

Steinwälzer

In der Zwischenzeit verbrachten wir ein paar Tage im Hanna Beach State Park am Strand, wo wir Steinwälzer und Geisterkrabben beobachteten.

 

Flohmarkt im Pecan RV-Park

Flohmarkt im Pecan RV-Park

Am letzten Wochenende, in dem uns das Motorhome zur Verfügung stand, nahmen wir am Flohmarkt im Pecan RV-Park im Norden Jacksonvilles teil, um noch die Dinge zu verkaufen, die wir nicht mit nach Deutschland nehmen können, wie alle Elektrogeräte, Campingstühle usw. Ach ja, nachdem wir fast ein dreiviertel Jahr in den Staaten unterwegs waren, hat man uns an einem der letzten Tage auch noch ein Fahrrad geklaut. Soviel zum Thema, wie sicher die Fahrradträger sind.

Übergangsweise

Übergangsweise

In der Zeit zwischen dem Verkauf des Motorhomes bis wir unser neues Auto abholen können, mieteten wir einen U-Haul-Truck, in dem wir vorläufig unser Hab und Gut untergebracht haben. Motelzimmer sind bis zum Flug unser zu Hause.
Im Orange Park im Süden Jacksonvilles gibt es ein China-Buffet, in dem man für $9,99 hervorragend soviel essen kann, wie man will. Das Buffet umfasst 4 zweireihige Theken mit den allerleckersten Speisen und dazu eine reich gefüllte Sushibar. Das war noch einmal ein schöner Abschluss zwischen all dem Stress, den wir jetzt haben. Gleich gegenüber fand ein Motorradtreffen mit Livemusik statt. Um die 150 Motorräder jeder Art zeigten sich von ihrer besten Seite. Abends waren viele der Zweiräder mit fast unsichtbaren Lichtbändern illuminiert, so dass man nur die verschiedenfarbigen, dezenten Beleuchtungen gesehen hat. Der Sound dieser Motorräder ist sowieso unvergleichlich.

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