A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Archiv für die Kategorie “Allgemeines”

Reiseblogger und ihre Bilder – die Trends

Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Reiseblogs und landete dabei bei Corinna und ihrem Blog aussteigenbitte. Ihr lustiger Beitrag „Reisebloggerbilder und ihre Trends“ animierte mich dazu, mir unser Bildarchiv vorzunehmen und meinen Senf dazuzugeben, trotzdem ihr  Beitrag schon eine Weile her ist. Ich habe zwar nicht die Angewohnheit, alle fünf Minuten meine Zahlen zu checken, obwohl es auch mir nicht egal ist, ob sich jemand für meinen Post oder Beitrag interessiert, es gibt jedoch so viele andere Dinge im Leben, die genausoviel Aufmerksamkeit verdienen. Aber, wie schreibt Corinna so treffend: „Wir alle schreiben den Blog, weil wir gelesen werden möchten. Dann macht es einfach mehr Spaß!“

Eigentlich finden wir es nicht wirklich interessant, Bilder von uns zu veröffentlichen, aber für diesen Artikel mache ich mal eine Ausnahme. Es besteht natürlich auch bei uns die Gefahr, wie ein Vollpfosten dazustehen. 🙂 Dieses Risiko gehe ich gerne ein. Ich versuche dabei, bei der Präsentation der Bilder auf Corinnas Kategorien zurückzugreifen, ergänze diese aber auch durch neue.

„Ich steh hier nur so rum“

Dieses Wandgemälde fanden wir in Bushmills, Irland

„Hier ist es so schön, ich könnte Luftsprünge machen und tue es auch“

Die Landschaft von White Sands, New Mexico, ist so überwältigend, dass man einfach Luftsrünge machen muss

Leider war der Selbstauslöser nicht so schnell, wie ich mit meinem Sprung, aber der Ansatz ist wohl erkennbar. Es ist wirklich grandios dort. Corinnas Bild ist da um einiges besser gelungen. 

„Ich schaue verträumt in die Ferne und wurde zufällig dabei fotografiert“

Im Hinterland von Cabopino, Spanien

Wir stehen dort an einem Golfplatz, der so groß ist, dass man ihn nur mit dem Fernglas erfassen kann. Auf dem Teich schwammen verschiedene Entenarten, denen ebenfalls meine Aufmerksamkeit galt.

 

„Selfie“

Zum Thema „Selfie“ kann ich leider im Moment nichts beisteuern. Das ist keine Lüge. Bisher haben wir immer nette Menschen gefunden, die uns vor einem tollen Motiv fotografiert haben. Wir finden es schon merkwürdig, dass die Leute ständig in der Gegend rumstehen und sich selbst fotografieren. Die vielen Selfie-Sticks sehen jedenfalls komisch aus. Vielleicht schaffe ich es irgendwann auch, ein Selfie zu produzieren, für diesen Beitrag.

 

„I’m to sexy for my shirt“

Colva, Indien

Zugegeben, das Bild passt nicht wirklich, denn mit einem Shirt am Strand zu sitzen wäre doof.

 

„Guck mal was ich leckeres zu Essen hier habe“

Meeresfrüchteplatte in Arcachon, Frankreich

Das war das leckerste Essen, welches wir je fotografiert haben. Es war jedoch gekauft. Ich habe aber auch das Bild eines selbstgekochten Essens. Es sind selbstgesammelte und zubereitete Napfschnecken, die wir an der Westküste Schottlands gefunden haben. Ich bin nicht wirklich ein Schneckenfan, aber die waren lecker. 

schottische Napfschnecken mit Stampfkartoffeln

„Guck mal wo ich stehe“

Bilder von Füßen haben wir auch, komischerweise alle von Klaus. Eines der Bilder zeigt, wie groß die Schulpe von Kalmaren werden können. Klaus hat große Füße.

Faro, Portugal

„Guck mal ich bin im Flugzeug“

Ägypten

Der Zufall wollte es, dass wir statt der gebuchten 2. Klasse dann doch 1. Klasse flogen. Leider dauerte dieser Flug von Luxor nach Kairo nur eine Stunde. Trotzdem, es war ein sehr angenehmer Flug.

 

„Guck mal ich mach Blasen“

Magsaysay-Island, Philippinen

Es sieht auf dem Bild nicht so aus, da es um mich ging, aber wir durften Tauchgründe erleben, die zu den schönsten der Welt zählen. Bis in Tiefen von über 40 Metern fühlt man sich rund um Magsasay-Island und Camiguin an der Nordküste Mindanaos wie im Aquarium.

 

„Spaziergang am Strand“

Wangerooge

Auf Wangerooge sehen die Strandspaziergänge oftmals etwas anders aus.

 

„Guck mal wie ich mich verrenken kann“

Kochi, Indien

Okay, der Versuch, am nächtlichen Strand sexy zu erscheinen, ging etwas daneben. So schönes Yoga wie Corinna kriege ich wohl auch kaum hin.

 

So, dass waren Corinnas Vorschläge. Ich habe aber noch ein paar weitere Bilder gefunden, für die ich neue Kategorien eröffnen muss:

„Guck mal wie ich der Gravitation ein Schnippchen schlage“

Confusion Hill, Kalifornien

Viel Spass und ganz neue Erfahrungen in Sachen Gravitation findet man bei „Confusion Hill“ in den Redwoodwäldern Nordkaliforniens. Stehe ich nun schief oder das Haus?

 

„Wie klein sind wir eigentlich“

Wir wissen, dass wir nur ein Staubkorn im Universum sind. Der ein oder andere Größenvergleich macht es immer wieder deutlich.

Die Redwoodbäume (Riesen-Mammutbäume) in Kalifornien sind wirklich gigantisch

 

Gulliver lässt grüßen. Gefunden auf Nova Scotia

„Guck mal ich kann schweben“

Skydeck, Chicago

400 Meter über dem Erdboden steht man in einem der gläsernen Erker des Skydecks, im 103. Stock des Willis Towers.

 

„Guck mal wen ich getroffen habe“

Kingston, Ontario

Eine Halloween-Bekanntschaft. Wirkt ziemlich echt, oder? Oder ist es gar ein Tramper, den keiner mitgenommen hat?

 

„Guck mal wie behütet ich bin“

Lafourche, Louisiana

Steht mir doch gut, finde ich. Überraschenderweise ist der Lotus auch in den Sümpfen Lousianas zu Hause.

 

„Guck mal wie ich spiele“

Wenhaston, England

Wusste gar nicht, dass das so viel Spass macht. Man muss trotzdem höllisch aufpassen.

 

„Guck mal ich bin im Spiegel“

Jaipur, Indien

Da ist jetzt doch einiges an Bildern zusammengekommen. Es hat Spass gemacht, sie herauszusuchen und zusammenzustellen. Das war eine ganz neue Herausforderung. Vielen Dank Corinna für dieses Thema.

 

 

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neuer Reisebericht

Endlich, mit einem halben Jahr Verspätung, haben wir es nun geschafft, unseren neuen Reisebericht „Britische Inseln – ein nordischer Sommer im Wohnmobil“ zu veröffentlichen. Es ist in jedem Buchladen/Online-Shop als Taschenbuch oder ebook erhältlich. Ihr findet es beim Bestellen unter dem Suchbegriff A+K Weltenbummler.

Da nun wieder einmal Weihnachten vor der Türe steht, ist es vielleicht eine gute Idee, einen unserer Reiseberichte an die reisebegeisterten Lieben zu verschenken. Sie suchen bestimmt noch die ein oder andere Möglichkeit, ihr nächstes Reiseziel zu planen. Mit diesem Geschenk könnt Ihr sie bestimmt bei der Wahl unterstützen.

 

 

Was ist das?

Wir fanden schon im Herbst einige dieser Gallertkugeln auf der Terrasse eines Gartens. Heute lagen wieder solche glasig aussehenden Kugeln auf dem Weg. Sie haben einen Durchmesser von etwa 1,5cm. Wir haben keine Vorstellung, was das sein könnte, auch googln half nichts. Wer kann uns sagen, was das für Dinger sind?


Bitte helft

Unsere beste Freundin kaufte vor wenigen Jahren ein Haus in Dirlammen (Vogelsbergkreis). Das Dorf liegt südwestlich von Alsfeld. Seid sie mit Ihrem Mann dort eingezogen ist, wurde sie von mehreren Schicksalsschlägen getroffen. Vor einem Jahr starb dann noch viel zu früh ihr Mann, unsere bester Freund. Seit Monaten steht die Erneuerung der Dorfstraße auf dem Plan. Ihr Anteil würde 30.000,-€ betragen. Neben den Kreditraten nicht zu stemmen. Sie müsste, wie vier weitere Eigentümer, ihr Haus verkaufen. Nur, wer kauft das Haus mit 30.000,-€ Schulden?
Sie startete mit Hilfe vieler Dorfbewohner eine Initiative gegen das Vorhaben der Erneuerung der Dorfstraße, welches in der Form, wie sie angedacht ist, niemand braucht. Der genaue Wortlaut lautet:

Zitat aus https://www.sos-dirlammen.com/:

„Die Durchgangsstraße L 3140 in Dirlammen soll zusammen mit den Gehwegen komplett erneuert werden.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Lautertal fordert Hessen Mobil von der Gemeinde, dass sich die Bürger zu 50% an den Kosten der Gehwegsanierung beteiligen.
Hessen Mobil fordert eine 50% Beteiligung der Gemeinde, laut Gemeindesatzung sind aber für Durchgangsstraßen nur 25% gefordert.

Außerdem sollen Verkehrsinseln gebaut werden, wofür ein Ankauf von Grundstücksanteilen notwendig wird.

Die Straße soll im Zuge der Erneuerung auf eine Breite von 6,50m – 7,00m  verschmälert werden.
Im Gegenzug sollen die Gehwege auf bis zu 2,90m verbreitert werden (derzeit durchschnittlich 1,50m) und die Bordsteinkanten stellenweise abgesenkt werden, damit sie befahrbar sind.“

Die Situation ist so, dass die Straße schon jetzt viel zu schmal ist, denn sie wird ständig von LKWs frequentiert. Wozu also noch schmaler machen? Fußgänger sind so gut wie nicht vorhanden. Wozu also solch breite Fußwege? Das treibt nur die Kosten in astronomische Höhen. Das alles geschieht einzig und allein, damit die Fördergelder nicht verfallen, sonst hat das Ganze keinen praktischen Nutzen.

Wir haben unsere Unterschrift schon online unter die Petition der Dirlammer Initiative gegeben und bitten Euch, dies auch zu tun. Es könnte irgendwann auch Euch betreffen. Dann werdet Ihr froh sein, wenn Ihr Hilfe bekommen könnt. Es sind noch knapp 80 Tage Zeit, die Petition zu unterschreiben. Das geht sowohl online als auch schriftlich. Je mehr Stimmen, umso besser. Bitte teilt diesen Beitrag und wir freuen uns über jede Hilfe. Dafür danken wir Euch schon jetzt.

Die Petition und der ganze Wortlaut, die Forderungen der Anwohner an Dirlammens Durchgangsstraße sowie weitere Hilfsmöglichkeiten findet Ihr unter https://www.sos-dirlammen.com/.

Gastank/Heizung

Wochen brachten wir damit zu, jemanden zu finden, der die 10-Jahresprüfung unseres Einbau-Gastanks durchführt. Es gibt in ganz Deutschland nur vier Stellen, die das überhaupt machen. Die normale Gasdruckprüfung führt jeder durch, aber diese 10-Jahresprüfung eben nicht. Die Fa. Wynen Gas in Viersen machte bei der Recherche den besten Eindruck. Dort bekamen wir eine positive Auskunft, der Preis war in Ordnung und der Prüfer steht wohl zweimal im Monat zur Verfügung. Die anderen Firmen waren entweder viel teurer oder hatten irgendwelche Bedingungen. Zeitlich passte uns Viersen jedoch nicht. Wir wollten es im Osten Deutschlands versuchen, dort wo wir uns längere Zeit aufhielten. Dort fanden wir nur einen Prüfer in Brandenburg, aber die Bedingungen waren für uns unannehmbar. TÜV und Dekra konnten uns zu dem Thema überhaupt nicht weiterhelfen.

So kam es uns jetzt zupass, dass wir noch einmal auf eine 5-wöchige Tour durch Deutschland gingen, die in Emden begann. Auf dem Weg nach Rheinland-Pfalz würden wir in Viersen vorbeikommen. Wir riefen Wynen Gas noch einmal an, um uns nach einem Termin zu erkundigen. So konnten wir uns terminlich einrichten. Einen Tag vorher baute Klaus den Tag unter einigen Schwierigkeiten aus. Das mindert den Preis und den Zeitraum, in dem wir keinen Gastank hätten. Als wir den Tank abgaben, sichtete man ihn zuerst. Das Ergebnis war niederschmetternd. Der Rost hatte ganze Arbeit geleistet. Dies wurde nach Entfernung der Schmutzschicht ersichtlich. Keine Chance, diesen Tank durch die Prüfung zu bekommen. Was machen wir jetzt bloß? Wir wollten unsere Fahrt fortsetzen, dafür hatten wir den Termin. Die Fa. Wynen Gas nahm sich Unser in nettester Weise an und versuchte, unkompliziert und schnell zu helfen. Es blieb nichts weiter übrig, als einen neuen Tank einzubauen. Nach einiger Recherche im Internet fanden wir heraus, dass der Preis, den Wynen Gas für den Tank verlangte, sehr in Ordnung war. Der Einbau könnte aber erst 4 Tage später erfolgen, weil die Woche in der Werkstatt schon ausgebucht wäre. Wir überlegten schon, was wir 4 Tage lang ohne Gastank und in Viersen machen würden und hatten einen Plan. Schon am nächsten Morgen bekamen wir einen Anruf, dass wir gleich dort hinkommen sollen, für den Einbau des neuen Tanks. Einer der Monteure meinte, es wäre eine Premiere, wenn der Einbau ohne Katastrophen vonstatten gehen würde. Das wäre bei ihnen noch nie vorgekommen. Wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie der Tank eingebaut war. Es war die Premiere. Routiniert, unkompliziert und sehr zuvorkommend wurden wir bedient. Dafür waren wir den Leuten von Wynen Gas sehr dankbar.

Eigentlich hätten wir unsere Fahrt am nächsten Tag fortsetzen können, aber seit einiger Zeit streikt die Heizung, eine 20 Jahre alte Truma-Heizung. Zufällig trafen wir auf ein Wohnmobilisten-Paar. Als sie von unserem Problem hörten, empfahlen sie uns die Firma Eiker in Mönchengladbach. Das ist fast um die Ecke von Viersen aus. Gleich riefen wir dort an, um einen Termin zu bekommen. Herr Eiker hörte sich unser Problem an und meinte, er könne uns in jedem Falle helfen. Wir sollten am nächsten Tag zu ihm kommen. Gesagt, getan. Auch Herr Eiker ist unkompliziert und sehr kompetent. Er ist der Einzige, der sich mit Truma-Heizungen überhaupt noch beschäftigt. Leider stand schnell fest, dass auch die Heizung nicht mehr zu retten ist. Einer der Vorbesitzer hatte stümperhaft irgendwelche Reparaturen vorgenommen. Das hatten wir selbst schon festgestellt. Herr Eiker konnte die Verantwortung für eine vielleicht doch erfolglose Reparatur nicht übernehmen. Fazit: eine neue Heizung. Keine zwei Stunden waren für den Tausch der Heizung notwendig. Eine Funktionsprüfung und schon konnten wir wieder fahren. Dazu bekamen wir den Tipp, in Zukunft möglichst Gas zu tanken, welches einen hohen Propananteil hat. Der hohe Butananteil im LPG ist nicht gut für die gasbetriebenen Geräte in den Wohnmobilen. Zudem sollten wir in Zukunft einen Tankfilter benutzen, um die Schmutzpartikel im LPG nicht ins System zu lassen.

Vielen Dank noch einmal an die Firma Wynen Gas in Viersen und die Firma Eiker in Mönchengladbach. Wir sind wirklich sehr froh über die schnelle, unkomplizierte und kompetente Hilfe. Den Tankfilter und eine Liste der Propan-Tankstellen in Deutschland besorgten wir uns noch bei Wynen Gas.

 

 

Fahrt an der Loire

immer an der Loire entlang

Am Tag nach unserem Bordeaux-Besuch schlug das Wetter um. In den letzten fast vier Wochen war uns meistens schönes, trockenes und warmes Wetter beschieden. Jetzt gab es einen Temperatursturz von 13 Grad, nachts gehen die Temperaturen bis auf 1 Grad zurück, es regnet sogar. Das macht keinen Spaß.
Wir haben eigentlich keine Ziele weiter auf dem Heimweg, deshalb heißt es fast nur noch fahren. Da wir Autobahnen meiden müssen, wegen der horrenden Gebühren, fahren wir die großen Landstraßen. Das hält natürlich auf und so brauchen wir für 200km fast 5 Stunden. So wird es einige Zeit dauern, bis wir in Deutschland ankommen.
Die erste Zwischenübernachtung legten wir bei Le Bois Chaudron in Ste. Maure de Touraine ein. Das liegt kurz vor Tours. Es ist ein sehr ruhiger Stellplatz für 4,-€ die Nacht, mit allen Einrichtungen, die jedoch extra kosten. Am nächsten Tag setzten wir die Fahrt Richtung Orléans fort. Von Tours aus fuhren wir immer an der Loire entlang. Ab und zu stoppten wir für ein Foto. Das Chateau Royal d´Amboise in der gleichnamigen Stadt ist von der D952 aus gut zu sehen.

Beaugency

Der einzige für uns zugängliche Stellplatz ist in Beaugency zu finden, direkt an der Loire. Als wir dort ankamen, war die ganze Ecke überfüllt. Es wurde gerade ein Rummel aufgebaut, nix Stellplatz. Die dortigen Straßen ließen uns keine Wahl und leiteten uns auf den Parkplatz vor dem am anderen Ufer liegenden Campingplatz. Von dort aus unternahmen wir einen Stadtbummel durch die kleine, aber recht interessante Altstadt von Beaugency. Fast alle Häuser bestehen aus grauem Naturstein. Zu bewundern sind z.B. das Chateaux d´Beaugency, die Kirche Notre-Dame oder der römische Turm de César. Mehrere Stadttore oder Reststücke der Stadtmauern, im Laufe der Zeit waren es drei, vervollständigen das Bild. In dem kleinen Park hinter dem römischen Turm steht ein Denkmal für Jeanne d´Arc, die im 15. Jahrhundert Orléans von der englischen Besatzung befreite. Noch in jungen Jahren wurde sie einerseits als Volksheldin gefeiert, andererseits endete sie als Ketzerin auf dem Scheiterhaufen. Das war in Rouen, einer Stadt in der Normandie.

Chateau Chambord

Da wir nun gerade da waren, fuhren wir gleich noch die gut 20km zum Chateau Chambord hin. Von diesem Schloss sagt man, es sei das größte und schönste Schloss an der Loire, und eines der schönsten Bauwerke der Welt. Dort angekommen, bemerkten wir, dass es einen Wohnmobilstellplatz gibt. Für 24h bezahlt man 11,-€.
Bevor man zum Schloss selbst kommt fährt man viele Kilometer durch den Park, der das Schloss umgibt. Park ist dabei zu viel gesagt, es ist ein Wald, der von einer Steinmauer umgeben ist. Es ist der größte ummauerte Park Europas. Durch Tore gelangt man in den Wald und zum Schloss. Chateau Chambord ist wirklich groß, UNESCO-Weltkulturerbe und wunderschön. Die Verzierungen an den Fassaden, und vor allem an den Türmchen, sind eigen. Solche Verzierungen sahen wir bisher noch nie.

Krönung der Wendeltreppe

Franz I. baute das Schloss ab 1515 auf. Seither gaben sich Könige und Regenten die Klinke in die Hand. Manche von ihnen nahmen Umbauten vor oder erweiterten den Park. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. vollendete die Arbeiten. Was heute zu sehen ist, sah schon zu Ludwigs Zeiten so aus.
In der Mitte des Hauptbaues, mit vier Türmen an den vier Ecken, befindet sich eine doppelläufige Wendeltreppe mit hohlem Zentralteil. Das heißt, die Treppe besitzt auf zwei gegenüberliegenden Seiten einen Eingang. Wenn also zwei Menschen je einen Treppenlauf nehmen, sehen sie sich nicht, selbst wenn sie auf gleicher Höhe laufen. Nur über die Löcher im Zentralteil ist dies möglich, eine Wahnsinns-Konstruktion.
Um diese zentrale Treppe gruppieren sich die Wohn-, Schlaf- und Repräsentationsräume der Könige, sowie die Gästezimmer. Wenn man die ausgestellten Fotos aufmerksam betrachtet, merkt man, dass auf Chambord eigentlich nichts
von der Einrichtung original ist. Alle Räume waren vor den Rekonstruktionsarbeiten leer, um die 19. Jahrhundertwende stand es sogar vor dem Verfall
. Viele Stücke stammen aber noch vom letzten Regenten Chambords, Heinrich, Herzog von Bordeaux. Er rekonstruierte das Schloss, stattete es mit vielen Kunstwerken aus und öffnete es für die Öffentlichkeit. 1883 starb Heinrich. 1930 ging Chambord in den Besitz des Staates über.

Schlossgarten

Wenn man auf den Terrassen im Obergeschoss steht, kann man die Türmchen, Verzierungen, Treppen usw. des Schlosses aus einer anderen Perspektive bestaunen. Zudem lassen sich die Gartenanlagen bewundern, zu denen ebenso ein Fluss gehört. Der Park kann per Kutschfahrt erlebt werden, oder zu Fuß auf Rundwegen. Der Park ist auch Jagdschutzgebiet und an bestimmten Stationen sind Wildbeobachtungen möglich. Bei schönem Wetter fahren Boote auf dem Fluss.
Kleiner Tipp: Wenn es draußen kalt ist, so wie bei unserem Besuch, ist warme Kleidung sehr angeraten, denn es zieht wie Hechtsuppe in den Mauern Chambords. Das Schloss ist wirklich ein beeindruckendes Bauwerk.

Bordeaux

Gegend um Bordeaux

Auf der Suche nach einem Stellplatz in der Nähe von Bordeaux, wenn möglich schon in Richtung Deutschland, kamen wir in das Dorf St. Romain la Virvée nordöstlich von Bordeaux. Der Platz ist sehr ruhig gelegen. Drumherum wird überall Wein angebaut. Vögel zwitschern, Grillen zirpen, die Kirschen warten schon darauf, dass sie rot werden, und der Wein wächst. Es ist schön um diese Jahreszeit rund um Bordeaux.

Geburtshaus von Cousteau

In der benachbarten kleinen Stadt St. André de Cubzac kann man in den Zug nach Bordeaux steigen. Die Fahrt dauert eine halbe Stunde und kostet knapp 9,-€ pro Person hin und zurück. Während eines Bummels durch St. André de Cubzac fanden wir zufällig heraus, dass in dieser Stadt 1910 Jacques-Yves Cousteaux, der Pionier der Tauchtechnik, geboren wurde. An dem Haus in der Rue de National 82 hängt eine Gedenktafel. Später zog eine Apotheke in das Haus ein. Heute ist es ein Platz für Kinder. Cousteau wurde hier in seiner Heimatstadt auch begraben, obwohl er in Paris starb. Eigentlich hatten wir ein tolles Grab erwartet. Es ist zwar groß, aber sehr schlicht.

Bordeaux ist eine tolle Stadt. Wir hatten keine Vorstellung davon, wie Bordeaux aussieht. Wir begannen den Stadtbummel vom Bahnhof Gare de Bordeaux St. Jean aus am Fluss La Garonne entlang. Die gesamte Front zum Fluss hin bietet ein einheitliches Gesicht. Die Häuser, Stadttore und Paläste bilden eine Einheit. Am attraktivsten und Weltkulturerbe ist der Place de la Bourse mit seinem Bautenensemble. Dieses Ensemble spiegelt sich im größten Wasserspiegel der Welt wider. Die 3450m² große Fläche ist mit nur wenig Wasser bedeckt und es ist eine Freude für Groß und Klein, bei diesen Temperaturen barfuß darin umher zu tollen. Auf einem Bild sahen wir, dass der Brunnen auch eine breite Nebelwand versprühen kann.

Place de la Bourse

Brunnen an der Girondiner-Säule

Am Anleger für Flusskreuzfahrten lag gerade ein großes Kreuzfahrtschiff von den Bahamas. Es wirkte viel zu groß für die Stadt. Ansonsten liegen nur flache Flusskreuzfahrtschiffe am Kai.
Auf dem größten Platz Europas, Esplanade des Quinconces, breitet sich ein gigantischer Antikmarkt mit Imbissständen durchsetzt aus. Am Ende des Parks steht das Monument der Girondiner, eine Siegessäule mit zwei großen Figurenbrunnen am Fuße.

Straße in Bordeaux

Nun setzten wir unseren Stadtbummel durch die Gassen der Altstadt fort. Bisher sahen wir nur einmal solch eine fast gleichförmige Einheit der Gebäude, die alle aus gelbem Sandstein bestehen. Die Häuser sind hoch, nicht sehr breit und viele besitzen geschmiedete Geländer vor den Balkonen. Dieser Anblick erinnert uns stark an die englische Stadt Bath. Am äußeren Rand der Altstadt sind die meisten Häuser nur noch zweigeschossig. Die Leute, die dort wohnten, hatten wohl nicht so viel Geld, um sich höhere Häuser zu leisten.

Allées de Tourney

Gleich in der Nähe der Siegessäule befindet sich die Allées de Tourney. Sie erinnert mit dem vielen Grün und dem Karussell an die Champs Élysèes in Paris.
In der Fußgängerzone Rue Sainte-Catherine lässt es sich vortrefflich bummeln und günstig einkaufen. Am Ende der Straße geht man durch das Porte d
´Aquitaine und gelangt so auf den ziemlich runden Place de la Victoire, von dem mehrere Straßen nach allen Richtungen abgehen. Dies erinnert wiederum an Paris. Überhaupt spürt man hier und da in Bordeaux auch das Pariser Flair.

Kathedrale von Bordeaux

Einmal mehr ist auch in Bordeaux die Kathedrale das beeindruckendste Bauwerk der Stadt. Besonders ist hier, dass der Hauptturm ein paar Meter entfernt von der Kathedrale steht. Er wird von einer großen goldenen Marienstatue gekrönt.
Natürlich hat auch Bordeaux viel mehr zu bieten, als man zu Fuß an einem Tag erreichen kann. Aufgefallen sind uns dabei die in der Ferne zu sehende moderne Hubbrücke Pont Jacques Chabon-Delmas über den Fluss La Garonne oder das futuristisch anmutende La Cité de Vin
, eine Anlage rund um das große Thema Wein.

In der ersten Nacht in St. Romain la Virvée hörten wir, als es stockdunkel draußen war, Vogelgesang. Normalerweise sind nachts keine Singvögel zu hören. Was war das? Bei meinen Nachforschungen erfuhr ich, dass es sich bei den nächtlichen Sängern um Ziegenmelker handelt. Von der Vogelart Ziegenmelker erfuhren wir zum ersten Mal an der Trafalgarküste in Südspanien. Tagsüber sind diese ungewöhnlichen Vögel nicht zu hören oder gar zu sehen. Sobald es dunkel ist, stimmen sie ihr Konzert an. Dieses hielt die ganze Nacht an, bis zum frühen Morgen. Leider gelangen mir keine Stimmenaufnahmen. Das wollte ich in der nächsten Nacht besser machen, aber diese Nacht war absolut still. Kein einziger Ziegenmelker war mehr da.

Bassin d´Arcachon

Grenze zu Frankreich

Gute 20km hinter Donostia überquerten wir die Grenze nach Frantzia, wie die Basken sagen. Eigentlich heißt die französische Provinz, in die wir nun einfuhren, Aquitanien. Es ist jedoch immer noch Baskenland, zumindest bis weit hinter Biarritz.
Wir hielten uns zuerst weiter auf der Küstenstraße und umfuhren Biarritz auf der Autobahn. Das ist wesentlich einfacher. Die Region um Biarritz ist jetzt schon überlaufen, dabei soll die Hochsaison im Juli und August sein. Da geht dann offensichtlich gar nichts mehr.

Dünenbarriere

Bei Soustons fuhren wir an die Küste zurück. Jetzt ist es wieder ruhiger. Am Ortsausgang von Vieux-Boucau-les-Bains übernachten wir auf dem Super-U-Parkplatz. Dort konnten wir nebenan gleich große Wäsche waschen und im Supermarkt einkaufen. Natürlich ließen wir einen Abstecher zum gut 1km entfernten Strand nicht aus. Campingplätze und Mobilheimparks teilen sich die Gegend, außerdem gibt es vieles weitere, was das Touristenherz begehrt.
An der ganzen Küste ab hier bis zum Bassin d´Arcachon ist der Weg zum Strand nur durch die Überquerung einer großen, hohen Düne zu erreichen.
Auf der Meeresseite zieht sich, soweit das Auge reicht, ein Sandstrand hin, hinter der Düne liegen weite Kiefernwälder. In denen leben Perleidechsen, von denen wir bisher zwei gesehen haben. Sie leben im gesamten iberischen Bereich und haben hier an der aquitanischen Küste nur eine kleine Enklave. Die Eidechsen erreichen normalerweise eine Länge von 60-65cm, sind also wirklich groß.

Gasse eines Austerndorfes

Die Küstenstraße in Richtung Norden ist recht wenig befahren, aber die vielen Dörfer, die verkehrsberuhigenden Hindernisse wie Kreisverkehre und die unglaublich nervigen Erhebungen an fast allen Fußgängerüberwegen, lassen die Fahrzeuge nur langsam vorankommen. Die Gegend und die Orte sind aber so reizvoll, dass man trotzdem gerne hier unterwegs ist.
An der Ostseite des Bassin d´Arcachon liegt der Ort Andernos-les-Bains. Dort suchten wir den Womo-Stellplatz direkt am Austernhafen auf. Für 48 Stunden bezahlt man 24,-€, maximale Aufenthaltsdauer. Das Bassin d`Arcachon ist Austerngebiet und es gibt mehrere kleine Austernfischerdörfer rund um das Gewässer. In kleinen Fischerhütten in mehr oder weniger langen Reihen werden Austern direkt verkauft, oder man genießt sie in einem Restaurant. Das halbe Dutzend Austern mittlerer Größe kostet zwischen 5,50 und 8,-€. Wer Geduld hat und sucht bekommt sie auch mal für die Hälfte des Geldes, und man bekommt sie freundlicherweise geöffnet. Im Gegensatz zu den Austernständen der Normandie und Bretagne macht sich hier kaum ein Austernverkäufer die Mühe, die Schalen der Tiere für die Kunden zu öffnen.
Der Geschmack der hiesigen Austern ist ziemlich anders als der der nördlichen Austern. Wie es aussieht liegt es wohl am Salzgehalt des Wassers, im dem sie wachsen. Während die Austern im Norden sehr fein nach Meer schmecken, sind sie hier unten unter Umständen ziemlich salzig. Geringe Unterschiede sind aber auch hier zu schmecken, je nach dem, aus welcher Ecke des Beckens sie kommen. Es werden aber auch Austern von einer vorgelagerten Insel angeboten. Da muss jeder seinen eigenen Geschmack herausfinden.

Blick auf die Pyla-Düne

Wir machten einen Ausflug bis hin zum Cap Ferret. Der Ort liegt am Ende einer langen Landzunge, die das Bassin d`Arcacon vom Atlantik abschließt. Bei Ebbe ist fast das gesamte Becken wasserlos, so flach ist es. Auf der anderen Seite ist die Düne Pyla zu finden. Sie ist die höchste Düne Europas. Die Angaben der Höhe liegen zwischen 110 und 117m. Sie ist merkwürdigerweise ganz ohne Bewuchs, obwohl sie inmitten des langen Dünenwalls der Küste liegt, und sie wandert im Jahr 5 Meter landeinwärts.

Meeresfrüchteplatte

Wir besuchten mehrere Austernfischerdörfer, die heute von vielen Neubauten umgeben sind. Alle sind sie vom Aussehen her etwas verschieden. Manche der alten Hütten sind prima zurechtgemacht, manche schön begrünt, andere sind eben, wie sie sind. Manche dienen heute auch als Ferienwohnung. Alle Austernfischer haben das gleiche Angebot. Es gibt nur wenige, die auch einmal andere Meeresfrüchte oder gemischte Platten mit Austern und Meeresfrüchten anbieten. Dazu gibt es meist Brot und Wein. Wir gönnten uns im L´Esquirey in Andernos-les-Bains eine Meeresfrüchteplatte für 16,-€. Für das, was hier alles auf der Platte war, frisch und schmackhaft, hätten wir in Deutschland wahrscheinlich bald das Doppelte bezahlt. Das ist einfach nur ein Genuss.

 

Weihnachtsgeschenke

Habt Ihr schon alle Weihnachtsgeschenke für Eure Lieben beisammen? Im Handumdrehen steht Heilig Abend vor der Tür. Wenn die Lieben reisebegeistert sind, oder von Fernweh geplagt werden, sind vielleicht unsere Reiseberichte aus vielen Teilen unserer schönen Welt das Richtige? Bitte stöbert in Ruhe hier in einer Reihe von verschiedenen Büchern, die Ihr in jedem Buchladen unter dem Suchbegriff „A+K Weltenbummler“ bestellen könnt. Vielleicht werdet Ihr fündig und habt ein schönes Weihnachtsgeschenk an der Hand.

Tipp: Bitte mit den Bestellungen nicht bis auf dem letzten Tag warten, denn dann könnte es mit der Lieferung eng werden.

 

 

1. Advent

Ein aufregendes Jahr, in dem wir eine Rundreise über die britischen Inseln unternahmen und nun nach Spanien und Portugal aufgebrochen sind, geht zu Ende. Wir hoffen, dass Ihr auch alle ein gutes Jahr verbracht habt und wünschen unseren Familien, allen unseren Freunden sowie treuen und neuen Lesern eine wunderschöne und friedliche Advents- und Weihnachtszeit.
Wir werden natürlich weiter von unseren Fahrten und Erlebnissen berichten. Das Buch über die Britischen Inseln ist in Arbeit, aber es wird wohl noch eine Weile dauern, bis es fertig ist. Ich werde mich damit beeilen.

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