A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Archiv für die Kategorie “Deutschland”

Wismar

Die alte Hanse-Stadt Wismar steht auf der UNESCO-Welterbeliste, und das mit Recht. Die gotischen Backsteinbauten, die alten Speicher- und Handelshäuser mit ihren Stufengiebeln, die Bauten aus der Zeit der schwedischen Herrschaft, die beeindruckenden Kirchen und der Alte Hafen sind einfach einen Besuch wert. Das schöne ist, dass die Altstadt in sich abgeschlossen ist. Vor allem der Marktplatz ist ein Spiegelbild einer jahrhundertelangen Geschichte, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte. Die kann man an vielen entsprechenden Stellen viel besser nachlesen. Ich möchte hier nur ein paar Bilder zeigen, um einen Eindruck von dieser attraktiven Stadt zu vermitteln und neugierig auf sie zu machen.

Wismar von oben – Aussicht von St. Georgen

Blickfang sind die zwei größten Kirchen Wismars. St. Georgen, ihr fehlt der Turm, und St. Marien, der das komplette Kirchenschiff fehlt. Bomben richteten 1945 diese Zerstörungen an. Beide Kirchen bieten die Möglichkeit, gegen eine Gebühr von 3,-€, Wismar von oben zu sehen. Die Eintrittsgelder und Spenden werden für den Wiederaufbau der Kirchen genutzt.

Details am Turm der St. Marien-Kirche

Wasserkunst – Dieser filigrane Bau wurde um das Jahr 16. Jahrhundert errichtet. Es ist das Brunnenhaus über einem unterirdischen Wasserreservoir. Aus verschiedenen Quellen gelangte das Wasser hierher und wurde dann an wichtige Wasserabnehmer, wie die Brauhäuser, verteilt.

Wasserkunst auf dem Marktplatz

Altes Gewölbe“ – am Ausgang des Mühlenbaches zum Alten Hafen, der sich hier „Runde Grube“ nennt, steht ein ziemlich verschrobenes Fachwerkhaus, ein echter Hingucker. Es ist eines der ältesten Häuser Wismars.

„Altes Gewölbe“

Brauhaus am Lohberg – schon im 15. Jahrhundert ist an dieser Stelle ein Brauhaus belegt. Das Fachwerkensemble mit Backsteinen ist außen, aber eher noch innen, sehr sehenswert.

Brauhaus am Lohberg

Glanzstücke der Backsteingotik:

Dankwartstraße 8 – stammt wohl aus der Zeit um 1430 und besticht durch eine sehr geringe Breite.

Archidiakonat – eines der schönsten gotischen Backsteinbauten der Stadt. Die Ursprünge stammen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts.

Marktplatz – die wohl schönsten und beeindruckendsten Beispiele der Backsteingotik sind die Hotels „An der Wasserkunst“ und „Alter Schwede“ zieren den Marktplatz im Herzen der Wismarer Altstadt.

Die Altstadt wird jedoch von den alten Speicher- und Handelshäusern dominiert. Die meisten von Ihnen stammen aus Mitte bis Ende des 17. Jahrhunderts und erstrahlen fast alle dank Restauration in altem Glanz, oder sogar schöner.

Lübsche Straße

Lübsche Straße

Wassertor – das einzige von ursprünglich fünf Stadttoren, das bis in die heutige Zeit überdauert hat. Es war Teil der in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts erbauten Stadtmauer. 1865 baute man die Stadtmauer zurück, nur das Wassertor blieb stehen.

Wassertor

Schweinsbrücke – sie ist zwischen der ABC-Straße und der Nikolaikirche zu finden und überspannt den Mühlenbach, der durch die untere Altstadt fließt. An den vier Ecken der Brücke erfreuen kleine, bronzene Schweinchen in verschiedenen Haltungen die Betrachter.

Schweinsbrücke

Caféshop „especial“ – Die kleine Kaffeerösterei befindet sich in der Sargmacherstraße. Sie kooperiert eng mit Kaffeefarmen in Nicaragua. Kein Wunder, denn der Besitzer der Rösterei stammt aus dem südamerikanischen Land. Er kauft seinen Kaffee aber auch in anderen Ländern der Welt. Der kleine Laden duftet intensiv nach Kaffee, denn in Abständen arbeitet die Röstmaschine direkt vor den Augen der begeisterten Kunden. Das Angebot an Kaffeesorten ist so groß, dass man sich nur durchprobieren kann.

Caféshop „especial“

Nosferatu – Das Grauen ging in Wismar um. 1921 drehte man an mehreren Stellen der Stadt den Horrorfilm „Nosferatu“. In den Boden der entsprechenden Stellen sind Erinnerungsplatten eingelassen.

Erinnerungstafel zum Film „Nosferatu“

Der Alte Hafen – Wir glauben, die meisten Wismargäste kommen wegen der leckeren Fischbrötchen, die von Kuttern im Alten Hafen aus verkauft werden. In der Nähe liegen die Ausflugsboote der Adler-Flotte am Kai. Besonderes Fahrvergnügen bietet die „Wissemara“, die Rekonstruktion einer Poeler Kogge aus dem 14. Jahrhundert.

Alter Hafen mit Fischkuttern

Störtebeker – Man weiß nicht, wo der berühmte Seefahrer Klaus Störtebeker wirklich geboren wurde. An einem Haus in der Speicherstraße weist jedoch ein Schild darauf hin, dass der Seefahrer 1368 hier das Licht der Welt erblickt haben soll. (kein Museum)

angebeliches Geburtshaus von Klaus Strötebeker

Phantechnikum – interaktives Museum rund um das Thema Verkehrstechnik zu Land, zu Wasser und in der Luft im Raum Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Themen wie Optik, Schweißtechnik und manches mehr ergänzen die sehr interessante Ausstellung.

Phantechnikum

Viele Straßennamen erinnern an die mittelalterliche Struktur der Stadt Wismar. Da sind die „ABC-Straße“, die „Bademutterstraße“, die „Sargmacherstraße“ und die „Speicherstraße“ zu finden. Das wohl meist fotografierte Straßennamensschild ist wohl das nachfolgende. Es war einmal eine sehr schmale Gasse.

Schwedenköpfe – Sie sind das Wahrzeichen von Wismar. Ihre Herkunft ist unbekannt. Irgendwann tauchten sie als Markierung der Hafeneinfahrt nach Wismar auf. Heute stehen sie an verschiedenen Stellen in der Stadt verteilt, oder prangen von Häuserfassaden. Sie sollen wohl die Stadt und ihren Hafen beschützen. Dieser hier steht vor dem Gymnasium.

Die Stadt Wismar hat also jede Menge Interessantes zu bieten und man sollte sich ein paar Tage Zeit nehmen, um sie zu entdecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Advertisements

Vögel Deutschland

Nicht nur rund um die Welt gibt es interessante Vögel zu beobachten, auch Deutschland hat viele schöne Vogelarten zu bieten. Manche von ihnen sieht man das ganze Jahr über, andere wiederum sind auf der Durchreise. Set ich Vogelfan geworden bin, liege ich auch in Deutschland auf der Lauer.

Greifvögel

Singvögel

Wasservögel

Tauben und Krähen

 

 

 

 

 

 

Winterspaziergang

Endlich erfreuen uns mehrere Tage Sonne am Stück. Es ist das erste Mal seit eineinhalb Jahren, dass uns dieses Glück widerfährt. Schon ewig verfolgte uns das schlechte Wetter, es war wie ein Fluch, der auf uns lastete. Jetzt ist es zwar kalt, aber das hält uns nicht mehr davon ab, hinaus in die sonnige Natur zu gehen und uns endlich in der Umgebung unseres derzeitigen Aufenthaltsortes Wismar umzusehen. Ein gut zweistündiger Spaziergang rund um den Mühlenteich und den Jungfernteich ist da ein besonderes Vergnügen. Das Gebiet gehört zum Einzugsgebiet des Wallensteingrabens. Da es seit mehreren Tagen friert, vor allem nachts, ist der See zum größten Teil zugefroren. Es halten sich jedoch große Scharen Enten, Gänse und Schwäne darauf auf, die einen Teil der Wasseroberfläche offen halten. Sie sind schon von weitem zu hören. Die Gänse suchen sich aber auch auf den nahen Feldern ihre Nahrung. Lautstark wechseln sie fliegend ihren Aufenthaltsort zwischen See und Feld.

Man durchquert, im Uhrzeigersinn gehend, zwei im Winterschlaf liegende Kleingartenanlagen und läuft oft zwischen Feldern und Seeufer entlang. Der Weg, auf einem kurzen Stück ist dieser ein Bretterweg, führt hin und wieder durch Überflutungsbereiche des Mühlenteichs. Im Wasser stehende, zum Teil umgekippte Bäume, sowie abgestorbenes Schilf und kahle Büsche sorgen für geheimnisvolle Bilder in der tiefstehenden Sonne. Von einem Abschnitt des Seeufers aus kann man den Turm der Marienkirche in Wismar sehen. Ein Teil des Rundweges liegt im Naturschutzgebiet „Teichgebiet Wismar-Kluß“

Bald darauf kommt man am Jungfernsee vorbei und zurück in die Stadt. Man sollte um diese Jahreszeit nicht gerade die besten Schuhe anziehen, denn der Weg ist oft sehr matschig. Es ist trotzdem ein schöner Spaziergang, um die Natur zu genießen und ein wenig abzuschalten.

 

 

Was ist das?

Wir fanden schon im Herbst einige dieser Gallertkugeln auf der Terrasse eines Gartens. Heute lagen wieder solche glasig aussehenden Kugeln auf dem Weg. Sie haben einen Durchmesser von etwa 1,5cm. Wir haben keine Vorstellung, was das sein könnte, auch googln half nichts. Wer kann uns sagen, was das für Dinger sind?


Herbsttour 2017

Emslanddom in Haren

Haren ist noch heute eine Schifferstadt. In der Stadt an der Ems leben immer noch 300 Schiffer. Wenn man in Haren an der Ems steht, vermutet man gar nicht, dass auf dem Flüsschen große Lastkähne fahren. Um so überraschender ist es, wenn dann doch einer vorbeikommt, und dann noch einer und noch einer. Ganz in der Nähe befindet sich der große Eurohafen.
Das Schifffahrtsmuseum Haren berichtet über die Geschichte der Schiffer und ihrer Zunft. Im Kanal vor dem Museum liegen mehrere verschiedene Museumsschiffe. Der Eintritt kostet 3,-Euro. Oft hat der Mann an der Kasse nichts zu tun. Dann können Interessierte Fachgespräche mit ihm führen.
Der Womo-Stellplatz ist beim Amisia-Anleger in der Stadt zu finden. Er ist kostenlos. Da unsere Gasheizung zu diesem Zeitpunkt streikte, zogen wir zum Emsland-Camp in Fehndorf um, nahe der holländischen Grenze. Der Womo-Stellplatz mit dem Sanitärgebäude ist nagelneu und sehr schön. Das Servicegebäude und die moderne Bungalowsiedlung befinden sich noch in der Entstehungsphase. Zum Gelände gehört ebenso ein Badesee mit Sandstrand. Der Betreuer des Platzes, Vitali, ist sehr nett und kann mit jeder Menge Ratschlägen dienen.

Blumenarrangement

Wer Viersen besuchen möchte, sollte den Stellplatz am Bad Ransberg in Dülken aufsuchen. Der Platz kostet 10,-€. Neben Strom sind in dem Preis auch verschiedene Gutscheine inkludiert, wie der Eintritt einer Person pro Nacht ins Schwimmbad. Also, nach zwei Nächten kann man zu zweit das Schwimmbad nutzen. In Viersen lässt es sich hervorragend shoppen.
Die St. Cornelius Kirche in Dülken besticht durch ihre besondere Bauweise.

Riesen-Gummistiefel

Von Viersen aus brachte uns eine kleine Rundfahrt in die holländischen Städtchen Venlo und Roermond, beide an der Maas gelegen. In Venlo fallen zwischen dem Ufer der Maas und dem kleinen Stadthafen ein paar riesige Gummistiefel auf. Sie sind ein Überbleibsel der „Welt-Garten-Expo Floriade 2012“. Dieses Paar Gummistiefel misst 5 Meter in der Höhe und ist ein schönes Fotomotiv.
Spaziergänge durch die beiden alten Stadtkerne machen Spaß. Kleine und große Details am Straßenrand sorgen für Abwechslung. Kaum kommt man an den lecker riechenden Käseläden vorbei, ohne ein oder ein paar Stück von den vielen Käsesorten für zu Hause mitzunehmen.

Müggelturm

Ein schönes Ziel ist der Müggelturm bei Berlin. Die Müggelberge mit dem Aussichtsturm liegen zwischen dem Großen Müggelsee und dem Langen See. Den Müggelturm erreicht man mit dem Auto, allerdings kostet die Parkgebühr 5,-€. Sie ist zwar im Moment ausgesetzt, aber wie lange noch, wissen wir nicht. Eine andere Möglichkeit ist, das Auto 200m vor dem Turm abzustellen und den Rest des Weges zu Fuß zurückzulegen.
Zu DDR-Zeiten war der Müggelturm ein beliebtes Ausflugsziel, aber mit der Wende war seine Ära zu Ende. Wieso man solch ein Objekt so lange seinem Schicksal überließ, können wir nicht nachvollziehen. Jedenfalls fand sich erst 2014 ein Investor, der das Restaurant sowie den Aussichtsturm saniert und alles bald wieder in seinem alten, oder auch schönerem Glanz erstrahlen lässt. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Ein Teil des Restaurants, die „Müggelturm-Baude“ ist wieder eröffnet, inklusive einer Sonnenterrasse. Ein Zelt lässt die Nutzung der Terrasse ebenso bei nicht so schönem Wetter zu. Die Aussichtsplattform des Turms kann für 2,-€ über 126 Stufen erklommen werden. Die 360°-Rundumsicht ist grandios.
Der Große Müggelsee lädt zu entspannenden Spaziergängen, zum Baden oder zum Wassersport ein.

Skulpturenpark Katzow

Kurz vor Lubmin, zwischen Greifswald und Wolgast an der Ostseeküste gelegen, kamen wir überraschenderweise an Europas größtem Skulpturenpark vorbei. Der Skulpturenpark Katzow ist nicht zu übersehen, kein Wunder bei einer Fläche von 18 Hektar. Wer sich für Skulpturen, zumeist aus Stahl gefertigt, interessiert, ist hier genau richtig. Um die 100 sehr verschiedenartige Kunstwerke, bis zu 17m hoch, können bewundert werden. Gestaltet wurden sie von mehr als 80 Künstlern aus 23 Ländern. Das Gelände ist kostenfrei zu besichtigen.
In der angeschlossenen Kunstscheune, eher ein traditioneller Prachtbau, finden wechselnde Ausstellungen statt. Gästezimmer und ein Café befinden sich auch dort drinnen.

Strand und Seebrücke Lubmin

Nur wenige Kilometer weiter lädt das Ostseebad Lubmin zu einem Aufenthalt ein. Im Sommer sicher überlaufen, genießt man um diese Jahreszeit eher die Ruhe in den hübschen Gassen und am Strand. Vom zentral gelegenen Alten Bahnhof, der mit einer wechselvollen Geschichte aufwarten kann, führen mehrere Sträßchen sternenförmig zum Strand mit der weit ins Wasser reichenden Seebrücke.

 

Bitte helft

Unsere beste Freundin kaufte vor wenigen Jahren ein Haus in Dirlammen (Vogelsbergkreis). Das Dorf liegt südwestlich von Alsfeld. Seid sie mit Ihrem Mann dort eingezogen ist, wurde sie von mehreren Schicksalsschlägen getroffen. Vor einem Jahr starb dann noch viel zu früh ihr Mann, unsere bester Freund. Seit Monaten steht die Erneuerung der Dorfstraße auf dem Plan. Ihr Anteil würde 30.000,-€ betragen. Neben den Kreditraten nicht zu stemmen. Sie müsste, wie vier weitere Eigentümer, ihr Haus verkaufen. Nur, wer kauft das Haus mit 30.000,-€ Schulden?
Sie startete mit Hilfe vieler Dorfbewohner eine Initiative gegen das Vorhaben der Erneuerung der Dorfstraße, welches in der Form, wie sie angedacht ist, niemand braucht. Der genaue Wortlaut lautet:

Zitat aus https://www.sos-dirlammen.com/:

„Die Durchgangsstraße L 3140 in Dirlammen soll zusammen mit den Gehwegen komplett erneuert werden.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Lautertal fordert Hessen Mobil von der Gemeinde, dass sich die Bürger zu 50% an den Kosten der Gehwegsanierung beteiligen.
Hessen Mobil fordert eine 50% Beteiligung der Gemeinde, laut Gemeindesatzung sind aber für Durchgangsstraßen nur 25% gefordert.

Außerdem sollen Verkehrsinseln gebaut werden, wofür ein Ankauf von Grundstücksanteilen notwendig wird.

Die Straße soll im Zuge der Erneuerung auf eine Breite von 6,50m – 7,00m  verschmälert werden.
Im Gegenzug sollen die Gehwege auf bis zu 2,90m verbreitert werden (derzeit durchschnittlich 1,50m) und die Bordsteinkanten stellenweise abgesenkt werden, damit sie befahrbar sind.“

Die Situation ist so, dass die Straße schon jetzt viel zu schmal ist, denn sie wird ständig von LKWs frequentiert. Wozu also noch schmaler machen? Fußgänger sind so gut wie nicht vorhanden. Wozu also solch breite Fußwege? Das treibt nur die Kosten in astronomische Höhen. Das alles geschieht einzig und allein, damit die Fördergelder nicht verfallen, sonst hat das Ganze keinen praktischen Nutzen.

Wir haben unsere Unterschrift schon online unter die Petition der Dirlammer Initiative gegeben und bitten Euch, dies auch zu tun. Es könnte irgendwann auch Euch betreffen. Dann werdet Ihr froh sein, wenn Ihr Hilfe bekommen könnt. Es sind noch knapp 80 Tage Zeit, die Petition zu unterschreiben. Das geht sowohl online als auch schriftlich. Je mehr Stimmen, umso besser. Bitte teilt diesen Beitrag und wir freuen uns über jede Hilfe. Dafür danken wir Euch schon jetzt.

Die Petition und der ganze Wortlaut, die Forderungen der Anwohner an Dirlammens Durchgangsstraße sowie weitere Hilfsmöglichkeiten findet Ihr unter https://www.sos-dirlammen.com/.

Gastank/Heizung

Wochen brachten wir damit zu, jemanden zu finden, der die 10-Jahresprüfung unseres Einbau-Gastanks durchführt. Es gibt in ganz Deutschland nur vier Stellen, die das überhaupt machen. Die normale Gasdruckprüfung führt jeder durch, aber diese 10-Jahresprüfung eben nicht. Die Fa. Wynen Gas in Viersen machte bei der Recherche den besten Eindruck. Dort bekamen wir eine positive Auskunft, der Preis war in Ordnung und der Prüfer steht wohl zweimal im Monat zur Verfügung. Die anderen Firmen waren entweder viel teurer oder hatten irgendwelche Bedingungen. Zeitlich passte uns Viersen jedoch nicht. Wir wollten es im Osten Deutschlands versuchen, dort wo wir uns längere Zeit aufhielten. Dort fanden wir nur einen Prüfer in Brandenburg, aber die Bedingungen waren für uns unannehmbar. TÜV und Dekra konnten uns zu dem Thema überhaupt nicht weiterhelfen.

So kam es uns jetzt zupass, dass wir noch einmal auf eine 5-wöchige Tour durch Deutschland gingen, die in Emden begann. Auf dem Weg nach Rheinland-Pfalz würden wir in Viersen vorbeikommen. Wir riefen Wynen Gas noch einmal an, um uns nach einem Termin zu erkundigen. So konnten wir uns terminlich einrichten. Einen Tag vorher baute Klaus den Tag unter einigen Schwierigkeiten aus. Das mindert den Preis und den Zeitraum, in dem wir keinen Gastank hätten. Als wir den Tank abgaben, sichtete man ihn zuerst. Das Ergebnis war niederschmetternd. Der Rost hatte ganze Arbeit geleistet. Dies wurde nach Entfernung der Schmutzschicht ersichtlich. Keine Chance, diesen Tank durch die Prüfung zu bekommen. Was machen wir jetzt bloß? Wir wollten unsere Fahrt fortsetzen, dafür hatten wir den Termin. Die Fa. Wynen Gas nahm sich Unser in nettester Weise an und versuchte, unkompliziert und schnell zu helfen. Es blieb nichts weiter übrig, als einen neuen Tank einzubauen. Nach einiger Recherche im Internet fanden wir heraus, dass der Preis, den Wynen Gas für den Tank verlangte, sehr in Ordnung war. Der Einbau könnte aber erst 4 Tage später erfolgen, weil die Woche in der Werkstatt schon ausgebucht wäre. Wir überlegten schon, was wir 4 Tage lang ohne Gastank und in Viersen machen würden und hatten einen Plan. Schon am nächsten Morgen bekamen wir einen Anruf, dass wir gleich dort hinkommen sollen, für den Einbau des neuen Tanks. Einer der Monteure meinte, es wäre eine Premiere, wenn der Einbau ohne Katastrophen vonstatten gehen würde. Das wäre bei ihnen noch nie vorgekommen. Wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie der Tank eingebaut war. Es war die Premiere. Routiniert, unkompliziert und sehr zuvorkommend wurden wir bedient. Dafür waren wir den Leuten von Wynen Gas sehr dankbar.

Eigentlich hätten wir unsere Fahrt am nächsten Tag fortsetzen können, aber seit einiger Zeit streikt die Heizung, eine 20 Jahre alte Truma-Heizung. Zufällig trafen wir auf ein Wohnmobilisten-Paar. Als sie von unserem Problem hörten, empfahlen sie uns die Firma Eiker in Mönchengladbach. Das ist fast um die Ecke von Viersen aus. Gleich riefen wir dort an, um einen Termin zu bekommen. Herr Eiker hörte sich unser Problem an und meinte, er könne uns in jedem Falle helfen. Wir sollten am nächsten Tag zu ihm kommen. Gesagt, getan. Auch Herr Eiker ist unkompliziert und sehr kompetent. Er ist der Einzige, der sich mit Truma-Heizungen überhaupt noch beschäftigt. Leider stand schnell fest, dass auch die Heizung nicht mehr zu retten ist. Einer der Vorbesitzer hatte stümperhaft irgendwelche Reparaturen vorgenommen. Das hatten wir selbst schon festgestellt. Herr Eiker konnte die Verantwortung für eine vielleicht doch erfolglose Reparatur nicht übernehmen. Fazit: eine neue Heizung. Keine zwei Stunden waren für den Tausch der Heizung notwendig. Eine Funktionsprüfung und schon konnten wir wieder fahren. Dazu bekamen wir den Tipp, in Zukunft möglichst Gas zu tanken, welches einen hohen Propananteil hat. Der hohe Butananteil im LPG ist nicht gut für die gasbetriebenen Geräte in den Wohnmobilen. Zudem sollten wir in Zukunft einen Tankfilter benutzen, um die Schmutzpartikel im LPG nicht ins System zu lassen.

Vielen Dank noch einmal an die Firma Wynen Gas in Viersen und die Firma Eiker in Mönchengladbach. Wir sind wirklich sehr froh über die schnelle, unkomplizierte und kompetente Hilfe. Den Tankfilter und eine Liste der Propan-Tankstellen in Deutschland besorgten wir uns noch bei Wynen Gas.

 

 

Emden

Autotransporter kommt aus der Schleuse

Diese Stadt steuerten wir an, um ganz liebe Bekannte zu besuchen, die wir im letzten Winter in Cabopino (Südspanien) kennengelernt haben. Das Womo stellten wir am Außenhafen ab. Es ist allerdings nicht so ganz einfach, dort noch ein Plätzchen zu finden. Der Platz ist sehr begehrt. Er liegt zwischen dem Außenhafen und der Schleuse zum Neuen Binnenhafen. Es ist besser als Kino, dem ständigen Hafenbetrieb zuzusehen. Gleich neben der Schleuse fließt die Ems in den Dollart, einem natürlichen Erweiterungsbecken des Flusses.

Dat Otto-Huus

Das Stadtzentrum von Emden ist nicht unbedingt etwas zum Shoppen, aber zum Bummeln ganz nett. Der Ratsdelft, ein alter Arm des Binnenhafens, reicht bis ans Zentrum heran. Im Wasser liegen drei Museumsschiffe. Von hier aus werden verschiedene Bootsausflüge angeboten.
Unübersehbar steht das Ostfriesische Landesmuseum Emden am Ende des Ratsdelfts. Dem Gebäude gegenüber steht „Dat Otto Huus“. Der Komiker Otto Waalkes wurde in Emden geboren. Anlässlich der Welturaufführung „Otto – der Film“ wurde 1985 ein kleines Museum gegründet, welches sich im oberen Teil des kleinen Hauses befindet. Im Erdgeschoss werden Andenken aller Art rund um Otto angeboten.
Wer eine ruhigere Region der Stadt sehen möchte, der sollte einen kleinen Spaziergang entlang des Stadtwalls unternehmen. Dem Wall folgt ein kleines Flüsschen, auf dem man auch eine Bootstour machen kann. Von der Stadtmauer und der ehemaligen Festung ist nichts mehr übrig.
Weitere Sehenswürdigkeiten Emdens sind die Kunsthalle, das Bunkermuseum und der Chinesen-Tempel. Dieser wurde Ende der 1920er Jahre als öffentliche Bedürfnisanstalt gebaut. Heute befindet sich eine Künstlerwerkstatt darinnen.

Ems-Sperrwerk

Ein Stück die Ems hinauf findet man das Ems-Sperrwerk. Das beeindruckende Bauwerk wurde 2002 fertiggestellt und dient dem Küstenschutz sowie der Regulierung der Ems. Auf 476 Metern Länge sind 7 Öffnungen untergebracht, die je nach Bedarf geöffnet oder geschlossen werden können. Immer geöffnet ist der rechte Durchlass für die Berufsschifffahrt, außer die Ems muss wegen einer Kreuzfahrtschiff-Überführung aus Papenburg oder zum Sturmflutschutz geschlossen werden. Das Bauwerk ist an die Deiche der Ems angeschlossen.

Knock

Von Emden aus starteten wir eine kleine Rundfahrt. Die erste Station war das Schöpfwerk und Siel von Knock. Zu finden ist die Anlage immer am Ufer entlang westlich von Emden. Siele sind künstliche Bauwerke, Tore verschiedener Art, um Wasserläufe im Landesinneren von den Küstengewässern abzuschließen. Sie dienen ebenso wie das Sperrwerk dem Küstenschutz bzw. dem Schutz der Felder, Weiden und Häuser hinter den Deichen. Der Siel von Knock ist mit einem Schöpfwerk verbunden, mit dessen Hilfe das hinter dem Deich liegende Land be- oder entwässert werden kann.

Rysum

Einen Besuch des alten Rundwarfendorfes Rysum sollte man sich nicht entgehen lassen. Dörfer wurden früher, vor dem Deichbau, auf kleinen Erhebungen gebaut, die bei Hochwasser noch aus dem Wasser schauten und die Häuser so trocken blieben, jedenfalls meistens. Am höchsten Punkt stand die Kirche, drumherum drängten sich die Wohnhäuser. Den äußeren Kreis bildeten die Wohnhäuser der Bauern, an denen sich direkt die Stallungen anschlossen. Alle Wege liefen sternförmig zur Kirche. Die Kirche von Rysum beherbergt einen Schatz: die älteste noch bespielbare Orgel in Nordeuropa, aus dem Jahre 1457 stammend.
Von der Galerie der Mühle kann man über das Dorf sehen. Spenden dienen der Erhaltung der Mühle, die durch einen Verein vollkommen neu aufgebaut wurde. Wer in der Mühle übernachten möchte, kann sich ein Bett im Schlafsaal mieten. Im Mühlenhaus gibt es eine kleine Gaststube. Das Leben in Rysum läuft sehr gelassen ab.

Greetsiel

Auf dem Weg nach Greetsiel fährt man durch mehrere kleine Dörfer, die wie an einem Band aufgefädelt wirken. Zwei Abstecher kann man zu den Leuchttürmen von Campen und Pilsum unternehmen.
Die kleine Hafenstadt Greetsiel ist eine touristische Hochburg. Das Auto muss am Rande des Ortes abgestellt werden, denn das Zentrum rund um den Siel ist autofrei. Der Greetsiel ist als Brücke ausgebildet und war schiffbar. Im Außenbereich liegen mehrere Krabbenkutter und die Ausflugsschiffe. Hinter dem Siel bietet eine zweite, neuere Brücke den Besuchern eine weitere Möglichkeit, den Fluss zu überqueren.
Will man dem Trubel entfliehen, findet man hinter der zweiten Brücke eine kleine Lounge namens „Anleeger“. Der Außenbereich ist terrassiert und liegt direkt am Ufer des kleinen Flusses. Bei einem Kaffee oder Wein kann man die Seele ein wenig baumeln lassen. Ein kleines Motorboot startet von hier aus zu einer gemütlichen Rundfahrt auf dem Fluss.
Die besten, oder wenigstens die zweitbesten Pommes, die wir je gegessen haben, gibt es an der „Wurstbude“. Sie werden frisch gemacht, wie auch die Panaden und Soßen für die Fisch- bzw. Wurstgerichte. Das beste Eis, hausgemacht, wird gleich nebenan angeboten.

Wer mehr Zeit hat, sollte die herrliche Landschaft auf dem Fahrrad erkunden. Das Radwegenetz ist sehr gut ausgebaut.

 

 

Vögel Flusslandschaft Peenetal

Zum Bericht Flusslandschaft Peenetal zeige ich nun an dieser Stelle die Bilder der Vögel, die ich vor die Kamera bekommen konnte.

Flusslandschaft Peenetal

Blick nach Anklam

Seit Ewigkeiten lag die Stadt Anklam, das Tor zur Insel Usedom, inmitten einer Sumpf- und Moorlandschaft, die die Peene geschaffen hatte. Zu DDR-Zeiten legte man den größten Teil dieser Nassflächen trocken, um Flächen für Ackerbau und Viehzucht zu gewinnen. Damit zerstörte man das Gleichgewicht der Natur. Tiere und wilde Pflanzen hatten keine Chance mehr.
Seit mehreren Jahren denkt man um und lässt der Peene wieder ihre Überflutungsflächen. Die Peene ist der einzige große Fluss Deutschlands, dessen Ufer über die ganze Zeit komplett unverbaut waren und sind. Nun darf sie sich wieder ausbreiten und schafft dadurch Paradiese vor allem für Wasservögel. Da müssen vollgelaufene Keller, die durch die Trockenlegung noch nutzbar waren, und Myriaden von Mücken durch den Menschen in Kauf genommen werden. Wälder, die während der trockenen Zeit gewachsen sind, sterben ab. Die toten Stämme ragen noch hilferufend in den Himmel. Diese unangenehmen Begleiterscheinungen der Renaturierung werden aber wohl mit der Zeit überwunden werden. Der ursprüngliche Zustand wird ein Gewinn für alle sein, die Natur, die Tiere und Pflanzen, und die Menschen.

Überflutungsfläche

Eine Möglichkeit, die Flusslandschaft Peenetal zu erfahren, bietet sich bei Anklam. Zum einen entsteht gerade ein Wander- und Radweg, die Vorpommersche Dorfstraße, entlang der dortigen Überflutungsflächen. Das ganze Jahr über lassen sich hier nun viele verschiedene Wasservogelarten beobachten. Das Gebiet dient ebenso den Zugvögeln im Herbst und Frühjahr als Rastplatz. Vor allem Kraniche verbringen auf den Peenewiesen einige Zeit, um sich für den langen Weiterflug auszuruhen und zu stärken. Viele Kraniche bleiben aber auch schon ganzjährig hier.

nette Ufergestaltung

Die zweite Art, die Peene kennenzulernen, ist eine Fahrt auf dem Fluss. In Anklam können dafür Kanus, Kajaks oder Wohnflöße ausgeliehen werden. Es werden sogar ganze Flusslandschafts-Arrangements angeboten.
Wir liehen uns ein Kanu am Wasserwander-Rastplatz von Anklam und fuhren flussauf über Menzlin bis nach Stolpe. Das sind 18km. Da die Peene kaum Strömung hat, ist es nicht schwer, gut voranzukommen. Hat man die Stadt erst einmal hinter sich gelassen, wird man von der einzigartigen Natur eingehüllt. Die Chance ist groß, einen der Seeadler zu sehen, die hier ungestört leben können. Der Kuckuck fühlt sich rund um Anklam sehr wohl und es ist aufregend, die Vögel auch einmal zu sehen und sie beim Fliegen zu beobachten. Normalerweise kennt man nur ihre Rufe.

Nerz

In Menzlin gibt es einen kleinen Bootshafen, wo man das Kanu liegen lassen kann. Die kleine Kneipe „Zum Wikinger“ lädt zum Verweilen ein, wenn denn einmal offen ist. Ansonsten erreicht man auf kurzen Wanderungen alte Wikingergräber oder einen Beobachtungsturm am Peeneufer. Die Türme der Stadt Anklam sind in der Ferne auszumachen. Zu unserer ganz besonderen Freude konnten wir kurz einen Nerz beobachten. Zuerst tippten wir bei dem schwimmenden Tier auf einen Nutria. Etwas später lief er über einen Weg und man konnte den pelzigen Schwanz erkennen. Dann versteckte er sich hinter ein paar Bohlen und sah dort hervor. Dabei konnte ich ihn fotografieren. Früher betrieb man in dem Gebiet Nerzzucht. Zur Wende schloss man die Farm und einige Tiere entkamen dabei. Seitdem sind sie im Peenetal heimisch.

„Stolper Fährkrug“

In Stolpe gibt es ebenfalls einen Wasserwander-Rastplatz. Der „Stolper Fährkrug“ bietet leckeres Essen, Kuchen oder Kaffee. Der kleine Ort Stolpe ist interessant genug, um ihn auf einem kleinen Spaziergang zu erkunden. Ziele sind da das Kloster zu Stolpe, die kleine Kirche mit dem Garten der Germanen, und das alte Gutshaus, welches zum Hotel umgebaut wurde.
Gestärkt und mit neuen Eindrücken lenkten wir das Kanu gemütlich zurück nach Anklam.

Die Vogelarten der Flusslandschaft Peenetal, die ich mit der Kamera einfangen konnte, könnt Ihr unter Vogelwelten sehen.

 

 

Beitragsnavigation

%d Bloggern gefällt das: