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Archiv für die Kategorie “Deutschland”

Flusslandschaft Peenetal

Blick nach Anklam

Seit Ewigkeiten lag die Stadt Anklam, das Tor zur Insel Usedom, inmitten einer Sumpf- und Moorlandschaft, die die Peene geschaffen hatte. Zu DDR-Zeiten legte man den größten Teil dieser Nassflächen trocken, um Flächen für Ackerbau und Viehzucht zu gewinnen. Damit zerstörte man das Gleichgewicht der Natur. Tiere und wilde Pflanzen hatten keine Chance mehr.
Seit mehreren Jahren denkt man um und lässt der Peene wieder ihre Überflutungsflächen. Die Peene ist der einzige große Fluss Deutschlands, dessen Ufer über die ganze Zeit komplett unverbaut waren und sind. Nun darf sie sich wieder ausbreiten und schafft dadurch Paradiese vor allem für Wasservögel. Da müssen vollgelaufene Keller, die durch die Trockenlegung noch nutzbar waren, und Myriaden von Mücken durch den Menschen in Kauf genommen werden. Wälder, die während der trockenen Zeit gewachsen sind, sterben ab. Die toten Stämme ragen noch hilferufend in den Himmel. Diese unangenehmen Begleiterscheinungen der Renaturierung werden aber wohl mit der Zeit überwunden werden. Der ursprüngliche Zustand wird ein Gewinn für alle sein, die Natur, die Tiere und Pflanzen, und die Menschen.

Überflutungsfläche

Eine Möglichkeit, die Flusslandschaft Peenetal zu erfahren, bietet sich bei Anklam. Zum einen entsteht gerade ein Wander- und Radweg, die Vorpommersche Dorfstraße, entlang der dortigen Überflutungsflächen. Das ganze Jahr über lassen sich hier nun viele verschiedene Wasservogelarten beobachten. Das Gebiet dient ebenso den Zugvögeln im Herbst und Frühjahr als Rastplatz. Vor allem Kraniche verbringen auf den Peenewiesen einige Zeit, um sich für den langen Weiterflug auszuruhen und zu stärken. Viele Kraniche bleiben aber auch schon ganzjährig hier.

nette Ufergestaltung

Die zweite Art, die Peene kennenzulernen, ist eine Fahrt auf dem Fluss. In Anklam können dafür Kanus, Kajaks oder Wohnflöße ausgeliehen werden. Es werden sogar ganze Flusslandschafts-Arrangements angeboten.
Wir liehen uns ein Kanu am Wasserwander-Rastplatz von Anklam und fuhren flussauf über Menzlin bis nach Stolpe. Das sind 18km. Da die Peene kaum Strömung hat, ist es nicht schwer, gut voranzukommen. Hat man die Stadt erst einmal hinter sich gelassen, wird man von der einzigartigen Natur eingehüllt. Die Chance ist groß, einen der Seeadler zu sehen, die hier ungestört leben können. Der Kuckuck fühlt sich rund um Anklam sehr wohl und es ist aufregend, die Vögel auch einmal zu sehen und sie beim Fliegen zu beobachten. Normalerweise kennt man nur ihre Rufe.

Nerz

In Menzlin gibt es einen kleinen Bootshafen, wo man das Kanu liegen lassen kann. Die kleine Kneipe „Zum Wikinger“ lädt zum Verweilen ein, wenn denn einmal offen ist. Ansonsten erreicht man auf kurzen Wanderungen alte Wikingergräber oder einen Beobachtungsturm am Peeneufer. Die Türme der Stadt Anklam sind in der Ferne auszumachen. Zu unserer ganz besonderen Freude konnten wir kurz einen Nerz beobachten. Zuerst tippten wir bei dem schwimmenden Tier auf einen Nutria. Etwas später lief er über einen Weg und man konnte den pelzigen Schwanz erkennen. Dann versteckte er sich hinter ein paar Bohlen und sah dort hervor. Dabei konnte ich ihn fotografieren. Früher betrieb man in dem Gebiet Nerzzucht. Zur Wende schloss man die Farm und einige Tiere entkamen dabei. Seitdem sind sie im Peenetal heimisch.

„Stolper Fährkrug“

In Stolpe gibt es ebenfalls einen Wasserwander-Rastplatz. Der „Stolper Fährkrug“ bietet leckeres Essen, Kuchen oder Kaffee. Der kleine Ort Stolpe ist interessant genug, um ihn auf einem kleinen Spaziergang zu erkunden. Ziele sind da das Kloster zu Stolpe, die kleine Kirche mit dem Garten der Germanen, und das alte Gutshaus, welches zum Hotel umgebaut wurde.
Gestärkt und mit neuen Eindrücken lenkten wir das Kanu gemütlich zurück nach Anklam.

Die Vogelarten der Flusslandschaft Peenetal, die ich mit der Kamera einfangen konnte, könnt Ihr unter Vogelwelten sehen.

 

 

Jülich

Teilansicht Zitadelle Jülich

Mehr als eine Woche verbrachten wir auf dem Womo-Stellplatz am Brückenkopfpark in Jülich, einer Stadt westlich von Köln. Auf dem ersten Blick wenig interessant, erschließt sich in Jülich mit der Zeit die ein oder andere Geschichte oder Sehenswürdigkeit und man wird neugierig. Jülich liegt auf dem Kreuzungspunkt zweier römischer Straßen, der Via Agrippa in Ost-West-Richtung und der Via Belgica in Nord-Süd-Richtung. In der Stadt stehen Infotafeln zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten.
Im Zentrum Jülichs erhebt sich die riesige Zitadelle mit einem Schloss, die von einem zumeist trockenliegenden Wassergraben umgeben ist. Die Besichtigung der Zitadelle ist kostenlos, nur das Museum kostet Eintritt.
Als Ergänzung der Wehranlage lies Napoleon Anfang des 19. Jahrhunderts einen gewaltigen Brückenkopf über die Rur bauen. An dieser Stelle existierte schon seit römischer Zeit eine Brücke, da die Rur früher eher ein Fluss mit weitläufigen Sumpfgebieten war, die zudem ständig Hochwasser führte und ihren Lauf änderte. Der Bau einer Brücke bot sich an dieser Stelle, einem Engpass des Rurtales, an. Da die Reisenden vor dem Bau der Brücke manchmal einige Zeit warten mussten, bis sie den Fluss überqueren konnten, entstand in der Nähe eine Stadt, die die Römer zur Stadt Iuliacum ausbauten. Daraus wurde irgendwann Jülich. Der Brückenkopf befindet sich heute im Brückenkopfpark, einer Art Erholungspark mit Gärten, Zoo, Spielplätzen usw., für den ein Eintrittsgeld fällig wird.

Jupitersäule in Jülich

An der Römerstraße in Richtung Sophienhöhe steht eine gut 3 Meter hohe Jupitersäule aus römischer Zeit. Jupiter ist das römische Pendant zum griechischen Göttervater Zeus. Während ganz oben auf dem Kopf der Säule Jupiter thront, zieren den Sockel der Säule vier weitere Götter, die die im Gebiet lebenden Menschen beschützen sollten.

historische Meilensteine

Nur ein paar Meter weiter stehen 5 Meilensteine. Sie sind eine Sammlung verschiedener Meilensteine, die einstmals die Entfernung nach Köln angaben. Die linke davon ist römisch, aus dem 4. Jahrhundert mit der Angabe des Herrschers zu dieser Zeit. Die mittleren Steine sind preußisch und zeigen jeweils eine halbe oder eine ganze Meile an. Die rechte Säule ist der Kreisstein für Jülich aus dem 19. Jahrhundert.
Die Sophienhöhe lädt zu mehr oder weniger weiten Wanderungen ein. Dabei sind kleine Seen, Aussichtspunkte oder ein Römerturm zu erreichen.

Gedenktafel für die Sage des versunkenen Ritters

Auf einer Radtour fanden wir das einsam gelegene Schloss Kellenberg im Norden von Jülich. Es ist Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Folgt man dem Weg weiter trifft man auf die alte Kellenberger Mühle, ebenfalls nicht zu besichtigen. Noch ein Stück weiter, im Wald, befindet sich eine Gedenktafel für den „Versunkenen Ritter“. Der Sage nach lebte im Schloss Kellenberg ein grausamer Ritter. Als eines Tages einer seiner Gefangenen aus dem Keller des Schlosses in den Wald floh, wollte ihn der Ritter wieder einfangen. Er war so erbost, dass er den Kutscher anwies, dem Entflohenen über die Rur zu folgen, in des Teufels Namen. Da bekam es der Kutscher mit der Angst, sprang ab und überließ den Ritter seinem Schicksal. Der versank fluchend in den morastigen Tiefen des Flusses und wurde nie wieder gesehen.

Barmener Baggersee

Zwei Seen laden in der Nähe von Jülich zum Baden ein. Der Blausteinsee ist jedoch nur kommerziell ausgerichtet. Ohne einen 2,-€ teuren Parkplatz geht gar nichts. Überall sonst ist Parkverbot. Am Ufer des Sees gibt es einen Strand, ein Restaurant und eine Tauchbasis. Das ist nicht unser Ding. Besser finden wir es da am Barmener Baggersee. Das Wasser ist wesentlich klarer und es ist weniger Betrieb. Es gibt auch hier einen Badestrand. Gegenüber steht ein Beobachtungsturm für Wasservögel. Ein Rundweg führt um den See herum, der in einem Naturschutzgebiet liegt.

Solarturm Jülich

Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von Energie mit Hilfe der Sonne stehen heute fast überall. In den USA und Spanien konnten wir schon Solarthermie-Anlagen bewundern. In Jülich stießen wir nun auf einen Solarturm. Viele bewegliche Spiegel fangen die Sonnenstrahlen ein und leiten sie an einen Empfänger in der Spitze des Solarturms weiter. Dort werden sie gebündelt und es entsteht Hitze. Mit der Hitze wird Wasser zu Wasserdampf umgewandelt, der eine Turbine antreibt, die wiederum Strom erzeugt. Sehr interessant.

Tour de France in Jülich

Am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes in Jülich, am 2. Juli, kam die Tour de France durch die Stadt. Sie startete einen Tag vorher in Düsseldorf. Wir waren neugierig und gingen gegen 13 Uhr in die Stadt, um zu sehen, was da los ist. Die Hauptstraße war von 12-17 Uhr komplett gesperrt. Lange bevor die Radfahrer eintrafen, kamen jede Menge Werbefahrzeuge, man sprach von 150, die Strecke entlang gefahren. Es wurden Fanartikel verkauft und „Kamelle“ geworfen, allerdings meist aus Werbeartikeln bestehend. Dann kamen immer wieder vereinzelt Autos, Motorräder, zum Teil von der französischen Gendarmerie. Viele der Werbefahrzeuge sahen wie einem Karnevalsumzug entlehnt aus. Es ist unglaublich, wie viel Vorgeplänkel da so abläuft, bevor es zur Sache geht.
Gut zwei Stunden mussten wir warten, bis die Hauptdarsteller der Tour de France in Jülich ankamen. Dann ging alles sehr schnell. Nur zwei Minuten später war alles vorbei. Vier Fahrer bildeten die Vorhut, eine Weile später kam das Hauptfeld, wenig später ein paar Nachzügler, dazwischen fuhren Begleitfahrzeuge. Den Abschluss bildeten die Teamwagen mit Ersatzrädern und -teilen, und das Abschlussfahrzeug. An den Straßenrändern herrschte überraschenderweise große Disziplin. Manche Leute verbrachten ihren Tag mit Tischen und Stühlen ausgerüstet am Straßenrand.
Es war zwar ganz schön, so etwas einmal live erlebt zu haben, aber noch einmal müssen wir das nicht haben.

 

 

Dresden

Frauenkirche

Nun möchte ich endlich einmal meiner Heimatstadt Dresden einen kurzen Artikel widmen. Da fast ausnahmslos jeder Dresden-Besucher, den ich getroffen habe, begeistert von dieser Stadt ist, brauche ich nicht viel Werbung für Dresden zu machen. Seit der Wende hat sich das Stadtbild allerdings sehr verändert. Bis zur Wende konnte man vom Hauptbahnhof über die Prager Straße und den Altmarkt bis zur Schlossruine und den Kulturpalast sehen. Inzwischen versperren viele neu gebaute Einkaufszentren und Bürohäuser den Blick.
Aber es wurden nicht nur Bausünden begangen, sondern auch große Leistungen in Sachen Wiederherstellung des Dresdner Schlosses, der Frauenkirche und des Neumarktes vollbracht. Der Bau der Frauenkirche wurde ausschließlich aus Spendengeldern der Bürger und Touristen finanziert. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen.

Dresdner Residenzschloss

Ebenso erstrahlt das Dresdner Residenzschloss in neuem Glanz, in dem die barocke Schatzkammer „Grünes Gewölbe“ seinen ursprünglichen Platz zurück bekommen hat. Das barocke Bau-Ensemble im Zentrum Dresdens wird durch das Cosel-Palais aus dem Jahre 1765 ergänzt. In dessen attraktiven Gewölbekeller findet man eines der beliebtesten Restaurants der Altstadt.

Cosel-Palais

Die großen und berühmten Bauten, wie eben genannt und zu denen auch das Verkehrsmuseum gehört, sind in die Neubauten des Neumarktes eingebettet. Neubauten ist fast das falsche Wort, denn es sind eher neue Altbauten, denn so wie heute, sah der Neumarkt auch vor dem verheerenden Bombenangriff vom 13. Februar 1945 aus. Was fehlt, sind die Hinterhofhäuser, in denen in der modernen Zeit sowieso niemand mehr wohnen will.

Keller der ehemaligen Bebauung

Unter dem Neumarkt liegen noch die Reste der Keller aus dem 14. bis 17. Jahrhundert, die während der Neubebauung ausgegraben wurden. Im Moment liegen sie dort frei, wo der letzte Gebäudekomplex der Neumarktbebauung entstehen soll. Ich weiß nicht, ob man die Fundamente so anlegt, dass die Keller erhalten bleiben oder ob sie für alle Zeit vernichtet werden.

Kulturpalast

Der Kulturpalast, Prachtbau aus der DDR-Zeit, wurde kürzlich restauriert. Hier haben die Dresdner Philharmonie und das Dresdner Kabarett „Herkuleskeule“ ihre neue Heimat gefunden.

Stallhof

Zu erwähnen ist auch noch das Georgentor, durch welches man geht, wenn man vom Schloss zur Hofkirche am Semperplatz gehen will. Rechterhand liegt einer der Eingänge zum Stallhof.

Fürstenzug

Am Semperplatz stehen auch die Semperoper, der nördliche Trakt des Zwingers und das Italienische Dörfchen. Biegt man aus dem Georgentor kommend nach rechts ab, läuft man direkt unter dem Fürstenzug entlang.

Brühlsche Terrasse

Zwischen Fürstenzug und Elbe kann man auf der Brühlschen Terrasse schlendern und auf die Elbe hinuntersehen. Am gegenüberliegenden Königsufer sind die alten Regierungsgebäude, zum Teil haben sie heute noch diese Funktion, zu sehen.

Blick zum Königsufer

Am diesseitigen Terrassenufer legen die berühmten Raddampfer zu Fahrten Elb-auf über Pillnitz nach Bad Schandau und Elb-ab nach Meißen ab. Leider werden fast alle „Dampfer“ inzwischen mit Dieselmaschinen angetrieben. Nur noch die „Diesbar“ fährt unter Dampf und steht zudem unter Denkmalschutz.

Wer in Dresden ist, sollte sich auch Zeit für die restaurierte innere Neustadt nehmen. Zu DDR-Zeiten ein Viertel in dem niemand wirklich leben wollte, lockt die innere Neustadt heute mit aufpolierten Fassaden, Hinterhöfen und vielen Szenelokalen. Die Mieten sind hier kaum noch bezahlbar.

Carola-Schlösschen

Wem der Trubel in der Stadt zu viel wird und sich nun nach etwas Erholung und Entspannung sehnt, der sollte im Großen Garten spazieren gehen. Ziele hier wären z.B. das Palais im Großen Garten in dessen Mitte oder das Carola-Schlösschen am Südrand des Gartens. Das Carola-Schlösschen, welches zur Einkehr einlädt, wird vom Carola-Teich umrahmt. In einem der Ruderboote, die verliehen werden, kann man von vergangenen Zeiten träumen.

Park-Eisenbahn

Eine Alternative zum Spaziergang ist die Fahrt mit der Parkeisenbahn durch den Großen Garten. Zu DDR-Zeiten hieß die Kleinbahn „Pionier-Eisenbahn“. Unter der Aufsicht von Erwachsenen konnten damals Schüler ihrem Eisenbahn-Hobby nachgehen.

 

 

Finsterbergen

Blick über Finsterbergen

Von 1984 bis 1987 arbeiteten wir an mehreren DDR-Bauabschnitten der Erdgastrasse in der damaligen UdSSR, und zwar für das Gewerk KKAB. Klaus und ich waren in Jefremow, Gorno und Gremja. Ich schreibe das in der Hoffnung, dass vielleicht der ein oder andere Trassenkumpel, der von diesen Treffen noch nichts weiß, diesen Bericht ließt und sich bei uns meldet. Wir würden uns sehr darüber freuen.
In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen trifft sich der harte Kern im gesamten Bundesgebiet, um sich wiederzusehen, zusammen zu sein und über alte und neue Zeiten zu sprechen. Das letzte Treffen von KKAB-Leuten, oder solchen, die eng auf den besagten oder anderen Baustellen mit KKAB zusammengearbeitet haben, fand jetzt zu Pfingsten in Finsterbergen, bei Friedrichroda in Thüringen statt.
Unterkunft findet man im Tannhäuser Hotel Rennsteigblick, in Privatzimmern oder auf dem kleinen Campingplatz.
Wie immer hatten wir ein paar tolle Tage, aber der heilklimatische Kurort Finsterbergen hat neben einem Freizeitbad auch andere Dinge zu bieten. Vor allem für Wanderer und geübte Radfahrer ist der Ort ein hervorragender Ausgangspunkt, um Touren zum Rennsteig, durch andere Teile des Thüringer Waldes oder in die hübschen kleinen Orte der Umgebung zu unternehmen.

Rennsteigweg

Unsere Wanderungen brachten uns von Finsterbergen aus zum Brandleite See, und von dort hoch zum „Possenröder Kreuz“ auf dem Rennsteig. In der Nähe dieses Rastplatzes befindet sich rechter Hand ein Aussichtsturm mit einem schönen Rundblick. Geht man den Rennsteig in dieser Richtung weiter, kommt man wieder nach Finsterbergen zurück. Richtet man seine Schritte nach links, gelangt man zum Berghotel Ebertswiese. Dort kann man zum Essen oder einen Kaffee mit sehr leckerem Kuchen einkehren.

Bergseekulisse

Nur 500m vom Berghotel entfernt befindet sich der Bergsee. Dies war einmal ein alter Steinbruch. Das Loch, welches hinterlassen wurde, füllte sich mit Wasser. Um den See herum breitet sich Wiese aus, und am hinteren Rand ragt eine Steilwand in die Höhe. Dieser Abstecher lohnt sich wirklich. Von dort aus wandert man entweder wieder zurück, oder man lässt sich, wie wir, abholen.

größte Kuhglocke der Welt

Kleinschmalkalden schmückt sich seit dem 8. August 2003 mit der „größten Kuhglocke der Welt“ mit einer Gesamthöhe von 3,28m. Die Glocke wurde in einem Jahr Bauzeit aus 5mm starkem Stahlblech gefertigt. Fototafeln klären über den Bau, die technischen Daten und den Transport der Glocke zum Bestimmungsort auf.

 

 

Goch

Goch

Goch

Verschiedene Werkstatttermine brachten uns nach Goch. Das liegt bei Kleve, zwischen Duisburg und Nijmegen an der niederländischen Grenze. Das kleine Flüsschen Niers fließt durch Goch und mündet auf der niederländischen Seite in die Maas. Der Stellplatz in Goch ist hervorragend, mit viel Grün, großzügig angelegt und kostet nur 5,- €, Strom und Wasser müssen extra bezahlt werden. Nur ein paar hundert Meter entfernt liegt die Innenstadt von Goch mit der Fußgängerzone und dem Marktplatz. Viele historische Gebäude und die Niers machen die Stadt interessant. Fahrradfahren bis zum Abwinken, Paddeln auf der Niers oder Wandern, alles ist möglich. Ein Tag Entspannung im Freizeitbad mit Saunabereich ist ebenfalls nicht zu verachten. Wer wochentags bis 13 Uhr kommt spart noch 6,- € zur Tageskarte. Auch vor dem Bad befinden sich WOMO-Stellplätze, kostenlos und ohne alles. Der Saunabereich ist eine Wucht. Man kann zwischen sieben verschiedenen Saunen wählen, es gibt je ein Schwimmbecken innen und außen, verschiedene Liegebereiche und sogar einen Sandstrand mit Baggersee. Eine der Saunen steht wie ein Hexenhäuschen auf Stelzen im See. In der Mitte der Sauna sorgt ein nach allen Seiten gläserner Kamin für Gemütlichkeit.

die Niers

die Niers

Der Niederrhein ist sowieso ein sehr schöner Landstrich, der platt wie eine Flunder ist, was zusammen mit dem gut ausgebauten Wegenetz das Fahrradfahren zu einem waren Vergnügen macht. Flüsse, Seen, Felder und Wälder und ein angenehmes Klima sorgen für eine schöne Zeit am Niederrhein. Gerade jetzt kommen wir mit 24-30 Grad doch noch zu unserem persönlichen Sommer, ein Glück, nach der relativ kühlen Rundfahrt über die Britischen Inseln.

Geldern existiert zwar schon seit 879 und erhielt 1229 seine Stadtrechte, aber alte Bauten sind kaum noch zu finden. Fast alles ist neu und modern und weist dunkelrote Klinkerfassaden auf.

Gnadenkapelle Kevelaer

Gnadenkapelle Kevelaer

Eher was für´s Auge ist da schon die Stadt Kevelaer. Hier besteht noch die Harmonie der alten Fassaden und engen Straßen. Viele Restaurants und Cafés laden bei einem Stadtbummel ein. Zufällig erfuhren wir, dass Kevelaer der „größte Wallfahrtsort Nordwest-Europas“ ist. Daher ist die Stadt fast immer voller Touristen und Pilger. Die Gnadenkapelle, innen pompös gestaltet, fällt in ihrer Optik aus der Rolle. Der Turm der Marienbasilika ist mehr als 90 Meter hoch. Zudem ist Kevelaer aus staatlich anerkannter Erholungsort.

 

 

 

Ukranenland

Ansicht von der Uecker

Ansicht von der Uecker

Am Ortsrand von Torgelow (Mecklenburg-Vorpommern), direkt an der Uecker, liegt das Freilichtmuseum „Ukranenland“. In meinem Artikel „Endlich auf Tour“ berichtete ich schon einmal von den Ukranen. Von den Wikingern wurde dieses Volk Wenden genannt. Die Ukranen bewohnten ein großes Gebiet des heutigen Nordwestdeutschland.

Schmiede

Schmiede

Im Freilichtmuseum, zu dessen Bau 1991 der Grundstein gelegt wurde, erstanden Holzhäuser in Block-, Bohlen oder Flechtbauweise, allein auf Grundlage archäologischer Funde. Das Ukranenland wird durch haupt- und nebenberufliche Einwohner in Ukranengewändern belebt, die abwechselnd zeitweise in den Häusern leben. Die Besucher können in die Einraum-Häuser hineinsehen. Schlafen, Wohnen, Lagern, alles fand in diesem einen Raum statt. Eine Gemeinschaftsküche, Getreide- und Ölmühle, ein Backofen, eine Schmiede sowie ein Brunnen ergänzen das Dorf.
Viele Schulklassen haben das Ukranenland als Ausflugsziel auf dem Stundenplan. Dann haben die Kinder die Möglichkeit, Löffel zu schnitzen, Messer herzustellen, zu töpfern oder anderen handwerklichen Tätigkeiten nachzugehen.

Segelboot

Segelboot

Am Ufer der Uecker liegt ein Segelbootnachbau der Ukranen. Nach Anmeldung werden Ausflugsfahrten mit verschiedenen Booten angeboten.
Das Freilichtmuseum lädt zu einem längeren Aufenthalt ein, wer möchte, kann auch die Grillhütte nutzen. Wir können einen Besuch in dem absolut ruhig gelegenen, weil der Zivilisation entrückten, Dorf nur empfehlen.

Drewelow

Hauptstraße von Drewelow

Hauptstraße von Drewelow

Drewelow. Wo bitte liegt Drewelow? Da findet kein Tourist hin. Das Dorf liegt mitten im Nirgendwo südwestlich von Anklam. Dort hört man nur Vögel, Hühner und Hunde. Herrlich für den, der das liebt. Klaus jüngster Bruder hat dort mit seiner Familie ein Häuschen mit einem wunderschönen, großen und freien Grundstück. Unser Motorhome steht dort und harrt den Restarbeiten, die noch an ihm zu erledigen sind. Für die umfangreichste Arbeit saß ich fast einen Tag auf dem Dach und habe Luken und Hauben geputzt. Ich glaube, die haben in ihrem Leben noch nie eine Wäsche erfahren. Zudem überlegten wir, was wir mit dem Dach selbst machen können, denn es braucht unbedingt und dringend eine neue Schutzschicht. In Deutschland ist keine Pflege für Gummidächer zu bekommen. In Amerika kann man sie zwar bestellen, aber bekommt sie nicht nach Deutschland geliefert, weil die Lösungen als Gefahrgut gelten. Die Firma TSL kommt zwar an diese Pflegemittel heran, hat sie aber leider nicht mehr auf Lager und der nächste Container aus den USA kommt erst im Oktober. Bevor wir in das regenreiche Großbritannien fahren, muss irgendetwas auf die Gummihaut des Daches aufgebracht werden. Nach langer Recherche bestellten wir nun einen Tiefenpfleger von ArmorAll, den wir leider erst nächste Woche bekommen. Also müssen wir uns in Dresden, unserer nächsten Station darum kümmern. Es ist keine Dauerlösung, muss aber bis Oktober halten. Nun muss nur noch die defekte Abstützung repariert werden und das Motorhome zum TÜV.

riesige Felder

riesige Felder

Trotz der vielen Arbeiten und Besuche fanden wir auch Zeit für eine Wanderung um Drewelow herum. So oft wir schon hier waren, wir kamen noch nie dazu, uns in der Umgebung umzusehen.

Wasserburg Spantekow

Wasserburg Spantekow

Der Weg führte uns zuerst nach Spantekow, wo eine Wasserburg zu besichtigen ist. Die Bilder, die wir auf Tafeln sahen, versprachen ein schönes Erlebnis. Als wir dort ankamen, war der Eingang zum Burghof verschlossen. Eine Besichtigung ist wohl nach telefonischer Anmeldung bei den Eigentümern möglich. Die Burg ist so zugewachsen, dass man kaum noch die Gebäude erkennt. Der Wassergraben ist zum Teil trocken und die Brücke darüber, die einmal existierte, gibt es auch nicht mehr.

Wasserburg Müggenburg

Wasserburg Müggenburg

Enttäuscht setzten wir unseren Weg über Neuenburg nach Müggenburg fort. Dort erwarteten wir nach Auskünften ein Café sowie eine Turmbesteigung. Die Straße zwischen Neuenburg und Müggenburg besteht noch aus großen Granitpflastersteinen. Solche Straßen durchzogen Anfang des 19. Jahrhundert weite Teiles dieses Landstriches.
In Müggenburg begrüßten uns schottische Highlandrinder. Es war heiß und wir freuten uns nach zehn Kilometern Wanderung auf ein Eis. Das Tor zur Burg war verschlossen, kein Anzeichen für ein Café. Da kam der Besitzer heraus. Er war offensichtlich mit Renovierungsarbeiten beschäftigt. Er sagte uns, dass die Burg seit zwei Jahren für Besucher geschlossen ist, kein Eis, keine Turmbesteigung. Da kann man nichts machen. Nach Drewelow zurück waren noch zweieinhalb Kilometer zurückzulegen.

 

Anklam und Usedom

Um Weihnachten herum besuchten wir einmal mehr die alte Heimat Anklam, kurz vor Usedom. Eine Tagestour führte uns auf die Insel Usedom, um die Ostsee zu sehen. In Ahlbeck spazierten wir durch die Straßen und an die Seebrücke, sowie am Strand entlang. Während sich im Sommer die Menschen drängen, ist es im Winter sehr erholsam, auch wenn das Wetter nicht immer mitspielt.

Restaurant Haithabu

Restaurant Haithabu

Im Zentrum Ahlbecks fanden wir das Restaurant Haithabu, in dem sich alles um Wikinger dreht. Vor kurzem erst sahen wir im Fernsehen eine Reportage über die Wikingersiedlung an der Schlei in Schleswig-Holstein. Haithabu war einst ein bedeutendes Handelzentrum der dänischen Wikinger. Um die 1000 Einwohner verschiedener Völker sollen in Haithabu gelebt haben. Ein Museum berichtet über die Ausgrabungen und die Geschichte des Ortes. Da wir schon in Schweden und Norwegen über die Wikingerkultur gestolpert waren, interessierte uns das Restaurant in Ahlbeck und wir kehrten ein. Stilecht werden die Gäste empfangen und bewirtet. Speisen und Getränke werden in Tongeschirr serviert, die Speisekarte ist sehenswert, das Essen ausgezeichnet. Wir können das Haithabu nur empfehlen.

Bansiner Strand

Bansiner Strand

Bei Bansin machten wir noch einen Abstecher zum Ostseestrand, hinter dem sich die bewaldete Steilküste erhebt. Hierher verirrt sich zur Winterzeit kaum jemand und man hat den Strand fast für sich alleine. Eine eigenartige Ruhe hüllt die Umgebung ein.

Spuren der Biberarbeit

Spuren der Biberarbeit

An der Peene bei Anklam fühlen sich die Biber wohl, die hier seit geraumer Zeit wieder leben. Ihre Zahl nimmt stetig zu. Wenn es ruhig ist, hat man gute Chancen, diese possierlichen Tiere zu beobachten. Die Spuren ihres Tuns sind überall zu sehen. Angenagte oder sogar gefällte Bäume, Holzspäne, Zweige und Wege zeigen unübersehbar ihre Anwesenheit an.

Pommernkogge "Ucra"

Pommernkogge „Ucra“

Im Stadthafen von Ückermünde ist ein Stück Vergangenheit aufgetaucht. In jahrelanger und mühevoller Handarbeit entstand in Torgelow eine Kogge. Dieses Segelschiff war im Mittelalter der gängige Handelsschiffstyp auf der Nord- und Ostsee. Die „Ucra“, so der Name der Pommernkogge, kam im Sommer 2015 nach Ückermünde, wo die restlichen Aufbauten montiert werden. Bald soll die „Ucra“ Touristen auf dem Stettiner Haff und der Ostsee durch die Wellen schippern.

 

 

Deutschlands längste Hängeseilbrücke

Deutschlands längste Hängeseilbrücke

Deutschlands längste Hängeseilbrücke

Eine geschätzte halbe Million Menschen aus ganz Deutschland, ein Verkehrschaos in Mörsdorf (Hunsrück) schlimmer als zur Rush-Hour in Berlin, eine wahre Völkerwanderung mit dem einen Ziel – die längste Hängeseilbrücke in Deutschland – 360m lang, 100m hoch über dem Mörsdorfer Bachtal.
Am 3. Oktober, also vor einer Woche wurde diese Brücke nach rund einem halben Jahr Bauzeit eröffnet. Da wir an diesem Wochenende nicht zuhause waren und wegen der Jahreszeit nicht mehr viel Zeit bleibt, um längere Wanderungen zu unternehmen, nutzten wir nun den vergangenen Sonntag und schönstes Herbstwetter, um uns die Brücke anzusehen. Um die Mittagszeit trafen wir in Mörsdorf ein und fanden nach langem Suchen endlich hinter dem Dorf, in der Nähe des Sportplatzes einen Parkplatz. Die angeblich reichlich vorhandenen Parkplätze waren wegen Überfüllung gesperrt und die Autos parkten schon einen Kilometer vor Mörsdorf an Feldwegen oder am Straßenrand. In Mörsdorf selbst, wo sich das Besucherzentrum befindet, wurde ein komplettes Parkverbot ausgewiesen. Als wir endlich, nachdem wir das erste Mal Nerven gelassen hatten, das Besucherzentrum erreichten, stellte sich heraus, dass es eigentlich eine Kneipe ist. Für die Besucher der Brücke liegt ein Faltprospekt aus, aus dem man jedoch kaum schlau wird.

am Brückenkopf

am Brückenkopf

Jetzt schlossen wir uns den Massen an Leuten an, die einer Prozession gleich, alle Richtung Hängeseilbrücke strömten. Nach einem 1,2 km langen Fußweg standen wir vor dem Bauwerk.

Brückenüberquerung

Brückenüberquerung

Die Brücke hat eine Tragkraft von 600 Leuten jeden Alters. Es sah aus, als wäre dieses Limit längst überschritten. Auf Grund meiner beruflichen Erfahrung weiß ich, dass in alle Bauwerke großzügige statische Sicherheiten eingerechnet sind. Dem vertrauend überquerten wir im stop-and-go-Gänsemarsch Deutschland längste Hängeseilbrücke, die am Boden nur so breit ist, dass zwei Leute aneinander vorbei kommen. Durch die große Belastung bewegte sich die Brücke sehr stark und die Halteseile hatten alle Hände voll zu tun.

Mörsdorfer Bachtal

Mörsdorfer Bachtal

Viele Leute beließen es beim Anblick der Brücke. Uns kam kurz vorm anderen Ende eine Frau entgegen, die meinte, dass sie die Überquerung nicht schafft. Plötzlich befand sie sich hinter mir, voller Panik und mit Schweiß auf der Stirn. Man sollte also schon ein bisschen ´was aushalten, wenn man die Brücke „bezwingen“ will.
Bei der Überquerung blieb allerdings nur wenig Zeit, die Brücke, das Tal und die herbstliche Färbung des Waldes im Sonnenlicht zu genießen.

Blick von unten

Blick von unten

Auf der Sosberger Seite angekommen, folgten wir dem Wanderweg unter der Brücke hindurch und durch das Tal zurück nach Mörsdorf. Ich hatte gehofft, dass wir wenigstens dort fast alleine wären, aber auch der zirka drei Kilometer lange Wanderweg war mehr als gut besucht. Ruhe und Wald genießen, Fehlanzeige. Stellenweise ging es auch hier nur im Gänsemarsch vorwärts. Der Geräuschpegel war enorm.

Wir haben schon viel erlebt, aber dieses Erlebnis kann man kaum noch toppen. Es war einfach nur eine einzige Katastrophe. Die Organisation der ganzen Sache ließ doch sehr zu wünschen übrig, auch wenn wir glauben, dass niemand mit solch einem Ansturm auf die Hängeseilbrücke gerechnet hat. Auf jeden Fall werden wir irgendwann noch einmal einen Anlauf nehmen, vielleicht haben wir dann mehr Glück und können uns auf dem Wanderweg „Geierlay“ erholen.

 
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Hunolsteiner Klammtour

Drohntal

Drohntal

Dieser 11 km lange Wanderweg bei Hunolstein, zwischen Morbach und Thalfang im Hunsrück gelegen, gehört zu den vielen Traumschleifen, die im Laufe der vergangenen Jahre eröffnet wurden. Die Tour beginnt am Hunolsteiner Bauernhofcafé. Über einen asphaltierten Weg durch Felder, Wald und vorbei an Aussteigergrundstücken, erreicht man die Burgruine Hunolstein. Viel ist nicht mehr von ihr übrig, aber wenn man auf den Felsen klettert, hat man einen herrlichen Blick über einen Teil des Hunsrücks und das Drohntal.

Rastplatz

Rastplatz

Durch den Ort Hunolstein, vorbei an der Kirche, erreicht man den Einstieg in das Drohntal. Nur ein Stück weiter wartet eine Überraschung auf die Wanderer, weshalb man die Tour eigentlich anders herum angehen sollte. Vielleicht auf Initiative der Aussteiger entstand ein kleiner Rastplatz mit Hütte, Sitzgelegenheiten und Informationsmaterial. Wer Lust hat, trägt sich in das ausliegende Gästebuch ein. Das ist wirklich eine schöne Idee.

Rheinhardsmühle

Rheinhardsmühle

Derart motiviert setzt man den Weg fort und gelangt so zur Rheinhardsmühle. In den Beschreibungen des Wanderweges wird noch von einer tollen Außenbemalung berichtet. Die neuen Eigentümer fanden die vielen Engel und sonstigen christlichen Motive nicht so toll und überstreichen gerade die Fassaden. Es ist ja auch eine Mühle und kein Gotteshaus.

wilde Romantik

wilde Romantik

Von hier aus begleitet der Wanderweg die Drohn in einem idyllischen, fast naturbelassenen Tal, in dem hin und wieder steile Felsen aufragen.

Hölzbachklamm

Hölzbachklamm

Irgendwann kommt man an eine Gabelung, von der aus es rechts in die wildromantische Hölzbachklamm geht. Jetzt wird es etwas knifflig, denn es steht ein wenig Kletterei an. Der Wasserfall, der durch die Hölzbachklamm plätschert, kann nur über seitlich entlangführende Felsen erklommen werden, mit Hilfe eines Seils. Danach ist der Weg wieder schmal, aber gut. Am Ende der Klamm spannt sich eine kleine Brücke über den Bach, die den Wendepunkt markiert.

Blindschleiche

Blindschleiche

Etwas über dem Bach führt der Wanderweg zurück, erst durch Wald, dann öfters durch Felder, auf denen Schafe und Kühe grasen. Den Hölzbach hat man hinter sich gelassen, jetzt begleitet der Kellertsbach die Wanderer. Überall raschelt es am Wegesrand. Neben Eidechsen und Mäusen begegneten wir einer relativ großen Blindschleiche.

Das letzte Stück, zirka eineinhalb Kilometer, geht es immer nur bergauf, zurück auf die offene Hunsrückhöhe. Das sind ungefähr 150m Höhenunterschied. Als Belohnung für diese wirklich schöne Wanderung wartet das Angebot des Hunolsteiner Bauernhofes.

 

 

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