A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

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Wohnmobilstellplatz bei A+K Weltenbummler

Das Schicksal hat es nun so gewollt, dass wir nach Jahren des Reisens wiedermal einen festen Wohnsitz haben. Es hat uns in Anklam zu einem Häuschen mit einer großen Wiese verholfen. Darauf hat unser Womo nun ebenfalls eine Bleibe gefunden. Während des Hausumbaus wohnen wir weiter im Womo auf der Wiese. Es wäre aber schade, wenn es sich alleine fühlen würde. Deshalb möchten wir Euch Womo-Fahrer ganz herzlich einladen, die große Wiese als Stellplatz zu nutzen. Für 5,-€ bieten wir Euch einen ruhigen und grünen Stellplatz an, jedoch ohne Service.

Morgens steht man mit dem Gezwitscher verschiedener Vögel auf. Den Schwalben kann man bei Ihren Flugmanövern zuschauen. Bis ins Zentrum von Anklam, dem Tor zu Usedom im Nordosten Deutschlands, ist man zu Fuß in einer halben Stunde. Zum Einkaufen sind es fünf Minuten Fußweg. Freizeitmöglichkeiten in der Natur wie Radfahren, Kanufahren auf der Peene und viel Kultur werden reichlich geboten. Anklam ist zudem die Heimat von Otto Lilienthal, dem deutschen Flugpionier, auf dessen Spuren man im gleichnamigen Museum wandeln kann.

Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid, seht Euch den Platz bei uns einfach mal an. Es gibt leider eine Einschränkung: da die Wiese am Rande einer Siedlung liegt, ist die Durchfahrt für Fahrzeuge über 3,5t verboten. Außerdem wäre eine Möglichkeit zum Ausgleich von leichten Unebenheiten angeraten.

Es kann zwar in den ersten Wochen hin und wieder zu leichten Beeinträchtigungen durch den Umbau kommen, auch den Stellplatz für unser Womo wollen wir noch befestigen, aber wir werden sie in einem möglichst geringen Rahmen halten.

Also, wir freuen uns schon auf Euch. Damit Ihr auch zu uns findet, hier noch die Koordinaten:

N 53° 50´ 48″  O 13° 42´ 50″ 

 

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Burg Frankenstein

Es gibt wohl niemanden, der nicht einmal von dem Monsterroman „Frankenstein“ gehört hat. Die Burgruine, die seit 1252 der Adelsfamilie Frankenstein gehörte, so zumindest die erste urkundliche Erwähnung, lieferte der Schriftstellerin Mary Shelley die Inspiration zu ihrem Roman. 1814 hielt sich die Schriftstellerin in Gernsheim am Rhein auf und erfuhr dort von der Burg.

geheimnisvolles Gemäuer als Ersteindruck

Die Frankensteins lebten rund 400 Jahre in den Gemäuern, die sie immer mal wieder erweiterten, bis sie ihren Wohnsitz 1662 verkauften. Ab diesem Zeitpunkt verfiel die Burg. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts baute man die Reste der Anlage zum Ausflugsziel aus. Heute kommen Besucher aus der ganzen Welt, um die Burgruine mit ihrem schaurigen Hintergrund zu sehen. Für 1,-€ „Wegezoll“, zur Erhaltung der Substanz, kann die teilweise rekonstruierte Anlage besichtigt werden.

Burg Frankenstein

Die Legende vom heiligen Georg, der den Drachen tötete, stammt wohl auch von der Burg. „Der Drache, der an einem Brunnen in der Nähe lebte, richtete viel Schaden an und die Menschen baten den Ritter Georg von Frankenstein, ihn zu töten. In voller Rüstung trat dieser gegen den Lindwurm an. Der Kampf dauerte lange, aber endlich besiegte Georg den Drachen. Mit dem letzten Atemzug rammte das Untier jedoch den giftigen Stachel seines Schwanzes in Georgs Bein. Mit Mühe erreichte Georg seine Burg und verstarb dort drei Tage danach.“ Das Grabmal Ritter Georgs soll bis heute in der Kirche von Nieder-Beerbach zu sehen sein.

Auf jeden Fall nicht in das Reich der Sagen und Legenden gehört die schöne Aussicht über das umliegende Land. Die Burg verdient ihren Unterhalt mit Dinnershows (Grusel, Krimi, Zauberei und anderes) sowie Hochzeiten in der kleinen rekonstruierten Kapelle. Hört sich doch sehr interessant an.
Für Wanderer stehen genügend Wege rund um die Burg zur Verfügung.

Emmendingen

Im Südwesten Deutschlands ist das Wetter im Moment noch wärmer als im Hunsrück, wo wir anschließend hin wollen. Auf der Suche nach einem besseren Stellplatz stießen wir auf Emmendingen. Ein guter Stellplatz ist bei den Sportanlagen und dem Freibad zu finden, kostenlos. Ver- und Entsorgung sind gegen Gebühr möglich. Der Platz ist ruhig und als Ausgangspunkt für viele Ausflüge geeignet.

Was uns auf der Tour besonders gefehlt hat war ein richtiges Bad. In Emmendingen ist das Mach´ Blau-Bad genau das richtige. Wenn man zwischen 13 und 15 Uhr kommt kostet die Tageskarte 15,-€, danach 17,50€, für die Saunalandschaft inkl. Schwimmbadbenutzung. Um diese Zeit geht es noch ruhig zu. Es gibt mehrere Saunen, auf einen Innen- und einen Außenbereich verteilt. Wenn man Glück hat steht ein kleiner Becher mit Saunasalz bereit, oder auch etwas Obst. Trinkwasser ist jeder Zeit verfügbar. So steht einem Rundum-Saunavergnügen nichts mehr im Wege. Das Schwimmbad ist über einen Durchgang zu erreichen, wo im Frühjahr vor allem das 32°-Außenbecken, mit Wasserdüsen-Liegen und Massagedüsen am Beckenrand ausgestattet, lockt. Wir genossen die Stunden im Mach´ Blau-Bad in vollen Zügen, zumal es draußen schön warm und sonnig war.

Ein anderer Ausflug führte uns zum Eichbergturm. Es ist der höchste Aussichtsturm Deutschlands. Die Aussichtsplattform ist 43,20m hoch, die Turmspitze liegt noch einmal 10 Meter höher. Um die 360°-Rundumsicht von oben genießen zu können müssen 240 Stufen bezwungen werden. Der Blick reicht dann vom Schwarzwald über den Kaiserstuhl bis zur Rheinebene.

höchster Aussichtsturm Deutschlands

Rund um den Turm kann man schön im Wald wandern gehen. Auf der Infotafel am Fuße des Turms ist von einer „Gebrannten Eiche“ die Rede. Das wäre doch ein Wanderziel für die kurze Distanz, 0,5 Kilometer. Wir liefen los und suchten natürlich die Eiche, von der wir ausgingen, dass sie vielleicht durch Blitzschlag abgebrannt wäre. An der Weggabelung abgekommen, kein Hinweis mehr auf die Eiche, auch keine Eiche selbst. Hmm, was nun. Dann entdeckten wir ein Schild und einen Stein darunter. Die Eiche gibt es nicht mehr, dafür steht jetzt der dreiseitige Grenzstein an dieser Stelle. Die Aufschrift auf dem Schild erklärt die Situation.

„Gebrannte Eiche“

Emmendingen selbst ist auch recht nett. Alles ist sehr gepflegt, hell und freundlich, ganz das Gegenteil von dem, was wir in Italien Tag für Tag sahen. Sehr schön ist der Stadtpark, in dem man sich ausruhen kann.

Stadtpark Emmendingen

Am Ufer des Flüsschens Elz lässt es sich ebenfalls gut spazieren gehen. Das sind nur einige Beispiele. Die Palette der Sehenswürdigkeiten rund um Emmendingen ist noch viel größer. Vor allem der Weinanbau ist ein großes Geschäft.

Ölkäfer

Schwarzblauer Ölkäfer

Wir sind mal wieder in Drewelow. Ich berichtete einmal von diesem winzigen, ruhigen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern. Von hier wollen wir zu unserer Sommer-Rundreise starten.

Der Boden in und um Drewelow ist sandig, hier und da gibt es noch fast unberührte Wiesen. Vor ein paar Tagen fiel uns eine Käferart auf, die wir noch nie vorher gesehen hatten. Eine Recherche ergab, dass es sich bei diesen seltsamen, großen Käfern um den Schwarzblauen Ölkäfer handelt. Sie sind sehr groß, werden 3,5cm lang, und sehr behäbig. Eine Tastprobe ergab, dass ihr Körper sehr weich ist. Das liegt daran, dass ihre Flügel nur noch Stummel sind und bald hinter dem Kopf aufhören. Der Körper weist ein schönes „Relief“ auf, was den Käfer optisch sehr interessant macht.

Die Recherche ergab weiterhin, dass auf unserer Aufnahme ein Weibchen zu sehen ist. Die Männchen haben stark abgewinkelte Fühler. Außerdem produzieren die Schwarzblauen Ölkäfer bei Gefahr eine ölige Flüssigkeit, die giftig ist, auch für Menschen.

„schlüpfender“ Ölkäfer

An einem der Abende, zur Zeit freuen wir uns über sehr warme Frühlingstage, fand ich eine Stelle im Garten, an der sich zwei kleine Löcher befanden. Das Erdreich war am Rand der Löcher aufgehäuft, sehr merkwürdig. Ein genaueres Hinsehen offenbarte, dass da gerade zwei neue Ölkäfer das Licht der Welt erblickten. Der Entwicklungsweg der Schwarzblauen Ölkäfer ist wohl der gleiche, wie bei den Maikäfern. Es war sehr aufregend, dies zu beobachten.

Noch eine Info: Die Schwarzblauen Ölkäfer stehen bei uns auf der Liste der gefährdeten Arten. Wenn Ihr also einen dieser Käfer seht, beobachten ist erlaubt, töten nicht, aber Vorsicht, wenn Kleinkinder in der Nähe sind.

 

 

Wismar

Die alte Hanse-Stadt Wismar steht auf der UNESCO-Welterbeliste, und das mit Recht. Die gotischen Backsteinbauten, die alten Speicher- und Handelshäuser mit ihren Stufengiebeln, die Bauten aus der Zeit der schwedischen Herrschaft, die beeindruckenden Kirchen und der Alte Hafen sind einfach einen Besuch wert. Das schöne ist, dass die Altstadt in sich abgeschlossen ist. Vor allem der Marktplatz ist ein Spiegelbild einer jahrhundertelangen Geschichte, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte. Die kann man an vielen entsprechenden Stellen viel besser nachlesen. Ich möchte hier nur ein paar Bilder zeigen, um einen Eindruck von dieser attraktiven Stadt zu vermitteln und neugierig auf sie zu machen.

Wismar von oben – Aussicht von St. Georgen

Blickfang sind die zwei größten Kirchen Wismars. St. Georgen, ihr fehlt der Turm, und St. Marien, der das komplette Kirchenschiff fehlt. Bomben richteten 1945 diese Zerstörungen an. Beide Kirchen bieten die Möglichkeit, gegen eine Gebühr von 3,-€, Wismar von oben zu sehen. Die Eintrittsgelder und Spenden werden für den Wiederaufbau der Kirchen genutzt.

Details am Turm der St. Marien-Kirche

Wasserkunst – Dieser filigrane Bau wurde um das Jahr 16. Jahrhundert errichtet. Es ist das Brunnenhaus über einem unterirdischen Wasserreservoir. Aus verschiedenen Quellen gelangte das Wasser hierher und wurde dann an wichtige Wasserabnehmer, wie die Brauhäuser, verteilt.

Wasserkunst auf dem Marktplatz

Altes Gewölbe“ – am Ausgang des Mühlenbaches zum Alten Hafen, der sich hier „Runde Grube“ nennt, steht ein ziemlich verschrobenes Fachwerkhaus, ein echter Hingucker. Es ist eines der ältesten Häuser Wismars.

„Altes Gewölbe“

Brauhaus am Lohberg – schon im 15. Jahrhundert ist an dieser Stelle ein Brauhaus belegt. Das Fachwerkensemble mit Backsteinen ist außen, aber eher noch innen, sehr sehenswert.

Brauhaus am Lohberg

Glanzstücke der Backsteingotik:

Dankwartstraße 8 – stammt wohl aus der Zeit um 1430 und besticht durch eine sehr geringe Breite.

Archidiakonat – eines der schönsten gotischen Backsteinbauten der Stadt. Die Ursprünge stammen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts.

Marktplatz – die wohl schönsten und beeindruckendsten Beispiele der Backsteingotik sind die Hotels „An der Wasserkunst“ und „Alter Schwede“ zieren den Marktplatz im Herzen der Wismarer Altstadt.

Die Altstadt wird jedoch von den alten Speicher- und Handelshäusern dominiert. Die meisten von Ihnen stammen aus Mitte bis Ende des 17. Jahrhunderts und erstrahlen fast alle dank Restauration in altem Glanz, oder sogar schöner.

Lübsche Straße

Lübsche Straße

Wassertor – das einzige von ursprünglich fünf Stadttoren, das bis in die heutige Zeit überdauert hat. Es war Teil der in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts erbauten Stadtmauer. 1865 baute man die Stadtmauer zurück, nur das Wassertor blieb stehen.

Wassertor

Schweinsbrücke – sie ist zwischen der ABC-Straße und der Nikolaikirche zu finden und überspannt den Mühlenbach, der durch die untere Altstadt fließt. An den vier Ecken der Brücke erfreuen kleine, bronzene Schweinchen in verschiedenen Haltungen die Betrachter.

Schweinsbrücke

Caféshop „especial“ – Die kleine Kaffeerösterei befindet sich in der Sargmacherstraße. Sie kooperiert eng mit Kaffeefarmen in Nicaragua. Kein Wunder, denn der Besitzer der Rösterei stammt aus dem südamerikanischen Land. Er kauft seinen Kaffee aber auch in anderen Ländern der Welt. Der kleine Laden duftet intensiv nach Kaffee, denn in Abständen arbeitet die Röstmaschine direkt vor den Augen der begeisterten Kunden. Das Angebot an Kaffeesorten ist so groß, dass man sich nur durchprobieren kann.

Caféshop „especial“

Nosferatu – Das Grauen ging in Wismar um. 1921 drehte man an mehreren Stellen der Stadt den Horrorfilm „Nosferatu“. In den Boden der entsprechenden Stellen sind Erinnerungsplatten eingelassen.

Erinnerungstafel zum Film „Nosferatu“

Der Alte Hafen – Wir glauben, die meisten Wismargäste kommen wegen der leckeren Fischbrötchen, die von Kuttern im Alten Hafen aus verkauft werden. In der Nähe liegen die Ausflugsboote der Adler-Flotte am Kai. Besonderes Fahrvergnügen bietet die „Wissemara“, die Rekonstruktion einer Poeler Kogge aus dem 14. Jahrhundert.

Alter Hafen mit Fischkuttern

Störtebeker – Man weiß nicht, wo der berühmte Seefahrer Klaus Störtebeker wirklich geboren wurde. An einem Haus in der Speicherstraße weist jedoch ein Schild darauf hin, dass der Seefahrer 1368 hier das Licht der Welt erblickt haben soll. (kein Museum)

angebeliches Geburtshaus von Klaus Strötebeker

Phantechnikum – interaktives Museum rund um das Thema Verkehrstechnik zu Land, zu Wasser und in der Luft im Raum Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Themen wie Optik, Schweißtechnik und manches mehr ergänzen die sehr interessante Ausstellung.

Phantechnikum

Viele Straßennamen erinnern an die mittelalterliche Struktur der Stadt Wismar. Da sind die „ABC-Straße“, die „Bademutterstraße“, die „Sargmacherstraße“ und die „Speicherstraße“ zu finden. Das wohl meist fotografierte Straßennamensschild ist wohl das nachfolgende. Es war einmal eine sehr schmale Gasse.

Schwedenköpfe – Sie sind das Wahrzeichen von Wismar. Ihre Herkunft ist unbekannt. Irgendwann tauchten sie als Markierung der Hafeneinfahrt nach Wismar auf. Heute stehen sie an verschiedenen Stellen in der Stadt verteilt, oder prangen von Häuserfassaden. Sie sollen wohl die Stadt und ihren Hafen beschützen. Dieser hier steht vor dem Gymnasium.

Die Stadt Wismar hat also jede Menge Interessantes zu bieten und man sollte sich ein paar Tage Zeit nehmen, um sie zu entdecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vögel Deutschland

Nicht nur rund um die Welt gibt es interessante Vögel zu beobachten, auch Deutschland hat viele schöne Vogelarten zu bieten. Manche von ihnen sieht man das ganze Jahr über, andere wiederum sind auf der Durchreise. Set ich Vogelfan geworden bin, liege ich auch in Deutschland auf der Lauer.

Greifvögel

Singvögel

Wasservögel

Tauben und Krähen

 

 

 

 

 

 

Winterspaziergang

Endlich erfreuen uns mehrere Tage Sonne am Stück. Es ist das erste Mal seit eineinhalb Jahren, dass uns dieses Glück widerfährt. Schon ewig verfolgte uns das schlechte Wetter, es war wie ein Fluch, der auf uns lastete. Jetzt ist es zwar kalt, aber das hält uns nicht mehr davon ab, hinaus in die sonnige Natur zu gehen und uns endlich in der Umgebung unseres derzeitigen Aufenthaltsortes Wismar umzusehen. Ein gut zweistündiger Spaziergang rund um den Mühlenteich und den Jungfernteich ist da ein besonderes Vergnügen. Das Gebiet gehört zum Einzugsgebiet des Wallensteingrabens. Da es seit mehreren Tagen friert, vor allem nachts, ist der See zum größten Teil zugefroren. Es halten sich jedoch große Scharen Enten, Gänse und Schwäne darauf auf, die einen Teil der Wasseroberfläche offen halten. Sie sind schon von weitem zu hören. Die Gänse suchen sich aber auch auf den nahen Feldern ihre Nahrung. Lautstark wechseln sie fliegend ihren Aufenthaltsort zwischen See und Feld.

Man durchquert, im Uhrzeigersinn gehend, zwei im Winterschlaf liegende Kleingartenanlagen und läuft oft zwischen Feldern und Seeufer entlang. Der Weg, auf einem kurzen Stück ist dieser ein Bretterweg, führt hin und wieder durch Überflutungsbereiche des Mühlenteichs. Im Wasser stehende, zum Teil umgekippte Bäume, sowie abgestorbenes Schilf und kahle Büsche sorgen für geheimnisvolle Bilder in der tiefstehenden Sonne. Von einem Abschnitt des Seeufers aus kann man den Turm der Marienkirche in Wismar sehen. Ein Teil des Rundweges liegt im Naturschutzgebiet „Teichgebiet Wismar-Kluß“

Bald darauf kommt man am Jungfernsee vorbei und zurück in die Stadt. Man sollte um diese Jahreszeit nicht gerade die besten Schuhe anziehen, denn der Weg ist oft sehr matschig. Es ist trotzdem ein schöner Spaziergang, um die Natur zu genießen und ein wenig abzuschalten.

 

 

Was ist das?

Wir fanden schon im Herbst einige dieser Gallertkugeln auf der Terrasse eines Gartens. Heute lagen wieder solche glasig aussehenden Kugeln auf dem Weg. Sie haben einen Durchmesser von etwa 1,5cm. Wir haben keine Vorstellung, was das sein könnte, auch googln half nichts. Wer kann uns sagen, was das für Dinger sind?


Herbsttour 2017

Emslanddom in Haren

Haren ist noch heute eine Schifferstadt. In der Stadt an der Ems leben immer noch 300 Schiffer. Wenn man in Haren an der Ems steht, vermutet man gar nicht, dass auf dem Flüsschen große Lastkähne fahren. Um so überraschender ist es, wenn dann doch einer vorbeikommt, und dann noch einer und noch einer. Ganz in der Nähe befindet sich der große Eurohafen.
Das Schifffahrtsmuseum Haren berichtet über die Geschichte der Schiffer und ihrer Zunft. Im Kanal vor dem Museum liegen mehrere verschiedene Museumsschiffe. Der Eintritt kostet 3,-Euro. Oft hat der Mann an der Kasse nichts zu tun. Dann können Interessierte Fachgespräche mit ihm führen.
Der Womo-Stellplatz ist beim Amisia-Anleger in der Stadt zu finden. Er ist kostenlos. Da unsere Gasheizung zu diesem Zeitpunkt streikte, zogen wir zum Emsland-Camp in Fehndorf um, nahe der holländischen Grenze. Der Womo-Stellplatz mit dem Sanitärgebäude ist nagelneu und sehr schön. Das Servicegebäude und die moderne Bungalowsiedlung befinden sich noch in der Entstehungsphase. Zum Gelände gehört ebenso ein Badesee mit Sandstrand. Der Betreuer des Platzes, Vitali, ist sehr nett und kann mit jeder Menge Ratschlägen dienen.

Blumenarrangement

Wer Viersen besuchen möchte, sollte den Stellplatz am Bad Ransberg in Dülken aufsuchen. Der Platz kostet 10,-€. Neben Strom sind in dem Preis auch verschiedene Gutscheine inkludiert, wie der Eintritt einer Person pro Nacht ins Schwimmbad. Also, nach zwei Nächten kann man zu zweit das Schwimmbad nutzen. In Viersen lässt es sich hervorragend shoppen.
Die St. Cornelius Kirche in Dülken besticht durch ihre besondere Bauweise.

Riesen-Gummistiefel

Von Viersen aus brachte uns eine kleine Rundfahrt in die holländischen Städtchen Venlo und Roermond, beide an der Maas gelegen. In Venlo fallen zwischen dem Ufer der Maas und dem kleinen Stadthafen ein paar riesige Gummistiefel auf. Sie sind ein Überbleibsel der „Welt-Garten-Expo Floriade 2012“. Dieses Paar Gummistiefel misst 5 Meter in der Höhe und ist ein schönes Fotomotiv.
Spaziergänge durch die beiden alten Stadtkerne machen Spaß. Kleine und große Details am Straßenrand sorgen für Abwechslung. Kaum kommt man an den lecker riechenden Käseläden vorbei, ohne ein oder ein paar Stück von den vielen Käsesorten für zu Hause mitzunehmen.

Müggelturm

Ein schönes Ziel ist der Müggelturm bei Berlin. Die Müggelberge mit dem Aussichtsturm liegen zwischen dem Großen Müggelsee und dem Langen See. Den Müggelturm erreicht man mit dem Auto, allerdings kostet die Parkgebühr 5,-€. Sie ist zwar im Moment ausgesetzt, aber wie lange noch, wissen wir nicht. Eine andere Möglichkeit ist, das Auto 200m vor dem Turm abzustellen und den Rest des Weges zu Fuß zurückzulegen.
Zu DDR-Zeiten war der Müggelturm ein beliebtes Ausflugsziel, aber mit der Wende war seine Ära zu Ende. Wieso man solch ein Objekt so lange seinem Schicksal überließ, können wir nicht nachvollziehen. Jedenfalls fand sich erst 2014 ein Investor, der das Restaurant sowie den Aussichtsturm saniert und alles bald wieder in seinem alten, oder auch schönerem Glanz erstrahlen lässt. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Ein Teil des Restaurants, die „Müggelturm-Baude“ ist wieder eröffnet, inklusive einer Sonnenterrasse. Ein Zelt lässt die Nutzung der Terrasse ebenso bei nicht so schönem Wetter zu. Die Aussichtsplattform des Turms kann für 2,-€ über 126 Stufen erklommen werden. Die 360°-Rundumsicht ist grandios.
Der Große Müggelsee lädt zu entspannenden Spaziergängen, zum Baden oder zum Wassersport ein.

Skulpturenpark Katzow

Kurz vor Lubmin, zwischen Greifswald und Wolgast an der Ostseeküste gelegen, kamen wir überraschenderweise an Europas größtem Skulpturenpark vorbei. Der Skulpturenpark Katzow ist nicht zu übersehen, kein Wunder bei einer Fläche von 18 Hektar. Wer sich für Skulpturen, zumeist aus Stahl gefertigt, interessiert, ist hier genau richtig. Um die 100 sehr verschiedenartige Kunstwerke, bis zu 17m hoch, können bewundert werden. Gestaltet wurden sie von mehr als 80 Künstlern aus 23 Ländern. Das Gelände ist kostenfrei zu besichtigen.
In der angeschlossenen Kunstscheune, eher ein traditioneller Prachtbau, finden wechselnde Ausstellungen statt. Gästezimmer und ein Café befinden sich auch dort drinnen.

Strand und Seebrücke Lubmin

Nur wenige Kilometer weiter lädt das Ostseebad Lubmin zu einem Aufenthalt ein. Im Sommer sicher überlaufen, genießt man um diese Jahreszeit eher die Ruhe in den hübschen Gassen und am Strand. Vom zentral gelegenen Alten Bahnhof, der mit einer wechselvollen Geschichte aufwarten kann, führen mehrere Sträßchen sternenförmig zum Strand mit der weit ins Wasser reichenden Seebrücke.

 

Bitte helft

Unsere beste Freundin kaufte vor wenigen Jahren ein Haus in Dirlammen (Vogelsbergkreis). Das Dorf liegt südwestlich von Alsfeld. Seid sie mit Ihrem Mann dort eingezogen ist, wurde sie von mehreren Schicksalsschlägen getroffen. Vor einem Jahr starb dann noch viel zu früh ihr Mann, unsere bester Freund. Seit Monaten steht die Erneuerung der Dorfstraße auf dem Plan. Ihr Anteil würde 30.000,-€ betragen. Neben den Kreditraten nicht zu stemmen. Sie müsste, wie vier weitere Eigentümer, ihr Haus verkaufen. Nur, wer kauft das Haus mit 30.000,-€ Schulden?
Sie startete mit Hilfe vieler Dorfbewohner eine Initiative gegen das Vorhaben der Erneuerung der Dorfstraße, welches in der Form, wie sie angedacht ist, niemand braucht. Der genaue Wortlaut lautet:

Zitat aus https://www.sos-dirlammen.com/:

„Die Durchgangsstraße L 3140 in Dirlammen soll zusammen mit den Gehwegen komplett erneuert werden.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Lautertal fordert Hessen Mobil von der Gemeinde, dass sich die Bürger zu 50% an den Kosten der Gehwegsanierung beteiligen.
Hessen Mobil fordert eine 50% Beteiligung der Gemeinde, laut Gemeindesatzung sind aber für Durchgangsstraßen nur 25% gefordert.

Außerdem sollen Verkehrsinseln gebaut werden, wofür ein Ankauf von Grundstücksanteilen notwendig wird.

Die Straße soll im Zuge der Erneuerung auf eine Breite von 6,50m – 7,00m  verschmälert werden.
Im Gegenzug sollen die Gehwege auf bis zu 2,90m verbreitert werden (derzeit durchschnittlich 1,50m) und die Bordsteinkanten stellenweise abgesenkt werden, damit sie befahrbar sind.“

Die Situation ist so, dass die Straße schon jetzt viel zu schmal ist, denn sie wird ständig von LKWs frequentiert. Wozu also noch schmaler machen? Fußgänger sind so gut wie nicht vorhanden. Wozu also solch breite Fußwege? Das treibt nur die Kosten in astronomische Höhen. Das alles geschieht einzig und allein, damit die Fördergelder nicht verfallen, sonst hat das Ganze keinen praktischen Nutzen.

Wir haben unsere Unterschrift schon online unter die Petition der Dirlammer Initiative gegeben und bitten Euch, dies auch zu tun. Es könnte irgendwann auch Euch betreffen. Dann werdet Ihr froh sein, wenn Ihr Hilfe bekommen könnt. Es sind noch knapp 80 Tage Zeit, die Petition zu unterschreiben. Das geht sowohl online als auch schriftlich. Je mehr Stimmen, umso besser. Bitte teilt diesen Beitrag und wir freuen uns über jede Hilfe. Dafür danken wir Euch schon jetzt.

Die Petition und der ganze Wortlaut, die Forderungen der Anwohner an Dirlammens Durchgangsstraße sowie weitere Hilfsmöglichkeiten findet Ihr unter https://www.sos-dirlammen.com/.

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