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Wieder auf Tour

Aus der Traum von der ganz großen Rundreise, denn wir haben nur für ein halbes Jahr eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Mit unserem B2-Visum ist kein längerer Aufenthalt möglich, versicherte man uns. Unsere nächste Einreise dürfte dann auch erst nach mindestens einem halben Jahr stattfinden. Da wir für diese Zeit auch Versicherung bezahlen müssten, fällt diese Option aus und unsere Rundreise durch die USA/Kanada endet Mitte September. Kein Seattle, kein Vancouver, kein Yellowstone Park und kein Monument Valley. Wir werden also über Las Vegas durch die Nationalparks in Westkalifornien bis zur nördlichen Grenze von Kalifornien fahren, dann an der Westküste Richtung Süden und im Süden der USA nach Florida zurück, Änderungen vorbehalten.
 Jetzt sind wir aber erst einmal in Phoenix gelandet und haben unser Motorhome wieder. Hier ist es herrlich warm, über 20°C bei blauem Himmel, und vieles ist grün geworden. Es duftet an vielen Stellen wohltuend nach allerlei Blüten und die Vögel zwitschern überall. Vor allem die Apfelsinenbäume, die noch immer pralle Früchte tragen und blühen, duften intensiv. Der Duft erinnert stark an Jasmin, herrlich. Die im Winter tot scheinenden Ocotillos sind jetzt ebenfalls grün und haben sogar schon Knospenrispen angesetzt.
Orangen - Früchte und Blüten an einem BaumGrüner Ocotillo

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Ende der 1. Etappe – Arizona

wunderschöner BesuchDer Kreis hat sich in Phoenix geschlossen, wir können nur noch auf den Flug warten. Durch die Kälteeinbrüche unterwegs und die hoch gelegene Landschaft im Südosten Arizonas sind wir früher als gewollt in Phoenix eingetroffen. Jetzt hat hier die Hochsaison begonnen, die bis Ende März andauert. Das heißt, dass das Platzangebot für uns sehr beschränkt ist. Unser erster Anlaufpunkt ist Apache Junction gewesen. Der Ort liegt im Osten von Phoenix und ist quasi schon einverlaibt. Wir haben unser Futterhäuschen für die Vögel wieder vor das Fenster gehängt und es wird den ganzen Tag belagert. Dabei finden sich jeden Tag neue, andere Vögel ein. Das ist wirklich schön, da kann man stundenlang zusehen. Wirkliche Überraschungsgäste sind die Rosella-Sittiche oder wie die richtig heißen. Von diesen Vögeln gibt es in Köln eine große, freilebende Kolonie. Anscheinend haben sich hier in Apache Junction ebenfalls ein paar dieser wunderschönen Vögel angesiedelt. Ansonsten fahren wir Fahrrad oder bringen ein paar Dinge in Ordnung, die bisher liegen geblieben sind.

Arizona MillsSpäter zogen wir in den Nordwesten von Phoenix um, klärten den Stellplatz für unser Motorhome in einem Storage (Lager) ab und bestellten schon einmal das Taxi für den 16. Januar. Zum Zeitvertreib besuchten wir die Arizona Mills, die größte Shopping Mall Arizonas. Da kann man gut einen ganzen Tag verbringen. Vor allem das Rainforest Café ist eine Augenweide. Ganz authentisch dekoriert mit sich bewegenden Tieren, Urwaldgeräuschen, Sternenhimmel und sogar Gewittern. Dazu ein riesengroßes und mehrere kleinere Salzwasseraquarien, Nebel und Regen, das ist einfach Klasse.

Mehr Früchte geht nichtDas Wetter ist wechselhaft, aber es geht mit größeren Schritten auf den Frühling zu. Bourgainvilla, Wandelröschen, Oleander und Co blühen. Das tut richtig gut. Dazu ist es die Zeit der Zitrusfrüchte. Solche Winter, kurz und nicht zu kalt, lassen wir uns gefallen. Für die Einwohner hier ist es jedoch solch ein Winter wie für uns in Deutschland. Alles ist eingemottet, es ist kaum jemand auf der Straße. Naja, wenn im Sommer an die 50°C herrschen und im Rest des Jahres kaum unter 25°C zu verzeichnen sind, kann man das schon verstehen. Das Jahr 2012 ist das mit Abstand wärmste Jahr seit den Aufzeichnungen. Daran hat wohl die wochenlange Hitzewelle, in die wir geraten waren, auch ihren Anteil. Außerdem wurde überall über enormen Wassermangel geklagt. Wie es aussieht, beginnt jetzt auch in den USA das Umdenken im Bezug auf den Klimawandel. Diese Zeichen können nicht mehr übersehen werden.

Phoenix – Arizona

Phoenix – Palmen, Kakteen, Sonne und Wärme, genau das, was wir brauchen. Den Winter haben wir endlich hinter uns gelassen. Keine 10 Meilen südlich von Cordes Junction standen die ersten Saguaro-Kakteen, riesige, bei uns als Kandelaberkakteen bekannte Gewächse. Heh, sind das paar Dinger. Da war ich immer so stolz auf meine Kakteen zu Hause, die schon ein stolzes Alter hatten. Weitere Kakteenarten, verschiedene Palmen, Eukalyptusbäume, Orangen gedeihen in den Vorgärten. Endlich gibt es wieder, nach so viel Herbst und Winter, bunt blühende Sträucher. Das ist einfach viel schöner.

Phoenix ist eine große Stadt, die Hauptstadt von Arizona, mit viel Verkehr. In der Nähe des Flughafens stehen wenige Hochhäuser, die nicht gerade rekordverdächtig hoch sind.
Sehenswert, aber voll auf Tourismus getrimmt, ist die Old Town von Scottsdale entlang der Scottsdale Road und der Main Street. Galerien und Boutiquen wie überall an solchen Orten. Viele Kunstwerke zieren die Straßen. Die Straßenbeleuchtung ist wohl einzigartig. Heute, an Thanksgiving, sind die meisten Geschäfte geschlossen und es sind kaum Leute auf den Straßen, so dass wir uns alles in Ruhe ansehen konnten.

Der Hauptgrund für den Besuch von Phoenix war der Flughafen Sky Harbour, wo wir unseren Flug nach Deutschland am 16. Januar gebucht haben. Das ging völlig problemlos und ohne Papierkram, wie man das sonst im Reisebüro immer hat. Ich hatte uns allerdings schon einen Flug im Internet herausgesucht, so dass wir nur noch zu buchen brauchten. Dafür haben wir das Parkplatzpersonal und uns am Flughafen vor eine fast unlösbare Aufgabe gestellt. Es gibt keinen Parkplatz für Wohnmobile auf dem Flughafengelände und wir mussten unseren Bus durch die für PKWs gebaute Schranke manövrieren. Das Parkplatzpersonal wusste nicht, wie es unsere Parkgebühren, die wir nun zahlen mussten, ohne den Automaten bemüht zu haben, verbuchen sollte. Mit ein bisschen guten Willen hatte aber dann alles seine Richtigkeit.

Endlich ist alles wieder wie am Anfang unserer Reise in Florida. Nicht nur die Vegetation und das Wetter stimmen, sondern wir können auch wieder im Pool baden, sonnen und die Abende genießen. Zum ersten Mal auf unserer Tour haben wir eine Fahrradtour gemacht. Mein Fahrrad erstanden wir im Flohmarkt, Klaus sein Fahrrad kauften wir beim Pfandleiher, die es hier in den USA an fast jeder Ecke gibt. Für mich bedeutet das, dass ich mit meinen 48 Jahren noch mal Fahrrad fahren lernen muss, aber so manches Mal haben wir uns schon ein Fahrrad gewünscht.

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