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Reisen rund um die Welt

Archiv für das Schlagwort “Jacksonville”

Ende unserer USA/Kanada-Reise

In Jacksonville endet unsere Rundreise durch die endlos weite USA und Kanada. Leider ist die Reise nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben das Beste aus dem gemacht, was uns möglich war. Mit dem Motorhome hatten wir keine Probleme und der zweite Teil unserer Reise verlief ohne Probleme. Da es jedoch, wie sich zu spät herausstellte, für Deutschland zu breit ist, mussten wir es jetzt wieder abgeben. Da wir inzwischen praktisch einen neuen Hausstand haben, den wir nicht wieder, wie unseren Haushalt vor der Abreise, verschenken wollten, kauften wir uns jetzt einen SUV, um unsere Sachen per Verschiffung alle mit nach Deutschland nehmen zu können. Mal sehen, was der Zoll dazu sagt. Das ist noch die große Unbekannte.

Steinwälzer

Steinwälzer

In der Zwischenzeit verbrachten wir ein paar Tage im Hanna Beach State Park am Strand, wo wir Steinwälzer und Geisterkrabben beobachteten.

 

Flohmarkt im Pecan RV-Park

Flohmarkt im Pecan RV-Park

Am letzten Wochenende, in dem uns das Motorhome zur Verfügung stand, nahmen wir am Flohmarkt im Pecan RV-Park im Norden Jacksonvilles teil, um noch die Dinge zu verkaufen, die wir nicht mit nach Deutschland nehmen können, wie alle Elektrogeräte, Campingstühle usw. Ach ja, nachdem wir fast ein dreiviertel Jahr in den Staaten unterwegs waren, hat man uns an einem der letzten Tage auch noch ein Fahrrad geklaut. Soviel zum Thema, wie sicher die Fahrradträger sind.

Übergangsweise

Übergangsweise

In der Zeit zwischen dem Verkauf des Motorhomes bis wir unser neues Auto abholen können, mieteten wir einen U-Haul-Truck, in dem wir vorläufig unser Hab und Gut untergebracht haben. Motelzimmer sind bis zum Flug unser zu Hause.
Im Orange Park im Süden Jacksonvilles gibt es ein China-Buffet, in dem man für $9,99 hervorragend soviel essen kann, wie man will. Das Buffet umfasst 4 zweireihige Theken mit den allerleckersten Speisen und dazu eine reich gefüllte Sushibar. Das war noch einmal ein schöner Abschluss zwischen all dem Stress, den wir jetzt haben. Gleich gegenüber fand ein Motorradtreffen mit Livemusik statt. Um die 150 Motorräder jeder Art zeigten sich von ihrer besten Seite. Abends waren viele der Zweiräder mit fast unsichtbaren Lichtbändern illuminiert, so dass man nur die verschiedenfarbigen, dezenten Beleuchtungen gesehen hat. Der Sound dieser Motorräder ist sowieso unvergleichlich.

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Cave Junction – Oregon

Illinois River bei Cave JunctionEs gibt sie noch, die glasklaren Flüsse, aus denen man bedenkenlos Trinkwasser schöpfen kann. In Südoregon wurden wir fündig. Der Illinois River bei Cave Junction ist noch einer von ihnen. Zudem erfuhren wir, dass bald die Lachse diesen Fluss zu ihren Laichplätzen hinaufziehen. Das Schauspiel findet jedes Jahr zweimal statt, im April und November. Bei einem Spaziergang am Fluss entlang, der sich etwas südlich von Cave Junction mit dem Ostarm des Illinois River verbindet, konnten wir die wunderbare Wildnis mit ihrem Mischwald, dem frischen Gras und den bunten Blumen genießen. Die Lupinen, die gerade blühen, sind so klein, dass man sie kaum wahrnimmt. Junge Kröten sind auch schon unterwegs.

Auf dem Weg nach Cave Junction fuhren wir durch das Applegate Valley, ein sehr schönes Tal mit Weinstöcken, Obstbäumen und verschiedenem Vieh auf den Weiden. Ab und zu sieht man auch einmal Lamas. Die historische Altstadt von Jacksonville mit den engen Straßen bei Medford ist sehenswert und gepflegt. Cave Junction ist bekannt für seine Oregon Tropfsteinhöhlen und den Großkatzenpark, in dem 17 verschiedene Arten leben. Manche von ihnen hatten schon Auftritte im Fernsehen oder waren Darsteller in vielen Filmen.

Hobbygoldwäscher Shelton und BeverlyBeverlys großer GoldfundAm letzten Abend lernten wir Shelton und Beverly Beach aus Idaho kennen. Sie sind begeisterte Steinesammler und Goldwäscher. Jedes Jahr im Urlaub kommen sie hierher, um Gold zu waschen. Hinter einem der Berge am Illinois River gibt es professionelle Goldwäscher. Bei denen holt Shelton sich jeden Tag neue Eimer voll goldhaltigen Kies vom Abraum. Diesen wäscht er dann und holt jedes Mal ein paar Körnchen Goldstaub heraus. Irgendwann hat er dann auch ein Gramm Gold zusammen. Er macht das aus Spaß an der Freude, reich wird er damit nicht. Beverly zeigte mir ihren großen Fund vom letzten Jahr, ein kleines Goldnugget, über das sie sehr stolz sind. Beverly zeigte mir auch sehr helle versteinerte Holzstücken, die sich Sweethome-Wood nennen, nach dem Ort Sweethome in Oregon. Es gibt wohl sehr große Vorkommen dieses versteinerten Holzes dort. Da ich so begeistert von ihnen und ihrem Vorhaben bin, schenkte mir Beverly ein sehr schönes Stück von dem versteinerten Holz. Ich war sprachlos und sehr glücklich.

Jacksonville – Florida

Unser heutiger Trip hat uns zuerst zur Anheuser-Busch Brauerei im Norden der Stadt gebracht. Hier wird die Nr. 1 in den USA und die Nr.1 in Kanada gebraut und es wird in 80 Länder rund um die Welt geliefert – Budweiser. Das heißt, diese Brauerei ist eine von mehreren, über die USA verteilten Brauereien des größten Bierherstellers der Welt. Sie wurde im 19. Jahrhundert von dem deutschen Herrn Anheuser gegründet. Die Auslieferung des Bieres erfolgte mit Kuschen, die von aus Irland importierten Pferden, Clydesdales, gezogen wurden. Diese Pferde werden heute immer noch auf der brauereieigenen Farm in St. Louis gezüchtet. Seit dem wuchs das Unternehmen. In der Zeit der Prohibition stellte die Firma Anheuser-Busch, wie sie auf Grund der Heirat jetzt hieß, verschiedene alternative Dinge her, die irgendwie zum Bier herstellen gebraucht wurden. Bier selbst herzustellen war ja verboten. Bei einer kostenlosen Führung durch die Brauerei gewannen wir einen Einblick in die Herstellung und Verpackung des Budweiser-Bier. Am Ende der Tour durften wir ein paar Biersorten probieren. Ich muss allerdings sagen, ein ordentliches Pilsner ist mir lieber.

Am Nachmittag, nachdem wir unseren Platz im PV-Park „Riverfront“ am St. Johns River bezogen hatten, besuchten wir noch die Kingsley Plantation auf Fort George Island, eine ehemalige Plantage. Vor über 200 Jahren legte Mister Kingsley in herrlicher Lage am St. Johns River eine Plantage an, die von Sklaven bewirtschaftet wurde. Diese wohnten in 25 Hütten, während Mister Kingsley ein schönes Haus mit separatem Küchengebäude, in dem ebenfalls den ganzen Tag Sklaven arbeiteten, bewohnte. Neben Zuckerrohr wurden hauptsächlich Okra (aus Afrika importiert), Baumwolle und Indigo (liefert die blaue Farbe) angepflanzt. Dieser Mister Zephaniah Kingsley sah es aber nicht so eng mit der Sklaverei, heiratete sogar eine Sklavin und schwor 1835 der Sklaverei ab. Er wanderte dann nach Haiti aus, in den Teil, der heute die Dominikanische Republik ist. Seine Nachkommen verteilen sich heute über die ganze Welt. Das Leben der Sklaven war trotzdem hart. Hitze, Mücken, Klapperschlangen und Alligatoren, die von einem Sumpf zu einem anderen Sumpf wanderten, setzten ihnen zu.

Auf der Fahrt hierher haben wir einen weißen Löffler mit rosafarbenen Flügeln im Sumpf gesehen und ein Waschbär kreuzte die Straße, auf der wir fuhren. Überall erlebt man in Florida neue tierische Überraschungen.

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