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Reisen rund um die Welt

Archiv für das Schlagwort “Truthahngeier”

Vogelwelt USA/Kanada

Seit dem Besuch des Patagonia Lake State Parks in Arizona sind wir begeisterte Vogelbeoachter geworden. Dort bekamen wir eine Liste mit jeder Menge Vogelnamen mit Informationen, ob sie hier heimisch oder nur auf Durchzug sind, in die Hand gedrückt. Dazu besuchten wir einen Vortrag des dort ansässigen Vogelkundlers und gingen auf eine Bootsfahrt, um Vögel in der Natur zu beoachten. Das alles hat uns so beeindruckt, dass wir zukünftig mehr auf die Vögel Nordamerikas achteten. Das fällt auch überhaupt nicht schwer, denn die nordamerikanische Vogelwelt ist so vielfältig, bunt und auffällig, dass man eigentlich gar nicht anders kann. Vor allem der Südwesten und der Süden der USA  sind mit Vögeln aller Art reich gesegnet. Ich möchte hier unsere Schnappschüsse zu diesem Thema präsentieren. Natürlich haben wir noch viel mehr Vogelarten entdeckt, aber manche von ihnen sind so aufgeregt oder scheu, dass man sie einfach nicht auf ein Foto bannen kann. Trotzdem haben wir eine beachtliche Anzahl unserer gefiederten Freunde zusammen bekommen.

Leider können wir manche Vogelarten trotz Recherche im Internet nicht bestimmen. Sollte jemand in dieser Beziehung helfen können, wären wir dankbar. Bitte meldet Euch einfach per Kommentar oder mail.

Blackbirds & Meadowlarks – Schwarzvögel & Meadowlarks

Doves – Tauben

Finches – Finken

Flycatcher – Trauerschnäpper

Crows & Jays – Krähen & Häher

Mockingbirds & Trashers – Spottdrosseln & Trashers

Sparrows – Sperlinge

Wrens – Zaunkönige

Woodpeckers – Spechte

Rails & Coots – Rallen & Blässhühner

Cardinals – Kardinäle                                 Orioles – Pirole

Larks & Swallows – Lerchen & Schwalben                       Hummingbird – Kolibri

                Quails – Wachteln                              Shrikes & Vireos – Würger

Raptors – Greifvögel

         Parakeets – Sittiche                                           Thrushes – Drosseln

Tanagers

Sonstige

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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Mojave Wüste – Kalifornien

Fatamorgana in der MojaveJetzt sind wir in der Mojave Wüste unterwegs, zu der auch das Death Valley gehört. Die Mojave Wüste ist anscheinend noch trockener als die Wüsten, die wir auf unserer Fahrt durch die USA schon passiert haben. Eine zweite Sanddüne lag an unserem Weg, wie auch immer die dort hingekommen ist. Zumindest ist jetzt ein Großteil der Landschaft von einer dünnen Sandschicht bedeckt. Vielleicht trägt ja der Wind den Sand von der Küste hierher. Als wir am trockenen Silbersee bei Baker vorbeikamen, täuschte eine Fatamorgana Wasser vor und Truthahngeier drehten ihre Runden. Eigentlich hatte ich einmal gelesen, dass diese Vögel nur im Nordosten des Landes und Kanada vorkommen.

Geisterstadt Calico - ÜbersichtZur Geisterstadt Calico, die eigentlich keine Geisterstadt ist, denn Calico wurde für die Touristen neu aufgebaut und belebt, machten wir nur einen Abstecher. Da hier 7,-$ Eintritt pro Person verlangt wurden, kehrten wir um. Das ist nicht, was wir sehen wollen.

Mojave - beeindruckende YuccasWestlich von Boron steht eine moderne Borax Fabrik. Viele Kilometer fuhren wir nun am Stück, denn unser nächstes Ziel ist der Sequoia Nationalpark. Abwechslung gibt es eigentlich keine, es ist ein einsames und trockenes Land. Die Wüstenbüsche sind kleiner als sonst, manchmal erheben sich Yuccabäume aus der Landschaft.

Bei Mojave rasteten wir. Die kleinen Hummingbirds, die nordamerikanischen Kolibris, die uns bis zum Herbst auf unserer Tour begleitet hatten, sind wieder zurück. Immer wieder fliegt einer der possierlichen, bunt schillernden Juwelen an unserem Motorhome vorbei. Den Winter verbringen die Tiere in wärmeren Regionen. Die Pekannüsse, die wir im Süden Arizonas „geerntet“ hatten, sind bald gegessen. Jetzt haben wir vielleicht auch eine Erklärung, warum es diese Nüsse kaum auf dem deutschen Markt gibt: Es ist eine elende Puhlerei, um an den Inhalt zu kommen.
im 99cent-Shop gefundenWie spricht man das aus???

1000 Islands – Ontario

Durch das Warten auf einen Termin bei dem RV Center in Gananoque, wir hatten einen Reifenschaden verbunden mit einem heftigen Schaden am Trailer, war Gelegenheit, uns die 1000 Islands Region ausreichend anzusehen (1 Woche). Solche Sachen passieren ja grundsätzlich vor dem Wochenende. Bis auf unsere Selbstbeteiligung bekommen wir den Schaden von der Versicherung ersetzt.
Der „1000 Islands Parkway“ entlang des St. Lorenz-Stroms führt von Gananoque weiter nördlich bis nach Butternut Bay. Er bietet wunderschöne Aussichten auf diese Inselwelt mitten im Strom. Die 1000 Islands, eigentlich sind es über 1800 Inseln, sind die Reste urzeitlicher Berge, die die letzte Eiszeit vor 10.000 Jahren abgeschliffen hat. Es ist eine grandiose Landschaft aus rotem Granit, der an vielen Stellen blank zu Tage liegt. Die meisten der Inseln sind bewohnt. Von mehreren Orten aus starten Boote zu Rundfahrten durch die Inselwelt. In etwa der Mitte des Parkways überspannt ein Brückensystem aus 3 Brücken über mehrere Inseln den St. Lorenz Strom und verbindet Kanada mit den USA. Vom Sky Tower aus soll man einen herrlichen Blick über das Gebiet haben. Dorthin gelangt man allerdings nur über eine mautpflichtige Brücke, der Fahrstuhl kostet dann auch noch einmal extra. Uns hat es am Besten auf der Restaurant-Terrasse in Ivy Lea gefallen. Die Küche ist preiswert und hervorragend und man hat einen gemütlichen Blick auf die Brücke, den Sky Tower und ein paar Inseln. Die Orte am Parkway sind alle sehr klein und das Wasser ist überraschend klar und sauber für einen Fluss.

Rockport ist der wohl touristischste und größte Ort, durch den man aber auch in zehn Minuten durchgelaufen ist.

Gananoque wird als das Juwel der 1000 Islands Region bezeichnet und hat tatsächlich einige Geschichte aufzuweisen. Im Unabhängigkeitskampf der kanadischen Provinzen von den USA hat Gananoque vor genau 200 Jahren eine große Rolle gespielt. Viele der alten Häuser aus dem 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts sind noch zu bewundern. Die alten Fabrikhallen, es gab lange Zeit eine Schaufel-Fabrik, stehen dagegen leer und verfallen inzwischen. Der Park mit dem großen Springbrunnen ist eine Freiluft-Galerie und lädt zum Verweilen ein. Der kleine Strand, das alte Viertel, in dem sich die Bootsanleger befinden, und die kleine Marina sind ebenso attraktiv. In den vielen kleinen und individuellen Geschäften macht das Einkaufen Spaß. Auf Wander- und Fahrradtrails kann man diese Gegend ebenso entdecken. Inzwischen blies der erste Herbststurm und es hat sich abgekühlt. Es wird wirklich Zeit, nach Süden zu fahren.

Eine kleine Rundfahrt brachte uns auf Howe Island etwas südlich von Gananoque. Das ist eine landwirtschaftlich genutzte, relativ große Insel, auf die man nur per Fähre hinauf- und herunter kommt. Eigentlich wollten wir uns ein schönes Fleckchen zum Relaxen suchen, aber wie fast überall versperren Privatgrundstücke den Zugang zum Wasser. Für die Fähre auf die Insel am Nordende bezahlten wir 5,- CAD. Zu unserer Überraschung kommt man kostenlos am Südende wieder von der Insel herunter. Immer wieder begegnen uns inzwischen die schwarzen Truthahngeier mit dem roten Kopf. Das sind imposante Vögel und die meistvertretene Geierart in Nordamerika.

Rideau Canal – Ontario

Oh je, jetzt sind wir entgegen unseren Erwartungen noch tiefer in den Herbst gekommen. Eigentlich dachten wir, je weiter nach Süden, umso später der Herbst. Dazu hat es uns einen Nachmittag bis in den Abend hinein eingeregnet. Seit dem Laborday haben jetzt schon einige Campingplätze geschlossen. Weitere Plätze folgen bis Mitte Oktober. Nur noch wenige Plätze haben dann noch bis Ende Oktober oder gar das ganze Jahr auf. Mal sehen, wie das mit dem Übernachten dann wird.
Achtung jetzt an alle Schleusen-Fans: Das Mekka für Euch ist der Rideau Canal, der sich mit endlos vielen Seen und Flüssen und vor allem Schleusen von Ottawa City bis nach Kingston zieht. Die Landschaft in diesem Gebiet ist hügelig und manchmal von Felsen durchzogen. Ein wenig erinnert sie uns an den Spreewald, nur das das hier alles flächenmäßig viel größer ist. Bis ein Lt. Col. John By kam und den Kanal baute, existierten an allen Stellen, wo sich heute die Schleusen befinden, Stromschnellen und Wasserfälle. 1832 wurde der Kanal eröffnet und die Wasserstraße von Ottawa nach Kingston damit schiffbar.  Von Kingston bis zum höchsten Punkt des Rideau Canals, Newboro,  gibt es 14 Schleusenkammern, die 50 m Höhenunterschied überwinden. Von dort aus nach Ottawa gibt es noch einmal 31 Schleusenkammern, die 83 m Höhenunterschied ausgleichen. Diese vielen Schleusenkammern sind auf 23 Standorte verteilt. Na, sind das genug Schleusen in einer Landschaft? Zumeist sind es Schleusen mit mehreren Kammern. In Betrieb sind die Schleusen von Mai bis Mitte Oktober und jede Schleuse hat ihren eigenen Reiz.
Wir haben uns die Mehrfach-Schleuse in Merrickville angesehen, über die zudem noch eine Drehbrücke führt, die bei entsprechend hohen Booten geöffnet wird. Ein historischer Platz mit mehreren Mühlenruinen, einer Wasserturbine, einer Schmiede und einem Stauwerk sind ebenfalls in Merrickville zu besichtigen.

 

 

 

Vom Sand Lake Campground & Cottages aus besichtigten wir drei weitere Schleusen: Chaffeys Lock, Davis Lock und Jones Falls. Davis Lock zählt für die Schleusenwärter zu den einsamsten Standorten. Wir fanden ihn dafür landschaftlich am Schönsten.

An einem der Abende kreisten plötzlich 11 Truthahngeier in unmittelbarer Nähe über dem Wald. Die merkwürdigen Rufe der Loons, hübsche Taucher (Wasservögel), begleiten uns schon sehr lange auf unserer Reise. Immer wieder treffen wir auf Kanadagänse. Eine Schlange war jetzt auch einmal wieder dabei.

 

 
Touristisch erschlossen ist diese Wasserwelt eigentlich nur für die Bootsfahrer. Für Autofahrer ist es schwer, den richtigen Weg zu finden, da jeder Ort eine andere Vorstellung von Beschilderung hat, die zudem noch meist sehr klein gehalten ist.
Die Ziegenfleischwürste haben wir gegrillt, die waren superlecker.

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