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Archiv für das Schlagwort “costa del Sol”

Ronda

Marina Cabopino

Marina Cabopino

Während der nächsten Tage warten wir auf den neuen ACSI-Katalog 2017, damit wir auch weiterhin günstige Campingplätze anfahren können, sollte es nötig sein. Die Bestellung soll zum Campingplatz in Cabopino kurz vor Marbella gehen. Solange stehen wir auf dem Parkplatz zwischen Campingplatz und Strand. Es ist ein schöner großer, als Stellplatz ausgewiesener Platz von Bäumen umringt direkt hinter den Dünen. Es führen lange Bretterwege durch die Dünen und auch zu den Stränden hinunter. Das Gebiet ist als Naturmonument „Dunas de Artola“ ausgewiesen.
Gleich nebenan befindet sich die kleine Marina von Cabopino mit netten, nicht ganz billigen Restaurants. Wenn keine Nebelbank über dem Meer liegt, sieht man fast zum Greifen nahe die spanische Enklave Ceuta sowie Marokko. Der Felsen von Gibraltar auf dieser Seite zeichnet sich schon deutlich ab.

Sierra Ronda

Sierra Ronda

Im Rahmen einer Tagestour erkundeten wir die weiße Stadt Ronda und den Canyon El Chorro im Hinterland der Costa del Sol. Von Marbella aus führt die Straße durch eine traumhafte Filmkulisse, die Bergwelt der Sierra de Ronda, bis nach Ronda.

Ronda

Ronda

Ronda zählt zu den ältesten Städten Spaniens und liegt an einer 723m hohen senkrecht abfallenden Felskante, die man im Osten der Stadt findet. Am besten lenkt man seine Schritte zuerst zum Alameda del Tajo, einem kleinen Park im arabischen Stil. Am anderen Ende des Parks steht man dann am Balkon von Ronda, hoch über dem Tal. Wer will, kann erst einmal dem Weg Richtung Norden folgen, immer mit dem Blick in das weite Tal und die anschließenden Berge.

Stierkampfarena Ronda

Stierkampfarena Ronda

Lenkt man seine Schritte nach Süden, kommt man zur ältesten Stierkampfarena Spaniens aus 1785, die nach Entrichtung eines Eintrittsgeldes auch von innen zu besichtigen ist, inkl. Museum. Übrigens kostet in Ronda alles etwas, sogar die öffentlichen Toiletten verlangen 50 bis 60 Cent.

Puente Nuevo Ronda

Puente Nuevo Ronda

Um den Parador Nacional de Tourismo herum erreicht man einen Punkt, an dem man die berühmte Brücke Puente Nuevo von Ronda sehen kann. Hier leben auch ein paar der in Europa seltenen Alpenkrähen, die mit lautem Krächzen auf sich aufmerksam machen.
Wegen der Steilwand und der Brücke, die zwischen zwei Felswänden klemmt, kommen die meisten Menschen nach Ronda und es lohnt sich wirklich. Die Brücke ist ebenfalls für ein Eintrittsgeld zu besichtigen. Sie ist gleichzeitig die Verbindung zwischen der Altstadt und der Neustadt.
Da wir nun schon viele spanische Altstädte besichtigt haben, ließen wir den Stadtbummel hier aus. Um die Puente Nuevo von unten zu sehen, sollte man einen kleinen Abstecher in Kauf nehmen. Vom Plaza Maria Auxiliadora in der Altstadt erreicht man über einen Fußweg den auf halber Höhe gelegenen Aussichtspunkt. Von hier unten bietet sich ein gewaltiger Blick gegen die mächtigen Felswände und die Brücke, durch die zudem das Wasser des Río Guadalevín in einem Wasserfall in die Tiefe stürzt. Für diesen Anblick kommt man nach Ronda.

Wer noch kein arabisches Bad gesehen hat, wird hier ebenso fündig, natürlich gegen einen Obolus. Gut, die Preise sind nicht eben hoch, aber es summiert sich. Man sollte sich in der Touristinfo nach einem Sparticket erkundigen.

Mirador del Guarda Forestal

Mirador del Guarda Forestal

Nun mussten wir uns aber sputen, denn nach El Chorro ist es noch ein weiter Weg. Im Nordosten von Ronda finden sich Reste eines römischen Aquäduktes. Nachdem man diese hinter sich gelassen hat, heißt es wieder, Berge und Kurven. Kurz vor El Burgo lädt der Mirador del Guarda Forestal noch einmal zu einem Halt ein. Auf einem kleinen Rundweg um die Kuppe eines Felshügels liegt einem die Sierra de las Nieves zu Füßen, mit der weißen Stadt El Burgo. Hier blüht gerade die Minivariante einer Schwertlinie, sehr hübsch anzusehen. Eine Infotafel weist darauf hin, dass in diesen Bergen Steinböcke leben. Natürlich sind die Tiere viel zu scheu, um sich dem Menschen zu zeigen.

El Chorro

El Chorro

Immer weiter durch die Berge, durch Ardales hindurch und am Stausee del Chorro vorbei, biegt man nun nach El Chorro ab. Gleichzeitig ändert sich die Landschaft in dramatischer Weise. Die Berge rücken eng zusammen, große Felsen und ein tiefes Tal liegen dazwischen. Wer möchte, kann zu der alten Stadt Bobastro sowie mehreren Höhlen abbiegen. Uns fehlte nun leider die Zeit dafür. In den letzten Sonnenstrahlen des Tages durchfuhren wir eine der drei Schluchten El Chorros. Es sind tolle drei Kilometer. Hier führt sogar eine Eisenbahnlinie durch die Felsen hindurch. Dafür mussten etliche Tunnel und Brücken gebaut werden.
Am Ausgang der Schlucht sollte man noch einmal anhalten, um einen letzten Blick auf dieses Wunder der Natur und der Technik zu werfen.

Steinbock-Kalb

Steinbock-Kalb

Als wir schon weiterfahren wollten, hörten wir komische Geräusche über uns in den Felsen. Wir konnten nicht glauben, was wir dort sahen. Direkt über uns, auf der letzten Felskante stehend, knabberte ein Steinbockkalb an einem Busch und sah uns dabei an, keine 10 Meter hoch. Allein dieser Anblick war die ganze Tagesreise wert.
Nun fuhren wir auf schnellstem Weg über Álora, Pizzara und an dem an einem Berghang klebenden weißen Dorf Ojén vorbei zurück nach Marbella. Zum Sonnenuntergang kamen wir auf unserem derzeitigen Platz an. Ein wunderbarer, aber langer Tag ging zu Ende.

 

Costa del Sol Ost

Talsperre an der A44

Talsperre an der A44

Von den Bergen an die Sonnenküste, von der dicken Jacke vormittags in den Bikini nachmittags. Die A44 brachte uns von Granada nach Motril, wo wir auf die A7 Richtung Süden abbogen. Wer Zeit und ein nicht zu großes Wohnmobil hat, sollte die landschaftlich sehr schöne Straße durch die Berge und über Otívar nehmen. Das empfahlen mehrere Leute, aber auch die Fahrt über die A44 ist nicht schlecht. Dabei kommt man ein zwei Talsperren vorbei. Eigentlich wollten wir bei Motril noch einen Stopp einlegen, aber dort sind sämtliche Womo-Stellplätze geschlossen worden.

Steilküste vor Mora

Steilküste vor Mora

Bei La Herradura stießen wir wieder auf die N340, die uns schon auf weiten Strecken an der Küste Spaniens entlang gebrachte. Wir hatten auf dem Campingplatz in Granada die Empfehlung bekommen, unbedingt auf einem der zwei Parkplätze kurz vor Mora zu parken. Sie sind durch Felsen von der Straße getrennt und liegen direkt an der Steilküste. Tatsächlich ist es ein sehr schönes Fleckchen Erde. Zum kiesigen Strand hinunter, an dessen rechtem Ende eine klare Quelle aus dem Schilf plätschert, führt ein Weg von ca. 10 Minuten. Hinter der Quelle befindet sich der inoffizielle FKK-Strand. Die Lufttemperatur lag bei 25 Grad und sogar ich ging bis zu den Knien ins Wasser, während uns von zu Hause Bilder mit Schnee erreichten.
Wir übernachteten auf dem Parkplatz, aber am nächsten Vormittag kam eine Naturschutzbeauftragte und verbot uns eine weitere Übernachtung. Das
war uns schon aus der Empfehlung bekannt, dass jeden Tag zu verschiedenen Zeiten jemand kommt und die Wohnmobilisten darauf hinweist, dass das übernachten im Naturpark nicht gestattet ist.

Quelle vor Mora

Quelle vor Mora

Also verbrachten wir noch einen wunderschönen Tag am Strand und fuhren abends Richtung Mora weiter, wo sich kurz hinter dem Campingplatz ein abseits gelegener Parkplatz direkt unter der Autobahnbrücke befindet. Das Plus ist eine reichlich sprudelnde Quelle, in der man frisches Wasser tanken kann. Einheimische gehen sogar im Bach baden. Das Sprudeln der Quelle übertönt gut die Geräusche von der Autobahn.

Balkon Europas in Nerja

Balkon Europas in Nerja

Weitere Stellplatznachforschungen ergaben, dass am Leuchtturm von Torrox Costa ein kleiner Stellplatz ist. Den steuerten wir an und hatten sogar Glück, dass wir noch ein Plätzchen fanden, mit direktem Zugang und Blick auf das Meer. Das hat wieder geklappt. Solche Plätze gefallen uns am allerbesten. Ein weiterer Stellplatz ist am südlichen Ende von Torrox Costa zu finden.
Von
Torrox
fuhren wir noch einmal nach Nierja zurück, um den Balkon von Europa zu sehen. Durch die Gassen der Altstadt erreicht man den Aussichtspunkt, der unter der Plattform wohl ein Restaurant beherbergt. Leider haben wir das erst aus einiger Entfernung gesehen, dass es da einen verglasten Bau gibt. Ab dem 16. Jahrhundert stand einmal eine Festung an der Stelle, von der heute jedoch nichts mehr existiert.
Nierja lädt zum spazieren an den Promenaden oder im Sommer zum Baden ein. Es ist ein recht schöner Ort, aber auch sehr touristisch.
Die Höhlen von Nierja besuchten wir nicht, da wir schon viele Höhlen rund um die Welt
gesehen haben.

Balcón del Mediterráneo in Torrox Costa

Balcón del Mediterráneo in Torrox Costa

In Torrox ist nicht viel zu sehen. Die ganze Gegend um Nierja und Torrox ist in deutscher Hand. Soviel deutsch wie hier hörten wir auf der ganzen Tour noch nicht. Es gibt deutsche Restaurants und Bars, deutsche Ärzte und deutschsprechende Apotheker und alle Bekanntmachungen werden in deutsch übersetzt. Das Fischrestaurant „Nordsee“ bietet „die besten Fischbrötchen vor Afrika“ an. Der Ort Torrox wirbt mit dem „besten Klima Europas“.
Das heutige Torrox steht auf einer alten römischen Stadt, in der Fische eingesalzen wurden, Garum, eine Fischsoße, und Keramik hergestellt wurden. Offenliegende Ausgrabungen zeigen die Reste eines Thermalbades, der Fischfabrik, auf deren Gelände sogar eine Nekropole
(Totenstadt) zu finden ist, sowie die Reste zweier Öfen, in denen die Keramik gebrannt wurde. Auf den Grundmauern der römischen Villa, von der nur ein kleiner Teil zu sehen ist, steht der Leuchtturm.
Der hiesige Aussichtspunkt auf das Meer heißt „Balcón del Mediterráneo“ und ist eine hängende Konstruktion mit Glasboden, unter dem sich die Gräber der Nekropole befinden.

Montes de Malaga

Montes de Malaga

Die nächsten paar Tage verbringen wir auf dem Stellplatz „Camper Areas M&H El Rincon“ bei Torre de Benagalbón. Der Platz liegt inmitten einer lockeren Ansiedlung 500m vom Meer entfernt. Bitte bei der Zufahrt nicht dem Navi folgen, sondern am Kreisverkehr mit dem Brunnen abbiegen und der Beschilderung folgen, sonst wird es etwas schwierig, vor allem mit einem größeren Wohnmobil.
Natürlich
ließen wir uns auch hier eine kurze Bergtour nicht nehmen, die durch die Montes de Malaga führt. Leider gibt es keine Verbindung auf die Bergstraße, die bei Almendrales beginnt. Deshalb muss man erst einen großen Umweg über das Zentrum von Malaga machen. Wenn man Malaga dann verlässt, folgt man der Straße immer bergauf. Hier und da gibt es Aussichtspunkte, von denen aus man über Malaga oder die Bergwelt sehen kann. Durch den Naturpark, an dem die Straße vorbeiführt, gibt es nur Wanderwege. Dort ist man mit sich und der Welt allein.

Fuente de la Reina

Fuente de la Reina

Kurz vor dem Pass Puerto del León, der auf 960m liegt, kommt man an der Quelle Fuente de la Reina vorbei, an der ein kleines Café zu einer Rast einlädt.
Kurz hinter dem Pass biegt man rechts nach Olías ab. Die schmale Straße führt in vielen Kurven bergauf und bergab durch eine traumhafte Landschaft. Überall liegen kleine Anwesen verstreut, die Hänge sind wie fast überall
in Spanien in kleinen Terrassen abgestuft. So lässt sich besser etwas anbauen. Seit Nerja wird der Anbau von Mangos groß geschrieben.
Zusammen mit Feigen und den unvermeidlichen Oliven bestimmen sie die Landwirtschaft.

Torre de Benagalbón

Torre de Benagalbón

Torre de Benagalbón ist Teil eines langen Küstenabschnittes, an dem es sich vorzüglich Fahrrad fahren lässt. Direkt am Strand führt ein Fahrradweg, mit kurzen Unterbrechungen, über viele Kilometer entlang. Alle paar Kilometer steht ein Beobachtungsturm aus dem 16. Jahrhundert. Manche hat das Meer fast weggespült, manche sind verfallen, aber der Torre de Benagalbón zeigt wohl fast seine Originalstruktur.
Rincón de la Victoria stimmt dann schon auf Malaga ein. In der Stadt, in der auch ein kleines Fort zu finden ist, tobt das Leben.

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