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Reisen rund um die Welt

Türkei

Die Perlen der Türkei

Es war schon immer mein Traum, einmal nach Kappadokien zu fahren. Jetzt war es endlich soweit. Wir buchten eine 15-tägige Reise mit einer Woche Rundfahrt durch Anatolien und eine Woche anschließendem Badeurlaub bei Alanya. Die Rundreise in der Türkei brachte uns nach Kappadokien und weiter über Konya nach Pamukkale.

Typisch Türkisch

Typisch Türkisch

Die Türkei ist ein herrliches Reiseland – ein bißchen Orient, ein bißchen Okzident, traditionell vor allem im Landesinneren, aber auch weltoffen, vor allem an den Küsten, wo sich der Tourismus konzentriert. Dieses Land hat sehr viel Geschichte zu bieten, man muss sie nur entdecken. Die Gastfreundschaft der Türken macht dieses Entdecken zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Der Kontrast zwischen den einzelnen Landschaften macht die Türkei so interessant. Immer wieder taucht man in eine andere Welt ein. Wir konnten viele Vergleiche zu anderen Landschaften in Europa ziehen. Da gibt es Karstlandschaften wie in Kroatien, grüne Hügel wie in Griechenland, etwas weniger grüne Hügel mit vielen Steinen wie im Kaukasus, norwegische Tundra mit sehr niedrigen Pflanzen, dann eine endlose Ebene abwechselnd als baum- und strauchlose Steppe, dann wieder mit Pappeln und Ölweiden aufgelockert.

Östlich von Denizli wartet eine natürliche Besonderheit auf Besucher. Da gibt es Natronsulfatseen. Wir hatten schon Salzseen gesehen, aber so etwas? Das Wasser sieht gräulich aus und ist absolut giftig. Selbst die Ufer sind weiträumig vergiftet. Der eine See ist einhundertfünfzig Meter tief, der andere See ist einhundertfünfundsiebzig Meter tief. Aus dem Natron des Wassers werden Waschmittel und Seifen hergestellt. Die Fabrik steht gleich nebenan.

Teppichherstellung

Teppichherstellung

Ein ganz großes Thema in der Türkei ist die Teppichherstellung. Auf unserer Rundfahrt konnten wir den gesamten Werdegang eines Teppichs kennenlernen – wie aus den Kokons der Seidenraupe feinste Seidenfäden werden, die anschließend mit Hilfe verschiedener Naturfarben gefärbt und endlich in einem der schönen und teuren Seidenteppiche verarbeitet werden. Das Gleiche geschieht natürlich auch mit Wolle und Baumwolle. Diese Teppiche sind dann wesentlich günstiger zu haben. Ihr solltet aber nicht auf Umtausch beharren, wenn Ihr einen kleinen Fehler im Muster des Teppichs finden solltet, denn nur Allah ist vollkommen, dass hat man uns bei einem unserer ersten Besuche in einer Teppichfabrik erzäht. Irgendwo ist immer ein sehr kleiner Fehler im Muster eingearbeitet, der normalerweise niemandem auffällt. Bei einem Besuch in einer anderen Teppichfabrik hat man diese Tatsache verschwiegen. Als wir darauf aufmerksam machten, wollte der Verkäufer uns davon überzeugen, daß es nicht so wäre – Fehler in ihren guten Teppichen, so etwas würde es bei ihm nicht geben. Nur durch puren Zufall fiel mir einer der Fehler in einem der vor uns liegenden Teppiche auf. Verkäufer wie Kunden waren ganz aus dem Häuschen. 

Die Einnahmequelle Nummer eins der Türkei ist die Landwirtschaft, gefolgt vom Tourismus. In Kappadokien gibt es nicht viel landwirtschaftlich nutzbares Gelände. Auf den Flächen, die es erlauben, werden in großem Stil Kartoffeln und Kürbisse angebaut. Es gibt aber auch Wein, Aprikosen-, Zitronen- und Walnußbäume. Baumwolle ist wohl die Haupteinnahmequelle und wird im ganzen Land angebaut. Dazu gibt es Oliven, Granatäpfel, Feigen und Tabak.

Wisst Ihr eigentlich, daß in der Türkei das Geld erfunden wurde? Naja, damals gab es noch keine Türkei. Aber auf anatolischem Boden befand sich das Lyderreich, das sich irgendwann im Kampf mit Persien befand. Krösus, der um 600 v.Chr. König der Lyder war, war auf Grund der in seinem Reich unvollstellbar großen Vorkommen an Gold und Silber der reichste Mann der Welt. Mit der Erfindung der Münzen konnte er seinen Handel mit weit entfernten Völkern noch vergrößern. Das Geld war als Handelsware geradezu ideal. Es führte jedoch auch zum Untergang des Lyderreiches, denn Krösus verlor den Kampf gegen die Perser, dessen Reich er sich mit Hilfe des Geldes aneignen wollte. Er hatte zwar vor dem Angriff das Orakel befragt, doch die Antwort des Orakels falsch gedeutet. Es hieß nämlich, daß ein großes Reich zerstört würde, sollte er die Perser angreifen. Nun, es war nicht das Reich der Perser gemeint, sondern Krösus´ Reich.

Türkische Riviera

Türkische Riviera

Außer den Ausflugszielen, die ich hier beschreibe, hat die Türkei noch viel mehr zu bieten. Vor allem in den Küstenbereichen entlang der Ägäis und der türkischen Riviera konzentrieren sich die meisten Ziele, die man unbedingt alle ansteuern sollte, wenn man Zeit und vor allem die Möglichkeit dazu hat. In den Tipps zur Türkei sind noch ein paar davon aufgeführt. Wer es nicht so heiß mag, sollte sich die Frühjahrs-und Herbstmonate aussuchen. Dann sollte aber ein warmer Pullover nicht fehlen, denn im anatolischen Hochland wird es dann schon teilweise recht kühl.

Kappadokien

Die Hätiter, die vor zweieinhalbtausend Jahren hier lebten, gaben diesem Land den Namen. Kappadokien bedeutet: Land der schönen Pferde. Die Hätiter züchteten sehr gute Pferde, mit denen sie in der Lage waren, ihre Kriege zu gewinnen, zum Beispiel gegen die Ägypter, die ihre Eroberungszüge bis hier hoch ausdehnten.
Außerdem ist Kappadokien das Land der „Tanzenden Derwische„. In weite, weiße Kleider gehüllt drehen sie sich immer und immer wieder um ihre eigene Achse in Trance, einen Arm in die Höhe haltend, den anderen Arm zum Boden weisend. Damit wollen sie eins sein mit Gott und zur Erleuchtung gelangen.
Die bizarre Tuffsteinlandschaft Kappadokiens wurde vor drei Millionen Jahren durch drei große Vulkane gebildet, die man heute noch erkennen kann. Der Boden ist übersät mit Asche und zum Teil riesigen Lavabrocken. Durch Erosion entstanden die eindrucksvollen Formationen. Der Mensch tat ein Übriges dazu. Er schuf unterirdische Städte, die bis zu 30000 Menschen fassten. Etwa 155 sind bisher entdeckt worden.

Ihlara-Tal

Ihlara-Tal

Das Ihlara-Tal ist ein gut vierzig Kilometer langer Einschnitt in die Tuffsteinlandschaft. Zur Zeit der Christenverfolgung durch die Römer versteckten sich die Menschen hier in den Höhlenwohnungen. Man weiß nicht genau, wer sie gebaut hat. Sie sind wahrscheinlich schon um die 4000 Jahre alt. Sogar Kirchen wurden in den weichen Tuffsteinfelsen gehauen. Zum Teil kann man sich heute diese Wohnungen und Felsenkirchen ansehen. Die alten Malereien sind teilweise noch erhalten. Es ist beeindruckend. Die Eingänge liegen zum Teil viele Meter über dem Boden. Entlang des Abstieges zum Talboden stehen Pistazienbäume, die Talsohle wird von Pappeln dominiert. Ein Bach fließt durch das Tal und macht es richtig romantisch.

Höhlenwohnungen in Göreme

Höhlenwohnungen in Göreme

In Göreme ist eine ganze Stadt mit Höhlenwohnungen, Felsenkirchen und Klöstern erhalten. „Erbaut“ wurde diese Stadt im 8.-12. Jahrhundert. Zum Teil sind die christlichen Malereien noch erhalten, viele wurden jedoch von den nachfolgenden Moslems zerstört. Über einen Rundweg kann man sich viele der Kirchen und Wohnungen mit Lagerräumen, Speisesälen, Ställe für das Vieh und Zisternen ansehen. Hilfreich ist es dabei, sich hin und wieder einer Reisegruppe anzuschließen, um Informationen über diese Anlage zu bekommen. So kann man sich besser in das Leben der Menschen damals hineinversetzen. Highlight ist das siebenstöckige Kloster in einer Tuffsteinpyramide. Die große Felsenkirche in der Nähe des Parkplatzes ist besonders erwähnenswert. Im Keller dieser Kirche befindet sich die Gruft. Über den gesamten Boden verteilt und auch in Wandnischen befinden sich Vertiefungen, in denen früher die Särge gestanden haben. Man musste also darüber hinweglaufen. Links neben dem Eingang befindet sich die verräucherte Küche. Das war ganz sicher kein Vergnügen, hier etwas zuzubereiten. Der Kirchenraum ist riesig und besteht aus zwei Teilen. Die Wände und Decken sind über und über mit Malereien bedeckt, alle noch Original. Sie erzählen die Geschichte des Christentums.

Tür in einer Höhlenwohnung

Tür in einer Höhlenwohnung

In Ockonak liegt eine Unterirdische Stadt nicht in Felswände gehauen, sondern unter der Erde. Sie erstreckt sich über mehrere Etagen, die durch Luftschächte mit der Außenwelt verbunden sind. Die einzelnen Räume erreicht man durch sehr schmale Gänge, die außerdem der Verteidigung dienten. Die einzelnen Räume konnte man durch eine Art Mühlsteine verschließen, die von innen vor den Durchgang gerollt wurden, bis die Angreifer abgezogen waren. Es gibt sogar einen Weinkeller mit Kelterbecken. Die Wasserversorgung wurde durch Zisternen sichergestellt. So konnte man es lange Zeit hier aushalten.

Pasbaga

Pasbaga

Die schönsten Tuffsteinformationen kann man in Pasbaga bewundern. Hier sehen die „Zipfelmützen“ besonders lustig aus, denn sie haben einen Hut aus einem dunklen, härteren Gestein auf. Hier gibt es auch das vielleicht schönste Café. Es ist ebenfalls in einer Zipfelmütze untergebracht und erstreckt sich über vier Etagen, die durch enge Stiegen erreichbar sind. Teppiche an Wänden und auf dem Boden, sowie Sitznischen machen es sehr gemütlich. Der Kaffee ist hervorragend. Dazu bekamen wir Pistazien gereicht. Gleich nebenan steht ein Zipfelmützenhotel – „1001 Nacht“ heißt es. In den unzähligen anderen Zipfelmützen befinden sich Wohnungen. Man kann herrlich zwischen den vielen kappentragenden Zipfelmützen umherschlendern, zum Teil durch Weinstöcke hindurch. Es ist einfach grandios. Das muss man genießen.

mystischer Sonnenuntergang

mystischer Sonnenuntergang

Die Sonnenuntergänge muss man gesehen haben, dann versteht man, warum der Himmel der Sitz der Götter ist.

Konya

Konya

Konya

Auf dem Weg von Kappadokien nach Konya fuhren wir ein Stück auf der alten Seidenstraße über Nevsehir nach Aksaray entlang. Dabei kamen wir an mehreren Karawansarayen vorbei, die von den Seldschuken für die Karawanen gebaut wurden, die zwischen Europa und China hin- und herpendelten. Von den meisten Karawansarayen ist nicht mehr viel übrig, nur selten sind sie auch heute wieder Raststätten, vor allem für Touristen.
Konya ist die größte Stadt in der Zentraltürkei. Sie hat eine Million Einwohner und viel Industrie: Zement, Möbel, das größte Mercedes-LKW-Werk außerhalb Deutschlands und Lederwaren. 

Mevlana-Kloster

Mevlana-Kloster

Das Hauptausflugsziel ist aber das Mevlana-Kloster. Mevlana, der Gründer des Sufismus, hat hier gewirkt und ist in diesem Kloster begraben. Sufismus begründet auf einer Brüderschaft der Derwische, die lehrt, dass sich alle Menschen lieben und verstehen sollen, ganz gleich welcher Herkunft und welchen Glaubens sie sind. Er wollte den vollkommenen Frieden.
Das Innere der Moschee ist prächtig ausgestattet. Neben dem prächtigen Grab von Mevlana sind weitere Würdenträger hier bestattet. Außerdem kann man verschiedene kostbare Gegenstände in Bezug auf das Leben in diesem Kloster bewundern.

Ausstellung des Mevlana-Klosters

Ausstellung des Mevlana-Klosters

Auf dem Gelände des Klosters kann man sich frei bewegen, denn es ist heute ein Museum. Man kann den Gemeinschaftsraum mit Küche sehen, die Studier- und Wohnzimmer der hier lebenden Männer, das Kloster selbst, das eigentlich eine Moschee ist und den Park. Alles liegt auf kleinstem Gelände, entsprechend eng geht es hier mit den vielen Touristen zu.

Pamukkale

Auch die Türkei hat ihren Till Eulenspiegel. Sein Name war Nasreddin Hocha und lebte in seldschukischer Zeit im 11. Jahrhundert in Aksehir. Er trieb genauso seine Späße mit der Obrigkeit wie unser Till Eulenspiegel und auch seine Geschichten sind in einem Buch zusammengefasst. Allgegenwärtig in dieser Gegend wird Nasreddin Hocha mit einem riesigen Turban, verkehrt herum auf einem Esel sitzend, dargestellt. Er ist bis heute lebendig geblieben.
Die Landschaft auf dem Weg nach Pamukkale gleicht der ungarischen Puszta, steinig, kahl, mit Ziehbrunnen hier und da, total eben. Erst kurz vor Pamukkale wachsen wieder Bäume und Sträucher und es wird grüner.

Hierapolis

Hierapolis

In der Nähe von Pamukkale liegt die Nekropole Hierapolis, eine antike Stadt mit angeschlossener Totenstadt. Pamukkale heißt übersetzt: Baumwollfestung (Pamuk = Baumwolle, Kale = Festung). Eigentlich meint diese Bezeichnung „Weißes Schloss“, weil die Kalksinterterrassen weiß in der Sonne leuchten.
Die antiken Griechen bauten dieses Hierapolis auf, doch im Laufe der Geschichte übernahmen die Römer die Herrschaft über dieses Gebiet und drückten Hierapolis ihren Stempel auf. Sie bauten diese Stadt zu einem Kurort aus, der die Thermalquellen von Pamukkale nutzte. Gigantische Bauten wie mehrere Stadttore mit gepflasteren Straßen dorthin, das Amphittheater, Tempel und unzählige Sarkopharge prägen das Bild dieser riesigen Anlage. Sie sind noch gut erhalten, nur Erdbeben und der Zahn der Zeit nagten an ihnen. Von den Wohnhäusern ist kaum noch etwas übrig, doch man kann auf den benachbarten Hügeln noch die Reste der Stadt erkennen. Mit ein bisschen Phantasie kann man sich das Leben dort gut vorstellen.

Pamukkale

Pamukkale

Gleich nebenan, etwas unterhalb von Hierapolis liegen die Kalksinterterrassen von Pamukkale, das wohlbekannteste Reiseziel in der Türkei. Diese Terrassen wurden im Laufe einer sehr langen Zeit durch mehrere heiße Quellen gebildet. Die Temperatur des austretenden Wassers liegt bei 60°C. Doch durch die Luft kühlt sie sich rasch ab. Durch die Verdunstung des Wassers bleiben die kalkhaltigen Mineralien am Boden haften und bauen so ein beeindruckendes Naturschauspiel beispiellosen Ausmaßes.

Kalksinterterrassen

Kalksinterterrassen

Überall haben sich bis zu knietiefe Pools gebildet, in denen sich das Wasser sammelt – oben ist es noch heiß, doch mit jeder Stufe wird es kühler. Aus Naturschutzgründen darf man heute nur noch auf vorgeschriebenen Wegen und barfuß diese Terrassen betreten. Zur Zeit werden die Kalksinterterrassen touristisch aufgewertet. Während unseres Besuches wurden Wege gepflastert und Grünanlagen angelegt mit Bänken, auf denen man sich ausruhen kann. Im Tal soll anscheinend eine Art Freizeitpark entstehen.

Thermal Hotel PAM

Thermal Hotel PAM

An dieser Stelle möchte ich jetzt doch ein Hotel empfehlen. Das Thermal Hotel PAM in Karahayit. Auf dessen Gelände sprudelt eine 70 Grad heiße, sehr mineralhaltige Quelle, die durch eine Nachbildung der Sinterterrassen von Pamukkale eingefaßt ist. Hier kann man sich bestens in den terrassenartigen Pools entspannen und man kann sich dazu noch die Tempartur aussuchen, die man haben möchte, denn die Pools werden wie im Original von oben nach unten immer kühler. Selbst Wechselbäder sind hier drin. Unter diesen Terrassen, die das Dach des Thermalbades bilden, befindet sich das Thermalbad selbst. Es hat zwei Becken. Das eine ist sehr heiß, so um die 47°c, das andere ist etwas kühler. Durch einen Wasserfallvorhang kann man von innen in das Außenbecken gelangen. Unbedingt sollte man sich hier ein türkisches Bad mit anschließender Massage gönnen. Wir waren begeistert. Dieses Hotel hat sehr schöne Zimmer und auch das Essen und ist gut und reichhaltig. Abends kann man in den Ort gehen, die Einkaufsstraße auf- und abgehen. Am Besten lässt man einen Abend des Essen im Hotel weg und geht in die ganz gemütliche Kneipe, die mit orientalischem Flair und phantastischem Essen lockt.

Tipps zur Türkei

Aphrodisias

Aphrodisias

Aphrodisias (Geyre)
Aphrodisias ist eine der bedeutendsten Ruinenstädte aus griechisch-römischer Zeit im östlichen Mittelmeerraum. Die Stadt erhielt ihren Namen, weil Aphrodite hier verehrt wurde. Der Aphrodite-Tempel dominiert die Anlage. Außerdem gab es hier eine Bildhauerschule, weil die Gegend reich an Marmorvorkommen war. Ein Theater, ein römisches Bad, das Stadion und der Markt sind noch sehr gut erhalten. Von den unzähligen Wohn- und Geschäftshäusern sind nur noch die Grundmauern übrig. Doch auch hier kann man die Größe der Stadt erahnen, denn es befinden sich auch Ruinen auf den angrenzenden Hügeln, die eine große Ebene einrahmen. In dem angeschlossenen Museum sind die Stücke ausgestellt, die hier ausgegraben wurden – von Gewandnadeln über Geld bis hin zu den großen Statuen. Die Gegend ist voll von Feigenplantagen und Zitrusfüchten.

Köprülü-Canyon

Köprülü-Canyon

Rafting auf dem Köprülü-Canyon
Der Fluss liegt bei Manavgat im Süden der Türkei, zirka fünfzig Kilometer weit von der Küstenstraße weg im Landesinneren, mitten im Nirgendwo in einer reizvollen Landschaft. Bevor es losgeht, bekommt jeder eine warmhaltende Neoprenbekleidung, eine Schwimmweste, ein Paddel und ein Briefing. Man kann sich dann aussuchen, ob man mit einer Gruppe zusammen in einem Floß oder allein in einem Kanu den Fluss bezwingen möchte. Dann geht es los, doch nur fünfhundert Meter weit, dann ist schon der erste Halt an einer Einmündung. Hier kann man eine uralte, römische Steinbrücke besichtigen, die sich zwanzig Meter hoch über einen kleinen Fluss spannt. Doch sie ist nicht nur zum Staunen da, sondern ganz Mutige können sich von ihr in den Canyon stürzen, wie gesagt, zwanzig Meter tief. Anschließend fuhren wir den Köprülü weiter hinab. Ab und zu kämpften wir uns durch Stromschnellen. Hier kommt es darauf an, dass alle am gleichen Strang ziehen, nach den Vorgaben des Guides. Zur Mittagspause gibt es in einer gemütlichen Hütte mit Grill und Bar leckeres Essen. Danach geht es noch eineinhalb Stunden weiter den Fluss hinunter, angereichert mit allerlei Späßen, die auch mal blaue Flecke zur Folge haben können. Aber keine Angst, es macht einen Höllenspaß. Die Landschaft ist traumhaft. Da wir im Herbst dort waren, kamen wir uns wie im Indian Summer in Kanada vor. Das Wasser hat eine herrliche türkise Färbung.

Alanya-Fort

Alanya-Fort

Alanya
An der türkischen Riviera kann man sich ganz unkompliziert mit dem Dolmus, einem kleinen Bus, der in kurzen Abständen fährt und überall dort hält, wo Leute ein- oder aussteigen wollen, bewegen. Diese Sammelbusse sind deutlich günstiger als die Taxen. Alanya empfanden wir im Gegensatz zu dem völlig überlaufenen Antalya als eine gemütliche Stadt mit Charme. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass Anbieter wie TUIfly solche Ziele ansteuern.

Unbedingt sollte man sich die Burg ansehen, die über der Stadt thront. Sie gab es auch schon in hellenistischer Zeit und wurde durch die verschiedenen Eroberer wie die Seldschuken, Römer und Osmanen immer wieder verändert. Von hier hat man einen phantastischen Blick über die Küste. Die Burg kann man per schweißtreibenden Aufstieg oder per Taxi erreichen. Den Taxipreis sollte man unbedingt vorher aushandeln. Anfragen im Hotel klären über einen Richtpreis auf. Wir fuhren mit dem Taxi hoch und liefen gemütlich nach der Besichtigung wieder hinunter, wobei man aus jeder Ecke einen neuen Blick über die Gegend hat. Ein frisch gepresster Granatapfelsaft löscht den Durst. Am Fuße des Burgberges ranken sich schmale Gassen mit zum Teil sehr schönen Häusern. 

Alanya Promenade

Alanya Promenade

Unser Spaziergang führte uns dann weiter zum Hafen mit den unzähligen Ausflugsbooten, weiter zur Promenade am Strand. Unsere Füße waren für die Abkühlung im Meer sehr dankbar. Hinter der Promenade liegt ein kleiner, aber feiner Stadtpark mit Brunnen, ehe es zum Basar geht.

Tauchboot

Tauchboot

Uns interessiert natürlich auch, wie es hier unter Wasser aussieht. Mit den Active Divers oberhalb des Hafens starteten wir zu einer Tagestour mit einem der schönen, großen Holzschiffe. Holzschiffe haben wirklich etwas warmes und anheimelndes. Für ein leckeres Mittagessen an Bord war gesorgt. Unser Tauchplatz lag am Fuße des Burgberges, das Wasser ist glasklar und die Sicht unbeschreiblich. Man kann hier in Grotten tauchen und die Unterwasserlandschaft ist toll. Während der Bewuchs mit Algen oder gar Korallen sehr zurückhaltend ist, kann man sich mit allerlei Fischen beschäftigen. Wir beobachteten zum Beispiel Brassen, Mönchsfische, Papageienfische, Muränen, Drachenköpfe, sogar ein Flötenfisch kreuzte unseren Weg. 

Istanbul

Haghia Sophia

Haghia Sophia

Nur durch Zufall sind wir nach Istanbul gekommen und sind froh, diese Möglichkeit gehabt zu haben. Istanbul ist eine großartig Stadt mit viel Geschichte und unzähligen Sehenswürdigkeiten wie die Haghia Sophia, die Blaue Moschee, das Hippodrom, den Topkapi-Palast, den Dolmabahçe-Palast und vieles mehr. Die drei Stadtteile, die durch das Goldene Horn und den Bosporus getrennt werden, machen die Stadt auf sieben Hügeln, aus.


Die Türkei war auch schon Euer Reiseziel und Ihr möchtet gern Tipps, Empfehlungen oder Anregungen weitergeben, dann könnt Ihr dies gerne unten mit der Kommentarfunktion tun. Wir sind gespannt.

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2 Gedanken zu „Türkei

  1. Du liebst auch eher die ruhigeren Ecken? Alanya ist wirklich schön, das stimmt.

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  2. Elke sagte am :

    Alanya hat uns auch gut gefallen, und der Ausblick von der Burg ist atemberaubend schön, wir sind mit dem Taxi hoch gefahren, und der Taxi Fahrer hat uns auch wieder runter gebracht, eine Bootstour um den Felsen haben wir auch gemacht.
    LG
    Elke

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