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Faszination Provence

Gastbeitrag von muchosol.de

Faszination Provence
Muchosol 2Neben der landwirtschaftlichen Vielfalt, die in unseren heimischen Gegenden zu finden ist, bietet unser französischer Grenznachbar natürliche Landstriche, die wahrhaft ein Augenschmaus sind für seine Bewohner, aber auch für seine Besucher. Vergessen sind für ein paar Augenblicke das Treiben der Metropolen, der Gestank der Auspuffrohre der Autos und die Hetzerei von einem Termin zum anderen. Wenn Sie Ruhe und Erholung mit kulturellem Abenteuer in Frankreich in Verbindung setzen, dann denken Sie sofort an die Bretagne, nicht wahr? Nun ja die Bretagne ist so wie die anderen französischen Regionen sehr reizvoll, aber was wir Ihnen in diesem kurzen Bericht ans Herz legen wollen, ist ein Besuch in die Provence.
Gelegen im Südosten des französischen Territoriums, administratorisch bekannt unter dem Begriff PACA (“Provence-Alpes-Côte d’Azur”) ist die Region unterteilt in die Départments Vaucluse, Haute-Alpes, Var, Bouches-du-Rhône, Alpes-Maritimes und Alpes-de-Haute-Provence. Festgehalten auf einer Landkarte lässt sich die Provence aufteilen in das westliche Rhônetal und die südliche Küste des Mittelmeeres. Dennoch ist nur wenigen bewusst, wie facettenreich die Landschaft, die Gastronomie oder auch die kulturellen Möglichkeiten sind.
Selbst für die Franzosen bedeuten die weiten Wiesen, die violett strahlenden Lavendelfelder, die gepunkteten kleinen Dörfer inmitten der Berge und an der Küste, die mediterranen Landschaftstriche, charakteristisch für die Provence an der französischen Rivera, ein Wunder der Natur.
Département Alpes-Maritimes
Muchosol 1So war seitjeher die Provence ein Zufluchtsort und die Muse vieler Maler und Schriftsteller. Abgeschieden von den Orten der Côte d’Azur begeistert die abwechslungsreiche Natur: wuchtige Gebirgszüge, saftige, grüne Täler, wilde Schluchten, Felder mit Weinreben, Bäume voll mit Oliven, Kräutern und Lavendel und nicht zu vergessen die atemberaubenden Strände mit sonnengeküsten Orten entlang der Mittelmeerküste.
Unabhängig der Lage und geografischen Begebenheit bietet jede natürliche Beschaffenheit den Anreiz sich das gesamte Jahr hinweg sportlich zu betätigen. So finden Sie in den Seealpen bei Nizza optimale Bedingungen vor, um die abwechslungsreiche Landschaft zwischen Meer und Gebirgszüge wandernd zu erkunden und ein Geruchsbad bestehend aus Ginster, Lavendel, Thymian und Rosmarin zu nehmen. Auf den Wegen entlang der Wanderwege werden Ihnen sicherlich zahlreiche französische Nationalparks unterkommen, wie zum Beispiel der Parc National du Mercantour, der jüngste unter den sechs französischen natürlich geschützten Gebieten. Er weitet sich vom Osten mit dem Vallèe des Merveilles und seinen zehntausenden von Felsgravuren bis in die Region des Alpes-de-Haute-Provence aus. Bestimmt werden Ihnen auch auf Ihren Wanderwegen vereinzelt verlassene Häuser begegnen, die nun Ruinen sind und Sie in eine melancholische Stimmung versetzten. Zeugen einstiger Zeit, ist es schwierig die so genannten “village perché” (thronende Bergdörfer) wieder zu restaurieren.
Wenn Sie nun meinen, dass die blaue Küste der Côte d`Azur die Schatztruhe der Alpes-Maritimes ist, ändern Sie bitte nochmal Ihre Meinung. Denn der Glanz dieser Gegend befindet sich genau inmitten den Seealpen: die blauen Berge.
Départment Var
Muchosol 3Aber die Provence besteht nicht nur aus der faszinierenden Gegend rund um Alpes-Maritimes. Lassen Sie uns weiter marschieren Richtung Süden entlang des Mittelmeeres in das Dèpartement names Var. Kennzeichnend für seinen immens grossen Wald ist sie die zweitgrößte aufgeforstete Region Frankreichs. Breite Sonneneinstrahlungen und ein angenehmes Klima begünstigen das Jahr über Flora und Fauna und nicht zu vergessen das grosse Küstengebiet. 432 Kilometer lange Küsten mit feinem Sandstrand, felsigen Kaps und wilden kleinen Buchten, laden zur Entspannung und zum Sonnenbaden ein. Aber auch das Hinterland darf nicht unerwähnt bleiben. Zum Schlendern einladende reizende Dörfer erfüllen neben anderen bemerkenswerten Naturschönheiten, wie die Verdon-Schluchten, die Wünsche der Naturliebhaber, aber auch die Sportler und Amateure von Dolcefarniente profitieren von den Naturschönheiten.
Département Bouches-du-Rhône
Muchosol 4Direkter Grenznachbar der Region Var ist das Département Bouches-du-Rhône westlich der Provence-Alpes-Côte d’Azur am Mittelmeer gelegen. In ihr finden Sie eine Vielfalt an tradionellen und kunsthistorischen Juwelen inmitten einer facettenreichen Naturlandschaft. Darin liegt das Charistikum dieses Départements. Karges und naturbelassenes Flachland, dass ein Canán für Vögel darstellt. Neben dieser Naturbeschaffenheit, finden Sie auch dort kilometerlange Sandstrände, steilwandige, scharfkantige Felsen und die Bergkette der Alpilles mit eines der grössten Olivenanbaugebieten vor. Betäubt von dieser natürlichen Vielfalt können Sie in den Städten Arles und Aix-en-Provence ein unglaublichen kulturellen und architektonischen Schatz vorfinden. Lassen Sie sich entführen in diese Vielfalt, die Sie nicht mehr los lassen wird.
Zusammenfassung
Muchosol 5Magische, kontrastreiche, facettenreiche Naturlandschaften und Kunstschätze erzeugen ein Schauspiel, das die Provence nicht umsonst zu einer der beliebtesten Reiseziele Frankreichs machen. So ist es auch nicht abwegig, dass Sie auch kulinarisch auf Ihre Kosten kommen werden, oder? Wie in anderen Gegenden auch, kennzeichnet jeder Ort ein besonderes Gericht. Im Falle der Provence können Sie zwischen Köstlichkeiten wie Mandelkonfekt, Trüffel, kandierte Früchte, edles Olivenöl, weißem Nougat, Olivenpastete (Tapenade) oder Konfitüre wählen. Oder Sie kosten einen der vielen Qualitätsweine, wie den Côteaux d’Aix-en-Provence.
Sie sehen, die Provence lohnt sich ihr mindestens einen Besuch abzustatten. Auf was warten Sie noch? Achja und wenn Sie schon mal da sind, vergessen Sie nicht sich zum Beispiel ein Duftsäckchen gefüllt mit getrocknetem Lavendel mitzunehmen. Das optimale Souvenir für die Lieben daheim.

 

 

 

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Gastartikel

Beiträge, die wir gerne für andere Reiseblogs oder Reiseseiten geschrieben haben:

USA als Reiseland

50 Bundesstaaten – 50 Tipps von Reisenden: Louisiana

50 Bundesstaaten – 50 Tipps von Reisenden: Mississippi

50 Bundesstaaten – 50 Tipps von Reisenden: Missouri

Leider musste ich jetzt feststellen, dass wir einige Artikel quasi umsonst geschrieben haben, denn die betreffenden Seiten (komerziell) existieren nicht mehr. Wir werden in Zukunft besser darauf achten, für wen wir einen Beitrag schreiben.

 

Eine gute Gelegenheit für den Austausch von Beiträgen untereinander sind die beliebten Blogparaden. Da wir fast immer unterwegs sind, verpasse ich die meisten Blogparaden, aber bei einigen waren wir doch dabei:

Reiseblogger und ihre Bilder – die Trends

Trauminseln und Inselträume

Blumen und Blüten weltweit

Welche Reisetypen sind wir?

Reisepannen

Wie sähe meine Traumreise aus?

 

Gerne nehmen wir Eure Beiträge auf, sofern sie zu unseren Themen passen und wir im Gegenzug einen unserer Artikel oder unseren Link auf Eurer Seite platzieren dürfen:

Faszination Provence

Sehenswertes in Mosambik

 

 

Reiseblogger und ihre Bilder – die Trends

Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Reiseblogs und landete dabei bei Corinna und ihrem Blog aussteigenbitte. Ihr lustiger Beitrag „Reisebloggerbilder und ihre Trends“ animierte mich dazu, mir unser Bildarchiv vorzunehmen und meinen Senf dazuzugeben, trotzdem ihr  Beitrag schon eine Weile her ist. Ich habe zwar nicht die Angewohnheit, alle fünf Minuten meine Zahlen zu checken, obwohl es auch mir nicht egal ist, ob sich jemand für meinen Post oder Beitrag interessiert, es gibt jedoch so viele andere Dinge im Leben, die genausoviel Aufmerksamkeit verdienen. Aber, wie schreibt Corinna so treffend: „Wir alle schreiben den Blog, weil wir gelesen werden möchten. Dann macht es einfach mehr Spaß!“

Eigentlich finden wir es nicht wirklich interessant, Bilder von uns zu veröffentlichen, aber für diesen Artikel mache ich mal eine Ausnahme. Es besteht natürlich auch bei uns die Gefahr, wie ein Vollpfosten dazustehen. 🙂 Dieses Risiko gehe ich gerne ein. Ich versuche dabei, bei der Präsentation der Bilder auf Corinnas Kategorien zurückzugreifen, ergänze diese aber auch durch neue.

„Ich steh hier nur so rum“

Dieses Wandgemälde fanden wir in Bushmills, Irland

„Hier ist es so schön, ich könnte Luftsprünge machen und tue es auch“

Die Landschaft von White Sands, New Mexico, ist so überwältigend, dass man einfach Luftsrünge machen muss

Leider war der Selbstauslöser nicht so schnell, wie ich mit meinem Sprung, aber der Ansatz ist wohl erkennbar. Es ist wirklich grandios dort. Corinnas Bild ist da um einiges besser gelungen. 

„Ich schaue verträumt in die Ferne und wurde zufällig dabei fotografiert“

Im Hinterland von Cabopino, Spanien

Wir stehen dort an einem Golfplatz, der so groß ist, dass man ihn nur mit dem Fernglas erfassen kann. Auf dem Teich schwammen verschiedene Entenarten, denen ebenfalls meine Aufmerksamkeit galt.

 

„Selfie“

Zum Thema „Selfie“ kann ich leider im Moment nichts beisteuern. Das ist keine Lüge. Bisher haben wir immer nette Menschen gefunden, die uns vor einem tollen Motiv fotografiert haben. Wir finden es schon merkwürdig, dass die Leute ständig in der Gegend rumstehen und sich selbst fotografieren. Die vielen Selfie-Sticks sehen jedenfalls komisch aus. Vielleicht schaffe ich es irgendwann auch, ein Selfie zu produzieren, für diesen Beitrag.

 

„I’m to sexy for my shirt“

Colva, Indien

Zugegeben, das Bild passt nicht wirklich, denn mit einem Shirt am Strand zu sitzen wäre doof.

 

„Guck mal was ich leckeres zu Essen hier habe“

Meeresfrüchteplatte in Arcachon, Frankreich

Das war das leckerste Essen, welches wir je fotografiert haben. Es war jedoch gekauft. Ich habe aber auch das Bild eines selbstgekochten Essens. Es sind selbstgesammelte und zubereitete Napfschnecken, die wir an der Westküste Schottlands gefunden haben. Ich bin nicht wirklich ein Schneckenfan, aber die waren lecker. 

schottische Napfschnecken mit Stampfkartoffeln

„Guck mal wo ich stehe“

Bilder von Füßen haben wir auch, komischerweise alle von Klaus. Eines der Bilder zeigt, wie groß die Schulpe von Kalmaren werden können. Klaus hat große Füße.

Faro, Portugal

„Guck mal ich bin im Flugzeug“

Ägypten

Der Zufall wollte es, dass wir statt der gebuchten 2. Klasse dann doch 1. Klasse flogen. Leider dauerte dieser Flug von Luxor nach Kairo nur eine Stunde. Trotzdem, es war ein sehr angenehmer Flug.

 

„Guck mal ich mach Blasen“

Magsaysay-Island, Philippinen

Es sieht auf dem Bild nicht so aus, da es um mich ging, aber wir durften Tauchgründe erleben, die zu den schönsten der Welt zählen. Bis in Tiefen von über 40 Metern fühlt man sich rund um Magsasay-Island und Camiguin an der Nordküste Mindanaos wie im Aquarium.

 

„Spaziergang am Strand“

Wangerooge

Auf Wangerooge sehen die Strandspaziergänge oftmals etwas anders aus.

 

„Guck mal wie ich mich verrenken kann“

Kochi, Indien

Okay, der Versuch, am nächtlichen Strand sexy zu erscheinen, ging etwas daneben. So schönes Yoga wie Corinna kriege ich wohl auch kaum hin.

 

So, dass waren Corinnas Vorschläge. Ich habe aber noch ein paar weitere Bilder gefunden, für die ich neue Kategorien eröffnen muss:

„Guck mal wie ich der Gravitation ein Schnippchen schlage“

Confusion Hill, Kalifornien

Viel Spass und ganz neue Erfahrungen in Sachen Gravitation findet man bei „Confusion Hill“ in den Redwoodwäldern Nordkaliforniens. Stehe ich nun schief oder das Haus?

 

„Wie klein sind wir eigentlich“

Wir wissen, dass wir nur ein Staubkorn im Universum sind. Der ein oder andere Größenvergleich macht es immer wieder deutlich.

Die Redwoodbäume (Riesen-Mammutbäume) in Kalifornien sind wirklich gigantisch

 

Gulliver lässt grüßen. Gefunden auf Nova Scotia

„Guck mal ich kann schweben“

Skydeck, Chicago

400 Meter über dem Erdboden steht man in einem der gläsernen Erker des Skydecks, im 103. Stock des Willis Towers.

 

„Guck mal wen ich getroffen habe“

Kingston, Ontario

Eine Halloween-Bekanntschaft. Wirkt ziemlich echt, oder? Oder ist es gar ein Tramper, den keiner mitgenommen hat?

 

„Guck mal wie behütet ich bin“

Lafourche, Louisiana

Steht mir doch gut, finde ich. Überraschenderweise ist der Lotus auch in den Sümpfen Lousianas zu Hause.

 

„Guck mal wie ich spiele“

Wenhaston, England

Wusste gar nicht, dass das so viel Spass macht. Man muss trotzdem höllisch aufpassen.

 

„Guck mal ich bin im Spiegel“

Jaipur, Indien

Da ist jetzt doch einiges an Bildern zusammengekommen. Es hat Spass gemacht, sie herauszusuchen und zusammenzustellen. Das war eine ganz neue Herausforderung. Vielen Dank Corinna für dieses Thema.

 

 

Sehenswertes in Mosambik

Gastartikel:

Bunte Korallenriffe entlang einer kilometerlangen Traumküste und Mangrovenwälder, Trockensavanne und Elefantenherden im Landesinneren: Mosambik lädt zum Traumurlaub! Die ehemalige portugiesische Kolonie liegt am Indischen Ozean und grenzt an Malawie, Simbabwe, Tansania, Sambia, Südafrika und Swasiland. Weite Teile des afrikanischen Staates sind von Küstenlandschaft geprägt, welche durch eine einzigartige Flora & Fauna besticht. Trotzdem haben viele Mosambik als Urlaubsdestination noch nicht auf dem Radar – ein Fehler, wie wir finden! Da das Land touristisch wenig erschlossen ist, können Abenteuerlustige auf Safaris und Tauchgängen nahezu unberührte Wald-, Savannen- und Unterwasserwelten entdecken.

Was viele nicht wissen: Nachdem Mosambik sich 1975 die Unabhängigkeit von der portugiesischen Vorherrschaft erkämpft hatte, wurde der Staat in einem 16 Jahre andauernden Bürgerkrieg beinahe aufgerieben. Hungersnöte und tägliche offene Kämpfe zwischen den Anhängern der konkurrierenden Parteien Frente de Libertação de Moçambique (FRELIMO) und Resistência Nacional Moçambicana (RENAMO) führten dazu, dass rund 900.000 Menschen ihr Leben verloren und mehr als 5 Millionen Mosambikaner ihre Heimat verließen. In jüngster Zeit kehren aber viele in die ehemalige Heimat zurück – und mit ihnen kommt der Tourismus.

Die beste Reisezeit für Mosambik ist April bis Oktober, die durchschnittlichen Temperaturen liegen in der Hauptstadt Maputo zwischen 13 und 14°C (im Juli) bzw. 22 und 31°C im Februar. An den Küsten sind die Temperaturen das ganze Jahr über relativ konstant und Urlauber können sich über einen kühlenden Wind freuen. Von Deutschland aus dauert die Anreise je nach Startflughafen zwischen 12 und 14 Stunden. Wenn ihr Mosambik besuchen möchtet, solltet ihr rechtzeitig vor dem Urlaub folgende Vorbereitungen in Angriff nehmen:

  • Visum: Für die Einreise nach Mosambik braucht ihr ein Touristen-Visum, das bei der mosambikanischen Auslandsvertretung zu beantragen ist.

  • Papiere: Sämtliche Ausweisdokumente(Reisepass, Personalausweis etc.) müssen bei Antritt der Reise noch sechs Monate gültig sein.

  • Führerschein: Wer in Mosambik selbst Auto fahren möchte, braucht hierfür einen internationalen Führerschein. Der EU-Führerschein wird in Mosambik nicht anerkannt.

  • Impfungen: Denkt daran, spätestens drei Monate vor Reiseantritt euren Arzt aufzusuchen, damit ihr eure Standardimpfungen auffrischen lassen könnt bzw. die notwendigen Reiseimpfungen gegen Hepatitis, Typhus, Tollwut und Gelbfieber bekommt.

Wer möglichst viel von Mosambik sehen und paradiesische Küstenlandschaften, verwunschene Wälder und karges Buschland gleichermaßen erkunden möchte, dem sei zu einem Mietwagen geraten. Viele Safari-Routen führen über die Landesgrenze zu Südafrika, weshalb du darauf achten solltest, dass in deinem Visum eine mehrfache Einreise ausgewiesen ist. In den zahlreichen Nationalparks des Landes könnt ihr vor allem Großwild in seinem natürlichen Lebensraum beobachten. Besonders beeindruckend sind folgende Schutzgebiete:

  • Nationalpark Gorongosa (ca. 150km von Beira entfernt)

  • Bazaruto National Park (liegt an der Küste auf dem Bazarutp-Archipel)

  • Krüger Nationalpark (liegt teilweise bereits in Südafrika)

  • Maputo-Reservat (liegt auf der Machangulo-Halbinsel nahe der Hauptstadt Maputo)

Neben den Inland-Safaris ist Mosambik vor allem bekannt für seine Tauchsafaris: Obwohl auch der Tauchtourismus noch in den Kinderschuhen steckt, schwärmen Eingeweihte von der unberührten Unterwasserwelt der ehemaligen Kolonie. Wer entlang der 2.800 km Küstenlinie ins Wasser geht, schwimmt mit Walhaien, Mantas und Teufelsrochen. Vor allem Profis kommen hier auf ihre Kosten, da das Tauchen in Mosambik aufgrund schwankender Temperaturen und Sichtweiten, hoher Dünung und ganzen Herden von Großfisch zu einem echten Adrenalinkick werden kann. Ein Reiseveranstalter, der Urlaubern authentische Dives und Natur pur abseits vom Massentourismus garantiert, ist z.B. Scuba Native. Als Tauchspots empfehlen wir vor allem die Top 3:

  • Tofo Beach: Etwa 500km nördlich von Maputo liegen direkt unter der Wasseroberfläche einzigartige Riffe (u.a. das „Manta Reef“ und das „Giants Castle“). Hier erwarten euch Begegnungen mit großen Meerestieren wie Wal- und Bullenhaien, aber auch kleinere Ozeanbewohner wie Schildkröten, Teufelsrochen, Thunfische und Barrakudas.

  • Bazaruto Archipel: Die fünf kleinen Inseln vor der mosambikanischen Küste bestechen durch eine weltweit einzigartige Artenvielfalt und sind Lebensraum für seltene Wal- und Schildkrötenarten.

  • Deep Sea Pinnacle Ponta: Bei Ponta do Oura können Abenteuerlustige mit Bullen-, Tiger-, Hammer-, und Weißspitzenhaien schwimmen. Wer ganz viel Glück hat, begegnet vielleicht sogar einem großen Weißen.

Bildquelle: ©cotrim – pixabay.com

Trauminseln und Inselträume

Wieder einmal zu spät fand ich zufällig die Blogparade „Trauminseln und Inselträume“ von meiner Namensvetterin Angela, die den Blog „Unterwegs mit Kind“ mit Leben erfüllt. Solch ein schönes Thema wollte ich auch gerne aufnehmen. Danke Dir dafür.

Die Auswahl der Inseln, die wir bisher bereisten, wählten wir nach verschiedenen Gesichtspunkten aus. Auf manchen Reisen lernt man andere Inseln eher beiläufig kennen. Bisher können wir schon auf so manche Inselreise zurückblicken, aber es bleiben noch viele andere Perlen, die wir gerne besuchen würden. Ganz oben stehen die Seychellen, die Malediven, die thailändischen Inseln der Andamanensee und eigentlich noch vor diesen Island.

Deutschland

Neben den großen Inseln Rügen und Usedom, denen wir schon öfters einen Besuch abstatteten, beeindruckte uns die ostfriesische Insel Wangerooge sehr. Sie ist nicht groß, hat aber trotzdem manches zu bieten: Wattenmeer im Süden, Nordsee im Norden, Dünenlandschaften, viele verschiedene Vogelarten und den Ort Wangerooge. Daneben liegt die Geschichte des 2. Weltkrieges an vielen Orten offen. Das runde Restaurant „Der Pudding“ steht direkt auf einem Bunker. Autofrei ist die Insel außerdem, was sehr wohltuend ist.

Der Besuch Helgolands vor 27 Jahren war eher eine Herausforderung als ein Erlebnis. Als wir in Bremerhaven auf das Schiff stiegen wehte schon eine steife Brise. Diese steigerte sich während der Überfahrt auf Windstärke 12. Eigentlich hätte das Schiff nicht mehr hinausfahren dürfen, aber keiner hatte damit gerechnet, dass der Sturm so schnell vorwärts kam. So erwischte er uns mit voller Wucht. Dazu peitschte der Regen fast waagerecht. Auf der Reede vor Helgoland angekommen, mussten wir trotz der Wellen, die halb so hoch wie das Schiff waren, ausgebootet werden, vom Baby bis zum Gebrechlichen. Die Einrichtung des Schiffes war schon durchgewürfelt worden, die Kombüse gab es praktisch nicht mehr.
Auf der Insel hatten wir kaum ein Auge für die Naturschönheiten, denn wir mussten uns am Zaun des Rundweges entlanghangeln, um nicht weggeweht zu werden. Die allermeisten Fahrgäste verschanzten sich nur in den Restaurants. Bis auf die Haut pitschnass und durchgeweht ging es nach gut einer Stunde wieder per Schaluppe zum Schiff. Um ins Schiff zu gelangen, wurde jeder Einzelne rechts und links von zwei Mann der Besatzung unter die Arme gegriffen, der Moment abgewartet, in dem das Boot auf gleicher Höhe mit der Luke des Schiffes war, dann warf man praktisch die Menschen ins Schiff, wo weitere zwei Mann die Leute auffingen. Genauso lief das schon beim Ausbooten ab. Es war der helle Wahnsinn. Auch so etwas muss man mal mitgemacht haben, denn wir heißt es so schön: Wer eine Reise tut,…

Kroatien

Mehrere Male verbrachten wir Zeit auf der Insel Dugi Otok vor Zadar. Die dalmatinische Insel ist bergig, liegt traumhaft im blauen, klaren Wasser der Kornaten. Vor allem waren wir zum Tauchen auf der Insel, denn die Sichtweiten sind großartig. Wandern kann man auf Dugi Otok, der „langen Insel“ auch. Vielerorts bieten sich wunderschöne Aussichten über die Küsten und die benachbarten Inseln.

Griechenland

Im Rahmen unserer Rundfahrt durch Griechenland führte die Tour auch über die Ionischen Inseln, von Korfu bis nach Zakynthos. Jede der Inseln ist einzigartig. Uns hat vor allem das abwechslungsreiche Kefalonia gefallen, und hier ganz besonders Myrtos Beach. Das hellblaue Wasser in der Bucht zwischen den Felsen scheint sehr unwirklich. Bei unserem Besuch herrschte starker Wellengang, trotzdem wagten wir uns in die unnatürlich blau-weiße Brandung, welche vom Strand aus noch unglaublicher ist.

Irland

Irland wird nicht wirklich als Insel wahrgenommen, wenn man auf ihr fährt. Sie ist sehr groß und hält jede Menge natürliche Überraschungen bereit. Da wären der Giants Causeway, die Cliffs of Moher oder die Landschaften des Ring of Kerry. Am einsamsten und beeindruckendsten ist jedoch die Gegend Connemara. Der Nationalpark Connemara mit seinen sieben Bergkuppen ist das grüne Herzstück.

Lanzarote

Das ganze Gegenteil zu Irland ist die Vulkaninsel Lanzarote. Es gibt nur wenig Vegetation, von Norden nach Süden abnehmend. Einer Mondlandschaft gleich ist der Nationalpark Timanfaya, in der der Vulkanismus noch erlebbar ist. Überall auf der Insel findet man Lavaströme und Lavatunnel. Zumeist sind die schönsten Orte von Cesar Manrique als attraktive touristische Ziele gestaltet worden. Er hatte ein unglaubliches Händchen, um eine einzigartige Symbiose von Natur und Kunst zu erreichen.

Tobago

Auf der Suche nach einem bezahlbaren und authentisch karibischen Tauchziel kamen wir nach Tobago. Die Insel ist sehr überschaubar und besteht eigentlich aus zwei Teilen, die sich eine Insel teilen. Der Norden ist felsig und mit Regenwald bedeckt, der Süden dagegen sanft, sandig und trocken. Dementsprechend verhält es sich mit den Küsten: im Westen die feine Karibik, im Osten der raue Atlantik. Der schönste Strand der Insel und dazu kaum besucht ist Buccoo Bay.

Key West

Die Inselkette in Floridas Süden ist etwas ganz besonderes. Viel Sonne, warmes Wasser und immer warmes Wetter. Der Lebensrhythmus ist hier sehr entspannt. Nie wieder weg will man von Key West, der südlichsten Insel der Florida Keys, wenn man einmal dort war. Die Insel ist klein, gemütlich und irgendwie der Welt entrückt. Hübsche bunte Häuser, gepflegte Straßen, eine üppige Vegetation und ein herrlicher Strand lassen die übrige Welt vergessen.

Philippinen

Vor der nördlichen Küste von Mindanao gelegen ragt die Vulkaninsel Camiguin aus dem Wasser. Sie ist fast rund, die Küsten sind flach und haben schwarze Strände. Im Inselinneren sorgen mehrere Vulkane für eine bergige Landschaft, die dazu mit heißen und kalten Quellen durchsetzt ist. Einer der Vulkane, der Hibok-Hibok, ist immer noch aktiv.

Gleich in der Nähe von Camiguin, mit einer kurzen Bootsfahrt zu erreichen, liegt die Koralleninsel Mantique (sprich: Mantiki) im glasklaren Wasser. Auf ihr verbrachten wir zweimal mehrere Tage, um zu tauchen. Rund um Mantique kommt man sich unter Wasser wie im Aquarium vor. Es war bisher unser allerbester Tauchspot.
Die Insel selbst ist in einer viertel Stunde umrundet. Außen herum ein gleißend weißer Strand aus Korallenbruch, innen undurchdringlicher grüner Urwald. Auf einer Lichtung leben ein paar Einheimische, ohne Strom, ohne fließend Wasser, ohne Laden, ohne alles. Das Toilettenhäuschen steht mitten im Dorf, zwar mit moderner Kloschüssel, aber das Wasser muss mit dem Eimer aus dem Meer geholt werden. Die Selbstreinigung des Meeres funktioniert hier noch. Genau so lebten wir in der Zeit, die wir auf Mantique verbrachten auch. Geschlafen haben wir in einer luftdurchlässigen Holzhütte auf Matratzen auf dem Boden. Waschen und Zähneputzen erfolgt mit Meerwasser, gekocht wird auf mobilen Gaskochern. Es ist unglaublich, mit wie wenig der Mensch auskommt und glücklich dabei sein kann. Es war unser bisher allerbester Inselbesuch und ich glaube nicht, dass man das noch toppen kann. Mantique ist unsere Trauminsel.

Blumen und Blüten weltweit

Auf Reisen gibt es immer viel zu entdecken. Neben allerlei Landschaftaufnahmen, die im Archiv landen, und in unserem Fall Bilder von den Vögeln, die uns auf allen Wegen begleiten, galt unsere Aufmerksamkeit auch schon immer den Blumen. Blumen sind etwas wunderbares. Ob sie nun klein und unscheinbar sind oder durch ihre Größe beeindrucken, man kann sie kaum übersehen. Die unzähligen Formen und Farben der Blüten ziehen einfach in ihren Bann.
Nun sind wir beim Stöbern in verschiedenen Reiseblogs auf die ReiseEule gestoßen. Sie hat zur Fotoparade „Die schönsten Blumen und Blüten weltweit“ aufgerufen, der wir uns sehr gerne anschließen. Dadurch bekommen wir Gelegenheit, auch unsere Blumen-Fotos aus dem Archiv zu kramen und sie hier zu präsentieren. Vielen Dank dafür an die ReiseEule.
Nun sind wir keine Botaniker und können die meisten Exemplare nicht bestimmen, deshalb stellen wir die Bilder zum Teil ohne Untertitel, aber nach Ländern getrennt vor und hoffen, allen Blumen- und Blütenliebhabern eine Freude damit zu machen.

Auf den Britischen Inseln ist eher klein angesagt. Vielleicht hängt dies mit dem Wetter zusammen. Trotzdem ist der Reiz der dortigen Blumen und Blüten nicht geringer:

Indien ist das Land der Farben und Exotik:

Marokko ist durch seine klimatischen Bedingungen ein spezielles Thema in Sachen Blumen und Blüten. Uns haben es die Pflanzen angetan, die sich gegen die Wüste behaupten können:

Exotisch, manchmal geheimnisvoll geht es in der Blumenwelt der USA/Kanada zu:

Die Wüsten der USA überraschen mit einer Fülle von Blumen und Blüten:

Hier sind noch ein paar Blumen, die sich über die ganze Welt verteilen, für die sich jedoch keine eigene Kategorie lohnt:

Natürlich wuden wir auch auf unserer 6-monatigen Rundfahrt durch Spanien und Portugal fündig. Da blüht es auch im Winter. Vor allem im Süden dieser Länder ist es irgendwie immer grün und irgendetwas blüht immer.

 

 

 

 

Welche Reisetypen sind wir?

Elbrus (Kaukasus)

Elbrus (Kaukasus)

Wieder einmal ist zu einer interessanten Blogparade aufgerufen. Gerade noch im letzten Moment erfuhren wir davon und können uns daran beteiligen.

Florian vom flocblog möchte gern wissen, was für Reisetypen unsere schöne Welt erkunden. Er selbst ist Backpacker, wie viele andere Reisende auch. Gut, wir bewundern Backpacker, die durch ihre Art zu Reisen zu sehr intensiven Erlebnissen kommen. Uns ist es dann doch zu anstrengend, ständig die vielen Kilos wiegenden Rucksäcke zu schleppen. Deshalb haben wir uns für das Wohnmobil entschieden.

Wohnmobiltouren, selbst organisiert, selbst durchgeführt, überwiegen in den letzten Jahren bei unseren Reisen.
Das war jedoch nicht immer so. Manche Pauschalreise führte uns schon in schöne und ferne Länder. Meist waren diese günstig und es war einfach, sich um nichts weiter kümmern zu müssen. Allerdings haben wir vor Ort dann immer gesehen, dass wir durch Eigeninitiativen wie Rundfahrten, Mietauto, Bus- oder Bahnfahrten Ausflüge vor Ort unternehmen konnten. Den ganzen Tag am Strand liegen ist nicht unser Ding. Wird man dann zu Hause gefragt, was habt Ihr denn so gesehen, kann man nur antworten: den Strand, aber der war toll. Nee, danke. Wenn wir schon solche Reisen unternehmen, wollen wir auch so viel wie möglich von Land und Leuten mitbekommen.


Busrundreisen sind so gar nicht unser Ding. Stundenlang im Bus sitzen, hunderte Kilometer am Tag abspulen, an vielen interessanten Dingen vorbeifahren, das ist nicht wirklich erstrebenswert und meist überteuert. Wenn man dann am Ziel angekommen ist, sieht man die Sehenswürdigkeit vor lauter Leuten nicht.


Deshalb das Wohnmobil. Es bietet den Luxus, alles bei sich zu haben, was man benötigt, und anhalten zu können, wo man möchte. Man ist flexibel und mobil zugleich. Dabei sehen wir auch zu, eher die ruhigen Ecken anzufahren, möglichst viel Natur zu genießen. An manchen Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt gesehen haben muss, und die dann entsprechend überlaufen sind, kommen jedoch auch wir nicht vorbei. Hier können wir uns jedoch die beste Tageszeit für einen Besuch aussuchen.


Unsere Indienreise vor gut einem Jahr war noch einmal etwas anders. In Indien ist es nicht unbedingt angeraten, selbst mit dem Auto zu fahren. Deshalb buchten wir die Flüge und Hotels von zu Hause aus selbst. Für die Rajasthan-Rundfahrt mieteten wir vor Ort einen PKW mit Fahrer. Das hat sehr gut geklappt. Der Fahrer hielt auch mal außer der Reihe, wenn wir meinten, etwas am Straßenrand sehen zu wollen. Ansonsten konnten wir uns entspannt zurücklehnen. Alle anderen Ausflüge organisierten wir ebenfalls vor Ort, individuell und passend für uns.


Gelästert haben wir über die verschiedenen Urlaubs- und Reisetypen nie, gewundert allerdings schon manchmal. Jeder soll so reisen, wie er möchte. Jeder setzt seine Prioritäten eben anders. Das ist auch gut. Wie wäre es, wenn alle die gleichen Reisetypen wären? Da hätten wir gar nichts zu erzählen.

 

 

Reisepannen

Gerade habe ich ein interessantes Thema gefunden, über das ich auch gern schreiben möchte. Sabine vom Blog GeckoFootsteps ruft zur Blogparade „Reisepannen rund um den Globus“ auf. Dabei berichtet sie von ihren Pannen, die ihr auf den Reisen passiert sind. Da kommt schon eine Menge zusammen. Wir sind ebenfalls nicht von dem einen oder anderen unschönen Erlebnis verschont geblieben und möchte sie hier zum Besten geben:

Speyside, Tobago

Speyside, Tobago

Tobago: Klaus wollte unbedingt im Meer baden gehen, obwohl sich kein Einheimischer dort aufhielt. Keine fünf Minuten später kam er blutend aus dem Wasser. Einer seiner Finger war durch eine Koralle bis auf den Knochen aufgeschnitten. Es folgten eine Stunde Fahrt zum Krankenhaus, sechs Stunden Warten auf die Behandlung und eine Stunde Fahrt zurück zum Hotel.

Cebu

Cebu

Philippinen: An- und Abreise waren selbst organisiert. Der Hinflug nach Cebu hatte Verspätung, die Zollkontrolle dauerte ewig und die einzige Fähre an diesem Tag war weg. Ein netter Taxifahrer pendelte anschließend zwischen nationalem Flughafen und Hotel mit uns hin und her, weil wir nicht wussten, was wir machen sollten. Das Ergebnis: ein Tag in Cebu City mit dem Versuch, an neue Fährtickets zu kommen. Die eine Gesellschaft fuhr in den nächsten Tagen nicht, die Fähre einer anderen Gesellschaft war zur Reparatur und die dritte Gesellschaft fuhr erst am nächsten Tag. Gern gebrauchtes Schlagwort auf den Philippinen: tomorrow. Na wundervoll, irgendwann erreichten wir mit fast zwei Tagen Verspätung unser Ziel auf Mindanao.
Da wir lernfähig sind, besorgten wir uns rechtzeitig Fährtickets für die Rückfahrt. Am Tag der Abreise hielten wir somit die Tickets in der Hand, eine Fähre dazu fuhr jedoch an diesem Tag nicht. Mit Hilfe unserer Gastgeber tauschten wir die Tickets, natürlich nicht ohne Hindernisse, und fuhren anstatt nonstop nun mit einem Zwischenstopp zurück nach Cebu. Das nahm alles sehr viel Zeit in Anspruch. Während uns das auf der Hinfahrt relativ egal war, wartete nun das Flugzeug nach Hause nicht. Eine halbe Stunde vor Abflug trafen wir auf dem Flughafen ein. Die Anspannung unsererseits konnte nicht größer sein.

Schaden nach Reifenpanne

Schaden nach Reifenpanne

Kanada: Im Rahmen unserer eineinhalbjährigen Rundfahrt waren wir irgendwann auf dem Weg zum Land der 1000 Inseln am St-Lorenz-Strom unterwegs. Damals mit unserem eigenen Pickup-Truck mit Wohnauflieger. Kurz vor Gananoque ein lautes, undefinierbares Geräusch. Klaus sah in den Rückspiegel und sah Fetzen fliegen. Die Lauffläche eines Reifens hatte sich abgelöst und zerstörte dabei ein großes Stück des Unterboden des Aufliegers. Der Knall war so laut, dass eine Frau panisch aus einem Kilometer Entfernung zu uns kam und fragte, ob Sie helfen kann. Nach einigem Hin und Her traf irgendwann ein Polizist ein. Der zeigte uns, wo wir den Auflieger abstellen konnten, fuhr mit uns zu einer Werkstatt, um einen neuen Reifen zu besorgen, und brachte uns auch wieder zurück. Dann empfahl er uns einen RV-Service, um die Schäden am Auflieger reparieren zu lassen. Eine Woche brachten wir dort zu, bis alle Teile da und eingebaut waren. Gekostet hat uns die Reparatur den Reifenpreis und die Eigenbeteiligung von 1000,- $ bei der Versicherung, die den Rest der Rechnung beglich.
Dem nicht genug, fuhr nur kurze Zeit später eine junge Frau, die sich beim Fahren auf ihr Smartphone konzentrierte, an einer roten Ampel hinten in den Wohnauflieger hinein. Gott sei Dank gab das nur einen kleinen Schaden von 50,-$, auf dem wir letztlich sitzen blieben.

Platz ist in der kleinsten Hütte

Platz ist in der kleinsten Hütte

2001: Über ein Jahr nahm die Vorbereitung für eine fünfwöchige Wüstentour durch Algerien/Libyen in Anspruch, wie Geländewagen und Dachzelt kaufen, Visa beantragen und übersetzen lassen, Fährtickets besorgen und Tour planen. Drei Wochen vor Abfahrt, das Probepacken hatten wir gerade beendet, die Katastrophe. Der 9/11 machte einen dicken Strich durch unsere Reiserechnung. Alle Pläne wurden innerhalb von Minuten zunichte gemacht. Eine Fahrt durch diese arabischen Länder war ab dem Moment nicht mehr möglich. Was sollten wir tun? Campingurlaub im Oktober/November in Europa? Welche Ziele bleiben da noch? Unsere Wahl fiel auf Griechenland, wo wir eine wundervolle Rundfahrt erleben durften. Noch heute finden wir es sehr schade, dass die geplante Wüstentour nicht geklappt hat. Es war für uns eine einmalige Chance.

Ich könnte noch eine Weile so weiter machen. Dies hier sind nur die „größten Pannen“, ohne die wir gut hätten leben können, aber dann hätten wir nichts zu erzählen.

 

Wie sähe meine Traumreise aus?

Beim Stöbern in anderen interessanten Reiseblogs bin ich auf Janinas und Katharinas Blog SOS-Fernweh gelandet. Sie stellen die Frage: Wie sähe meine Traumreise aus?

Dalmatische Inseln

Dalmatische Inseln

Inzwischen verreisen wir seit mehr als dreißig Jahren, soweit es unsere Verhältnisse zuließen. Per Pauschalreise oder auf eigene Faust mit Flugzeug, Auto oder Wohnmobil erkundeten wir schon einige schöne Ziele auf unserer Welt. Wie unsere Traumreise aussehen soll, diese Frage stellten wir uns nie, denn wir möchten so viele Länder, Landschaften und Menschen kennen lernen, wie uns möglich ist. Wie bei fast allen anderen Reisenden, standen uns zeitliche und finanzielle Limits im Weg, um unsere Reiseleidenschaft richtig ausleben zu können. Wenn wir von beidem unendlich viel zur Verfügung hätten, würden wir uns einfach auf den Weg machen, wobei der Weg das Ziel wäre. Am liebsten mit einem geräumigen Wohnmobil, mit dem man alles bei sich hat, was man braucht, Rückkehr offen.

Konkrete Ziele gibt es jedoch auch bei uns noch. Rundreisen durch Mittel- und Südamerika, durch China oder Japan oder auch durch Australien und Neuseeland, Tauchen in Belize und am Ningaloo Reef. Das sind die wichtigsten, die noch von vielen anderen Zielen wie Großbritannien, Südeuropa oder Westafrika gefolgt werden. Ohne zeitliche und finanzielle Limits würden wir uns dabei voll ausleben: Hubschrauberrundflüge oder Ballonfahrten, um die Welt von oben zu sehen, eine Übernachtung im Eishotel (nur ausnahmsweise kalt), hin und wieder auch mal in einem Luxushotel wohnen und verwöhnen lassen kann auch nicht schaden. Oh je, ich glaube, das werden wir nicht mehr alles schaffen, aber es gibt ja kein zeitliches Limit.

Das allerwichtigste auf allen unseren Reisen sollen ewiger Sonnenschein bei angenehmen Temperaturen von knapp 30 Grad, kristallklares Wasser ab 27 Grad und eine Welt sein, in der alle Menschen Freunde sind, offen und herzlich miteinander umgehen.

USA als Reiseland

Beitrag für das Bloggerprojekt „Stadt, Land, Fluss“ von Ferngeweht

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Die USA sind ein unglaubliches Reiseland, riesengroß und so abwechslungsreich, dass man wirklich sehr viel Zeit braucht, um wenigstens ein wenig davon kennenzulernen.

Manatee

Manatee

Am bekanntesten ist wohl der Sonnenstaat Florida. Bis auf ein paar wenige Tage im Jahr, an denen die Temperatur auch einmal unter Null fallen kann, ist es die meiste Zeit herrlich warm. Die unendlichen Sandstrände am Atlantik und am Golf von Mexico, sowie mondäne Badeorte, sind jedoch nicht alles, was Florida zu bieten hat. Die Everglades, die Key´s, der Weltraumbahnhof Cape Canaveral, unzählige glasklare Quellen, die Urwälder im Inneren des Landes und vor allem die Manatees machen den Sonnenstaat aus.

Die USA besitzen zwei Küsten. Die Ostküste ist ein einziger Sandstrand, der bis kurz vor Maine vom warmen Wasser des Golfstromes umspült wird. Dann übernimmt der kalte Labradorstrom die Regierung und das Baden macht keinen Spaß mehr. Dafür fühlen sich hier die Hummer wohl, die in der gut zweimonatigen Saison im Sommer überall für fast ein Taschengeld angeboten werden, lebend oder gekocht.

Highway No. 1

Highway No. 1

Die Westküste am kalten Nordpazifik ist meist rau und felsig. Dort fühlen sich Seelöwen, Robben und Seeelefanten wohl, Taschenkrebse sind hier die Delikatesse. Im Frühjahr und im Herbst ziehen Wale an der Küste entlang. Der Highway No. 1 führt immer an dieser Küste entlang und ermöglicht spektakuläre Aussichten.

Blue Ridge Mountains

Blue Ridge Mountains

Was haben die USA noch zu bieten? Gebirge, wie die hügeligen Appalachen im Osten, mit den berühmten Great Smoky Mountains und den Blue Ridge Mountains. Höher und kantiger sind die Rocky Mountains im Westen, die sich wie eine Barriere in Nord-Süd-Richtung durch das Land ziehen.

Riesenmammutbäume

Riesenmammutbäume

Im Kalifornischen Küstengebirge liegen die bekanntesten Nationalparks, in denen man die riesigen Mammutbäume findet. Es gibt sie in zwei Arten. Am Westhang der Sierra Nevada stehen die Gebirgs-Sequoias, die Riesenmammutbäume, die einen Stammdurchmesser von mehr als 6 Metern und eine Höhe von 95 Metern erreichen. Die Stämme des Küstenmammutbaumes, in den Küstenwäldern Nordwestkaliforniens beheimatet, sind nicht ganz so gewaltig, dafür erreichen diese Bäume eine Höhe von über 120 Metern. Es ist ein unglaubliches Gefühl, durch diese eiszeitlichen Redwoodwälder zu spazieren. Gegen diese Giganten sind unsere alten Eichen nur Streichhölzer.

Saguaros

Saguaros

Genauso faszinierend wie die Berge und Wälder sind die Wüsten der USA. Neben der Mojave-Wüste ist vor allem die südlich angrenzende Sonora-Wüste erlebenswert. Sie nimmt auf US-amerikanischem Boden Südostkalifornien sowie den Großteil Südarizonas ein. Die Sonora-Wüste ist eine relativ grüne Wüste und einer der artenreichsten Wüsten der Welt. Selbst ein wochenlanger Aufenthalt wird nicht langweilig, denn es ist eine lebhafte Wüste, in der sich immer wieder Überraschendes entdecken lässt. In einem kleinen Teil Südwestarizonas stehen die gewaltigen Saguarokakteen, die bis zu 20 Meter hoch werden können. Die Tierwelt ist für eine Wüste üppig: Gila-Spechte, Haubenwachteln, Raben, Taranteln, verschiedene Reptilen sind nur eine kleine Auswahl. In der Dämmerung hört man oft Kojoten, die ein unglaubliches Laute-Repertoire haben.

Great Plains

Great Plains

Die große Mitte des Landes, sich östlich der Rocky Mountains ausdehnend, nehmen die Great Plains, die großen Ebenen ein, zumeist staubtrocken, fast baumlos und platt wie ein Pfannkuchen. Dieses Gebiet wird als Weiden für die unzähligen Rinder genutzt, wenn auch unverständlich bleibt, von was sie sich ernähren. Hin und wieder durchschneiden vom Wasser geschaffene Täler die Einöde. Sie sind nicht sehr tief und bieten einen geschützten Lebensraum mit mehr Grün, mit Flüssen und Seen.

Sümpfe

Sümpfe

Eine Landschaft für sich ist an der Küste der Südstaaten, von Texas bis nach Louisiana zu finden. Sümpfe, Treibhausklima mit um die 40 °C bei um die 85 % Luftfeuchtigkeit, Mücken und Alligatoren machen das Leben dort nicht gerade leicht. Trotzdem sollte man diese Landschaft auf keinen Fall auslassen, ist man in den USA unterwegs. Während die Propellerbootfahrten in den Everglades ein Massenevent sind, hat man in den Südstaaten die Wildnis fast für sich allein.

Route 66

Route 66

Was gibt es noch? Wer an die USA denkt, denkt auch an die Route 66, die Mutterstraße, ein Mythos. Es war die erste Straße, die den Osten des Landes mit dem Westen verband. Sie beginnt in Chicago und reicht bis Los Angeles. Auf der Route 66 zogen in der Wirtschaftskrise viele Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus dem armen Osten oder aus der Staubschüssel Oklahoma in den verheißungsvollen Westen. Die originale Route 66 (historic Route 66) führte durch alle Dörfer und Städte, die auf ihrem Weg lagen. Bald baute man jedoch Umgehungsstraßen, die heutige Route 66, wobei der größte Teil der Straße durch eine gesichtslose Interstate ersetzt wurde.

Grand Canyon

Grand Canyon

Die Naturwunder: die bekanntesten sind die Niagara Fälle, der Grand Canyon und das Tal des Todes. Wenn man mit ihnen in Berührung kommt, fühlt man, wie winzig klein der Mensch ist. Es sind einfach nur grandiose Plätze, die man selbst gesehen haben muss. Es gibt keine Worte, um das zu beschreiben, was da vor einem liegt. Mindestens genauso sehenswert ist der Meteorkrater bei Winslow (Arizona). Er liegt mitten in einer einsamen Ebene, hat einen Durchmesser von 1,2 km und ist 180 m tief.

Chicago

Chicago

Die Städte der USA sind so verschieden, wie das Land selbst. New York, Washington, Miami lassen wir einmal außen vor. Los Angeles ist ein Moloch, Entschuldigung, aber außer Straßen, Autos, Häuser und Hollywood gibt es dort kaum etwas Sehenswertes. Städte, die uns begeistert haben, sind Chicago, Albuquerque und San Francisco. Da läuft das Leben sehr entspannt ab, sie haben Flair und man hat Muse, diese sehr unterschiedlichen Städte zu erkunden.

Die Menschen der USA haben uns genauso begeistert. Sie sind offen, freundlich, sehr hilfsbereit und haben immer ein Lächeln auf den Lippen. Wenn man durch dieses wunderbare, großzügige Land reist, fühlt man sich einfach nur aufgehoben und man ist fast traurig, es irgendwann wieder verlassen zu müssen. Leider können wir vom Nordwesten der USA noch nichts berichten, weil wir unsere Rundreise wegen der Einreisebestimmungen nach eineinhalb Jahren abbrechen mussten. Vielleicht dürfen wir irgendwann einmal diese Reise fortsetzen.

 

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