A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Archiv für die Kategorie “Goa, Colva Beach”

Abschied von Colva und Goa

Pina Colada mit richtigem Kokossaft

Pina Colada mit richtigem Kokossaft

Die letzten beiden Tage in Goa verbrachten wir am Colva-Beach. Frühstücken im Hotel, Abendessen im Strandrestaurant, zwischendurch einen Cocktail oder ein Eis. Unter den Sonnenschirmen lässt sich die Hitze am Strand gut aushalten. Die Sonne ist sehr intensiv. Eins, zwei, fix hat man einen Sonnenbrand.

Colva Beach von Meer aus

Colva Beach von Meer aus

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes fuhren wir mit einem Boot auf das Meer hinaus, um Delfine zu beobachten. Tatsächlich zeigten sich dann auch ein paar Delfine, allerdings jeweils viel zu kurz, um ein Foto machen zu können. Irgendwann stoppte das Boot und die Delfine waren weg. Fuhr das Boot wieder, konnten wir wieder Delfine sehen.

direkt vom Boot in den LKW

direkt vom Boot in den LKW

Ab und zu kommen die kleinen Fischerboote vom Fang zurück. Wir sahen hier zum ersten Mal, dass die Boote mit dem Heck zuerst anlanden. Die kleinen gefangenen Fische, zumeist Sardinen, werden in kleinen Körben an Land gebracht und entweder sofort auf einen LKW verladen oder vor Ort gesalzen und in der Sonne getrocknet. Jeden Morgen kommen dann weitere LKW´s, die die getrockneten Fische abholen.
Mit Hilfe von meterlangen, mit ganz vielen Haken und Ködern versehenen Angelschnüren werden kleine Welse gefangen. Einmal beobachteten wir zwei Männer, die ein Netz durch die Brandung führten und auch Fische gefangen hatten. Zum Einholen werden dann einfach neugierige Urlauber dazu geholt.

Auf einem unserer Strandspaziergänge lag eine frische, aber tote Seeschlange im Sand. Als ich die Schlange auf dem Rückweg mitnehmen wollte, um sie vielleicht in einem Restaurant zubereiten zu lassen, hatte sie gerade jemand anders ihrer bemächtigt. In Indien muss man sofort zugreifen, sonst hat es ein anderer.

Sonnenuntergang am Colva Beach

Sonnenuntergang am Colva Beach

Auf einem anderen Spaziergang wollten wir eine neue Straße erkunden. Nach ein paar hundert Metern wurde sie immer enger, dann war sie nicht mehr asphaltiert und später landeten wir mitten in einer Ansiedlung, durch die nur noch kleine Wege führen. Als wir uns nicht mehr sicher waren, dass es überhaupt weiter geht, meinte eine Frau, dass wir gerne weitergehen können. Wir würden dann schon wieder in die Stadt kommen. Viele Ecken später kamen wir tatsächlich an der Hauptstraße heraus.

Unsere knapp fünf Wochen Urlaub sind nun fast vorbei. Noch zwei Tage in Mumbai und wir müssen wieder nach Hause.

Advertisements

Bondla Wildlife Sanctuary

eine Art großes Eichhörnchen

eine Art großes Eichhörnchen

Ein Ausflug ins Landesinnere von Goa, in die Provinz Ponda, führte uns in den Bondla Zoo. Der liegt etwa eine Autostunde von Colva entfernt. Nach der obigen Bezeichnung hatte ich auf einen Park gehofft, in dem die Tiere mehr oder weniger frei zu sehen sind, aber es ist ein Zoo. In Käfigen oder Gehegen sind verschiedene exotische Tiere zu sehen, wie Stachelschweine, Krokodile oder ein Tiger. In den Baumwipfeln fanden wir eine Art großes Eichhörnchen, ein Malabar-Riesenhörnchen. Diese Art haben wir noch nie gesehen.

große Spinne

große Spinne

Zwischen den Bäumen sind große Spinnennetze zu finden. In manchen dieser Netze auch große Spinnen, die aussehen, wie die Golden Silk Spider, die wir in den USA kennengelernt haben. Diese Spinnen hier sind genauso groß, haben den gleichen Körperbau, sind aber schwarz mit gelben Rückenstreifen. Ob sie goldene Seide spinnen, konnten wir so nicht erkennen.
Zum Zoo gehört auch ein großer Garten. Schnell zu übersehen ist das Gehege mit dem viel zu kleinen Wasserbassin für die Flusspferde.
Wer Spaß am Elefantenreiten hat, bekommt die Gelegenheit ein Stück weiter vom Park entfernt.

Sahakari Spice Farm

Sahakari Spice Farm

Da wir gerade auf dem Weg waren, besichtigten wir gleich noch die Sahakari Spice Farm. Zur Begrüßung gehört ein heißer Lemongrastee und Knabberzeug. Wenn genug Gäste zusammengekommen sind, übernimmt ein Guide die Führung durch die gut fünfzig Hektar große Plantage. Wie schon in Kerala stehen auch in dieser Plantage alle möglichen Pflanzen durcheinander, so wie die Natur sie eben wachsen ließ. Alles ist Bio. Hier wachsen neben den schon bekannten Gewürzen auch Cashewnüsse, Rambutan und Ananas. Aus den Cashewnüssen, gerade ist keine Saison, wird der berühmte Goanische Fenny hergestellt. Die Cashewäpfel, die Teile, an denen die Nuß hängt, werden geerntet, geschält, mit den Füßen kleingestampft und dreimal gebrannt. Daraus entsteht ein sehr aromatischer likörähnlicher Schnaps.
Zum Abschluss der Führung durch den Gewürzgarten werden die Gäste mit einem Glas Cashew-Fenny und einem Lunch verwöhnt. Für jeden Gast gibt es auch noch eine Tüte mit verschiedenen Gewürzen.

Ein weniger populärer Fenny ist der Kokos-Fenny. Auf der Spice Farm verkauft man jedoch auch einen Masala-Fenny. Wir hielten uns natürlich an das Nationalgetränk Cashew-Fenny. Den hatten wir am Palolem-Beach schon probiert, aber der war soweit verdünnt, dass man so gut wie nichts mehr von dem Schnaps schmeckte. Wir wussten es bis dato jedoch nicht besser und beschwerten uns nicht. Jetzt wissen wir, wie er schmecken muss.
Alkohol ist in Goa an jeder Ecke und in jedem Restaurant zu haben. Es gibt in diesem Bereich keine Beschränkung.

Backsteine aus roter Erde

Backsteine aus roter Erde

Uns fällt auf, dass es den Leuten im Vergleich zum restlichen Indien, welches wir bis jetzt besucht haben, sehr viel besser geht. Man sieht viele schöne Häuser, sogar Villen. Es ist größtenteils sehr viel sauberer, und Goas Farbe ist rot. Nein, nicht das sozialistische Rot wie in Kerala, sondern die Erde ist rot. Aus dieser grobkörnigen Erde werden große Backsteine geformt, die zum Bauen von Häusern, Mauern, Treppen usw. verwendet werden. Der rote Staub legt sich auf alles, was in der Nähe ist. Manchmal wird aus der Erde auch Farbe gemacht. Überall wird die rote Erde abgebaut.
Und noch eins: die Frauen gehen in Goa oft mit Hosen und Shirt oder nur einem einfachen Kleid, ohne Hosen darunter. Sie sind hier anscheinend emanzipierter als anderswo in Indien. Man sieht auch einmal, wenn auch nicht oft, gemischte Grüppchen, während man sonst entweder Männer- oder Frauengruppen sieht.

Colva Beach

Fütterung einer heiligen Kuh

Fütterung einer heiligen Kuh

Wir haben das Paradies von Indien, den Palolem Beach, verlassen. Als wir unsere neue Unterkunft am Colva Beach sahen, mit zwei weinenden Augen, denn das wahre Indien hat uns wieder. Die Gegend um den Palolem Beach ist für indische Verhältnisse ungewöhnlich sauber, der Bungalow im Grünen ist einmalig. In Goa laufen wieder überall Kühe durch die Gegend, die wir in Kerala schon vermisst hatten.

Fischerdorf am Strand

Fischerdorf am Strand

Unser neues Hotel im Lucky Star entspricht nicht der Beschreibung bei booking.com. Die Bilder stimmen zwar alle, aber die sind durch die Bank geschönt. Das Hotel ist ziemlich runtergekommen. Dazu steht es direkt neben einem uralten Fischerdorf mit Hütten, vor denen die kleinen gefangenen Fische und kleine Garnelen in der Sonne getrocknet werden. Wenn man in Indien Urlaub macht und nicht unbedingt in einem 5-Sterne Hotel wohnt, der muss immer irgendwo Abstriche machen, sowohl bei den Zimmern als auch beim Service. Die Inder haben eben ein anderes Verständnis von Hotels. Auch, wenn man ein 5-Sterne-Hotel gebucht hat, steht es wie allen anderen Hotels und Unterkünfte im gleichen Umfeld.

Hier am Colva Beach, den wir wegen der besseren Ausflugsmöglichkeiten ausgesucht haben, kommen wir uns wie in einer russischen Enklave vor. Bisher war alles in Indisch und Englisch geschrieben, hier steht alles in Englisch und Russisch. Dazu hört man fast nur die russische Sprache. In Antonios Café am Strand ist man von den russischen Urlaubern nicht begeistert, obwohl sie den Großteil des Umsatzes bringen.

am Colva Beach

am Colva Beach

Zum Strand haben wir nur ein paar Schritte zu laufen. Der liegt gleich hinter unserem Hotel. Liegen und Schirme sind kostenlos. Nachdem wir den ersten Nachmittag zu Fuß die Umgebung erkundet haben und den Tag mit einem Bad im Meer und einem Abendbrot bei Antonio´s beendeten, verbrachten wir den zweiten Tag am Strand und beobachteten das Treiben. Ein paar hundert Meter südlich werden verschiedene Arten des Wassersports angeboten, wie Parasailing, Banane oder Jetski fahren. Da kann man vor Leuten kaum treten.

Hallo Goa

JetKonnect-Flugzeug

JetKonnect-Flugzeug

Wer steht im Urlaub um 4.20 Uhr auf? Eigentlich niemand, aber am 02. Januar 2015 hatten wir zu 5 Uhr das Taxi zum Flughafen bestellt. Knapp eine Stunde brauchten wir für den Weg. Um 7.55 Uhr startete das erste Flugzeug auf unserem Weg nach Goa. Es gibt so gut wie keine Direktflüge zwischen Kerala und Goa. So haben wir uns die kürzest mögliche Verbindung mit dreieinhalb Stunden Aufenthalt in Bangalore herausgesucht. Es ist die einzige Verbindung, die wir nicht mit Air India fliegen konnten, sondern auf JetKonnect zurückgreifen mussten. Die erste Maschine war sogar noch eine kleinere Turboprop-Maschine. Ich glaube, unsere erste und letzte Propellermaschine war 1984 oder 85 eine Interflugmaschine. Seitdem hatten wir bis jetzt nie mehr das Vergnügen, und wir sind schon viel geflogen.

Bungalow im Shawnel´s Beach Resort

Bungalow im Shawnel´s Beach Resort

Na ja, jedenfalls hatte der Anschlussflug eine Stunde Verspätung. Unser Taxifahrer wartete aber noch auf uns am Flughafen in Goa, empfing uns und fuhr uns eineinhalb Stunden durch eine bergige Landschaft ich weiß nicht wohin. Unser Bekannter hatte uns nur den Namen der Unterkunft aufgeschrieben, nicht den Ort. Ich kam zu Hause nicht mehr dazu nachzusehen, wo die Unterkunft liegt. Wir wussten nur, es ist eine Bungalowanlage direkt am Meer.
Bei unserer Ankunft zeigte man uns dann auf der Karte, wo wir gerade angekommen waren. Der Strand heißt Palolem Beach und liegt nicht weit vor der südlichen Landesgrenze von Goa. Die Anlage, in der wir wohnen, heißt Shawnel´s Beach Resort und ist ganz hübsch in einen sehr grünen und blühenden Garten eingebettet. Die sehr einfach gebauten Bungalows, mit Frischluftzufuhr nach allen Seiten, sind noch bunter. Es ist aber sehr hübsch hier.

Palolem Beach

Palolem Beach

Zum Palolem-Strand sind es nur ein paar Schritte durch einen grünen Gürtel, in dem über die gesamte Länge des Strandes Häuschen und Hütten in jeder Form stehen. Die meisten davon bieten Zimmer oder Hütten für Gäste an.
Am Rande des grünen Gürtels zum Strand stehen Kneipen, eine nach der anderen. Tagsüber bieten sie Liegen und Sonnenschirme an. Sobald die Sonne untergegangen ist, werden diese durch Tische und Stühle ersetzt. Da kann man dann die leckersten Gerichte essen. Gestern abend ließen wir uns einen kleineren Barakuda grillen, dazu gab es Folienkartoffeln und Salat. Die meisten Restaurants bieten den frischen Fang des Tages an, vom kleinen Fisch über Snapper und Hai bis zum Lobster.

Deutsche Bäckerei und Restaurant

Deutsche Bäckerei und Restaurant

Unser Frühstück nehmen wir, eine Gehminute von Resort entfernt, in einem schön im Grünen gelegenen Restaurant mit angeschlossener deutscher Bäckerei ein. Somit sind wir bestens versorgt.

Rajbag Beach

Rajbag Beach

Bei einem weiteren Ausflug heute lernten wir die noch weiter südlich angrenzenden Strände Pathnam Beach und den zu einem Golf- und Spa Hotel gehörenden Rajbag Beach kennen. Dabei muss ich sagen, das unser Strand der schönere ist. Die einzelnen Strände werden durch große Felsen oder Landzungen voneinander getrennt. Zu erreichen sind die Strände über kleine Wege durch die Siedlungen.
Hier, wie überall in Indien, stehen kleine Verkaufsstände an den Wegen, mögen sie auch noch so abgelegen sein. Überall wird man freundlichst gebeten, doch hereinzusehen.

Nachtrag zu Goa:
1510 – 1961 hatten die Portugiesen die Oberherrschaft über Goa, bis sich indische Truppen erhoben. Nach langem Kampf wurde Goa 1987 als 25. Bundessaat der Indischen Republik ausgerufen.

Beitragsnavigation

%d Bloggern gefällt das: