A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Fahrt nach Toul

Das letzte große Ziel in Frankreich, bevor wir unsere Winterreise 2025/26 in Deutschland beenden, lag noch viele Kilometer weit weg. Deshalb fuhren wir an diesem Tag, soweit wir kamen. Wir fuhren durch viele kleine Dörfer, umfuhren die Stadt Auxerre, und konnten die schneeweiße Kirche von Saint-Florentine sehen.

Bei dieser Fahrt fiel uns etwas merkwürdiges auf. In einem Ort hatte man das Ortseingangs- und das Ortsausgangsschild auf dem Kopf stehend angebracht. Ein Scherz, wir wissen es nicht. Aber dann kamen wir durch noch mehr Dörfer, bei denen die Schilder auf dem Kopf stehen. Inzwischen haben wir heraus bekommen, dass es sich dabei um eine Protestaktion französischer Landwirte handelt. Die umgedrehten Schilder zeigen, dass nach Meinung der Bauern „die Politik und der Markt auf dem Kopf stehen“.

Zwischen Auxerre und Troyes weckte ein Turm mit einer Figur auf der Spitze unser Interesse. In Villeneuve-au-Chemin bogen wir zur Kapelle Saint-Joseph-des-Anges ab, die auf einem Hügel steht.
Die Kapelle wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut. Bauherr war der Abt Cardot, damals Pfarrer des Dorfes Villeneuve-au-Chemin, der sie mit seinen privaten Mitteln auf seinem eigenen Land errichten ließ. Die Marienstatue auf der Turmspitze ist sieben Meter hoch, besteht aus Gusseisen und wiegt achteinhalb Tonnen.

Die Kapelle selbst dient heute keinen religiösen Veranstaltungen mehr. Sie wird für gesellschaftliche Ereignisse genutzt. Nur einmal im Jahr, am 1. Mai, werden Pilgerreisen organisiert. Bei unserem Besuch war die Kapelle geschlossen. Vom Vorplatz aus kann man den Blick weit übers Land schweifen lassen.

Hinter dem Kalvarienkreuz, welches sich neben der Kapelle erhebt, ist das Grab des Abtes Cardot versteckt.

Nun fuhren wir weiter, über Troyes und St. Dizier, bis kurz hinter Toul. Zwischen Troyes und St. Dizier stehen viele Fachwerkbauten. Ganze alte Ensemble säumen die Fernstraße.

Unterwegs hatte sich am Himmel eine Rollwolke, oder „Wolkenwalze“, aufgebaut. Solch eine Wolke kannten wir nur aus einer Filmserie im Fernsehen, die an einer Küste spielt. Um so überraschter waren wir, solch eine seltene Wolke mitten auf dem Land zu treffen. Wie wir feststellen mussten, sieht sie nicht nur bedrohlich aus, sondern sie ist ein Zeichen für Gewitter oder Kaltfronten. In unserem Fall hatte sie gerade einen Graupelschauer gebracht. Über alles hatte sich eine dünne Schicht Graupelkörner gelegt.

Endziel für diesen Tag war der Ort Gondreville, östlich von Toul. Zu unserer neuerlichen Überraschung trafen wir hier auf die Mosel, die von Süden kommt und in Toul eine Schleife bildet. Der Fluss hat hier noch die Möglichkeit, sich ungehindert ausbreiten zu können. Weite Auenlandschaften begleiten die Mosel auf ihrem Weg.

St. Saveur-en-Puisaye

Nach dem Besuch der mittelalterlichen Stadt La Charité-sur-Loire steuerten wir Guédelon an. Hier wollten wir die „selbstgebaute Burg“ besichtigen, von der wir schon viel im Fernsehen erfahren haben. Eigentlich wollten wir inzwischen längst einmal hier gewesen sein, um uns den Baufortschritt anzusehen, das hat aber nie geklappt. Diesmal legten wir unsere Route so, dass wir in Guédelon vorbei kamen. Bei Google Maps hatten wir schon gesehen, dass die Burg geschlossen ist, trotzdem hofften wir, einen Blick auf die Burg werfen zu können.

Als wir dort ankamen, mussten wir enttäuscht feststellen, dass die Burg so mit irgendwelchen touristischen Buden und Gebäuden verbaut ist, dass auch der kleinste Blick nicht möglich ist. Selbst der Parkplatz ist von einem Zaun umschlossen. Während wir überlegten, wo wir die nächste Nacht verbringen wollten, kamen noch mehrere Wohnmobile dort an. Alle waren umsonst gekommen.

Na ja, hilft nix. Im nächsten Ort St. Saveur-en-Puisaye fanden wir einen großen Parkplatz, den wir nun anfuhren.

In dem knapp tausend Einwohner zählenden Dorf gibt es nicht viel zu sehen. Die Aufmerksamkeit der Besucher zieht der Bergfried, oder der sogenannte Sarazenen-Turm auf sich, der sich direkt neben dem großen Parkplatz erhebt. Er wurde Ende des 11. Jahrhunderts auf einem Felsvorsprung erbaut. Der Turm war ursprünglich von einer Ringmauer umgeben, deren Fundamente noch sichtbar sind. Diese waren mit der Dorfmauer verbunden. Allerdings weiß niemand, ob der Turm schon immer alleine stand, oder ob er zu einer Befestigungsanlage gehörte. Auf jeden Fall wird der Sarazenen-Turm gerade restauriert und für die Eröffnung vorbereitet.

In der Nachbarschaft des Turmes befinden sich das alte Schloss, das heutige Museum Colette, und die Orangerie des Schlosses. Diese wird heute als Festsaal und Gästehaus genutzt.
Davor breitet sich ein großer Park aus.

Die Rue de la Roche führt vom Parkplatz zum Dorfzentrum mit dem Marktplatz. Dort sind eine Weinstube/Bistro sowie ein Torgebäude mit Uhr und Glockenspiel zu finden. Es ist ein ganz hübsches Ensemble.

La Charité-sur-Loire

Wir fuhren durch die Mitte Frankreichs und der Frühling ist immer noch weit fortgeschritten, was sich wohl Richtung Osten ändern wird. Seit Westfrankreich begleiten uns Forsythien und Zierquitten, Magnolien sowieso, sogar der Raps blüht schon. In Westfrankreich wird auch schon Spargel verkauft, der Wahnsinn.

Nach einer sehr langen Etappe, über Bourges, erreichten wir die Loire. Vor vielen Jahren fuhren wir schon einmal an der Loire entlang, von St. Nazaire aus flussaufwärts. Deshalb wollten wir unbedingt noch ein Stück Loire sehen und legten einen Aufenthalt in La Charité-sur-Loire ein.

Schon die Anfahrt ist spektakulär. Zuerst überquert man einen Seitenarm der Loire, dann die Vorortinsel „Le Faubourg“, und zuletzt die Loire selbst. Gleich danach beginnt die Altstadt von La Charité.

Das Wohnmobil ließen wir vor dem Seitenarm, hinter dem Deich, stehen und spazierten zu Fuß weiter. Die Loire ist hier ebenso wenig schiffbar wie wir sie damals schon erlebt haben. Sie ist immer noch flach und mit vielen Sandbänken durchsetzt.

Über die Insel führt eine schmale Straße, so dass der Verkehr nur wechselseitig fließt.

Die Brücke, die die Insel mit der Altstadt verbindet, stammt aus dem Jahr 1520. Die Gehsteige auf der Brücke sind sehr schmal, die Brüstung ist sehr niedrig. Das eine ist bei dem vielen Verkehr heutzutage nicht gut, das andere bei stärkerem Wind nicht. Da verliert man schnell das Gleichgewicht. Deshalb baute man 2017 einen luftig leichten Fußgängersteg aus Metall an, um den Fußgängern ein gefahrloses Überqueren zu ermöglichen. Er wurde so konzipiert, dass er, in welchem Fall auch immer, komplett abnehmbar ist.

Hat man die Loire überquert führt direkt eine Straße in die Altstadt weiter, zum Klosterkomplex. Mitte des 11. Jahrhunderts gründete die Abtei von Cluny das Priorat von La Charité.

Der sich dann öffnende Platz zeigt immer noch ein schönes altes Ensemble an Bauwerken.

Auf der gegenüberliegenden Seite betritt man durch ein gotisches Portal, mit dem Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert darüber, den Heilig-Kreuz-Platz. Hier findet sich die Touristinformation, dann schließt sich die Kirche Notre Dame an. Vor dem großen Brand 1559, der große Teile der bis dahin florierenden Stadt zerstörte, sah das Ensemble noch anders aus. Das was heute noch steht, wurde erst 1695 wieder aufgebaut. Vor allem die Kirche war ein ganzes Stück größer. Die Kirche Unserer Lieben Frau war 120 Meter lang, der Heilig-Kreuz-Glockenturm 72 Meter hoch und das Kirchenschiff maß 27 Meter Höhe. Sie war die bedeutendste mittelalterliche Kirche Europas.

Das Priorat endete jedoch mit der französischen Revolution. Privatleute der Stadt übernahmen den Komplex. Sie wandelten die Räume der Abtei in Wohn-und Geschäftsräume um.
Seit 1998 gehört die Kirche Notre Dame zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie ist ein bedeutendes Etappenziel auf einem der wichtigsten Jakobswege Frankreichs nach Santiago de Compostela.

Nach der Besichtigung der Kirche Notre Dame spazierten wir weiter durch die Gassen der Altstadt, und erreichten durch den Garten des Benediktinerklosters die Festungsmauern. Sie wurden zum Schutz der Stadt ab 1181 errichtet, aber mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Heute steht nur noch der nördliche Teil der Mauer. In der Stadt selbst sind nur noch wenige Reste davon sichtbar.

Folgt man der Mauer in Richtung Loire, hat man einen schönen Blick auf den gesamten Klosterkomplex, der ein wenig unterhalb liegt.

Am Ende der Mauer, in der sich ein eckiger und ein runder Turm befinden, führt ein Weg hinunter zum Adamspark.

Von der Terrasse des ehemaligen vornehmen Privathauses bietet sich dann ein ebenfalls schöner Blick auf den Fluss und die Dächer des Stadtviertels, in dem früher die Schiffer lebten. Im 18. Jahrhundert legte man eine Kaimauer rechts und links der Brücke an, sowie einen Hafen. Damals muss die Loire noch schiffbar gewesen sein.

Über eine Treppe gelangt man vom Adamspark zum Loireufer hinunter. Somit schloss sich der Kreis des Rundganges durch La Charité-sur-Loire.

Ein Ziel ist jedoch noch sehenswert. Es liegt am anderen, dem südlichen Ende der Stadt. Zwischen den alten Häusern führen 84 Stufen den Hang hinauf. Seit dem 12. Jahrhundert, bis heute, ist es die Pflicht der Pilger des Jakobswegs, diese Stufen auf ihrem Weg zu erklimmen.

PS: Auf dem Weg nach La Charité fuhren wir das längste schnurgerade Stück Straße, das wir je gefahren sind: es liegt zwischen Bourges und Sancergues. Das müssen über dreißig Kilometer sein. Kein Dorf, kein Kreisverkehr stört den Verkehrsfluss.

St. Savin

Eine Zwischenübernachtung legten wir im Dorf Chey ein, da wir wieder einmal eine Servicestation für´s Wohnmobil brauchten. Die Gemeinde stellt dort einen kostenlosen Stellplatz zur Verfügung.

Viel gibt es dort nicht zu sehen, nur die einfache Kirche Saint-Pierre und den Brunnen mit Waschstelle von Chey.

Überall wird es nun grün. Himmelsschlüsselchen blühen in Massen an den Straßenrändern. Das tut einfach den Augen gut.

Auf dem Weg nach Deutschland hatten wir keine wirklichen Ziele mehr. Wir mussten uns auch beeilen, denn es stand bald ein Termin an, zu dem wir anwesend sein sollten. So fuhren wir jetzt lange Strecken.
Als wir nach St-Savin kamen, machte uns die Stadtansicht neugierig. Eine große Abtei und eine Römerbrücke ließen uns hier einen Stopp einlegen.

Die heutige Brücke, im Stil einer Römerbrücke, entstand im 13./14. Jahrhundert und verbindet die beiden Städte St-Savin und St-Germain, die durch den Fluss Gartempe getrennt sind. Die Brücke ist zirka einhundert Meter lang und besitzt sechs Bogenfelder. Die Brüstung entlang der Straße hat Ausbuchtungen, wie wir sie schon an der Römerbrücke in Caldas de Reis gesehen haben.

Wir spazierten über die Brücke und kamen so in die Altstadt von St-Savin. So kamen wir zum Platz der Republik.

Durch weitere enge Gassen erreichten wir die Abtei von Saint-Savin. Die Klosteranlage wurde im 9. Jahrhundert um das Grab des Heiligen Savin errichtet. Die Benediktinerabtei spielte bis ins 11. Jahrhundert hinein eine wichtige Rolle in der Klostergeschichte Westfrankreichs.

Bei einem Besuch des Klosterensembles, welches aus der Abtei, heute eine Pfarrkirche, Klostergebäuden und der Abteiresidenz aus dem 17. Jahrhundert besteht, können großflächige Wandmalereien aus dem 11./12. Jahrhundert besichtigt werden. Wie fast immer war auch diese Abtei bei unserem Besuch geschlossen.

Vor der Abtei befindet sich ein großer Garten, der im Moment nicht wirklich schön aussieht, so kahl, wie sich die Bäume zeigen.

St. Jean-d´Angély

Irgendwie hatten wir von der alten Abtei in St. Jean-d´Angély erfahren. Deshalb wollten wir uns das einmal ansehen. Das Wohnmobil stellten wir auf dem Mitfahrerparkplatz ab, der direkt am Stadtrand liegt. Nur ein paar Schritte und man hat das Altstadtzentrum erreicht. Die Häuser wurden aus Kalksandstein erbaut. Viele schöne Details, wie Haustüren, Fachwerk oder architektonische Details aus dem Mittelalter machen den Rundgang interessant.

St. Jean-d`Angély war schon sehr lange bewohnt, aber erst 817, mit der Gründung einer Benediktinerabtei, begann die Stadt an Bedeutung zu gewinnen. 1199 bekam der Ort die städtischen Rechte, die 1204 durch Philipp August bestätigt wurden. 1277 stellte man eine große Glocke auf, das Symbol der kommunalen Rechte. 1332 baute man einen Glockenturm, der bei Unruhen zerstört wurde. Zwischen 1406 und 1410 baute man den Glockenturm anstelle eines ehemaligen Stadttores wieder auf. Im 18. Jahrhundert dann diente der Turm als Gefängnis.

Die Stadt selbst wurde immer wieder durch verschiedene Ursachen zerstört und wieder aufgebaut.

Dann kamen wir zur Rue Grosse Horloge. Das Stadtzentrum hat sich bis heute seinen mittelalterlichen Grundriss bewahrt. Die ältesten Fachwerkhäuser stammen aus dem 15. Jahrhundert. Sie wurden nie richtig renoviert, so dass die meiste Bausubstanz noch original ist. In der Rue Grosse Horloge stehen zwei der alten Fachwerkhäuser. Archäologische Ausgrabungen belegen, dass die Häuser als Fischmärkte genutzt wurden. Die unterschiedlichen Ausführungen der beiden Häuser zeugen von verschiedenen Zimmerleuten, die sie zügig errichteten.

Fachwerkhäuser waren durch den Einsatz von Holz billiger als Steinhäuser. In den Steinhäusern lebten eher betuchte Bewohner.
Typisch sind auch die auskragenden Obergeschosse. Damit sparte man Grundsteuer, die nach der bebauten Grundfläche berechnet wurde.

Nur ein paar Schritte weiter kommt man zur 1856 erbauten Markthalle.

Langsam lenkten wir unsere Schritte in Richtung Abtei. Dabei kamen wir zum Pilori-Brunnen, der am Rande eines kleinen Parks steht. Er stammt aus dem Jahre 1546 und wurde im Zuge der Verschönerung dieses Viertels an Stelle des Prangers errichtet.

Die Abtei von St. Jean-d´Angély war zum Ende des Mittelalters einer der bedeutendsten und schönsten Abteien im Westen. Sie wurde vermutlich ab dem 10. Jahrhundert erbaut, aber schon 1562 wieder zerstört. So verschwanden auch die Benediktinermönche. Später baute man nur die Kirche wieder auf.

Die Abtei beherbergte bei ihrer Gründung eine bedeutende Reliquie, den Kopf Johannes des Täufers. Dadurch lockte die Abtei Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela an. Auch dies trug zur Entwicklung der Stadt bei. In den späteren Wirren ging der Kopf verloren.
Auf jeden Fall ist die Ruine der Abtei, mit den zwei erhaltenen Türmen, immer noch sehenswert und man bekommt eine Vorstellung von ihrer ursprünglichen Größe.

Meschers-sur-Gironde

Unser nächstes Ziel war nun Meschers-sur-Gironde, das wir schon von Talmont aus gesehen haben.
Hier gibt es einen Stellplatz am Hafen, den wir nutzten. Bei Ebbe erreicht man das Hafenviertel direkt über das Schleusentor, ansonsten muss man um das Hafenbecken herum laufen.

Auch Meschers ist ein gemütliches Örtchen, zumindest zu dieser Jahreszeit.

Zuerst richteten wir unsere Schritte in Richtung Kirche „Saint-Saturnin de Meschers-sur-Gironde“. Dabei kommt man an einem neu angelegten Park vorbei, mit einem gewundenen Weg, Wasserflächen, die bei Ebbe trocken fallen, und einem Spielplatz.

Die Kirche ist innen auch sehr schlicht, besitzt jedoch eine Decke, die mit Holzplanken verkleidet ist, oder nur so aussieht. Seitlich besitzt die Kirche einen ungewöhnlichen Anbau im neoklassizistischen Stil.

Hinter der Kirche befindet sich der Wochenmarkt. Eigentlich sollte heute Markttag sein, aber es war alles ruhig.

So spazierten wir weiter durch die Stadt, vorbei am Rathaus, dem Touristbüro und dem Wappen der Stadt Meschers.

Das wirkliche Ziel in Meschers sind die Höhlenwohnungen in der Steilküste. Dafür spazierten wir weiter zum Nonnenstrand, und zum Strand „Conche des Cadets“. Umrahmt werden die Strände von Sandsteinklippen.

Eine Straße führt nun zurück zum Hafen, immer an der Steilküste entlang. Als nächstes lädt ein Aussichtspunkt zu einem Besuch ein. Von hier aus hat man einen schönen Blick zum Conche des Cadets zurück, auf der anderen Seite sieht man einen Teil der Höhlenwohnungen. Die Holzstatuette eines unbekannten gutbürgerlichen Mannes, der auf See blickt, verziert den schönen Aussichtspunkt.

Dann erreicht man die Höhlenwohnungen. Es gibt zwei Komplexe: die „Grottes de Régulus“ und die „Les Grottes de Matata“. Leider sind die Grotten im Winter geschlossen. Sie öffnen erst wieder Ende März/Anfang April. Dann können einige dieser Höhlenwohnungen besichtigt werden. Uns blieben nur Blicke von oben herab.

Die Grotten sind schon seit uralten Zeiten bewohnt. 1888 wurden sie zur ersten Sommerresidenz im Felsen, 1924 funktionierte man einen Teil von ihnen zu einem Restaurant und einem Hotel um. Der Rest der Grotten kann im Rahmen eines Museumsbesuches besichtigt werden.

Unseren Rundgang beendeten wir, indem wir auf der Küstenstraße weiter spazierten. Auf der einen Seite stehen schöne Villen, auf der anderen Seite wieder die Fischerhütten auf Stelzen. Es ist wirklich sehr schön in Meschers-sur-Gironde.

Talmont-sur-Gironde

Von Arcachon aus umfuhren wir Bordeaux, die Stadt besuchten wir schon vor neun Jahren, und hielten uns nun am östlichen Ufer der Gironde-Mündung. Als nächstes hatten wir den Küstenort Meschers-sur-Gironde auf dem Plan. Da wir jedoch viel Landstraße fuhren, verging die Zeit und wir legten einen Zwischenstopp in Le Pontet, östlich von Blaye gelegen. Es ist ein winziges Dorf mitten in der Weingegend von Bordeaux. Unzählige Weingüter säumen die Landstraßen, hier und da fanden wir Hinweise auf Cognac-Destillerien. Weidewirtschaft ist das zweite Standbein in der ganz leicht hügeligen Landschaft.

Das bestimmende Gebäude in Le Pontet ist das „Château Pontet d´Eyrans“, ein Hotel in typisch französischem Stil. Eine Vorstellung der vergangenen Pracht des Ortes liefert das wohl seit langem geschlossene „Hotel des Voyageurs“.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Meschers-sur-Gironde weiter. Kurz davor erregten geparkte Wohnmobile und eine Kirche unsere Aufmerksamkeit. Grund genug abzubiegen und dieses Ziel zu erkunden.
Ganz überraschend landeten wir in einem der schönsten Dörfer Frankreichs: Talmont-sur-Gironde. Bevor man das Dorf erreicht, stellt man das Auto auf dem großen Parkplatz davor ab.

Ein kurzer Fußweg führt dann zum Dorfeingang, wo ein kleines Restaurant einlädt. Auf der anderen Seite hat die Weinkellerei „Talmont“ ihr zu Hause.

Dann taucht man in eine lange vergangene Zeit ein. In diesen Gassen ist die Zeit stehengeblieben. Durch andauernde Erhaltungsmaßnahmen erstrahlt das Dorf Talmont in neuem Glanz.

Man kann aber auch an der Außenseite, entlang der Stadtmauer spazieren, mit dem Blick über eine Bucht der Gironde-Mündung hinüber nach Meschers-sur-Gironde. Gerade war Ebbe, man hätte auch hinüber laufen können.

Auf der vordersten Spitze der Landzunge, auf der Talmont liegt, steht die Kirche „Sainte-Radegonde de Talmont-sur-Gironde“. Dem Baustil nach ist es eine Basilika.

Der angeschlossene Friedhof ist Jahrhunderte alt. Auffallend sind hier steinerne Särge, die jeweils auf zwei Stützen stehen. Dies sind sogenannte Kenotaphe, mehr oder weniger stilisierte und verzierte Steine in Sargform. Selbstverständlich enthielten sie weder Leichen noch Gebeine. Es waren Grabsteine. Vermutlich wurde dieser Brauch von Reisenden aus Italien mitgebracht. Die Verwendung von Kenotaphen war ein in Rom gängiger Brauch.

Die Pflege und Instandhaltung der alten Gräber wird von den Familien aus Talmont übernommen. 1934 erklärte man den Friedhof zum historischen Denkmal. Die Kirche wurde schon 1890, zusammen mit Notre Dame in Paris unter Denkmalschutz gestellt.
Das Innere der Kirche aus hellem Sandstein ist sehr schlicht, mit einfachen, aber hübschen Verzierungen.

Am anderen Ende von Talmont erreicht man ein altes Stadttor, welches den Zugang zu einer weiteren Bucht gewährt. Heute befinden sich unterhalb einige Fischerhütten auf Stelzen, mit „chinesischen Netzen“. Chinesische Netze deshalb, weil wir sie in Indien unter diesem Namen kennenlernten. Inzwischen sind wir ihnen schon an mehreren Orten in Italien, und jetzt auch hier, begegnet.

Auf der anderen Seite der südlich von Talmont gelegenen Bucht liegt das Dorf „Le Caillaud“. Auch hier findet man eine kleine Weinhandlung und ein Restaurant, beides gerade geschlossen.

Oberhalb des Dorfes führt ein Weg entlang der Klippen von Caillaud, auf der landeinwärts gelegenen Seite des Plateaus breiten sich kleine Weinfelder aus.

Am Fuße der Klippen stehen ebenfalls viele der Fischerhütten auf Stelzen.

Auf der anderen Seite dieser Bucht ist wieder die Kirche Sainte Radegonde zu sehen. Es ist eine friedliche Ecke, in der es sich wunderbar entspannen lässt.

Am Ende unseres Rundganges durch Le Caillaud kamen wir noch an einer alten Villa vorbei, und dem Brunnen de la Fond.

Arcachon

Im Fernsehen sahen wir schon Beiträge über die Austernregion Arcachon. Deshalb wollten wir uns jetzt selbst ein Bild machen. Vorher jedoch machten wir einen Abstecher zur Dune de Pilat (Düne von Pyla). Sie ist mit 110 Metern die höchste Düne Europas. Sie erstreckt sich zwischen dem Meer und dem Kiefernwald, der hier angesiedelt wurde. Allerdings hat man wohl festgestellt, dass der Kiefernwald die heimische Vegetation mit vielen endemischen Pflanzen, ähnlich der Macchia, verdrängt. Deshalb hat man schon große Flächen von den Kiefern befreit und ist dabei, diese Arbeit fortzusetzen.

Die Düne von Pyla wandert jedes Jahr rund fünf Meter landeinwärts und begräbt Teile des Kiefernwaldes unter sich. Auch die Höhe und die Lage des Gipfels der Düne verändern sich ständig. Die Düne wird daher ständig überwacht.

Der Sand stammt aus dem Zentralmassiv Frankreichs und den Pyrenäen. Über Millionen von Jahren wurden die Sedimente über die Flüsse zum Meer transportiert, dort durch die Naturkräfte geformt und weiter zerkleinert, bis der Sand hier an der Küste Aquitaniens abgelagert wurde. Die Düne ist mit viertausend Jahren geologisch gesehen noch sehr jung.

Parkmöglichkeiten gibt es vor der Düne, allerdings zu überhöhten Preisen. Es ist nur ein Tagesparkplatz, übernachten also verboten, was die Sache nicht besser macht. Wir haben für eine gute Stunde Aufenthalt 10,-€ bezahlt, statt der angegebenen 7,-€. Das ist der Preis für bis zu vier Stunden. Wer länger bleibt zahlt mehr.
Zwischen Parkplatz und Düne locken Snack- und Souvenirbuden die Touristen, auch Infobüro´s und Infotafeln gibt es.

Dann folgt der Aufstieg auf die fast himmelhoch erscheinende Düne. Das letzte Stück ist so steil, dass man es nur auf allen Vieren bewältigen kann: zwei Schritte vor, einer zurück.

Wenn man dann endlich oben ist, bietet sich ein toller Blick über das Bassin d´ Arcachon. Man sieht viele Sandbänke im Wasser, und gegenüber das Cap Ferret. Im Hinterland sind nur Kiefernwälder zu sehen.

Wer die Düne ein zweites Mal erklettern möchte, kann natürlich an den Strand hinunter gehen, oder rutschen. Leider schien die Sonne diesmal nicht, so dass die Düne nicht so beeindruckend erschien, wie sie es könnte. Trotzdem ist sie ein Erlebnis, so mit über einhundert Metern Sand unter den Füßen.

Jetzt fuhren wir nach Arcachon. Der kleine Stellplatz in der Stadt war voll, so dass wir uns auf den Parkplatz des Intermarché im benachbarten La Teste-de-Buch stellen mussten. Ohne es zu wissen, war dies die richtige Entscheidung, denn das Austern-Zentrum befindet sich am Hafen von La Teste-de-Buch.

Der Austernhafen wurde erst 1840 angelegt. Erweiterungen folgten bis 1885, wodurch er sein heutiges Aussehen erhielt. Hütte an Hütte der Austernfischer drängt sich heute auf dem gesamten Hafengelände. Die Austernzucht findet jedoch auf einem großen Gelände östlich des Hafens statt.

Es haben immer mehrere Restaurants offen, die von den Austernfischern betrieben werden. Manche Austernfischer bevorzugen den Direktverkauf der Austern, von denen ein Dutzend für 6,50€ angeboten werden. Bekommt man sie verzehrfertig, mit Zitrone, Brot und Butter, bezahlt man im Durchschnitt 13,-€ für das Dutzend, je nach Größe.

Die heimische Auster, die Gravette, wurde durch eingeschleppte Arten fast völlig verdrängt. Seit der Antike nutzte man die Austern im Arcachon-Becken. Man erntete sie direkt vom Boden. Dann kamen die portugiesischen Austern. Als eine Seuche auch diese Art dezimierte führte man Austern aus Japan und Kanada ein. Seit damals hat sich die japanische Auster „Giga“ im Arcachon-Becken behauptet. Sie ist die einzige Auster, die heute hier gezüchtet wird. Auch ließt man sie nicht mehr vom Boden auf, sondern züchtet sie auf Gestellen. Im Sommer laichen die Austern. Die Larven breiten sich aus und suchen einen Unterschlupf für den Winter. Die Austernfischer stellen ihnen gekalkte Dachziegel dafür zur Verfügung. Im nächsten Frühjahr werden sie eingesammelt und in die Trägergestelle gepflanzt, wo sie drei Jahre lang wachsen können. Dann werden sie geerntet, gereinigt und kommen auf die Teller.

Wir entschieden uns nach einem Rundgang durch den Hafen für das „Le Testut“. Auf einer Terrasse, mit direktem Blick auf eines der Hafenbecken, probierten wir die hiesigen Austern. Allerdings müssen wir sagen, dass sie mit denen aus Cancal in Nordfrankreich, und Bouzigues in Südfrankreich, nicht mithalten können. Ihnen fehlt das Eigenaroma und der Geschmack des Meerwassers. Deshalb waren wir etwas enttäuscht von den Austern Arcachons.

Parentis-en-Born

Das war wieder eine viel zu lange Etappe. Im französischen Baskenland ist die Situation die Gleiche wie im Spanischen Baskenland – kein Platz, keine Parkmöglichkeiten für Wohnmobile.
Also waren wir gezwungen bis nach Parentis-en-Born zu fahren, wo wir einen schönen und ruhigen Stellplatz am Parentis-Biscarrosse-See fanden. Für 9,50€ pro Nacht mit Service verbrachten wir zwei gute Nächte. Wir befinden uns jetzt in Aquitanien, der südwestlichen Provinz Frankreichs.

Auf der Fahrt dorthin waren Hinweise auf den großen Sturm Ende Februar, der über diesen Landstrich hinweggefegt ist, nicht zu übersehen. Überall laufen Aufräumarbeiten im Wald, außerdem steht fast alles unter Wasser.

Der Parentis-See, mit einer Fläche von 34,5 km², ist ein Gebiet mit einer großen Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Fischotter, mehrere Fledermausarten und sogar Sumpfschildkröten sind hier zu Hause. Die halten jedoch noch bis in den März hinein Winterruhe. Es ist die einzige Süßwasserschildkrötenart in Frankreich, und sie ist bedroht. Die in Europa eingeführte Rotwangen-Schmuckschildkröte aus Amerika ist größer und aggressiver und verdrängt deshalb zunehmend die heimischen Sumpfschildkröten.
Schildkröten lieben Feuchtgebiete, also Bereiche zwischen Wasser und Land. Im Moment herrscht am See Hochwasser, wodurch die Schildkröten mehr Lebensraum haben.

Am Parentis-See, und beim Besuch der Tourist-Info in der Stadt, stießen wir auf zwei völlig unerwartete Überraschungen dieser Gegend. Die eine ist, dass hier Öl gefördert wird, die zweite Überraschung ist die Stierkampfarena in der Stadt.

1960 errichtete man, nach Probebohrungen an Land und in Seen, Pumpstationen. Fast siebzig sind es heute noch. Rund fünfzig Oberflächenförderanlagen (Plattformen), darunter 28 auf Seen, produzieren täglich etwa 240.000 Liter Öl. Das Öl wird aus einer Tiefe von 2.500 Metern gefördert. Zuerst betrieb die ESSO REP das Geschäft, seit 1997 hat die kanadische VERMILLION ENERGY INC. die Hände drauf. Das Unternehmen zeichnet sich durch verantwortungsvolle und nachhaltige Produktion aus, und ist ein wichtiger Arbeitgeber der Region.

Der See birgt noch ein Geheimnis: parallel zum Ufer verlief eine alte Römerstraße, die heute unter Wasser liegt. Auch eine Kirche aus dem 5. Jahrhundert wurde geflutet.

Das war noch immer nicht alles, was den Parentis-Biscorrosse-See betrifft. In Biscarrosse entwickelte und erprobte man von 1930 bis 1955 die Wasserfliegerei. Bis heute finden von diesem See aus Ausbildungen auf Wasserflugzeugen statt.

Das Zentrum von Parentis-en-Born ist ganz hübsch, vor allem die Kirche Saint-Pierre de Parentis-en-Born. Deren Turm wird gerade restauriert, aber man kann sie trotzdem besuchen.

Im südlichen Teil der Stadt befindet sich die Stierkampfarena „Roland Portalier“. Neben den unblutigen Stierkämpfen werden auch bunte Shows gezeigt.

Das war jede Menge Neues auf so kleinem Raum, das uns in Parentis-en-Born erwartete.

Zumaia

Bis Bilbao fuhren wir seit Foz immer die mautfreie Autobahn A8, auch „Via Cantabrico“ genannt, um Zeit zu sparen. Ab Bilbao kostet die Autobahn wieder Maut und wir wechselten auf die Landstraßen. Da das baskische Land ziemlich bergig ist, sind die Landstraßen entsprechend kurvig. Die Straßen sind allerdings besser als in Galicien und Asturien.

Den Großraum Bilbao umfuhren wir und legten eine Kaffeepause im Bergdorf Markina-Xemain ein. Das liegt zwischen Durango und Ondarroa an der Küste. In Markina-Xemain kommt man sich in die Alpen versetzt vor. Der Baustil und die Landschaft erinnern stark an die alpenländische Region. Die Bäume sind vom Winter kahl, aber die Erlen blühen schon, sowie der Löwenzahn und wilde Primeln.

Dann fuhren wir nach Zumaia weiter. An der Küstenstraße angekommen und ihr folgend, konnten wir kurze Blicke in die Buchten von Onarroa und Deba werfen. Da wir jedoch auf der küstenabgewandten Straßenseite fuhren, konnten wir nirgends halten, um uns die schönen Orte anzusehen.

Die Stadt Zumaia besuchten wir schon kurz vor neun Jahren, hatten aber irgendwie keine Erinnerung mehr daran. Das Wohnmobil stellten wir wieder am Hafen ab, mit einem schönen Blick auf die Altstadt von Zumaia, mit der normannischen Kirche „San Pedro“, die die Häuser überragt.

Wir spazierten von der Marina aus über die Fußgängerbrücke, die über den Urola-Fluss führt, und erreichten die Reste der ehemaligen Verladestation. Nach der Verlandung des alten Hafens baute man gegenüber einen neuen Hafen, was die Wirtschaft der Stadt und der Region wieder belebte.

Das ehemalige Bahnhofsgebäude wird gerade restauriert und ist daher nicht zugänglich. Sein Erscheinungsbild ist beeindruckend. Die Quadersteinverkleidung im Erdgeschoss sowie an den Ecken, das aufgesetzte Fachwerk im Obergeschoss und die Türmchen auf den vier Ecken sind wunderschön.

Am Ufer des Flusses Narrondo Ibaia steht auch ein altes Gebäude. Es stammt aus dem Jahre 1926. Ein Foto zeigt dieses Gebäude mit davor festgemachten Schiffen.

Über die nahegelegene Brücke erreichten wir die Promenade entlang des Urola-Ufers. Ihr folgten wir nun bis zum Leuchtturm und zum Ende der Hafenmole, vorbei an sehr schönen Villen.

Von dort bietet sich ein schöner Blick zurück zur Stadt und man bekommt einen Eindruck, welch ein Aufwand betrieben wurde, diese Mole zu schaffen. Kleine Kunstwerke aus Marmor zieren sie hier und dort.

Auf dem Weg zurück zur Stadt kommt man an einer Steueruhr vorbei, die aus dem Jahre 1901 stammt und in der Kirche San Miguel de Artadi in Zumaia verbaut war. Über diese Uhr war die Bedienung der Turmuhr hoch oben einfacher. Sie verfügt über ein 12-Stunden-Uhrwerk, einen Motor zum Aufziehen der Gewichte und eine Glocke.

Die Altstadt von Zumaia ist gut erhalten.

Über den Amaia-Platz erreicht man die Kirche „Kepa Deunaren Parrokia“, die ein eindeutig normannisches Aussehen hat und wahrscheinlich im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Einige Stufen führen zum Eingang der Kirche hinauf, die leider geschlossen war. Von der Terrasse vor dem Eingang hat man einen schönen Blick in die Gassen.

Nicht weit von der Kirche entfernt steht ein großer Brunnen mit einer Bronzestatue einer Frau, die sich gerade den Eimer mit Wasser füllt. Der Brunnen trägt den Namen Sanjuanturri-Brunnen und ist von 1889.

Gleich daneben befindet sich der Olazabal-Palast. Juan Olaza-bal war der Sekretär von König Philipp IV von Spanien. Der Palast wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Die beiden Wappen an der Fassade gehören der Familie Olaza-bal.

Das war wirklich ein interessanter Spaziergang durch Zumaia. Die Stadt war zugleich das letzte Ziel in Spanien auf dieser Winterreise. Das spanische Baskenland bietet kaum Platz für größere Wohnmobile, zudem sind die meisten Parkplätze für Wohnmobile gesperrt. Das ist uns schon auf der ganzen Reise aufgefallen, dass es inzwischen den Wohnmobilfahrern sehr schwer gemacht wird, sich irgendwo umzusehen. Das war vor neun Jahren noch ganz anders. Inzwischen hat der Wohnmobilverkehr auch sehr zugenommen, da versteht man schon die Leute, die Wohnmobile überall verbieten. Wir haben aber auch Städte und Gemeinden kennengelernt, die ein Herz für Wohnmobilfahrer haben und ihnen genügend Raum zur Verfügung stellen, meist sogar kostenlos. Dafür danken wir ihnen sehr.

Noch eines: Auf fast dem gesamten Weg der Reise begleiteten uns Eukalyptusbäume, immer. Mit dem Überfahren der Kantabrisch-Baskischen Grenze gibt es kein Eukalyptus mehr. Die Basken haben wohl nichts für diese Baumart übrig.
Dafür ist die Vegetation gemischt – mediterran und mitteleuropäisch. Für mediterran stehen Stechginster, gelb blühende Mimosen und Kamelien. Für mitteleuropäisch stehen dagegen Forsythie, Zierquitte und Löwenzahn. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Also geht es jetzt nach Frankreich.

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