Salins-les-Bains
Der Elsässer Weinstraße weiter nach Süden folgend fuhren wir unserem nächsten Ziel entgegen. Wir mussten jedoch feststellen, dass wir dieses Ziel zu weit gesteckt hatten, denn das Fahren durch das Departement Doubs hinein in das Departement Jura, ohne Autobahn, kostet mit dem Wohnmobil ziemlich viel Zeit.
Eine Kaffeepause legten wir in Pont-de-Roide, südlich von Montbéliard, ein. Direkt am Flüsschen Doubs fanden wir einen kleinen Parkplatz.
Die weitere Tour führte uns in Richtung Valdahon, alles kleine Straßen, die uns bis auf achthundertfünfzig Meter in die Höhe führten. Dann hatten wir genug und fuhren auf den roten Straßen auf der Karte weiter, auch wenn dies Umwege bedeutet. So fuhren wir von Pontarlier in Richtung Dole weiter.
In Salins-les-Bains, auf ca. 350 Höhenmetern gelegen, suchten wir den Campingplatz auf, denn die Durchfahrt durch den Ort fanden wir interessant. Es war auch schon später Nachmittag und die Tour war lang.
Mit Strom kostete der Campingplatz „Le Salins les Bains“ 21,-€.

Am nächsten Morgen spazierten wir durch den in einem engen Tal liegenden Ort. Vor allem im nördlichen Teil sind die Häuser in schlechtem bis unbewohnten Zustand. Es sieht zum Fürchten aus.

Dann kommt man zum „Hotel de Ville“, in welchem heute das Rathaus untergebracht ist. Direkt an das Gebäude schließt sich die Katholische Kirche an. Viele Natursteinhäuser prägen das Stadtbild.

Dann erreicht man das modern gestaltete Casino. Das Gebäude wird von einer Stahlfassade eingerahmt, die aus vielen schmalen, verschieden gekanteten Stahlstreifen besteht. So entsteht ein nicht uninteressanter Eindruck. Mit der Kirche im Hintergrund ist es ein ganz schönes Ensemble.

In der Stadtmitte steht die Hauptsache und der Ursprung von Salins-Les-Bains, die große Saline. Das alte Gebäude mit zwei großen Schornsteinen ist heute ein Museum, in dem die Geschichte der Salzgewinnung und die alten Salzstollen gezeigt werden. Seit 2009 gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe und es ist in Europa einzigartig. Salz wurde nämlich aus dem natürlich salzhaltigen Grundwasser gewonnen, indem man es verdampfte. Der Salzgehalt des Grundwassers ist höher als das im Toten Meer. Bei einer Führung sind die Stollen, alte Maschinen, Werkzeug und das Verdampfungsgebäude zu besichtigen. Die Grande Saline wurde 1962 wegen mangelnder Modernisierung und zu starker Konkurrenz geschlossen. Die Grande Saline machte Salins-les-Bains zu einer der mächtigsten Städte des mittelalterlichen Europas. Seit 1200 Jahren gewann man das „Weiße Gold“ dort.


Den Rückweg nahmen wir am Bach Furieuse entlang, der ein kleines Paradies für verschiedene Tiere wie Eidechsen, Ringelnattern und Wasseramseln ist. Die Brücken über den Bach hat man mit wunderschön bepflanzten Blumenkästen dekoriert.

Außerdem fanden wir an seinem Ufer die alte Waschstelle, die von einem Brunnen gespeist wird.

Gleich in der Nähe des Campingplatzes befindet sich das neue Thermalbad, allerdings ist für die Benutzung des Bades eine Badekappe vorgeschrieben.





























































































