A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Gela

Gela stand nicht auf unserer Zielliste auf Sizilien, war aber ein guter Ausgangspunkt für den Ausflug nach Caltagirone. Wir übernachteten auf dem Parkplatz vorm Gericht am östlichen Stadtende. Dort befindet sich auch eine große Raffinerie. In der Umgebung von Gela, und vor der Küste, wird nach Öl gebohrt. Pferdekopfpumpen, Bohrmaschinen und Molchstationen gehören zum Landschaftsbild.

Erdölpumpen

Die Stadt selbst lädt nicht gerade Gäste ein, denn sie zeigt sich ziemlich dreckig. Man kann kaum drei Schritte gehen, ohne durch vom Winde verteilten Müll zu laufen. Das trifft auch auf die Umgebung zu. Viele Parkplätze oder Ausbuchtungen an Straßen sind Müllabladeplätze. Wind und streunende Hunde nehmen diese Haufen dann gerne auseinander. Im Hafenbecken zeigt sich das gleiche Bild. Wenn man ins Wasser schaut, wird einem übel, so dass wir den Hafen bald wieder verließen.
Das ist nicht das Einzige: als Fußgänger hat man es echt schwer in Gela. Während Autos auf den Fußwegen geparkt sind, soweit überhaupt welche vorhanden sind, oder Kneipen den Fußweg als Erweiterung ihres „Reviers“ missbrauchen, müssen die Fußgänger auf der Straße laufen. Sind dann mal Fußwege nutzbar, ist es eher ein Hindernislauf, weil man ständig tiefergelegte und schräge Auffahrten passieren muss.

Fußwege, die keine sind

Trotzdem hat Gela, welches sich auf dem Kamm einer hohen Dünenkette hinzieht, einige interessante Ziele. Nur die Altstadt reicht bis an den Strand heran.

Altstadt Gela

Vor allem die alten Griechen haben in Gela ihre Spuren hinterlassen. Da wären z.B. die Akropolis, an die das Archäologische Museum angeschlossen ist, und das griechische Thermalbad, das 1967 entdeckt wurde. Genau über diesem Bad steht heute das Krankenhaus, so dass nur wenig ausgegraben werden konnte.

Griechisches Thermalbad

Wenn man auf der Hauptstraße Corso Vittorio Emanuele auf dem Dünenkamm unterwegs ist, sieht man ab und zu durch die Gassen, wie tief die angrenzende Landschaft im Vergleich liegt. Dabei kommt man irgendwann an der Kirche Santa Maria Assunta vorbei.

Kirche Santa Maria Assunta

Noch weiter im Westen erreicht man einen schönen Park, den Gemeinschaftsgarten Villa Comunale Guiseppe Garibaldi. Er bietet einen guten Aussichtspunkt mit Blick hinüber zur Altstadt und zur Küste. In der Nachbarschaft steht ein Kirchenkomplex mit der riesigen Statue Madonna delle Grazie auf dem Dach.
Unterhalb des Aussichtspunkts sind noch Reste des unteren Gemeinschaftsparks zu erkennen, die jedoch vollkommen überwuchert sind. Eine englische Treppe verband einst die beiden Parkteile.

im Gemeinschaftsgarten Villa Comunale Guiseppe Garibaldi

Am Strand unten legte man eine schöne Promenade an, an der sich Geschäfte und Restaurants reihen. Der Pier, der weit ins Wasser ragt, ist anscheinend wegen Baufälligkeit gesperrt. Auch ein ehemaliges rundes Strandrestaurant, einst wohl abgebrannt, glänzt nur noch als Ruine.

Promenade von Gela

Es ist echt schade, dass Gela, mit soviel Potenzial ausgestattet, ein so trauriges Bild abgibt. Da wirkt das moderne Gerichtsgebäude, vor dem wir stehen, wie aus der Zukunft.

Gerichtsgebäude von Gela

Advertisements

Commissario Montalbano

Wir haben diese Krimiserie sehr gerne gesehen, weil das Wetter immer so toll ist, die Farben strahlen, die Schauplätze sehr einladend sind und vor allem, weil der Commissario mit seiner gelassenen, sizilianischen Art ziemlich fesselnd ist.
Durch die Reiseplanung erfuhren wir, dass die meisten Drehorte zwischen Ragusa und Marina di Ragusa im Südosten der Insel zu finden sind. Da wir einige Wochen in diesem Gebiet verbringen, Punta Braccetto, blieb uns genug Zeit, einige der Schauplätze anzusehen.

Über das Castello di Donnafugata haben wir schon berichtet. Das Schloss ist in der Serie der Sitz des Mafiabosses Sinagra, ein Widersacher des Commissario Montalbano.

Einige Szenen entstanden in Ragusa, wo seitdem einige Straßen und Einrichtungen in Montalbano umbenannt wurden. Sehenswert ist vor allem Ragusa Ibla, die Altstadt, die auf einer Bergspitze thront. An vielen Stellen fallen die Felsen fast senkrecht ab. Den besten Blick auf Ragusa Ibla hat man vom Vorplatz der Kirche Maria delle Scale, die am Rande des neuen Ragusa steht.

Ansicht von Ragusa Ibla

In Ragusa Ibla beginnt man am besten den Bummel an der Piazza Duomo. Er ist abschüssig und an seinem oberen Ende steht der barocke Dom. Durch die erhöhte Lage sieht er noch beeindruckender aus. Eine große Treppe führt zum Hauptportal, doch das Tor davor ist geschlossen. Der Zugang zum Dom befindet sich seitlich, links die Treppe hinauf. Das Innere ist schön hell gestaltet und nicht zu protzig.

Domplatz von Ragusa Ibla

Wie viele Städte im Osten Siziliens wurde auch Ragusa durch das schwere Erdbeben 1693 stark zerstört. Im 18. Jahrhundert baute man die Altstadt im Barockstil wieder auf, wenn auch nicht so imposant wie Noto. Seit 2002 gehört die Stadt zum UNESCO-Welterbe. Trotzdem macht es Spaß, durch die Gassen zu schlendern. Bei unserem Besuch, es ist sehr kalt für sizilianische Verhältnisse und Ragusa liegt auf 520 Meter über dem Meer, blies eine eiskalte Brise durch die Stadt.

Brunnen waren im Barock ein wichtiges Stilelement


Vom Domplatz führt der Corso XXV. Aprile hinunter bis zum Garten „Giardino Iblea“. Dabei kommt man an neueren und alten Gebäuden vorbei. Teilweise wurden alte Stücke, die aus den Trümmern des Erdbebens geborgen wurden, in die neuen Fassaden integriert. Das fanden wir eine sehr gute Idee. Viele Souvenirläden, Spezialitätengeschäfte, Kneipen und jede Menge Kirchen säumen die Hauptachse Ragusa Iblas.
Ziemlich am unteren Ende des Corso XXV. Aprile, rechts in einer Gasse versteckt, ist die Trattoria „La Rusticana“ zu finden. Der Eingang ist sehr alt, dahinter sieht alles neu und modern aus. In diese Trattoria kehrt Commissario Montalbano manchmal ein.

Trattoria „La Rusticana“

Der Garten „Giardino Iblea“ bildet den unteren Abschluss Ragusa Iblas und besetzt eine Felsnase hoch über dem Fluss Irminio. Vom Balkon des Gartens blickt man weit in das Tal hinein. Man spaziert durch eine Palmenallee oder durch kleine Wege, an Brunnen und einer Kirche vorbei.

Giardino Iblea

Am besten stellt man das Auto unterhalb der Altstadt ab und erklimmt dann den Felsen über Treppen und Aufgänge. Durch einige unscheinbare Tore betritt und verlässt man Ragusa Ibla.

Eine schöne Fahrradtour hat man entlang der Küste zwischen Punta Secca und Marina di Ragusa. Man kann sie aber auch bis nach Sampieri erweitern. Da wäre zuerst der Torre Scalambri in Punta Secca, der seit 1593 an dieser Stelle steht. Er diente als Verteidigungsturm gegen die Türken, Sarazenen und andere potenzielle Angreifer, die über das Meer kamen. Der Turm gehört zu einer Kette mehrerer Verteidigungstürme. Nach mehrmaligen Renovierungen beherbergt der Torre Scalambri heute ein kleines Café.

Torre Scalambri

Gleich gegenüber steht das Montalbano-Haus, in dem der Commissario in der Serie wohnt. Eine herrliche Terrasse direkt über dem Strand lädt zum Träumen in ruhigen Stunden ein. Allerdings muss der Commissario irgendwo anders schwimmen gehen, denn direkt vor dem Haus ragen viele Felsen aus dem Wasser heraus. Ungetrübtes Schwimmvergnügen geht da nicht.
Das Montalbano-Haus ist in der Realität ein 3-Sterne-Ferienhaus. Im Winter ist es wohl verlassen, denn die Fensterläden sind alle geschlossen.

Casa di Montalbano

Das kleine Örtchen Punta Secca ist sehr hübsch. Es besitzt einen kleinen Hafen, einen Leuchtturm und eine kleine Promenade.

Nun muss man auf die Durchgangsstraße zurück, um bald darauf erneut auf eine kleine Küstenstraße, Lungomare Delle Anticaglie, zurückzukehren. Hier befinden sich mehrere kleine Ausgrabungen, die zur Anlage Camarina gehören. Es waren wohl Wohngebäude. Die meisten von ihnen wären spätestens jetzt im Meer versunken. Einige der Grundmauern wurden freigelegt und säumen die Küstenstraße rechts und links.

Ausgrabungen alter Grundmauern

Weiter geht es durch die Ortsteile Caucana und Santa Barbara nach Marina di Ragusa. In Santa Barbara wurde ein toller Fahrradweg angelegt. Der angrenzende Fußweg ist mit kleinen Buchten versehen, von denen aus man das Ambiente genießen kann. Strand gibt es hier allerdings keinen, sondern nur Sandsteinfelsen, welche den Zugang zum Wasser nicht eben erleichtern.

Santa Barbara

Marina di Ragusa war der Hafen für die im Landesinneren liegende Stadt Ragusa. Heute tummeln sich hier Boote und Yachten im Hafenbecken, welches 2004 neu gestaltet wurde. Alles ist hell und freundlich angelegt und lädt zum Bummeln ein. Über die Promenade, am langen Sandstrand entlang, erreicht man das Zentrum von Marina di Ragusa. Sonntags ist es sehr voll, denn dann sind die Einheimischen in der Stadt unterwegs. Wochentags ist man fast alleine in den Gassen. Da kann man ganz gemütlich auf dem Platz am Torre Cabrera zu Kaffee und Eis einkehren und in der Sonne sitzen.

Torre Cabrera in Marina di Ragusa

In Donnalucata, einem größeren Urlaubsort, ist jetzt im Winter nichts los. Es ist auch nicht wirklich viel zu sehen. Zwischen der Altstadt und dem Meer hat man eine neue breite Promenade angelegt. Der kleine Hafen mit den zwei begrenzenden Molen ist wohl eine Fehlkonstruktion, denn es wird jede Menge abgestorbenes Seegras hinein gespült, welches sich am Ende des Hafenbeckens sammelt. Boote sind da keine zu finden. Der benachbarte lange Sandstrand liegt verlassen da.

Promenade von Donnalucata

Sehr zu empfehlen ist dagegen das kleine ehemalige Fischerdorf Sampieri. Der Ortskern ist wirklich winzig, aber alles strahlt in hellem Sandstein. Die neue Promenade ist sehr hübsch und es stehen sogar Bänke zum Ausruhen und Auf-das-Meer-schauen bereit. In der Ferne ist die alte Ziegelei zu sehen. Dazwischen liegt der Strand von Sampieri, an den eine kleine Wanderdüne grenzt.

ehemaliges Fischerdorf Sampieri

Teile von Sampieri dienen in der Serie Commissario Montalbano als Drehorte. Ein sehr bekannter Schauplatz ist die alte Ziegelei Fornace Penna (im Film alte Thunfischfabrik „Mannara“), deren Besuch vor allem für Baubegeisterte interessant ist. Das Hauptgebäude besteht gänzlich aus weißem Kalkstein. Hohe, schlanke und mehrstöckige Bogenwände lassen staunen. Die Decken existieren nicht mehr und der Verfall der schönen hohen Wände ist auch nur noch eine Frage der Zeit. Von 1909 bis 1912 erbaut, musste die Ziegelherstellung schon im Januar 1924 eingestellt werden. Die Folgen einer Brandstiftung waren so schwerwiegend, dass die Fabrik nie wieder aufgebaut wurde. Heute ist sie ein Objekt der Industriearchäologie.

alte Ziegelfabrik bei Sampieri

Zum Komplex gehört ein kleines Nebengebäude, welches ebenfalls eine Ruine ist. Dies war der Maschinenraum u.a. mit zwei Hammermühlen. Beeindruckend ist der doppelwandige, gemauerte Schornstein mit einer Höhe von 41 Metern. Auf jeden Fall ist es eine schöne Anlage, die nahe der felsigen Kalksteinküste steht.

Ein anderes Ziel, eigentlich das Herz in der Montalbano-Serie, ist die wunderschön gelegene Stadt Scicli, einige Kilometer von der Küste entfernt. Wenn man auf der Straße aus Westen nach Scicli kommt, gibt es eine Stelle, an der man einen herrlichen Blick auf die zwischen mehreren Berghängen eingeklemmte Stadt hat. Es scheint, als würden die Gebäude rund um das Zentrum hilfe- und lichtsuchend an den Hängen hochklettern. Daher werden auch in Scicli viele Höhenunterschiede mit Treppen überwunden.
Das Rathaus im Zentrum von Scicli dient in der Montalbano-Serie als Polizeiwache, also die Arbeitsstätte des Commissario Montalbano.

Rathausplatz von Scicli

Gleich nebenan steht die Kirche San Giovanni Evangelista. Hinter der barocken Fassade verbirgt sich ein sehr attraktives Inneres. Während die meisten Kirchen auf Sizilien eher schlicht ausgestattet sind, besticht diese Kirche durch reiche, filigrane Malereien und Stuckarbeiten in Weiß, Blau und Gold. In der Mitte des Deckengewölbes prangt ein ovales Gemälde.

Innenraum der Kirche San Giovanni Evangelista

In der gleichen Straße, gleiche Seite, nur ein paar Häuser weiter, findet man die Antica Farmacia. Die Apotheke ist an die andere Seite des Rathausplatzes umgezogen, aber die alten Räumlichkeiten existieren noch, seit 2014 als Museum. Auch diese alte Apotheke spielt eine Rolle in der Montalbano-Serie.

Antica Farmacia

Schon in der Antike ein wichtiges Zentrum, erfuhr Scicli 1693 das gleiche Schicksal wie alle anderen Städte im Osten Siziliens. Heute gehört die Stadt wie Ragusa, Modica und Noto zum UNESCO-Welterbe. Der Anteil der Barockbauten ist zwar etwas geringer, aber ein Besuch ist unbedingt empfehlenswert. Ein schönes Detail, welches das Stadtzentrum auflockert, ist der noch nicht so sehr alte, ausgemauerte Kanal, der teilweise überbaut ist. Bevor es diesen Kanal gab, haben nach starken Regenfällen ungebändigte Wassermassen große Zerstörungen in der Stadt angerichtet.

Kanal als architektonisches Detail

 

 

Büffelfarm bei Santa Croce

Fast zwei Tage und Nächte lang stürmte es mächtig. Dazu kamen immer wieder Regenschauer vom Himmel, so dass man kaum vor die Türe gehen konnte. Das Heulen des Windes wuchs sich echt zum Psychoterror aus. Das war nicht lustig. Was soll man an solchen Tagen machen? Da der Wetterbericht meinte, dass es heute um die Mittagszeit doch besser werden sollte, wollten wir einer Empfehlung nachgehen, die wir von Maria und Michael bekommen hatten – die Büffelfarm „Azienda Agricola Magazzé“. Wir hatten zwar schon eine Wasserbüffelfarm in Siponto, südlich der Halbinsel Gargano, besucht, aber dort wurden nur Käseerzeugnisse aus Büffelmilch angeboten.

Die Farm Magazzé befindet sich etwas nördlich von Santa Croce. Als Besucher kann man die Wasserbüffel sehen, im Hofladen Käse, Wurst und Fleisch kaufen, und im Restaurant probieren. Vom Hofladen aus kann man bei der Käseherstellung zusehen. Wir hatten leider Pech, die Tagesproduktion war gerade beendet worden.

Wasserbüffel

2005 bauten zwei Züchterbrüder, die das Geschäft schon in 4. Generation machen, die Büffelfarm hier auf Sizilien auf. Sie fanden an dieser Stelle optimale Bedingungen und wirtschaften im Rhythmus der Natur. Die Jahreszeiten und Gegebenheiten bestimmen die Zucht. Es gibt keine künstlichen Eingriffe.
Die Büffel bieten auch in dieser Farm keinen schönen Anblick. Da sie Nässe mögen, geht es eben sehr dreckig auf dem Gelände zu.

So kehrten wir zum Mittagessen in das Restaurant ein. Aus Berichten wussten wir, dass das komplette Menü für 23,-€ pro Person, welches dort angeboten wird, sehr reichhaltig und kaum zu schaffen ist. Deshalb versuchten wir, dem Kellner klarzumachen, dass wir gerne nur kleine Probierportionen hätten. Da der kein Deutsch oder Englisch verstand, holte er eine Angestellte, mit der wir uns auf deutsch verständigen konnten. Es kam heraus, dass es in diesem Restaurant nur dieses eine Menü gibt. Wir einigten uns dann dahingehend, dass einige Komponenten weggelassen werden und wir für 20,-€ pro Person verschiedene Käsesorten und zwei Fleischgerichte bekommen.
Zum Menü gehören weiterhin Hauswein, Wasser, Brot, ein Dessert und ein abschließendes Getränk wie Kaffee, Limoncello oder Grappa. Sogar die sonst übliche Serviersteuer ist enthalten.
Die Vorspeise besteht aus einem großen Mozzarella sowie zwei weiteren Käsesorten, eingelegten Tomaten und Oliven, außerdem einigen Scheiben Büffelsalami. Allein die Vorspeise hätte uns schon vollkommen gereicht. Als Hauptgericht stehen Ofenkartoffeln, Gulasch und dünne gegrillte Fleischscheiben auf dem Tisch. Das Büffelfleisch ist sehr fein im Geschmack. Man sieht nur an der Maserung, dass es Rindfleisch ist. Es war das erste Mal, dass wir Wasserbüffelfleisch probierten.

Für das Dessert, zwei Mandarinen und je zwei Cannoli, eine typisch sizilianische Süßspeise, war dann so gut wie kein Platz mehr im Magen. Die Cannoli, die wir schon in Castelmola probiert hatten, sind kleine Waffelröllchen, mit Büffel-Ricotta oder Büffel-Milchcreme gefüllt.
Als abschließendes Getränk entschieden wir uns für den Grappa als Absacker, den wir nach diesem reichhaltigen Menü mehr als nötig hatten. Wie wir mitbekamen, gehören zum normalen Menü auch noch Pizza und wer weiß was noch.

Nach dem guten „Gelage“ vertraten wir uns die Beine, indem wir ein wenig durch die Umgebung liefen. Halbhohe Kalksteinmauern umgeben die verschiedenen Grundstücke, die hauptsächlich als Weideland für die Rinder dienen. Frisches Grün und Kräuter bilden einen schönen Kontrast zu dem Weiß der Mauern und dienen gleichzeitig als bestes Viehfutter. Von mancher Stelle aus konnten wir sogar das Castello di Donnefugata sehen.

sehr schön anzusehen, aber offensichtlich nicht genießbar

Für Womo-Freunde: Die Farm bietet auch einige Stellplätze mit Strom, Wasser und WC an. Die Anfahrt sind 500m Singleway, aber machbar. Einen Preis können wir leider nicht sagen.

Scoglitti

Das traurigste Beispiel für die Überfischung des Mittelmeeres, das wir je auf unseren Reisen gesehen haben, ist der Fischmarkt in Scoglitti. Der Fischmarkt soll zwar jeden Tag stattfinden, aber fröhliche Gesichter sieht man nirgendwo. Bei unserem Besuch war es sogar so, dass es mehr Kunden als Fische und Meerestiere gab. Jeder Fischer, der mit seinem kleinen Boot wahrscheinlich nach stundenlanger Arbeit in den Hafen zurück kam, konnte nur ganz wenige Kilo Fisch oder Tintenfisch (meistens Jungtiere) zum Fischmarkt beitragen. Wenn jemand Glück hatte, der kam mit einem knapp halben Eimer Fisch oder Meerestiere zurück. Einer der Fischer hatte gerade eine Sepia und zwei sehr kleine Rochen dabei. Davon kann niemand leben. Dabei fahren inzwischen überhaupt nur noch die wenigsten Boote, die im Hafen liegen, zum Fang auf´s Meer hinaus.

Fischmarkt am Hafen

Bei früheren Fischmarktbesuchen rund um das Mittelmeer wurde uns schon jedes Mal das Herz schwer, weil mit jedem Jahr, das verging, mehr Babyfische verkauft wurden. Wie soll sich der Fischbestand denn erholen, wenn keine Fische mehr da sind, die sich fortpflanzen können? Das Ergebnis wird immer deutlicher.

Da wir keinen Fisch kaufen konnten, spazierten wir nur etwas durch Scoglitti. Ein großer Strand gehört zur Stadt. Eine sehr lange Mole und eine lange Hafeneinfahrt schützen den kleinen Hafen. Es ist zu sehen, dass die Mole einmal verlängert und verstärkt wurde. Das Wetter muss wohl hier manchmal echt schlimm werden.

Leuchtfeuer am Molenkopf

Am Südende von Scoglitti liegt eine kleine Wanderdüne. Überhaupt ist die Gegend um Scoglitti sehr sandig, fast wüstenartig. Die Bewohner an der Küste müssen ständig gegen den Sand kämpfen. Die Düne ist sehr klein, daherkommt kein großes Wüstengefühl auf, wenn man sie erklimmt.

kleine Wanderdüne bei Scoglitti

Es gibt noch eine zweite, größere Wanderdüne, die sich längs in das Landesinnere vorarbeitet. Sie ist, von Punta Braccetto kommend, vor dem archäologischen Museum Camarina zu finden.

Am Vorabend erlebten wir einen der schönen Sonnenuntergänge über den Ruinen des Torre Vigliena. Sie stehen auf dem Kap, welches unseren Strand im Norden abschließt.

Sonnenuntergang über den Ruinen des Torre Vigliena

Donnafugata

Donnafugata liegt zwischen der Küste und Ragusa auf 308m Höhe und besteht nur aus dem Castello di Donnafugata und Nebengebäuden, die für den Betrieb des Schlosses notwendig waren. Der Ursprung des Schlosses ist ungewiss. Der Ursprung des Namens ist arabisch, der über die Jahrhunderte in mehreren Schritten in das heutige Donnafugata umgewandelt wurde. Ab 1628 sind die Eigentümer des Schlosses bekannt, die manche Änderungen und Erweiterungen nach ihrem Gefallen vornahmen. Im 19. Jahrhundert bekam das Schloss die heutige Form der Renaissance mit venezianischen Zierelementen. Von 1997 bis 2002 wurde das Castello di Donnafugata renoviert und ist nun Museum. Der Eintritt kostet 6,-€, Rentner bezahlen 3,-€.

heutige Vorderfront des Castello di Donnafugata

Typisch Renaissance ist die Fassade sehr schlicht und strahlt nach der Renovierung in sehr hellem Sandstein. Betritt man das Schloss, kommt man zuerst in einen rechteckigen Innenhof. Von hier aus gelangt man in die Innenräume, die sich in vollem Gegensatz zur Fassade präsentieren. Ca. 28 von ca. 122 Räumen des Schlosses sind für die Besucher zugänglich. Die Einrichtung stammt aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Jedes Zimmer ist anders dekoriert. Zum Teil sind die Wände und Decken mit prächtigen Tapeten und Malereien gestaltet. Der Spiegelsaal ist das schönste Zimmer und strahlt in Weiß und Gold. Man kann sehen, wie der Baron und die Gräfin im 19. Jahrhundert lebten, wie ihre Gäste untergebracht waren, wo gegessen und gearbeitet wurde. Die Räume sind u.a. mit Möbeln, Vorhängen, Leuchtern, Kleidung und Dekostücken aus der Zeit angefüllt.

Spiegelsaal

Insgesamt sind Räume und Einrichtung jedoch sehr dunkel gehalten. Leider ist zu sehen, dass vor der Renovierung in die Gemäuer einlaufendes Wasser Schaden an der wertvollen Einrichtung anrichtete. Teilweise wurden auch frühere Wandbemalungen überstrichen, die wohl nach und nach wieder freigelegt werden sollen.

Zum Castello di Donnafugata gehört auch ein großer Park. Um Langeweile vorzubeugen, sind auf dem Gelände ein Labyrinth, eine „Tropfsteinhöhle“, zwei Brunnen, ein Pavillon und eine Art Sommerschlösschen untergebracht. Uralte Gummibäume, Kasuarinen und andere Gehölze und Blumen sorgen für das Grün.

Labyrinth

Vom Park aus führt eine Treppe auf die Terrasse am Schloss, die auf beiden Seiten von kleinen Türmen begrenzt wird, von denen einer eine Glocke aus Catania trägt. Von der Terrasse aus blickt man auf die Nebengebäude, die rechts und links an der auf das Schloss zulaufenden Straße angeordnet sind. Einige davon sind verfallen, in anderen sind Souvenirgeschäfte und Pizzerien untergebracht.

Terrasse am Schloss

An dieser Stelle möchten wir eine Empfehlung weitergeben, die auch wir bekommen haben. Ein besonderes Gericht bietet die Trattoria „Il Gattopardo“, die erste Pizzeria auf der linken Seite an. Das Gericht nennt sich „Zuppa di Cozze in Crosta“ und kostet 13,-€. Auf der Tafel vor der Trattoria ist das Gericht abgebildet. Neugierig, was uns erwartet, kehrten wir ein und bestellten „Zuppa di Cozze in Crosta“ und einen halben Liter regionalen Wein. Nach kurzer Wartezeit servierte die Kellnerin eine Edelstahlplatte mit einer Haube aus gebackenem Pizzateig, sozusagen ein Überraschungspaket. Mit einem scharfen Messer schnitten wir ein Loch in die Pizzateigplatte und zum Vorschein kamen große Miesmuscheln in Tomatensoße. Es ist ein Gericht, welches mit den Fingern gegessen werden möchte. Für Nicht-Muschelesser sei gesagt, dass man mit den Schalen der ersten Muschel, die man gegessen hat, die weiteren Muscheln isst. Aus dem Pizzateig werden immer neue Stücke gebrochen, mit denen die Tomatensoße aufgetunkt wird. Es muss aber noch genug Tomatensoße übrig bleiben, wenn die Muscheln gegessen sind, denn nun kommt die zweite Hälfte des Gerichts, die Spaghetti. Die werden in die Tomatensoße gegeben und man hat ein zweites Gericht in einem. Wir fanden das eine tolle Idee und es schmeckt hervorragend. Es ist ein besonderes Esserlebnis.

Zuppa di Cozze in Crosta

Zufrieden und mit vollem Bauch steuerten wir nun ein weiteres Ziel in Donnafugata an. In nur 700 Meter Entfernung warten die Katakomben von Donnafugata auf Besucher. In einer großen Höhle, mit einer riesigen Steinplatte überdeckt, legte man im 4.-5. Jahrhundert alte Grabstellen an. Die Höhle ist ca. 17 Meter lang und in symmetrischer Form wurden 31 Grabstellen aus dem Kalkstein gehauen. Direkt im Eingangsbereich liegt eine weitere Grabstelle. Von den sieben Gräbern im Außenbereich vor der Höhle ist kaum etwas zu sehen.

Katakomben von Donnafugata

Punta Braccetto

Für ein paar Wochen werden wir auf dem Campingplatz „Baia dei Coralli“ sein, denn vor Februar brauchen wir wohl unsere Rundfahrt Richtung Westen und Norden der Insel Sizilien nicht fortzusetzen. Wir hatten gehofft, dass es nicht ganz so kalt hier im Süden sein würde, aber wir wurden eines besseren belehrt. Die Einheimischen meinten schon, dass es bisher noch nie so kalt war. In der vorletzten Nacht hatte der Wetterbericht von 3 Grad plus gesprochen, doch es fror. Wir hatten also Minustemperaturen. Am nächsten Vormittag hatte es sogar wenige Kilometer von der Küste entfernt und auf 100 Metern Höhe geschneit. Da ließen sogar die Sizilianer alles stehen und liegen und zückten ihre Fotoapparate. Die Tagestemperaturen lagen bei 6-8 Grad. Das waren jetzt wohl die Tiefstwerte. Ab jetzt geht es hoffentlich wieder bergauf und der Mittelmeer-Frühling steht vor der Türe.

Frost im Süden Siziliens. Das ist nicht normal.

Punta Braccetto ist ein Urlauberort und jetzt im Winter sehr ruhig. Der Ort ist nicht groß und liegt an einer flachen Sandsteinküste mit einigen Sandstränden dazwischen. Außer dem „Baia dei Coralli“ haben noch drei weitere direkt benachbarte Campingplätze geöffnet. Die sind aber viel kleiner. Das Besondere an all diesen Campingplätzen ist, dass jede Camperparzelle ihr eigenes Bad hat, mit Waschbecken, Toilette und Dusche. Warmes Wasser gibt es immer und unbegrenzt und ist im Preis mit enthalten. Der Preis staffelt sich wieder nach der Dauer des Aufenthaltes.

Umrahmt wird Punta Braccetto von Quadratkilometern Gewächshausfläche. In den folienüberdachten Konstruktionen wachsen Tomaten, Auberginen, Paprika und Gurken, mengenmäßig in dieser Reihenfolge. Unterbezahlte Arbeitskräfte und Schwarzarbeiter schuften dafür, dass der Rest Europas und vielleicht weiter weg, Obst und Gemüse das ganze Jahr über kaufen kann. Auf den sizilianischen Märkten kostet so ziemlich alles, was angeboten wird, 1,-€ das Kilo oder zum Teil weniger.

Einfahrt zum Ferienviertel Punta Braccetto

Punta Braccetto ist jedoch ein schöner Ausgangspunkt für Ausflüge an der Küste entlang oder ins Hinterland.

der Strand, an dem die Campingplätze liegen

Für Wanderer ist der Rundgang durch das Naturreservat Cava Randello sicher interessant. Es gibt verschiedene Wege durch das Gebiet hinter den Dünen. Wir sind den oberen Weg entlang spaziert. Es sieht aus, als würde das Waldgebiet, bestehend aus Kiefern und Eukalyptus, im Sommer als großer Zeltplatz dienen. Verschiedene Markierungen und Feuerstellen weisen darauf hin. An einer Stelle blühen sogar noch jetzt einige wenige Orchideen.

Orchideen sorgen immer wieder für Freude

Irgendwann kommt man dann am Aussichtsturm auf einem Sandhügel heraus. Der Turm selbst ist gesperrt, aber trotzdem hat man eine schöne Rundumsicht: das Meer und die Küste auf der einen Seite, Gewächshäuser auf der anderen.

Blick über das Naturreservat Cava Randello zum Meer

Den Rückweg kann man entweder durch den unteren Teil des Naturreservates oder am endlos langen Strand, der das Reservat zum Meer hin abschließt, nehmen.

Die Ausgrabungsstätte Camarina, knapp südlich von Scoglitti, ist im Moment wegen Renovierung geschlossen. Die antike Stadt wurde 566 v.Chr. hatte eine kurze, bewegte Geschichte mit Zerstörung und Wiederaufbau. Die Römer zerstörten die Stadt 258 v.Chr. das letzte Mal. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts grub man die Überreste Camarina wieder aus.

Überrest der antiken Stadt Camarina

 

 

Essen und Trinken auf sizilianisch

Kartoffelstampf mit Avocado

Das Rezept habe ich von Maria und Michael, die wir in Giardini-Naxos kennengelernt haben:

Kartoffelstampf ganz normal zubereiten. Inzwischen Zwiebel in schmale Spalten schneiden und in der Pfanne braun rösten, eine reife Avocado in kleinere Stücke schneiden. Die braune Zwiebel sowie die Avocadowürfel unter den noch heißen Kartoffelstampf geben. Wie die Beiden habe auch ich das Gericht mit einigen Wackelkleeblüten garniert.

Ob der Name Wackelklee der korrekte Name ist, weiß ich nicht, aber er ist zutreffend. Der schöne Klee blüht überall in Teppichen. Die Blütenstengel sind so lang, dass sie sich im Wind wiegen. Der Geschmack dieser herrlich gelben Blüten ist leicht säuerlich, was mit der süßen Avocado harmoniert.

Kalmar

Bei einem Fischhändler in Letojanni lagen schöne große Kalmare auf dem Ladentisch, das Kilo für 7,-€. Die Tiere hatten ein Gewicht von knapp zwei Kilo und wir ließen sie ausnehmen, weil das doch eine ziemliche Schweinerei ist. Abziehen mussten wir sie jedoch selbst. Das ist nicht weiter schwierig.

Wir schnitten die Tube und die Fangarme in relativ kleine Stücke. Zwiebel, Knoblauch und Chilli klein schneiden. Mediterrane Kräuter wie Thymian oder Rosmarin ergänzen das Gericht. Zuerst die Zwiebel in Olivenöl anschwitzen, dann den Knobi, Chilli und Kräuter in die Pfanne geben. Wenn alles gut angeschwitzt ist, die Kalmarstücke dazugeben. Sofort mit Weißwein ablöschen und zwei bis drei Minuten köcheln, auf keinen Fall länger, dann wird der Kalmar zäh.

Cedro

Eine für uns neue Frucht ist die Cedro, auch Zitronatzitrone. Sie sieht wie eine Riesenzitrone aus. Schneidet man sie auf, kommt nur sehr wenig Fruchtfleisch zum Vorschein. Fast die gesamte Frucht besteht aus dicker weißer Schale und ist etwas milder als normale Zitronen. Man bekommt sie nur an wenigen Stellen zu kaufen, da sie nicht wirklich gut in der Küche brauchbar ist. Uns hat sie aber interessiert und so probierten wir ein typisch sizilianisches Rezept: Cedro-Carpaccio.

Dafür wäscht man die Cedro gründlich, denn die äußere Schale wird ebenfalls verwendet. Danach schneidet man die Frucht, am besten mit einem Gemüseschneider, in hauchdünne Scheiben. Die werden zu einem Carpaccio auf dem Teller arrangiert. Das Rezept sagt eigentlich, dass die Scheiben mit Salz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl mariniert werden sollen. Wir haben die Gewürze und das Öl einfach dünn über den Cedroscheiben verteilt und dann eine Weile stehen lassen. Am besten isst man das Carpaccio mit Messer und Gabel, da die Schale recht fest ist. Es ist ein erfrischendes und wohlschmeckendes Dessert.

Mandarincello

In aller Munde und in allen Regalen auf Sizilien zu finden ist Limoncello. Was weniger bekannt ist, ist Mandarincello, also nicht aus Zitronen, sondern aus Mandarinen gemacht. Auf dem Markt in Santa Croce bekamen wir einen 3-Kilo-Beutel mit Mandarinen für 1,-€. Das gab uns den Anlass, uns am Mandarincello zu probieren. Das Rezept für Limoncello bekamen wir wieder von Maria und Michael. Wir brauchten es nur umzuwandeln.

1. Tag: 1,2kg Mandarinenschalen (die ganze Schale, nicht nur das Orange) in ein großes Glas geben und mit 1l 96%-Alkohol (erhältlich z.B. im ARD-Markt) auffüllen. Die Schalen müssen bedeckt sein. Nun sieben Tage dunkel stehen lassen, und täglich kräftig schütteln.
7. Tag: 1,2l Wasser mit 1kg Zucker zum Kochen bringen (7 min), abkühlen lassen. Jetzt alles miteinander vermischen, durchsieben und in saubere Glasflaschen abfüllen. Wohl Bekomm´s!

Was macht man nun mit den vielen geschälten Mandarinen? Hier ein Vorschlag:
Mandarinen-Marmelade

Übrige Mandarinen aus der Mandarincello-Herstellung in kleine Stücke schneiden, dabei sorgfältig alle Kerne entfernen. Möglichst die Schalen dreier oder mehr Mandarinen, die man so isst, ebenfalls klein schneiden, dazu 1 kleingeschnittene Zitrone mit Schale, gut gewaschen. Das hebt den Geschmack. Alles in einen Topf geben, aufkochen und 40min weiter köcheln. Das dabei verdunstete Wasser nach und nach mit frischem Wasser auffüllen. Öfters umrühren.

Nach der Kochzeit alles pürieren und durch ein Sieb streichen. Die so entstandene Flüssigkeit mit dreiviertel soviel Zucker und wenig Geliermittel (die Schalen übernehmen den Geliervorgang) nochmals aufkochen. Wer möchte kann etwas Vanillezucker und/oder eine Prise Zimt dazugeben. 5min köcheln und zuletzt in saubere Gläser abfüllen.

Südfruchtsalat

Auf Sizilien gibt es nichts mehr als Orangen. In den allermeisten Fällen kostet das Kilo 1,-€. Am besten direkt auf dem Markt oder bei den fliegenden Händlern kaufen. Das gilt eigentlich für alles, was man auf dem Markt kaufen kann. Dann bleibt mehr Geld bei den Bauern hängen und es ist in jedem Fall frisch.

Also, mit Orangen lässt sich so ziemlich alles kombinieren, was Südfrucht heißt. Hier einige Beispiele:
– Orangen, Fenchel, Oliven, Kapern, Zwiebeln
– Eichblattsalat oder Rucola, Orangen, Khakis, Fenchel, mit Bananendressing (Öl, Zitronensaft, Senf, Honig, Salz, Pfeffer)
– Orangen, Khakis, Granatapfelkerne
– Orangen, Khakis, Fenchel (hierzu passen ein paar zerkleinerte Kardamomkörner)
Die Mengen könnt Ihr nach Eurem Gusto wählen. Ein gutes Dressing zu vielen Obstsalaten wird aus Limette, Honig, Rohrzucker und einer Prise Zimt gemacht.

Siracusa

Siracusa wurde 734 v.Chr. von den Griechen gegründet und galt bis 212 v.Chr. als der Nabel der griechischen Welt. Leider war es keine sehr lebenswerte Zeit, denn der Stadtstaat der Antike wurde von Tyrannen regiert. Als dann die Römer kamen, belagerten sie Siracusa zwei Jahre lang und nahmen sie anschließend ein. Der Sage nach soll dabei einer der römischen Soldaten den berühmten Mathematiker Archimedes erschlagen haben. Dies war der vorläufige Untergang der Stadt. Im Archäologischen Park „Neapolis“ wurde ein Großteil des Zentrums des antiken Siracusa ausgegraben. Mit einem Ticket sind das römische Amphitheater, das griechische Theater, das „Ohr des Dionysus“ (eine 60m lange Höhle mit hervorragender Akustik) und weitere Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Ein Großteil des Geländes sieht wie ein Steinbruch aus. Da wir die meiste Zeit des Tages in der Altstadt verbrachten und dann auch noch zu den Salinen wollten, ließen wir den Besuch des Archäologieparks aus. Wir versuchten noch, am oberen Ende des Geländes einen Blick auf die Theater zu erhaschen, aber das war nichts.

Höhlen im Archäologischen Park Siracusa

Um die Altstadt von Siracusa zu besuchen, parkten wir unser Auto auf dem Parkplatz direkt vor der Brücke zur Insel Ortigia. Die Insel ist durch zwei Brücken mit dem Festland verbunden, zwischen denen kleine Fischerboote einen Hafen gefunden haben. Von hier starten Rundfahrten per Boot an der felsigen, mit Höhlen durchsetzten Küste entlang.

zwischen Festland und Insel Ortigia

Wir lenkten unsere Schritte zuerst über die Promenade, die unterhalb der Altstadt verläuft. Sie wird durch einen kleinen Park am Ende begrenzt, in dem vier uralte Gummibäume mit vielen Luftwurzeln stehen. Gleich nebenan befindet sich ein winziger Strand.

Strand von Ortigia

Nur ein paar Meter weiter gelangt man zur Fonte Arethusa. Dies ist eine große Süßwasserquelle direkt am Meer. Eine Insel aus Papyrusstauden nimmt fast die gesamte Wasserfläche ein, in der sich Karpfen tummeln. Das Quellwasser fließt durch eine Öffnung in der Mauer ins Meer ab. Arethusa war eine schöne Waldnymphe, die sich der Sage nach an dieser Stelle ins Meer stürzte, um dem griechischen Flussgott Alpheios zu entkommen, der ihr nachstellte.

Fonte Arethusa mit Papyrusinsel

Ganz ohne Autoverkehr geht es bis zum Castello Maniace weiter, welches die Insel Ortigia zum Meer hin abschließt. Das Fort kann nur mit einem Eintrittsgeld von 4,-€ besichtigt werden, aber auf dem großen freien Platz davor kann man schön die Seele baumeln lassen, bevor man sich in die Gassen und ins Gewimmel der Altstadt begibt.

Castello Maniace

Die meisten der Gassen gleichen denen aller italienischen Städte, nur das sie in Siracusa mit vielen Barockelementen durchsetzt sind. Die Touristen finden hier alles, was sie „brauchen“. Der Domplatz ist auch in Siracusa ein sehenswertes Zentrum, fast alles im Barockstil gebaut. Die Fassade des Doms dominiert die Szenerie, aber auch das Rathaus und verschiedene andere Palazzi lassen die Besucher staunen. Ich komme mir wie in meiner Heimatstadt Dresden vor.

Domplatz auf Ortigia

Geht man nun wieder in Richtung der Brücken zum Festland, kommt man am Apollo-Tempel heraus. Viel ist nicht mehr übrig von ihm, aber die Ausmaße der Ruinen lassen erahnen, wie riesig der Tempel war.

Gleich nebenan steht die alte Markthalle aus dem Jahre 1900. Es gab schon in der Antike an dieser Stelle einen Markt, aber im Rahmen der Neuorganisation nach der spanischen Besatzung baute man die Markthalle, damit die frischen Waren wie Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse beim Verkauf nicht mehr so der Witterung ausgesetzt sind. Es entstand ein quadratisches Gebäude mit Bogenfenstern und einem Innenhof mit umlaufendem Arkadengang. Die meisten Verkaufsstände bieten ihre Waren jedoch außerhalb, rund um die Markthalle an.

im Atrium der alten Markthalle

Nach dem Stadtbummel in Siracusa fuhren wir noch zur Saline von Siracusa, im Westen des Porto Grande, wie die Bucht südlich von Siracusa heißt. Der Weg ist ausgeschildert, aber das letzte Stück des Weges muss man zu Fuß gehen, denn die Saline ist ein Naturpark. Auf der rechten Seite kann man über die Bucht hinweg die lange Skyline von Siracusa sehen. Links liegen die Wasserbecken der Saline, die heutzutage sich selbst überlassen werden. Wir hatten sogar Glück und sahen in der Ferne Flamingos. Die meisten von ihnen schliefen gerade, nur wenige stakten auf Nahrungssuche durch das flache Wasser.

Flamingos in der Saline von Siracusa

Auf dem Rückweg nach Avola nahmen wir die kleine Straße durch das Marschland und kamen dabei nach Ognina. Dieser kleine Ort liegt fast verlassen da. Es gibt eigentlich nichts, nur felsige Küste und einen hübschen kleinen Hafen. Im Sunset-Café Amyra kehrten wir zu einem Kaffee ein und genossen die winterliche Ruhe im Sonnenschein.

Eigentlich wollten wir uns noch in Fontane Bianche umsehen, aber das ist ein reiner Urlauberort. Zudem fanden wir nicht einen Zugang zum Strand. Der ist anscheinend nur für Hotelgäste oder über die öffentlichen Strandbäder im Sommer zugänglich.

Noto

Das heutige Noto stammt erst aus der Zeit nach dem großen Erdbeben 1693. Damals verließen die Einwohner des antiken Noto ihre zerstörte Stadt und bauten sie 10km in Richtung Küste neu auf. Innerhalb weniger Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts entstand dann die schicke Altstadt im schönen Barockstil. Sie wurde auf dem Reißbrett geplant und mit gelbem Sandstein aus der Nähe verwirklicht. Inzwischen ist Noto Welterbe-Barockstadt und das zurecht. Entlang des Corso Vitt. Emanuele spielt sich die Hauptsache in Noto ab. An dieser Fußgängerzone, im Osten steht das Stadttor Porta Ferdinandea, sind die Kathedrale San Nicoló und das Theater zu finden.
Eine breite Freitreppe führt zum Eingang der Kathedrale nach oben. Gleich gegenüber steht der Palazzo Ducezio, das Rathaus. Für die meisten Sehenswürdigkeiten wird ein Eintrittsgeld von ca. 3,-€ verlangt.

Kathedrale San Nicoló in Noto

Für uns ist die schönste Kirche San Domenico an der Piazza XVI Maggio, gleich gegenüber des Theaters. Von außen ist sie ein echtes Juwel des Barock. Innen eher schlicht beherbergt sie ein wunderschönes Stück Handwerkskunst. Die Front der Kirche wurde bis ins kleinste Detail aus Bast nachgestaltet. Da hat sich jemand echt Mühe gemacht.

Portal der Kirche San Domenico

Wer die gelbe Stadt, was uns an die englische Stadt Bath erinnert, von oben sehen möchte, der steigt die enge Wendeltreppe der Campanile di San Marco nach oben. Die 2,-€ Eintritt dafür sind sehr gut angelegt. Es lohnt sich wirklich. Man kann nicht nur über fast das gesamte Noto sehen, sondern auch bis zum Meer.

über den Dächern von Noto

Es wäre aber schade, wenn man sich nur auf dem Corso Vitt. Emanuele aufhalten würde. Man sollte unbedingt auch abseits durch die Straßen und Gassen spazieren. Noto hat sehr viel mehr zu bieten.

Nun hatten wir das neue Noto gesehen und waren auf das alte Noto, Noto Antica, neugierig. Während die von uns ausgewählte Straße auf der Karte gelb gekennzeichnet ist, ist sie in Wirklichkeit eher eine Straße für Geländewagen, inklusive zwei Furten. An vielen Ecken dachten wir, es geht nicht mehr weiter, aber auch hier haben sich Leute mit ihren Wohnhäusern versteckt. Es sieht alles etwas verwildert aus. An der ersten Furt stehen Apfelsinen- und Zitronenbäume so frei, dass wir uns gerne daran bedienten.

Durchfahrt einer Furt auf dem Weg nach Noto Antico

Von hier ab führt die Straße wieder aufwärts, die Befestigung der Straße verschwand bald ganz. Zum Teil kommt der uralte Steinbelag zum Vorschein, manchmal ist aber nur noch loser Kalkstein-Schotter da. Uns kam sogar eine Schafherde entgegen, ohne Schäfer. Anscheinend kennen die Tiere ihren Weg. Die einsame Bergwelt und Karstlandschaft ist wunderschön. Es wachsen allerorten Salbei, Thymian und Rosmarin, aber im Winter haben sie wohl ihr Aroma verloren. Die Kräuter schmecken nach gar nichts.

Begegnung mitten in den Bergen Notos

Hin und wieder sind Grabhöhlen der Ureinwohner Siziliens, der Sikuler, in den Kalksteinfelsen zu sehen. Sie wurden noch vor der Ankunft der griechischen Kolonisatoren angelegt.

Kurz vor der Bergkuppe beginnt ein Ruinenfeld. Zumeist sind nur noch die niedrigen Bruchsteinmauern aus Kalkstein übrig, die die Grundstücke begrenzten. Dazwischen ragen ab und zu Ruinen der ehemaligen Häuser des antiken Noto heraus. Das antike Noto wurde durch das verheerende Erdbeben im Januar 1693, auf dessen Spuren wir nun schon unterwegs sind, seit wir auf Sizilien ankamen, ausgelöscht. Immer weiter fuhren wir durch eine Ruinenlandschaft, bis wir zu einem Platz kamen, an dem mehrere Wegweiser stehen. Dies war einmal der zentrale Platz des antiken Noto, die Piazza Maggiore. Hier befanden sich die repräsentativen Gebäude wie die Kirche. Ob die große Ruine, die den Platz bestimmt, die Kirche war, wissen wir nicht.

größte Ruine in Noto Antico

Wir folgten dem Schild „Cava del Carosello“. Auch hier wieder Mauern, Ruinen und sogar ein Brunnen. Dann kamen wir an einen eingezäunten Bereich. Der Eingang ist aber offen. Dieser Bereich liegt am Rande einer tiefen Schlucht. Ein abenteuerlicher Weg führt in das Tal hinunter. Wir folgten dem Weg nur ein kurzes Stück und kamen an eine kleine, künstlich geschaffene Höhle mit Nischen und einem Abzug. War sie Teil einer Wohnhöhle oder eine Grabhöhle? Es steht nichts dazu geschrieben. Wir gehen davon aus, dass am Weg nach unten weitere Höhlen zu finden sind.

abenteuerlicher Weg zu den Cava del Carosello

Wir fuhren die Straße, die eigentlich ein Weg ist, nach Norden weiter und kamen an mehreren ehemaligen Palästen vorbei. Tafeln erklären, was vor dem Betrachter liegt. Irgendwann steht man vor dem Castello Reale aus dem 11. Jahrhundert. Es wurde mehrfach erweitert und renoviert, bis das Erdbeben auch dem Fort den Garaus machte. Das Castello reicht bis an das Stadttor heran. Dort erkennt man, dass das Fort direkt auf andere Höhlen gebaut wurde.

uralte Höhle unter dem Castello Reale

Das war ein ausgesprochen interessanter Ausflug. Das antike Noto war riesig. Wie es ausgesehen hat, zeigt eine Tafel am Stadttor.

Nun setzten wir unseren Weg fort, um zum Cavagrande del Cassibile zu kommen. Gleich hinter der ersten Serpentine werden weitere Grabhöhlen der Sikuler sichtbar, die in mehreren Etagen vor dem Forteingang im Fels liegen.

Grabhöhlen der Sikuler

Ein paar Kilometer weiter passiert man das beeindruckende Kloster Convento della Scala, bevor man durch den Ort Villa Vela kommt. Danach biegt man rechts nach Avola ab, um nach etwa 7km zum Aussichtspunkt über dem Cavagrande del Cassibile einzubiegen. Dies ist einer der größten Canyons in Europa. Die steilen Wände des Canyons fallen über 500 Meter in die Tiefe ab, wo sich der gleichnamige Fluss schlängelt. Das Besondere sind jedoch die natürlichen Pools, in denen man im Sommer baden kann. Für dieses Vergnügen muss man allerdings erst einmal den mühevollen Fußweg nach unten nehmen. Der ist jetzt im Winter geschlossen, aber trotzdem waren Leute dort unten unterwegs. Wie kamen die wohl dort hin? Die Aussicht über den Cavagrande ist jedenfalls grandios. In der Ferne erhebt sich der immer noch rauchende Ätna aus der Landschaft, der mehr als 100km entfernt ist.

Pools des Cavagrande del Cassibile

An der Serpentinenstraße hinunter nach Avola passiert man immer wieder Höhlen oder Reste davon, die dem Straßenbau zum Opfer fielen.

Avola

Nach 46 Nächten auf dem Aurora-Parking in Giardini-Naxos verließen wir den Ätna und seine sehr interessante Umgebung. Wir hatten eine schöne Zeit dort, aber im Süden Siziliens ist es zumindest nachts doch ein paar Grad wärmer. Der sizilianische Winter hat Einzug gehalten. Tagsüber bewegen sich die Temperaturen „nur“ noch zwischen 12 und 15°C, nachts sind es gerade einmal 8-9°C. Außerdem müssen wir irgendwann weiter, wenn wir rund um die Insel fahren wollen.
Den Ätna fast immer im Blick, bis hinter Siracusa, kamen wir in Avola an. Die weiße Rauchfahne des Ätna steigt erst steil auf, bis sie der schwache Wind dann waagerecht in den Süden Siziliens trägt, bis weit über das südlichste Ende bei Pachino auf das Meer hinaus. Das ist so genau zu sehen, weil sonst kein Wölkchen am Himmel auszumachen ist. Das wir jetzt wirklich im Süden sind beweisen die vielen Palmen und Agaven in der Küstenregion.

Abschied vom Ätna

Avola ist auch ein sommerlicher Touristenort. Jetzt im Winter ist es ruhig. Von dem Parkplatz am Lido di Avola aus, wo wir übernachten, starten wir unsere Entdeckungstouren in die Umgebung. Zuerst war Avola dran. Die Wurzeln der Stadt liegen Ende des 17. Jahrhunderts, nachdem das antike Avola, auf einer Bergkuppe landeinwärts gelegen, durch das große Erdbeben 1693 zerstört wurde. Man legte zuerst ein sechseckiges Fort an, dessen Konturen bis heute erhalten blieben. Das Fort existiert nicht mehr. Eine Straße hat inzwischen die Fortmauern ersetzt. Innerhalb der sechseckigen Altstadt führen zwei rechtwinklig zueinander verlaufende Hauptstraßen zu jeweils einem Platz am Rande der Altstadt. Wo sich die beiden Straßen kreuzen, befindet sich die zentrale Piazza Umberto I. Die meisten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich in diesem Bereich, wie unzählige Kirchen und das Theater „Garibaldi“. Außerhalb der ehemaligen Stadtmauer sind z.B. Marktplätze, die alte Markthalle (heute Bibliothek und Treffpunkt) und das Mandelmuseum zu finden.

Piazza Umberto I. in Avola

Am Strand, in der Nähe unseres Parkplatzes, stehen spärlich ausgegrabene Reste einer römischen Villa und ein Dolmen. Diese monolithischen Grabanlagen kennen wir eigentlich nur aus dem Norden Europas, deshalb überraschte uns dieser hier. Allerdings wurde er wohl durch die vielen Erdbeben und Erosion beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen.

Dolmen in Avola

Ein schönes Erlebnis hatten wir auf dem Marktplatz Piazza San Sebastiano im Norden Avolas. Es war an diesem Tag kein Markttag, aber ein Gemüsehändler hatte seinen Laden geöffnet. Davor röstete ein Mann leckere rote Paprika, die er verkaufte. Wir bekamen Appetit und kauften zwei Stück zum Probieren. Als wir die 50 Cent dafür bezahlt hatten, legte der Verkäufer noch eine weitere geröstete Paprika dazu. Da sie warm am besten schmecken, aßen wir sie gleich auf einer Bank in der Nähe. Das beeindruckte den Verkäufer so sehr, dass er uns etwas Papier für die fettigen Finger gab. Die Paprika waren so lecker, dass wir noch ein paar holen wollten, aber da war der Verkäufer schon damit beschäftigt, uns eine besondere Pfanne zuzubereiten. Er zog die Paprika selbst ab und träufelte etwas Olivenöl sowie Zitronensaft darüber. Inzwischen hatte sich ein deutschsprechender Freund eingefunden, der übersetzte. Als ich bezahlen wollte, meinte er, das ist ein Geschenk und wir sollen uns die Spezialität schmecken lassen. Wir bedankten uns vielmals und machten uns über die Leckerei her. Mehrmals beteuerten wir, dass es uns sehr geschmeckt hat, was den Verkäufer sehr freute. Nach einer kleinen Unterhaltung traten wir den Rückweg an.

Paprikaverkäufer

Geradezu beschaulich geht es in der Marina di Avola zu. Eine große Ruine dominiert den Hafen. Es war wohl einmal eine Fischfabrik. Mehrere Pizzerien und Cafés laden zur Einkehr ein, im Fischladen bekommt man frischen Fisch und Meeresfrüchte. Das ist nicht selbstverständlich, denn das Angebot in vielen kleinen Fischläden stammt meistens aus mehreren Vortagen.

Marina di Avola

Weitere Ausflüge von Avola:
Noto, Noto Antica, Cavagrande del Cassibile
Siracusa

Beitragsnavigation

%d Bloggern gefällt das: