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Reisen rund um die Welt

Antwerpen

alter Bahnhof Antwerpen

alter Bahnhof Antwerpen

Die Stadt des Diamantenhandels ist eine Reise wert. Der Hauptbahnhof allein ist schon eine Attraktion. Der alte Bahnhof ist in bestem Zustand, mit all seinen Verzierungen und Details. Daran angebaut ist ein sehr moderner Bahnhof, der mehrere Etagen hoch ist. Auf zwei Ebenen fahren die Züge, in der obersten Etage befinden sich Läden und Kneipen. Dazu gibt es mehrere Zwischenetagen. Die Stahlkonstruktion des neuen Bahnhofs ist sehr filigran und lässt sehr viel Licht in das Innere. Die Schienen liegen auf einer wunderschönen, alten steinernen Bogenkonstruktion mit Türmchen, die sich durch die Stadt zieht.
An der Westseite des Bahnhofs breitet sich das Diamantenhändlerviertel aus, in dem auch die Diamantenbörse zu finden ist. Diamanten- und edelsteinbesetzter Schmuck liegt in fast jeden Laden aus. Preise sind in den Auslagen nicht zu finden.

Eingang zu Chinatown

Eingang zu Chinatown

Das Parken ist teuer um den Bahnhof herum, 2,50 € pro Stunde, 5,20 € für 2 Stunden. Kostenlos parken kann man dagegen direkt an der Schelde. Von dort aus könnte man auch gut zum Bahnhof laufen.
Gegenüber dem Haupteingang des Bahnhofs liegt Chinatown. Chinatown? Ziegenfleisch? In den USA gehörte das zusammen. So klapperten wir viele Supermärkte ab, aber nur im SPAR liegt Ziegenfleisch aus, sogar als Frischfleisch. Für einen Kilopreis von 6,90 € für Schulter und 9,90 € für Keule schlugen wir gleich zu. Das hat uns schon lange gefehlt. Frisches Ziegenfleisch ist superlecker.

Museum aan de Stroom

Museum aan de Stroom

Das zweite Highlight in Antwerpen ist ein Geheimtipp: das MAS (Museum aan de Stroom) am Willemdock. Es ist ein supermoderner Bau, mit sehr viel Glasfassade im Wellenmuster. Es existiert nicht eine gerade Scheibe an dem Bau. Der Bau beherbergt nicht nur ein Museum, sondern auch eine Dachterrasse. Per zehn Rolltreppen, jede an der nächsten Fassade gelegen, erreicht man das Dach. Das heißt, man fährt zweieinhalb Mal um den Bau herum und hat nach jeder Rolltreppe eine andere Sicht auf die Stadt.

Antwerpen von oben

Antwerpen von oben

Ganz oben angekommen, liegt einem die Stadt Antwerpen zu Füßen, dazu ist es kostenlos. Man hat also gleich zwei Erlebnisse in einem: erstens die außergewöhnliche Architektur und zweitens die herrliche Aussicht.

wunderschöne Giebel

wunderschöne Giebel

Die Altstadt ist relativ schnell abgelaufen. Vor allem der Grote Markt mit dem reich verzierten Rathaus und den noch reicher verzierten Patrizierhäusern ist sehenswert. Ansonsten steht auch hier wieder Alt neben Neu und mittendrin die Kathedrale, deren Besuch wieder Eintritt kostet.
Empfehlenswert sind eine Portion echt belgische Fritten, dazu ein gutes belgisches Bier.

der "Steen"

der „Steen“

An der Schelde lässt es sich nach solch einer langen Stadtbesichtigung gut entspannen. Es gibt zwar keine Bänke, aber genügend Poller tun es auch. Dort stehen auch die alten filigranen Markthallen, die entweder als Parkhaus oder als Unterstellplatz für Boote und Schiffe für das Maritime Museum, welches gerade umzieht, missbraucht werden. Es ist schade darum.
Der „Steen“, das Torhaus einer ehemaligen Burg, die Ende des 12. Jahrhundert begonnen wurde, ist das älteste Bauwerk Antwerpens. Es wird gerade restauriert und ist nicht zugänglich. Eigentlich ist es etwas mehr als nur ein Turm, es mutet selbst wie eine Burg an.

Ruine Ten Troon

Ruine Ten Troon

Übernachtet haben wir 25 Kilometer westlich, in Grobbendonk, auf dem dortigen WOMO-Stellplatz neben der Feuerwehr, kostenlos. Strom und Wasser sind vorhanden, müssen jedoch extra bezahlt werden.
Grobbendonk ist eine einladende Stadt mit mehreren Sehenswürdigkeiten, die allerdings nicht wirklich touristisch aufbereitet sind. Es stehen nur Infotafeln daneben, die das jeweilige Ziel erklären. Von dem Kasteel van Grobbendonk z.B. ist kaum etwas zu sehen, da es in einem Park steht und Privatbesitz ist.
Die alte Wassermühle ist kaum als solche zu erkennen, da das Wasserrad umbaut ist, zudem ist sie ziemlich heruntergekommen. In deren Nähe, dem Weg noch etwas weiter folgend, erreicht man die Fischtreppe. Das heißt, das Flussbett ist terrassiert.
Die Klosterruine Ten Troon ist kaum zu finden. Das Wohnhaus wird gerade rekonstruiert, die Kirche ist verfallen. Ein neues Altarbild zeigt, dass sie noch genutzt wird. Der Eingang in die Kruft ist noch erkennbar, neue Steinplatten auf alten Gräbern von 1430 bis 1520 weisen auf die beigesetzten Personen hin.

Windmühle Bouwel

Windmühle Bouwel

Eine sehr schöne Windmühle ist in Grobbendonk-Bouwel zu finden. Die Windmühle selbst sitzt auf einem Unterbau und ist aus dem Jahre 1789. Sie arbeitet nur noch zu besonderen Anlässen.

Strafmaße 1665

Strafmaße 1665

Am Wasserturm steht das alte, rekonstruierte Gerichtsgebäude, heute Wohnhaus. Gegenüber steht der Pranger (de Schandpaal). Auf kleinen Täfelchen stehen die Geldstrafen für verschiedene Delikte. In bestimmten Fällen konnte man seine Geldstrafe dadurch mindern, dass man sich an den Pranger stellen ließ.
Sonst ist Grobbendonk eine sehr schöne Stadt, die 2013 sogar ausgezeichnet wurde. Vom Stellplatz bis in das Zentrum sind es nur ein paar Schritte.

 

 

Dover-Calais

Kreidefelsen von Dover

Kreidefelsen von Dover

Die Fähren, die wir nahmen, buchten wir alle bei directferrys.com. Da kann man Preise vergleichen und gleich buchen. Mit DFDS fuhren wir bei bestem Wetter über den Ärmelkanal. Endlich waren die weißen Felsen von Dover zu bewundern, die bei unserer Ankunft in England und auch von Folkestone aus nur im Einheitsgrau unter dem Regen lagen. Es ist doch schon ein krasser Unterschied.

Schmuckreiher

Schmuckreiher

In Calais angekommen, sahen wir an der Mole einen Wohnmobilstellplatz, aber wie sollten wir dort hin finden? So suchten wir den Stellplatz in Oye Plage wieder auf, kurz vor Gravelines. Leider ist der Platz jetzt durch eine 2-Meter-Schranke gesperrt, aber es hängt ein Schild an der Ecke, welches auf einen Parkplatz ein Stück weiter verweist. Wohnmobile können jetzt in der Nähe der ehemaligen Touristinfo parken und übernachten. Dort befindet sich auch ein Eingang zum Patier d`Oye, dem Naturschutzgebiet, welches man auf einem Rundweg durchlaufen kann. Ein Weg ans Wasser ist leider nicht inbegriffen, dafür läuft man um diese Jahreszeit praktisch durch einen einzigen Brombeerwald. Bequem kann man sich beim Laufen den Magen mit den leckeren Beeren vollschlagen.
An der Beobachtungsstelle sind Vogelbeobachtungen möglich. Vor allem Schmuckreiher, Stockenten und Kiebitze haben ihren Schlafplatz hier, außerdem ein paar Taucher, Blesshühner und wenn man Glück hat, Fasane.

Fahrt nach Dover

Sandgate

Sandgate

Und schon ist die Hitzewelle nach nur vier Tagen durch einen zweitägigen Regen beendet, dazu ist es unverkennbar Herbst. Eigentlich wollten wir uns noch Hastings und Rye ansehen, aber wieder war kein Stellplatz zu bekommen. Neben dem Internet und dem Telefon funktionieren jetzt nicht einmal mehr Whatsapp, SMS und Google Maps. Man ist vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten. Seit einer Woche konnten wir unsere Berichte nicht mehr einstellen, kein Wort an die Familie, nichts.

Bei der Durchfahrt in Hastings sahen wir, dass es hier vom Baustil her irgendwie wie in Llandudno aussieht. Die Stadt ist groß und es herrschen die hohen viktorianischen Gebäude vor. Dazu kommt, dass die Straßen steil bergauf und bergab führen, gerade das Richtige für unser Motorhome. Das nennt sich A-Straße 1. Ordnung, also sehr gut zu befahren. Durch Hastings durch sieht das jedoch völlig anders aus. Dazu kommt die verwirrende Verkehrsführung.

Rye hätte uns wirklich noch interessiert, aber auch hier blieb uns nur das Durchfahren. Dabei kommt man am Altstadtkern vorbei und sieht, dass viele der alten Häuser im Erdgeschoss ein festes Mauerwerk haben und ab der ersten Etage geteerte Holzverkleidungen. Solch schwarze Häuser sahen wir schon in Lom (Norwegen). Sie verbreiten eine eigenartige Stimmung.

Na ja, es ist eben so. Zum Glück hatte unsere letzte Hoffnung, der Black Horse Farm Caravan Club Site in Densole, nördlich von Folkestone, einen Stellplatz für uns. Es ist der gleiche Campingplatz, den wir bei unserer Einreise nach England angefahren haben. Daher wussten wir, dass es Internet gibt und wir endlich die Fähre nach Calais buchen und die aufgelaufenen Berichte auf unserem Blog veröffentlichen können. Nachrichten an unsere Familien waren nun auch endlich möglich.

Folkestone statteten wir noch einen Besuch ab und wurden positiv überrascht. Dieser Abstecher war nicht geplant, aber wir mussten noch etwas einkaufen und in Folkestone sind die nächsten Supermärkte zu finden.
Wir steuerten den Hafen an. Sehr schön ist auch der Küstenweg, immer am Wasser entlang. Am Hafen stießen wir auf Überreste aus der viktorianischen Zeit. Der Hafen wurde 1826 gebaut. Von hier fuhren Fähren auf´s Festland. Später kam ein Bahnhof dazu, damit die Zugreisenden direkt am Anleger aussteigen konnten. Es gab eine Eisenbahnbrücke, eine Drehbrücke und auf der Mole ein Café. Das alles ist heute noch zu erkennen, aber in einem sehr schlechten Zustand. Bis auf das Café auf der Mole, welches liebevoll restauriert wurde. Heute beherbergt es viele kleine, verschiedene Kneipen. Im ersten Weltkrieg diente es der Versorgung der Soldaten, die an die Front zogen oder heimkehrten.
Von der Mole aus kann man bis zum Hafen nach Dover sehen, entlang der Kreidefelsen, die von Folkestone bis hinter Dover reichen.
Es gibt Pläne, den alten Hafen und den Bahnhof wieder aufzumöbeln, aber das scheint eine Sache von vielen Jahren zu werden.
Auf dem Platz vor dem inneren Hafenbecken steht ein Imbissstand, an dem frische Meeresfrüchte aller Art zu bekommen sind. Alles ist wirklich frisch und man kann sich seine Snacks selbst zusammenstellen.
Eigentlich ist die Hafengegend eine einzige Partymeile. Manche Kneipen und Pubs spielen lautstarke Musik, was natürlich die Leute in Scharen anzieht.

Noch ein Wort zum Stellplatz. Wir haben herausgefunden, dass Wohnmobile am Hafen über Nacht stehen können, gegen 15,- Pfund Gebühr, ohne alles, aber mit ganz viel Platz.

„Beinahe“ London

Greenacres Stables

Greenacres Stables

Das große Ziel London hoben wir uns für den Schluss unserer Rundreise über die britischen Inseln auf. Nach langem Suchen und Beratschlagen fuhren wir auf gut Glück zu Greenacres Stables bei Winchfield südwestlich von London, noch außerhalb des Autobahnringes. Es ist eine Pferdefarm. In der Nähe befindet sich ein Bahnhof, von dem aus wir mit dem Zug nach London fahren wollten. Schon bei der Planung dabei, was wir in London sehen wollten, wurde uns klar, dass ein Tag viel zu wenig ist. So brachten wir in Erfahrung, was ein Hopp on–Hopp off -Bus kostet, um wenigstens die Sehenswürdigkeiten abgefahren zu haben. Wenn Zeit bliebe, könnte man da und dort aussteigen und sich umsehen. Diese Fahrt kostet 26,- Pfund/Person. Das hätten wir noch in Kauf genommen, dass macht man nicht alle Tage. Als wir dann in Winchfield zum Bahnhof kamen, hätten wir dort alleine 5,50 Pfund für den Tag bezahlen sollen. Die Zugfahrt hätte auch noch einmal 37,- Pfund/Person gekostet. Für den Stress, den wir dann hätten und die kurze Zeit in London fanden wir das zusammen genommen einfach zu viel. Da kommt man besser, eine Wochenendreise mit vorgebuchtem Zimmer, Billigflug und Sparticket für die Sehenswürdigkeiten zu machen. Dann hat man Zeit, die Stadt zu genießen und wenigstens ein wenig kennenzulernen.
So legten wir einen Ruhetag ein und fuhren nur kurz in der näheren Umgebung von Winchfeld umher. Es stellte sich dabei heraus, dass fast die ganze Gegend militärisches Gebiet ist. Aldershot ist eine Garnisonsstadt, in der die Gurkhas, Teil der britischen Armee, stationiert sind. Die Stadt ist daher fest in nepalesischer Hand. Es gibt sehr viele nepalesische/indische Geschäfte und Restaurants und die Menschen tragen ihre gewohnte orientalische Kleidung. Irgendwie ist in Aldershot England ein Stück weit weg.
Hinweisschilder nach Fernzielen sucht man fast vergebens, fast alle Schilder weisen in die einzelnen Teile des militärischen Sperrgebietes. Als privater und fremder Autofahrer steht man dann ganz schön verlassen da.

Down House

Down House

Im Südosten des Londoner Großraumes, bei Biggin Hill, steht das Down House, in dem Charles Darwin die letzten vierzig Jahre seines Lebens verbrachte. Er wurde in London geboren und wuchs dort auf. Als junger Erwachsener reiste er fünf Jahre lang auf dem Segler „Beagle“ um die Welt. Dabei sammelte er Proben, Tiere und Pflanzen, die er nach London schickte, nachdem er sie in seine Unterlagen aufgenommen hatte. Dabei stieß er darauf, dass nicht Gott die Welt erschaffen hat, sondern die Natur ganz allein dahintersteckt. Er nannte diesen ganzen Entwicklungsprozess Evolution.
Mit 33 Jahren, er hatte kurz vorher geheiratet, zog er in das viktorianische Landhaus. Seitdem widmete er sich, außer seiner Familie, vor allem seinen Forschungen und Auswertungen seiner Sammlung aus den fünf Jahren, die er in fernen Ländern zusammentrug.
Die Besucher sehen in sein Leben, seine Wohnräume und seinen Garten mit dem Gewächshaus. Er stirbt 1982 mit 73 Jahren. Das Familiengrab, mit seinem Vater und seiner Frau zusammen, ist auf dem Friedhof der Kirche von Downe zu finden. Sein Leichnam ist jedoch in Westminster Abbey beigesetzt, so ist auf der Grabplatte zu lesen. Der Ort Downe selbst ist ein very lovely Village, würden die Engländer sagen, klein und gemütlich. ‚

Trompetenzucchini (unten)

Trompetenzucchini (unten)

Aus dem Garten des Down House kauften wir eine Trumpetchini (Trompetenzucchini), eine keulenartige Zucchini, zum Probieren. Wir verarbeiteten sie in einem Salat, um den Geschmack zu erhalten. Die Trumpetchini schmecken sehr fein.
Eigentlich wollten wir von hier aus noch einmal versuchen, nach London zu fahren, aber man riet uns ab, nur für einen Tag die Stadt besuchen zu wollen. Zwei Nächte stand das Motorhome auf der Westerham Heights Farm, für 3,- Pfund/Nacht, nur mit Entsorgungsmöglichkeit.
Übrigens: In England herrscht schon seit vier Tagen eine „Hitzewelle“ von 24-27 Grad. Uns gefällt es, während sich die meisten Engländer darüber beschweren.

Salisbury/Stonehenge

Grabhügel um Stonehenge

Grabhügel um Stonehenge

Neun Meilen nördlich von Salisbury, in der Salisburyebene gelegen, befindet sich eine der rätselhaftesten prähistorischen Stätten der Welt. Damit ist nicht nur Stonehenge gemeint. Stonehenge ist Teil eines Ganzen, dessen Geschichte sechstausend Jahre zurückreicht. Vor viertausend Jahren begannen die Menschen in diesem Gebiet sesshaft zu werden. Sie bauten Wohnstätten, legten Felder an und begruben ihre Toten in aufwendigen Grabhügeln. In einem Umkreis von mehr als dreihundert Metern befinden sich sehr viele runde oder längliche Grabhügel.

Stonehenge

Stonehenge

Stonehenge war sicher auch einmal eine Wohnstätte, die wohl mehr und mehr als zeremonieller Ort genutzt wurde. Vor fünftausend Jahren wurde ein Wall mit außenliegendem Graben angelegt. Innerhalb des Walls stellte man in engen Abständen 56 Holz- oder Steinpfähle auf. Diese sind heute nicht mehr erhalten. In vielen der Vertiefungen fand man Reste von Feuerbestattungen, immer ein Grab unter einem Pfosten.
Fünfhundert bis eintausend Jahre später stellte man den ersten Sarsenstein, ein sehr festes Sandsteingemisch, in der Mitte auf. Der Stein wog dreißig Tonnen. Später folgten dreißig Blausteine, wahrscheinlich zusammen mit den Decksteinen, die den äußeren geschlossenen Ring ergeben. Später kamen die größeren Sarsensteine hinzu, die innerhalb des äußeren Kreises in Hufeisenform, fünf Thrilitons, also zwei aufrecht stehende Steine mit jeweils einem Deckstein, angeordnet wurden. So entstand das heutige Bild. Die größten Steine sind zweieinhalb Meter in den Boden eingelassen und schauen sieben Meter aus dem Erdboden heraus. Es ist trotz umfangreicher Ausgrabungen, die die Hälfte des Geländes abdecken, noch nicht ersichtlich, wer aus welchem Grund diese Anlage errichtete und dafür die Steine aus sehr weiter Entfernung hierher transportierte.

prähistorische Hütten

prähistorische Hütten

Im Laufe der Zeit wurden die Steine auch mehrfach umgestellt. Irgendwann fielen einige um, manche wurden in der Neuzeit wieder aufgestellt. Die Witterung nagte und nagt an den Steinen, die zu Anfang eckig und weiß bemalt waren.
Im Besucherzentrum, zwei Kilometer vom Steinkreis entfernt, werden Artefakte von Stonehenge ausgestellt, sowie Filme über die Entwicklung und wahrscheinliche Nutzung von Stonehenge gezeigt. Im Außenbereich rekonstruierte man prähistorische Hütten, die zu besichtigen sind. Sie dienten wohl den Arbeitern, die die Steine aufstellten.
Alles in allem ist Stonehenge also nicht nur der Steinkreis, sondern eine Einheit aus vielen zusammengehörigen Teilen.

Detail Stonehenge

Detail Stonehenge

Die zwei Kilometer zwischen Besucherzentrum und Steinkreis können entweder mit dem Shuttle oder zu Fuß zurückgelegt werden. Der Eintritt kostet 18,20 Pfund/Person, Vorausbuchung sollte erfolgen. Dank unserer Mitgliedschaft beim English Heritage Club durften wir alles kostenlos besichtigen und in Anspruch nehmen, einschließlich dem deutschsprachigen, sehr umfangreichen, Audioguide.
Gleich in der Nähe von Stonehenge findet man Woodhenge and Durrington Walls. Beides ist frei zu besichtigen, lohnt sich jedoch kaum, da kaum etwas zu sehen ist.

Old Sarum

Old Sarum

Interessanter ist da schon Old Sarum zwei Meilen nördlich von Salisbury. Wahrscheinlich stammt diese prähistorische Stätte aus der Eisenzeit, rund 500 v.Chr. Es sind zwei tiefe, kreisrunde Gräben auf einem Hügel. Der äußere Graben misst mehrere hundert Meter Durchmesser, der innere Graben ist ein Viertel so groß. Das Plateau in der Mitte liegt am höchsten.
Als die Römer kurz nach der Zeitenwende kamen, nahmen sie diese Stätte für sich in Anspruch, bis die Sachsen kamen. 1086, zwanzig Jahre nach dem Einfall in England, ließ Wilhelm der Eroberer sein normannisches Castle auf dem obersten Plateau errichten, welches bald zu einem königlichen Palast umgebaut wurde.

Kathedrale Old Sarum

Kathedrale Old Sarum

Mitte des 12. Jahrhunderts baute man eine Kathedrale auf dem unteren Plateau der Anlage, aber nur wenige Jahre später war die Wasserversorgung durch den Brunnen nicht mehr gewährleistet. Man verlegte die Siedlung an die Stelle, die heute Salisbury ist. Die alte Kathedrale in der Anlage wurde zerstört und 1220 durch eine neue Kathedrale in Salisbury ersetzt. Man siedelte um und der Palast verfiel.

Salisbury

Salisbury

Salisbury ist eine alte Marktstadt, deren Mittelpunkt die Kathedrale war. Der alte Stadtkern liegt außerhalb der Mauer, die den Kirchenbezirk abgrenzte, und ist noch gut erhalten.
Wer nach Salisbury herein kommt, dem fällt auf, dass fast alle Gebäude eine Backsteinfassade besitzen. In der Annahme, dass sich dies in der Altstadt fortsetzt, erlebt man eine Überraschung. Fachwerkbauten dominieren hier. Viele davon sind mit Schindeln verkleidet, die zum Verwechseln den Backsteinen ähnlich sehen.
Am glasklaren Fluss Avon lässt es sich gut bummeln und den Forellen dabei zusehen, wie sie bei der Suche nach Nahrung gegen die Strömung ankämpfen.

Poole

Bakers Arms

Bakers Arms

Nach einer Nacht in der Parkbucht kurz vor Poole fanden wir gleich an der nächsten Ausfahrt des nahen Kreisverkehrs das Restaurant Bakers Arms. Dort fragten wir nach, ob wir nicht die nächsten zwei Nächte auf dem riesengroßen Parkplatz stehen dürften und hatten Glück. Der Besitzer war sehr nett. Wir bedankten uns damit, dass wir für ein Bier und eine Kleinigkeit bei ihm einkehrten.

Twin Sail Bridge

Twin Sail Bridge

Poole besitzt eine Sehenswürdigkeit besonderer Natur. Auf den Prospekten der Stadt sahen wir eine besonders gestaltete Brücke, die Twin Sail Bridge. Als wir dort ankamen, dachten wir, man hätte die Brücke inzwischen ausgetauscht, denn sie ist ganz neu. Kein Anzeichen für die besondere Konstruktion der Brücke, eben die zwei Segel, nur vier Ampelanlagen ragen in den Himmel. Als wir umdrehten, fing die Signalanlage an zu reagieren, der Verkehr wurde angehalten und die Brücke öffnete sich. Jetzt wurde uns klar, was mit den zwei Segeln gemeint ist. Ein genialer Mensch ersann eine Konstruktion, die die Fahrbahnen bei voller Öffnung der Brücke wirklich wie zwei Segel aussehen lässt, einmalig schön und so filigran.

ältester Pub Pooles

ältester Pub Pooles

Von den Docks aus sieht man auf der Gegenseite die Manufaktur Sunseeker, die für Luxusyachten bekannt ist. Ein paar fast fertige Boote können auch gleich am Kai bewundert werden.
Die Altstadt ist auch in Poole noch weitgehend erhalten und so findet man das ein oder andere architektonisch interessante Detail.

Im Osten der Stadt befinden sich mehrere Marinas, das meiste Ufer ist verbaut. Sandbanks ist der Ausläufer, der die Bucht von Poole zur Insel Brownsea abschließt. Am Ende von Sandsbanks stehen die Millionenvillen, Wassergrundstücke, die das Ufer unter sich aufteilen. Nur auf dem schmalen Stück von Sandbanks sind Zugänge zum öffentlichen Strand. Das Parken an der Straße muss aber bezahlt werden.

 

Devon/Dorset

Cucumelons

Cucumelons

Auflösung der Frage aus dem Bericht „Cornwall“: 96 Stück, ehrlich. Wie? Man nehme Cucumelons. Das sind Minimelonen mit Gurkengeschmack, eine sehr interessante Züchtung. Na ja, so sehen sie aus, eigentlich sind es mexikanische Minigurken und sie schmecken lecker.

Dorchester

Dorchester

Hunderte von Kilometern zu fahren, ohne einen vernünftigen Parkplatz am Straßenrand zu finden, alle Campingplätze entweder zu klein oder belegt, dieser Freitag war ein harter Tag. Die ganze Strecke funktionierte zum nicht vorhandenen Internet nicht einmal mehr das Telefon, so dass man irgendwo hätte anrufen können. Wie soll man ohne Telefon einen Platz finden, denn den Caravan Club Katalog haben wir ja noch, um Plätze zu finden, aber wenn man nicht anrufen kann? Zwischen Plymouth und Dorchester haben wir also nichts gesehen, außer Straße und Berge ohne Ende. Dort, wo die Straße nahe war, konnten wir noch einen kurzen Blick auf das Meer werfen, das war´s. Die Jurassic Coast zwischen Exeter und Dorchester wäre noch ein schönes Ziel gewesen, aber nichts. Abends um 17 Uhr stellten wir den Bus in einer Parkbucht an der A35 kurz vor Poole ab, wir waren fertig.

Cornwall

Frage vorab: Wie viele Melonen passen in eine 250g-Schale? Wer es weiß, kann gerne die Kommentarfunktion nutzen. Für die anderen gibt es die Auflösung demnächst. Bleibt schön neugierig.

typisch englische Single Road

typisch englische Single Road

Für solch ein großes Wohnmobil wie unseres ist es unmöglich den Westen Cornwalls zu erreichen. Die Straßen werden immer enger, die Plätze immer kleiner. Ist dann doch ein genügend großer Platz gefunden, ist er voll belegt, selbst nach den Ferien und in der Woche, keine Chance. Da wir jedoch ohnehin die Menschen sind, die eher die ruhigeren Orte zu schätzen wissen, ist es ganz gut, die Fahrt nicht fortsetzen zu können, denn südlich von Truro findet sich das wahre Cornwall.
Auf dem Weg von
Bath
nach Cornwall übernachteten wir bei Crosslands kurz vor Okehampton (10,- Pfund/Nach).

Altar der Kathedrale Truro

Altar der Kathedrale Truro

Kurz hinter Truro, in Carnon Downs, fanden wir dann noch einen Campingplatz, für 26,40 Pfund die Nacht, aber mit allem Drum und Dran, ein sehr schöner Platz, sehr geräumig.
Truro selbst ist eine Stadt aus Alt und Neu. Die Kathedrale ist recht neu, erst im 19. Jahrhundert entstanden, auch wenn man es nicht sieht. Der vierschiffige Bau ist außen und innen, wie fast alle Kathedralen Englands sehenswert. Neben den Altären wird an vielen Stellen verschiedenen Menschen, wie Äbten, Soldaten und Honoratioren gedacht.

Viadukt Truro

Viadukt Truro

Hinter der Kathedrale fließt der Falriver. Verschiedene kleine Gärten, hier auch wieder mit stattlichen Eukalyptusbäumen, laden zum Entspannen ein. Am Nordwestrand von Truro zieht sich der ziemlich hohe Viadukt durch die Stadt, eine Bogenbrücke für die Eisenbahn.

am Victoria Gardens

am Victoria Gardens

Die Altstadt von Truro ist nicht groß und gut zu Fuß zu entdecken. Mittwochs ist Markttag. Hier erstanden wir endlich einen frisch dampfgegarten Taschenkrebs, schön groß, für nur 5,50 Pfund.

Portloe

Portloe

Der Nebel an diesem Tag hing tief. Während er inzwischen aus Truro verschwunden war, hing er immer noch über der Küste. Echte Geheimtipps sind hier Portloe und die Landschaft von dort aus bis nach Carne Beach weiter westlich.
Portloe ist ein winziges Nest, eingeschlossen in eine winzige Felsenbucht. Der kleine Hafen ist wegen Überfüllung durch die Einheimischen geschlossen, die Hotels und Kneipen haben zu wenig Gäste, so scheint es jedenfalls. Es ist echt idyllisch, bei schönem Wetter. Der Nebel hatte Portloe jedoch immer noch im Griff.

Nare Head

Nare Head

Ein Abstecher nach Nare Head ist etwas für Wanderer. Die ganze Küste entlang führt auch ein Wanderweg mit herrlichen Aussichten. Bei Nare Head befindet sich ein Parkplatz, gegen 2,50 Pfund für die Erhaltung der Küste. Zwei Schilder weisen zu den erreichbaren Zielen, dann jedoch, nichts mehr. Der Weg nach links, folgt man ihm, führt ins Nirgendwo. Das Meer hört und sieht man, wenn man querfeldein läuft, sich immer links haltend. Der Nebel ließ jedoch keine Aussichten zu. Als wir schon fahren wollten, löste sich der Nebel plötzlich auf und machte den Blick auf eine wunderschöne felsige Küste frei. Auf den grünen Weiden standen Schafe, das blaue Meer schien herauf und der Küstenwanderweg ist auszumachen. Dieser ist übrigens gut besucht.
Wir fanden es hier so schön, dass wir auf einer Bank vor dem Parkplatz den am Vormittag gekauften Taschenkrebs schnabulierten. Der schmeckte in dieser Natur und Einsamkeit, in Gesellschaft der Schafe, noch einmal so gut.

am Carne Beach

am Carne Beach

Über enge und engste Straßen, wie bis dort hin auch, erreicht man Carne Beach, einen langen, herrlich sauberen Sandstrand. Das Wasser ist klar und es gibt keine Algen. Das Wasser hatte sich weit zurückgezogen. Hinter dem Strand, an den Abbruchkanten, sind sehr schön die Gesteinsschichten zu erkennen. Die unterste Schicht ist gefalteter Schiefer in sehr schönen Mustern, darüber liegen die Sandsteinschichten in verschiedenen Dicken und Schattierungen. Darüber liegt der Boden mit dem Bewuchs.
Eine Meile, so zeigt die Tafel am Parkplatz, ist Carne Beacon entfernt. Dem Symbol nach soll es ein prähistorischer Ort sein. Der Weg dorthin ist abenteuerlich. Nachdem man drei Weiden durchquert, über Zäune gestiegen und Berge überwunden hat, steht man vor einem Hügel in der Landschaft, mit einer Steinplatte darauf. Sonst nichts, auch keine Erklärung, was das sein soll.
Ein letzter Abstecher für diesen Tag führte nach Portscatho, einem hübschen kleinen Ort, ebenfalls sehr ruhig, mit Hafen und Strand.

Fähranleger Trelissick

Fähranleger Trelissick

Auf dem Rückweg über die B3289 kommt man zur King Harry Ferry, die einzige Autofähre weit und breit. Sonst gibt es nur Personenfähren, um über die zahlreichen Wasserarme dieses Gebietes zu kommen. Die Fähre zieht sich beidseitig an Ketten entlang. Am südlichen Ufer gibt es nichts, am nördlichen Ufer nur drei Häuser und zwei Hütten. Für die siebenminütige Überfahrt bezahlt man stolze 6,50 Pfund.

Wie gesagt, war Truro unser westlichster Punkt in Cornwall. Nun ging die Fahrt zurück Richtung Osten, über St. Austell und Liskeard. In St. Austell befindet sich das Eden Projekt. Unter zwei riesigen, wabenförmigen Kuppeln sind ein tropischer Regenwald und eine mediterrane Natur nachgebaut, mit allen, was dazu gehört. Der Eintritt für 25,- Pfund pro Person ist jedoch gesalzen.
Auch in der Nähe von St. Austell findet man die Lost Gardens of Heligan, ein etwas anderer Garten. Der Eintritt hier: 13,90 Pfund.pro Erwachsener.

Downderry

Downderry

Bei Treruleford, an der A38, fanden wir einen Parkplatz für die Nacht. Da wir dort schon gegen Mittag ankamen, luden wir den Smart ab und drehten hier noch eine Runde. Die B3247, an der Küste entlang, ist ein weiterer Geheimtipp. Irgendwo sind wir jedoch falsch abgebogen und fuhren so wieder durch ein Gewirr von engen und engsten Straßen, bis wir dann doch in Downderry eintrafen, mit einem überwältigenden Blick von oben auf die Küste und den Strand. Der ist hier leider bei Ebbe sehr felsig, aber der Ort Downderry ist allerliebst. Man fühlt sich an die Cote d´Azur versetzt. Die weißen Häuser stehen alle am Hang, terrassenförmig, überall Yuccapalmen und andere exotische Gewächse, steile, enge Gassen, einschließlich der Hauptstraße, und das Meer vor der Tür. Downderry ist für uns wohl der schönste Ort auf dieser ganzen Rundfahrt.

Portwrinkle

Portwrinkle

Die Straße führt nun bergauf und bergab an der Küste entlang, bis sich bei Portwrinkle wieder ein atemberaubender Blick auftut. Der Ort ist nicht ganz so schön wie Downderry, aber auch sehr hübsch angelegt. Eine halbrunde Mauer schützt den Hafen, der so klein ist, dass die kleinen Boote hier senkrecht an der Auffahrt gelagert werden. Auffallend in Portwrinkle ist ein schlossartiges Gebäude in Naturstein.

Weg zum Strand

Weg zum Strand

Bei Sharrow Grotto kann man noch einmal das Auto abstellen, für 60 pence Gebühr. Der Weg ans Wasser ist hier aber etwas schwieriger, weil der Strand ziemlich weit unterhalb liegt. In der Nähe steht das riesige Tregantle Fort, welches jetzt vom Militär genutzt wird.

St. Germans

St. Germans

Auf der Rückfahrt zum Parkplatz, wo das Motorhome parkte, fuhren wir noch nach St. Germans. Von oben sieht es sehr interessant aus, mit dem hohen Viadukt im Hintergrund. Deshalb fuhren wir hinunter, wurden jedoch kurz vorm Wasser aufgehalten. Kein Parkplatz, keine Wendemöglichkeit, nichts. Wir fragten eine Frau, die gerade am Gartentor stand, ob wir einmal für ein paar Minuten das Auto abstellen könnten und gingen zu Fuß zum Wasser unterhalb des Viadukts. Es ist alles Privatgelände, ein Segelclub ist dort ansässig. Man bleibt unter sich.
Es ist eine grandiose Landschaft, mit ganz wenig Tourismus, Cornwall pur und wunderschön.

Bath

Bath

Bath

Solch ein einheitliches Gesicht einer ganzen Stadt sucht man wohl vergebens. Von den Randbezirken bis in die Innenstadt, fast alle Häuser besitzen Fassaden aus gelbem Sandstein. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen. Dazu sind die Gebäude recht hoch.
Bath war eine römische Gründung, da hier heiße Quellen zu Tage treten, die schon die Römer zu nutzen wussten. Sie bauten Badehäuser und alles, was das Leben angenehm machte. Im 18. Jahrhundert erfuhr die Stadt einen neuen Aufschwung, unter Königin Victoria. Ihr Name ist in der Stadt allgegenwärtig.

Royal Crescent

Royal Crescent

Oberhalb des Royal Victoria Park liegt das Royal Crescent. Das sind dreißig halbmondförmig aneinandergereihte Stadthäuser, in denen die Herrschaften im 18. Jahrhundert logierten. Eines der Häuser ist ein Museum, in dem die Besucher einen Blick in die Wohnkultur dieser Zeit werfen können.

Thre Circus

Thre Circus

Nur ein paar Schritte ostwärts gelangt man zum The Circus, einem kreisrunden Platz. Um diesen Platz gruppieren sich drei weitere solcher Stadthausblocks, mit verschiedenen Säulentypen und Reliefs geschmückt. Diese Häuser stammen aus dem Jahre 1768. In der Mitte stehen mehrere alte Bäume, die das Ganze begrünen.
Jetzt biegt man in die Gay Street ab und kommt am Queens Square vorbei.

Guildhall und Abbey Bath

Guildhall und Abbey Bath

Das römische Bad ist schwieriger zu finden, aber es sind überall Stadtpläne mit dem jeweiligen Standort aufgestellt.
Vorher steht an der High Street das Guildehaus. In einem Teil davon ist die Victoria Kunstgalerie untergebracht, der andere Teil ist Markthalle, leider sonntags geschlossen.
Gleich neben dem Guildehaus thront die 1499 errichtete Bath Abbey. Sie ist zwar zu besichtigen, jedoch nur ein paar Stunden am Tag, gegen eine Spende.

Durchgang zum römischen BadWas alle Besucher Baths ansteuern ist das römische Badehaus und das nebenan befindliche Pumpenhaus, ein Restaurant, nicht römisch. Hier wird das mineralhaltige Wasser ausgeschenkt. Gegen ein Eintrittsgeld von 15,50 Pfund/Erwachsener sind die Badehallen mit den 46° heißen Quellen zu besichtigen, Schlange stehen inbegriffen. Eine Million Liter Wasser sollen die Quellen jeden Tag hervorbringen. Auf den Ruinen des Originalbadehauses stehen jedoch neue Gebäude mit Säulen, Bögen und Hallen, alles in gelbem Sandstein.

Pulteney Bridge

Pulteney Bridge

An der Rückfront der Guildehalle ist die Pulteney Bridge über den River Avon zu finden, eine Steinbrücke mit drei Bögen, oben drauf eine geschlossene Häuserzeile. Steht man allerdings am Brückenkopf, wartete eine Überraschung. Es führt eine Straße über die Brücke und es gibt zwei Häuserzeilen, mit kleinen Einzelhäusern zu beiden Seiten der Straße.

Speicherhäuser

Speicherhäuser

Bath hat noch viele weitere Museen und Sehenswürdigkeiten, aber ein Bummel am Fluss entlang sollte nicht fehlen, gerade Richtung Westen. Dort ist die alte Eisenbahnbrücke zu sehen, sowie alte Speicherhäuser und moderne Lofts. Dort liegen auch wieder die hübschen Narrowboats am Ufer.

Narrowboat Marina

Narrowboat Marina

Übernachtung im Marina Caravan Park für 26,40 Pfund/Nacht. Direkt unterhalb des Campingplatzes verläuft der Weg am Fluss entlang. Geht man nach rechts, kommt man zu einer kleinen Brücke, von der aus man in die Marina sehen kann, in der keine Yachten und Motorboote liegen, sondern eine stattliche Anzahl der Narrowboats. Das ist eine sehr ungewöhnliche Marina. Mit dem nötigen Kleingeld kann man solche Schmalboote käuflich erwerben.

Fahrt durch Wales nach Süden

Snowdonia NP

Snowdonia NP

An dieser Stelle haben wir uns entschieden, die Fahrt etwas abzukürzen, da wir bisher länger gebraucht haben, als vermutet. Es gibt einfach zu viele schöne Ecken in Großbritannien und Irland und langsam holt uns der Herbst ein. Bevor wir den Winter im warmen Süden verbringen können, sind noch einige Dinge zu erledigen, die auch ihre Zeit brauchen. Deshalb durchfahren wir den Rest von Wales nur in Richtung Süden. Durch den Snowdonia National Park, der sich bis hinter Dolgellau ausdehnt, ist es immer noch eine herrliche Strecke mit Bergen und Tälern, Flüssen und Seen. Diese wundervolle Strecke setzt sich bis Machynlleth fort.

irgendwo unterwegs

irgendwo unterwegs

Dann biegt die A487 wieder zum Meer ab, immer zwischen den Cambrian Mountains und der Cardigan Bay verlaufend. Durch unsere Erfahrungen mit Parkplätzen in solchen touristischen Orten umfuhren wir Aberystwyth und fuhren auf der A44 nach Osten weiter, direkt über die Cambrian Mountains hinweg. Auf weiten Strecken unberührte Natur, nicht mehr ganz so aufregend wie im Snowdonia NP, aber immer noch sehenswert.

River Wye

River Wye

Ab Lllangurig führt die A470 nach Rhayader. Kurz dahinter übernachteten wir in Llanwrthwl (sprich: Ljanorthel) im The Halt Caravan Site (16,- Pfund/Nacht) mit allem, was man braucht. Die gute Dame, die den Caravanpark führt, besitzt gleich nebenan ein hübsches Bed&Breakfast. Hinter dem Grundstück biegt ein kleiner Weg zum nahegelegenen Gebirgsfluss, dem River Wye, ab. Eine Bank lädt zum Entspannen beim Rauschen des Wassers ein, umgeben von Wald, Farn und Bergen. Eigentlich wollten wir uns am nächsten Tag noch Rhayader ansehen und eine kleine Rundfahrt zu den in den Bergen gelegenen Stauseen machen, aber es schüttete wie aus Kannen.
Also weiterfahren, immer Richtung Süden, die Berge werden flacher, die Täler lieblicher, über Builth Wells bis nach Abergavenny. Hier lässt man die Berge hinter sich. Kurz vor Newport übernachteten wir auf einem versteckten Parkplatz an der A449.

 

 

 

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