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Reisen rund um die Welt

Annagassan

Terrasse des The Glyde Inn

Terrasse des The Glyde Inn

Auf diesen kleinen Ort stößt man nur, wenn man nach einem Stellplatz zwischen Rush und Dundalk sucht. Im Hafenbereich darf übernachtet werden. Im recht hübschen Ort selbst gibt es einen Laden und zwei Kneipen. Im The Glyde Inn schmeckt das Guiness auf der Terrasse am Strand noch einmal so gut. Bei Ebbe fällt allerdings fast die ganze Dundalk Bay trocken. Hier sind die Iren noch weitgehend unter sich.

River Glyde

River Glyde

Ein Schild am Hafen weist darauf hin, dass zu den Vogelzugzeiten 60.000 Vögel die Bucht bevölkern. Das sind doppelt so viele Vögel wie Einwohner an der Bucht. Tatsächlich konnten wir drei neue Vogelarten auf unserer Reise über die Britischen Inseln beobachten. Außerdem soll es hier die besten Muscheln geben, was wir bei dem Zustand des Wassers kaum glauben können. Der glasklare Atlantik ist die Irische See nicht. Das war die letzte Station, bevor es wieder nach Nordirland geht, wo die Übernachtungssituation hoffentlich wieder etwas einfacher wird.

Rush

North Beach Caravan Park

North Beach Caravan Park

Der Versuch, in Dublin einen Stellplatz im Phoenix Park zu finden, scheiterte an den Spiegeln unseres Motorhomes, die zu weit nach außen stehen und deshalb nicht durch das Parktor passten. Stellplätze oder geeignete Campingplätze im Osten Irlands zu finden ist ungleich schwieriger als im touristischen Westen der Insel. Deshalb fuhren wir auch an den Wicklow Mountains vorbei, durch die zudem wieder nur enge Straßen führen.
Also richteten wir uns zwei Nächte im Caravan Park in Rush ein, wo wir direkt am Strand standen, Blick auf das Meer aus der ersten Reihe. Leider schlug nun das Wetter wieder um. Immerhin waren uns eineinhalb Wochen Sonne beschieden, die wir in vollen Zügen genossen.

Grey Seals

Grey Seals

Dieser Teil der Küste scheint vom Tourismus noch kaum erreicht. Es herrscht eine wohltuende Ruhe. Wir besuchten die Orte Rush, Skerries, Balbriggan und Loughshinny. Alle Orte besitzen einen kleinen bis winzigen Hafen und eine wunderschöne Küste, mit Felsen und Sandstränden im Wechsel. Alle diese Häfen laden zum Schlendern ein, oder den Fischern bei der Arbeit zuzusehen. Der Hafen von Balbriggam ist allerdings der schäbigste, den wir in unserer ganzen Reisezeit gesehen haben. Die Gebäude wie auch die Boote sind in einem erbärmlichen Zustand. Trotzdem hielt dieser Hafen eine Überraschung für uns bereit: Grey Seals, Graue Robben. Gleich fünf dieser geräuschlosen Gesellen hielten sich im Hafenbecken auf und lauerten zusammen mit den Möwen darauf, dass die Fischer Abfälle ins Wasser warfen. In aller Ruhe konnten wir die Robben beobachten, die immer wieder den Kopf aus dem Wasser hielten, eine Strecke schwammen oder wieder abtauchten. Keiner der anderen Besucher des Hafens hatte eine Ahnung von den Robben, da jeder nur Augen für die Fischer und ihre Boote haben. Die meisten Boote sind Muschelfangboote. Es werden aber auch Fische und Krabben gefangen.

Runder Turm

Runder Turm

Entlang des ganzen Küstenabschnittes steht ungefähr alle zwei Kilometer ein runder Turm. Wofür diese Türme einmal dienten, stand nirgends geschrieben.

 

Kilkenny

Kilkenny Castle

Kilkenny Castle

Die Südostküste mit dem angeblich ältesten Leuchtturm der Welt, das Hooks Lighthouse bei Wexford, mussten wir wieder auslassen. Es gibt dort wieder einmal keine Stellplätze für uns. Deshalb war das nächste Ziel Kilkenny am River Nore. Auch diese Stadt besitzt noch ihr mittelalterliches Gesicht. Die Pubs, Kneipen und viele der kleinen Geschäfte haben kräftig farbige Fassaden. Hier fanden wir auch die kleinen Verbindungsgassen wieder, die in Edinburgh Closes genannt werden, nur das sie in Kilkenny Slips heißen.
Das Castle mit seinem riesigen Parkgelände und dem Rosengarten, über dem Fluss gelegen, ist in bestem Zustand. Die Außenanlagen kann man kostenlos besuchen, der Eintritt zu den Räumlichkeiten kostet 7,- € pro Person.

St. Canise´s Kathedrale

St. Canise´s Kathedrale

Die Hauptgeschäftsstraße Kilkennys führt direkt vom Castle zur St. Canise´s Kathedrale, fünfzehn Minuten Fußweg. Die Kathedrale liegt auf einem Hügel, ist ziemlich eingebaut und besitzt… einen Aussichtsturm. Gegen einen Obolus darf man den Turm besteigen.

Brewery Corner 29

Brewery Corner 29

Auf der Hauptstraße sind auch zwei Brauereien zu finden. Die Smithwick´s Brauerei ist gut besucht. Wer das Bier probieren möchte, muss sich einer Führung anschließen. Dann kostet die Probe von drei Biersorten immer noch 7,- €.
Ein anderer Tipp ist die in Richtung Kathedrale gelegene Brewery Corner 29. Dort gibt es zwar keine Führung, aber man darf vier selbst ausgesuchte Biersorten für 6,- € probieren. Zur Verfügung stehen mindestens zehn Sorten.
Übernachtet haben wir auf dem Parkplatz einer Mall im Süden Kilkennys.

 

Ardmore

Cork

Cork

Die Südwestküste Irlands hat ebenfalls sehr schöne Ecken zu bieten, aber erstens haben wir schon so viele schöne Ecken Irlands gesehen, zweitens ist kein Stellplatz zu finden, der groß genug für uns ist, und drittens sind da einfach zu viele Leute unterwegs. Deshalb entschlossen wir uns, an
die Südküste weiterzufahren.
In Cork wählten wir den Nordring, statt den wahrscheinlich einfacher zu befahrenden Südring. Dadurch fuhren wir direkt durch das enge Stadtzentrum und am Ostende auf ein großes Schiff zu, das im Hafen festlag.

Motorhomepark Ardmore

Motorhomepark Ardmore

Als wir uns dort durchgefitzt hatten, fuhren wir weiter über Midleton und Youghal in den kleinen Hafenort Ardmore. An der Straße entdeckten wir sogar noch zwei große Eukalyptusbäume, eine botanische Überraschung folgt der nächsten.
In Ardmore läuft die Zeit wieder langsamer. Vier Nächte verbrachten wir auf dem riesengroßen, direkt an Meer und Strand liegenden Stellplatz am Ort. Der Platz ist in Privathand, bietet Wasser und Abwasserentsorgung und kostet 10,- € pro Nacht, fünf Minuten Fußweg in den Ort.

Cliff Walk

Cliff Walk

Auf der Erkundung Ardmores fanden wir den Cliff Walk, den wir sofort in Angriff nahmen. Der Weg beginnt am Hafen, dahinter den Berg hoch, am Cliff House Hotel vorbei. Dort oben befindet sich die alte Küstenwache, die heute noch in Betrieb ist. Unterhalb dieser, direkt am Weg, findet man die St. Declan´s Quelle. An dieser Stelle baute St. Declan eine Kirche, um die Menschen hier zu christianisieren. Nun führt der Weg immer weiter auf die Felsenzunge und um sie herum. Von dort oben hat man einen unbegrenzten Blick über das Meer. Auf dem Plateau werden Getreide und Gemüse angebaut.

Beobachtungsturm und Ausguck

Beobachtungsturm und Ausguck

Etwas später trifft man auf einen Beobachtungsturm aus Napoleons Zeiten und einem Ausguck, der heute der Beobachtung von Meeressäugern und Riesenhaien dient. An diesem Ausguck hängt eine Tafel mit den Tieren, die man immer wieder sehen kann. Erst vor einer Woche wurden Finnwale, Riesenhaie und Delfine gesehen, ist auf dieser Tafel zu lesen. Wir hingegen guckten uns die Augen aus, nichts, außer unendlich viel Wasser.
Da zwei Tage später herrlichstes Wetter war, kaum Wind, fast keine Wellenbewegung auf dem Meer, ging ich noch einmal zum Ausguck am Cliff Walk und nahm ein Fernglas mit. Tatsächlich, zwei Gruppen Delfine hielten sich ein paar hundert Meter vor der Küste auf und zeigten sich immer wieder. Gut eine halbe Stunde verbrachte ich mit Ausschau halten, aber die Rückenflosse eines Riesenhais konnte ich nicht entdecken, obwohl sich Riesenhaie immer wieder in diesem Gebiet aufhalten sollen. Wale hingegen sind um diese Jahreszeit eher untypisch.

Wrack

Wrack

Kurz vor dem Turm steht das Wrack eines großen Krans an der Küste und rottet vor sich hin.
Dem Cliff Walk weiter folgend, erreicht man eine weitere Quelle, kunstvoll umbaut, bevor der Weg durch die Felder zurück nach Ardmore führt. Kurz vor dem Ort steht der Runde Turm, auf dem Friedhof mit den Resten der alten Kirche.
Im Ort selbst gibt es nur das Notwendigste, zwei Läden, ein paar Kneipen und den langen Strand. Mit viel Mühe wurde der Kräuter-, Gemüse- und Wildlife-Lehrpfad entlang des Baches angelegt, der durch Ardmore fließt. Kleine Kunstwerke aus Naturmaterialien vervollständigen das Kleinod.

Ballynacourty Point

Ballynacourty Point

Zum Einkaufen fuhren wir nach Dungarven, wo wir uns zuerst den Ballynacourty Point ansahen. An der Straße dorthin reihen sich teure Grundstücke mit ebensolchen Häusern. Das kleine, uralte Häuschen dazwischen sieht da etwas fehlplatziert aus, trotzt aber tapfer seinen großen Nachbarn.
Ein Golfplatz, ein kleiner Bootshafen und ein Leuchtturm, dann ist die Welt per Auto zu Ende.

Dungarven

Dungarven

In Dungarven ist in diesem Jahr das Castle am großen Hafen kostenlos zu besuchen. Früher war es eine normannische Festung, später wurde es ein Fort.
Der Hafen war früher Liegeplatz für die großen Segelschiffe, die Handel und Fischerei betrieben.

Youghal

Youghal

Unbedingt einen Besuch wert ist das Städtchen Youghal. Die mittelalterliche Altstadt und die Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert, mit dem Uhrturm, sind noch komplett erhalten, wenn auch der Neuzeit angepasst. Es lässt sich gut durch die Gassen schlendern. Überall sind schöne Details zu entdecken.
Im 9. Jahrhundert siedelten Wikinger hier, später die Normannen.
1209 wurde Joughal von Bristol aus kolonisiert, seitdem stieg die Stadt zu einem bedeutenden Handelshafen auf. 1275 baute man die Stadtmauer, 1464 bekam Youghal das College und 1777 den Uhrturm. Heute ist die Stadt etwas für Erholungssuchende. Außerdem war Youghal Schauplatz für den Film Moby Dick mit Gregory Peck.
In Richtung Cork findet man den Leuchtturm (der zu verkaufen ist) und einen langen, schönen Sandstrand.

Marienstiftskirc he

Marienstiftskirc he

Die Marienstiftskirche und der alte Friedhof unterhalb der Stadtmauer sind auch ein interessantes Ziel. Das älteste Grab stammt aus dem Jahre 1643. Im Februar 1950 stürzte durch einen technischen Fehler ein Hubschrauber der Royal Navy bei der Überwachung der Küste auf den Rand des Friedhofs. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Eine Gedenktafel hängt an dieser Stelle.

Am Rande: Unglaublich, seit einer Woche hat es nicht mehr geregnet. Am vierten Tag in Ardmore war sogar so schönes Wetter, dass wir uns nach mehr als zwei Monaten Rundreise das erste Mal an den Strand legen konnten, bei blauem Himmel, Sonne und gut 20 Grad.

 

Ring of Kerry

Blick zum Carrauntohill

Blick zum Carrauntohill

Killarney ist Ausgangspunkt für die meisten Touristen, die den Ring of Kerry entlang fahren wollen, der die Halbinsel Iveragh umschließt. Im Osten der Halbinsel findet man auch Irlands höchsten Berg, den Carrauntohill (gälisch: Corran Tuathail, 1039m).
Der Ring of Kerry wird als eine der schönsten Straßen weltweit beschrieben. Davon wollten wir uns nun selbst ein Bild machen. Dafür standen wir zwei Nächte auf dem Fossa Caravan and Camping Park. Das war bisher der erste Campingplatz, der die ADAC Camping Key Card akzeptierte. Deshalb kostete uns der Platz „nur“ 22,- €, nicht 26,- €.
Wenn man den Ring of Kerry fahren möchte, sollte man wenigstens einen Tag einplanen. Eigentlich ist diese Zeit viel zu kurz bemessen, will man alle Sehenswürdigkeiten erleben.

Glenbeigh Wood

Glenbeigh Wood

Unsere Tour war 185 Kilometer lang. Es wird empfohlen, den Ring entgegen der Uhrzeigerrichtung zu befahren. Dann sind zwar alle Parkplätze auf der falschen Seite, aber man muss sich zu Hochzeiten nicht unbedingt von Reisebussen und Autos durchschieben lassen. Glücklicherweise war bei unserem Besuch nicht so viel Betrieb. Die Reisebusse standen zumeist bei den Handwerkskunst- und Souvenirläden, oder bei Kneipen. Parken darf man auf den Britischen Inseln ohnehin in beiden Richtungen, also mit der und gegen die Fahrtrichtung.
Den ersten Halt legten wir in Glenbeigh Wood ein, einer ruhigen Bucht vor grünem Bergpanorama. Ein paar Schritte hinter dem Parkplatz beginnen die Sanddünen und der Strand.

Leacanabuile Stone Fort

Leacanabuile Stone Fort

Die kleine R564-Straße, die hinunter führt, schraubt sich auf der anderen Seite wieder bergauf, einspurig mit Ausweichstellen. In fast jeder Ecke verstecken sich kleine Anwesen.
Der Ring of Kerry führt nun an der Dingle Bay entlang und biegt etwas später ins Landesinnere ab, bis man im Hauptort des Ringes Cahersiveen ankommt. Wir ließen diese Touristenstadt links liegen und bogen auf die nördlich angrenzende Halbinsel ab. Dort stehen zwei alte Ringforts aus dem 9. oder 10. Jahrhundert, jeweils auf einem Hügel. Das Leacanabuile und das Cahergal Stone Fort dienten den frühen Farmern als Schutz ihres Hab und Guts vor äußeren Einflüssen. Eine 3m dicke Mauer umgab das runde Wohnhaus im Inneren. Die Farmer stellten Eisenmesser her, Nadeln oder Haarspangen aus Knochen. Sie bauten Getreide an, welches sie mit Hilfe von Mahlsteinen zu Mehl verarbeiteten.
Der White Strand am Ende der Halbinsel wird seinem Namen nicht gerecht.

in Waterville

in Waterville

Die Ringstraße R 565/567 ließen wir aus Zeitgründen aus. Dafür legten wir einen Stopp in Waterville ein. Der Strand ist länger als die kleine Stadt, die schon einen berühmten Gast begrüßen durfte, Charlie Chaplin. Er bekam sogar ein Denkmal an der Promenade. Im Comedy Film Festival Center schräg gegenüber hängen Bilder und Zeitungsberichte, die von Charlie´s Besuch berichten. Zudem werden Charlie Chaplin, Memorabilien verkauft.
Ein paar hundert Meter nördlich soll sich die historische Station befinden, von wo aus die erste transatlantische Telegraphenverbindung nach Amerika entstand. Zwar weist ein Hinweisschild in der Stadt noch die Richtung mit Entfernungsangabe, aber dann findet man leider nichts mehr.

O´Carroll´s Cove

O´Carroll´s Cove

Von Waterville aus begann der Ring of Kerry für uns erst recht interessant zu werden. Das folgende Stück Straße bis Castel Cove ist das schönste Stück. Die Straße windet sich in vielen Kurven erst nach oben, mit immer wieder neuen Aussichten auf Buchten, Felsen und Strände, dann wieder nach unten. Der wohl am besten besuchte Strand ist O´Carroll´s Cove, mit Restaurant, Campingplatz und wunderbar glasklarem Wasser.

Moll´s Gap

Moll´s Gap

Von hier aus bis nach Sneem ist der Ring of Kerry eher uninteressant. Die Landschaft im Südwesten des Ringes erinnert wieder an eine Steinwüste, nach dem vielen Grün auf der nördlichen Seite von Iveragh.
In Sneem bogen wir dann auf die R568 ab, denn wir wollten den Rest der Strecke durch die Berge fahren. Von nun an jagt eine fantastische Szenerie die nächste. In Moll´s Gap sollte man unbedingt die herrliche Landschaft vom Parkplatz aus genießen.

Killarney National Park

Killarney National Park

Hinter einem kleinen See, auf der rechten Straßenseite liegend, muss man den nächsten, links gelegenen Parkplatz anfahren, noch vor Lady´s View. Hier befindet man sich schon im Killarney National Park und blickt in das weite Tal über den Upper Lake und den Muckross Lake bis zum Lough Leane, eine grandiose Aussicht. Gerade als wir uns von dieser Aussicht losrissen, löste sich ein Stück Damwild aus dem Gebüsch und spazierte in aller Ruhe über den Parkplatz.
Durch Eichenwälder, mit großen runden Felsen durchsetzt, fährt man nun an den genannten Seen vorbei, jedoch nicht ohne an jedem Parkplatz erneut zu halten.

Torc Wasserfall

Torc Wasserfall

Aus den Torc Mountains stürzt sich der wilde Torc Wasserfall in die Tiefe, um seine Wasser in den Muckross Lake zu leiten.
In der Nähe steht Muckross House, ein prächtiges Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, mit großem Garten, ein Touristenmagnet.

Killarney Brauerei

Killarney Brauerei

In Killarney besuchten wir noch die Killarney Brauerei. Da wir fünf Minuten zu spät zur letzten Führung kamen und wir uns sehr für die Brauerei interessierten, zapfte uns der Brauer zwei verschiedene kostenlose Proben seiner Braukunst. Solche Biere aus Privatbrauereien sind eben etwas Spezielles, das hatten wir schon in den USA gelernt. Leider verkauft die Killarney Brauerei ihr eigenes Bier nicht in Flaschen, so dass wir zum nächsten Laden gehen mussten, um ein paar Flaschen verschiedener Sorten zu kaufen, vom Extra Stout bis zum Lager. Das Malz für das Killarney Bier kommt aus Bamberg, Deutschland. Ein paar Säcke davon liegen neben der Bar.
Sehenswert in Killarney ist außerdem die Saint Mary´s Cathedral, ein beeindruckender Bau mit ebensolchem Inneren.

bunte Straßenränder

bunte Straßenränder

Um diese Jahreszeit werden viele Straßenränder, in ganz Irland, von vielen bunt blühenden Blumen und Büschen gesäumt. Gelb, orange, rot, violett und weiß erfreuen die Augen und bilden einen schönen Kontrast zum üppigen Grün der Insel. Die Yuccapalmen sind hier an der Westküste noch größer, Mammutblatt (der im Artikel Connemara beschriebene Riesenrhabarber) und uralte Affenbäume (in Kenmare sogar ein Exemplar mit Blüten) danken ihre Anwesenheit dem Golfstrom, der in Irland wohl keine großen Minusgrade zulässt.

Cliffs of Moher

Kinvarra

Kinvarra

Von Clifden bis zu den Cliffs of Moher fanden wir weder einen Stellplatz noch einen an der Strecke liegenden Campingplatz. Es wurde eine sehr lange und auf den teilweise sehr engen Straßen anstrengende Tour, die erst abends in Kinvarra endete. Der kleine Ort liegt südlich von Galway. Das Dunguaire Castle kann kostenfrei besucht werden. In seiner Nähe finden sich weitere Ruinen, zum Teil mit Grün überwuchert. Im kleinen Hafen liegen zwei Hooker, traditionelle Segelschiffe. Der Parkplatz des Castles diente uns als Stellplatz für die Nacht.

im Burren

im Burren

Schon bald hinter Kinvarra beginnt der Burren. Es ist ein steinreiches Gebiet, überall liegen Steine herum, Baumaterial für die allgegenwärtigen Mauern, die das Land durchziehen. Die Hügel sind kaum bewachsen, so dass sie wie große Steinhaufen aussehen.

Parkplatz Visitor Center

Parkplatz Visitor Center

In der Ferienzeit ist es schwer angeraten, früh auf den jeweiligen Parkplätzen der Besucherzentren zu sein. Sie werden rappelvoll, was bis zum Abend anhält. Noch vor 8 Uhr standen wir auf dem Parkplatz bei den Cliffs of Moher. Da muss man noch keinen Obolus bezahlen. Ab zirka 8 Uhr muss man dann 6,- Euro/Person bezahlen. In dem Preis sind alle Attraktionen der Cliffs enthalten, außer der O´Brien´s Tower (2,- Euro).

O´Brien´s Tower

O´Brien´s Tower

Bisher war der Giant´s Causeway das Highlight Irlands. Dieser wurde nun von den Cliffs of Moher getoppt. 8 Kilometer lang erstrecken sich die Klippen, die bis zu 214m steil aus dem Meer ragen. Das Besucherzentrum liegt unterirdisch in einem Hügel versteckt. Von dort aus führt ein sehr gut ausgebauter Weg nach Norden, zum O´Brien´s Tower. Er wurde 1835 als Aussichtsturm für die damals schon zahlreichen Besucher gebaut und kann auch heute noch erobert werden. Dahinter führt ein schmaler Wanderweg immer an den Klippen entlang weiter. Bei dem Wind, der hier ständig herrscht, es es schon manchmal knifflig, diesen Weg zu gehen.

Hag´s Head

Hag´s Head

Nach Süden führt ein ebenso schmaler Wanderweg zum Hag´s Head mit den Überresten eines Signalturms aus dem Napoleonischen Krieg. Das alte Fort Mothair, nach dem die Klippen benannt sind, wurde dafür abgerissen. Bei Windböen der Stärke 8 oder so ist es allerdings auch hier nicht ganz einfach, die 7 Kilometer für eine Strecke, meistens ganz nah am Abgrund, zu begehen.

Cliffs of Moher

Cliffs of Moher

Bis dahin wussten wir nicht, dass der Weg so weit ist, denn vom Besucherzentrum scheint das Hag´s Head keineswegs so weit entfernt. Erst am Nachmittag fahren Shuttlebusse zum Besucherzentrum zurück, für uns zu spät.
Jeder Kilometer ist lohnenswert, bei Sonnenschein noch viel mehr. Spektakuläre Aussichten warten an jeder Ecke.

Connemara

Einfahrt nach Connemara

Einfahrt nach Connemara

Südlich von Westport breitet sich das Gebiet Connemara aus. Es ist die einsamste und wildeste Gegend Irlands, die fast nur aus Bergen und Tälern besteht. Einzelne Höfe, Gebirgsflüsse, Heide- und Weidelandschaft sowie ziemlich enge Straßen zeichnen Connemara aus.

Torfstich

Torfstich

Auf weiten Flächen findet man Torfstiche, die schon wieder begrünt sind oder die heute noch genutzt werden. Torf war früher wichtiges Brennmaterial und es kam zum Raubbau. Heute wird mit dem Naturmaterial bewusster umgegangen. Torf ist uns schon in den Whisky-Destillerien begegnet, und zwar beim Trocknen des Malzes, wodurch der Whisky sein torfiges Aroma erhält. Die Torfschichten sind bis zu fünf Meter dick.

Clifden

Clifden

Clifden ist wie Westport eine Touristenhochburg, man sieht hinter den vielen Menschen kaum etwas von der Stadt. Verlässt man Clifden Richtung Hafen, sieht man, dass die Stadt an einem Steilhang liegt. Allerdings ist der Anblick nicht so toll, wie es in den Reisebeschreibungen steht.

am Naturetrail

am Naturetrail

Sehr zu empfehlen ist der Connemara Nationalpark, Eintritt frei. Der allergrößte Teil des Parks, zu dem sieben Berge mit Höhen zwischen 450 und 750m gehören, ist unzugänglich. Einer der Berge, der Diamond Hill, mit um die 450m Höhe, ist zu besteigen. Vom Besucherzentrum starten die Wanderwege. Der kleine Naturpfad ist nur einen halben Kilometer lang und führt durch Wald, bergab und bergauf, an Wasserfällen und einem alten Häuschen vorbei.

Diamond Hill

Diamond Hill

Die drei anderen Wanderwege kann man zu einem Weg kombinieren, der auf der einen Seite bis auf die Spitze des Diamond Hill führt, auf der anderen Seite wieder hinunter. Vor allem bei schönem Wetter ist es eine traumhafte Wanderung, die Richtung Bergspitze allerdings sehr abenteuerlich wird. Festes Schuhwerk ist sehr angebracht. Je höher man sich bewegt, umso mehr kommt man sich als Bergsteiger vor. Die Vegetation wird karger, der Wind heftiger, die Aussichten werden schöner. Zwischen den Kalksteinen hat sich überall Torf gebildet, Wasser ist allgegenwärtig. Wieder hat man das Gefühl, irgendwo im Hochgebirge zu sein, dabei sind es nur wenige hundert Meter.

ganz oben

ganz oben

Vom höchsten Punkt des Diamond Hill hat man wieder eine herrliche Rundumsicht. Man sieht die anderen sechs Berge mit ihren sanften grünen Tälern und Kylemore Abbey, ein schlossartiges Nonnenkloster mit Garten und See. An den Hängen grasen Ziegen und Schafe, ansonsten ist es tiermäßig sehr ruhig. Am Besucherzentrum werden die robusten Connemara Ponys gehalten, die heimische Pferderasse. Man sieht sie aber auch unterwegs auf mancher Weide.
Wer auf halber Höhe überlegt, ob er weitergehen soll: er soll, es lohnt sich wirklich. Connemara ist es unbedingt wert, erkundet und nicht nur durchfahren zu werden.

"Riesenrhabarber"

„Riesenrhabarber“

Auf dem Weg nach Galway zeigt Connemara noch einmal ein anders Gesicht. Es ist flacher und weitläufiger mit sehr vielen Seen. Die Straßenränder werden von rotblühenden, wilden Fuchsien gesäumt, was sehr befremdlich ist, da Fuchsien bei uns reine Gartenpflanzen sind.
Stellenweise wuchert „Riesenrhabarber“, mit dornenbewehrten Stängeln und großen keulenartigen Blütenständen.
Übernachtung am Visitor Center des Connemara Nationalparks, kostenlos.

Westport

Westport-Stadt

Westport-Stadt

Endlich wieder Kilometer und Euros. In den letzten zwei Monaten haben wir uns so an Meilen und Pfund gewöhnt, dass wir immer noch in dieses Schema zurückfallen.
Über Sligo und Castlebar erreicht man Westport an der Clew Bay. Die Stadt Westport liegt drei Kilometer vom Hafen entfernt und ist von Touristen verstopft. Die Parkplatzsuche ist ein Geduldsspiel. Shops und Kneipen sind in den kleinen, zum Teil knallbunten Häusern untergebracht.

Westport

Westport

Am Hafen unten sind zwar nicht weniger Autos zu finden, aber relativ wenig Leute. Das weitläufig angelegte Promenadengelände ist als Dreieck angelegt, mit Rasenfläche und einem Teich in der Mitte. Vom Kai starten Boote zu den zahlreichen Inseln, die der Bucht vorgelagert sind. Hin und wieder kommt ein kleines Fischer- oder Angelboot herein.
Auf der Mole kann man das Wohnmobil über Nacht stehen lassen, kostenlos.
Am hinteren Ende des Hafens befindet sich das Eingangstor zum Westport House, welches in einem riesigen Park mit großem See eingebettet ist. Das Anwesen ist für Besucher geöffnet.

Enniskillen

Enniskillen

Enniskillen

Die Altstadt von Enniskillen, mit einigen die Stadt überragenden Kirchtürmen, liegt auf einer Insel zwischen den Seen Upper und Lower Erne, die ein Paradies für Angler und Bootsfahrer sind. In Enniskillen findet man den einzigen Friseurladen auf der Welt, der seit 2002 ein eigenes Eisenbahnmuseum besitzt. Kostenfrei sind die Exponate zu besichtigen. Man muss allerdings die Augen offen halten, sonst ist man an dem kleinen, unauffälligen Eingang vorbeigehuscht. Der Salon hatte bei unserem Besuch geschlossen.

Marble Arch Caves

Marble Arch Caves

Die Marble Arch Caves bei Belcoo sind eine der schönsten Höhlensysteme Europas. Marmor findet man dort nicht. Der Name rührt nur von der Beschaffenheit der Stalagmiten her, die zum Teil ein marmorartiges Aussehen haben. Es sind Kalksteinhöhlen, in deren unterster Etage ein Fluss fließt. In einem Teil der Höhle kann man normalerweise Boot fahren. Da es jedoch in den letzten Tagen heftig geregnet hat, war bei unserem Besuch der Wasserstand zu hoch und die Bootstour fiel aus, leider.
Die Marble Arch Caves zeichnen sich zumeist durch hohe Gänge aus. Die Auswaschungen an den Wänden zeugen von der Kraft des Wassers. Hier und da lockern „fließende Steine“ (Stalaktiten in Wasserfallform), richtige Stalaktiten und Vorhänge die kargen Kalksteinwände auf. Echte Stalagmiten gibt es wenige, meistens haben sie eine Pilzform, bilden eine Art Krater oder ist gibt sogar ein 4m langes Tischtuch.
1985 wurde der begehbare Bereich der Höhle um ein paar Meter erweitert, in dem man einen Laufsteg durch den Fluss baute und so Zugang zu einem weiteren Teil der Höhle bekam. Durch die Spiegelungen im Wasser hat man das Gefühl, man sieht am Grund Atlantis, so meinte es jedenfalls der Tourguide. Na ja, ein bisschen ist es schon so.

Dolmen

Dolmen

Der Cavan Burren Park ist ein prähistorischer Park. Es gibt mehrere Wanderwege, auf denen verschiedene Dolmen, steinzeitliche Megalithgräber verteilt sind. Die Wege führen über eine Hügelkuppe mit zum Teil 360°-Aussichten auf das umliegende Hügelland und die darin liegenden Seen. Der Boden besteht aus oft Torf, der zwischen den Kalksteinen offen zutage tritt. Die Pflanzen sind auf Grund der exponierten Lage hier viel kleiner als normalerweise.
Um die Kuppe herum findet man nicht nur Dolmen, sondern auch Überreste einer Farm und einem Fort aus der 20. Jahrhundertwende, einen Kalkbrandofen und einen alten Kalksteinbruch.
Im Visitorcenter werden die Entstehung der Gegend und ihre Geschichte anschaulich dargestellt.
3x Übernachtung Carrontreemall, Belcoo (Wiese eines Wohnhauses für 9,- Pfund/Nacht)

Londonderry/Derry

Londonderry

Londonderry

Die Stadt hat drei Namen: katholisch: Derry, protestantisch: Londonderry, gälisch: Doire. Ihre Wurzeln gehen auf das Jahr 546 zurück, als St Columb aus dem Gebiet Donegal kam und hier ein Kloster baute, seither wuchs die Stadt. Um 1618 baute man eine 1,6 km lange und 5 m starke Stadtmauer, die noch heute, trotz vieler Belagerungen, komplett erhalten ist. Auf ihr schlendert man um Derry herum und kann entweder auf die Altstadt sehen oder auf die neue Stadt drumherum. Viel Altes hat sich allerdings nicht erhalten, es gibt viele Neubauten, die das Stadtbild Derrys heute bestimmen.
Im Erdgeschoss der Gildehalle sind die Touristinfo sowie ein kleines Museum zur Stadtgeschichte untergebracht.

Friedensbrücke

Friedensbrücke

Seit ein paar Jahren führt eine kunstvoll geschwungene Hängebrücke über den River Foyle, die Friedensbrücke. Sie verbindet die Altstadt mit dem Stadtpark auf der anderen Seite des Flusses. Am Fluss selbst lässt sich gut schlendern.
Übernachtet haben wir in einem Gewerbegebiet 8 Meilen vor Londenderry.

 

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