Pfalzburg
Phalsbourg ist der französische Name der Kleinstadt in Lothringen. Als letztes Ziel unserer Winterreise 2025/26 wollten wir sie uns noch ansehen, bevor wir bei Saarbrücken nach Deutschland einreisen.
Die Stadt bietet einen kleinen kostenlosen Stellplatz mit Service an. Allerdings ist die Zufahrt speziell. Im Süden der Altstadt steht ein sehr langer Häuserkomplex, eine ehemalige Kaserne, mit einer Durchfahrt in der Mitte. Sie ist gerade 3,50m hoch und führt auf einen Hinterhof. Hier parken auch viele PKW´s.


Spaziert man durch die Einfahrt zurück in die Stadt, indem man sich geradeaus hält, gelangt man zum zentralen Place d´Armes. An dessen Rand stehen die Kirche und das Rathaus. In der Mitte erhebt sich die Statue Général Mounton, einem treuen Gefährten Napoleons. Das Denkmal soll an die ruhmreiche Geschichte Pfalzburgs erinnern.


Die Gebäude des Stadtzentrums sind alle in dunklem Naturstein errichtet worden, was die Ansicht etwas schwermütig erscheinen lässt.
Folgt man der kleinen Straße in der Südostecke des Platzes kommt man zum Osttor, eines der beiden ehemaligen Stadttore. Es ist mit schönen Reliefs geschmückt.

Am linken Torrand der Außenseite ist eine kleine Tafel angebracht, die an den Besuch Goethes am 23. Juni 1770 in Pfalzburg erinnert. In dem Werk „Dichtung und Wahrheit“, welches eine Autobiografie Goethes ist, schrieb er auch über seinen Besuch in Phalsbourg. Er schrieb: „Phalsbourg ist ein lebhaftes Städtchen. Es gibt dort viele Gasthäuser und die Mädchen sind sehr hübsch.“

Es war ein kurzer Spaziergang durch Pfalzburg, denn die Altstadt ist klein, und es war gerade sehr kalt bei unserem Aufenthalt dort.
Am nächsten Tag verließen wir Pfalzburg und fuhren in Richtung Deutschland. In Güdingen, direkt an der Grenze gelegen, übernachteten wir ein weiteres Mal. Auch hier unternahmen wir einen kurzen Spaziergang, um der Saar wenigstens Hallo zu sagen.
Seit Saarburg begleitete uns der Fluss mehr oder weniger, der auf dem Gebiet von Frankreich noch ungehindert fließen darf. Bei Saarburg schuf die Saar ein weites Tal mit vielen Altarmen, See´n und Auen.
Auf dem Weg nach Güdingen trafen wir auf mehrere Blitzer, die allesamt als „Kunstwerke“ umfunktioniert wurden. Tarnung oder Abwehr, das ist hier die Frage. Irgendjemand hat die Blitzer mit großen Traktorreifen verkleidet. Manche können nicht mehr blitzen, andere wohl schon, denn die Kameras liegen frei. Kaum zu glauben, dass die französische Polizei die Blitzer nicht wieder freilegt. Es ist wohl doch eine Protestaktion der Franzosen, denn andere Blitzer waren zugesprüht oder auch umgestoßen.

In Güdingen gibt es nicht viel zu sehen, auch die Saar ist hier nicht sehr attraktiv. Nur eine Schleuse und ein Stauwerk sind zu besichtigen.

Neben dem Sportplatz, der in der Nähe liegt, stellt die Stadt einen kostenlosen Stellplatz zur Verfügung. Bis zur Grenze ist es nur ein halber Kilometer Fußweg.








































































































