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Sturmserie in Portugal

Der Sturm „Kristin“, von dem ich berichtete, leitete eine ganze Sturmserie ein, die mit Leid und Verwüstung für die Bevölkerung Portugals und auch Spaniens einherging. Am 28.01. kam „Kristin“, am 04.02. zog „Leonardo“ über das Land, am 07.02. legte „Marta“ nach und dann kam noch „Nils“. Der Sturm „Marta“ war dann schon das siebente Sturmtief. Die nicht so starken Stürme erhalten keine Namen und machen daher auch kaum Reden von sich.

Die Schadenssumme nach „Marta“ belief sich in Portugal und Spanien geschätzt auf 7,5 Milliarden Euro. Dann kam noch „Nils“.

Diese Stürme brachten nicht nur heftige Winde, sondern auch Unmengen an Regen. Eigentlich regnete es seit Ende November in Portugal im Durchschnitt alle 2,5 Tage. Seit „Kristin“ regnet es jeden Tag. Weitläufige Überschwemmungen, übervolle Talsperren und gebrochene Dämme sind die Folge. Gebietsweise wurde der Notstand ausgerufen. Die Erde kann schon lange kein Wasser mehr aufnehmen.

Die Stürme hinterließen dazu abgedeckte Dächer, entwurzelte oder abgebrochene Bäume, die auf Häuser, Auto´s und auch Menschen fielen, umgeknickte Laternen, Verkehrsschilder und Werbetafeln. Manches sieht aus als hätten Riesen die Schilder und Tafeln genommen und sie einfach umgebogen. Auf jeden Fall sind die Schäden riesig.

Die ganze Wetterlage beruht auf dem seltenen Phänomen „Sturmzug“. Dabei hat sich das Winterhoch, welches sich normalerweise über Grönland und Island legt, nach Süden verschoben. Das hat die katastrophale Wetterlage in Portugal und Spanien ausgelöst. Einer der Stürme fegte sogar vom Atlantik kommend über die Straße von Gibraltar bis nach Griechenland und die Türkei. Das komplette Mittelmeer war betroffen.

Auch aus Marokko kamen Horrormeldungen. Ganze Gebiete mussten wegen Hochwasser evakuiert werden. Auch hier übervolle Talsperren.

In Andalusien hat sich sogar soviel Wasser im Untergrund angesammelt, dass dies in Bewegung geriet und eine Art Erdbeben auslöste. In einer andalusischen Stadt rutschten Häuser einfach den Abhang hinab.

Wir können nur hoffen, dass sich das Wetter bald bessert. Nach dem letzten Sturm „Nils“ sind jetzt vier Tage vergangen und es regnet weiter. Man hat den Eindruck, es hört niemals mehr auf.

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