St. Savin
Eine Zwischenübernachtung legten wir im Dorf Chey ein, da wir wieder einmal eine Servicestation für´s Wohnmobil brauchten. Die Gemeinde stellt dort einen kostenlosen Stellplatz zur Verfügung.

Viel gibt es dort nicht zu sehen, nur die einfache Kirche Saint-Pierre und den Brunnen mit Waschstelle von Chey.


Überall wird es nun grün. Himmelsschlüsselchen blühen in Massen an den Straßenrändern. Das tut einfach den Augen gut.

Auf dem Weg nach Deutschland hatten wir keine wirklichen Ziele mehr. Wir mussten uns auch beeilen, denn es stand bald ein Termin an, zu dem wir anwesend sein sollten. So fuhren wir jetzt lange Strecken.
Als wir nach St-Savin kamen, machte uns die Stadtansicht neugierig. Eine große Abtei und eine Römerbrücke ließen uns hier einen Stopp einlegen.

Die heutige Brücke, im Stil einer Römerbrücke, entstand im 13./14. Jahrhundert und verbindet die beiden Städte St-Savin und St-Germain, die durch den Fluss Gartempe getrennt sind. Die Brücke ist zirka einhundert Meter lang und besitzt sechs Bogenfelder. Die Brüstung entlang der Straße hat Ausbuchtungen, wie wir sie schon an der Römerbrücke in Caldas de Reis gesehen haben.


Wir spazierten über die Brücke und kamen so in die Altstadt von St-Savin. So kamen wir zum Platz der Republik.

Durch weitere enge Gassen erreichten wir die Abtei von Saint-Savin. Die Klosteranlage wurde im 9. Jahrhundert um das Grab des Heiligen Savin errichtet. Die Benediktinerabtei spielte bis ins 11. Jahrhundert hinein eine wichtige Rolle in der Klostergeschichte Westfrankreichs.

Bei einem Besuch des Klosterensembles, welches aus der Abtei, heute eine Pfarrkirche, Klostergebäuden und der Abteiresidenz aus dem 17. Jahrhundert besteht, können großflächige Wandmalereien aus dem 11./12. Jahrhundert besichtigt werden. Wie fast immer war auch diese Abtei bei unserem Besuch geschlossen.


Vor der Abtei befindet sich ein großer Garten, der im Moment nicht wirklich schön aussieht, so kahl, wie sich die Bäume zeigen.

