Nun besuchen wir ein für uns neues Land. Vor 22 Jahren durchquerten wir zwar Finnland schon an dieser Stelle in Richtung Kautokeino in Norwegen, aber das zählt praktisch nicht als Besuch.
Landschaftlich hat sich die Felsenlandschaft vor einer Weile verabschiedet und einer lichten Waldlandschaft auf Sandboden Platz gemacht. Die Bäume sind klein, man kommt sich fast wie Gulliver in Liliput vor. Wie es aussieht befinden wir uns außerdem weit nördlich des Elch-Verbreitungsgebietes. Es gibt keine Warnschilder mehr. Die Wälder sind einfach zu licht für Elche, die Seen beinhalten keine leckeren Wasserpflanzen mehr. Wir brauchen also erst einmal keine Ausschau mehr nach den Tieren zu halten.
Wir folgten nun der E8 ost- und südwärts. Bei Sonkamuotka legten wir bei der Sannan Putiikki eine Rast ein. Zu beiden Seiten der Straße gibt es einen Souvenirshop. Auf der einen Seite werden außerdem Kaffee und Kuchen angeboten. Die andere Seite wirbt mit Kaffee und einem Donut für 50 Eurocent. Das können wir nicht glauben. Tatsächlich bezahlte ein Kunde vor uns dafür 5,-€. Finnland hat den Euro als Währung. Endlich entfällt die lästige Umrechnerei. Zudem ist es in Finnland eine Stunde später, das heißt, die Uhren bei Grenzüberfahrt eine Stunde vorstellen.
Ein anderes Angebot an der Theke beinhaltet einen Kaffee mit einem Rentiersandwich für 5,-€. Das interessierte uns. Das Sandwich war mit geräuchertem Rentierfleisch belegt und in der Mikrowelle warm gemacht. Wir probierten ein Stück von dem Fleisch ohne Sandwich. Es schmeckt sehr angenehm.
Im Laden kann man neben Souvenirs Büchsenfleisch vom Rentier, vom Elch und vom Bären kaufen. Ich glaube, da sind 250 Gramm in der Büchse. Rentier und Elch kosten 13,90€, das Bärenfleisch gibt es für schlappe 29,90€, mit jeweils 86% Fleischanteil. Es gibt auch günstigeres Fleisch, aber da ist nur 64% Fleischanteil drin.
Nun suchten wir ein Plätzchen zum übernachten. Nach einem Fehlanlauf fanden wir den Rastplatz Utkujärvi am Ylinen Utkujärvi-See. Hier überrascht ein wirklicher Sandstrand, richtig lang. Der Rastplatz war zwar voll, aber er leerte sich bald und wir fanden ein gutes Plätzchen.
Zuerst erkundeten wir den herrlichen Strand bis zum Ende, wo wir sogar Trittsiegel fanden. Rentier oder Elch? Das war hier die Frage. Die Nachforschung ergab, es waren nur Rentiere.
Nach dem Abendessen sonnten wir uns noch ein bisschen, Klaus ging baden.
Eigentlich wollten wir heute bis zur finnischen Grenze nach Karesuando fahren, aber zur Kaffeepause steuerten wir den Rastplatz Torne am Kokkajärvi-See an. Die Beschreibung bei park4night war schon schön, aber gefunden haben wir ein kleines Paradies. Sofort war klar, hier bleiben wir diese Nacht. Die Wildblumen, die überall blühen begeistern uns jeden Tag.
Durch ein kleines Stück Wald erreicht man einen Picknickplatz mit Sitzgelegenheit über dem Wasser. Da wir die Ersten an diesem Platz waren, annektierten wir die Sitzgelegenheit bis in den Abend hinein. Wir tranken dort Kaffee, genossen die Sonne und den Blick über den See, chillten, aßen Abendbrot und spielten Rummy. Es gibt ja noch zwei weitere Stege mit Grillplatz, jedoch ohne Tisch und Bänke.
Zum Picknickplatz gehören drei noble Plumsklo´s und eine größere Hütte mit Kamin und Tischgruppe. Laut Gästebuch übernachten dort drinnen vor allem Leute mit Zelt, denn draußen wird man von den Mücken gefressen. Dabei muss ich sagen, vielleicht lag es am etwas stärkeren Wind, wir wurden von den Mücken verschont. Nur in den Wald durften wir nicht ohne Mückenschutz gehen, aber da sind gerade die Blaubeeren und die schwarzen Krähenbeeren reif. Auf der Fahrt sahen wir überall Pilze am Straßenrand stehen. An einem Parkplatz hielten wir und suchten selbst Pilze. Klaus fand ein paar schöne Birkenpilze für das Abendessen, dazu Blaubeeren als Vorspeise, was will man mehr?
Es war jedenfalls ein rundum gelungener und entspannter Tag. Die Nacht war sehr ruhig. Als Gesellschaft hatten wir ein Wohnwagengespann aus Finnland und zwei deutsche junge Männer mit einem T3-Pritschenwagen, auf dem sie ihr Zeug hatten, dazu ein Moped und ein Dachzelt.
Das Frühstück nahmen wir wieder auf unseren Platz am Steg ein, alles war so perfekt. Die Trennung fiel uns ziemlich schwer.
Auf dem Weg nach Karesuando kamen wir noch an drei alten Stein-Bogenbrücken vorbei, die 1909 bis 1912 als Teil der Verbindungsstraße zwischen Nedre Soppero und Karesuando gebaut wurden. Sie war bis in die 1960er in Betrieb, dann wurde sie wohl von der heutigen Straße abgelöst. Die Brücken blieben stehen und sind zu besichtigen: die 1. findet man kurz vor Idivuoma, die 2. in Idivuoma und die dritte Brücke kurz dahinter. Die Brücke in Idivuoma besitzt drei Bögen, die anderen beiden nur einen.
In Karesuando überquert man den Grenzfluss zwischen Schweden und Finnland. Direkt vor der Brücke steht ein Gebäude, in dem wir vor 22 Jahren einen schönen geschnitzten Troll gekauft hatten. Heute gibt es hier keine Souvenirs mehr, nur einen Laden für Schneiderbedarf und die Touristinfo. Davor steht ein großer Wegweiser mit vielen Orten auf der Erde. Rechter Hand ist die schöne Kirche von Karesuando zu sehen.
Es war diesmal nur ein kurzer Besuch Schwedens. In Jukkasjärvi hatten wir beschlossen, diesmal doch über Finnland nach Hause zu fahren, da wir viele Sehenswürdigkeiten in Schweden damals schon besucht haben.
Übrigens befinden wir uns immer noch zwischen 300 und 400 Höhenmetern. Der Grenzübergang in Karesuando liegt auf 322 Metern Höhe.
Schon vor 22 Jahren besuchten wir Jukkasjärvi wegen des Eishotels, welches in alle Munde ist. Damals war da noch nicht viel los. Es standen nur ein paar Hütten, die im Sommer vermietet wurden. Das Eishotel selbst wurde in jedem Frühjahr abgebaut, weil es sowieso schmolz. Die besten Stücke, die man aus Eis geformt hatte, bewahrte man in einer großen Halle für das nächste Jahr auf. Dann baute man das Eishotel wieder neu auf. An der Stelle, an der es stand, ragte nur eine igluähnliche Konstruktion in den Himmel.
Heute besuchten wir das Eishotel noch einmal. Wir hatten schon erwartet, dass mehr los wäre, aber unsere Erwartungen wurden weit übertroffen. Erst einmal gibt es nicht genug Parkplätze, weil sich jeder dort umsehen möchte. Dann hatte man eine Art Eingangsportal gebaut, durch welches man das Gelände des Eishotels betritt. Dahinter erwarten die Besucher viel mehr und größere Hütten als früher. Es gibt ein Rezeptionsgebäude und die Riverside-Lobby, in der unter anderem auch Freizeitaktivitäten je nach Jahreszeit angeboten werden.
Dort war früher die igluähnliche Konstruktion stand, erhebt sich heute eine kunstvolle Art von Iglu, mit einer Schaukel unten drunter.
Aber, jetzt kommt´s: wir glaubten unseren Augen nicht zu trauen. Im Fernsehen wird immer noch gezeigt, wie man das Eishotel aus Eisquadern aus dem Fluss zusammen baut. Inzwischen steht hier ein festes, das ganze Jahr zu nutzendes Eishotel. Das Hotel selbst besteht nicht mehr aus Eis, nur das Innere mit den achtzehn Zimmern und den Gemeinschaftsräumen, wie die Bar, ist aus Eis gemacht. Plakate mit Aufnahmen aus dem Inneren stehen vor dem Hotel. Will man sich das Innere des Eishotels ansehen kostet das 26,-€ pro Person, Kinder zahlen weniger.
Am Ufer des Torneflusses stehen dazu drei Glambing-Zelte mit großen Terrassen.
Nachdem wir uns das angesehen hatten, fuhren wir nach Esrange weiter, um uns das schwedische Raumfahrtzentrum anzusehen. Es liegt 25 Kilometer nördlich von Jukkasjärvi mitten im Wald. Leider ist die Straße im Moment in einen desolaten Zustand. Teilweise wird auch daran gearbeitet. Die Fahrt nach Esrange ist also gerade kein Vergnügen. Wenn man es dann endlich geschafft hat, steht man vor einem großen Tor. Dahinter befindet sich der geheime Bereich des Raumfahrtzentrums. Fotografieren ist hier nirgendwo erlaubt.
In dem kleinen Besucherzentrum, der Besuch ist kostenlos, erfährt man einiges Wissenswertes zur Arbeit dieses Zentrums. Es ist das weltweit größte Raumfahrtzentrum, welches auch zivile Kunden nutzen dürfen. Hauptthema sind hier Forschungssatelliten und Wetterballone, deren Entwicklung bis hin zum Start in den Weltraum. Ein kurzer Film über die Arbeit der Station und ein paar Ausstellungsstücke sind zu sehen. Zum Besuch gibt es Kaffee oder Tee gratis.
Nachdem wir uns in das Gästebuch eingetragen hatten, fuhren wir nach Jukkasjärvi zurück. Zwischendurch hielten wir mitten im Wald an einem See, um nachzusehen, ob wir Pilze finden. Leider griffen uns gleich die Mücken an, so dass wir das Vorhaben ziemlich schnell aufgeben mussten.
Am Rastplatz Torneälven hielten wir noch einmal. Der Ort in der Nähe heißt Laxforsen. Es ist also ein Lachsfluss. Gerade versuchten ein paar Angler ihr Glück. Die Lachse halten sich vom Frühjahr bis zum Sommerende in den Flüssen Schwedens auf. Eine große Lachswanderung scheint es hier nicht zu geben.
Es war wieder einmal Zeit einen Campingplatz aufzusuchen und wir fuhren das Camp Alta Kiruna in der Nähe an. Das ist ein schöner großzügiger Campingplatz an einem See und wir blieben zwei Nächte. Für die Nacht mit Strom zahlt man 30,-€, Duschen sind gratis. Da kann man sich nichtbeschweren.
Nachdem wir den tollen Ort Riksgränsen genug genossen haben, setzten wir unsere Fahrt nun in Schweden fort. Wir schreiben den 19. Juli und ich habe das erste Mal auf der ganzen Tour kurze Hosen an, unglaublich, denn der halbe Sommer ist schon fast vorbei.
Es geht weiter auf dem Bjørnfjell, aber jetzt wieder leicht abwärts. Immer wieder sind kleine Wasserfälle zu sehen. Man könnte an jedem Parkplatz wegen der Aussicht anhalten, so schön ist es hier. Die Straße verläuft im Schnitt zwischen 350 und 500 Metern Höhe.
Kurz vor Abisko kommt man an den Torneträsk-See, der sehr groß ist. Ungefähr auf der halben Länge liegt der Bessijåkka-Rastplatz, den wir uns für die Nacht ausgesucht haben. Er liegt etwas abseits der Straße und besitzt einen Zugang zum See. An dieser Stelle kommt ein Fluss aus den Bergen. Der Strand ist steinig und das Wasser eiskalt, aber es ist sehr schön hier. Klaus nutzte gleich die Gelegenheit zum Baden, auch wenn das Wasser kälter als bisher im Atlantik ist.
Am 19. Juni kamen wir mit der Fähre von Dänemark nach Norwegen. Seither hatten wir eine schöne Zeit und vieles gesehen und erlebt, auch wenn das Wetter oft nicht mitspielte. Heute, am 19. Juli verlassen wir Norwegen in Richtung Schweden.
Am Morgen vertankten wir die letzten norwegischen Kronen und machten noch ein Bild vom Bahnhof. Hier beginnt die Strecke des „Artic Train“. Die Strecke dieses Touristenzuges ist 43 Kilometer lang und endet im schwedischen Kiruna. Auf der gleichen Strecke ist auch der Eisenerz-Zug unterwegs, der das Erz von Kiruna, wo es abgebaut wird, nach Narvik in den Hafen bringt, und das zwei bis dreimal in der Stunde.
Die E10, der wir nun folgen, verläuft mehr oder weniger parallel zur Eisenbahnstrecke.Von Narvik aus fuhren wir am südlichen Ufer des Fjordes entlang und stießen dann bei Trældal auf die E10. Kurz davor fährt man über eine weitere Hängebrücke, die Rombaks-Brücke.
Ein letzter Blick in Richtung Narvik und die Rombaks-Brücke lässt sich von einem Aussichtspunkt hinter Trældal werfen. Von nun an steigt die Straße immer weiter an, ganz langsam, um das Bjørnfjell, ein Hochland, zu durchqueren. Die höchste Stelle der Straße haben wir auf 513 Meter registriert. Die Landschaft ist wieder beeindruckend, aber sie ist nicht so kahl, da nicht so hoch, wir die anderen Hochebenen, die wir befahren haben. Traumhafte Aussichten, kantige und rund geschliffene Felsen, dazwischen Moore und Seen. Viele haben hier ihre Häuser gebaut. Anhand der Orts-und Flussnamen gehen wir davon aus, dass die allermeisten Einwohner der Hochebene Sami sind.
Irgendwann kommt man zur Reichsgrenze, die zwischen den Königreichen Norwegen und Schweden verläuft. Kurz hinter der Grenze befindet sich ein großer Parkplatz mit einem Supermarkt. Hier setzten wir unser letztes Kleingeld der norwegischen Kronen um und legten dann auf einem der Picknickplätze eine Kaffeepause ein, mit einer tollen Sicht auf Riksgränsen und den Vassijaure-See.
Oberhalb befinden sich der Bahnhof der Erzbahn, die Talstation eines Skiliftes und das Riksgränsen-Hotel. Der Hauptbetrieb findet hier aber im Winter statt. Die Schneemobile und Pistenraupen sind jetzt im Sommer abgestellt. Selbst das Parken ist jetzt kostenlos.
Die letzte Station unserer Tour durch Norwegen. Durch das kaputte Getriebe, 5. Gang ist verloren gegangen, können wir die Tour nicht mehr weiter ausdehnen. Deshalb entschieden wir uns, uns noch einmal Narvik anzusehen. Vor 22 Jahren waren wir schon einmal hier, aber viel Erinnerung haben wir nicht mehr daran. Wir wissen nur noch, dass das Wetter kalt und grau war. Außerdem sieht es so aus, als hätte damals vieles noch nicht gestanden, vor allem die vielen Einkaufszentren.
Das alte Kriegsgedenkmuseum, welches damals in einem alten Haus in Hafennähe untergebracht war, ist sehr erweitert worden und auf zwei neue Museen aufgeteilt: das Narvik-Museum und das Kriegsmuseum.
Während wir vor 22 Jahren noch einen Tauchtrainer in irgendeiner hinteren Gasse der Stadt suchen mussten, steht heute eine Tauchbasis direkt am Hafen. Dort legen auch Kreuzfahrtschiffe an. Ein altes Dampfschiff, die „Skogøy“, wurde mit Schlagseite im Wasser liegend in Schweden gefunden und man ist dabei es zu restaurieren.
Wir hatten unser Wohnmobil auf einem der langen Supermarktparkplätze nördlich der Bahnlinie abgestellt und waren am Erzhafen entlang zum Stadthafen gelaufen. Jetzt bogen wir am Narvik-Museum in die Stadt ab und kamen bald an der Seemanns-Kirche vorbei. Der Glockenturm steht separat und man kann die Kirche besichtigen. Im Inneren ist sie sehr schlicht, und gleich nebenan kann man in der Caféteria eines Hostels einen Kaffee trinken.
Dann wandten wir uns weiter Richtung Rathaus und kamen am Kreisverkehr zu den Fischhallen. Wir haben ja auf der ganzen Norwegen-Tour festgestellt, dass die Fjorde und das Meer leer sind. Nicht ein Fisch lässt sich sehen, wenn überhaupt, verstecken sich Jungfische unter irgendwelchen Stegen. So gibt es in den Fischhallen auch nur noch an einem Stand frischen Fisch zu kaufen, der Rest wurde zum Restaurant umfunktioniert.
Am Rathaus steht ein großer Wegweiser mit Zielen in Skandinavien und ein paar in Europa. Bis zum Nordpol sind es von Narvik aus noch 2407 Kilometer. Hier und da peppen ein paar Skulpturen das moderne Stadtbild auf. Narvik war im 2. Weltkrieg komplett zerstört worden.
Jetzt mussten wir dringend die Entsorgungsstation anfahren, die sich hoch oben über Narvik befindet. Außerdem ist dort oben die Talstation der Gondelbahn zu finden, die die Besucher, im Winter die Wintersportler, auf das Narvikfjell bringt.
Die Sonne scheint vom blauen Himmel und das Thermometer zeigt 27 Grad in 220 Metern Höhe an, auf der die Talstation liegt. Jedenfalls hat man von dort oben einen phantastischen Blick über Narvik und seine Umgebung mit den blau schimmernden Fjorden. Man kann sogar die Hålogaland-Brücke sehen, über die wir gekommen sind.
Die filigrane Hängebrücke aus Beton wurde erst 2014, nach vierjähriger Bauzeit, fertiggestellt. Die Planungen dafür begannen 2003. Unter der Brücke, auf Narvikseite, verbrachten wir die Nacht ebenfalls mit toller Aussicht. Das schöne Wetter und das viele Blau machen einfach Spaß. 27 Grad Lufttemperatur gab es vor 22 Jahren sicher auch noch nicht.
Am Abend füllt sich der Parkplatz mit Einheimischen, die alle den Sonnenuntergang sehen wollten. Wir machten auch Bilder ohne Ende, denn es ist die letzte der wenigen Mitternachtssonnen, die wir in Norwegen beobachtet haben.
Von Sortland aus steuerten wir quer über die Insel Hinnøya, vorbei an Lødingen bis kurz vor Gausvik. Die Straße führt durch eine phantastische Landschaft, die bei solch schönem Wetter, wie es heute endlich einmal war, noch viel schöner ist. Der Himmel ist blau, das Wasser ist blau, und die Strände, die immer als karibisch beschrieben werden, sehen tatsächlich karibisch aus. Die Welt ist vollkommen, so hätten wir uns das die letzten zwölf Tage gewünscht.
Kurz hinter Kongsvika liegen ein paar Sandstrände, die wir besuchen wollten, aber alle Parkbuchten waren schon belegt. Enttäuscht fuhren wir weiter, bis Sandtorgholmen. Das ist eine kleine Halbinsel mit einem Hotel. Davor liegt ein großer Parkplatz, von dem aus man das Hotel und einen schönen Sandstrand ansehen kann. Das Gebäudeensemble blickt auf eine 250-jährige Geschichte zurück. Auf einer Infotafel sind zwar die heutigen Gebäude beschrieben, aber nicht, was es einmal war. Jedenfalls gehörten noch mehrere Holzgebäude früher dazu, die es inzwischen nicht mehr gibt.
Wir sahen uns die Halbinsel an und genossen eine Weile den Strand. Sogar ich hielt heute einmal die Füße ins Wasser. Die Sonne und das klare Wasser sind zu verlockend.
Dann setzten wir die Fahrt nach einer Kaffeepause fort. Hinter Gausvik fährt man über die Tjeldsundbrücke. Die Hängebrücke verweist darauf, dass wir uns dem norwegischen Festland nähern. Auf den Inseln gibt es keine Hängebrücken. Wir folgten noch ein Stück der E10 Richtung Süden und bogen dann nach Evenes ab, um einen Übernachtungsplatz zu finden. Dabei kamen wir am Flughafen Harstad-Narvik vorbei.
Kurz hinter Evenes liegt ein größerer Parkplatz direkt am Strand. Es ist der schönste Stellplatz, den wir auf der ganzen Tour bisher hatten. Vielleicht liegt das auch am perfekten Wetter. Jedenfalls war gerade Ebbe und das Wasser hatte sich aus der Bucht zurück gezogen. Es war viel los und auch wir wollten das Gefühl der Weite in der Bucht nicht missen. Wir zogen die Schuhe aus und spazierten auf dem Meeresboden bis an die Wasserlinie. In den tieferen Stellen stand noch Wasser, welches sind inzwischen erwärmt hatte. Selbst das Meereswasser ist nicht so kalt, wie man es erwartet.
Es war zu schön, aber uns lockte eine weitere Sehenswürdigkeit. Auf der gegenüberliegenden Landspitze sind noch Reste einer Bunkeranlage aus dem II. Weltkrieg zu sehen, eine ehemalige Küstenbatterie. Davon abgesehen ist der ganze Berg unterbunkert und ist abgesperrter Militärbereich.
Ganz am äußersten Ende der Landzunge steht eine Steinkirche. Es ist nicht wirklich eine Kirche, sondern eher ein Kunstprojekt. Auf den Innenwänden sind Zeichnungen von Menschen, Männern und Frauen, manchmal frivol, und merkwürdige andere Zeichen eingraviert. Es gibt keine Erklärung dazu.
Dann spazierten wir wieder zurück. Zwischendurch genossen wir noch einmal den Anblick der Bucht von einem Picknickplatz aus. Es ist zu schön hier. Zudem ist die Bucht ein beliebter Badeort, ideal mit kleinen Kindern.
Wir entschieden uns, eine weitere Nacht an dieser Bucht zu verbringen. Es ist einfach viel zu schön hier. Am nächsten Morgen, schien immer noch die Sonne, aber es zeigten sich einige Wolken am Himmel. Wir frühstückten in Ruhe und machten dann eine kleine Wanderung. Am Parkplatz steht eine Tafel mit den Wanderwegen in der Nähe, gegenüber, wo der Wanderweg beginnt, stehen Wegweiser mit Kilometerangabe. Das erste Ziel Haugbakken, ca. 1,8 Kilometer entfernt, soll ein kulturelles Erbe sein. Das zweite Ziel, Liakollen, ein Aussichtspunkt mit einem fabelhaften Blick auf 355 Metern Höhe. Für norwegische Verhältnisse ist der Weg direkt komfortabel und leicht ansteigend. Er führt durch einen Wald mit nordischen Weiden und Fichten, am Wegrand wachsen Heidelbeeren, von denen wir naschten.
Es ist eine schöne Wanderung, aus dem Fahrweg wurde später ein Weg und noch später ein Trampelpfad. Schafe kreuzten unseren Weg. Nach einer Stunde standen wir 160 Meter höher am Ziel Haugbakken. Von kulturellem Erbe keine Spur, nur eine flache Lichtung mit Picknickplatz und Gipfelbuch, in das wir uns eintrugen. Ein kleines Rinnsal kam vom Berg herunter, mit sehr klarem und sehr gutem Wasser.
Von nun an geht es steil weiter bergauf zum Liakollen, aber dafür waren wir nicht ausgerüstet. So kehrten wir um und gingen für eine Kaffeepause zum Parkplatz zurück.
Am Nachmittag erkundeten wir noch den kleinen Ort Evenes. Es gibt nur ein paar Häuser, einen Campingplatz und eine winzige Marina. Von der aus verkehrt jedoch eine Art Wassertaxi zum gegenüberliegenden Ort Kjeldebotn, wo es eine Einkaufsmöglichkeit und ein Café gibt. Am Ende der Mole steht ein Kormoran als Kunstobjekt.
Zum Abschluss des Tages spazierten wir noch einmal durch die trocken gefallene Bucht bis zum Wasser, um unsere Füße zu kühlen.
Eine Besonderheit besitzt die Gegend aber noch: alle paar Stunden kommt die Militärpolizei und sieht nach dem Rechten. Sie schreiben alle Fahrzeuge auf, die sich bei der jeweiligen Runde an der Bucht befinden. Manchmal dauern die Notizen auch etwas länger. Keine Ahnung, was die Polizei da alles noch vermerkt. Man darf jedenfalls keine Drohnen fliegen lassen und keine Fotos in Richtung des Berges mit dem Bunker machen. Da wird aufgepasst, alles ganz geheim, aber sie lassen die Leute in Ruhe.
Gerade als wir Sortland passiert hatten, fiel am Wohnmobil der fünfte Gang aus. Na toll und was jetzt? Im vierten Gang zweieinhalb tausend Kilometer nach Hause schleichen und Gefahr laufen, dass das Getriebe ganz kaputt geht, oder zum Wohnmobilhändler in Sortland zurück fahren, den wir schon einmal besucht haben, um uns über sein Angebot zu informieren. Wir entschieden uns für das Zweite, nur ausgerechnet war heute Samstag und es hatte gerade alles zugemacht. Das hieß, wir müssen zwei Nächte auf dem Hof verbringen, der allerdings direkt am Fjord liegt, und auf Montag warten.
Am nächsten Tag, seit gestern Nachmittag scheint die Sonne vom blauen Himmel, besuchten wir Sortland ein zweites Mal. Während die blauen Gebäude der Stadt im grauen Wetter eher die Sache verdunkeln, strahlen sie im Sonnenlicht und machen Sortland besonders. Zudem sind sehr wenige Leute unterwegs, weil die Geschäfte alle geschlossen sind. Man kann sich also in aller Ruhe umsehen und an der Promenade spazieren gehen.
Am Montag morgen, die Werkstätten haben geöffnet, meldeten wir uns in der auf der anderen Fjordseite befindlichen Fiat-Werkstatt. Diese hatten wir gestern noch gefunden und waren der Meinung, dort besser als beim Wohnmobilhändler aufgehoben zu sein. Wir schilderten dem Werkstattmeister unser Problem mit dem 5. Gang und er meinte, es würde eine große Reparatur geben. Aber er meinte auch gleich im Anschluss, wir könnten genauso gut nur im 4. Gang nach Deutschland zurück fahren. Genau dasselbe hatte unser Werkstattmeister zu Hause gesagt, den wir vorher angerufen hatten. Jetzt waren wir beruhigt und traten den Heimweg an.
Am nächsten Morgen gelangten wir mit Hilfe einer weiteren Brücke zur Insel Andøya und hielten gleich dahinter am Rastplatz von Risøyhamn. Hier befindet sich der kleinste Anleger der Hurtigruten-Linie. Der Ort hat nur ein paar Hundert Einwohner. Ca. 70 Meter hinter dem Rastplatz steht der „Königstein“. Mit goldener Schrift sind die Namen dreier norwegischer Könige und deren Besuchsdatum in den Stein gemeißelt.
Ein kurzes Stück weiter steht ein kleines rotes Haus. Hier gibt es Souvenirs zu kaufen und Marmelade, sowie Bonbons aus Moltebeeren. Hinter dem Haus lädt ein kleines Museum ein, sich mit der Geschichte von Risøyhamn, dem Leben und der Fischerei zu beschäftigen.
Kurz hinter dem Dorf trennen sich die Straßen nach Andenes. Die Hauptstraße führt an der Ostküste entlang, aber die touristische Straße führt an der Westküste der Insel Andøya entlang. Zuerst kommt man durch eine flache Landschaft, zwischen der offenen See und einer nicht so hohen Bergkette eingebettet. Es ist eine Moorlandschaft, in der Moltebeeren ihr Zuhause haben. Sie fangen gerade erst an reif zu werden, so dass wir nur sehr wenige probieren können. Dazwischen haben sich die Bauern ein paar Quadratmeter Wiese und Acker dem Moor abgerungen.
Die Bäume werden immer kleiner, die Birken haben seit einer Weile nur noch Zwergwuchs. Immer noch begleiten uns Orchideen, eine Art Knabenkraut, und viele, sehr kleine arktische Pflanzenarten.
Kurz hinter Nøss wird die Landschaft wieder dramatischer. Hohe Felswände aus verwittertem Gneis reichen bis zum Meer hinunter. Der Stein ist in vielen Farben gestreift, mal dünn, mal dick, sehr interessant. Man kann sich gar nicht daran satt sehen.
Am Sandstrand Børra stellten wir unser Wohnmobil auf dem Rastplatz ab, denn wir wollten uns die wohl schönste Toilette der Welt ansehen, die 1,4 Kilometer weiter zu finden ist. Da auf dieser Straße ziemlich viel los ist, werden wir wohl dort keinen Parkplatz finden. Also laufen wir dorthin und genießen die Aussichten an der Küste und die Gneisfelsen. Die Toilette Bukkekjerka ist wirklich sehenswert. Sie wird von einer tollen Betonkonstruktion gehalten und ist ansonsten mit spiegelndem Material verkleidet, bzw. mit einer spiegelnden Glasfront zum Meer.
Im Inneren der Toiletten spiegelt die Rückfront, nach vorne kann man komplett nach draußen sehen, und die Einrichtung ist aus Edelstahl. Man sieht nicht, wo ist innen, wo ist schon außen, unglaublich. Man verliert sich buchstäblich auf dem Klo. Da jeder Benutzer das auch fotografieren will, dauert es entsprechend lange, bis eine Toilette wieder frei wird. Es ist dann schon angebracht, mal darauf aufmerksam zu machen, dass andere auch mal rein müssen.
Da man schon einmal dort ist, kann man auch gleich über einige Trampelpfade zu dem kleinen Leuchtturm spazieren. Wenn man in Richtung Norden blickt, sieht man den „Isar Weltraumbahnhof“. Am 2. November 2023 eröffnete Kronprinz Haakon hier eine Satelliten-Startrampe, von der aus Satelliten in polare und sonnensynchrone Umlaufbahnen gestartet werden.
Seit die erste norwegische Forschungsrakete 1962 in den Weltraum geschossen wurde, ist dieser Stützpunkt ein offenes Weltraum-Forschungszentrum. Hier können sich Kinder, Schüler und ihre Lehrer z.B. über das Phänomen der Nordlichter und die Interaktion zwischen Erde und Sonne informieren.
Am Strand unterhalb des Børra-Rastplatzes liegen viele Gneisbrocken, mit denen man direkt eine Studie betreiben kann. Sie liegen in den verschiedensten Formen und Farben herum. Die meisten haben wunderschöne Streifen und Zeichnungen.
Wir verbrachten die Nacht auf dem Rastplatz, denn er liegt geschützt und ist recht groß. Wie wir so sitzen und auf das Meer schauen, sehen wir eine kleine Insel, die wir bei Google Maps noch nicht gesehen haben. Das nördlichste Ende der Insel Langøya, wo die Orte Nyksund und Stø liegen, konnten wir gut sehen. Bei Vergrößerung von Google Maps tauchte eine kleine Insel namens Anda auf, die die wir ebenfalls sehen konnten. Gleich nördlich der Insel Anda taucht eine winzige Insel auf, die „United Kingdom Of Lambania“ heißt, also Vereinigtes Königreich Lambania. Wow, was hatten wir denn da entdeckt? Dieses Königreich besitzt sogar eine eigene Flagge, ansonsten konnten wir keinerlei Informationen dazu bekommen. Von Stø aus kann man diese Insel sicher in Natura sehen. Das war mal eine Überraschung.
Am Abend klopfte es an unserer Tür und zwei junge deutsche Männer standen davor. Sie meinten, sie hätten eine ungewöhnliche Bitte. Einer von ihnen hat am letzten Zeltplatz seine Gürteltasche mitsamt aller Dokumente und Geld liegen lassen. Sie waren mit dem Fahrrad unterwegs und müssten damit auch wieder die ungefähr dreißig Kilometer zurück fahren. Ob wir nicht mit ihm zurück fahren könnten um nachzusehen, ob die Tasche noch da ist. Eigentlich hatten wir schon Feierabend gemacht und keine Lust mehr zum Fahren, aber man will ja helfen. Also fuhren wir die rund dreißig Kilometer zurück, bis kurz hinter dem Campingplatz, auf dem wir die letzte Nacht verbracht hatten. Zum Glück war die Tasche noch da und der junge Mann heilfroh und unendlich dankbar. Die Straße war abends kaum noch befahren, so dass wir ziemlich schnell wieder zurück waren.
Die nächste Station war der Fischerort Bleik. Von hier aus werden Bootstouren zum Vogelfelsen vor der Küste angeboten. Dort lebt von Juni bis Ende August eine große Kolonie Papageientaucher, sowie Seeadler. Eine eineinhalbstündige Tour kostet 70,-€. Man muss aber vorbuchen oder Zeit mitbringen, denn die Fahrten sind immer ausgebucht. Wir haben mit dem Fernglas die Insel mit dem hohen spitzen Felsen abgesucht, aber es tat sich nichts. Das Boot blieb auch immer an den zwei vorgelagerten flachen Inseln liegen, mit einem kurzen Abstecher zum Felsen. Obwohl der Seegang nicht wirklich stark war, schaukelte das Boot ganz schön. Wer seekrank wird, sollte sich dagegen wappnen.
Ansonsten ist Bleik recht nett. Viele Häuser sind schön zurecht gemacht, manche haben kleine Gärten davor. Man sieht hier mehr Farben also anderswo an den Fassaden. Auf einem der Dächer saß ein Brachvogel und rief immerzu in die Weite hinaus.
Am Ende von Bleik befinden sich ein Campingplatz, ein Stadion und ein Golfplatz, dahinter steigen steile Berghänge auf.
Nun war es an der Zeit sich Gedanken über die Fähre von Andenes nach Gryllefjord zu machen. Wir hatten schon einmal nachgesehen und fanden recht akzeptable Preis dafür. Jetzt aber bekamen wir einen Preis für unser Womo von acht Metern Länge von 225,-€ angezeigt. Außerdem sind die Bewertungen für die Fähre unter aller Kanone. Also entschieden wir uns kurzerhand, auf der Ostseite der Insel Andøya zurück zu fahren und über Sortland in Richtung Narvik zu steuern.
Auf dem Weg nach Andenes kommt man noch am „Spaceship Aurora“ vorbei. Das ist ein Besucherzentrum zur Andøya Weltraumforschung, dem Leben in solch einer Station, die Satellitenraketen und die Forschung über die Nordlichter und die Sonne.
Als wir auf der Ostseite der Insel ankamen, konnten wir zum norwegischen Festland hinüber sehen. Während es hier fast immer tiefliegende Wolken gab, strahlte dort drüben gerade die Sonne vom blauen Himmel. Da wollen wir hin, haben die Nase voll vom grauen, nassen Wetter der Lofoten/Vesterålen, obwohl sie landschaftlich großartig sind.
Ein weiteres Mal bogen wir nach der Überfahrt nach links, auf die kleine Straße ab, die an der Westseite der Insel entlang führt. Wieder Ruhe, Einsamkeit, tolle Aussichten und entspanntes Fahren. Nach mehreren Halts fuhren wir am Eidsfjord entlang und fanden einen Parkplatz zwischen zwei aus den Bergen kommenden Bächen, mit Blick auf den Fjord und das gegenüber liegende Ufer. Im Eidsfjord findet man mehrere Fischzuchtanlagen. Seit dem Mittag kam die Sonne immer mehr zum Vorschein und am Abend schien sie fast immer. Wenn die Sonne einmal scheint, dann steigen die Temperaturen gleich auf gut zwanzig Grad. Wir genossen also die Abendstunden in vollen Zügen.
Zum Abend machten wir uns die Schnecken, die wir an einem Strand auf Hadseløya gesammelt hatten, und richteten sie auf einem Bett aus Blasentang, an Bratkartoffeln an. Hmm, das war lecker. Von dem Blasentang aßen wir nur ein paar Stängel. Auf Grund des hohen Jodgehaltes und mehrere spezieller Inhaltsstoffe sollte man nicht viel von dem Blasentang essen. Zudem besitzt er so viele Ballaststoffe, dass ein paar Stängel ausreichend sind. Dazu gab es Mädesüss-Tee.
Bis spät in den Abend hinein saßen wir draußen, bis die Sonne hinter den Bergen verschwand. Einfach nur genial. Warum kann es nicht wenigstens zu einem Großteil der Reise so schön sein?
Im Norden der Insel Langøya findet sich der Ort Jennestad. Anfang des 20. Jahrhunderts war dies ein großer Handelsort, der mit allem Lebensnotwendigen Geschäfte machte. Dazu trug eine Graphitgrube zum Aufstieg von Jennestad bei. Es gab einen Gemischtwarenladen und eine Werkstatt. Die wichtigsten Gebäude von damals stehen noch und können im Rahmen eines Museumsbesuches von Freitag bis Sonntag besichtigt werden, ebenso eine Galerie. Da wir Donnerstag dort waren, standen wir vor verschlossenen Türen. Hinter dem Haupthaus liegt ein kleiner Skulpturengarten. Leider sind uns die Bilder der Anlage verloren gegangen.
Nur ca. zehn Kilometer weiter kommt man nach Sortland. Diese Stadt ist ein weiterer Anlegehafen der Hurtigruten. Tatsächlich besuchte eines der Schiffe bei unserem Aufenthalt gerade die Stadt. Ansonsten ist die Stadt ziemlich unattraktiv, es ist eher eine Industriestadt. Um doch den Tourismus ein wenig anzukurbeln, kam man im Rahmen eines Kunstprojektes auf die Idee, viele der Gebäude blau anzumalen. Seitdem trägt Sortland den Beinamen „Die blaue Stadt“. Sogar die Gebäude der Küstenwache, in Sortland liegt der Hauptstützpunkt, ist blau. Viele Einkaufszentren ziehen ebenfalls die Besucher an.
Über die Sortland-Brücke kommt man auf die Insel Hinnøya. Dann folgten wir der Stra0e 82 nach Norden und steuerten den Campingplatz „Andøy Friluftssenter“ an, um wieder einmal das Nötigste zu erledigen.