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Archiv für das Schlagwort “Agios Georgios Zypern”

Mietwagentour Avakas-Schlucht

Für drei Tage haben wir uns ein Auto gemietet, um weitere schöne Ecken von Zypern zu erkunden. Über unsere Reiseleitung sollte ein Mietwagen für drei Tage 210,-€ kosten. Auf einem Spaziergang in Paphos sind viele Mietwagenstationen zu finden. Bei S.M.C Savvides Car Rentals Ltd., nahe des Eingangs zu den Königsgräbern, mieteten wir ein Auto für 120,-€ für drei Tage, ebenfalls inkl. Versicherung und Kilometer.

Am ersten Tag fuhren wir die Avakas-Schlucht an, im Süden der Akamas-Halbinsel gelegen. Die Bilder, die wir davon gesehen haben, machten dieses Ziel zu einem Muss für uns, und es ist nichts übertrieben. Aber von vorne.
Nur siebzehn Kilometer sind es vom Hotel Akti-Beach, südlich von Paphos gelegen, bis zum Parkplatz vor der Avakas-Schlucht. Dort steht die kleine weiß-blaue Kirche für die russische Madonna.

Von da aus läuft man noch ungefähr einen Kilometer bis zum Eingang der Schlucht Avakas. Da dieser Weg unbefestigt ist, durften wir mit dem Mietwagen nicht fahren, da sonst die Versicherung erlischt.

Am Eingang zur Schlucht kommt man nur noch zu Fuß weiter. Ein halbwegs schmaler Weg führt in die Schlucht. Am Wegrand stehen an vielen Bäumen oder Sträuchern die Namen derselben, wie in einem botanischen Garten.

Irgendwann fließt ein kleiner Bach am Weg entlang, in dem sich Frösche aufhalten. Freiliegende Sandsteinformationen säumen den Weg, die den Wanderer zum Staunen bringen. Hin und wieder liegt auch Riffkalkstein frei, der etwas grauer als der Sandstein ist und eine etwas andere Struktur hat.

Nach etwa einem knappen Kilometer wird der Weg noch schmaler und es wird etwas „über-Steine-klettern“ verlangt. Nun verjüngt sich die Schlucht mit jedem Meter, so dass sich der Weg und der Fluss ständig kreuzen und auch der Wanderer ständig über den Bach die Seiten wechseln muss. Dabei sind die Steine einmal sehr groß, dann wieder winzig klein und jeder muss sich den für ihn am besten gangbaren Weg suchen. Es bleibt eigentlich nicht aus, dass man doch einmal einen Fehltritt ins Wasser macht. Also unbedingt die richtige Schuhwahl treffen.

Wenn man soweit ist, dann stehen sich die bis zu zweihundertfünfzig Meter hohen Sandsteinfelsen nur noch wenige Meter gegenüber, teilweise stoßen sie oben zusammen. Das ist eine grandiose Schlucht und die Reiseführer haben nicht übertrieben. Der Besuch der Avakas-Schlucht ist ein Muss für Zypernurlauber, allerdings nur, wenn man gut zu Fuß ist. So etwas sieht man nicht alle Tage.

Kurz bevor sich die Schlucht wieder öffnet, kehrten wir um, denn der Weg wurde uns dann doch zu beschwerlich. Also, die gleiche Kletterei wieder zurück, bis zum Eingang der Schlucht. Dort biegt eine unbefestigte Straße zum Restaurant „Viklari“, welches hoch oben auf dem Berg steht, ab. Der Weg ist bei der Hitze draußen relativ anstrengend, aber der Besuch des Restaurants lohnt sich. Die große Terrasse bietet einen Superausblick auf das Meer. Sie ist nur mit Sandstein gestaltet. Die Tischplatten bestehen daraus und die gesamte Dekoration, die zudem noch mit Blumen aufgewertet wird. Da hat sich jemand echt Mühe gegeben.

Das Essen besteht nur aus einem Hauptmenü, welches Pommes, Schaschlyk und einen großen Salat beinhaltet. Snacks gibt es keine, also tranken wir nur etwas und machten uns anschließend auf den Rückweg zum Parkplatz.

Als nächstes Ziel fuhren wir nach Agios Georgios, wo die befestigte Hauptstraße aufhört. Am Ende liegt der kleine Fischerhafen mit einem kleinen Strand. Am Imbiss tranken wir einen Kaffee.

Oberhalb in den Felsen befindet sich eine antike Nekropole, die Peyia Gräber. Wir begnügten uns mit dem Bestaunen eines Teils der in die Felsen gehauenen Gräber von unten her.

Dann traten wir den Rückweg an. Der nächste Stopp waren die Sea Caves Peyia Paphos, Seehöhlen, nicht weit südlich von Agios Georgios. Gleich darüber hat man jede Menge Häuser gebaut und es werden laufend mehr.

Auf der Sea Caves Avenue fährt man weiter nach Süden, bis man beim Wrack der Edro III an die Küste abbiegt. Auf der Jeeptour haben wir das Wrack nur aus einiger Entfernung gesehen. Nun wollten wir näher heran und kamen deshalb von der anderen Seite der Bucht. Von hier aus ist das Wrack fast zum Greifen nahe, so dicht liegt es an der Küste.

Einen weiteren, kurzen Halt legten wir an der Coral Bay ein, wo ein großer und beliebter Badestrand liegt.

Von hier aus fuhren wir etwas in Landesinnere, nach Lemba. Dort fand man bei Ausgrabungen eine Rundhüttensiedlung, die aus der Zeit 3500 bis 2400 v.Chr. stammt. In der Anlage mit sieben Rundhütten sind auch einige schlichte Gräber integriert. Einen Teil der Grundmauern hat man belassen, wie man sie ausgegraben hat. Einen anderen Teil hat man rekonstruiert, aus Holz und Lehm. Sogar Malereien brachte man an den Außenwänden an. Ein Teil der Hütten waren Wohnhütten, andere wohl Lagerhütten, denn diese sind kleiner. Jedenfalls ist es sehr interessant, auch einmal so etwas zu sehen. Der Besuch ist kostenlos. Es gibt eine Infobroschüre über diese Ausgrabungsstätte, die man jedoch nur bei der entsprechenden Stelle kaufen kann. Darüber informiert ein Aushang in der großen Wohnhütte.

Nun fuhren wir das letzte Ziel des Tages an, den Riesenstuhl der Baracas Bay. Aus Amerika kennen wir schon Riesenstühle, deshalb waren wir über diesen hier etwas enttäuscht. Trotzdem macht es Spaß, in dem Stuhl Platz zu nehmen.

Außerdem ist das Ambiente der Baracas Bucht sehr schön und frei. Der St. Georges Beach, den wir von unserem Hotel aus über den Küstenweg zu Fuß erreichten, ist von hier aus schon zu sehen.

 

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