St. Saveur-en-Puisaye
Nach dem Besuch der mittelalterlichen Stadt La Charité-sur-Loire steuerten wir Guédelon an. Hier wollten wir die „selbstgebaute Burg“ besichtigen, von der wir schon viel im Fernsehen erfahren haben. Eigentlich wollten wir inzwischen längst einmal hier gewesen sein, um uns den Baufortschritt anzusehen, das hat aber nie geklappt. Diesmal legten wir unsere Route so, dass wir in Guédelon vorbei kamen. Bei Google Maps hatten wir schon gesehen, dass die Burg geschlossen ist, trotzdem hofften wir, einen Blick auf die Burg werfen zu können.
Als wir dort ankamen, mussten wir enttäuscht feststellen, dass die Burg so mit irgendwelchen touristischen Buden und Gebäuden verbaut ist, dass auch der kleinste Blick nicht möglich ist. Selbst der Parkplatz ist von einem Zaun umschlossen. Während wir überlegten, wo wir die nächste Nacht verbringen wollten, kamen noch mehrere Wohnmobile dort an. Alle waren umsonst gekommen.
Na ja, hilft nix. Im nächsten Ort St. Saveur-en-Puisaye fanden wir einen großen Parkplatz, den wir nun anfuhren.

In dem knapp tausend Einwohner zählenden Dorf gibt es nicht viel zu sehen. Die Aufmerksamkeit der Besucher zieht der Bergfried, oder der sogenannte Sarazenen-Turm auf sich, der sich direkt neben dem großen Parkplatz erhebt. Er wurde Ende des 11. Jahrhunderts auf einem Felsvorsprung erbaut. Der Turm war ursprünglich von einer Ringmauer umgeben, deren Fundamente noch sichtbar sind. Diese waren mit der Dorfmauer verbunden. Allerdings weiß niemand, ob der Turm schon immer alleine stand, oder ob er zu einer Befestigungsanlage gehörte. Auf jeden Fall wird der Sarazenen-Turm gerade restauriert und für die Eröffnung vorbereitet.

In der Nachbarschaft des Turmes befinden sich das alte Schloss, das heutige Museum Colette, und die Orangerie des Schlosses. Diese wird heute als Festsaal und Gästehaus genutzt.
Davor breitet sich ein großer Park aus.

Die Rue de la Roche führt vom Parkplatz zum Dorfzentrum mit dem Marktplatz. Dort sind eine Weinstube/Bistro sowie ein Torgebäude mit Uhr und Glockenspiel zu finden. Es ist ein ganz hübsches Ensemble.


