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Obidós Lagune

Von der Halbinsel Setúbal zur Lagune von Obidós fuhren wir durch eine Berglandschaft mit oft sandigem Boden, vielen Kiefern und einigen kleinen Korkeichenwäldern. Die Straßen sind ziemlich schlecht. In den Küstenregionen sind manchmal Salinen und Reisfelder zu finden, auch Weinanbau ist wieder ein Thema.

Die Lagune von Obidós ist ein Erholungsgebiet und wird durch eine Sandbank vom Atlantik getrennt. Dadurch ist das Wasser ruhiger. An der breitesten Stelle misst die Lagune ca. 1,8 km, die Länge beträgt heute noch 5 Kilometer. Jetzt, nach monatelangem Regen ist das Wasser braun, aber wenn man die Lagune von einem etwas erhöhtem Standpunkt aus betrachtet ahnt man schon, dass es ein sehr schönes Gebiet ist.

Wir stehen auf dem Wohnmobilstellplatz in Foz do Arelho, direkt am Ufer der Lagune. Die Nacht kostet 10,-€, inklusive aller Serviceleistungen. Nur eine warme Dusche kostet 1,-€ extra. Steht man in der ersten Reihe, dann zahlt man noch 2,-€ drauf, aber bei dem eher herbstlichen Wetter mit Regen und Sturm ist es besser, man steht etwas geschützter.

Seit wir vor vier Tagen von Milfontes aufgebrochen sind regnet es fast ununterbrochen, meist heftig, seit gestern stürmt es dazu. In der Wettervorhersage zeichnet sich auch in den nächsten eineinhalb Wochen keine Änderung ab. Nicht das, was man sich für eine Erkundungstour wünscht.
Egal, wohin man sieht, es herrscht in ganz Europa, bis hin nach Marokko und zur Türkei, das gleiche schlechte Wetter. Die Temperaturen sind auch überall gleich, nur dass es im Süden regnet und im Norden schneit. Solch einen Winter haben wir noch nie erlebt.

Die Stadt Foz do Arelho reicht von der atlantischen Küste weit ins Landesinnere, entlang der Lagune. Die Häuser schmiegen sich an die Hänge. Viele Häuser und Grundstücke lassen auf Eigentümer mit viel Geld schließen. Am Strand entlang reihen sich Restaurants und Strand-Bar´s.

Nicht weit vom Stellplatz ragt ein einsamer Löss-Felsen aus der Landschaft, mit einem großen Loch darin. Er hat den Namen „Penedo Furado“. Normalerweise findet man solche Felsen in Küstennähe, wo Wind und Wellen ihr Werk verrichten. Deshalb geht man davon aus, dass vor mehreren tausend Jahren die Lagune von Obidós zum Meer hin offen war, und weniger verschlammt. Dazu lag der Meeresspiegel etwas höher. Trotzdem ist dieser einzelne Felsen etwas besonderes.

Am Südrand der Altstadt von Foz do Arelho stehen alte Gebäude mit einem vernachlässigten großen Garten und alten Platanen. Es sieht aus, als wäre das einmal eine Abtei gewesen. Im Garten beobachteten wir eine Ziegenfamilie und einen Pfau.

Das Umland von Foz do Arelho ist von Kiefern- und Eukalyptuswäldern umgeben. Eukalyptus ist hier offensichtlich ein wirtschaftlicher Faktor.

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