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Archiv für das Schlagwort “Kalkbrennofen Vilaboa”

Pontevedra

Das nächste Ziel für uns sollte Vigo sein, auf das ich mich schon gefreut hatte. Jules Verne hatte die Stadt zweimal besucht und es wird an manchen Stellen mit Skulpturen daran erinnert. Zudem soll die Stadt recht hübsch sein. Leider bietet sie keinen Parkraum für größere Wohnmobile. Der eine Stellplatz am Stadtrand ist nur nach längerer vorheriger Anmeldung nutzbar. Also mussten wir Vigo unverrichteter Dinge verlassen. Wir fuhren über die Brücke, die den Rio Vigo überspannt, und fanden einen kleinen Parkplatz am Rande der Bucht Vigo. Dort hielten wir um das nächste Ziel zu finden. Gerade regnete es wieder in Strömen, was die Sache auch nicht einfacher macht.

Der Parkplatz trägt den Schriftzug „Vilaboa“. In der Bucht schwimmen viele Gestelle zur Muschelzucht im Wasser. Die Anfänge der Muschelzucht lassen sich hier bis ins 8. Jahrhundert v.Chr. zurückverfolgen. Die Muschelzucht ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region.

Sehenswert und überraschend ist der Kalkbrennofen, der sich unterhalb des Parkplatzes befindet. Der Standort des Ofens ist für diese Gegend ungewöhnlich, da es keinen Kalkstein in der Umgebung gibt. Der benötigte Kalkstein wurde per Schiff aus Kantabrien herangeschafft und in dem Ofen mehrere Tage gebrannt. Der gebrannte Kalk wurde dann vielfältig eingesetzt.

Wir befinden uns jetzt an der Rías-Küste. Sie zeichnet sich durch tief ins Land eingeschnittene Meeresarme, ähnlich den Fjorden, aus.
Unser nächstes großes Ziel soll Santiago de Compostela sein, aber das Wetter soll sich erst in drei Tagen bessern. Deshalb entschieden wir uns, vorher noch zwei andere Orte zu besuchen.

Zuerst fuhren wir Pontevedra an. Die Stadt liegt am Ende der Pontevedra-Bucht. Im Süden der Stadt, direkt am Ufer der Bucht, parkten wir auf dem großen freien Platz. Es regnet in Strömen, und es nieselt, immer abwechselnd. Wir warteten bis zum nächsten Tag, in der Hoffnung, dass es eine kleine Regenpause geben würde. Leider wurden wir enttäuscht. Um nicht ganz umsonst in Pontevedra gewesen zu sein, machte ich mich alleine auf, die Stadt zu erkunden. Begonnen habe ich den Rundgang immer dem Flussufer folgend. Dabei kam ich zu mehreren Brücken, die den Rio Lérez, der in die Pontevedra-Bucht fließt, überspannen. Jede Brücke hat ihr vollkommen eigenes Aussehen. Die Ponte da Barca ist eine alte Steinbrücke, dann folgt die moderne Ponte das Correntes, bis man zur Ponte do Burgo kommt. Dies ist eine alte Römerbrücke, die bis heute für den Verkehr freigegeben ist.

Hier bog ich in die Altstadt ab und kam zum Teucro-Platz, der von schönen alten Gebäuden umringt wird. Der Teucro-Brunnen ist sehenswert.

Ich ging immer weiter geradeaus, kam zu weiteren Plätzen und architektonisch beeindruckenden Häusern. Fast alle Gebäude wurden aus grauem Granit gebaut. Dadurch wirkt das Antlitz der Stadt etwas düster, vor allem bei schlechtem Wetter.

Irgendwann muss ich dann wohl die falsche Richtung eingeschlagen haben und verlief mich. Ich musste nach dem Weg fragen und wurde wieder in die falsche Richtung geschickt. So kam ich zum Bahnhof von Pontevedra, inzwischen völlig durchnässt. Bevor ich weiter durch die Stadt irre, setzte ich mich dann in ein Taxi und ließ mich für 6,-€ zum Parkplatz fahren.

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