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Batalha

Nordöstlich von Alcobaça liegt Batalha. Kurz vor Batalha wollten wir noch eine ruhige Nacht in dem kleinen Ort Calvaria de Cima verbringen. Dort bietet man einen kostenlosen Stellplatz mit Ver- und Entsorgung an. Da der Platz jedoch mitten im Wald liegt, am Fußballplatz des Ortes, war uns ein längerer Aufenthalt zu gefährlich. Überall waren Bäume umgefallen, und Äste abgeknickt. Die meisten Bäume des Waldes hatte der Sturm „Kristin“ in Schräglage gebracht. Wir befürchteten, dass der nächste Windstoß einen dieser Bäume auf unser Wohnmobil fallen lässt. Deshalb mussten wir weiter fahren.

Das alles bestimmende Ziel in Batalha ist das Dominikanerkloster Santa Maria da Vitória. Der Grundstein für dieses Kloster wurde 1385 gelegt. Der Bau dauerte zweihundert Jahre. Wir hatten uns dieses Kloster, welches zum UNESCO-Welterbe zählt, für einen Besuch ausgesucht. Es besticht durch seine gotische Architektur. Durch die prunkvollen manuelinischen Elemente, nach König Manuel I. benannt, der im frühen 16. Jahrhundert Portugal zu seiner wirtschaftlichen und kulturellen Blütezeit führte, bekommt das Kloster einen besonderen Glanz. Der manuelinische Baustil vereint verschiedene europäische Baustile, die mit maritimen Ornamenten erweitert wurden. Eingeordnet wird der Baustil in die Zwischenzeit von Gotik und Renaissance. Auf jeden Fall ist dieses Kloster ein Hingucker. Nur zu besuchen war es gerade nicht. Durch die Sturmschäden von „Kristin“ hat man das Kloster für einige Tage geschlossen, aus Sicherheitsgründen. Das fanden wir mehr als schade, denn die Bilder, die man so sieht, machen neugierig.

So blieb uns nur die Umrundung des Klosters, was auch sehr interessant ist. Auffallend sind mehrere Säulen, die aussehen, als wären dort in früheren Zeiten Turmspitzen oder eine Kuppel darauf gewesen. Eine Informationstafel klärt darüber auf, dass dies der Raum mit sieben Grabkapellen ist. Er wurde 1434 begonnen und nie vollendet.

Nun richteten wir unsere Schritte in die kleine Altstadt von Batalha. Dabei kommt man zuerst zu einer kleinen Kirche, die Kirche der Kreuzerhöhung. Die Einwohner der Stadt hatten den Wunsch nach einer Pfarrkirche. Man entsprach diesem Wunsch und baute 1532 diese kleine Kirche. Sie ist im Ganzen schlicht, zeichnet sich aber durch ein wunderschönes Portal aus. Es weist barocke und manuelinische Elemente auf.

Das alte Holzdach des Kirchenschiffs stürzte 1858 bei einem Erdbeben ein. Man nutzte die Gelegenheit und baute neben einem neuen Kirchendach auch einen neuen Glockenturm, im gleichen Stil wie das Portal.

In den Gassen der kleinen Altstadt sind einige sehr schön erhaltene alte Gebäude zu finden. So auch die Kapelle der Santa Casa da Misericórdia. 1714 als Sitz der Bruderschaft des Hospitals der Heiligen Maria vom Sieg erbaut, wandelte man es später zum Haus der Barmherzigkeit um. Kurz darauf errichtete man daneben eine Kapelle, wo einst eine alte Kirche stand.

Etwas von der Altstadt entfernt befindet sich die Kooperative der Weinhersteller von Batalha. Der Shop war geschlossen, wahrscheinlich hatten sie noch mit dem aufräumen der Sturmschäden zu tun.

Zum Schluss unseres Rundgangs durch Batalha trafen wir auf die winzige Kapelle Nossa Senhora do Caminho. Das Baudatum ist unbekannt. Man vermutet jedoch, dass dieses Marienheiligtum vor zwei- bis dreihundert Jahren von Mönchen des Klosters erbaut wurde. Einer alten Legende nach erschien das Bildnis der Jungfrau Maria mehrmals an dieser Stelle, woraufhin man diese kleine Kapelle baute.

Das Wohnmobil hatten wir auf dem Stellplatz der Stadt abgestellt, wo wir auch übernachteten. So konnten wir, als es draußen dunkel war, die schöne Beleuchtung des Klosters bewundern.

Hinter diesem Parkplatz liegt ein kleiner Park, direkt am Fluss. Dort halten sich Gänse und Flugenten auf. Der Fluss führt so viel Wasser, dass es sogar einen reißenden Wasserfall gibt.

Seit wir am 22. Januar in Milfontes zur Heimreise aufbrachen regnet es jeden Tag. Es bleiben meistens nur ein bis zwei Stunden am Tag, an denen es eine Regenpause gibt. Eine solche Regenpause hatten wir beim Besuch von Alocbaça und Batalha erwischt.

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