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Odemira

Von Vila Nova de Milfontes aus unternahmen wir eine Rundreise mit dem Hauptziel Odemira. Begonnen haben wir die Fahrt am Flohmarkt in Brunheiras, zwei Dörfer weiter. Dieser Flohmarkt ist eigentlich ein Wochenmarkt, der Samstags stattfindet. Jemand sagte sogar, dass er nur jeden 2. und 4. Samstag im Monat geöffnet ist. Angeboten wird alles von Lebensmitteln, Bekleidung, Haushaltswaren, Gartenzubehör und Pflanzen sowie Kleinvieh. Mehrere Stände sorgen für das leibliche Wohl. Hier geht es ziemlich lautstark zu und es ist ein besonderes Erlebnis.

Von Brunheiras fuhren wir über São Luis nach Odemira. Es ist eine schöne Fahrt über Land, welches sich schon von der Küstenlandschaft unterscheidet.

Nördlich von Odemira liegt ein Wanderparkplatz, Estação da Biodiversidade da Ribeira do Torgal. Von hier startet ein Wanderweg entlang eines Baches. Sehenswert ist schon der Startpunkt mit der hellen Bogenbrücke und Felsformationen.

Da taucht man auf dem Weg in eine Landschaft ein, die aussieht, als wäre das Wort Trockenheit hier fremd. Der Wald ist zwar im Winter nicht so grün wie an der Küste, aber die kahlen, zum Teil alten Bäume verleihen dem Bachteil ein eigenes Aussehen.

Unser Wanderziel war eigentlich die Klamm „Pego das Pias“, aber wegen des vielen Regens über die letzten Monate ist der Weg teilweise eine Seenlandschaft und nur mit Gummistiefeln zu begehen. Wir kamen dort leider nicht weiter, sehr schade.

Also fuhren wir nach Odemira weiter. Die Kleinstadt, die eher wie ein Bergdorf anmutet, liegt direkt am Fluss Mira, der in Milfontes in den Atlantik mündet. Hier finden sich große Supermärkte, in denen man sich auch einmal mit Lebensmitteln eindecken kann, die die kleinen Läden in Milfontes nicht bieten.

Odemira selbst ist ganz schön, eingebettet in eine Hügellandschaft. Wohnmobile kann man am südlichen Ufer der Mira parken. Von dort aus sind an einem Hang große Buchstaben zu lesen, die das Wort „Chocolate“ formen.

Wir starteten unseren Rundgang durch Odemira an der Fußgängerbrücke, die vom Parkplatz zur Altstadt führt. Diese ist nicht groß und zieht sich einen Hügel hinauf. Während das Flussufer auf beiden Seiten hübsch und neu gestaltet ist zeigt sich die Altstadt in einem schlechten Zustand. Nur wenige Häuser sind restauriert, aber viele Gassen weisen einen neuen Belag auf. Man bemüht sich offensichtlich, die Altstadt auch wieder schön zu machen.

Ganz oben stehen zwei Kirchen.

Von dort aus spazierten wir wieder zum Fluss hinunter. An der Fachwerkbrücke, über die der Verkehr über die Mira fließt, lädt ein kleiner Aussichtspunkt zu einer Pause ein.

Auf der gleichen Ecke steht ein Hinweisschild zur Schokoladenmanufaktur. Zweihundert Meter sind es noch bis dorthin. Sie befindet sich an einem Hang. Von der kleinen Terrasse des Hauses hat man einen wunderschönen Blick über Odemira, bis hin zu einer Figurengruppe, dem „Monumento ao Cante Alentejano“. Der Cante Alentejano ist ein traditioneller polyphoner Gesang, der im unteren Alentejo gepflegt wird. Seit 2014 steht er auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO.

In der kleinen Schokoladenmanufaktur de Beatriz werden Pralinen und Tafelschokolade angeboten, die mit verschiedensten Zutaten ergänzt wird, angefangen von Kokos über Ingwer bis hin zu Chilli. Einhundert Gramm werden zwischen 6,90 und 7,90€ verkauft. Neben ein wenig Schokolade, die wir kauften, tranken wir noch einen heißen Kakao auf der Terrasse, gerade richtig bei den herrschenden kühlen Temperaturen.
Dann fuhren wir nach Milfontes zurück.

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