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Caldas de Reis

Inzwischen sind wir nicht mehr weit von Santiago de Compostela entfernt. Die Hinweisschilder zum Jakobsweg mehren sich, sowohl für die Pilger per Fuß, wie auch für die Fahrradfahrer.

Seit Vigo befinden wir uns im Gebiet Galicien, der nordwestlichsten Provinz Spaniens. Caldas de Reis ist eine Kurstadt und die vorletzte Station des Jakobsweges aus Portugal.

Die heißen Quellen, die den Ort ausmachen, schätzten schon die alten Griechen, die sich so weit von zu Hause entfernt hier ansiedelten. Die Griechen wurden dann durch die Römer abgelöst. Von ca. 400 bis zum Jahr 561 war die Stadt sogar Bischofssitz. Sie ist also sehr alt.

Ende des 20. Jahrhunderts gewann der Badebetrieb in Caldas de Reis wieder an Bedeutung. Das „Balneario Hotel Dávila“ ist ein schönes Beispiel der Bäderarchitektur dieser Region. Am Fuße des Hotels sprudelt die Quelle „Fonte termal das Burgas“. Leider hängt ein Schild an der Quelle, die anzeigt, dass dies kein Trinkwasser ist.

Im Park „A Tafona“ gibt es eine weitere Bademöglichkeit, mehrere kleine Pools. Leider waren sie bei unserem Besuch geschlossen.

Der Park befindet sich in der Ecke, die von den Flüssen Rio Bermaña und Rio Umia gebildet wird. Kleine Skulpturen aus Stein, aus dem Reich der Phantasie, sind sehr hübsch.

Ganz in der Nähe lädt ein Botanischer Garten zum Bummeln ein, der am Ufer des Rio Umia liegt. Zu dieser Jahreszeit gerade sieht er nicht wirklich schön aus, aber Azaleen und Kamelien blühen. Verschiedene alte Nadelbäume haben ebenfalls ihren Platz im Park, wie auch Araukarien.

Sehr hübsch ist der Platz Martin de Herrera, in dessen Nachbarschaft die palmenumrahmte Kirche San Tomé Becket steht.

An diesem Platz fanden wir den Hinweis zur „Römerstraße Vía 19“, heute die Rúa Real. Sie ist Teil des portugiesischen Jakobsweges von Braga nach Astorga. Die meisten Häuser an dieser Straße sind uralt. Ein schönes Hotel trägt den Namen „Vía XIX“.

Spaziert man die alte Römerstraße weiter kommt man zur römischen Brücke „do Rio Bermaña“. Sie besitzt nur drei Bögen und ist fast handlich klein. Sogar Bänke zum Ausruhen sind in die Brückenwangen eingelassen.

Hat man die Brücke überquert steht man vor dem Brunnen „Fonte de Campo da Torre“. Das Wasser sprudelt an beiden Seiten des Brunnens, auch hier als „kein Trinkwasser“ ausgewiesen.

Es ist ein echtes Erlebnis, ein so langes Stück Geschichte entlang zu laufen. Dazu kommt, dass es auf dem Jakobsweg im Moment sehr ruhig zugeht.
Die kleine Stadt Caldas de Reis hat uns sehr überrascht.

Für Wohnmobilfahrer stellt die Stadt einen kleinen kostenlosen Stellplatz mit Ver- und Entsorgung zur Verfügung.

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