A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Archiv für den Monat “Juli, 2012”

Kinston – North Carolina

Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass die herrlich sandigen Küstenabschnitte der Ostküste der USA nichts für uns sind. Als Otto-Normaltourist hat man es echt schwer, einen Zugang zu den Stränden zu finden. Es ist hier wie in Florida, alles ist voller Privatgrundstücke, Hotels und Golfplätze. Dort, wo der Normaltourist dann doch einmal Zugang hat, sind gefühlte Millionen Menschen unterwegs, es gibt keinen freien Parkplatz mehr, Staus und Shops ohne Ende. So war es wieder in Myrtle Beach.
 Nach den Strapazen der letzten guten Woche haben wir nun eine Ruhepause eingelegt, und zwar in einem sehr schönen Naturpark mit einem angeschlossenen, kleinen und ruhigen Campingplatz, direkt am Flüsschen Neusse, südlich von Norfolk. Hier lässt es sich gut entspannen und neue Kräfte tanken.
 Auf dem Weg hierher sind wir durch weites Farmland, ausgedehnte Wälder, zahlreiche Sümpfe und Flüsse gefahren. In der Ausstellung des Naturparks erlebt man die Pflanzen- und Tierwelt von North Carolina, wo wir uns gerade befinden. Da ist neben Falken, Hirschen, Waschbären, Schildkröten und Ottern auch wieder die Rede von giftigen Schlangen und Spinnen. Auf dem letzten Campingplatz im Myrtle Beach Statepark wurde eindringlich vor der Kupferkopf-Klapperschlange gewarnt. Mancheiner hat sie wohl schon im Zelt gehabt. Die allgegenwärtigen Ranger in den Parks schaffen dann Abhilfe. Nachts sollte man unbedingt eine Taschenlampe mitnehmen und feste Schuhe tragen. 5 giftige Schlangenarten, davon 3 Klapperschlangenarten und 2 giftige Spinnenarten wie die Schwarze Witwe gibt es in North Carolina. Da bewegt man sich schon etwas vorsichtiger.

Gestern war der 4.Juli, der höchste Feiertag der Amerikaner. Wir haben noch nie so viele Feuerwerks-Verkaufsbuden gesehen, wie in den letzten Tagen.
 Am Abend konnten wir am gegenüberliegenden Flussufer einen kleineren Biber entlanglaufen und im Grünzeug stöbern sehen. Er hat zwar bemerkt, dass ich ihn beobachte, aber er hat sich nicht stören lassen. Ich war zu weit entfernt für ihn. Ich wusste gar nicht, dass Biber soweit zu Fuß laufen. Außerdem haben wir unseren neuen Gasgrill ausprobiert. Dafür hatten wir uns ein richtig dickes Steak gekauft, mariniert und in einer viertel Stunde war es durch. Dazu habe ich Zwiebeln gebraten. Das war echt lecker.
 Die Feierlichkeiten zum 4. Juli waren am Abend ein Life-Konzert, bei dem die halbe Stadt anwesend war und ein großes Feuerwerk, dem wir in der 1. Reihe in unseren Liegestühlen gefolgt sind. Es fand direkt auf unserem Campingplatz statt. Morgen fahren wir nach Norfolk weiter. Es sind 38°C im Schatten, abends um 18 Uhr.

Myrtle Beach – South Carolina

Uuiiih, jetzt sind wir mitten in die Hitzewelle geraten, die seit sechs Tagen über dem mittleren Osten der USA liegt und sich inzwischen auf fast die gesamten USA ausgebreitet hat. Es sind 39 °C, dazu die Feuchtigkeit aus dem Sümpfen, das ist einfach nur mörderisch.
 Mit einer Zwischenstation in Brunswick, wo wir uns die Altstadt angesehen haben und am Leuchtturm auf St. Simons Island waren, haben wir Myrtle Beach nördlich von Charleston erreicht. Bei der Hitze kommt man jedoch zu Fuß nicht weit und ohne die obligatorische Flasche Wasser sowieso nicht. Ich bin ja nicht empfindlich, aber das ist selbst für mich zu viel. Sogar die Klimaanlage im Auto kommt kaum noch dagegen an.
 Die Rückfahrt nach Tampa hat uns am Ende acht Tage Zeitverlust und fast 500,-$ für Sprit gekostet. Jetzt haben wir fast den Breitengrad erreicht, den wir in den Great Smoky Mountains erreicht hatten und wir können unsere Tour endlich fortsetzen und uns in Richtung Kanada vorarbeiten. Öfters sollte so etwas nicht vorkommen, denn dann wird die Zeit bis zum Wintereinbruch, die uns noch bleibt, zu knapp. Dann müssen wir mindestens in Chicago sein. 

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