A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

El Morro – New Mexico

Das El Morro National Monument ist ein weiteres, unvergleichlich schönes Stück Landschaft. Das ist eine große Felsformation aus gelbem, rotem und weißem Sandstein, die sich aus der Wüstenebene erhebt. Vom Besucherzentrum aus kann man sich diese Formation erschließen. Für die nicht so großen Wanderer gibt es einen kleinen Rundweg, der am Fuße des Inschriften-Felsens entlang führt. Seit jeher ist diese Formation ein Wegpunkt für Reisende, auch weil dort ein nie versiegender Wasserpool existiert. Er wird nur von Regen und Schnee gespeist, es ist keine Quelle. Die Ureinwohner hinterließen Malereien und Nachrichten, die Spanier und später die Amerikaner, vom Soldaten bis zum Abenteurer, hinterließen ihre persönlichen Inschriften.
Dann führt der Rundweg wieder zurück. Wir wollten aber alles sehen und nahmen den fast 2-stündigen Weg auf den Felsen auf uns und wurden mit unbeschreiblichen Eindrücken bombardiert. Der höchste Punkt des Felsens liegt bei 2274 Metern. Wir brauchten nur um die 74 Meter über eine Serpentine an der Rückseite des Felsens zu überwinden und wurden mit einem atemberaubenden 360°-Blick belohnt. Die Formation beschreibt ein U, in dessen Mitte eine fast von der Umwelt abgeschlossene eigene Welt existiert, in deren Mitte wiederum eine Felsnadel steht.

Zwei in den Felsen gehauene Linien kennzeichnen den Wanderweg ganz oben. Auf den kahlen Felsen wachsen irgendwie noch Bäume, unglaublich. Der gelbe Sandstein wechselte in weißen Sandstein, der manchmal rote Kappen hatte. In den Felsen gehauene Stufen, Handläufe und andere Hilfsmittel halfen beim Passieren natürlicher Hindernisse.

 

 

 

So hoch oben, über allem, kommt man sich frei wie ein Vogel vor. Am Ende des Wanderweges auf dem Felsen überraschen Ruinen des Atsinna Pueblos den Wanderer, die 1950 gefunden und für die Nachwelt erhalten wurden. Um 1400 verließen die Atsinna dieses unzugängliche Pueblo und zogen in das Zunital. Das Zuni Pueblo ließen wir aus. Es wurde 1540 von den spanischen Entdeckern gefunden, die auf der Suche nach 7 Goldenen Städten des Cibola-Gebietes waren, heißt es. Gold gab es nicht, dafür Silber und Türkise. Die Zuni sind für ihre besonderen handwerklichen Fähigkeiten im Bereich des Schmucks, der Töpferei und der Fetische berühmt. Wir haben von den Acoma und Zuni erst hier erfahren.

Übernachtet haben wir als einzige Gäste auf dem Campingplatz des Parks. Der liegt mitten in der Wildnis und wir hatten gehofft, wieder das Lachen, Kichern und Heulen der Kojoten zu hören, aber es war absolut nichts zu hören. Es herrschte absolute Stille und Finsternis. So dunkel hatten wir noch nie geschlafen und man spricht von Wölfen in dieser Gegend.

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