A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Alutaguse

Herbststimmung in Kuramäe- Ende Juli

Die ganze Gegend in Nordosten Estlands, zwischen Jõhvi und dem Peipussee wird Alutaguse genannt. Es ist die Gegend für Bärenbeobachtungen. Da man jedoch keine Ahnung hat, wo sich die Tiere bevorzugt aufhalten, hat es auch wenig Zweck, sich irgendwo auf die Lauer zu legen. Es gibt zwar Anbieter für Bärenbeobachtungstouren, aber da kostet eine Nacht um die 105,-€. Von einer Hütte aus können Bären, Marderhunde, Füchse usw. beobachtet werden. Sie werden mit Futter in der Nähe gehalten, so dass Sichtungen fast garantiert werden.
Wir fuhren frohen Mutes, vielleicht doch ganz zufällig irgend etwas vors Gesicht zu bekommen, nach Alutaguse. Schon der erste Versuch, in der Wildnis aus dem Auto zu steigen und sich im Wald zu bewegen, scheiterte kläglich an den Myriaden von Pferdefliegen. Da hilft auch kaum ein Antimückenmittel. Bei Temperaturen um 28 Grad will man nicht mehr als nötig anziehen. Da wäre ein Ganzkörperkondom aus Gaze eine glänzende Idee. Wir übernachteten auf dem Parkplatz des Kuramäe-Klosters. Von dort wollten wir uns die Kurtna-Seen ansehen. Gerade einmal zwei von ihnen konnten wir besuchen, dann waren uns die Bremsen zu viel. Das macht einfach keinen Spaß.

Kuramäe-Kloster

Dafür besichtigten wir das Kuramäe-Kloster, oder wie es richtig heißt: Nonnenkloster des Einschlafens der Gottesmutter in Püchtitz. Es ist das letzte noch arbeitende Frauenkloster in Estland und steht auf dem mit 91m höchsten Hügel der Umgebung. Bauern dieser Gegend sollen im 16. Jahrhundert auf diesem Hügel eine Vision gehabt haben. Wenig später fanden sie bei der alten Eiche eine Ikone. Diese Szene wird auf einem Wandgemälde am Haupteingangstor des Klosters abgebildet. Zuerst bauten die Bauern eine Kapelle, später wurde ein Kloster daraus. 150 Nonnen leben und arbeiten heute noch autark innerhalb der Mauer, die das Klostergelände umfasst. Neben der orthodoxen Kirche gehören weitere Kirchen, Wohnhäuser und ein Park zum Kloster. Der Besuch ist kostenfrei, aber es werden Souvenirs, Ikonen, Süßigkeiten usw. zum Kauf angeboten. Alles ist in einem einwandfreien Zustand.

altes Apothekengebäude

Zum Dorf gehören neben dem Kloster u.a. die alten Gebäude der Schule, des Hospitals, der Apotheke und das Haus des Arztes. Im Hospital sind heute die Post und die Internetstelle untergebracht. Die Apotheke wird inzwischen als Hostel genutzt. In dem kleinen einfachen Restaurant, welches dazugehört, wird original estnisch-russische Küche angeboten. Da stehen Soljanka, Borschtsch und Pelmeni auf der Speisekarte. Wir entschieden uns für die hausgemachten Pelmeni, gefüllt mit Hackfleisch, zu denen Smetana, Salat und Brot gereicht wurden.

heilige Quelle von Kuramäe

Etwas abseits des Klosters, in der anderen Richtung vom Parkplatz aus, ist die heilige Quelle zu finden. Es gibt ein primitives Badehaus, um im heiligen Wasser zu baden. Noch etwas weiter befindet sich ein Quelltopf, in dem man das heilige Wasser schöpfen kann. Kanisterweise schleppen es die Leute nach Hause. Natürlich nutzten auch wir die Gelegenheit, unsere Wasserreserven mit gutem Quellwasser aufzubessern.

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