A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Nonnental

Auf der Halbtagestour, die vom Hotel angeboten wird, werden zwei Ziele angefahren: das Nonnental und Monte.
Der Ausflug zum Nonnental, dabei geht es zum Aussichtspunkt Eira do Seerado, ist unglaublich. Die Fahrt dorthin über die schmalen Serpentinen, durch einen Eukalyptuswald, ist schon toll. Oft bieten sich Ausblicke auf die Küste oder in Bergtäler.
Eira do Serrado liegt auf 1094 Meter Höhe. Knapp unterhalb befindet sich der Parkplatz, an dem ein Hotel, ein Souvenirladen und ein Café liegen. Vom Parkplatz aus führt ein Weg bergauf zum Aussichtspunkt. Man ist direkt geflasht von dem, was sich bietet. Schroffe Bergspitzen, steile Abhänge und ganz unten, 700m tiefer im engen Talkessel, liegt das Dorf Curral das Freiras, auch als Nonnental oder Stall der Nonnen bekannt.

Der Ausblick von ganz oben ist atemberaubend. Auf mehreren Stufen verteilen sich die Häuser bis weiter hinunter zum Fluss, der durch das Tal fließt. Es ist nicht zu glauben, an was für Stellen manche Häuser stehen und wie weit die steilen Berghänge hinauf diese gebaut wurden. Man kann nicht in Worte fassen, was man sieht. Das muss man einfach mit eigenen Augen sehen.

Bevor um 1960 eine Straße durch die Berge bis ins Nonnental gebaut wurde, führte eine 4km in den Fels gehauene schmale Straße dort hin. Wenn sich dann zwei Fahrzeuge begegneten, musste einer von ihnen die ganze bis dahin gefahrene Strecke rückwärts fahren. Diese Straße ist noch zu sehen, aber wegen Steinschlaggefahr und einsturzgefährdeten Tunneln gesperrt. Vor dem Bau dieser Straße mussten die Leute laufen. Bis nach Funchal war das eine beschwerliche Wanderung von 5-7 Tagen. In großen Abständen, quasi Rastplätzen, wurden kleine Höhlen in die Lavafelsen gehauen, um die verderbliche Ware wenigstens über Nacht kühl zu halten. Wenn es regnete fanden auch die Menschen etwas Platz darinnen.

Die ersten Einwohner des Nonnentals waren Nonnen, die dort Landwirtschaft betrieben. Das Land gehörte schon lange dem Kloster Santa Clara in Funchal, aber erst 1566 flüchteten die Nonnen und Bauern vor den Angriffen der Piraten dorthin. Die Bauern pachteten das Land von den Nonnen, um ihre Schafe und Ziegen zu weiden. Deshalb nannte man den Talkessel auch Stall der Nonnen. Seither wuchs das Dorf Curral das Freiras und ist heute eine Attraktion.

Auf dem Weg zum Nonnental legten wir einen Stopp am Aussichtspunkt Pico dos Barcelos über Funchal ein. Von der Hügelspitze aus bietet sich ein 360°-Rundumblick über die Stadt, die Küste und zu den umliegenden Berghängen.

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