A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Essen und Trinken auf sizilianisch

Kartoffelstampf mit Avocado

Das Rezept habe ich von Maria und Michael, die wir in Giardini-Naxos kennengelernt haben:

Kartoffelstampf ganz normal zubereiten. Inzwischen Zwiebel in schmale Spalten schneiden und in der Pfanne braun rösten, eine reife Avocado in kleinere Stücke schneiden. Die braune Zwiebel sowie die Avocadowürfel unter den noch heißen Kartoffelstampf geben. Wie die Beiden habe auch ich das Gericht mit einigen Wackelkleeblüten garniert.

Ob der Name Wackelklee der korrekte Name ist, weiß ich nicht, aber er ist zutreffend. Der schöne Klee blüht überall in Teppichen. Die Blütenstengel sind so lang, dass sie sich im Wind wiegen. Der Geschmack dieser herrlich gelben Blüten ist leicht säuerlich, was mit der süßen Avocado harmoniert.

Kalmar

Bei einem Fischhändler in Letojanni lagen schöne große Kalmare auf dem Ladentisch, das Kilo für 7,-€. Die Tiere hatten ein Gewicht von knapp zwei Kilo und wir ließen sie ausnehmen, weil das doch eine ziemliche Schweinerei ist. Abziehen mussten wir sie jedoch selbst. Das ist nicht weiter schwierig.

Wir schnitten die Tube und die Fangarme in relativ kleine Stücke. Zwiebel, Knoblauch und Chilli klein schneiden. Mediterrane Kräuter wie Thymian oder Rosmarin ergänzen das Gericht. Zuerst die Zwiebel in Olivenöl anschwitzen, dann den Knobi, Chilli und Kräuter in die Pfanne geben. Wenn alles gut angeschwitzt ist, die Kalmarstücke dazugeben. Sofort mit Weißwein ablöschen und zwei bis drei Minuten köcheln, auf keinen Fall länger, dann wird der Kalmar zäh.

Schwarze Spaghetti mit Tintenfisch (für 2 Personen)

1 mittelgroße Sepia (am besten küchenfertig und mit mitgelieferter Tintenblase), Olivenöl, 1 Zwiebel, etwas Chillischote, Tomatenmark, trockener Weißwein, Spaghetti

Die Spaghetti wie gewohnt kochen. Inzwischen in einer Pfanne Olivenöl erwärmen, kleingeschnittene gewürfelte Zwiebel darin anschwitzen. Dann kleingeschnittene Chillischote und Tomatenmark mitschmoren. Wenn alles soweit angeschwitzt ist, das feingeschnittene Fleisch von Kopf und Tentakeln der Sepia in die Pfanne geben. Fast sofort darauf mit Weißwein ablöschen und aufkochen. Nun die Tintenblase vorsichtig direkt in die Pfanne ausquetschen und solange rühren, bis sich alles tiefschwarz gefärbt hat. Die Pfanne vom Herd nehmen und die abgegossenen Spaghetti dazu geben und alles vermengen. Sieht exotisch aus und schmeckt hervorragend, aber Achtung: keine Spritzer auf die Kleidung oder die Tischdecke!

Pansen (Kutteln)

küchenfertiger Pansen, Zwiebel, Knoblauch, Tomaten, Rosmarin, Salz, Pfeffer, Petersilie, Öl zum anbraten

Zwiebel kleinschneiden und im Öl anschwitzen, danach Knobi, kleingeschnittene Tomaten und Rosmarin dazugeben, alles kräftig anbraten, salzen und pfeffern, Petersilie dazugeben und servieren.

Cedro

Eine für uns neue Frucht ist die Cedro, auch Zitronatzitrone. Sie sieht wie eine Riesenzitrone aus. Schneidet man sie auf, kommt nur sehr wenig Fruchtfleisch zum Vorschein. Fast die gesamte Frucht besteht aus dicker weißer Schale und ist etwas milder als normale Zitronen. Man bekommt sie nur an wenigen Stellen zu kaufen, da sie nicht wirklich gut in der Küche brauchbar ist. Uns hat sie aber interessiert und so probierten wir ein typisch sizilianisches Rezept: Cedro-Carpaccio.

Dafür wäscht man die Cedro gründlich, denn die äußere Schale wird ebenfalls verwendet. Danach schneidet man die Frucht, am besten mit einem Gemüseschneider, in hauchdünne Scheiben. Die werden zu einem Carpaccio auf dem Teller arrangiert. Das Rezept sagt eigentlich, dass die Scheiben mit Salz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl mariniert werden sollen. Wir haben die Gewürze und das Öl einfach dünn über den Cedroscheiben verteilt und dann eine Weile stehen lassen. Am besten isst man das Carpaccio mit Messer und Gabel, da die Schale recht fest ist. Es ist ein erfrischendes und wohlschmeckendes Dessert.

Mandarincello

In aller Munde und in allen Regalen auf Sizilien zu finden ist Limoncello. Was weniger bekannt ist, ist Mandarincello, also nicht aus Zitronen, sondern aus Mandarinen gemacht. Auf dem Markt in Santa Croce bekamen wir einen 3-Kilo-Beutel mit Mandarinen für 1,-€. Das gab uns den Anlass, uns am Mandarincello zu probieren. Das Rezept für Limoncello bekamen wir wieder von Maria und Michael. Wir brauchten es nur umzuwandeln.

1. Tag: 1,2kg Mandarinenschalen (die ganze Schale, nicht nur das Orange) in ein großes Glas geben und mit 1l 96%-Alkohol (erhältlich z.B. im ARD-Markt) auffüllen. Die Schalen müssen bedeckt sein. Nun sieben Tage dunkel stehen lassen, und täglich kräftig schütteln.
7. Tag: 1,2l Wasser mit 1kg Zucker zum Kochen bringen (7 min), abkühlen lassen. Jetzt alles miteinander vermischen, durchsieben und in saubere Glasflaschen abfüllen. Wohl Bekomm´s!

Was macht man nun mit den vielen geschälten Mandarinen? Hier ein Vorschlag:
Mandarinen-Marmelade

Übrige Mandarinen aus der Mandarincello-Herstellung in kleine Stücke schneiden, dabei sorgfältig alle Kerne entfernen. Möglichst die Schalen dreier oder mehr Mandarinen, die man so isst, ebenfalls klein schneiden, dazu 1 kleingeschnittene Zitrone mit Schale, gut gewaschen. Das hebt den Geschmack. Alles in einen Topf geben, aufkochen und 40min weiter köcheln. Das dabei verdunstete Wasser nach und nach mit frischem Wasser auffüllen. Öfters umrühren.

Nach der Kochzeit alles pürieren und durch ein Sieb streichen. Die so entstandene Flüssigkeit mit dreiviertel soviel Zucker und wenig Geliermittel (die Schalen übernehmen den Geliervorgang) nochmals aufkochen. Wer möchte kann etwas Vanillezucker und/oder eine Prise Zimt dazugeben. 5min köcheln und zuletzt in saubere Gläser abfüllen.

Südfruchtsalat

Auf Sizilien gibt es nichts mehr als Orangen. In den allermeisten Fällen kostet das Kilo 1,-€. Am besten direkt auf dem Markt oder bei den fliegenden Händlern kaufen. Das gilt eigentlich für alles, was man auf dem Markt kaufen kann. Dann bleibt mehr Geld bei den Bauern hängen und es ist in jedem Fall frisch.

Also, mit Orangen lässt sich so ziemlich alles kombinieren, was Südfrucht heißt. Hier einige Beispiele:
– Orangen, Fenchel, Oliven, Kapern, Zwiebeln
– Eichblattsalat oder Rucola, Orangen, Khakis, Fenchel, mit Bananendressing (Öl, Zitronensaft, Senf, Honig, Salz, Pfeffer)
– Orangen, Khakis, Granatapfelkerne
– Orangen, Khakis, Fenchel (hierzu passen ein paar zerkleinerte Kardamomkörner)
Die Mengen könnt Ihr nach Eurem Gusto wählen. Ein gutes Dressing zu vielen Obstsalaten wird aus Limette, Honig, Rohrzucker und einer Prise Zimt gemacht.

Weiße Creme (für 2 Personen)

1/2l Mandelmilch, 50g Zucker, 100g Speisestärke, 1 Prise Zimt
Stärkemehl in der Milch auflösen, Zucker und Zimt zugeben und auf kleinster Flamme köcheln, bis die Creme dick wird. In eine mit kaltem Wasser ausgespülte Schüssel geben, abkühlen und in den Kühlschrank stellen. Zum Anrichten aus der Schüssel stürzen, mit Zitronen- oder Orangenschalen und etwas Zimt dekorieren.

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Siracusa

Siracusa wurde 734 v.Chr. von den Griechen gegründet und galt bis 212 v.Chr. als der Nabel der griechischen Welt. Leider war es keine sehr lebenswerte Zeit, denn der Stadtstaat der Antike wurde von Tyrannen regiert. Als dann die Römer kamen, belagerten sie Siracusa zwei Jahre lang und nahmen sie anschließend ein. Der Sage nach soll dabei einer der römischen Soldaten den berühmten Mathematiker Archimedes erschlagen haben. Dies war der vorläufige Untergang der Stadt. Im Archäologischen Park „Neapolis“ wurde ein Großteil des Zentrums des antiken Siracusa ausgegraben. Mit einem Ticket sind das römische Amphitheater, das griechische Theater, das „Ohr des Dionysus“ (eine 60m lange Höhle mit hervorragender Akustik) und weitere Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Ein Großteil des Geländes sieht wie ein Steinbruch aus. Da wir die meiste Zeit des Tages in der Altstadt verbrachten und dann auch noch zu den Salinen wollten, ließen wir den Besuch des Archäologieparks aus. Wir versuchten noch, am oberen Ende des Geländes einen Blick auf die Theater zu erhaschen, aber das war nichts.

Höhlen im Archäologischen Park Siracusa

Um die Altstadt von Siracusa zu besuchen, parkten wir unser Auto auf dem Parkplatz direkt vor der Brücke zur Insel Ortigia. Die Insel ist durch zwei Brücken mit dem Festland verbunden, zwischen denen kleine Fischerboote einen Hafen gefunden haben. Von hier starten Rundfahrten per Boot an der felsigen, mit Höhlen durchsetzten Küste entlang.

zwischen Festland und Insel Ortigia

Wir lenkten unsere Schritte zuerst über die Promenade, die unterhalb der Altstadt verläuft. Sie wird durch einen kleinen Park am Ende begrenzt, in dem vier uralte Gummibäume mit vielen Luftwurzeln stehen. Gleich nebenan befindet sich ein winziger Strand.

Strand von Ortigia

Nur ein paar Meter weiter gelangt man zur Fonte Arethusa. Dies ist eine große Süßwasserquelle direkt am Meer. Eine Insel aus Papyrusstauden nimmt fast die gesamte Wasserfläche ein, in der sich Karpfen tummeln. Das Quellwasser fließt durch eine Öffnung in der Mauer ins Meer ab. Arethusa war eine schöne Waldnymphe, die sich der Sage nach an dieser Stelle ins Meer stürzte, um dem griechischen Flussgott Alpheios zu entkommen, der ihr nachstellte.

Fonte Arethusa mit Papyrusinsel

Ganz ohne Autoverkehr geht es bis zum Castello Maniace weiter, welches die Insel Ortigia zum Meer hin abschließt. Das Fort kann nur mit einem Eintrittsgeld von 4,-€ besichtigt werden, aber auf dem großen freien Platz davor kann man schön die Seele baumeln lassen, bevor man sich in die Gassen und ins Gewimmel der Altstadt begibt.

Castello Maniace

Die meisten der Gassen gleichen denen aller italienischen Städte, nur das sie in Siracusa mit vielen Barockelementen durchsetzt sind. Die Touristen finden hier alles, was sie „brauchen“. Der Domplatz ist auch in Siracusa ein sehenswertes Zentrum, fast alles im Barockstil gebaut. Die Fassade des Doms dominiert die Szenerie, aber auch das Rathaus und verschiedene andere Palazzi lassen die Besucher staunen. Ich komme mir wie in meiner Heimatstadt Dresden vor.

Domplatz auf Ortigia

Geht man nun wieder in Richtung der Brücken zum Festland, kommt man am Apollo-Tempel heraus. Viel ist nicht mehr übrig von ihm, aber die Ausmaße der Ruinen lassen erahnen, wie riesig der Tempel war.

Gleich nebenan steht die alte Markthalle aus dem Jahre 1900. Es gab schon in der Antike an dieser Stelle einen Markt, aber im Rahmen der Neuorganisation nach der spanischen Besatzung baute man die Markthalle, damit die frischen Waren wie Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse beim Verkauf nicht mehr so der Witterung ausgesetzt sind. Es entstand ein quadratisches Gebäude mit Bogenfenstern und einem Innenhof mit umlaufendem Arkadengang. Die meisten Verkaufsstände bieten ihre Waren jedoch außerhalb, rund um die Markthalle an.

im Atrium der alten Markthalle

Nach dem Stadtbummel in Siracusa fuhren wir noch zur Saline von Siracusa, im Westen des Porto Grande, wie die Bucht südlich von Siracusa heißt. Der Weg ist ausgeschildert, aber das letzte Stück des Weges muss man zu Fuß gehen, denn die Saline ist ein Naturpark. Auf der rechten Seite kann man über die Bucht hinweg die lange Skyline von Siracusa sehen. Links liegen die Wasserbecken der Saline, die heutzutage sich selbst überlassen werden. Wir hatten sogar Glück und sahen in der Ferne Flamingos. Die meisten von ihnen schliefen gerade, nur wenige stakten auf Nahrungssuche durch das flache Wasser.

Flamingos in der Saline von Siracusa

Auf dem Rückweg nach Avola nahmen wir die kleine Straße durch das Marschland und kamen dabei nach Ognina. Dieser kleine Ort liegt fast verlassen da. Es gibt eigentlich nichts, nur felsige Küste und einen hübschen kleinen Hafen. Im Sunset-Café Amyra kehrten wir zu einem Kaffee ein und genossen die winterliche Ruhe im Sonnenschein.

Eigentlich wollten wir uns noch in Fontane Bianche umsehen, aber das ist ein reiner Urlauberort. Zudem fanden wir nicht einen Zugang zum Strand. Der ist anscheinend nur für Hotelgäste oder über die öffentlichen Strandbäder im Sommer zugänglich.

Noto

Das heutige Noto stammt erst aus der Zeit nach dem großen Erdbeben 1693. Damals verließen die Einwohner des antiken Noto ihre zerstörte Stadt und bauten sie 10km in Richtung Küste neu auf. Innerhalb weniger Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts entstand dann die schicke Altstadt im schönen Barockstil. Sie wurde auf dem Reißbrett geplant und mit gelbem Sandstein aus der Nähe verwirklicht. Inzwischen ist Noto Welterbe-Barockstadt und das zurecht. Entlang des Corso Vitt. Emanuele spielt sich die Hauptsache in Noto ab. An dieser Fußgängerzone, im Osten steht das Stadttor Porta Ferdinandea, sind die Kathedrale San Nicoló und das Theater zu finden.
Eine breite Freitreppe führt zum Eingang der Kathedrale nach oben. Gleich gegenüber steht der Palazzo Ducezio, das Rathaus. Für die meisten Sehenswürdigkeiten wird ein Eintrittsgeld von ca. 3,-€ verlangt.

Kathedrale San Nicoló in Noto

Für uns ist die schönste Kirche San Domenico an der Piazza XVI Maggio, gleich gegenüber des Theaters. Von außen ist sie ein echtes Juwel des Barock. Innen eher schlicht beherbergt sie ein wunderschönes Stück Handwerkskunst. Die Front der Kirche wurde bis ins kleinste Detail aus Bast nachgestaltet. Da hat sich jemand echt Mühe gemacht.

Portal der Kirche San Domenico

Wer die gelbe Stadt, was uns an die englische Stadt Bath erinnert, von oben sehen möchte, der steigt die enge Wendeltreppe der Campanile di San Marco nach oben. Die 2,-€ Eintritt dafür sind sehr gut angelegt. Es lohnt sich wirklich. Man kann nicht nur über fast das gesamte Noto sehen, sondern auch bis zum Meer.

über den Dächern von Noto

Es wäre aber schade, wenn man sich nur auf dem Corso Vitt. Emanuele aufhalten würde. Man sollte unbedingt auch abseits durch die Straßen und Gassen spazieren. Noto hat sehr viel mehr zu bieten.

Nun hatten wir das neue Noto gesehen und waren auf das alte Noto, Noto Antica, neugierig. Während die von uns ausgewählte Straße auf der Karte gelb gekennzeichnet ist, ist sie in Wirklichkeit eher eine Straße für Geländewagen, inklusive zwei Furten. An vielen Ecken dachten wir, es geht nicht mehr weiter, aber auch hier haben sich Leute mit ihren Wohnhäusern versteckt. Es sieht alles etwas verwildert aus. An der ersten Furt stehen Apfelsinen- und Zitronenbäume so frei, dass wir uns gerne daran bedienten.

Durchfahrt einer Furt auf dem Weg nach Noto Antico

Von hier ab führt die Straße wieder aufwärts, die Befestigung der Straße verschwand bald ganz. Zum Teil kommt der uralte Steinbelag zum Vorschein, manchmal ist aber nur noch loser Kalkstein-Schotter da. Uns kam sogar eine Schafherde entgegen, ohne Schäfer. Anscheinend kennen die Tiere ihren Weg. Die einsame Bergwelt und Karstlandschaft ist wunderschön. Es wachsen allerorten Salbei, Thymian und Rosmarin, aber im Winter haben sie wohl ihr Aroma verloren. Die Kräuter schmecken nach gar nichts.

Begegnung mitten in den Bergen Notos

Hin und wieder sind Grabhöhlen der Ureinwohner Siziliens, der Sikuler, in den Kalksteinfelsen zu sehen. Sie wurden noch vor der Ankunft der griechischen Kolonisatoren angelegt.

Kurz vor der Bergkuppe beginnt ein Ruinenfeld. Zumeist sind nur noch die niedrigen Bruchsteinmauern aus Kalkstein übrig, die die Grundstücke begrenzten. Dazwischen ragen ab und zu Ruinen der ehemaligen Häuser des antiken Noto heraus. Das antike Noto wurde durch das verheerende Erdbeben im Januar 1693, auf dessen Spuren wir nun schon unterwegs sind, seit wir auf Sizilien ankamen, ausgelöscht. Immer weiter fuhren wir durch eine Ruinenlandschaft, bis wir zu einem Platz kamen, an dem mehrere Wegweiser stehen. Dies war einmal der zentrale Platz des antiken Noto, die Piazza Maggiore. Hier befanden sich die repräsentativen Gebäude wie die Kirche. Ob die große Ruine, die den Platz bestimmt, die Kirche war, wissen wir nicht.

größte Ruine in Noto Antico

Wir folgten dem Schild „Cava del Carosello“. Auch hier wieder Mauern, Ruinen und sogar ein Brunnen. Dann kamen wir an einen eingezäunten Bereich. Der Eingang ist aber offen. Dieser Bereich liegt am Rande einer tiefen Schlucht. Ein abenteuerlicher Weg führt in das Tal hinunter. Wir folgten dem Weg nur ein kurzes Stück und kamen an eine kleine, künstlich geschaffene Höhle mit Nischen und einem Abzug. War sie Teil einer Wohnhöhle oder eine Grabhöhle? Es steht nichts dazu geschrieben. Wir gehen davon aus, dass am Weg nach unten weitere Höhlen zu finden sind.

abenteuerlicher Weg zu den Cava del Carosello

Wir fuhren die Straße, die eigentlich ein Weg ist, nach Norden weiter und kamen an mehreren ehemaligen Palästen vorbei. Tafeln erklären, was vor dem Betrachter liegt. Irgendwann steht man vor dem Castello Reale aus dem 11. Jahrhundert. Es wurde mehrfach erweitert und renoviert, bis das Erdbeben auch dem Fort den Garaus machte. Das Castello reicht bis an das Stadttor heran. Dort erkennt man, dass das Fort direkt auf andere Höhlen gebaut wurde.

uralte Höhle unter dem Castello Reale

Das war ein ausgesprochen interessanter Ausflug. Das antike Noto war riesig. Wie es ausgesehen hat, zeigt eine Tafel am Stadttor.

Nun setzten wir unseren Weg fort, um zum Cavagrande del Cassibile zu kommen. Gleich hinter der ersten Serpentine werden weitere Grabhöhlen der Sikuler sichtbar, die in mehreren Etagen vor dem Forteingang im Fels liegen.

Grabhöhlen der Sikuler

Ein paar Kilometer weiter passiert man das beeindruckende Kloster Convento della Scala, bevor man durch den Ort Villa Vela kommt. Danach biegt man rechts nach Avola ab, um nach etwa 7km zum Aussichtspunkt über dem Cavagrande del Cassibile einzubiegen. Dies ist einer der größten Canyons in Europa. Die steilen Wände des Canyons fallen über 500 Meter in die Tiefe ab, wo sich der gleichnamige Fluss schlängelt. Das Besondere sind jedoch die natürlichen Pools, in denen man im Sommer baden kann. Für dieses Vergnügen muss man allerdings erst einmal den mühevollen Fußweg nach unten nehmen. Der ist jetzt im Winter geschlossen, aber trotzdem waren Leute dort unten unterwegs. Wie kamen die wohl dort hin? Die Aussicht über den Cavagrande ist jedenfalls grandios. In der Ferne erhebt sich der immer noch rauchende Ätna aus der Landschaft, der mehr als 100km entfernt ist.

Pools des Cavagrande del Cassibile

An der Serpentinenstraße hinunter nach Avola passiert man immer wieder Höhlen oder Reste davon, die dem Straßenbau zum Opfer fielen.

Avola

Nach 46 Nächten auf dem Aurora-Parking in Giardini-Naxos verließen wir den Ätna und seine sehr interessante Umgebung. Wir hatten eine schöne Zeit dort, aber im Süden Siziliens ist es zumindest nachts doch ein paar Grad wärmer. Der sizilianische Winter hat Einzug gehalten. Tagsüber bewegen sich die Temperaturen „nur“ noch zwischen 12 und 15°C, nachts sind es gerade einmal 8-9°C. Außerdem müssen wir irgendwann weiter, wenn wir rund um die Insel fahren wollen.
Den Ätna fast immer im Blick, bis hinter Siracusa, kamen wir in Avola an. Die weiße Rauchfahne des Ätna steigt erst steil auf, bis sie der schwache Wind dann waagerecht in den Süden Siziliens trägt, bis weit über das südlichste Ende bei Pachino auf das Meer hinaus. Das ist so genau zu sehen, weil sonst kein Wölkchen am Himmel auszumachen ist. Das wir jetzt wirklich im Süden sind beweisen die vielen Palmen und Agaven in der Küstenregion.

Abschied vom Ätna

Avola ist auch ein sommerlicher Touristenort. Jetzt im Winter ist es ruhig. Von dem Parkplatz am Lido di Avola aus, wo wir übernachten, starten wir unsere Entdeckungstouren in die Umgebung. Zuerst war Avola dran. Die Wurzeln der Stadt liegen Ende des 17. Jahrhunderts, nachdem das antike Avola, auf einer Bergkuppe landeinwärts gelegen, durch das große Erdbeben 1693 zerstört wurde. Man legte zuerst ein sechseckiges Fort an, dessen Konturen bis heute erhalten blieben. Das Fort existiert nicht mehr. Eine Straße hat inzwischen die Fortmauern ersetzt. Innerhalb der sechseckigen Altstadt führen zwei rechtwinklig zueinander verlaufende Hauptstraßen zu jeweils einem Platz am Rande der Altstadt. Wo sich die beiden Straßen kreuzen, befindet sich die zentrale Piazza Umberto I. Die meisten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich in diesem Bereich, wie unzählige Kirchen und das Theater „Garibaldi“. Außerhalb der ehemaligen Stadtmauer sind z.B. Marktplätze, die alte Markthalle (heute Bibliothek und Treffpunkt) und das Mandelmuseum zu finden.

Piazza Umberto I. in Avola

Am Strand, in der Nähe unseres Parkplatzes, stehen spärlich ausgegrabene Reste einer römischen Villa und ein Dolmen. Diese monolithischen Grabanlagen kennen wir eigentlich nur aus dem Norden Europas, deshalb überraschte uns dieser hier. Allerdings wurde er wohl durch die vielen Erdbeben und Erosion beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen.

Dolmen in Avola

Ein schönes Erlebnis hatten wir auf dem Marktplatz Piazza San Sebastiano im Norden Avolas. Es war an diesem Tag kein Markttag, aber ein Gemüsehändler hatte seinen Laden geöffnet. Davor röstete ein Mann leckere rote Paprika, die er verkaufte. Wir bekamen Appetit und kauften zwei Stück zum Probieren. Als wir die 50 Cent dafür bezahlt hatten, legte der Verkäufer noch eine weitere geröstete Paprika dazu. Da sie warm am besten schmecken, aßen wir sie gleich auf einer Bank in der Nähe. Das beeindruckte den Verkäufer so sehr, dass er uns etwas Papier für die fettigen Finger gab. Die Paprika waren so lecker, dass wir noch ein paar holen wollten, aber da war der Verkäufer schon damit beschäftigt, uns eine besondere Pfanne zuzubereiten. Er zog die Paprika selbst ab und träufelte etwas Olivenöl sowie Zitronensaft darüber. Inzwischen hatte sich ein deutschsprechender Freund eingefunden, der übersetzte. Als ich bezahlen wollte, meinte er, das ist ein Geschenk und wir sollen uns die Spezialität schmecken lassen. Wir bedankten uns vielmals und machten uns über die Leckerei her. Mehrmals beteuerten wir, dass es uns sehr geschmeckt hat, was den Verkäufer sehr freute. Nach einer kleinen Unterhaltung traten wir den Rückweg an.

Paprikaverkäufer

Geradezu beschaulich geht es in der Marina di Avola zu. Eine große Ruine dominiert den Hafen. Es war wohl einmal eine Fischfabrik. Mehrere Pizzerien und Cafés laden zur Einkehr ein, im Fischladen bekommt man frischen Fisch und Meeresfrüchte. Das ist nicht selbstverständlich, denn das Angebot in vielen kleinen Fischläden stammt meistens aus mehreren Vortagen.

Marina di Avola

Weitere Ausflüge von Avola:
Noto, Noto Antica, Cavagrande del Cassibile
Siracusa

Ätna Eruptionen

Der Ätna ist nach dem Kilauea auf Hawaii der zweitaktivste Vulkan der Erde. Das Vulkanmassiv misst ungefähr 40km im Durchmesser und zählt um die 300 Krater und Nebenkrater. Die meisten von Ihnen befinden sich in Richtung Catania, was der Stadt schon oft ziemlich geschadet hat. Die Ringstraße am Fuße des Ätna, der komplett Naturpark ist, ist ca. 185km lang. Die Höhe des höchsten Kraters liegt auf über 3300m über dem Meer. Das sind schon interessante Zahlen.

der Ätna in seiner ganzen Pracht

Als wir am 12. November in Giardini-Naxos ankamen, schlief der Vulkan, nichts passierte. Ein paar Tage später fuhren wir zur Südseite des Ätna, wo uns der Lift auf 2500m Höhe brachte, immer noch nichts. Bald fing der Vulkan jedoch an, dünne Dampfwolken auszustoßen, vollkommen harmlos. Zu dieser Zeit erkundeten wir die Nordflanke des Ätna. Damals vernahmen wir schon ein leises Fauchen aus dem Gebiet des Gipfels.

Nach zweieinhalb Wochen etwa, Ende November, konnten wir abends leichte Ausbrüche am Nordostkrater beobachten, verbunden mit ebenso leichten Lavaströmen. Das war aufregend. Jeden Abend, wenn die Wolken es zuließen, beobachteten wir nun den Vulkan und machten Fotos von den Eruptionen. Seitdem nahm die Intensität stetig zu. An jedem Abend, an dem Aufnahmen gelangen, freuten wir uns mehr. Ab und zu hörte man es kurz grollen und krachen, was aber keine Auswirkungen hatte.

Ätna Eruptionen

Seit ungefähr drei Wochen kommen zudem ununterbrochen Dampf- und Rauchwolken aus einem der vier Hauptkrater. Sie ziehen in Richtung Küste in dem Gebiet zwischen Catania und Giarre. Welche Unmengen an Staub und Gasen mögen das wohl im Laufe der Zeit sein, die aus dem Ätna kommen?

Gipfel des Ätna mit Dampfwolken

Seit ein paar Tagen sind die Ausbrüche am Nordostkrater schon ziemlich spektakulär, wenn man das aus 26km Luftlinie Entfernung so bezeichnen darf. Die Fotos der Eruptionen machen inzwischen schon ganz schön was her.

in der Dämmerung

Um die Mittagszeit des Heiligen Abends dann drang eine große dicke Rauchwolke aus dem Vulkan, erst zaghaft, dann aber immer mächtiger. Schnell wurde das Schauspiel so interessant, dass selbst die Sizilianer aufmerksam wurden. Inzwischen grollte es ununterbrochen, was sich wie ein entferntes Gewitter anhörte. Die Rauchwolken verstärkten sich immer mehr, das Grollen auch. Fast zwei Stunden dauerte das Schauspiel, bevor es wieder abebbte. Statt „Leise rieselt der Schnee“ konnten wir nun singen: „Leise rieselt die Asche“, das etwas andere Weihnachten. Da wird die Geschichte von Pompeii lebendig. Die Einwohner am Fuße des Vesuv sahen damals sicher auch so zum Vulkan wie wir, bis die Katastrophe geschah.

Aschewolke zum Heiligen Abend

die dicken Rauchwolken formen immer wieder tolle Figuren

Als es abends dunkel wurde, sahen wir, dass sich eine lange Spalte an der Ostflanke des Ätna aufgetan hatte, in Höhe von Giarre. Die austretende Lava leuchtete weithin. Leider wurde das Schauspiel immer wieder von Rauchwolken verdeckt, so dass uns kaum ein Foto gelang.

neue Spalte nach dem Ausbruch

Vorgestern, am 22.12.2018 brach in Indonesien der Krakatau aus, was einen Tsunami auslöste. Dabei waren Tote und Verletzte zu beklagen. Das war wohl der Startschuss für viele Vulkane rund um die Welt, denn der Ätna wie auch der Stromboli verstärkten ihre Tätigkeit nur ein bis zwei Tage später.

Am frühen Morgen des 2. Weihnachtsfeiertages ereignete sich ein schweres Erdbeben am Südhang des Ätna und verursachte Schäden von Acireale bis in den Norden Catanias. Es war nur in etwa 10km Umkreis zu spüren und hatte eine Stärke von 4,8 bis 5,1, je nach Quelle. Der Herd befand sich ca. 1km unter der Erdoberfläche. Eigentlich wollen wir morgen in den Süden weiterfahren, aber die Autobahn ist nach dem Erdbeben zwischen Giarre und Acireale teilweise gesperrt. Mal sehen, wie sich die Lage entwickelt, ansonsten müssen wir doch noch ein paar Tage in Naxos bleiben. Seit dem Ausbruch Heilig Abend wurden hunderte kleine Erdbeben aufgezeichnet. Manchmal, wenn wir im Womo sitzen und keiner von uns sich bewegt, schaukelt es kaum merklich. Es ist kaum wahrnehmbar, aber diese Bewegungen sagen uns, dass es wieder eines der winzigen Beben war.

Inzwischen haben wir im Internet Bilder gefunden, die den Ausbruch des Ätna aus dem Süden zeigen. Dort sah man die mächtige Lavasäule, die der Vulkan beim Ausbruch Heilig Abend in die Höhe blies. Wir konnten ja nur die Rauchwolke sehen.

Umgebung von Naxos

Während in Giardini-Naxos jede Menge los ist, geht es in Letojanni gemächlich zu. Man kann in Ruhe die Straße hinter dem Strand entlang spazieren und dabei in die Gassen schauen, die in den Ort führen. Gleich dahinter erheben sich die Berghänge des Küstengebirgszuges. Den Rückweg sollte man durch die Parallelstraße zur Strandstraße nehmen. Nette Vorgärten, Eingänge und Balkone schmücken die eng stehenden Häuser.
Die Kirche San Giuseppe am Francesco Durante-Platz erstrahlt nach mehreren Renovierungen in jüngster Zeit in tollem Glanz. Die in mehrere große Rechtecke geteilte Decke ist mit schönen feinen, mosaikartigen Ornamenten geschmückt. Links vom Eingang erfreut eine kleine Besonderheit die Besucher, ein niedliches Modelldorf, in dem das Leben fast explodiert. Wenn man auf einen Knopf drückt, dann bewegen sich viele Teile davon und eine liebliche Musik erklingt dabei. Es macht viel Spaß, die vielen Details zu entdecken.

Straßentunnel in Letojanni

Ein weiteres Ziel ist das Calatabiano-Castle, dass heißt die Ruinen desselben. Es liegt auf einem 220m hohen Lößhügel hinter der Stadt, in der Nähe des Alcantara-Flusses. Der Alcantara bezeichnet die Grenze zwischen den Regionen Messina und Catania. Der heutige Ort Calatabiano existiert erst seit 1693, nachdem ein verheerendes Erdbeben im Noto-Tal die alte Siedlung zerstört hatte. Die Festung selbst ist römisch-griechischen Ursprungs und wurde später von den Normannen und Arabern genutzt. Die Araber erwähnten die Festung erstmals schriftlich. Sie bauten auch das kleine Schloss unterhalb der Festung.
Es gibt zwei Möglichkeiten, die Festung zu besuchen. Einmal die Nutzung des Liftes, oder zu Fuß per kurzer Wanderung den Berg hinauf, wobei man an mehreren Ruinen alter Wohnhäuser und später am arabischen Schloss vorbeikommt. Von dort oben hat man eine herrliche Aussicht auf Calatabiano, die Küste sowie Taormina. Das Eintrittsgeld in die Burg beträgt 5,-€, für den Lift bezahlt man noch einmal 2,-€.
Ist man wieder im Ort, sollte man einen kleinen Spaziergang durch die verwinkelten Gassen unternehmen.

Castello Calatabiano

Der schönste Ort, den wir auf dieser Reise gesehen haben, ist Castelmola. Wir finden, es ist ein „Muss“, diesen Ort zu besuchen. Schon allein die Fahrt nach dort oben ist ein Abenteuer, erst durch Taormina und dann in engen Serpentinen die Berghänge hinauf, bis auf 529 Meter.

auf dem Weg nach Castelmola

Castelmola wurde im Laufe seiner 2800-jährigen Geschichte mehrmals zerstört, nicht durch Naturkatastrophen, sondern durch die verschiedenen Eroberer. Das heutige Gesicht des Ortes stammt wohl aus dem Mittelalter. Es macht Spaß, durch die engen Gassen zu spazieren, die zum Teil aus Treppen bestehen, um die großen Höhenunterschiede zu überwinden. Wunderschöne Aussichten auf die Küste, die unterhalb liegende Stadt Taormina und den Ätna bieten sich von vielen Stellen Castelmolas. Vor allem von den Ruinen der mittelalterlichen Festung aus, die über Castelmola thronen. Dort bietet sich eine 360°-Rundumsicht. Die Anfänge der Burg liegen wohl in der griechisch-byzantinischen oder römischen Zeit.

Blick vom Castell Castelmolas auf den Hauptplatz des Ortes

Achtung! Dieser Abschnitt ist nicht Jugendfrei. Der Hauptgrund, warum die meisten Touristen Castelmola besuchen, ist die Bar Turrisi. Sie hat von 9-2 Uhr nachts geöffnet und befindet sich an der Piazza del Duomo. In mehreren Etagen, liebevoll und stilecht eingerichtet, werden die Gäste vom sehr netten, mehrsprachigen Barbesitzer mit Essen und Trinken vom Feinsten verwöhnt. Das Thema der Bar? Alles rund um den Penis. Tischbemalungen, Wand- und Bodenfliesen, Lampen, Flaschen, Gläser, als Plastiken, was auch immer, überall sieht man Penisse, vollkommen verrückt.

Eingang zur Bar Turrisi

Und bitte, auf keinen Fall versäumen, die Toiletten aufzusuchen. Dort zieren die Wände schwarz-goldene Bilderfliesen mit Sexstellungen aus dem alten Griechenland, die dem Kamasutra alle Ehre machen.

Fliesendarstellung in der Toilette der Bar Turrisi

Auf dem Rückweg nach unten sollte man noch einmal zum Castello di Taormina fahren. Die Festung selbst kann nicht besucht werden, aber vom Aussichtsbalkon an deren Fuß kann man noch einmal toll über Taormina blicken. Sogar der Blick in das griechische Theater, Teatro Antico, ist frei.

Taormina mit Tetro Greco

Sehenswert hier ist auch die Kapelle „Madonna della Rocca“, der Patronin Taorminas. Die im 14. Jahrhundert halb in den Fels gebaut wurde. Der Innenraum mit der rohen Felsdecke ist mit zarten, gemalten Ornamenten geschmückt. Die zwei kleinen Altäre sind liebevoll gestaltet. Fast kommt man sich wie in einer Puppenstube vor, sehr schön.

Kapelle „Madonna della Rocca“

Zu einem der schönsten Orte Italiens zählt auch das kleine Bergdorf Savoca bei Santa Teresa. Es ist gleichzeitig ein Ort der Kunst. Gleich am Ortseingang hat sich ein Atelier niedergelassen, in dem Edelstahl zu Kunstwerken verarbeitet wird. In der näheren Umgebung sind einige dieser Kunstwerke ausgestellt, die man bewundern kann. Irgendwo in Savoca muss auch ein Keramik- und Tonkünstler zu Hause sein, denn allerorten sind kleine und große Reliefs in die Häuserwände eingelassen, sehr schön gearbeitet. Fast alle zeigen kirchliche Darstellungen.

Kunstwerk aus Edelstahl in Savoca

Während wir eigentlich eine bedrückende Enge in den Bergdörfern gewohnt sind, hat man in Savoca genug Luft zum Atmen. Wie Krakenarme gruppieren sich schmale Häuserzeilen entlang der Berggrate, die um den Zentralplatz herum liegen. Dort befindet sich einer der Parkplätze, ein Aussichtspunkt und die Bar Vitelli.
Die Bar Vitelli ist berühmt, weil dort 1972 einige Szenen des Meisterstücks von Francis Ford Coppola „Der Pate“ gedreht wurden. Marlon Brando und Al Pacino spielten in den Hauptrollen. Einige Fotos von den Arbeiten damals hängen in einem Raum der Bar, in dem sich sogar der hauseigene Brunnen befindet. Wahrscheinlich der Berühmtheit der Bar Vitelli ist es geschuldet, dass der Kaffee ganze 4,-€ kostet, inkl. zeitgenössischer Musikbeschallung.

Bar Vitelli

Wer Savoca besucht, sollte sich auf den Rundweg um die Burg Castello Pentefur machen, die über dem Ort thront. Drei schwere Erdbeben haben seit 1693 nicht mehr viel von dem Bauwerk übriggelassen. Die Burg wurde wohl zu römisch-byzantinischer Zeit errichtet, später von den Arabern übernommen und ausgebaut. Um 1070 zogen die Normannen ein, die daraus eine Sommerresidenz machten. Seitdem bewohnten weitere Eigentümer die Burg, bis zu den großen Erdbeben. Heutzutage sind Bemühungen im Gange, die Reste der Burg der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Von jeder Ecke des Rundweges bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die umliegende Landschaft. Mehrere Kirchen säumen zudem den Weg.

Teilansicht von Savoca

Eine weitere Sehenswürdigkeit soll die Krypta des Convento del Cappuccini sein, in der Mumien aus dem 18. Jahrhundert aufbewahrt werden. Es waren reiche und mächtige Aristokraten, die durch natürliche Austrocknung in der Gruft der Kirche mumifizierten. Seit 1876 werden sie in ihrer zeitgenössischen Kleidung der Öffentlichkeit präsentiert. Eigentlich soll die Krypta von Donnerstag bis Sonntag geöffnet sein, aber bei unserem sonntäglichen Besuch war geschlossen. Wer will, kann per Telefon sein Interesse bekunden, dann wird wahrscheinlich geöffnet werden.

Seit fünf Wochen stehen wir nun schon in Naxos. Zeit genug, endlich einmal eine Wanderung in Angriff zu nehmen. Unsere Stellplatznachbarn Sarah und Jason, Kiwis, die seit vier Jahren in Wales ihre Wahlheimat gefunden haben, gaben uns den Tipp. Sie waren zu Fuß in Taormina, eine 12km-Wanderung. Sie berichteten von einem Ziegenpfad den Berg hinauf. Das machte mich neugierig. Auf einer Wanderung lernt man doch viel mehr von der schönen Landschaft kennen. Von Naxos aus sieht man den gesamten Gebirgszug vom Kap Taormina, über Taormina selbst, Castelmola bis hin zum Monte Veneretta (Veneri). Dort hinauf zog es mich. Die Tour bis zum ersten Aussichtspunkt am Monte Veneretta ist 8,8km lang, wobei auf 5,6km rund 800 Höhenmeter bewältigt werden müssen. Das bedeutete, dass ich, ich machte die Wanderung alleine, ganze drei Stunden ausschließlich steil bergan steigen musste, teilweise über Treppen. Es war eine echte Herausforderung, aber die Tour selbst und die Aussichten waren die Anstrengung wert. Der Weg führt durch Taormina, an Castelmola vorbei und dann den Hang des Monte Veneretta hinauf.

auf dem Weg zum Monte Veneretta ist schon Frühling

Kurz vor dem Aussichtspunkt traf ich auf eine große schwarze Schlange. Ich hörte zuerst nur ein Geräusch. Als ich dem mit den Augen nachging, verschwand die Schlange gerade mit dem Kopf voran in einer Bruchsteinmauer. Der Umfang der tiefschwarzen Schlange maß ungefähr ein Dreiviertel meines Handgelenkumfanges, die Länge gut über einen Meter. Es war eine Prachtschlange. Sarah und Jason trafen bei ihrer Wanderung ebenfalls auf solch eine schwarze Schlange, die jedoch lange nicht so groß war. Meine Nachforschung ergab, dass es sich bei dieser schwarzen Schlange um eine Zornnatter handelt. Die normale Färbung ist gelbgrün, aber in Italien/Sizilien lebt eine schwarze Variante dieser Zornnatter. Sie ist nicht giftig und nicht aggressiv, aber bei Bedrohung beißt sie schnell zu und führt dann auch noch Kaubewegungen aus, was zu schweren Verletzungen führt.

am Hang des Monte Veneretta

Endlich war ich oben und genoss die Aussichten hoch über allem in Richtung Küste. Der Ätna hatte sich an diesem Tag dick in Wolken gehüllt, sonst schien die Sonne. Nachdem ich mich erholt hatte, nahm ich den Abstieg in Angriff, bis Castelmola den gleichen Weg, den ich gekommen war, dann wand ich mich in Richtung Giardini. Taormina passierte ich dabei fast ausschließlich über Treppen, Treppen ohne Ende, Wahnsinn. Irgendwann kam ich am namenlosen Fluss heraus, der in Giardini ins Meer fließt. Am Ende war ich gut fünf Stunden plus Pause auf den 17,6 Kilometern unterwegs.

hoch über der Küste und Giardini-Naxos

Alles Gute

Wir wünschen Euch, unseren treuen Lesern, ein tolles und friedliches Weihnachtsfest sowie einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 2019.

Das vergangene Jahr 2018 brachte uns einen schönen Sommer im Baltikum. Seit Oktober sind wir in Italien bzw. Sizilien unterwegs, wo wir wohl bis zum Februar bleiben werden, um dann langsam die Heimreise nach Deutschland anzutreten. Weihnachten auf Sizilien bedeutet warmes Wetter, viel Sonnenschein und Orangen/Zitronen bis zum Abwinken. Schnee? Was ist das? Wenn wir Schnee wollen, fahren wir einfach den Ätna hinauf. Wenn nicht, lassen wir es bleiben. So stellen wir uns einen Winter vor.

Wir hoffen, dass Ihr ein schönes Jahr 2019 habt, mit vielen schönen Erlebnissen, gleich welcher Art diese für Euch auch sein sollen. Alles liebe und gute für Euch.

Weihnachtsbaum aus Kaktusblättern und Orangen

 

 

Catania

Zuerst wollten wir eine Zwischenstation auf dem Weg in den Süden Siziliens einlegen und von dort aus mit dem Smart nach Catania fahren. Man riet uns jedoch dazu, mit dem Bus nach Catania zu fahren, was dann doch die bessere Entscheidung war. Für nur 8,60 € pro Person Hin- und Rückfahrt von Recanati (Giardini-Naxos) aus fährt der Bus nur wenige Schritte vom Stellplatz entfernt ab. Ohne Zwischenstopp fuhr der Bus, nicht ganz pünktlich abgefahren und mit fast einer halben Stunde Verspätung in Catania angekommen, ins das Zentrum der Stadt. Vom Busbahnhof steuert man am besten zuerst den berühmten Fischmarkt von Catania an, denn der ist nur bis zum Vormittag besuchenswert. Das ist ein Fußweg von 1,3km.

Fischmarkt in Catania

Am Domplatz steht ein grau-weißes Gebäude. Passiert man dieses an der rechten Seite, steht man auf dem Fischmarkt, welcher sich ein paar Stufen tiefer befindet. So hat man gleich einen schönen Blick über alles. Das Handeln, die Fischer, die ihre Ware anpreisen, das ganze Ambiente erinnert an einen orientalischen Markt. Die Preise sind niedrig, die Fische und Meerestiere frisch. Hier kauft man gerne ein. Leider standen wir am Anfang unseres Stadtrundganges, so dass wir keinen Fisch mitnehmen konnten. Auf der Empore bietet ein kleiner Laden in Zitronensud gegarten Baby-Oktopus an, den wir unbedingt probieren mussten. So zarten Tintenfisch hatten wir noch nie gegessen, der war einfach lecker.

Baby-Oktopus in Zitronensud

Egal, welche Gasse wir weiter gingen, überall stehen Marktstände, an denen Obst, Gemüse und Fleisch angeboten werden. Sogar Zicklein bekommt man, für nur 8,-€ das Kilo. Einer der Stände bot einen Salat aus verschiedenen Wurst- und Käsesorten an, auch davon probierten wir. Frischer als hier bekommt man die Sachen nicht.

Markt in allen Gassen rund um den Fischmarkt

Irgendwann kamen wir an die Via Emanuele II. Nur ein paar Meter nach links kommt man zum Teatro Antico und das Odeon. Beide Theater liegen nebeneinander und sind ein Museum. Anfang des 8. Jahrhunderts vor Christus gründeten Griechen die Kolonie Catania. Möglicherweise errichteten schon die Griechen ein Theater an dieser Stelle, welches die Römer später übernahmen und ausbauten. Wenn man um den Block läuft, kann man auch die Rückseite mit den Eingängen der Theater sehen.
Etwas weiter oberhalb der Theater ist die Römische Therme zu finden.

Eingangstor zum Teatro Antico

Spaziert man die Via Emanuele II wieder zurück zum Domplatz, steht man vor der berühmten Elefantensäule. Der Elefant ist das Symbol von Catania. Dieser aus Lava gefertigte Elefant auf dem Domplatz stammt aus römischer Zeit. Er wurde nach der Zerstörung durch ein verheerendes Erdbeben 1693 aus den Trümmern geborgen. 1669 wurde Catania schon einmal durch eine Ätna-Eruption dem Erdboden gleichgemacht. Der auf dem Elefanten stehende Obelisk stammt aus Ägypten und wurde wohl im alten Amphitheater als Zielsäule verwendet. Ein Künstler aus Catania kam dann auf die Idee, aus diesen beiden Teilen die Elefantensäule zu kreieren.

Elefantensäule

Der Palazzo degli Elefanti ist heute das Rathaus. Er stammt aus der Zeit nach dem großen Erdbeben von 1693. Ebenfalls am Domplatz steht die beeindruckende Kathedrale Sant`Agata. Fast alle großen Gebäude Catanias sind im prunkvollen Barockstil erbaut, was mich an meine Heimatstadt Dresden erinnert. Geschwungene Formen, pralle Figuren, prachtvolle Verzierungen, der Barock macht einfach Spaß.

Domplatz mit der Kathedrale Sant`Agata

Leider ist die Bausubstanz Catanias ansonsten unter aller Kanone. In ganz Italien sind sehr viele Bauten dem Verfall preisgegeben, weil das Geld für die Renovierung fehlt. In Catania ist dieser Zustand sehr erdrückend.

Die Flaniermeile Catanias ist die Via Etnea, die sich vom Domplatz in Richtung Ätna ausdehnt, den man in einiger Entfernung sieht. Mehrere große Plätze lockern die Straße auf, die von vielen Geschäften und mancher Kirche gesäumt wird. Schon bald kommt man am Gymnasium links und der gegenüberliegenden Universität rechts vorbei.

Via Etnea

Folgt man der Via Etnea weiter, liegt irgendwann auf der linken Seite die Ausgrabungsstätte des Amphitheaters. Es wurde beim großen Erdbeben verschüttet und nur zum Teil wieder freigelegt. Dieses Amphitheater war eines der größten auf Sizilien, fasste 15.000 Zuschauer, die in 32 Sitzreihen Platz nahmen. Es hatte eine elliptische Form und maß 125×105 Meter. Es wurde im 2. Jahrhundert erbaut und Ende des 5. Jahrhunderts aufgegeben. Die Normannen nutzten beim Bau der Kathedrale im 11. Jahrhundert teilweise Steine und Säulen des Theaters.

Ausgrabungsstätte Amphitheater

Unser letztes Ziel in Catania war der Hafen der Stadt. Von hier aus fahren Fähren z.B. nach Neapel, Genua oder Malta. Es herrscht Ruhe im Hafen, die wir für eine Kaffeepause nutzten. Von hier aus blickt man über die Stadt hinweg zum Ätna, der der Stadt schon so manches Leid bescherte.

Fontana di Proserpina

Am Busbahnhof steht ein sehr schöner barocker Brunnen, der „Fontana di Proserpina“. Der Bus zurück nach Recanati fährt im Busbahnhof des Interbus (blaue Busse) ab, direkt hinter der Mauer, vor der wir abgesetzt wurden. Der Eingang befindet sich in der Via Archimede. Sollte jemand kein Rückfahrticket haben: das Ticketbüro von Interbus ist in der Parallelstraße Via D´Amico schräg gegenüber zu finden. Man bekommt allerdings auch direkt im Busbahnhof Tickets. Auf Verspätungen sollte man sich jedoch einstellen.

Tischdeko aus Treibholz

Ein Beispiel, um Treibgut zu verarbeiten, sind Tischdekos. Auf dem ersten Bild dient eine Schilfwurzel als Träger. Darauf habe ich einfach einen flachen Stein befestigt, auf welchem man z.B. Schmuckgläser für Teelichte stellen kann. Ein kleiner Stapel aus flachen Steinen sowie eine vom Wasser rundgeschliffene Fliesenscherbe sind weiterer Schmuck.

Eine zweite Möglichkeit zeigt das nächste Bild. Auf ein schönes Stück Treibholz habe ich Strandglas, einzeln oder als Stapel, platziert. Als Teelichtträger dient eine vom Wasser rundgeschliffene Fliesenscherbe.

Tischdeko aus Schilfwurzel

Tischdeko aus Treibholz

Eine andere Möglichkeit ist, Muscheln oder Schnecken als Dekoelemente auf Treibholz zu verwenden.

Giardini-Naxos

Antike Quellen berichten, dass Naxos 734 v.Chr. als erste griechische Kolonie auf sizilianischem Boden gegründet wurde. Schon 403 v.Chr. zerstörte der Tyrann Dionysius I. aus Syracus diese Kolonie. Heute nimmt das Archäologische Museum von Naxos einen großen Teil dieser alten Siedlung ein. Für 4,-€ Eintritt kann man sich über die Geschichte von Naxos informieren und über die alten Grundmauern, die allerdings zumeist unter Erde und Vegetation liegen, spazieren gehen.

Verteidigungsmauer von Naxos

Im 12. Jahrhundert war Naxos ein bedeutender Handelshafen, in dem die Schiffe aus und nach Messina kommend Zwischenstopps einlegten. Hier wurden auch Waren aus dem fruchtbaren Hinterland von Giardini-Naxos umgeschlagen.
Seit dem 13./14. Jahrhundert diente eine Festung am Kap Schisó in Naxos mit Beobachtungstürmen dem Schutz der Küste Siziliens, um sich gegen die Angriffe von Mittelmeerpiraten, aus Nordafrika kommend, zu schützen. 1566 wurde diese Festung zerstört und musste wieder aufgebaut werden. Die Festung am Kap Schisó arbeitete z.B. mit der Festung im benachbarten San Marco zusammen. Die Verbindung zwischen den beiden Festungen hielten mehrere Beobachtungstürme, wie der Vignazza-Turm am Kap Schisó. Die Verständigung erfolgte durch Rauch oder Feuer, so dass sich die Festungen über drohende Überfälle gegenseitig informieren konnten. Der Vignazza-Turm gehört heute gemeinsam mit dem alten Fort und der Verteidigungsmauer ebenfalls zum Archäologischen Museum von Naxos. Als die Franzosen 1830 Algier eroberten, hörten die Überfälle der Mittelmeerpiraten auf Sizilien auf.

Vignazza-Turm

Das Wohnhaus der Festung, direkt auf einem Lavafluss errichtet, befindet sich am Rand der Schisó-Bucht. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Seite zur Promenade herausgeputzt und mit Balkonen versehen. Leider ist von der einstigen Pracht kaum noch etwas übrig. Reiche Familien aus verschiedenen Gegenden waren über die Jahrhunderte Besitzer des Wohnhauses.

ehemaliges Wohnhaus der Festung Naxos

Auf der Piazza Apollo Archegeta in Naxos, in der Nähe des Flusses Venera, befand sich ein großes antikes Heiligtum. Sehr viel konnte bei den Ausgrabungen in der Neuzeit nicht mehr zutage gefördert werden, weil die wilden Fluten der Venera das noch zerstört hatten, was die Zeit übrig gelassen hatte. Es erinnert nur eine Tafel mit Lageplan an die antike Stätte. Eckige grüne Anlagen, wahrscheinlich die Lage der religiösen Gebäude kennzeichnend, werden von Freiflächen mit Gehwegplatten umgrenzt. Das Heiligtum widmete man der blutdurstigen Göttin Enyó, die als böser Geist von den Menschen Besitz ergreifen konnte. Sie hielt in der griechischen Mythologie eine enge Verbindung zum Kriegsgott Ares. Wir hatten bisher noch keinen griechischen Tempel für böse Götter kennengelernt.

Das ist in etwa die Geschichte von Naxos. Heutzutage bildet Naxos einen Teil von Giardini-Naxos an der Schisó-Bucht. Der lange Sandstrand, durchsetzt mit Lavabrocken, ist ein beliebtes Ziel für Sommertouristen. Die Stadt hat sich zum Badeort schlechthin gemausert, mit Hotelvierteln wie Recanati. In der warmen Jahreszeit werden viele Aktivitäten wie Ausflüge zum Ätna, Bootsausflüge oder Wassersportmöglichkeiten angeboten. Im Winter ist es da sehr ruhig. Jetzt kann man in Ruhe durch die Gassen oder am Strand entlang spazieren. Von vielen Stellen aus ist der Ätna zu sehen. Mehrere Kunstwerke schmücken den Uferbereich. Am südlichen Ende des Kap Schisó befindet sich der Hafen, dahinter eine Aussichtsplattform, die sich auf dem Ende eines 8000 Jahre alten Lavaflusses ausbreitet. Am nördlichen Ende wird die Bucht vom Kap Taormina abgeschlossen.

Kap Schisó

Zum Überwintern ist Giardini-Naxos ideal, denn es wird von den Bergen Siziliens vor Wetterunbilden geschützt. Es herrscht weniger Wind, so dass das Klima ruhiger und wärmer als auf dem Rest der Insel ist. Die Landschaft ist interessant. Es gibt die Berge, den Vulkan, das Meer und viele interessante Orte, die es zu erkunden gilt.

Gruß an das alte Naxos

Wir stehen auf dem Womo-Stellplatz Aurora. In fast unmittelbarer Umgebung existieren noch ein Campingplatz und der Womo-Stellplatz Eden-Parking. Die Winter-Gebühren liegen zwischen 7,-€ und 10,-€. Nach den Rabattstaffelungen muss man bei der Ankunft beim Betreiber fragen.

 

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