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Siracusa

Siracusa wurde 734 v.Chr. von den Griechen gegründet und galt bis 212 v.Chr. als der Nabel der griechischen Welt. Leider war es keine sehr lebenswerte Zeit, denn der Stadtstaat der Antike wurde von Tyrannen regiert. Als dann die Römer kamen, belagerten sie Siracusa zwei Jahre lang und nahmen sie anschließend ein. Der Sage nach soll dabei einer der römischen Soldaten den berühmten Mathematiker Archimedes erschlagen haben. Dies war der vorläufige Untergang der Stadt. Im Archäologischen Park „Neapolis“ wurde ein Großteil des Zentrums des antiken Siracusa ausgegraben. Mit einem Ticket sind das römische Amphitheater, das griechische Theater, das „Ohr des Dionysus“ (eine 60m lange Höhle mit hervorragender Akustik) und weitere Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Ein Großteil des Geländes sieht wie ein Steinbruch aus. Da wir die meiste Zeit des Tages in der Altstadt verbrachten und dann auch noch zu den Salinen wollten, ließen wir den Besuch des Archäologieparks aus. Wir versuchten noch, am oberen Ende des Geländes einen Blick auf die Theater zu erhaschen, aber das war nichts.

Höhlen im Archäologischen Park Siracusa

Um die Altstadt von Siracusa zu besuchen, parkten wir unser Auto auf dem Parkplatz direkt vor der Brücke zur Insel Ortigia. Die Insel ist durch zwei Brücken mit dem Festland verbunden, zwischen denen kleine Fischerboote einen Hafen gefunden haben. Von hier starten Rundfahrten per Boot an der felsigen, mit Höhlen durchsetzten Küste entlang.

zwischen Festland und Insel Ortigia

Wir lenkten unsere Schritte zuerst über die Promenade, die unterhalb der Altstadt verläuft. Sie wird durch einen kleinen Park am Ende begrenzt, in dem vier uralte Gummibäume mit vielen Luftwurzeln stehen. Gleich nebenan befindet sich ein winziger Strand.

Strand von Ortigia

Nur ein paar Meter weiter gelangt man zur Fonte Arethusa. Dies ist eine große Süßwasserquelle direkt am Meer. Eine Insel aus Papyrusstauden nimmt fast die gesamte Wasserfläche ein, in der sich Karpfen tummeln. Das Quellwasser fließt durch eine Öffnung in der Mauer ins Meer ab. Arethusa war eine schöne Waldnymphe, die sich der Sage nach an dieser Stelle ins Meer stürzte, um dem griechischen Flussgott Alpheios zu entkommen, der ihr nachstellte.

Fonte Arethusa mit Papyrusinsel

Ganz ohne Autoverkehr geht es bis zum Castello Maniace weiter, welches die Insel Ortigia zum Meer hin abschließt. Das Fort kann nur mit einem Eintrittsgeld von 4,-€ besichtigt werden, aber auf dem großen freien Platz davor kann man schön die Seele baumeln lassen, bevor man sich in die Gassen und ins Gewimmel der Altstadt begibt.

Castello Maniace

Die meisten der Gassen gleichen denen aller italienischen Städte, nur das sie in Siracusa mit vielen Barockelementen durchsetzt sind. Die Touristen finden hier alles, was sie „brauchen“. Der Domplatz ist auch in Siracusa ein sehenswertes Zentrum, fast alles im Barockstil gebaut. Die Fassade des Doms dominiert die Szenerie, aber auch das Rathaus und verschiedene andere Palazzi lassen die Besucher staunen. Ich komme mir wie in meiner Heimatstadt Dresden vor.

Domplatz auf Ortigia

Geht man nun wieder in Richtung der Brücken zum Festland, kommt man am Apollo-Tempel heraus. Viel ist nicht mehr übrig von ihm, aber die Ausmaße der Ruinen lassen erahnen, wie riesig der Tempel war.

Gleich nebenan steht die alte Markthalle aus dem Jahre 1900. Es gab schon in der Antike an dieser Stelle einen Markt, aber im Rahmen der Neuorganisation nach der spanischen Besatzung baute man die Markthalle, damit die frischen Waren wie Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse beim Verkauf nicht mehr so der Witterung ausgesetzt sind. Es entstand ein quadratisches Gebäude mit Bogenfenstern und einem Innenhof mit umlaufendem Arkadengang. Die meisten Verkaufsstände bieten ihre Waren jedoch außerhalb, rund um die Markthalle an.

im Atrium der alten Markthalle

Nach dem Stadtbummel in Siracusa fuhren wir noch zur Saline von Siracusa, im Westen des Porto Grande, wie die Bucht südlich von Siracusa heißt. Der Weg ist ausgeschildert, aber das letzte Stück des Weges muss man zu Fuß gehen, denn die Saline ist ein Naturpark. Auf der rechten Seite kann man über die Bucht hinweg die lange Skyline von Siracusa sehen. Links liegen die Wasserbecken der Saline, die heutzutage sich selbst überlassen werden. Wir hatten sogar Glück und sahen in der Ferne Flamingos. Die meisten von ihnen schliefen gerade, nur wenige stakten auf Nahrungssuche durch das flache Wasser.

Flamingos in der Saline von Siracusa

Auf dem Rückweg nach Avola nahmen wir die kleine Straße durch das Marschland und kamen dabei nach Ognina. Dieser kleine Ort liegt fast verlassen da. Es gibt eigentlich nichts, nur felsige Küste und einen hübschen kleinen Hafen. Im Sunset-Café Amyra kehrten wir zu einem Kaffee ein und genossen die winterliche Ruhe im Sonnenschein.

Eigentlich wollten wir uns noch in Fontane Bianche umsehen, aber das ist ein reiner Urlauberort. Zudem fanden wir nicht einen Zugang zum Strand. Der ist anscheinend nur für Hotelgäste oder über die öffentlichen Strandbäder im Sommer zugänglich.

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