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Punta Braccetto

Für ein paar Wochen werden wir auf dem Campingplatz „Baia dei Coralli“ sein, denn vor Februar brauchen wir wohl unsere Rundfahrt Richtung Westen und Norden der Insel Sizilien nicht fortzusetzen. Wir hatten gehofft, dass es nicht ganz so kalt hier im Süden sein würde, aber wir wurden eines besseren belehrt. Die Einheimischen meinten schon, dass es bisher noch nie so kalt war. In der vorletzten Nacht hatte der Wetterbericht von 3 Grad plus gesprochen, doch es fror. Wir hatten also Minustemperaturen. Am nächsten Vormittag hatte es sogar wenige Kilometer von der Küste entfernt und auf 100 Metern Höhe geschneit. Da ließen sogar die Sizilianer alles stehen und liegen und zückten ihre Fotoapparate. Die Tagestemperaturen lagen bei 6-8 Grad. Das waren jetzt wohl die Tiefstwerte. Ab jetzt geht es hoffentlich wieder bergauf und der Mittelmeer-Frühling steht vor der Türe.

Frost im Süden Siziliens. Das ist nicht normal.

Punta Braccetto ist ein Urlauberort und jetzt im Winter sehr ruhig. Der Ort ist nicht groß und liegt an einer flachen Sandsteinküste mit einigen Sandstränden dazwischen. Außer dem „Baia dei Coralli“ haben noch drei weitere direkt benachbarte Campingplätze geöffnet. Die sind aber viel kleiner. Das Besondere an all diesen Campingplätzen ist, dass jede Camperparzelle ihr eigenes Bad hat, mit Waschbecken, Toilette und Dusche. Warmes Wasser gibt es immer und unbegrenzt und ist im Preis mit enthalten. Der Preis staffelt sich wieder nach der Dauer des Aufenthaltes.

Umrahmt wird Punta Braccetto von Quadratkilometern Gewächshausfläche. In den folienüberdachten Konstruktionen wachsen Tomaten, Auberginen, Paprika und Gurken, mengenmäßig in dieser Reihenfolge. Unterbezahlte Arbeitskräfte und Schwarzarbeiter schuften dafür, dass der Rest Europas und vielleicht weiter weg, Obst und Gemüse das ganze Jahr über kaufen kann. Auf den sizilianischen Märkten kostet so ziemlich alles, was angeboten wird, 1,-€ das Kilo oder zum Teil weniger.

Einfahrt zum Ferienviertel Punta Braccetto

Punta Braccetto ist jedoch ein schöner Ausgangspunkt für Ausflüge an der Küste entlang oder ins Hinterland.

der Strand, an dem die Campingplätze liegen

Für Wanderer ist der Rundgang durch das Naturreservat Cava Randello sicher interessant. Es gibt verschiedene Wege durch das Gebiet hinter den Dünen. Wir sind den oberen Weg entlang spaziert. Es sieht aus, als würde das Waldgebiet, bestehend aus Kiefern und Eukalyptus, im Sommer als großer Zeltplatz dienen. Verschiedene Markierungen und Feuerstellen weisen darauf hin. An einer Stelle blühen sogar noch jetzt einige wenige Orchideen.

Orchideen sorgen immer wieder für Freude

Irgendwann kommt man dann am Aussichtsturm auf einem Sandhügel heraus. Der Turm selbst ist gesperrt, aber trotzdem hat man eine schöne Rundumsicht: das Meer und die Küste auf der einen Seite, Gewächshäuser auf der anderen.

Blick über das Naturreservat Cava Randello zum Meer

Den Rückweg kann man entweder durch den unteren Teil des Naturreservates oder am endlos langen Strand, der das Reservat zum Meer hin abschließt, nehmen.

Die Ausgrabungsstätte Camarina, knapp südlich von Scoglitti, ist im Moment wegen Renovierung geschlossen. Die antike Stadt wurde 566 v.Chr. hatte eine kurze, bewegte Geschichte mit Zerstörung und Wiederaufbau. Die Römer zerstörten die Stadt 258 v.Chr. das letzte Mal. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts grub man die Überreste Camarina wieder aus.

Überrest der antiken Stadt Camarina

 

 

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