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Archiv für das Schlagwort “Cave Junction”

Jedediah Smith Redwood National Park – Kalifornien

 

Smith River Valley

Smith River Valley

Wie wir jetzt erfahren haben, sind wir von Grants Pass aus den Mystic Corridor entlang gefahren. Von Cave Junction aus immer auf dem Highway 199 Richtung Süden. Von der kalifornischen Grenze aus schlängelt sich die Straße erst durch den Collier Tunnel und dann durch die wildromantische Schlucht des Smith River nach Crescent City an der pazifischen Küste. Das Wasser des Smith River hat eine graublaue Färbung, die von einer großen Anzahl Mineralien im Wasser herrührt. Da sind so viele Mineralien in diesem Wasser, dass es, glaube ich, nicht für den dauerhaften Verzehr bestimmt ist, zumal auch eine Anzahl Schwermetalle enthalten sind. Schön sieht es allemal aus.

Darlingtonia Bog

Darlingtonia Bog

An der Straße liegt ein kleiner botanischer Trail, an dem wir durch Zufall angehalten haben. Dieser Stopp hat sich mehr als gelohnt. Die meisten Leute fahren achtlos daran vorbei, wenn die wüssten! Neben einem Wald, der an Artenreichtum wahrscheinlich seinesgleichen sucht und der schon fast ein Regenwald ist, gibt es an dieser Stelle einen wahren botanischen Schatz: Darlingtonia Bog. Das ist eine fleischfressende Pflanze, die um einen halben Meter hoch wird und sehr nassen Boden braucht. Es stehen nicht nur eine handvoll dieser Pflanzen dort, sondern die Darlingtonia Bog nehmen etliche Quadratmeter in Anspruch.

Giftige Eiche

Giftige Eiche

Dem nicht genug, es gibt neben wilden Azaleen, deren Blüten einen wunderbaren Duft im Wald verströmen, auch eine giftige Eichenart, vor deren Berührung gewarnt wird. Das ist kein Baum, sondern ähnlich dem Efeu eine Kletterpflanze, die sich große Bäume als Wirt aussucht. 90% der Menschen reagieren auf den Kontakt allergisch, die Früchte aber sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Wildtiere.

Neben all diesen Pflanzen und Bäumen stehen überall „Touristenbäume“, wie wir sie in Tobago kennengelernt haben. Sie heißen so, weil sich ihre Rinde schält und darunter eine zweite, glatte und rote Rinde zum Vorschein kommt, wie beim sonnenverbrannten Menschen. Irgendwie passen diese außergewöhnlichen Bäume nicht hierher in den nassen Nordwesten Kaliforniens. Außerdem gibt es einen Baum, der nicht wusste, ob er ein Nadel- oder Laubbaum werden sollte: die Tanneneiche. Die Äste, Zweige und Blätter sind die einer Eiche, der Stamm der einer Tanne. Es gibt schon komische Dinge hier.

Coast Sequoias oder Redwoods

Coast Sequoias oder Redwoods

Und dann, nur ein paar Kilometer weiter, führt die Straße durch einen Wald Küstensequoias. Das sind die Verwandten der Riesensequoias, die wir in der Sierra Nevada besucht haben. Die Küstensequoias werden hier allerdings Redwood Bäume genannt und sind die höchsten lebenden Wesen der Erde. Sie erreichen nicht den Durchmesser der Riesensequoias, werden aber wesentlich höher, so um die 112 Meter. Einige Exemplare sollen noch einige Meter draufgelegt haben. Trotzdem ist deren Stammdurchmesser schon gewaltig und die Bäume wachsen kerzengerade. Ein ganzer Wald voll dieser außergewöhnlichen Riesen, das ist einfach überwältigend.
Tannenzapfensammler hätten hier in den Wäldern ihre wahre Freude. Hätten wir die verschiedenen Tannenzapfen, von ganz klein bis ganz groß, gesammelt, hätten wir jetzt schon eine ansehnliche Sammlung zusammen.

 

Cave Junction – Oregon

Illinois River bei Cave JunctionEs gibt sie noch, die glasklaren Flüsse, aus denen man bedenkenlos Trinkwasser schöpfen kann. In Südoregon wurden wir fündig. Der Illinois River bei Cave Junction ist noch einer von ihnen. Zudem erfuhren wir, dass bald die Lachse diesen Fluss zu ihren Laichplätzen hinaufziehen. Das Schauspiel findet jedes Jahr zweimal statt, im April und November. Bei einem Spaziergang am Fluss entlang, der sich etwas südlich von Cave Junction mit dem Ostarm des Illinois River verbindet, konnten wir die wunderbare Wildnis mit ihrem Mischwald, dem frischen Gras und den bunten Blumen genießen. Die Lupinen, die gerade blühen, sind so klein, dass man sie kaum wahrnimmt. Junge Kröten sind auch schon unterwegs.

Auf dem Weg nach Cave Junction fuhren wir durch das Applegate Valley, ein sehr schönes Tal mit Weinstöcken, Obstbäumen und verschiedenem Vieh auf den Weiden. Ab und zu sieht man auch einmal Lamas. Die historische Altstadt von Jacksonville mit den engen Straßen bei Medford ist sehenswert und gepflegt. Cave Junction ist bekannt für seine Oregon Tropfsteinhöhlen und den Großkatzenpark, in dem 17 verschiedene Arten leben. Manche von ihnen hatten schon Auftritte im Fernsehen oder waren Darsteller in vielen Filmen.

Hobbygoldwäscher Shelton und BeverlyBeverlys großer GoldfundAm letzten Abend lernten wir Shelton und Beverly Beach aus Idaho kennen. Sie sind begeisterte Steinesammler und Goldwäscher. Jedes Jahr im Urlaub kommen sie hierher, um Gold zu waschen. Hinter einem der Berge am Illinois River gibt es professionelle Goldwäscher. Bei denen holt Shelton sich jeden Tag neue Eimer voll goldhaltigen Kies vom Abraum. Diesen wäscht er dann und holt jedes Mal ein paar Körnchen Goldstaub heraus. Irgendwann hat er dann auch ein Gramm Gold zusammen. Er macht das aus Spaß an der Freude, reich wird er damit nicht. Beverly zeigte mir ihren großen Fund vom letzten Jahr, ein kleines Goldnugget, über das sie sehr stolz sind. Beverly zeigte mir auch sehr helle versteinerte Holzstücken, die sich Sweethome-Wood nennen, nach dem Ort Sweethome in Oregon. Es gibt wohl sehr große Vorkommen dieses versteinerten Holzes dort. Da ich so begeistert von ihnen und ihrem Vorhaben bin, schenkte mir Beverly ein sehr schönes Stück von dem versteinerten Holz. Ich war sprachlos und sehr glücklich.

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