A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Costa del Sol Ost

Talsperre an der A44

Talsperre an der A44

Von den Bergen an die Sonnenküste, von der dicken Jacke vormittags in den Bikini nachmittags. Die A44 brachte uns von Granada nach Motril, wo wir auf die A7 Richtung Süden abbogen. Wer Zeit und ein nicht zu großes Wohnmobil hat, sollte die landschaftlich sehr schöne Straße durch die Berge und über Otívar nehmen. Das empfahlen mehrere Leute, aber auch die Fahrt über die A44 ist nicht schlecht. Dabei kommt man ein zwei Talsperren vorbei. Eigentlich wollten wir bei Motril noch einen Stopp einlegen, aber dort sind sämtliche Womo-Stellplätze geschlossen worden.

Steilküste vor Mora

Steilküste vor Mora

Bei La Herradura stießen wir wieder auf die N340, die uns schon auf weiten Strecken an der Küste Spaniens entlang gebrachte. Wir hatten auf dem Campingplatz in Granada die Empfehlung bekommen, unbedingt auf einem der zwei Parkplätze kurz vor Mora zu parken. Sie sind durch Felsen von der Straße getrennt und liegen direkt an der Steilküste. Tatsächlich ist es ein sehr schönes Fleckchen Erde. Zum kiesigen Strand hinunter, an dessen rechtem Ende eine klare Quelle aus dem Schilf plätschert, führt ein Weg von ca. 10 Minuten. Hinter der Quelle befindet sich der inoffizielle FKK-Strand. Die Lufttemperatur lag bei 25 Grad und sogar ich ging bis zu den Knien ins Wasser, während uns von zu Hause Bilder mit Schnee erreichten.
Wir übernachteten auf dem Parkplatz, aber am nächsten Vormittag kam eine Naturschutzbeauftragte und verbot uns eine weitere Übernachtung. Das
war uns schon aus der Empfehlung bekannt, dass jeden Tag zu verschiedenen Zeiten jemand kommt und die Wohnmobilisten darauf hinweist, dass das übernachten im Naturpark nicht gestattet ist.

Quelle vor Mora

Quelle vor Mora

Also verbrachten wir noch einen wunderschönen Tag am Strand und fuhren abends Richtung Mora weiter, wo sich kurz hinter dem Campingplatz ein abseits gelegener Parkplatz direkt unter der Autobahnbrücke befindet. Das Plus ist eine reichlich sprudelnde Quelle, in der man frisches Wasser tanken kann. Einheimische gehen sogar im Bach baden. Das Sprudeln der Quelle übertönt gut die Geräusche von der Autobahn.

Balkon Europas in Nerja

Balkon Europas in Nerja

Weitere Stellplatznachforschungen ergaben, dass am Leuchtturm von Torrox Costa ein kleiner Stellplatz ist. Den steuerten wir an und hatten sogar Glück, dass wir noch ein Plätzchen fanden, mit direktem Zugang und Blick auf das Meer. Das hat wieder geklappt. Solche Plätze gefallen uns am allerbesten. Ein weiterer Stellplatz ist am südlichen Ende von Torrox Costa zu finden.
Von
Torrox
fuhren wir noch einmal nach Nierja zurück, um den Balkon von Europa zu sehen. Durch die Gassen der Altstadt erreicht man den Aussichtspunkt, der unter der Plattform wohl ein Restaurant beherbergt. Leider haben wir das erst aus einiger Entfernung gesehen, dass es da einen verglasten Bau gibt. Ab dem 16. Jahrhundert stand einmal eine Festung an der Stelle, von der heute jedoch nichts mehr existiert.
Nierja lädt zum spazieren an den Promenaden oder im Sommer zum Baden ein. Es ist ein recht schöner Ort, aber auch sehr touristisch.
Die Höhlen von Nierja besuchten wir nicht, da wir schon viele Höhlen rund um die Welt
gesehen haben.

Balcón del Mediterráneo in Torrox Costa

Balcón del Mediterráneo in Torrox Costa

In Torrox ist nicht viel zu sehen. Die ganze Gegend um Nierja und Torrox ist in deutscher Hand. Soviel deutsch wie hier hörten wir auf der ganzen Tour noch nicht. Es gibt deutsche Restaurants und Bars, deutsche Ärzte und deutschsprechende Apotheker und alle Bekanntmachungen werden in deutsch übersetzt. Das Fischrestaurant „Nordsee“ bietet „die besten Fischbrötchen vor Afrika“ an. Der Ort Torrox wirbt mit dem „besten Klima Europas“.
Das heutige Torrox steht auf einer alten römischen Stadt, in der Fische eingesalzen wurden, Garum, eine Fischsoße, und Keramik hergestellt wurden. Offenliegende Ausgrabungen zeigen die Reste eines Thermalbades, der Fischfabrik, auf deren Gelände sogar eine Nekropole
(Totenstadt) zu finden ist, sowie die Reste zweier Öfen, in denen die Keramik gebrannt wurde. Auf den Grundmauern der römischen Villa, von der nur ein kleiner Teil zu sehen ist, steht der Leuchtturm.
Der hiesige Aussichtspunkt auf das Meer heißt „Balcón del Mediterráneo“ und ist eine hängende Konstruktion mit Glasboden, unter dem sich die Gräber der Nekropole befinden.

Montes de Malaga

Montes de Malaga

Die nächsten paar Tage verbringen wir auf dem Stellplatz „Camper Areas M&H El Rincon“ bei Torre de Benagalbón. Der Platz liegt inmitten einer lockeren Ansiedlung 500m vom Meer entfernt. Bitte bei der Zufahrt nicht dem Navi folgen, sondern am Kreisverkehr mit dem Brunnen abbiegen und der Beschilderung folgen, sonst wird es etwas schwierig, vor allem mit einem größeren Wohnmobil.
Natürlich
ließen wir uns auch hier eine kurze Bergtour nicht nehmen, die durch die Montes de Malaga führt. Leider gibt es keine Verbindung auf die Bergstraße, die bei Almendrales beginnt. Deshalb muss man erst einen großen Umweg über das Zentrum von Malaga machen. Wenn man Malaga dann verlässt, folgt man der Straße immer bergauf. Hier und da gibt es Aussichtspunkte, von denen aus man über Malaga oder die Bergwelt sehen kann. Durch den Naturpark, an dem die Straße vorbeiführt, gibt es nur Wanderwege. Dort ist man mit sich und der Welt allein.

Fuente de la Reina

Fuente de la Reina

Kurz vor dem Pass Puerto del León, der auf 960m liegt, kommt man an der Quelle Fuente de la Reina vorbei, an der ein kleines Café zu einer Rast einlädt.
Kurz hinter dem Pass biegt man rechts nach Olías ab. Die schmale Straße führt in vielen Kurven bergauf und bergab durch eine traumhafte Landschaft. Überall liegen kleine Anwesen verstreut, die Hänge sind wie fast überall
in Spanien in kleinen Terrassen abgestuft. So lässt sich besser etwas anbauen. Seit Nerja wird der Anbau von Mangos groß geschrieben.
Zusammen mit Feigen und den unvermeidlichen Oliven bestimmen sie die Landwirtschaft.

Torre de Benagalbón

Torre de Benagalbón

Torre de Benagalbón ist Teil eines langen Küstenabschnittes, an dem es sich vorzüglich Fahrrad fahren lässt. Direkt am Strand führt ein Fahrradweg, mit kurzen Unterbrechungen, über viele Kilometer entlang. Alle paar Kilometer steht ein Beobachtungsturm aus dem 16. Jahrhundert. Manche hat das Meer fast weggespült, manche sind verfallen, aber der Torre de Benagalbón zeigt wohl fast seine Originalstruktur.
Rincón de la Victoria stimmt dann schon auf Malaga ein. In der Stadt, in der auch ein kleines Fort zu finden ist, tobt das Leben.

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