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Rainbow Springs – Florida

Keaton Beach

Keaton Beach

Wasser, Wasser, Wasser. Wasser  von oben, Wasser von unten, Wasser in den Wäldern, teilweise sind die Wege schon überschwemmt. Jeden Tag gibt es den ein oder anderen Schauer oder Gewitterguss.  Das ist aber auch dahingehend von Vorteil, dass die Temperaturen auf einem erträglichen Level gehalten werden.
 Nach einem kurzen Abstecher nach Keaton Beach, einem hübschen kleinen Strand, an dem wir erfolglos nach Venusmuscheln geschnorchelt haben, erreichten wir Blue Grotto Springs bei Williston. Das ist ein Quelltopf mit wirklich glasklarem Wasser, der allerdings viel mehr etwas für angehende Höhlentaucher ist, als für uns als Tageslichttaucher. Solch ein klares Wasser hätten wir gern im Blue Hole bei Santa Rosa, New Mexico, gehabt.

Rainbow Springs

Rainbow Springs

In Rainbow Springs bei Dunellon ist zwar das Tauchen nicht erlaubt, aber es ist ein sehr schön angelegter Park mit verschiedenen Wasserfällen, die von Quellen gespeist werden, einem Schmetterlingsgarten und natürlich einem großen Quelltopf, der glasklares Wasser und ein paar kleine Fische hat. In einem sehr begrenzten Bereich kann man baden. Die Erkundung der näheren Umgebung ist mit einem Kajak/Kanu möglich, was hier allerdings kein ganz billiges Vergnügen ist.
Wer etwas mehr der wunderbaren Natur erleben möchte, kann sich auf verschiedene Wanderwege machen, die nicht allzu lang sind.

Wakulla Springs – Florida

Wakulla Springs

Wakulla Springs

Knapp südlich der Landeshauptstadt von Florida, Tallahassee, liegt die größte Quelle der Welt. Im Gegensatz zu vielen anderen Quelltöpfen wird Wakulla Springs von nur einer Quelle gespeist, die aus einem unterirdischen Kalkstein-Höhlensystem stammt. Der Quelltopf ist 55 Meter tief, aus dem über 4,5 Milliarden Liter Wasser jeden Tag strömen. Ein abgetrennter Badebereich lädt zum Baden und Schwimmen ein, wenn das Wasser auch ziemlich kalt ist. Die Alligatoren scheinen sich an die Badebereichgrenze zu halten, obwohl sie sich überall aufhalten. Am gegenüberliegenden Ufer sah ich einen mittelgroßen Alligator nach einem ihn überfliegenden Reiher schnappen. Die Strömung im Quelltopf ist stark zu merken, kein Wunder bei  4,5 Milliarden Litern Wasser am Tag, die irgendwohin wollen. Wie kommen da bloß die Höhlentaucher rein? Uns war es jedenfalls nicht gestattet, dort zu tauchen.

Wakulla Springs - Manateegras

Wakulla Springs – Manateegras

Zu unserer großen Überraschung tauchte gerade eine Manateekuh mit ihrem Kalb direkt im Badebereich auf, als wir im Wasser waren. Die Seekühe sollen sich ja jetzt im Sommer eher an den Küsten aufhalten, als in den Flüssen. Ganz in Ruhe durchschwammen die Beiden den Badebereich und verschwanden dann langsam wieder flussabwärts. Das ist immer wieder ein Erlebnis, diese sanften Tiere so nah zu sehen. Anfassen sollte man sie allerdings aus Tierschutzgründen nicht.
 Leider ist das Wasser auch hier sehr dunkel, weil zur Zeit die Wassermassen aus den umliegenden Sümpfen in den Quelltopf und den Fluss fließen. Deshalb finden im Moment auch keine Glasbodenbootsfahrten statt.

Moorhühner

Moorhühner

Unbedingt zu empfehlen ist dafür die normale Bootsfahrt zu jeder Jahreszeit. Überall sonnen sich mittelgroße bis ganz kleine Alligatoren. Dazu sind hier die Moorhühner (Teichrallen) zu Hause, die wir hier zum ersten Mal gesehen haben. Schildkröten, brütende Fischadler, Reiher, Ibisse, die Palette zu beobachtender Tiere ist groß. Wasserschlangen haben wir dafür keine gesehen. Leider ist mir auch hier wieder eine Möglichkeit entgangen, einen Fischadler zu fotografieren. Gerade, als es gegen Ende unserer Bootsfahrt zu gewittern und zu gießen anfing, posierte einer der Vögel auf einem nahen Ast. Das ist einfach ärgerlich.

Pärchen der gelb-schwarzen Spinnenart

Pärchen der gelb-schwarzen Spinnenart

Auf einem kurzen Abstecher durch den Wald trafen wir noch einmal auf die große gelb-schwarze Spinnenart aus dem Chickasaboque Park bei Mobile. Im gleichen Netz, etwas oberhalb des beuteverzehrenden Weibchens, hielt sich das viel kleinere Männchen auf. So viel Glück an einem Tag, nicht zu fassen.

Forgotten Coast – Florida

Forgotten Coast

Forgotten Coast

Ein echter Geheimtipp ist dagegen die Forgotten Coast (Vergessene Küste). Durch weite Kiefernwälder, die als Unterholz oft kleine buschartige Palmen haben, und eine Airforce Base erreicht man die angenehm ruhige Küste. Hier fährt man wieder direkt und entspannt am Wasser entlang, kann halten, wo man gerade möchte und baden gehen. Das Wasser ist mal braun, durch die vom Regenwasser gefüllten Flüsse, die im Golf münden, manchmal blau, aber immer sauber.

Mexico Beach -  Toucan´s

Mexico Beach –
Toucan´s

Floridas Golfküste wirbt mit gebackenen Austern, die wir unbedingt probieren wollten und von denen wir schon im Fernsehen zu Hause gehört hatten. Jetzt habe ich einen wirklichen Geheimtipp: Mexico Beach. Im urigen Strandrestaurant „Toucan´s“ bekommt man hervorragende gebackene Austern, die dazu noch günstig sind. Das waren die besten Austern, die ich bisher gegessen habe. Die Austern, die mit Parmesankäse überbacken sind, werden in einer halben Schale serviert. Dazu reicht man eine würzige Cocktailsoße und geriebenen Knoblauch, das ist unvergleichlich gut. Klaus hatte die Austern zusätzlich noch mit Jalapeno´s. Ihm schmeckten jedoch die BBQ-Austern in Morro Bay, an der Westküste, besser.

selbstgesammelte Venusmuscheln

selbstgesammelte
Venusmuscheln

Vom 1. Juli bis Anfang September ist Scallop Season, das heißt, man kann Venusmuscheln sammeln gehen, die es dann in Massen im Golf gibt. Man braucht dafür eine Salzwasser-Angellizens und die zu sammelnde Menge ist begrenzt. Klaus versuchte sich im Süden der St. Joseph´s Bay. Das Wasser ist sehr flach und voller Seegras, in dem sich die Muscheln wohlfühlen, allerdings auch schwer gefunden werden. Die meisten Leute fahren mit dem Boot in die Bucht, wo es mehr Muscheln gibt. Klaus schnorchelte am Rande der Bucht und fand immerhin 5 dieser kleinen Venusmuschelart. Das war zu wenig, um sich in der Küche darum zu kümmern. Er gab die Muscheln einem anderen Herrn, der gerade von seinem Bootsausflug kam und seine erlaubten 2 Gallonen pro Tag gefunden hatte. Zwei Stunden schnorchelte Klaus durch die Bucht und entdeckte neben vielen anderen Meereslebewesen auch einen großen Pfeilschwanzkrebs. Das war eine Überraschung, diese urzeitliche Krebsart hier zu finden und ich ärgerte mich, ihn nicht gesehen zu haben.

Nest einer Meeresschildkröte

Nest einer Meeresschildkröte

Auf Cape San Blas wollten wir nach dem Sonnenuntergang einen schönen Abend am Strand verbringen, aber kaum war die Sonne untergegangen, fraßen uns irgendwelche Blutsauger auf. So schnell konnte man gar nicht um sich schlagen, wie die Biester zustachen. Sehen konnten wir sie ja auch nicht. So schnell wir konnten, packten wir unsere Sachen zusammen und verschwanden in unser mückensicheres Heim. Kurz darauf durften wir ein privates Feuerwerk beobachten, das zwei Häuser weiter abgeschossen wurde.
 Ein paar Schildkrötennester werden am Strand durch Absperrungen geschützt. Man hat hier an den Küsten ein besonderes Auge auf den Schutz der Meeresschildkröten.

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