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Transalpinastraße Rumänien


Nun steht das Highlight Rumäniens auf dem Programm, der Pass durch die Karpaten, die Transalpina-Straße. Ausgangspunkt ist Sebes, etwas südlich von Alba Iulia. Dieser Abschnitt, der nun kommt, ist nur für Fahrzeuge bis 7,5t befahrbar, und das auch nur von 7-21 Uhr. Nachts ist die Transalpina geschlossen. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Sollte jemand verunfallen, kommt keine Hilfe. Wie auch, bei der Straßenführung und der Dunkelheit.
Die Straße ist insgesamt, von Sebes bis Novaci, 130km lang. Sie steigt erst stetig leicht an, später mehren sich die Kurven und Serpentinen. Gegenüber den Pässen in Maramures, die wir gefahren sind, ist die Transalpina direkt eine Erholung.

Das erste Sehenswerte auf dieser Strecke ist die Talsperre Oase. Hier wollten wir eigentlich eine Kaffeepause einlegen, aber es gibt keine vernünftigen Parkplätze. Man kann das Auto nur irgendwo am Straßenrand abstellen, einen Blick über die Talsperre schweifen lassen oder sich die Stände mit Essen, Trinken und Souvenirs ansehen.

Talsperre Oase

Dann fährt man über die Staumauer weiter in Richtung Süden. Baumlücken geben immer wieder einen Blick auf die Talsperre frei. Bei Sonnenschein sieht das toll aus.
Kurz vor der Mitte geht es wieder etwas nach unten, die Asphaltdecke verschwindet für ein Stück und dann ist man in Obarsia Lotrului. Hier fanden wir einen Stellplatz beim Forellen-Restaurant, mit allem, was wir brauchten. Die Übernachtung kostet 8,-€. Auch hier stehen die touristischen Stände und viele Transalpina-Fahrer legen eine Rast ein.

Forellenrestaurant in Obarsia Lotrului

Am nächsten Morgen frühstückten wir im Restaurant und setzten unsere Fahrt auf der Transalpina fort. Ab hier ist es allerdings nur noch Fahrzeugen bis 3,5t gestattet, die Straße zu befahren.
Nun wird es endlich ernst. Bisher war noch nichts von alpin zu merken. Das soll sich bald ändern. Die Straße führt wieder nach oben, immer weiter nach oben. Langsam verhüllen Wolken die Aussichten und der Wind legt zu. Langsam verschwinden die Laubbäume und die Nadelbäume übernehmen die Herrschaft, bis auch diese kleiner werden und ganz verschwinden.
An Fotomotiven mangelt es nicht. Das Gras ist inzwischen vom Herbst braun geworden, es sind jetzt Ende September nur noch wenige Weidetiere unterwegs.

Irgendwann waren die Wolken so dicht, dass man stellenweise kaum 30m weit sehen konnte. In dieser Wolkensuppe soll sich ein Restaurant befinden, in das wir einkehren wollten. Erst ganz kurz vorher konnten wir es erkennen. Wir stiegen aus, der Wind war zum Sturm geworden. Die Pension ist schon länger geschlossen, aber das kleine Restaurant war gerade geöffnet worden. Es war kurz nach 10 Uhr. Man feuerte den Ofen an, wir waren die ersten Gäste. Mit Tee wärmten wir uns auf und hofften auf Aufklarung, um die tollen Aussichten genießen zu können. Die Restaurantbesitzerin nahm uns aber alle Illusionen. Die nächsten vier Tage würde sich das nicht ändern.
So kauften wir eine Flasche Palinka, den rumänischen Selbstgebrannten. Dieser war aus Quitten gemacht. Man hatte aber auch die Wahl zwischen Pflaume, Birne und Mehlbeere sowie Kognak.

Pension, Restaurant und Grill auf Passhöhe

Der Wind war jetzt so stark geworden, dass er sogar die Dixie-Klo´s umwarf. Einen kleinen Spaziergang machen war nicht mehr drin. So setzten wir uns ins Womo und fuhren weiter, in der Annahme, dass es jetzt wieder nach unten gehen würde. Im Gegenteil, es ging noch weiter nach oben. Leider fehlt das Schild, auf dem steht, dass der Pass erreicht ist und auf welcher Höhe man sich dort befindet. Die höchste Stelle soll sich auf über 2200m über Null befinden.
Etwas weiter kommt man an einer Quelle vorbei. Wir hielten dort, weil kurz vorher ein schönes Fotomotiv lockte. Die Wolken hatten sich aufgelockert und gaben den Blick in ein schönes Tal frei. Keine Minute später war wieder alles wolkenverhangen und kein Foto mehr möglich. Das ging sehr schnell, leider.

Halt an einer Quelle

Nun hatten wir den Pass überquert und die Transalpina richtet sich bergab, wieder sachte und in Serpentinen. Die nächste Ortschaft an der Transalpina ist Ranca, ein Skiort. Zahlreiche Skilifte und unzählige Hotels und Pensionen zeugen von der Beliebtheit bei den Skifahrern. Überall wird neu gebaut.
Die Wolkendecke hatten wir hinter uns gelassen. Sie lag jetzt wie ein dickes Tuch über den Berggipfeln, über die wir gerade gekommen sind. Am Aussichtsplateau von Ranca stehen wieder die touristischen Stände. Dazu werden Fleisch, Schinken, Käse und verschiedene Konserven von den hiesigen Bauern angeboten.

Rückblick von Ranca aus

Kurz vor Ranca wollten wir auf einem Parkplatz an den Serpentinen aussteigen, um Fotos von der umwerfenden Umgebung zu machen. Der Sturm war aber gerade so stark, dass wir nicht einmal aus dem Womo kamen und dieses wie verrückt durchgeschüttelt wurde. Das hatten wir nicht erwartet.
Vom Aussichtsplateau ist schon Novaci zu sehen. Hier hat man es geschafft. Es ist nicht übertrieben, wenn behauptet wird, dass das Befahren der Transalpina ein Abenteuer ist, bei schönem Wetter, aber auch im Herbst.
Noch anzumerken ist, dass der Pass nur 3-4 Monate (Juni/Juli bis September), je nach Wetterlage, befahren werden darf.
Leider fanden wir keinen Camping- oder Stellplatz. So übernachteten wir auf einem Parkplatz im Osten Targu Jiu´s.

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